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- Kurzvorstellungen zu den Neuheiten von Schmidt Spiele 2026 (Teil 1 von 3) / Nürnberger Spielwarenmesse 2026
Saboteur
Zwerge, Gold und semi-koop.
Wir als Team suchen in einer Mine Gold und legen hierzu Wegeplättchen, um zum Ziel zu kommen. Doch nicht alle im Team wollen dies wirklich, denn einige sind Saboteure und lügen oder legen „versehentlich“ eine falsche Abzweigung.

Zu Spielbeginn zieht jeder seine Rolle. Der Spielplan besteht aus einem Startfeld und drei Zielfeldern, die 7 Plättchen entfernt sind. Aber nur unter einem der drei Zielfelder ist wirklich das Gold. Mit unseren 4-6 Handkarten (abhängig von der Anzahl an Mitspielern) legen wir nun Wege oder zerstören einen Weg durch einen Steinschlag, wir legen Sabotagekarten (z.B. zerbrochene Spitzhacke) oder Reparturkarten eines Schadens oder wir gucken unter eine der drei Schatzkarten. Alternativ kann man auch eine Karte einfach ablegen, macht einen vielleicht unverdächtig.


Fazit:
Die Kunst besteht darin, dass man als Saboteur nicht zu früh seine Absicht preisgibt, sonst wird man ständig mit Saboteurkarten blockiert und die Zwerge rennen zum Ziel. Bei wenigen Spielern ist dies schwierig. Das Spiel ist definitiv eher für eine größere Gruppe ab 6 Personen geeignet. Da wäre ich dann gern wieder dabei.
Stubenscore: 7,0 / 10
Brettspiel (getestet)
Die Klapperschlange
4. Roggspiel 2026
In diesem Frühling findet die 4. Roggspiel 2026 statt. Die familienfreundliche Spielveranstaltung lockt wieder mit einem bunten und vielseitigen Programm. An verschiedenen Posten kann man sich aktiv beteiligen oder auch einfach nur in Ruhe ein Gesellschaftsspiel ausprobieren. Am 21. und
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Saltfjord
Jeg skriver heller ikke innledninger på norsk.
Wie geht SALTFJORD? SALTFJORD ist eine Weiterentwicklung von SANTA MARIA. Jede Spieler:in besitzt ein sechs mal sechs Felder großes Raster mit zunächst viel Leerfläche und wenigen Ertrags- oder Aktionsfeldern. In die Zeilen und Spalten dieses Rasters lässt man entsprechend ihrer Augenzahlen und Farben Würfel hineinlaufen: weiße Fünfen in Spalte fünf, orangefarbene Dreien in Zeile drei. Alle Ertrags- oder Aktionsfelder, die der Würfel dabei überquert oder erreicht, werden aktiviert. Auf dem letzten aktivierten Feld bleibt der Würfel liegen und versperrt es für den Rest des Durchgangs.
Je mehr Plättchen ich erwerbe, um weitere Felder meines Rasters zu füllen, desto mehr Aktivierungen bringen mir die Würfel. Weil wir uns aber aus einem gemeinsamen (zufällig geworfenen) Würfelpool bedienen, könnten die für mich besten Würfel vergriffen sein, wenn ich zu viele Bauaktionen vorschalte. Und vor allem kostet das Bauen Rohstoffe, und Rohstoffe sind knapp.
Ertragsfelder bringen mir Rohstoffe oder veredeln sie. Aktionsfelder lassen mich entweder Aufträge erfüllen (Rohstoffe zahlen, Punkte gewinnen) oder in einer Fähigkeitentabelle aufsteigen oder Fische fangen. Fischfang generiert die Basisressource Fisch und dazu reichlich Punkte: aber erst, wenn ich in den Hafen zurückkehre und mein Boot auslade – was mich eine komplette Aktion Fischfang kostet. Eigentlich will ich also nicht so schnell zurück. Aber manchmal brauche ich den Fisch.
Über die Fähigkeitentabelle kann ich mein Boot vergrößern, um mehr Ladung aufzunehmen. Oder ich schalte den Zugriff auf die wertvolleren Fischplättchen frei. Oder Endwertungen. Oder ich gewinne Boni bei der Auftragserfüllung. Oder. Oder. Alles in SALTFJORD ist miteinander verzahnt. Erledigte Aufträge etwa bringen mir bei jedem Rundenende noch eine kleine Extraaktion. Ein früh erfüllter Auftrag löst im Laufe der Partie noch drei solcher Aktionen aus.
Was passiert? SALTFJORD ist ein Optimierungsspiel. Ich muss Dinge in der perfekten Reihenfolge abwickeln und mit meinen Rohstoffen haushalten, um nicht irgendwann von irgendwas zu wenig zu haben und eine Notaktion einstreuen zu müssen. Das für mich Wichtigste findet auf meinem Tableau statt. Die Hauptinteraktion besteht im Taktieren um die Würfel. Zwar bekommt jede:r im Laufe eines Durchgangs unabänderlich dieselbe Menge. Aber um die für mich besten abzukriegen, muss ich abschätzen, welche Würfel die anderen Spieler:innen haben möchten. Peile ich genau die auch an, sollte ich sie früh nehmen. Was meine Mitspieler:innen potenziell weniger interessiert, kann ich erst mal liegen lassen.
SALTFJORD ist außerdem ein Aufbauspiel. Mein Tableau wird immer stärker, die Würfel bringen größere Erträge. Ich erwerbe Fähigkeiten, die andere Spieler:innen nicht haben oder erst später freischalten. Dieser spürbare Fortschritt motiviert schon an sich. Noch mehr Spaß machte es, weil es auf meinen Entscheidungen beruht.
Alle gehen mit einer Sonderfähigkeit ins Spiel. Die habe ich entweder gewählt, oder ich musste diejenige nehmen, die übrig blieb. Diese Fähigkeit mit anderen Errungenschaften, Zielsetzungen und Dauereffekten sinnvoll zu verknüpfen, ist dann mein Werk. Zumindest teilweise setze ich mir meinen Fokus selbst.
Anfangs dachte ich, das Tableau möglichst komplett auszubauen, sei der Schlüssel zum Erfolg. Inzwischen habe ich auch andere erfolgreiche Spielweisen gesehen. Es hat sich auch gezeigt, dass es verschiedene Versionen eines guten Tableaus gibt. Ein lückenloses Tableau ist gut. Aber ebenso ein lückenhaftes, das zwar weniger Erträge und Aktionen bringt, dafür aber genau die richtigen.
Ich habe neben knappen Partien auch solche mit großen Punkteabständen erlebt, ohne dass ich den Eindruck hatte, die Verlierer:in hätte massiv schlechter gespielt. Ich vermute deshalb, dass es durch die zufällige Auslosung unausgewogene Startkonstellationen gibt. Laut der deutschen Anleitung sucht übrigens die Startspieler:in ihr Start-Set zuerst aus, was mir komisch vorkam. Und siehe da: In der englischen Anleitung ist es anders, und die Startspieler:in wählt zuletzt.
Was taugt es? Auch wenn es offiziell um ein Fischerdorf in Norwegen gehen soll, ist SALTFJORD ein rein mechanisches Spiel. Und obwohl alles wie üblich mit allem verzahnt ist und Spielzüge Ketteneffekte haben können, verliert man sich nicht in Rechnerei. Die Grundstruktur ist klar und anschaulich. Auch ohne thematischen Bezug wirken die Mechanismen schlüssig. Ich weiß, wo ich stehe. Ich weiß, was ich vorhabe. Ich bin orientiert.
SALTFJORD ist ein typisches Eurogame, gar nicht sonderlich spektakulär, aber sehr rund. Ich empfinde es als reizvoll und spannend, mein Imperium nach meinen Plänen auszubauen, und von Partie zu Partie den Fokus ein bisschen anders setzen zu können und es hoffentlich immer besser hinzukriegen. Die Würfel liefern dafür die zufällige Arbeitsgrundlage, mit der ich mich arrangieren muss.
***** reizvoll
SALTFJORD von Kristian A. Østby und Eilif Svensson für ein:n bis vier Spieler:innen, Aporta Games / Huch!
Escape the Chocolate Factory
Spaß mit Schoko?
Die Idee ist zumindest schon einmal gut: Eine Packung Schokolade als Escape-Spiel. Als Story wurden wir nach einer Besichtigung der Fabrik zurückgelassen und müssen nun nachts aus der Fabrik entkommen. In fünf Puzzleabschnitten machen wir uns auf den Weg in die Freiheit und legen Logik-Schalter um oder suchen Hinweise in Bücherwänden. Und dabei essen wir mittelmäßige Schokolade.


Fazit:
Die kleinen Rätsel sind leicht bis undurchsichtig, selbst wenn man auf der Webseite sich die Lösung durchliest. Auch spielt das Material der Packung leider nicht mit, da ist man von der EXIT-Reihe aber auch sehr verwöhnt. Die Schokostückchen selber sind auch nur zum essen und sind kein Rätselbestandteil. Da hätte man mehr draus machen können.
Stubenscore: 5,0 / 10
ESCAPE THE CHOCOLATE FACTORY
Brettspiel (getestet)
Nukleum
Auf in eine strahlende Zukunft
Ok, der Spruch ist sicher schon abgedroschener als Brahmahaut in Fallout, aber er passt hier einfach wie die Brennstange in den Reaktor. Ich entschuldige mich für nichts! Willkommen im alternativen Deutschland um 1900, in dem Elsa von Frühlingsfeld das Nukleum entdeckt hat. Dadurch bricht ein neues Zeitalter der Stromversorgung an – und Du bist der Motor!
Die tolle Erfindung von Elsa schlägt große Wellen, und irgendwie wollen wir doch alle ein Stück vom uranangereicherten Kuchen abhaben. Industrielle wittern den großen Fortschritt und können vielleicht ganz nebenbei auch noch ordentlich Kohle machen – wobei wir ja eigentlich genau davon wegwollen. Naja, die meinen dann wohl die andere Art Kohle. Und mit „die“ meine ich Dich! Genau Du schlüpfst in die Rolle dieser experimentierfreudigen Gutmenschen.
Steckbrief
| Spiel | Nukleum |
| Verlag | Giant Roc |
| Veröffentlichung | 2023 |
| Idee | Simone Luciani, Dávid Turczi |
| Illustration | Andreas Resch, Piotr Sokołowski, Zbigniew Umgelter |
| Rating (BGG) | 8.1 |
| Komplexität (BGG) | 4,2 (Expertenspiel) |
| Spielweise | Kompetitiv |
| Mechaniken | Mehrzweck-Plättchen, Netzwerk- und Routenbau, Einkommen und Engine-Building, Asymmetrische Spielerfähigkeiten |


Spielprinzip
Nukleum ist das Baby von Simone Luciani und Dávid Turczi, diesmal wirklich gemeinsam designt und nicht nur „Luciani baut das Spiel und Turczi schraubt noch einen Solo-Modus dran“.
Also, was machen wir hier eigentlich? Das Ziel ist es, Gebäude in Städten zu errichten und diese mit Schienen an stromerzeugende Kraftwerke sowie die passenden Ressourcen (Kohle oder Uran) anzuschließen. Kurz gesagt: ein Versorgungsnetzwerk hochziehen. Alles klar, aber wie?
Der Kernmechanismus ist gleichzeitig der Clou des Ganzen. Jeder Spieler besitzt Aktionsplättchen mit je zwei Aktionen in unterschiedlichen Kombinationen. Und mit unterschiedlich meine ich, dass Du zum Start andere Möglichkeiten hast als Deine gierige Konkurrenz. Um Aktionen auszuführen, legst Du sie einfach in Dein Spielertableau.

ABER: Du kannst die Plättchen ebenfalls zum Schienenbau direkt aufs Spielfeld knallen. Dann ist das Plättchen zwar als Aktion weg, aber eine neue Schiene verbindet Deine Städte was für die Bildung von Netzwerken unumgänglich ist. So entsteht ein ständiger innerer Zwiespalt – Brauche ich die Aktion später noch mal oder opfere ich sie dem Ma-Schienengott?
Zum Glück gibt es Aktionen, mit denen Du neue Aktionen kaufen kannst. Actionsception! Denn wer alles für Schienen rausgeballert hat, schaut sonst schnell in die Röhre. Netterweise besitzt jeder Spieler ein Jokerplättchen, dass nicht als Schiene verbaut werden kann. Hier hast Du zwar nur eine Aktion, dafür aber die freie Wahl.
Wer irgendwann verstanden hat, wie ein Netzwerk funktioniert, und es schafft, ein Gebäude mit einem Kraftwerk und einer Ressource zu verbinden, darf endlich den Schalter umlegen und wertvolle Erfolgssterne sammeln.

Kohle vs. Uran
Am Anfang musst Du noch mit schmutziger Kohle hantieren, da nur ein einziges Kraftwerk mit dem namensgebenden Nukleum ausgestattet ist. Erst dieses Wunderding ermöglicht es, aus Uran Strom zu generieren. Leider brauchst Du dafür auch Uranminen, aber auf Dauer ist Uran nicht nur ergiebiger, sondern auch billiger. Die Kohle vom freien Markt wird nämlich mit jedem Kauf teurer, bis eine reine Kohleversorgung so attraktiv ist wie ein Leben in der Kanalisation.
Im Kern will also jeder einen Reaktor mit Nukleum, jede Menge Uran und eine Leitung zu den eigenen Gebäuden. Blöd nur, dass die anderen das auch wollen. Strategisch wichtige Bauorte sind schneller weg als Freibier auf einer Studentenparty. Da Du Deine Städte nur effektiv verbindest, wenn mindestens eine Schiene dazwischen Dir gehört, kommt es schnell zu spannenden Wettrennen.
Das Tableau-Management
Das Spiel lässt sich textlich schwer in kürze abbilden, da es an allen Ecken und Enden Möglichkeiten bietet. Auf Deinem persönlichen Tableau warten Gebäude, Turbinen und Uranminen auf ihren Einsatz. Gebäude kosten Thaler, Minen und Turbinen verbrauchen Arbeiter. Zusätzlich kannst Du drei Einkommensleisten (Thaler, Arbeiter, Siegpunkte) pushen. Wenn Du passt, weil Du nicht mehr kannst oder willst, bekommst Du genau dieses Einkommen und all Deine Plättchen zurück. Außer die, die nun als Schiene weiterleben. Aber hey, eine Schiene zu sein, ist sicher auch eine erfüllende Karriere.
Die gesammelten Erfolgssterne werden beim Passen auf eine Wertungsleiste gelegt. Je mehr Sterne, desto höher die Position und desto fetter der Multiplikator für die zufälligen Endwertungen.
Zusätzlich hat jeder eigene Experimente, die zum asymmetrischen Charakter gehören. Diese schaltest Du meist durch Aufträge frei. Das bringt permanente Boni, einmalige starke Effekte, oder eine Möglichkeit extra Punkte am Ende zu werten.
Unboxing
HDas Spiel wirkt mit ca. 70 € vielleicht erst mal teuer, aber bei der Materialschlacht ist es jeden Cent wert. Es gibt Double-Layer-Boards und die Schachtel ist so prall gefüllt, dass sie fast die kritische Masse erreicht. Eine kleine Sortierhilfe in Form von Papp-Aufteilern ist dabei – nicht der heilige Gral, aber besser als loses Chaos. Trotzdem schreit alles nach einem Inlay, denn der Aufbau dauert selbst mit guter Sortierung eine Weile.
Die Anleitung ist trotz der enormen Komplexität vernünftig geschrieben (wer mag, kann sich natürlich auch mein Regelvideo dazu anschauen). Das Spielfeld ist vielleicht keine optische Offenbarung, aber funktional top. Besonders die Ikonographie ist hervorragend. Selten konnte ich Symbole so schnell verinnerlichen, ohne alle zwei Minuten in das Glossar zu glotzen.
Bewertung
Nukleum bietet so viele taktische Möglichkeiten, dass das Rumprobieren einfach süchtig macht. Der variable Aufbau verhindert, dass immer die gleiche Strategie gefahren wird. Seit dem Kauf hat es schon ordentlich Partien auf dem Buckel – mehr als jedes andere Spiel zuvor. Obwohl mich das Thema nicht ganz so packt wie etwa Darwin’s Journey vom selben Autor, ballert mir Nukleum einfach eine Vielzahl Atome mehr um die Rübe. Ich bin absolut begeistert! Unsere Ausführlichere und diversere Bewertung gibt es übrigens auch hier als Video.

Wie wir bewerten haben wir euch hier aufgeschrieben.
Erweiterungen
Aktuell gibt es drei Erweiterungen, die das Spiel sinnvoll aufbohren:
Der Große Rat: Fügt die Aktion „Politik machen“ hinzu. Jetzt kannst Du Arbeiter in Politikerklamotten stecken und Parteien dominieren. Wer den Vorsitz hat, kassiert beim Königsbesuch extra Boni. Ich nehme sie immer dazu, weil sie die Zwischenwertungen deutlich spannender macht.
Australien: Australien ist ein Map Pack, das ein neues Spielfeld im Namensgebende Land präsentiert. Inkl. Neuer Mechaniken. In Australien können neben Schienen auch Schiffe gebaut werden. Der besondere Kniff hier, dass auch mehrere Spieler auf eine Route schiffe bauen können, aber jeder nur seine eigenen nutzen kann. Ein weiterer Kniff ist, dass mit Schiffen zwar Kohle und Uran transportiert werden kann, aber kein Strom. Hier musst du also noch ein paar Gedankengänge mehr darbieten, um Netzwerke erfolgreich aufzubauen. Auf dem Spielfeld gibt es auch weniger, bzw. teurere Kohleimporte, dafür können aber nun neben Uranminen auch Kohleminen gebaut werden. Ich mag die Karte der Erweiterung sogar lieber als die des Grundspiels, aber es ist immer gut etwas Abwechslung zu haben.
Institut für Energieforschung: Erhöht die Asymmetrie massiv. Es gibt neue Experimente, die sich teils völlig anders spielen (eines verzichtet z.B. sogar ganz auf eigene Stadtgebäude). Außerdem bekommt jedes Experiment nun ein Gesicht und eine einmalige Sonderfähigkeit. Die sind zwar eher semi-nützlich, aber eine echte Persönlichkeit zu seinem Experiment zu haben ist schön.
Insgesamt sind alle drei bisher erhältlichen Erweiterung lohnenswert, aber auch das Grundspiel alleine bietet einen sehr hohen Wiederspielwert.
(c) Giant Rock
Grafik(en) und Bild(er) von analog rockt
Diese Rezension ist unentgeltlich durchgeführt worden und spiegelt meine persönliche Meinung wider.



Pass the Word – Spielkritik
Bei Pass the Word geht es um Assoziationen. Wie bei Stille Post wandern die Begriffe im Kreis herum. Wer nach der dritten Umschreibung noch den Durchblick hat, punktet in diesem kooperativen Spiel für das ganze Team. Auf welcher Wellenlänge denkt
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Abenteuer Brettspiele

- Spiel des Jahres Nominierte K.O. Challenge | Runde 2 mit 16 Duellen – Jetzt abstimmen!
Spiel des Jahres Nominierte K.O. Challenge | Runde 2 mit 16 Duellen – Jetzt abstimmen!
Die erste Runde der Spiel des Jahres Nominierte K.O. Challenge ist vorüber und die Gewinner stehen ab heute in der 2. Runde. Wie die 16 Duelle in Runde 2 aussehen und wie ich mitmachen könnt, erfahrt ihr im Folgenden. Zudem gibt es wieder 2 Brettspiele zu gewinnen. Auch dazu alle Infos weiter unten. Spiel des […]
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Leuchtturm voraus
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Endless Winter
Recht früh zog Endless Winter in unsere Spielesammlung ein. Das war 2022. Endless Winter war ein absoluter Hype-Titel im Frosted Games-Portfolio. Dass der Designer Stan Kordonskiy gute Spiele kann, hat er gerade wieder mit Minos bewiesen. Kommen wir zurück zu eben Endless Winter. Ich erinnere mich dunkel, wie Uwe, Michael und ich zwei drei Partien...
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Chat GPT als Brettspielautor?
Limit: An der Grenzlinie zwischen Spiel und Wirklichkeit
Brettspiele sind auch eine Form von entspannter Realitätsflucht. Wir begegnen uns in einer idealisierten heilen Welt, die uns vor überschaubare Herausforderungen stellt, Spannung bietet und uns belohnt. Am Ende hat jemand gewonnen und wir auf dem Weg dorthin Spaß und eine gute Zeit gehabt. Alles das ist Limit nicht. Limit ist zudem redaktionell mangelhaft, weil mit Mängeln behaftet und schon alleine deshalb keine Empfehlung wert. Aber morbide faszinierend fand ich Limit trotzdem mit ganz viel Gesprächsbedarf.
Eigentlich muss ich Euch vor Limit warnen. Was hier in übersetzter Form bei Spielworxx veröffentlicht wurde, ist eigentlich kein Spiel. Zumindest nicht eines, das Ihr in dieser Form erwarten würdet und Euch erhofft habt, wenn Ihr Euch mit bis zu sechs Spielern am Tisch versammelt. Denn Erfolge werdet Ihr nur sehr überschaubar und begrenzt feiern können. Die erhoffte gute Zeit wird Euch im Hals stecken bleiben. Etliches wird Euch aus der realen Welt zu bekannt vorkommen und ungute Erinnerungen heraufbeschwören und hinterlassen.
Limit vom Autor Alexandre Poyé ist kaum Spiel, sondern viel mehr die Simulation des realen Weltmodells „world3“, um ökonomische, soziale und ökologische Zusammenhänge und Auswirkungen darzustellen. Wir führen unsere Nation durch die Weltgeschichte von 1850 bis 2060. Da wir auf der realen Erde gemeinsam agieren, haben unsere Handlungen auch Auswirkungen auf uns alle. Es geht nur am Rande um Punkteoptimierung und einen Sieger. Stattdessen vor allem um ein scheinbar lebendiges, aber durchaus reaktives System mit Tragweiten, die wir kaum überschauen können. Im Idealfall erleben wir sieben Generationen oder stürzen unsere Simulation nach vier globalen Krisen gemeinsam in den Abgrund.
In Eurer Erstpartie werdet Ihr von all dem kaum bis nichts verstehen, was diese Simulation alles beinhaltet und welche Wechselwirkungen und Folgen Eure Entscheidungen kurz- wie auch langfristig haben werden. Das wird für einige Spielertypen, die vor dem ersten Zug gerne die komplette Kontrolle haben möchten, schwierig werden. Ich behaupte, es ist das falsche Spiel für die, weil bei einem Brass bis Weather Machine wesentlich besser aufgehoben.
Bei Limit müsst Ihr Euch auf Unwissen und eine Kennenlernpartie einstellen. Ansonsten wird Eure Spielerklärung arg mühsam werden, denn Ihr müsstet alle 19 Phasen einer Spielrunde in allen vier Variationen durchgehen, was mal eben 76 teils sehr unterschiedliche Einzelaspekte des „world3“-Weltmodells sind. Dazu kommen noch die eigenen Kartendeck aus 37 verschiedenen politischen Aktionskarten, die im Detail von Kosten bis Auswirkungen durchgekauft werden wollen. Abschliessend sind noch die vier unterschiedlichen Mangelsituationen und die vier globalen Krisen zu erklären. Ach ja, die Punktewertung ebenso, damit Ihr ganz gezielt daraufhin spielen könnt.
Bitte diesen Anspruch ganz schnell vergessen oder Limit im Solo-Modus für sich im stillen Kämmerlein spielen. Die Anleitung gibt stattdessen eine Empfehlung, wie Ihr nach Eurer eigenen Erstpartie und der Klärung aller Unklarheiten, Limit für Erstspieler erklären könnt, und zwar Schritt für Schritt während der laufenden Partie. Der Grobüberblick dauert rund 10 Minuten, wenn Ihr selbst verstanden habt, um was es hier geht. Vorab steht allerdings erst einmal der etwas mühsame Spielaufbau, weil Ihr Euer in einem Pappkistchen aufbewahrtes Spielmaterial zwischen Eurem eigenen Nationentablau und dem zentralen Markt nach genauen Vorgaben aufteilen müsst.
Eure allererste Partie wird so oder so etwas hoprig werden. Darauf solltet Ihr Euch einstellen. So bin ich selbst über diverse mir fehlende Materialbezeichnungen gestolpert und musste mir den Unterschied zwischen Rangposition eines Markes und dessen eigentlichen Wert klarmachen. Ich empfehle eine simulierte Partie mitsamt Regellektüre vorab, um Euch mit dem Spielmaterial, der Handhabung und den ganzen Details vertraut zu machen. Limit richtet sich klar an Experten, die gewillt sind, Vorbereitungszeit zu investieren, bevor Ihr das Spiel erstmalig richtig spielen könnt. Oder Ihr habt eine sehr geduldige Runde, die diesen Weg des allerersten Erstkontaktes gemeinsam mit Euch gehen wollen.
Leider ist die Spielanleitung schluderig und fehlerhaft übersetzt worden. Kauft Ihr Limit, dann müsst Ihr mit der Errata zur Hand einige Textpassagen im Regelheft durchstreichen und korrigieren. Ansonsten werdet Ihr Limit falsch spielen. Zudem solltet Ihr über umständliche Formulierungen, Rechtschreibfehler und fehlende Satzzeichen hinwegsehen können. Zum Glück beschränken sich diese Fehler nur auf das Regelwerk des Anleitungsheftes. Die doppelseitige Spielübersicht wie auch das Spielmaterial selbst sind hingegen in Ordnung. Allerdings ist die gewählte Schriftgrösse mal wieder grenzwertig klein und die Symbole ebenso. Sorgt deshalb für beste Beleuchtung und erinnert Eure Mitspieler an deren Lesebrillen. Das macht den Spieleinstieg nicht einfacher und wäre mit mehr redaktioneller Sorgfalt und Blick auf die Benutzbarkeit vermeidbar gewesen.
Meine Empfehlung: Druckt Euch die Spielübersichten mehrfach aus, weil Ihr werdet die erklärende Rückseite brauchen, während Ihr eigentlich auf der Vorderseite durch die Phasen einer Spielrunde hangeln werdet. Zudem könnt Ihr das Glossar der Spielanleitung als Symbolerklärung zusammen mit den Detailerläuterungen der Karten für jeden Spieler ausdrucken. Ansonsten werdet Ihr die Anleitung ständig herumreichen müssen, was den Ablauf Eurer Partie unnötig verzögert. Eine bessere Redaktion hätte an so etwas gedacht und im Vorfeld für Abhilfe gesorgt. Limit ist hingegen von Spielworxx wie üblich nur übersetzt worden und das schlicht schlampig in der Qualitätskontrolle. Stösst Euch das sauer auf, dann könnt Ihr hier abbrechen und Limit ignorieren. Zwar verpasst Ihr dann einiges, aber ich kann Euch da bestens verstehen.
Zurück zum Spiel, sofern Ihr Euch bis dahin durchkämpfen wollt. Limit ist ein Sandkasten der Möglichkeiten, so könnte ich es plakativ umschreiben und läge vollkommen daneben. Denn unser Einfluss ist doch sehr begrenzt und viele Möglichkeiten sind uns erst gar nicht gegeben. Wir können nur in dem eng gesteckten Rahmen handeln, was wir aus unseren Nachziehstapeln auf die Hand bekommen. Das kann situativ passen oder eben auch nicht. Das kann eine mögliche Lösung darstellen, die sich in den dann erlebten Auswirkungen als Irrweg herausstellt. Das können ebenso auch Mitspieler sein, die in Eure Suppe spucken und Euch dabei mit in den Abgrund ziehen. Limit ist keineswegs konfliktarm, sofern Ihr sich Eure Spielrunde nicht selbst beschränkt, was das Spielerlebnis allerdings beschneidet.
Der spielerische Kern ist klein. Drumherum sind im Gegensatz zu eigenen Entscheidungen ganz viel an Wechselwirkungen und Reaktionsfolgen gesetzt, die uns größtenteils in eine Zuschauerrolle zurückdrängen. Drei Phasen kennt eine von maximal sieben Spielrunden. Nur in der ersten Phase bestimmen wir, wohin sich die aktuelle Generation entwickeln wird. Dazu müssen wir uns auf einen von drei Stapeln von politischen Karten begrenzen, von dem überwiegend fünf ziehen, eine behalten und den Rest in eigener Reihenfolge unter den Kartenstapel zurücklegen. Dann reduzieren wir unsere Kartenhand wieder und spielen in unserem Zug keine bis zwei Handkarten aus. [***] Das nennt sich politische Entscheidungsfähigkeit und fühlte sich für mich spielerisch wie ein Treppenwitz an. Eben, weil ich nur sehr begrenzt handeln kann – weil meine Kartenhand nicht mehr hergibt, weil die Situation eigentlich anderes Handeln dringender erfordert, weil meine Aktionen viel zu wenige sind.
[***] Und genau hier lag bei mir ein Verständnis- und Erklär- und damit Spielfehler vor. Wir dürfen reihum so oft zwei Handkarten in dieser Phase spielen, bis wir am Zug sind und nur noch eine oder keine Karte spielen können oder wollen. Dann müssen wir passen und werden reihum übersprungen, bis schließlich alle Spieler gepasst haben. Wird man allerdings aktiv angegriffen (Personen-Symbol auf der Karte), dann kann man trotz vorab erfolgten Passens wieder seinen Zug machen (0 bis 2 Karten spielen) und das Passen ist für einen aufgehoben. Damit nimmt der Einfluss pro Runde und damit Generation deutlich zu, sofern man sich die Karten denn leisten kann auszuspielen. Denn nur Karten, die man vollständig bezahlt bzw. auf den Leisten abtragen kann, darf man spielen.
Was folgt, das ist eine Abfolge von Handlungsschritten, die wir gleichzeitig in unserer Spielrunde, aber durchaus im Takt durchführen. Willkommen auf dem Rücksitz Eurer Geschichte, in der die Auswirkungen Eures Handelns abgehandelt und weitergedacht werden. Dafür ist dann das zugrunde liegende „world3“-Weltmodell zuständig. Das nennt sich hier Gesellschaftsphase, sind aber eigentlich deren elf einzelne Schritte, die wir in unterschiedlichen Spalten folgen und befolgen. Der aktuelle Lebensstandard des Medians unserer Gesellschaft gibt uns dazu die Spalte vor.
Entscheidungen treffen wir in dieser Phase nicht mehr. Stattdessen rücken wir unseren Schrittmarker, der als Fokussierung auf die aktuelle Spalte fungiert, Zeile für Zeile voran und führen aus, was dort steht. Spätestens da fangen allerdings die Probleme an und ich spreche hier noch nicht mal von den drastischen Auswirkungen auf unsere Nation, deren politische Führung wir in Limit übernommen haben.
Wie schon kurz angesprochen, sind die Symbole auf den Spielübersichten arg klein gedruckt. Diese Spielübersicht ist auf der einen Seite eine Phasenübersicht, die den kompletten Spielablauf darstellt. Nicht ohne Grund habt Ihr Euren Papp-Schrittmarker, der die Funktion eines Lesezeichens für Euch erfüllt. Befolgt, was dort steht und zwar bitte schön genau das. Dafür ist jeder Spieler selbst verantwortlich, denn kein Spielerklärer kann bei allen Mitspielern mitschauen, was da genau ausgeführt wurde. Wer nicht die dazu nötige Sorgfalt und Konzentration mitbringt, sitzt bei Limit am falschen Tisch. Denn kleinste Fehler im Verständnis und Ausführung der Symbole führen zu enormen Auswirkungen, die eine Partie für alle kippen lassen können.
Nehmt Euch deshalb besonders in der ersten Spielrunde die nötige Zeit, um alle Unklarheiten in der dazu nötigen Ausführlichkeit zu klären und habt ebenso die Geduld, um im gemeisamen Takt Zeile für Zeile und damit Phase für Phase abzuhandeln. Ein Vorpreschen oder ein Zurückbleiben Einzelner führt nur zu Ausführungsfehlern, wenn Ihr Details einer bestimmten Phase erläutert, Eure Mitspieler aber gedanklich und vom Ablauf ganz woanders sind. Limit braucht eine gewisse Gelassenheit am Spieltisch, damit es nicht in Chaos und Frust umschlägt.
Beworben als anspruchsvolles Zivilisationsspiel, könnte es spielerisch von Civilization bis Civolution nicht weiter entfernt sein. Limit ist kein Wohlfühlspiel, nur begrenzt ein Engine-Builder und will in seinen Möglichkeiten wie auch Unmöglichkeiten entdeckt werden. Manch einer wird von und nach seiner Erstpartie von Limit abgeschreckt sein, denn Limit ist anders und polarisiert deshalb auch. Die Schachtelrückseite ordnet Limit als Erfahrung ein. Ein Brettspiel, das ich zu den so genannten „Serious Games“ einordne, allerdings eines, das ohne erhobenen Zeigefinger auskommt. Stattdessen erleben wir die Auswirkungen unseres Handels und diese teils drastisch und komprimiert.
Limit sehe ich nur als Empfehlung, sofern Ihr etwas auf den Spieltisch bringen wollt, auf das sich vorab wissend Eure Runde einstellen kann und mag. Durchau strategisch, diskursiv und ebenso relevant, allerdings auch eine Form der Selbstreflexion, die an der Grenzlinie zur unangenehmen Selbstgeisselung angesiedelt ist. Ob Ihr das spielen wollt, müsst Ihr für Euch entscheiden. Ich fand meine Erstpartie faszinierend, verstörend, nervig und frustrierend zugleich. Und dennoch reizt es mich, zurück zu Limit zu kommen. Dann aber mit mehr Verständnis und nötige Aufklärung für potentielle Mitspieler, was ich hier auftischen möchte. Jedes Veto dagegen wäre für mich absolut verständlich, denn unsere Freizeit können wir weitaus angenehmer verbringen. Limit kennt hingegen keine angenehme Realitätsflucht und oftmals kein gutes Ende.
Pencil Pirates
Bei Pencil Pirates schlüpfen wir in die Rolle gefährlicher Piraten und machen mit unserem Boot die Weltmeere unsicher, indem wir von Insel zu Insel schippern, um reiche Beute zu machen. Als waschechte Piraten haben wir es natürlich auf wertvolle Schätze abgesehen, überfallen gerne reich beladene Handelsschiffe und lauschen entzückt dem Gesang hübscher Meerjungfrauen. Doch Achtung: Ab und an kreuzen auch gefährliche Haie unsere Route, die unserem Schiff schaden zufügen. Haben wir sieben Inseln angesteuert, ist es Zeit für eine Pause und es geht ans Begutachten der Beute. Wer hat am Ende des Tages wohl die beste Route genommen und konnte die besten Schätze einsammeln, sodass er den Wettstreit der Piraten gewinnt?
Trivial Pursuit: Genus VI
Wie lautet der bürgerliche Vorname von Atze Schröder?
1979, in den Anfangszeiten der Computerspiele, war es für Scott Abbott und Chris Haney schwer, Begeisterung für ihre Spielidee zu finden. Erst nachdem die reinen Wissensthemen durch Fragen zum Schwerpunkt Film getauscht und Schauspieler als Werbepartner gefunden wurden, begann 1983 die Erfolgsgeschichte von Trivial Pursuit. Ab 1984 war das Spiel auch in Deutschland erhältlich und es landete auch in unserem Schrank. Interessant ist, dass für die deutsche Version alle 200.000 Fragen und Antworten bis 2012 von einer Person, Willi Andresen, erstellt wurden.

Neben unzähligen Varianten und Ergänzungen gab es auch Umsetzung für den Computer und Fernsehsendungen. Während damals meine Disney-Ergänzung (1992) eine Seltenheit war, kamen später mit Herr der Ringe (2018) oder Harry Potter (2019) unzählige Fragenpakete auf den Markt, zuletzt Rick & Morty 2020. Besonders hervorzuheben ist die Version des Deutschen Panzermuseums Munster. Wie immer haben Fans eines Themas hier einen Vorteil.
Mit 2400 Fragen ist die hier getestete Genus-Version VI von 2005 eine kleine Klassik-Version, aber bunt aufgemacht. Die Fragenkategorien mit Erdkunde, Unterhaltung, Geschichte, Kunst & Literatur, Wissenschaft & Technik sowie Sport & Vergnügen entsprechen der Erstauflage von 1984.
Das Quizspiel ist einfach aufgebaut: Wir würfeln und ziehen unseren Wissensspeicher entsprechend weiter. Beantworten wir eine Frage richtig, dürfen wir Weiterwürfeln. Beantworten wir eine Frage auf einem Eckfeld richtig, bekommen wir einen der sechs verschiedenen Wissensecken, die wir alle sammeln müssen. Zum Ende würfeln wir uns zum Zentrum und müssen dort eine Frage nach Wahl der anderen Spieler beantworten, um zu gewinnen.

Fazit:
Nervig ist das Würfelglück. Es kann schon viele Runden dauern, bis wir auf dem Feld sind, das uns noch fehlt. Auch sind die Fragen nicht gut ausbalanciert. So kann es sein, dass man eine entweder-oder-Frage bekommt oder man sich schon gut in Historie oder Geographie auskennen muss. Die hiermit zu recht angegebene Spieldauer von 4 Stunden kann man durch die vorgeschlagenen Hausregeln abkürzen, indem z.B. jede beantwortete Frage zu einer Wissensecke führt und man nicht nur glücklich auf den Eckfeldern landen muss. Aber es macht schon Spaß, sich mit richtigen oder lustigen Fragen abzuquizzen und man kann Trivial Pursuit immer mal wieder als Lückenfüller mit Hausregeln spielen.
Stubenscore: 5,8 / 10
TRIVIAL PURSUIT VI
BoardGameGeek
Brettspiel (getestet)
Quiz-o-Meter
Wenn es Neues auf dem Markt der Quizspiele gibt, sind wir immer ganz Ohr. In diesem Jahr ist uns beim moses – Verlag ein interessantes neues Konzept aufgefallen. Der Name Quiz-o Meter ist dabei Programm, aber dazu später mehr. Material
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Wer richtig tief eintauchen und anspruchsvolle Entscheidungen treffen möchte, für den sind Expertenspiele genau das richtige. Ich mag es zudem, wenn das Thema interessant ist und sich dadurch eine wirklich spannende Mischung ergibt. Das erhoffe ich mir von den Neuheiten in meiner Top 10 Expertenspiele 2026 Vorschau. Ich bin sehr auf eure Meinung dazu gespannt. […]
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Board Game Geek Hidden Gems – Die Plätze 1026 bis 1050 im Check
Weiter geht es mit meiner Suche nach Hidden Gems, also den Geheimtipps, jenseits der Top 1000 auf Board Game Geek. Diesmal schaue ich mir die aktuellen Plätze 1026 bis 1050 im BGG Ranking an und das war wieder eine sehr spannende Mischung. Ich bin sehr gespannt auf eure Meinung zu den heute vorgestellten Spielen. Board […]
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Brass: Birmingham
„Seize the means of of production“ … für den Profit!
Es wird jetzt auch endlich einmal Zeit.
Als renommiertestes Spieletest-Medium der Hamburger Peripherie können wir selbstredend nicht umhin, um das bei Board Game Geek seit Jahren auf Platz 1 stehende Brass: Birmingham eingehend zu testen.
Die Brass Saga begann 2007 mit der visuell spröden Brass Erstauflage. Im Deutschen Vertrieb erschien es 2008 unter dem (cringe-Alarm) Namen „Kohle: Mit Volldampf zum Reichtum“. Chleudert den Marketing Purschen zu Poden. Das Spiel hatte trotz dessen eine sehr engagierte Spielerschaft und so war es nur folgerichtig, dass Anno 2017 in einer überaus erfolgreichen Kick-Starter Kampagne nicht nur eine Neuauflage sondern auch gleich den Nachfolger feil geboten wurde. Das ursprüngliche Spiel firmiert seitdem unter Brass: Lancashire und Teil 2 sei genannt Brass: Birmingham.
Das Spiel begleitet die furiose technische und gesellschaftliche Transformation der Industriellen Revolution von 1770 bis 1870, deren Auswirkungen bis heute Nachhallen.
„…Down on the borders they are felling trees – good trees. Some of the trees they just cut down and leave to rot – orc-mischief that; but most are hewn up and carried off to feed the fires of Orthanc. There is always a smoke rising from Isengard these days…“ J.R.R. Tolkien The Lord of the Rings
Die Immersion des Spiels ist wunderbar gelungen. Artwork und Spieler-Charaktere passen hervorragend in die Zeit. Wer es noch düsterer haben möchte, der Wende gerne die Spiel-Tableaus, um die Nacht Mittelenglands zu genießen. Selbst war ich sehr angetan mir direkt den Isambard Kingdom Brunel Spielchip ergattern zu können.

Der Spiel-Flow richtet sich nach den gezogenen Karten und den Aktionen der werten Mitspieler-Schaft. Dabei steht man selbst über das ganze Spiel hinweg im Wechselbad der Gefühle, entweder „wow gleich mache ich DEN mega Zug“ oder „heilige Mutter der Dampfmaschine – hoffentlich kommt mir keiner der anderen Bagaluten in die Quere“. Alle Entscheidungen haben Bedeutung, Leerlauf hatte ich persönlich nicht empfunden.
„Eine Eisenbahn besteht zu 95% aus Menschen und zu 5% aus Eisen.“ – Adam Smith (das Civilization 4 Zitat bei der Erforschung von Eisenbahnen)
Dieser menschliche Part wird durch die im ursprünglichen Brass: Lancashire noch nicht vorhandenen Ressource Bier Rechnung getragen. Das Bier spielt dabei das stets limitierte und strategische Schmiermittel aller industriellen Anstrengungen.

Historisch wunderschön eingewoben ist die sprunghafte technologische Innovation, die zur Mitte des Spiels auf einmal erhebliche Teile des Boards obsolet macht. Dampfende, eiserne Schienen-Rösser verdrängen das Treideln im Kanal und die Produktionsbetriebe der ersten Stufe sind hinfort. Dadurch ändern sich nicht nur die Wege-Möglichkeiten zwischen den Ortschaften, sondern auch die Geschwindigkeit mit der die Verbindungen gelegt werden können. Gleichzeitig ist das ein eleganter Mechanismus, um die Spieler in Ihrer Entwicklung wieder aufholen zu lassen, falls jemand technologisch schon etwas entfleucht ist.

Spielmechanisch hatte mich beeindruckt, dass meine übliche Strategie mich am „Rand der Karte einzugraben“, zwar valide ist, aber dadurch auch einige Chance verwehrt blieben. Wirft man sich eher in das Getümmel sind Profit und Risiko jeweils deutlich höher. Schon allein deshalb hätte man diese Spiel für diese Vorlage kaum besser designen können.
Unter den Kohleschwaden ist nicht alles Sonnenschein. So ist die überraschend kurze Anleitung didaktisch nicht ganz auf der Höhe und das Aufbauen etwas zeitraubend. Allerdings auch „nur“ 0,3 Gloomhaven-Einheiten. Des Weiteren sollte der oder die geneigte Industrie-MagnatIn gegenüber etwas frickeligen Auszähl-Episoden, derer es zwei gibt, aufgeschlossen sein.
„Niemals Freundschaft über Profit stellen.“ Ferengi Erwerbsregel 21
Fazit: Ist das das Beste Spiel aller Zeiten? Nein (das ist eh eine alberne Frage)
Ist das ein großartiges Spiel, dass wir unbedingt wieder spielen müssen, um auch nur ein kleinen Teil seiner Design-Eleganz ermessen zu können? JA
Stubenscore:
8 2/3 Long Tons of coal
Nulli Flow – Spielkritik
Das kleine Würfelspiel Nulli hat bereits eine lange Geschichte hinter sich. Nun gibt es mit Nulli Flow erstmals eine Variante, die bei einem Verlag erschienen ist. Erneut verbindet man Punkte und zieht Linien, diesmal sogar mit dem besonderen Knick. Wie
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