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Brettspiel Crowdfunding News 07/26

Von: Nina
15. Februar 2026 um 09:00

Angekündigt: Neu: Updates: ANGEKÜNDIGT Aktuell ist nicht so viel los im Crowdfunding. Ein paar Projekte sind angekündigt. Für die kommenden Wochen ist sehr wenig in der Vorbereitung. Forage Forage von AEG und Flatout Games ist ein Roll and Write Tableau Building Spiel für 1 bis 6 Personen. In jeder Runde würfelt ihr Würfel und deckt ein […]

Brettspiel Crowdfunding News 06/26

Von: Nina
09. Februar 2026 um 11:30

Angekündigt: Neu: Updates: ANGEKÜNDIGT Aktuell ist nicht so viel los im Crowdfunding. Ein paar Projekte sind angekündigt. Für die kommenden Wochen ist sehr wenig in der Vorbereitung. Ancient Empires Von Archona Games wird Ancient Empires auf Gamefound an den Start gehen. Ancient Empires ist ein Zivilisations und Eroberungsspiel im kleinen Format, das über eine modulare Karte […]

Brettspiel Crowdfunding News 05/26

Von: Nina
02. Februar 2026 um 08:20

Angekündigt: Neu: Updates: ANGEKÜNDIGT Aktuell ist nicht so viel los im Crowdfunding. Ein paar Projekte sind angekündigt. Für die kommenden Wochen ist sehr wenig in der Vorbereitung. Stefan Feld City Collection Auf Gamefound wird am 05. Februar eine neue Kampagne von Queen Games zur Stefan Feld City Collection starten. Darunter wird es auch eine Big […]

Brettspiel Crowdfunding News 04/26

Von: Nina
25. Januar 2026 um 19:20

Angekündigt: Neu: Updates: ANGEKÜNDIGT Aktuell ist nicht so viel los im Crowdfunding. Ein paar Projekte sind angekündigt. Für die kommenden Wochen ist sehr wenig in der Vorbereitung. Boktor Das Brettspiel Boktor wird bei Gamefound in der 27. Januar Woche starten (wurde um eine Woche nach hinten gelegt). Boktor ist ein kooperatives Abenteuerspiel für 1–6 Spielende […]

Ich habe fertig

23. Januar 2026 um 16:00

Pegasus Spiele, 2024
Autor: Marco Teubner
2–5 Spieler:innen, ab 8 Jahre, 5–20 Minuten

„Ich habe fertig“ ist ein ungewöhnliches, humorvolles Kartenspiel, das ganz bewusst mit klassischen Mechanismen bricht und stattdessen auf Chaos und spontane Wendungen setzt. Thematisch gibt es keine ausgearbeitete Welt oder komplexe Hintergrundgeschichte, sondern ihr findet euch direkt in einem kurzweiligen Wettlauf wieder: Ziel ist es, die drei Karten mit den Worten „ICH“, „HABE“ und „FERTIG“ vor euch auszulegen und damit den Satz „ICH HABE FERTIG“ zu vervollständigen. Dieser Name ist Programm und verleiht dem Spiel eine absurde, ironische Stimmung, die besonders dann zur Geltung kommt, wenn eure Gegner:innen alles daran setzen, euch daran zu hindern. Das Artwork trägt ebenfalls stark zur Stimmung bei. Statt einer einheitlichen Illustration hat dieses Spiel über 70 Karten, die von rund 30 verschiedenen Künstler:innen gestaltet wurden, so dass jede Karte ihre eigene visuelle Geschichte erzählt und zum Schmunzeln oder Stirnrunzeln einlädt. Die Atmosphäre ist locker, witzig und ein wenig anarchisch, ideal für alle, die sich nicht von tiefen taktischen Systemen einschüchtern lassen, sondern einfach eine kurzweilige Runde mit unerwarteten Momenten suchen.

Der Ablauf in „Ich habe fertig“ ist denkbar unkompliziert: Ihr beginnt mit einem gemischten Stapel aus allen Karten. In eurem Zug stehen euch genau zwei Aktionen zur Verfügung. Entweder zieht ihr eine neue Karte, um euren Vorrat zu vergrößern, oder ihr spielt eine Karte aus eurer Hand aus und führt die darauf stehende Aktion aus. Ganz simpel und doch überraschend wirkungsvoll ist es, dass fast jede Karte eine spezielle Wirkung hat, die das Spielgeschehen durcheinanderwirbelt. Manche Karten lassen euch zum Beispiel alle Handkarten mischen und neu verteilen, andere zwingen euch dazu, Karten an Mitspielende abzugeben oder gar schon ausgespielte Karten wieder zu entfernen. Dadurch ergibt sich eine Dynamik, in der Planung nur eine untergeordnete Rolle spielt. Vielmehr bestimmt der zufällige Kartenziehstapel, wie sehr ihr eure Mitspieler:innen ausbremsen, unterstützen oder schlicht überraschen könnt. Runden sind kurz, oft in wenigen Minuten vorbei, und es entsteht ein ständiger Wechsel zwischen Glück, Ärger und Gelächter.

Beim Spielerlebnis überzeugt „Ich habe fertig“ vor allem durch seine zugängliche Spielweise und den hohen Unterhaltungswert. Die kurzen Partien sorgen dafür, dass ihr das Spiel immer wieder auf den Tisch bringen könnt, ohne dass es sich zieht, und die vielen unterschiedlichen Karteneffekte garantieren, dass keine Runde der nächsten gleicht. Die Interaktion ist hoch, allerdings mehr im Sinne von chaotischer Beeinflussung als durch strategisches Gegeneinander. Ein klarer Vorteil liegt in der leichten Erlernbarkeit der Regeln, die selbst für Gelegenheitsspieler:innen oder Familien mit jüngeren Mitspielenden sofort verständlich sind. Genau hier liegt aber auch ein Punkt, an dem es hakt. Wer tiefere strategische Entscheidungen, langfristige Planung oder ernsthaften Wettbewerb sucht, wird bei diesem Spiel schnell an seine Grenzen stoßen. Nach einigen Partien hat man viele der Karten schon gesehen und der Überraschungseffekt lässt nach. Das Material ist schlicht, die Gestaltung der Karten reizvoll und vielfältig, ohne aber den Anspruch zu erheben, ein hochwertiges Premiumprodukt zu sein. Die Verarbeitung wirkt solide genug für viele Spieleabende, allerdings ist die Attraktivität eher von der humorvollen Illustration als von Haptik oder Detailreichtum geprägt. Insgesamt eignet sich dieses Spiel besonders als Party- oder Familienspiel für zwischendurch und als lockere Absacker-Runde nach längeren Sessions. Für Vielspieler:innen mit Hang zu anspruchsvollen Kennerspielen ist es eher weniger geeignet. Abschließend lässt sich sagen, dass „Ich habe fertig“ dort glänzt, wo es sein will: als kurzweiliges, fröhliches Kartenspiel mit Überraschungseffekten und viel Interaktion für gesellige Abende. Wer sich darauf einlässt, wird oft lachen und selten vor Langeweile gähnen.

Arboro

21. Januar 2026 um 02:33

Nachhaltigkeit ist im Jahr 2025 in aller Munde und die nachwachsenden Rohstoffe spielen dabei eine entscheidende Rolle. Die Verwendung von Papier aus Holzfasern hat eine lange Tradition.  Seit fast zweihundert…

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Brettspiel Crowdfunding News 03/26

Von: Nina
18. Januar 2026 um 09:25

Angekündigt: Neu: Updates: ANGEKÜNDIGT Aktuell ist nicht so viel los im Crowdfunding. Ein paar Projekte sind angekündigt. Für die kommenden Wochen ist sehr wenig in der Vorbereitung. Boktor Das Brettspiel Boktor wird bei Gamefound in der nächsten Woche starten. Boktor ist ein kooperatives Abenteuerspiel für 1–6 Spielende mit Dungeon-Crawling, taktischem Kampf und Charakterfortschritt. Wir übernehmen […]

Fabelwald

16. Januar 2026 um 02:33

Fabelwald von  Jeff Warrender (Schmidt Spiele) ist ein Merkspiel, bei dem die Spielenden als Zauberlehrlinge im Wald drei versteckte Schlüssel finden und zu ihrem Zauberturm bringen müssen. Doch im Fabelwald…

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Harmonies

09. Januar 2026 um 16:00

Libellud, Asmodee, 2024
Autor: Johan Benvenuto
1–4 Spieler:innen, ab 10 Jahre, 30 Minuten

„Harmonies“ entführt euch in eine ruhige, naturverbundene Welt, in der ihr Landschaften erschafft und Lebensräume für Tiere entstehen lasst. Berge, Wälder, Felder und Gewässer wachsen vor euch zu einem harmonischen Ganzen zusammen, während sich Tiere genau dort ansiedeln, wo die Umgebung für sie passt. Das Spiel setzt bewusst auf eine entspannte, fast meditative Atmosphäre, die durch die klare Gestaltung und die sanften Farben unterstützt wird. Statt Konkurrenzdruck steht das Gefühl im Vordergrund, etwas Schönes aufzubauen. Gerade diese Kombination aus Naturthema und ästhetischem Anspruch macht dieses Spiel besonders zugänglich und spricht euch auch dann an, wenn ihr normalerweise eher selten zu Brettspielen greift.

Im Kern geht es darum, Landschaftsteile auszuwählen und sie geschickt in der eigenen Auslage zu platzieren. Jede Entscheidung beeinflusst, welche Tiere später punkten können und wie wertvoll bestimmte Gebiete werden. Ihr wählt aus einer offenen Auswahl und müsst dabei stets abwägen, ob ihr eure bestehende Landschaft optimiert oder Platz für zukünftige Möglichkeiten schafft. Tiere bringen zusätzliche Ziele ins Spiel, da sie bestimmte Formen oder Kombinationen bevorzugen. Dadurch entsteht ein angenehmes Puzzlegefühl, bei dem ihr kontinuierlich kleine Erfolge erlebt. Die Interaktion bleibt bewusst zurückhaltend, beschränkt sich vor allem auf das Wegnehmen begehrter Teile, sorgt aber dennoch dafür, dass ihr die Züge der Mitspieler:innen aufmerksam verfolgt. Eine Partie bleibt flott, ohne hektisch zu werden, und vermittelt durchgehend ein ruhiges, konzentriertes Spielgefühl.

„Harmonies“ überzeugt vor allem durch seine Zugänglichkeit und seine starke Präsentation. Das Material ist hochwertig, die Teile liegen gut in der Hand und die tollen Illustrationen tragen viel zur Stimmung bei. Auch nach mehreren Partien bleibt der Aufbau reizvoll, da unterschiedliche Tiere und Landschaftskombinationen neue Herausforderungen schaffen. Gleichzeitig ist die spielerische Tiefe bewusst begrenzt. Wer stark konfrontative Interaktion oder komplexe Strategien sucht, könnte das Erlebnis als zu sanft empfinden. Für Familienrunden, Gelegenheitsspieler:innen oder entspannte Abende ist das Spiel jedoch hervorragend geeignet. Die Downtime ist gering, Regeln sind schnell erklärt und auch weniger erfahrene Mitspieler:innen finden zügig hinein. Insgesamt erhaltet ihr ein rundes, stimmiges Gesamtpaket, das vor allem durch Atmosphäre, Eleganz und einen hohen Wohlfühlfaktor punktet und euch immer wieder dazu einlädt, noch eine Landschaft entstehen zu lassen.

Hitster: Music Bingo

02. Januar 2026 um 16:00

Jumbo, 2024
Autor: Marcus Carleson
2–10 Spieler:innen, ab 16 Jahre, 30 Minuten

Musik verbindet, weckt Erinnerungen und sorgt fast automatisch für gute Laune. Genau darauf baut dieses Spiel auf. Ihr bewegt euch thematisch mitten in eine fröhliche Karaoke- und Tanzflächenatmosphäre, in der bekannte Songs, spontane Mitsingmomente und kollektives Rätselraten im Mittelpunkt stehen. Statt klassischem Musikquiz oder reinem Bingo verbindet dieses Spiel beide Welten und schafft damit einen Rahmen, der sofort zugänglich ist. Die Stimmung ist locker, laut und gesellig, oft begleitet von Gelächter, Diskussionen über Erscheinungsjahre und dem einen Ohrwurm, der den ganzen Abend bleibt. Besonders reizvoll ist dabei, dass musikalisches Vorwissen hilft, aber nicht zwingend nötig ist. Auch wer einfach nur Spaß an Musik und gemeinsamen Momenten hat, fühlt sich hier schnell abgeholt.

Zu Beginn wird die zentrale Discokugel vorbereitet, was beim ersten Mal etwas Fingerspitzengefühl erfordert. Danach läuft der Ablauf angenehm flüssig. Eine:r dreht die Kugel, die dann eine der Kategorien anzeigt. Mal müsst ihr das Jahrzehnt kennen, mal den Interpreten. Der zweiseitige Spielplan hat dabei unterschiedliche Schwierigkeitsstufen. Gespielt wird dann wie beim klassischen „Hitster“. Songs werden über eine App abgespielt, meist in kurzen Sequenzen, und ihr entscheidet gemeinsam oder gegeneinander, wie gut ihr die Titel erkennt und richtig zuordnet. Die Verbindung zum Bingo entsteht durch das Abstreichen passender Felder, während ihr versucht, Reihen oder bestimmte Muster zu vervollständigen. Entscheidungen sind schnell getroffen, Downtime entsteht praktisch nicht und jede Runde fühlt sich leicht anders an, abhängig davon, wer gerade musikalisch glänzt oder überrascht wird. Schön ist, dass sich dieses Spiel problemlos mit Karten aus anderen Sets kombinieren lässt, wodurch sich Abwechslung und Schwierigkeitsgrad flexibel an eure Runde anpassen lassen.

Als Partyspiel überzeugt „Hitster: Music Bingo“ vor allem durch seine perfekte Spieldauer. Eine Partie zieht sich nicht, sondern endet genau dann, wenn die Energie am Tisch ihren Höhepunkt erreicht. Die Interaktion ist hoch, weil ihr ständig reagiert, mitratet und euch gegenseitig kommentiert. Positiv fällt auch die Materialqualität auf, die stabil wirkt und dem häufigen Einsatz standhält. Optisch ist alles klar gestaltet und gut lesbar. Weniger gelungen ist, dass keine gedruckte Spielregel beiliegt, was gerade für Neulinge irritierend sein kann, auch wenn die Online-Regel schnell gefunden ist. Die App ist zentral für das Erlebnis, zeigt aktuell aber noch kleinere Schwächen, etwa wenn einzelne Modi nicht zuverlässig die vorgesehenen Musikausschnitte abspielen. Das kann den Spielfluss kurz stören, wird aber durch den allgemeinen Spaßfaktor meist aufgefangen. Insgesamt eignet sich dieses Spiel hervorragend für Familienrunden, Freundeskreise und Partys, weniger jedoch für Gruppen, die strategische Tiefe suchen. Wenn ihr Musik liebt, unkomplizierte Unterhaltung schätzt und gerne gemeinsam lacht, bekommt ihr hier ein sehr rundes Gesamtpaket.

Im Rampenlicht: Camargue

10. Dezember 2025 um 08:00

Camargue | Timo Diegel | 30 Minuten | 2 -5 Personen | Abacusspiele

Gemeinsam erschaffen die Spielenden in die wunderschöne Region Camargue, die für ihre einzigartige Landschaftsvielfalt und artenreiche Tierwelt bekannt ist. Plättchen für Plättchen bauen sie die farbenfrohe Landschaft auf. Je größer die Fläche ist, die sie mit den Plättchen erweitern, desto mehr Punkte bekommen die Spielenden. Doch vor allem Punkte einer anderen Person rechtzeitig für sich zu beanspruchen, soll den Reiz des Spiels ausmachen. Doch ist dem so oder bietet die schön errichtete Landschaft nicht viel mehr als den optischen Reiz? Einige Mitglieder des Beeple Netzwerks geben im aktuellen Rampenlicht ihre Meinung dazu ab. 

 

 

 

Oli (Alles außer Toplisten)

Oli (Alles außer Toplisten)
Plättchenlegespiele wie Camargue gibt es wie Sand am Meer. Da braucht es schon einen besonderen Kniff, um sich von der Konkurrenz abheben zu können. Bei Camargue ist es die Möglichkeit viele Punkte durch Multiplikation zu bekommen – oder im richtigen Moment die Punkte einer anderen mit zu beanspruchen. Camargue zu spielen bedeutet für mich unbeschwerte Zeit – fast wie im Urlaub. In diese bunte Spielewelt begebe ich mich am liebsten zu dritt oder zu viert.
JäiDie (Alles außer Toplisten)
Camargue ist für mich eines der unbeschwerten Spiele, die man sehr gut bei Tee und Kuchen spielen kann. Es macht jetzt nichts unfassbar innovativ. Es erfindet das Rad nicht neu. Was es macht, macht es gut. Und es ist hübsch. Die Erklärung der Wertung muss man sich eventuell öfter durchlesen und hätte meiner Meinung nach nicht so umständlich sein müssen. Der Sweetspot liegt bei uns zu viert.
Jürgen - Spielbar

Jürgen (Spielbar)

Jürgen (spielbar.com)
Camargue glänzt durch eine schöne Optik und die wohl umständlichste und unnötig komplizierteste Erläuterung des Dezimal-Stellenwertsystems in der Spielregel. Das ist schon arg überraschend. Das Spiel selbst kommt frei von Höhepunkten daher. Liefert jedoch regelmäßig Stimmungssenker, wenn die Verteiung der Möglichkeiten zum Punkteabgreifen mal wieder unschön verteilt ist. Bei Veröffentlichung wurde kommuniziert, dass das Spiel mehrere Jahre in der redaktionellen Entwicklung lag. Hmm…
Oliver Sack – Spielevater

Oliver (Spielevater)

Oli (Spielevater)
Camargue ist ein Familienspiel! Wer taktische Tiefe, komplexe Entscheidungen und Mechanismen sucht, der wird enttäuscht sein. Das Spiel verfolgt eine klare Linie mit bekannten Mechanismen und einfachen Regeln ohne viel Tamtam. Aber Camargue überzeugt als kurzweiliges Legespiel, das besonders zu zweit seine taktischen Stärken entfaltet. Die Balance zwischen Gebietsausbau und cleverer Sabotage sorgt für spannende Runden, in denen man ständig abwägen muss, wie man den Mitspielenden Punkte verwehrt.
Dirk_Huesmann

Dirk (Würfelmagier)

Dirk (Würfelmagier)
Schnell zu erlernendes Familienspiel mit bekannten Mechanismen und Punkteturbo. Überzeugt vor allem auch zu zweit durch taktische Möglichkeiten. Insgesamt aber zu unaufgeregt und spannungsarm. Zumindest das Cover kann glänzen und vielleicht den einen oder die andere zum Kauf bewegen, der sich dieser Tage nach Südfrankreich sehnt…

 

Wenn Ihr Euch nun etwas intensiver mit Camargue befassen wollt, dann schaut Euch doch mal den folgenden verlinkten Artikel an:

Spielevater

Würfelmagier

Spots

17. Oktober 2025 um 16:00

Pegasus Spiele, 2024
Autoren: Alex Hague, Jon Perry, Justin Vickers
1–4 Spieler:innen, ab 8 Jahre, 20-30 Minuten

In „Spots“ dreht sich alles um Hunde, Tricks und Würfelglück. Ihr seid Hundetrainer:innen, die versuchen, ihre treuen Vierbeiner zum Spielen zu schicken. Jeder Hund besitzt ein individuelles Fellmuster mit Flecken, auf denen bestimmte Zahlen gewürfelt werden müssen. Nur wer die passenden Würfel platziert, kann den Hund fertigstellen und in Sicherheit bringen. Das klingt simpel, entfaltet aber rasch einen spannenden Wettlauf zwischen Risiko und Vorsicht. Thematisch ist „Spots“ erfrischend anders. Statt Fantasy oder Wirtschaft geht es hier um charmante Hunde, Leckerlis und ein Training voller Spannung. Die liebevolle Gestaltung und das unaufgeregte Thema machen das Spiel sofort sympathisch und sorgen dafür, dass ihr schnell in die Stimmung eintaucht.

Zu Beginn wählt ihr aus einer Vielzahl an Trickkarten eine kleine Auswahl, die den Ablauf der Partie bestimmt. Diese Karten geben euch Aktionen vor, etwa das Würfeln, Nachwürfeln oder das Sammeln von Leckerlis. Anschließend würfelt ihr, um die passenden Zahlen auf den Hundeflecken zu platzieren. Gelingt es euch, alle Flecken eines Hundes zu füllen, schickt ihr ihn zum Spielen und sichert euch so Punkte. Doch jeder Fehlwurf hat Konsequenzen. Würfel, die ihr nicht unterbringen könnt, landen im Garten. Wenn sich dort zu viele Augen summieren, entsteht Unruhe, und alle noch nicht gesicherten Hunde verlieren ihren Fortschritt. Diese ständige Balance zwischen Mut und Vorsicht prägt das Spielerlebnis. Ihr überlegt, ob ihr noch einmal würfeln wollt, um mehr zu schaffen, oder lieber sichert, was ihr habt. Mit 22 möglichen Tricks, von denen in jeder Partie nur sechs ins Spiel kommen, entstehen immer neue Kombinationen. Dadurch bleibt Spots abwechslungsreich und lädt dazu ein, verschiedene Taktiken auszuprobieren. Eine Partie dauert meist etwa 20 bis 30 Minuten und eignet sich gut für Familien, Freundesrunden oder kurze Spielabende.

„Spots“ überzeugt mit einem charmanten Thema und klarer Spielstruktur. Das Zusammenspiel aus Würfelglück, Risiko und taktischem Absichern sorgt für ständige Spannung. Die Freude ist groß, wenn ein Hund endlich fertiggestellt wird, und die Enttäuschung ebenso, wenn ein unruhiger Garten alles zunichtemacht. Dieses emotionale Auf und Ab macht den Reiz des Spiels aus. Gleichzeitig müsst ihr akzeptieren, dass der Zufall eine dominante Rolle spielt. Wer Pech hat, kann wenig ausrichten, selbst wenn die Strategie stimmt. Das ist nicht immer befriedigend, aber es gehört zu dem leichten, spielerischen Charakter, den „Spots“ bewusst pflegt. Das Material ist hochwertig, die Gestaltung farbenfroh und freundlich. Die Holzknochen als Leckerlis, die stabilen Karten und die klaren Symbole sorgen für eine angenehme Haptik und einfache Zugänglichkeit. Das Thema mit den unterschiedlichen Hunden und ihren Tricks ist liebevoll umgesetzt und spricht nicht nur Tierfreund:innen an. „Spots“ ist besonders geeignet, wenn ihr Spiele sucht, die schnell erklärt sind und bei denen Glück und Spannung im Vordergrund stehen. Für Familien mit Kindern ab acht Jahren, Gelegenheitsspieler:innen oder Runden, die gerne lachen und mitfiebern, ist es ein passender Begleiter. Wer allerdings Wert auf langfristige Planung und strategische Kontrolle legt, wird weniger Freude haben. Als kurzweiliges Würfelspiel mit charmantem Thema funktioniert „Spots“ hervorragend und verdient sich einen festen Platz im Regal all jener, die das kleine Chaos am Spieltisch lieben.

Galileo Galilei von Frosted Games – Ersteindruck

Von: Dimi
01. Oktober 2025 um 16:00

Bei Galileo Galilei sind wir Astronomen und machen bemerkenswerte Beobachtungen der Himmelskörper mit den Teleskopen, den Galilei zwar nicht erfunden hat, aber mit großem Erfolg nachgebaut und für solche astronomische Zwecke genutzt hat. (Quelle: Max-Planck-Gesellschaft)

Cover: Galileo Galilei / Foto: Frosted Games

Mit dem eigenen Tableau und dem Teleskop, lassen sich Aktionen ausführen, in dem du den Teleskop 1-3 Felder bewegst. Mit den Aktionen kannst du Planeten oder Sternkonstellationen beobachten, Kometen ins Spiel bringen um Vergünstigungen zu erlangen oder einfach deine Aktionsplättchen upgraden. Die oberen Aktionen von deinem Tableau sind immer fix, die unteren Aktionsplättchen nicht. Das Aktionsplättchen wandert nach deinem Zug nach unten und alle oder einige Aktionsplättchen verschieben sich. Sodass die Aktionen sich ein wenig für die darauffolgenden Züge ändern. Spannend! Da musst du gut vorausplanen, welche Aktionen du danach machen möchtest. Dieses Element im Spiel ist reizend und macht Spaß.

Das Tableau ist sehr schön gestaltet und der Teleskop ist immer im Fokus

Die Interaktion hält sich in Grenzen, da jeder für sich die Beobachtungen durchführt. Lediglich Karten wegschnappen und gewisse Ziele im Spiel versuchen ein wenig Interaktion ins Spiel zu bringen. 

Die Beobachtungen machst du mit farbigen Würfel (1-6) hier Lichtwürfel. Sternkonstellationen lassen sich mit einem Lichtwürfel (gelb, rot oder blau) beobachten, um größere Himmelskörper zu beobachten, müssen mindestens 2 Lichtwürfel kombiniert werden um daraus die geforderte Farbe (orange, lila, grün) abzubilden.

3 Sternkonstellationen kannst du bei Libra beobachten. 2 davon sind noch nicht belegt

Die Himmelskörper-Karte bekommst du nur, wenn du den Himmelskörper beobachtest. Bei beiden machst du gut Punkte und durch die Karten, die du dann in deine Bibliothek (oben rechts an deinem Tableau) legst, kannst du mit den Büchern auf die Buchrücken voranschreiten und die Boni erhalten.

Bei den Multiplikatoren in der Universität, kannst du auf bestimmte Sachen gehen, Sterne oder upgrades der Aktionsplättchen, um massig Punkte am Ende zu bekommen. Zwischenziele im Spiel, oberhalb der Uni, geben ebenfalls 3-7 Punkte. Durch Abgabe von Winkel, die du während des Spiels erhältst, kannst du viele Feinheiten anpassen, wie die Lichtwürfelfarbe ändern, Buchschritte erhalten oder die Inquisitoren bewegen.

Mit der Uni gibst du als Wissenschaftler deine Erkenntnisse, die du gewonnen hast, weiter. Bedeutet Siegpunkte zum Schluss

Inquisitoren? Oh ja, die machen das Spiel so ziemlich Böse. Ähnlich zu verstehen, wie die Mangelernährung von Agricola. Die Inquisitoren in deinem Observatoriumskeller sind dir zwar nicht gerade willkommen, können aber durchaus Teil deiner Strategie sein. Thematisch geht es darum, dass du versuchst, die Inquisitoren von deiner Rechtschaffenheit zu überzeugen. Gelingt dir das nicht, werden ihre Befragungen deinem Ruf schaden, was sich am Spielende in massiven Minuspunkten niederschlägt. Um sie zu überzeugen, musst du die Inquisitoren Stück für Stück weiter nach rechts in deinem Keller verschieben. Dein aktueller Ruf wird auf der Rufleiste des Spielplans angezeigt und bestimmt, wie viele Plus- oder Minuspunkte du am Spielende erhältst.

Durch die Aktion Sternkonstellation beobachten, bekommst neben Siegpunkte auch die dazugehörige Boni

Das Spiel endet, wenn eine bestimmte Anzahl an Himmelskörper-Karten aufgedeckt wurden (Spielerabhängig) und wer am Ende die meisten Punkte hat, gewinnt die Partie Galileo Galilei.

Ich hatte definitiv meinen Spaß mit dem Spiel. Das Thema spricht mich sehr an, und die Umsetzung ist wirklich gelungen. Es handelt sich um ein Kennerspiel, das zu dritt in etwa 60 bis 75 Minuten gespielt ist und in dieser Zeit erlebt man eine richtig gute, unterhaltsame Partie. 

Ich bin vom Autor Thomas Holek begeistert, was für ein Output er letztes Jahr hatte mit SETI, Tee Garden und Galileo Galilei. Und dieses Jahr auf der SPIEL knüpft er da genau an, mit AQUARIA von Delicius Games in deutsch von Skellig Games und Froschreich von Pink Troubadour in deutsch von MM Spiele. Bin da sehr gespannt drauf. Aber vorher sollte ich auch mal Tea Garden endlich mal spielen.

Ersteindruck von Dimitrios Barbas

Verlag: Frosted Games
Autor: Thomas Holek
Illustration: Michal Peichl
Erscheinungsjahr: 2024
Spieleranzahl: 1-4 Personen
Alter: ab 12 Jahren
Dauer:  60 Minuten

Der Beitrag Galileo Galilei von Frosted Games – Ersteindruck erschien zuerst auf BOARD GAME GREEK.

Tic Tac Town

12. September 2025 um 16:00

moses, 2024
Autor: Ignasi Ferré
2–4 Spieler:innen, ab 8 Jahre, 15 Minuten

Stellt euch vor, ihr baut gemeinsam eine kleine Stadt. Allerdings nicht mit Häusern, sondern mit Würfeln. In „Tic Tac Town“ legt ihr bunte Würfel auf ein Spielfeld, um Aufgaben zu erfüllen. Das Thema „Stadt“ ist eher Kulisse, im Kern geht es um clevere Kombinationen aus Farben und Zahlen. Die Mischung aus Würfelglück und Taktik erinnert an Tic-Tac-Toe, bringt aber deutlich mehr Abwechslung, weil ihr unterschiedliche Aufgabenkarten lösen müsst. Damit entsteht ein Spiel, das vertraut wirkt, aber mit seinen Kniffen eine eigene Note hat.

Jede:r startet mit vier Aufgabenkarten in drei Schwierigkeitsstufen. Zwölf Würfel in vier Farben werden geworfen und reihum auf das Tableau gelegt, bei zwei Personen auf einem 3×3-, bei mehr auf einem 4×4-Feld. Mit jedem Würfel prüft ihr, ob eine Aufgabe erfüllt ist: Etwa bestimmte Farbfolgen, Summen oder kleine Rechenoperationen. Erfüllt ihr eine Karte, legt ihr sie ab und sammelt Punkte. Sind alle Würfel platziert, endet die Runde. Danach gibt es neue Karten, und nach so vielen Runden wie Mitspielende steht fest, wer die meisten Punkte hat. Besonders ist die Bandbreite der Aufgaben: von einfachen Mustern bis zu kniffligen Rechnereien, die euch auch nach mehreren Partien noch fordern.

Der Einstieg ist angenehm leicht, Regeln und Abläufe sitzen nach wenigen Minuten. Gelegenheitsspieler:innen kommen sofort mit, Vielspieler:innen schätzen die steigenden Schwierigkeitsstufen. Gleichzeitig kann es passieren, dass manche Karten gegen Ende kaum noch erfüllbar sind, was zu kleinen Frustmomenten führt. Thematisch bleibt das Spiel abstrakt; Stadtflair entsteht kaum. Das Material ist ordentlich: stabile Karten, farbige Würfel, doppelseitiges Tableau. Damit wirkt das Spiel wertig und langlebig. Besonders in gemischten Gruppen oder als kurzer Absacker funktioniert es hervorragend. Wer aber eine thematische Welt erwartet oder langfristig strategische Tiefe sucht, wird hier weniger fündig. Insgesamt bietet „Tic Tac Town“ genau das, was es verspricht: ein schnelles, zugängliches Würfelspiel mit einem frischen Kniff, das in 15 Minuten für gute Laune sorgt und gern noch einmal auf den Tisch kommt.

Link City

05. September 2025 um 16:00

Bandjo, Asmodee, 2024
Autor: Émilien Alquier
2–6 Spieler:innen, ab 8 Jahre, 30 Minuten

Ihr übernehmt gemeinsam die Rolle einer Stadtverwaltung und versucht, in sechs Runden aus kleinen Ortstafeln eine zusammenhängende, stimmige Stadt zu bauen. Jede Runde ist ein anderer Spieler Bürgermeister: diese Person legt drei Bauplätze fest und denkt sich für jeden Platz eine passende Ortsblättchen aus. Die anderen diskutieren offen und versuchen, dieselben Entscheidungen zu treffen. Wer die besten gedanklichen Verknüpfungen findet, hilft der ganzen Stadt zum Wachstum. Das Thema ist simpel, aber charmant: gemeinsames Assoziieren bildet das Fundament, und aus banalen Einzelteilen entsteht eine skurrile, oft sehr persönliche Stadtlandschaft. 

Die Partien dauern kurz, etwa 25–35 Minuten. Pro Runde markiert der Bürgermeister drei Stellen, nennt gedanklich die gewünschten Orte und legt verdeckt drei Blättchen. Die Mitspielenden beraten frei, schlagen vor und einigen sich auf drei Orte, die sie platzieren würden. Stimmen die Plätze mit denen des Bürgermeisters überein, gibt es Punkte für Verbindungen und Bonusziele. Das Spiel ist leicht zu erlernen: wenige Komponenten, klare Rundenschritte und ein hohes Maß an sozialer Interaktion. Varianten wie eine strengere Punktewertung oder heimliche Abstimmungen können die Spannung erhöhen, doch die Kernmechanik bleibt ein offenes, kooperatives Assoziationsspiel, das mehr Gespräch als Regelschliff verlangt. Das Spielgefühl ist kommunikativ, manchmal urkomisch und abhängig von eurer gemeinsamen Wortwahl und kulturellen Referenzen.

Was überzeugt: „Link City“ ist zugänglich, fördert Teamplay und sorgt für viele Aha- und Lachmomente. Gerade für Familienabende oder gemischte Runden ist die Hürde niedrig und die Beteiligung hoch. Was weniger überzeugt: Die optische Wirkung der fertigen Stadt bleibt vergleichsweise unspektakulär, und gelegentlich wirkt die Punktewertung etwas mechanisch gegenüber der eigentlich kommunikativen Idee. Materialien sind solide: Blättchen und kleine Hütchen sind funktional, aber nicht luxuriös; das Spiel richtet sich klar an leichte bis mittelstarke Spielrunden, nicht an Expert:innen. Für euch ist „Link City“ passend, wenn ihr Gespräche, kreative Assoziationen und kooperative Momente schätzt. Wenn ihr hingegen komplexe Taktik oder tiefe Solostrategie sucht, ist das Spiel nicht das Richtige. Insgesamt ein sympathisches, gut geschnittenes Party-/Familienspiel mit kleinem Makel bei der visuellen Inszenierung, das man gern öfter auf den Tisch bringt.

Kurzrezensionen: Für Northwood / L.A.M.A

Von: Andi
31. Januar 2025 um 08:00

Heute stelle ich euch 2 Spiele die einzelne Runden haben die flott runtergespielt sind. Eins davon für Solo Spieler und eines für mehrere.

Für Northwood!

Worum geht es?

Wir verhandeln mit Adeligen – das Stichspiel

Was ist das Ziel?

So viele Herrscher wie möglich überzeugen.

Warum macht das Spaß?

Wie viele Stiche schafft man mit der Hand, wenn man welchen Herrscher besucht? Welche Fähigkeit will man lieber unter den Verbündeten haben? Kann sich das ausgehen oder wird man scheitern.

Besonderheiten

Man startet jede Partie mit 4 Verbündeten. Zieht seine Starthand und wählt das erste Königreich das man besuchen will. Die haben unten eine Zahl von 0-7 angegeben und einen Herrscher. Der Herrscher hat eine Farbe und eine Spezialfähigkeit.
Unser Ziel ist es ihn zu „überzeugen und alle haben ein Lieblingsthema über das sie reden wollen“. Konkret gesagt. Die Zahl unter dem Königreich gibt an wie viele Stiche man exakt machen muss um erfolgreich zu sein. Die Farbe des Herrschers gibt Trumpf an. Danach deckt man eine Karte vom Nachziehstapel auf. Die Farbe muss bedient werden, wenn möglich. Das geht solange bis die Hand leer ist. Dann überprüft man ob man die Bedingung erfüllt hat. Entweder wird der Herrscher entfernt, weil man es nicht geschafft hat oder man besucht das nächste Königreich
Was hat man von einem Sieg … je nach Zahl des Königreichs erhält man Sterne (wobei 0 und 7 die meisten bringen) und man kann den Herrscher einmal anstatt eines der Verbündeten einsetzen.
Apropos Verbündete. Vor jedem Stich darf man einen davon einsetzen. Die lassen uns extra Karten ziehen, abwerfen den Nachziehstapel anschauen usw. Jeden der 4 darf man einmal pro Königreich verwenden.

Meine Meinung

Was gefällt mir am Spiel nicht?

Wie soll ich es am besten sagen. Es fühlt sich stellenweise nicht wie ein Stichspiel an.
Ich weiß es ist blöd aber dadurch dass man nie der erste beim ausspielen und immer gegen den restlichen Stapel spielt, hat man nicht dasselbe Feeling wie wenn man ein Stichspiel mit mehreren Leuten spielt.

Was sind solala Punkte?

Die Verbündeten erlauben einem unterschiedlichste Dinge aber dadurch, dass man den Effekt durchführt bevor man die nächste Karte aufdeckt, spielt doch der Zufall eine große Rolle.

Anfangs war ich wegen der Karten etwas skeptisch, weil ich sie etwas dünn fand. Eigentlich hält man sie aber nie in der Hand, von daher ist das nicht so wichtig.

Einen hab ich noch. Es ist ein Highscore Spiel. Wenn ich aber anhand der verbleibenden Königreiche schon weiß, dass ich meinen Highscore nicht knacken kann, starte ich dann gleich neu oder spiel ich um die „Ehre“ weiter. Darauf hab ich noch keine Antwort.

Was gefällt mir?

Ich finde die Illustrationen voll gelungen und ich mag das Thema eigentlich sehr.

Es gibt unterschiedlichste Verbündete die man haben kann und etliche Kombinationen die man anstreben kann.

Es gibt auch noch eine ganze Kampagne mit 16 Szenarien. Für die Größe und den Preis der Box bekommt man schon viel.

Kommen wir zum meinem Fazit. Hier muss man unterscheiden je nachdem was man vom Spiel erwartet. Erwartet man quasi eine Patience mit einem Stichspielüberbau und etlichen Sonderkarten? Manchmal gewinnt man, manchmal verliert man. Ist halt so. Dann kann ich es voll empfehlen. Ich habe aber meine Probleme damit. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich so taktieren kann wie ich gerne würde. Man spielt immer gegen 3/4 der anderen Karten. Das ist schon eine Hausnummer und es kann so viel passieren. Es macht es auch verdammt schwer die eigene Hand einzuschätzen, da man immer nur Farbe bedient und nie selbst ausspielt. Es kann also durchaus passieren, dass die hohen Karten die nicht Trumpf sind wenige bis keine Stiche machen, da die irgendwo am Boden des Stapels liegen. Trotzdem gebe ich das Spiel nicht auf, sondern versuche mit Regelvarianten, dem Herr zu werden. Was auch schon einiges aussagt.

Anhang

Autor: Will Su
Illustrationen: Will Su
Verlag: Leichtkraft
Erscheinungsjahr: 2024
Spieleranzahl:  1
Dauer: ca 20min
Preis: ca 16€

L.A.M.A.

Was ist das Ziel?

Bei Spielende die wenigsten Minuspunkte haben

Warum macht das Spaß?

Es ist so einfach und Karten auf den Tisch knallen macht einfach Laune.

Besonderheiten

Das Spiel besteht aus mehreren Durchgängen. In jedem Durchgang bekommt man 6 Karten auf die Hand und eine liegt im zentralen offenen Ablagestapel. Ein Durchgang geht so lange, bis entweder alle ausgestiegen sind oder eine Person alle Handkarten abgelegt hat. Was zuerst eintritt.
Wer dran ist legt entweder eine Karte ab. Diese Karte kann entweder den gleichen Wert oder einen Wert haben der genau um 1 höher ist. eine Lama ist wie eine (fiese) 7 und auf eine Lama kann man nur ein weiteres Lama oder eine 1 legen.
Wer nichts ablegen kann bzw. nicht mag kann entweder eine Karte vom Nachziehstapel ziehen oder steigt aus.
Wenn man aussteigt schreibt man die restlichen Handkarten als Minuspunkte. Doppelte Werte zählen aber nicht. Dh. 3 4er sind trotzdem nur 4 Minuspunkte. Lamas sind 10 Minuspunkte.
Wer alle Karten ablegt darf 1 Chip zurücklegen. Dh. 1 oder 10 Punkte.

Meine Meinung

Was gefällt mir am Spiel nicht?

Da habe ich eigentlich keine Punkte.

Was sind solala Punkte?

Da weiß ich eigentlich auch nichts.

Was gefällt mir?

Ich finde das Spiel richtig gelungen. Ich weiß gar nicht warum ich es mir erst vor kurzem geholt habe, denn eigentlich ist es genau in meiner Abteilung.
Mein Lieblingssatz. Es ist so simpel. Ich werde das Spiel auch sehr mit UNO vergleichen, weil mM nach der Vergleich passt. L.A.M.A. ist regeltechnisch nicht komplexer aber in meinen Augen mit interessanteren Entscheidungen. Soll heißen. Sehr einfaches, lockeres Spiel, dass sich gut runter spielen lässt und auch einen schöne Prise Zufall hat aber da gibt es dann die große Entscheidung die man so teilweise einschätzen kann aber wo es immer wieder zu Überraschungen führt.

Der große Unterschied zu UNO ist die Frage: Wann steigt man am besten aus? Ja klar, weniger Minuspunkte zu machen wäre schon nicht schlecht aber wie wenig ist wenig, wenn man das versucht mit dem einzuschätzen was die anderen haben könnten … aber viel viel besser wäre es einen 10er Chip wieder zurücklegen zu können…aber man glaubt gar nicht wie schnell man Punkte oben hat wenn man Karten nachziehen muss und danach lächelt einen dieses belämmerte Lama an. Riskiert man das?

Das ist der zentrale Reiz … und man muss sich schon selbst bremsen, nicht automatisch weitere Karten zu ziehen, wenn man nichts passendes hat. Ich habe auch schon Partien erlebt wo ein Spieler mit der Starthand sofort ausgestiegen ist, weil sie insgesamt nur 4 Minuspunkte auf der Hand hatte aber dann hat jemand anders seine komplette Hand runtergespielt und ist Punkte losgeworden.
Flott und emotional aber es spielt sich nicht automatisch runter. Hat bis jetzt allen mit denen ich es gespielt habe, sehr gefallen und wir haben es in den letzten Monaten schon ein paar Mal verschenkt.

Anhang

Autor: Reiner Knizia
Illustrationen: Danny Devine, atelier198
Verlag: Amigo
Erscheinungsjahr: 2019
Spieleranzahl:  2-6
Dauer: ca 15min
Preis: ca 10€

 

Frisch gezockt 31.12.2024

Von: Andi
31. Dezember 2024 um 08:00

Zum Jahreswechsel noch ein kurzer Beitrag zu den neuen Spielen die ich gespielt habe

Trekking – Reise durch die Zeit

Ein schönes, einfaches Spiel für Geschichtsinteressierte. Die Ausstattung ist für diesen Preis sehr gut, ich finde die Gestaltung richtig gut gelungen. Die Regeln sind einfach aber es gibt dann doch ein paar Stellschrauben um besser zu spielen und mehr herauszuholen. Man erfährt etwas über geschichtliche Ereignisse die quer über den Globus verteilt sind. Da waren Dinge dabei die selbst ich nicht gewusst habe und Geschichte war immer eines meiner Lieblingsfächer.

Knarr

Dieses kleine Schächtelchen lag unterm Christbaum. Knarr ist ein einfaches schnelles Kartenablegespiel. Thematisch erkundet man als Wikinger Länder, gründet Niederlassungen und treibt Handel. Ich finde das wesentlich realistischer und thematischer als dieses ganze stereotypische Wikinger Plünderer Zeug. Es gefällt mir bis jetzt gut. Du kannst auf verschiedenste Arten Punkte machen aber ich glaube nicht, dass du dich nur auf eine Art verlassen kannst. Es unterscheidet sich auch von sowas wie Splendor. Splendor finde ich strategischer. Da muss man mehr auf die großen Punktekarten hinarbeiten. Knarr hat aber interessantere taktische Entscheidungen. Nutzt man Rekruten jetzt um eine andere Karte zu nehmen oder für die großen Ziele um nicht so viele Karten abgeben zu müssen…und welche Teile des Maschinchens gibt man überhaupt ab? Vielversprechend.

Dune: Imperium – Uprising

Ja, unterm Christbaum lag auch das Spiel. Zum Vorgänger war meine Liebe nach 5-6 Partien merklich abgekühlt, aus einer Vielzahl von Gründen. Uprising ist ja quasi Dune: Imperium 1.5 … Was soll ich sagen. 3 Mal hab ich es bis jetzt gespielt und ich bin positiv überrascht. Ich finde das ganze wesentlich spannender. Die oberen Bereiche des Spielplans sind zum großen Teil über das ganze Spiel hinweg nützlich. Viele Felder wurden angepasst und haben Kosten die man bezahlen muss, bzw. muss man 2 Einfluss bei bestimmten Fraktionen haben. Mit Spice und Geld kann man auch mehr anfangen. Man kann auch mehr Karten ziehen. Spione sind toll und können unterschiedlich eingesetzt werden. Man kann Sandwürmer rufen. Die sind ein bisschen stärker als normale Truppen … aber die Belohnung im Konflikt wird verdoppelt. Die Konflikte in denen man die Kontrolle über bestimmte Felder bekommt sind jetzt farblich hervorgehoben, damit man auch wirklich nicht darauf vergisst. Auf der Rückseite jeder Anführer Karte findet man den Ablauf eines Spielzugs. Das Deck finde ich bis jetzt auch besser. Was soll ich sagen. Ich finde es bis jetzt sehr gelungen, obwohl die Komplexität etwas angestiegen ist. Es braucht noch mehr Partien um alles gut zu durschauen aber um es mit dem Vorgänger zu vergleichen: Dort setzten ungefähr an derselben Stelle die ersten Zweifel ein. Ich freu mich derzeit schon auf die nächste Partie Uprising und habe mir schon angeschaut was in der Bloodlines Erweiterung enthalten ist.

Retro – Mafia/Werwölfe

Von: Andi
06. Dezember 2024 um 09:05

Ein weiteres Spiel, dass man mit stinknormalen Spielkarten verwenden kann. Es ist das älteste Social Deduction Spiel das ich kenne. Das Original Mafia wurde z.B. mit normalen Karten gespielt. Dh. es sollte statt Retro – Back to the roots, heißen. Ich verwende hier die Begriffe aus Werwölfe, da ich das Setting wesentlich spannender finde aber natürlich kann man es auch auf für Mafiosi, Alienparasiten oder Osterhasen anwenden.

Vorbereitung

Man benötigt ein paar Karten mit demselben Kartenrücken, je nach Anzahl der Spieler und Rollen, die man verwenden will. Fix mit dabei sind die Werwölfe und die Seherin. Der Rest wird mit Dorfbewohner aufgefüllt.

6-7: 2 Werwölfe (WW) + 1 Seherin. Der Rest Dorfbewohner.
8-10: 3 WW, 1 Seherin
11-13: 4 WW
14-16: 5 WW

Werwölfe: Beliebige schwarze Karten
Seherin: Eine Dame in Rot. z.b. Herzdame
Dorfbewohner: eine andere rote Karte. Am besten keine Bildkarte

Ein Spieler wird für die Partie als Bürgermeister bestimmt. Er entscheidet bei einem Gleichstand in der Tagphase.

Ablauf:

Ein Spieler ist Spielleiter (SL). Er nimmt nicht direkt am Spiel teil, sondern moderiert.
Die Karten werden vorbereitet und zufällig an die Spieler verteilt.
Danach wechseln sich Nacht- und Tagphasen ab.

Nachtphase

In der Nacht schließen alle Spieler die Augen und der SL ruft die besonderen Rollen die im Spiel sind der Reihe nach auf… Das kann man so theatralisch machen wie man will. Die Werwölfe signalisieren dem SL, wenn sie an der Reihe sind, welcher Spieler von ihnen gefressen wird und schließen wieder die Augen.

Danach erwacht die Seherin und wählt einen Mitspieler. Der SL signalisiert ob es sich hierbei um einen Werwolf handelt.

Tagphase

Alle Spieler erwachen und der SL offenbart wer gefressen wurde. Der Spieler deckt seine Rolle auf und scheidet aus. Dann wird darüber diskutiert wer von den Dorfbewohnern gehängt wird. Ist man mit diskutieren fertig (man kann auch ein Zeitlimit setzen), erfolgt die Abstimmung. Alle Spieler zeigen gleichzeitig auf einen anderen Spieler der hingerichtet werden soll. Bei einem unentschieden entscheidet der Bürgermeister. Der hingerichtete Spieler deckt seine Rolle auf.
Ist noch ein Werwolf am Leben bzw. jemand aus dem Team Dorfbewohner startet eine neue Nacht.

Weitere Rollen

Natürlich kann man auch weitere Rollen verwenden bzw. auch welche erfinden. Zur Verwendung einfach eine Karte für dieses Team weniger verteilen. Ich würde es aber nicht übertreiben. Hier ein paar Ideen.

Der Jäger – ein roter Bube: Scheidet er aus dem Spiel aus, kann er noch einen weiteren Spieler bestimmen der ebenfalls ausscheidet.

Die Hexe – Karo Dame – hat zwei Tränke die sie einmalig im Spiel verwenden kann. Mit einem Trank kann sie einen Spieler töten mit dem anderen einen Spieler (auch sich selbst) heilen. Sie erwacht nach den Werwölfen aber vor der Seherin. Der SL teilt ihr das Opfer der Werwölfe mit und fragt sie, ob sie es heilen möchte. Danach wird die Hexe nach dem Gifttrank gefragt.

Die Kupplerin – Herz Ass: Bestimmt ganz zu Beginn der 1. Nacht zwei Spieler (kann auch sie selbst sein). Sie bilden das Liebespaar. Der SL gibt ihnen ein Zeichen, die Augen zu öffnen bzw. signalisiert ihnen die Zugehörigkeit. Scheidet einer der Liebenden aus, scheidet auch der andere aus. Beide gewinnen nur, wenn ihre Seite gewinnt bzw. wenn sie als letzte übrig bleiben.

Das wilde Kind – Karo Bube: Bestimmt in der 1. Nacht einen anderen Spieler als Vorbild (Reihenfolge nach der Kupplerin). Das wilde Kind ist ein Dorfbewohner bis sein Vorbild stirbt. Stirbt das Vorbild schließt es sich den Werwölfen an und erwacht mit ihnen in der nächsten Nacht.

Meine Meinung

Ich mag das Spiel aber ich muss ehrlicherweise auch sagen, dass es ist nicht mein liebstes Spiel dieses Genres ist. Saboteur 2 oder Mafia de Cuba finde ich besser. Das eine kommt von Haus aus mit verdächtigen Aktion und mehreren Teams daher und beim anderen kann man im Grunde seine Rolle selbst wählen und die Unterhaltung ist „gesitteter“ da der Don immer nur mit einer Person redet…es ist aber auch leicht möglich, dass das daran liegt, dass diese Spiele keinen Spielleiter benötigen und da bleib ich meistens an diesen Rollen kleben, ob jetzt bei Werwölfe, Mysterium oder HeroQuest, weil ich ja der „Spielemeister“ bin …
Man redet und mutmaßt bei Werwölfe viel aber auch da muss man aufpassen. Es darf auch nicht zu offensichtlich oder verdächtig wirken. Das Spiel bekommt eine interessante Eigendynamik. Es schadet nicht wenn man gerne kommuniziert und sich beim bluffen nicht leicht verrät. Jemand der eher verschlossen ist, kann meiner Erfahrung nach, in diesem Spiel untergehen. Manche können einen aber auch richtig überraschen was das für Lügenbarone sein können.

Ja man scheidet hier aus aber oftmals ist das ganze zu beobachten schon sehr unterhaltsam und wie eine Soap. In ganz großen Runden (die ich noch nie hatte) kann ich mir aber vorstellen, dass die Pause doch recht lang sein kann.
Ich finde, es ist aber ein Spiel, dass man auf alle Fälle einmal ausprobiert haben sollte. Man braucht ja nur ein Pokerdeck und ein paar Leute und gut is.

Frisch gezockt 29.11.2024

Von: Andi
29. November 2024 um 17:26

King of Tokyo: Origins

Gibt es derzeit exklusiv bei Thalia (wenn ich das richtig verstanden habe). Das Spiel kommt auch gleich mit einer Promo, nämlich dem Bücherwyrm. Hier haben wir King of Tokyo in kleiner. Kleinere Schachtel, nur für 4 Spieler. Ein paar Powerkarten sind neu, dafür fehlen ein paar. Ich habe mit King of Tokyo ja eine On/Off Beziehung. Mir hat es immer gut gefallen aber ich hatte Probleme es regelmäßig auf den Tisch zu bekommen. Die kleinere Schachtel macht für mich schon sehr viel aus muss ich sagen. Spielerisch ist es wie beim großen Spiel. Kniffel mit mehr Interaktion und Sonderkarten.

Unmatched Adventures: Tales to Amaze

Auch Unmatched war ein Spiel, dass ich sehr mochte aber viel zu selten gespielt bekommen habe. Die meisten waren nicht so die Fans von kompetitiven Kampfspielen. Hier haben wir das ganze aber mit kooperativer Option! Kostet nochmal um die Hälfte mehr aber du hast 2 Spielpläne mit dazugehörigen Bösewichten die es zu besiegen gilt. 4 neue Helden. Das ganze ist Solo spielbar, kooperativ und natürlich auch kompetitiv und gegeneinander in Zweierteams. Solo hab ich es schon 5-6 Mal gespielt. Einer Partie dauert ja nur ca 20min. Solo würde ich aber auf jeden Fall die Variante mit den Amaze Karten verwenden sonst ist es zu einfach.

E-Mission

Ich habe das aktuelle Kennerspiel des Jahres angespielt. Das ist man sich ja fast selbst schuldig. Ich habs auch im Angebot gekauft weil mir der Normalpreis zu teuer war. Thematisch schön gemacht ohne belehrend zu sein. Die bisherigen Partien waren auch immer recht knapp. Der Spielablauf ist einfach. Bin gespannt wie es weiter geht

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