Normale Ansicht

Vor 20 Jahren (157): Was’n das?

Was´n das: Cover

Früher mochte ich keine Partyspiele. Wann auch immer dieses „Früher“ exakt gewesen sein mag, sagen wir mal, vor rund 20 bis 25 Jahren. Zu meiner Entschuldigung möchte ich anführen, dass es damals längst nicht so viele gute Partyspiele gab wie heute.

Ich will aber auch nicht leugnen, dass ich vielleicht manches verpasst habe. Etliche der vorhandenen Spiele probierte ich gar nicht erst aus. Meine Erwartungshaltung war einfach zu niedrig. Ich hatte damals – anders als heute – auch keine Mitspieler:innen, die so etwas gerne mit mir gespielt hätten. Und ein Spiel ist ja niemals per se gut, sondern nur, wenn man es mit den passenden Menschen erleben darf.

WAS’N DAS? von Philippe des Pallières ist mir als Schlüsselerlebnis in Erinnerung geblieben; als eines jener Partyspiele, die mich von meiner Anti-Haltung kuriert haben. Ich habe es seinerzeit – wie kurz davor WIE ICH DIE WELT SEHE und kurz danach GIFT TRAP – richtig abgefeiert und war fortan wesentlich aufgeschlossener, solchen Spielen eine Chance zu geben, ja, sie sogar in meiner Sammlung zu behalten, um sie zukünftig noch häufiger spielen zu können. – Wer hätte das von mir gedacht? Ich lange Zeit nicht.

Was´n das: Beispiel 1

WAS’N DAS? benutzt ein inzwischen sehr gängiges Prinzip: Reihum irgendwer erschafft etwas (also malt, performt, formuliert etc.); alle anderen raten gleichzeitig, was das sein soll. Je mehr Personen richtig raten, desto mehr Punkte gewinne ich als Darsteller. Und die anderen Spieler:innen gewinnen Punkte, wenn sie richtig raten. In WAS’N DAS? umso mehr, je früher.

Etwas zu erschaffen bedeutet im Falle von WAS’N DAS?: Ich arrangiere Materialien, indem ich sie vor mir hinlege oder verbaue. Vorab habe ich eine Karte mit sechs Aufgaben gezogen, beispielsweise „Liedgut oder -schlecht!? 1. Ein Bett im Kornfeld. 2. Katzeklo. 3. Zehn nackte Friseusen. 4. Schni-Schna-Schnappi. 5. Herzilein. 6. Ja, lebt denn dr alte Holzmichl noch?“. Eine dieser Aufgaben wird mir zugelost. Gleichzeitig stehen mir zehn mehr oder weniger zufällige Gegenstände zur Verfügung, die ich verwenden darf.

Gemeinsam ist diesen Gegenständen ihre gewollte Ungeeignetheit. Ich kann verraten: Ein Bett, ein Kornfeld oder ein Katzeklo befinden sich nicht im Sortiment. Stattdessen gibt es eine Wäscheklammer, einen Ring, ein Tuch, ein Puzzleteil, eine Plastikbanane und so weiter. Ravensburger hat teilweise Material aus anderen Spielen recycelt, es ist eine wilde Mischung. Detaillierte Bildnisse werde ich damit kaum erschaffen können. Eher geht es um Reduktion. Darum, ein darstellbares Merkmal zu finden, mit dem sich mein Begriff von den anderen fünf unterscheidet.


Was´n das: Beispiel 2

In der Fairplay schrieb ich seinerzeit: „Bei WAS’N DAS fühle ich mich wie der Betrachter eines abstrakten Kunstwerkes. Ich soll das Gebilde interpretieren, wobei zu meiner Arbeitserleichterung immerhin sechs mögliche Titel angegeben sind. Im Gegensatz zu anderen, eher klamaukigen Kommunikationsspielen ist dies ein höchst intellektuelles Vergnügen; sozusagen eines, das man getrost ernst nehmen darf. Und genau das wollen wir doch immer. Ein ausschließlich vergnügliches Vergnügen käme unsereins doch arg verdächtig vor.“


Im Rampenlicht: Russian Railroads

10. Januar 2026 um 08:00

Russian Railroads | Helmut Ohley & Leonhard Orgler| 120 Minuten | 2 -4 Personen | Hans im Glück

In Russian Railroads begeben die Spielenden sich in einen Wettstreit um das größte und fortschrittlichste Streckennetz im Russland des 19ten Jahrhunderts. Mit dem richtigen Einsatz der Arbeiter*innen werden Strecken gebaut, Lokomotiven eingesetzt, Ingenieure angeworben oder Fabriken gebaut. Timing ist wichtig in diesem Vielspielendenspiel von den „Zugexperten“ Helmut Ohley und Leonhard Orgler. Nur so gelingt es rechtzeitig an lukrative Boni zu kommen und die Mitspielenden entscheidend auszubremsen. Doch läuft das Spiel auch über zwölf Jahre nach Erscheinen noch wie auf Schienen und kommt es eher zu Zugausfällen? Darüber schreiben einige Mitglieder des Beeple Netzwerks im aktuellen Rampenlicht.

 

 

 

Oli (Alles außer Toplisten)

Oli (Alles außer Toplisten)
Wenn man mich fragen würde, was ein Eurogame ist, dann würde ich sofort nach Russian Railroads greifen. Planen, optimieren und den richtigen Zeitpunkt wählen sind für mich die Königsdisziplinen, in denen Russian Railroads überzeugt. Was mache ich nur mit meinen Arbeitern? Auf welcher Linie sehe ich die meisten Punkte? Und wie schaffe ich es nur, dass alle Gleisfarben so weit fortschreiten, dass ich auch effektiv spiele. Die Antwort steckt nicht in einer einzelnen Partie Russian Railroads. Das Kennerspiel will in seinen Möglichkeiten entdeckt werden und sorgt deswegen für viele Runden Spaß ohne Langeweile.
Frederik Malsy

Frederik Malsy

Frederik (Boardcast)
Ich liebe dieses Spiel, insbesondere in der „Ultimate Railroads“-Box, in der viele zusätzliche Elemente und Module enthalten sind. Enge Planung, gutes Timing, knappe Ressourcen und viele verlockende Aktionsmöglichkeiten machen dieses Spiel zu einem echten Schwergewicht, das mit einer knackigen Interaktion und einer reichen Punkteausbeute sehr belohnend sein kann. Am Ende eskalieren die Punkte sehr – wenn Du alles vorher gut aufgegleist hast.
Sonja - Brettspielpoesie

Sonja (Brettspielpoesie)

Sonja (Brettspielpoesie)
Russian Railroads war für mich die erste Begegnung mit einem Worker Placement-Spiel und es hat damit einen besonderen Platz in meinem Herzen. Russian Railroads wurde zu Recht mit dem Deutschen Spielpreis 2014 ausgezeichnet. Man hat viele Aktionsmöglichkeiten und kann verschiedene Strategien nutzen, die zum Sieg führen können. Dabei beginnt es meist mit nur wenigen Punkten, die in späteren Runden immer weiter ausufern können, was sich enorm belohnend anfühlt.
Mathias - Cliquenabend

Mathias (Cliquenabend)

Mathias (Cliquenabend)
Für mich ist Russian Railroads der Inbegriff eines sehr gelungenem Vielspielendenspiel. Das richtige Timing beim Einsetzen der Arbeiter, das beobachten der gegnerischen Züge – im doppelten Sinne – und die knifflige Entscheidung, welche Strecken präferiert werden ohne die anderen zu vernachlässigen, sorgen immer wieder für spannende und abwechslungsreiche Partien. Selbst nach einigen Jahren, kommt es immer mal wieder auf den Tisch und hat nichts von seinem Reiz verloren. 
Jürgen - Spielbar

Jürgen (Spielbar)

Jürgen (spielbar.com)
Das ist ein weiterer Brecher vor dem Herrn. Rechenexempel sind dabei gern gesehen. Die Spielidee ist eingängig, (nahezu) perfekt umgesetzt und redaktionell sehr gut betreut. Und dennoch, mir fehlt die Seele, das was das Spielen jenseits jeglicher Optimierung so ausmacht. Ich ziehe an der Stelle gerne den Vergleich zu Terra Mystica. Hüben wie drüben kann ich die Komposition des Spiels bewundern, ohne mich dafür zu begeistern.
Oliver Sack – Spielevater

Oliver (Spielevater)

Oli (Spielevater)
Eines der besten Kennerspiele in meiner Sammlung, das sicher nie den Weg auf den Sekundärhandel finden wird. Wer bei „Russian Railroads“ am besten Dampf ablassen möchte, muss gut managen und noch besser optimieren können. Wer dabei im spannenden Wettstreit mit den anderen Streckenbauerinnen trotzdem „an die Wand fährt“, mag sich damit trösten, dass Zar Alexander III auf seiner eigenen Strecke bei einem Zugunglück in Borki mit dem Schrecken davonkam. Im Spiel „Russian Railroads“ führt jedoch keine Strecke an dem russischen 500 Seelen-Dorf vorbei…

 

Wenn Ihr Euch nun etwas intensiver mit Russian Railroads befassen wollt, dann schaut Euch doch mal die folgenden verlinkten Artikel an:

Brettspielpoesie

Cliquenabend

Scarface 1920 – Bloody Business

10. Januar 2026 um 08:00

„Ich weiß, dass du es warst, Fredo, und es bricht mir das Herz! Hörst du? Es bricht mir das Herz.“ – Der Pate.

Wenn Scarface 1920 ja bereits ein geliebtes Konzert von mir war, so hat Bloody Business es geschafft die Harmonie der Komposition zu veredeln! Die Erweiterung bietet viele sich in die eigentlich bereits gute Spielmechanik sauber einbettende Module an. Manche verändern dabei Nachhaltig das Spiel in eine kleine aber spürbar wirkende Richtung, andere bieten hier und da neue, bislang ungeahnte Klänge.

Der gesamte Tonfall wird dabei allerdings etwas härter und aggressiver in den Nebenklängen. Allerdings bietet es auch insgesamt höhere Endpunkte. Hoffentlich haben sich nach der Partie noch alle lieb am Tisch. In unserem Anspiel der Erweiterung vor ein paar Tagen glückte dieses Unterfangen, auch wenn einige Momente im Spiel nicht nur mir, sondern sicher auch anderen in seiner Take-That-Manier das Lächeln teilweise geradezu aus dem Gesicht gefegt haben!


Eindruck von der Bühne

„Bonasera, Bonasera, was habe ich dir getan, dass du mich so respektlos behandelst? Du kommst in mein Haus, am Hochzeitstag meiner Tochter und bittest mich einen Mord zu begehen?“ – der Pate

Wenn man Scarface 1920 bereits so wie ich kannte, ist die Einstiegshürde der neuen Regeln recht überschaubar. Wenn man das komplette Spiel allerdings neu erlernen muss, sind das natürlich weitere Hürden einer komplexeren Mechanik. Erschwerend kommt hinzu, dass manche Regeln durch neue Wegfallen oder angepasst werden – Also meine Empfehlung: erstmal das Original 1-2 mal Spielen, bevor man sich an die Erweiterung heranwagt!

Noch ist in der Unterwelt mehr los als auf der Stadtkarte.

Bloody Business bietet dabei einige neue Module. Um sie kurz aufzuzählen: Krankenhaus, Ladenwertleiste, Heimatbezirke, wütende Bosse oder auch wütender Eliot Ness, Wahlkandidaten, Straßengangs, Erpressungen, Komplizenboni und den G-Man (ein FBI-Agent). Die Modi können einzeln eingefügt werden, oder alle zusammen. Aber nach meinem Empfinden haben sie sich alle so gut eingebunden und das Spiel in meinen Augen gemeinsam verbessert (die einen Modi mehr und die anderen weniger), dass ich keines davon weglassen würde.

Man kann nun gar nicht alle einzelnen Modi genauer beleuchten um nicht den Rahmen hier zu sprengen. Besonderes Augenmerk möchte ich daher nur auf die folgenden beiden Modi richten:

Heimatbezirke: Das ist eigentlich ein Minimodus der das Spiel in meinen Augen aber deutlich interessanter werden lässt. Je weiter entfernt das Viertel sich von meinem bei Spielstart festgelegten Heimatbezirk befindet, desto mehr zusätzliche Dollar bringt der Verkauf dort ein. Dieser kleine Kniff motiviert die Spielenden auf sehr einfache Art und Weise für eine höhere Verteilung der eigenen Gang auf der Karte.

Gesamtübersicht des Spiels. Ganz links sind viele Modi aus Bloody Business zu erkennen.

Ladenwertleiste: Läden bringen nach wie vor bei den Reorganisationszügen Geld ein, dieses ist nun aber nicht mehr statisch sondern von der Anzahl gebauter Läden eines Typs abhängig. Wenn z.B. die Flüsterkneipe bereits sehr oft im Spiel ist, bringt jede einzelne davon nicht mehr so viel Geld, als würde es nur wenige davon geben. Das bringt einige taktische Finessen. Zumal man mit dem Modus der Erpressung unter anderem Läden im Spiel schließen kann um diese Mechanik auch in die andere Richtung beeinflussen zu können.

Zu unserem Testspiel der Erweiterung haben wir auch die beiden neuen Gangs hinzugezogen. Diese sind nicht Teil der Erweiterung sondern müssen einzeln dazu gekauft werden. Das sind zum einen die chinesischen Opiumhändler mit dem Namen Red Dragon Tong, die Ihre Opiumhöhlen in der gesamten Stadt verteilen möchten. Dazu kommen die Kanadier – the golden Oaks Gang – die kanadischen Whiskey einführen und zwei Bosse gleichzeitig haben. Beide Gangs haben zum Teil stark von den anderen abweichende Sonderregeln.

Die Red Dragon Tong gerieten durch den wütenden Eliot Ness und Polizei im eigenen Bezirk unter Druck. Ihr Opium verteilt sich langsam in der ganzen Stadt

Eine ganz gravierende Spieländerung hat das Night Deck gebracht. Dieses war ein zusätzliches Ad-On der Gamefound-Kampagne und damit nicht Teil von Bloody Business. Die Karten sind schwarz eingerahmt und besonders hübsch gestaltet. Sie ersetzen die Komplizen des normalen Spiels. Dabei kann man gemäß der beiliegenden Minierweiterung entscheiden ob man diese komplett anstelle der normalen Karten nimmt, Teile austauscht oder beide Decks zusammenmischt. Wir hatten uns zum Test für die erste Option entschieden und – Holla die Waldfee – ist das Spiel mit diesen Karten grob geworden! Die damit neuen Fertigkeiten der Handkarten werden echt fies und das Take-That Element ist nicht mehr nur spürbar sondern glotzt einen mit süffisantem Lächeln direkt in die Augen!

Unten sind die Karten aus dem Night Deck zu erkennen.

Es liegt den neuen Gangs übrigens eine 5-6 Spieler Anleitung bei. Da stelle ich mir in diesem Spiel die Frage nach dem Sinn, denn das Spiel dauert zu viert bereits mehr als 4 Stunden! Wo soll das hinführen? Ich schaue mir das Anleitungsblättchen nochmal genau an. Erwarten oder herbeisehnen tue ich aber keine so großen Runden!


Groupie auf Tour

„Du darfst nie einen Menschen, der nicht zur Familie gehört, merken lassen, was du denkst.“ – der Pate

War Scarface 1920 bereits ein Area-Control-Spiel mit Engine- und Deckbuilder inkl. einem überraschend harten Ärgermechanismus im Petto, wird die Kneifzange in Bloody Business noch ein ganzen Stück härter angesetzt. Das muss und sollte man abkönnen, und zwar alle am Tisch! Wenn das dann kein Problem ist und man mit einem gut verzahnten Mechanismus-Misch und Take-That-Allüren Spaß haben kann und das Thema von Mafiagangs zur Zeit der amerikanischen Prohibition bereits ein diabolischen Grinsen auf die Lippen zaubert, ist man in diesem Spiel sicherlich zuhause.

Kurzfazit: Es macht einen riesigen Spaß die eigenen Pläne zu schmieden, anderen gegenüber auszuteilen und sich möglichst stabil auf das damit verursachte Echo einzustellen. Waffen durchgeladen und den Whiskey in der Hand! Weiter geht’s! Das kommt immer wieder gerne auf den Tisch!


Björn’s Konzerterlebnisse

Schon meine erste Partie Scarface 1920 hat mir richtig Spaß gemacht, aber mit der Erweiterung Bloody Business und den neuen Fraktionen kommt für mich erst so richtig Freude auf. Wie Bill schon geschrieben hat, müssen die Mitspieler diesen aggressiven Spielstil abkönnen. Hier fährt man nicht höflich vor, bittet freundlich um Schutzgeld und zieht wieder ab – nein, hier gibt’s erst eins auf die Nase, dann wird das Schutzgeld einkassiert und zum Abschied noch mal nachgetreten. Business as usual eben.

Ein echtes „Take that“-Spiel, aber ehrlich gesagt auch genau das, was man bei Bandenkriegen erwarten würde. Die setzen sich ja eher selten diplomatisch an einen Tisch, um bei einem Teller Rigatoni al forno über Einflusszonen zu verhandeln. Und selbst wenn, liegt am nächsten Morgen wahrscheinlich jemand im Fluss.

Ich kannte vorher noch Der Pate, was bereits ein guter Titel war, aber Scarface 1920 setzt dem Ganzen noch mal richtig die Haube auf. Mit breiterer Schulterpartie und härterem Händedruck. Die Züge lassen sich grundsätzlich gut vorplanen, aber da sich auf dem Spielplan ständig irgendwer einmischt, kann es jederzeit passieren, dass du deinen schönen Plan direkt wieder über den Haufen wirfst. Das trägt sicher zur längeren Spieldauer bei, fühlt sich aber thematisch absolut richtig an.

Und im Gegensatz zu Bill hätte ich richtig Lust auf eine Sechserpartie. Ich glaube, das würde dem Spiel noch einmal eine ganz neue Dynamik verleihen, gerade bei den Gebietskämpfen, die selbst zu viert (zumindest in den ersten Runden) noch vergleichsweise zahm ablaufen. Mit sechs Spielern dürfte da deutlich mehr Bewegung, Chaos und „Missverständnisse“ aufkommen. Auch bei den Komplizen würde dann sicher mehr Durchlauf herrschen, statt dass sie gemütlich in der Auslage hängen bleiben.

Unterm Strich: ein tolles Spiel. Und ich fand es so gut, dass ich es mir sogar selbst noch einmal gekauft habe, obwohl Bill es bereits besitzt. Man weiß ja nie, wann man plötzlich sein eigenes Imperium braucht.


Konzertmitschnitte

(Galerie mit Fotos)

Titelbild von Sammy-Sander auf Pixabay

Replay: Inferno – Expertencheck zum Brettspiel

09. Januar 2026 um 22:25

In diesem Brettspiel Replay nehmen Christian und Robert das anspruchsvolle Expertenspiel Inferno von Strohmann Games genau unter die Lupe. Das Brettspiel basiert thematisch auf Dantes Göttlicher Komödie und entführt euch tief in die neun Kreise der Hölle. Doch trägt das starke Thema auch spielerisch? Und ist dieses Spiel wirklich eine Empfehlung für erfahrene Vielspieler? Zu Beginn bekommt ihr einen kompakten Abriss der Göttlichen Komödie, um Inferno thematisch sauber einzuordnen. Dadurch wird schnell klar, wie stark das Brettspiel Inferno versucht, Literatur und Mechanik miteinander zu verbinden. Oder ist hier auch das […]

Replay: Inferno – Expertencheck zum Brettspiel

Chichén Itzá

Von: Oliver
09. Januar 2026 um 18:55

Worker-Placement, Engine-Builder und eine ordentliche Ladung Würfelglück. Klingt nicht gerade nach einer für Stefan Feld üblichen Kombination – und das ist gewollt. Bei Chichén Itzá sollte das Experiment gewagt werden, klassische Euro-Elemente mit Glücks-Elementen aus Ameritrash Games zu kombinieren und bestenfalls zu verschmelzen. Als Setting wurde dafür die Kultur der Mesoamerikanischen Maya gewählt. ...

- Den Beitrag Chichén Itzá findest du auf Spielevater - Die ANDERE Seite der Brettspiele

Marvel: Duell! In New York

Von: Krys
09. Januar 2026 um 16:54

Marvel: Duell in New York ist ein reines Zwei-Personen-Spiel, das einen direkten Schlagabtausch zwischen Helden und Schurken im Marvel-Universum inszeniert. Gespielt wird auf einem gemeinsamen Spielplan mit drei Schauplätzen in New York, an denen Karten ausgespielt, angegriffen und gewertet werden.

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Harmonies

09. Januar 2026 um 16:00

Libellud, Asmodee, 2024
Autor: Johan Benvenuto
1–4 Spieler:innen, ab 10 Jahre, 30 Minuten

„Harmonies“ entführt euch in eine ruhige, naturverbundene Welt, in der ihr Landschaften erschafft und Lebensräume für Tiere entstehen lasst. Berge, Wälder, Felder und Gewässer wachsen vor euch zu einem harmonischen Ganzen zusammen, während sich Tiere genau dort ansiedeln, wo die Umgebung für sie passt. Das Spiel setzt bewusst auf eine entspannte, fast meditative Atmosphäre, die durch die klare Gestaltung und die sanften Farben unterstützt wird. Statt Konkurrenzdruck steht das Gefühl im Vordergrund, etwas Schönes aufzubauen. Gerade diese Kombination aus Naturthema und ästhetischem Anspruch macht dieses Spiel besonders zugänglich und spricht euch auch dann an, wenn ihr normalerweise eher selten zu Brettspielen greift.

Im Kern geht es darum, Landschaftsteile auszuwählen und sie geschickt in der eigenen Auslage zu platzieren. Jede Entscheidung beeinflusst, welche Tiere später punkten können und wie wertvoll bestimmte Gebiete werden. Ihr wählt aus einer offenen Auswahl und müsst dabei stets abwägen, ob ihr eure bestehende Landschaft optimiert oder Platz für zukünftige Möglichkeiten schafft. Tiere bringen zusätzliche Ziele ins Spiel, da sie bestimmte Formen oder Kombinationen bevorzugen. Dadurch entsteht ein angenehmes Puzzlegefühl, bei dem ihr kontinuierlich kleine Erfolge erlebt. Die Interaktion bleibt bewusst zurückhaltend, beschränkt sich vor allem auf das Wegnehmen begehrter Teile, sorgt aber dennoch dafür, dass ihr die Züge der Mitspieler:innen aufmerksam verfolgt. Eine Partie bleibt flott, ohne hektisch zu werden, und vermittelt durchgehend ein ruhiges, konzentriertes Spielgefühl.

„Harmonies“ überzeugt vor allem durch seine Zugänglichkeit und seine starke Präsentation. Das Material ist hochwertig, die Teile liegen gut in der Hand und die tollen Illustrationen tragen viel zur Stimmung bei. Auch nach mehreren Partien bleibt der Aufbau reizvoll, da unterschiedliche Tiere und Landschaftskombinationen neue Herausforderungen schaffen. Gleichzeitig ist die spielerische Tiefe bewusst begrenzt. Wer stark konfrontative Interaktion oder komplexe Strategien sucht, könnte das Erlebnis als zu sanft empfinden. Für Familienrunden, Gelegenheitsspieler:innen oder entspannte Abende ist das Spiel jedoch hervorragend geeignet. Die Downtime ist gering, Regeln sind schnell erklärt und auch weniger erfahrene Mitspieler:innen finden zügig hinein. Insgesamt erhaltet ihr ein rundes, stimmiges Gesamtpaket, das vor allem durch Atmosphäre, Eleganz und einen hohen Wohlfühlfaktor punktet und euch immer wieder dazu einlädt, noch eine Landschaft entstehen zu lassen.

Keksekästchen

09. Januar 2026 um 11:38

„Ist das wie Siedler?“ Eine Frage, die wohl jeder kennt, der anderen neue Spiele vorstellt. Und in diesem Fall gilt: Ja, ein bisschen. Denn „Keksekästchen“ von Ralf zur Linde nimmt nicht nur Anleihen bei „Käsekästchen“, sondern auch bei „Catan“. Die Kombination ergibt ein Roll-and-Write-Spiel, das auf dem zweiten Blick viel taktischer anzugehen ist, als es zunächst wegen der an ein Kinderspiel erinnernde Illustration vermuten lässt.

Die „Catan“-Komponente bei „Keksekästchen“

Die „Catan“-Komponente sind zwei Würfel, deren Augensumme einen Ertrag auslöst. Während es beim Klassiker beispielsweise Holz, Getreide oder Erz als Rohstoffe gibt, bleibt die Belohnung bei „Keksekästchen“ schlicht. Es sind Striche. Linien. Ich darf mit einem schwarzen Stift die Kante eines Kästchens auf meinem persönlichen Spielplan nachzeichnen. Und zwar um das Kästchen, in dem der entsprechende Zahlenchip liegt.

Keksekästchen

Im Gegensatz zu „Catan“ bleiben die Zahlenchips nicht fix an einem Ort liegen. Wie Autor Ralf zur Linde erklärt, habe ihn das bei „Siedler“ immer gestört. Daraus sei der Ansatz entstanden, die Zahlenplättchen beweglich zu machen. Pro Zug darf ich ein Plättchen versetzen. Das mache ich, um bestimmte Felder alsbald vollständig zu umrahmen. Und damit wären wir beim zweiten Klassiker, der Eingang in diese Entwicklung gefunden hat: „Käsekästchen“.

Keksekästchen

Auch bei „Keksekästchen“ kreuzen wir Felder an, wenn sie vollständig umschlossen sind. Hier haben die Kästchen jedoch Motive: Bunte Keksformen auf farbigen Hintergründen. Habe ich eine bestimmte Zahl gleicher Motive markiert, sammele ich Punkte. Je früher mir eine Kombination im Vergleich mit den Mitspielern gelingt, desto mehr Punkte erhalte ich. Wer zuerst eine für die Spieleranzahl benötigte Punktzahl erreicht, gewinnt.

Keksekästchen

Und wie stellt sich nun die taktische Komponente dar? Zunächst natürlich darin, seine Zahlenplättchen stets so zu organisieren und zu platzieren, dass schnell lukrative Aufgaben erfüllt werden. Dabei spielen die Wahrscheinlichkeiten der einzelnen Würfelergebnisse eine Rolle. Laut Statistik fällt die „7“ am häufigsten, bringt aber auch nur eine Linie als Ertrag. Die „12“ indes fällt deutlich seltener, bringt mir aber vier Striche. Mit einem Sechserpasch ist ein Kästchen direkt komplett umrahmt.

Das Zahlenchipmanagement bei „Keksekästchen“

Kann ich, weil schon nachgezeichnet, weniger Linien eintragen als mir der Würfelwurf erlaubt, notiere ich das auf meinem Plan. Für je drei solcher Vorkommnisse darf ich einen beliebige Strich malen. Hört sich stark an? Nein, das gleicht einem Trostpflaster. Denn für eine solche Linie habe ich vorher ja mindestens drei nicht machen können. Sollte man vermeiden. Stichwort Zahlenchipmanagement. Eine „11“, die drei Striche erlaubt, auf einem Feld liegen zu haben, das nur noch eine Linie benötigt, bedeutet in der Regel also einen Nachteil.

Keksekästchen

Zu meiner Schulzeit gehörte es dazu, eine Gebiet auf Karopapier zu bestimmen, um darin anschließend abwechselnd einen Strich mit genau einer Kantenlänge zu ziehen. Umschlossene Quadrate wurden mit dem eigenen Symbol markiert. Danach war man direkt noch einmal dran. Mit Glück folgte eine Serie von fertigen Quadraten. Quasi die Mutter der Kettenzüge.

Wie Mathematik die Chancen bei „Keksekästchen“ verbessert

Mit etwas Mathematik lässt sich auch erschließen, von welchem Zahenchip ich mich trennen sollte, sobald ich eine Aufgabe erfüllt habe. In einem solchen Fall nämlich wird ein Chip genutzt, um auf der Punktetafel meinen Ertrag anzuzeigen. Er steht mir nicht mehr auf meinem Raster zur Verfügung. Fällt künftig diese Zahl, gehe ich beim Zeichnen leer aus. Personen, die schnell Kombinationen abschließen, werden so etwas ausgebremst, was die Partien spannend hält.

Auch wenn die „2“ und „12“ jeweils vier Striche möglich machen, gehören diese Plättchen zu der Gruppe von Zahlen, von denen ich mich zuerst trennen sollte. Das Produkt aus Wahrscheinlichkeit und Ertrag ist am geringsten. Und das mag überraschen: Es ist genauso niedrig wie bei der „5“ und der „9“, die beide nur eine Kante bringen. Die „3“, „4“, „10“ und die „11“ indes haben unter diesen Gesichtspunkten denselben Wert wie eine „7“.

Keksekästchen

In Anbetracht dieser taktischen Möglichkeiten entwickelt sich durchaus ein unterhaltsames Wettrennen, um die nötige Punktzahl zu erreichen. Der Zufall beim Würfelwurf ermöglicht auch Aufholjagden. Das Zahlenplättchenmanagement erinnert dabei an die Aufgabe, als Chef seine Mitarbeiter im Unternehmen möglichst effizient einzusetzen. Man kann Spaß daran haben, Plättchen und Wahrscheinlichkeiten stets im Blick zu haben. Man muss es aber nicht. „Keksekästchen“ funktioniert auch einfach so.

Und natürlich ist „Keksekästchen“ am Ende nicht mit „Catan“ vergleichbar, nur weil es eine Komponente daraus enthält. Vielmehr ist die Verwandtschaft zu „Käsekästchen“ das hervorstechende Merkmal. Die Kombination beider Spiele hat in diesem Fall aber einen eigenständigen Titel erbracht, der mich gut unterhält.

Keksekästchen | Ravensburger | Ralf zur Linde | 2 bis 5 Personen | ab 8 Jahren | 25 Minuten | Spielanleitung | Meine Bewertung: ★★★☆☆ (gut)

LUTHIER

09. Januar 2026 um 09:05

LUTHIER gehörte zu den Spielen, die mich auf der SPIEL 2025 eigentlich gar nicht so sehr interessiert haben. Instrumentenbau, denn das ist es, was ein „Luthier“ macht, wie ich bei Wikipedia lernte. Thematisch ist das zwar innovativ, aber was Musik ohne Stromgitarren angeht, bin ich ein Banause. Barocke Opulenz und romantische Verspieltheit sind mir meist zu viel. Ich mag es lieber schlicht.

Quelle

Brass: Pittsburgh, Fame & Fable, Koi, Mistborn, Tinctura … 15 neue Brettspiele | News

Von: Peer
09. Januar 2026 um 08:12

Brass: Pittsburgh, Fame & Fable, Koi, Mistborn, Tinctura … 15 neue Brettspiele | NewsAuch im Jahr 2026 wird es wieder viele spannende Brettspiel-Neuheiten geben und in den heutigen News stelle ich 15 spannende Ankündigungen aus den vergangenen Wochen genauer vor. Darunter finden sich viele komplett neue Spiele, aber auch ein paar Lokalisierungen, die 2026 endlich auf deutsch erscheinen werden. Ich bin sehr gespannt darauf zu erfahren, auf welche […]

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Minos

Von: Markus
08. Januar 2026 um 00:05

Minos ist genau so ein Spiel, über das wir gefühlt seit zwei Jahren sprechen. Turning Tables. Oder ist es das nicht? Ich habe einige Partien dieses Heavy Euros hinter mir und grüble seit Wochen über meine Rezension. Bekommt ihr bei dem zehnten Euro die zehnte gleiche Rezension? Bin ich auch im Same Same but Different-Modus?...

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Die neuen Spiele 2026 bei Kosmos (Upd.)

08. Januar 2026 um 00:00

NEUHEITEN.  Es sind auch dieses erste Halbjahr wieder rund 30 Neuheiten, die der Stuttgarter Verlag auf den Markt bringt. Wie gewohnt werden dabei starke Marken gepflegt und die Affinität zum Buch betont. Hier, samt erstem Ausblick auf den Herbst, die wichtigsten Neuerscheinungen bei Kosmos. Update 14.5.2026: Die Herbstneuheiten stehen bereits fest. 


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#350 – Community Awards 2025 & die ersten 5 Brettspiele von Eric M. Lang | Podcast

Von: Peer
07. Januar 2026 um 07:00

#350 - Community Awards 2025 & die ersten 5 Brettspiele von Eric M. Lang | PodcastIn der heutigen Podcast-Episode 350 geht es zum einen um die gerade gestarteten Community Awards 2025 und ihr erfahrt, wie ihr teilnehmen und was ihr gewinnen könnt.

Anschließend stelle ich die ersten 5 Brettspiele von Eric M. Lang vor und ihr erfahrt was ich von diesen halte.

Der Beitrag #350 – Community Awards 2025 & die ersten 5 Brettspiele von Eric M. Lang | Podcast erschien zuerst auf Abenteuer Brettspiele.

Ninety Nine

Ninety Nine: Cover

Die 99 im Titel von NINETY NINE könnte für vieles stehen. Für 99 Luftballons. Für 99 Nächte im Wald. Für das Alter Abrahams, als ihm Gott erschien. Für 99 Dalmatiner mit Dyskalkulie. Undenkbar ist eigentlich nur eines: 99 Einleitungen.

Wie geht NINETY NINE? NINETY NINE ist ein Kartenablegespiel, und 99 ist übrigens auch die Punktezahl, die ich erreichen muss, um zu gewinnen. Das Spiel kombiniert zwei Mechanismen und damit auch zwei unterschiedliche Arten, um Punkte zu gewinnen.
Erstens: Zu Beginn meines Zuges muss ich eine Karte in meine Privatreihe legen. Sie muss eine höhere Zahl haben als meine zuletzt dort gelegte Karte, und keine Farbe darf doppelt vorkommen. Da es im Spiel Zahlen von null bis zehn sowie zehn verschiedene Farben gibt, wäre in zehn Runden (theoretisch) eine Zehner-Reihe zu erreichen. Die dann übrigens 100 Punkte zählte (Anzahl der Karten quadriert). Wenn ich meine Reihe nicht verlängern kann oder möchte, schmeiße ich sie ab, werte sie und beginne neu.

Ninety Nine: Reihe

Es folgt – zweitens – der meist längere Teil meines Zuges mit dem Versuch, meine restlichen Handkarten auf zwei offene Stapel abzuspielen. Dort darf ich entweder gleiche Farbe auf gleiche Farbe spielen oder die oberste Zahl um eins erhöhen oder so legen, dass die oberste Zahl und meine Zahl exakt zehn ergeben. Ich darf mit jeder Karte neu entscheiden, welche Regel ich befolge.
Anschließend ziehe ich von meinem Nachziehstapel wieder auf sechs Karten hoch. Ist mein Stapel aufgebraucht, bekomme ich 15 Punkte und einen neuen Stapel mit wieder 15 Karten.

Was passiert? Die beiden Gewinnwege widersprechen einander teilweise – was zum Reiz von NINETY NINE beiträgt. Eigentlich möchte ich in der zweiten Phase meines Zuges möglichst viele Karten loswerden. Habe ich aber die perfekte Vier und die perfekte Fünf, um sie in den kommenden beiden Runden an meine Reihe zu legen, die aktuell bei drei angekommen ist, halte ich diese beiden Karten vielleicht lieber zurück.
Oder spiele ich sie doch? Denn zwei Karten mehr, die ich loswerde, bedeuten eben auch, dass ich zwei Karten mehr nachziehe. Und das wiederum erhöht die Chance, dass auch etwas Passendes für meine Reihe dabei ist. Vielleicht, vielleicht. Es ist Bauchgefühl, es ist Zock, es ist … Spiel.

Ninety Nine: Ablage

Als motivierend empfinde ich auch das Abspielen an sich (oder auch nur das Hoffen darauf, dass es gelingt): Zack, und noch eine! Und noch eine! Und noch eine! Hah, alle Karten weg! Die Wahrscheinlichkeit, das zu schaffen, ist gut austariert. Es kann gelingen. Meistens aber gelingt es nicht.
Nicht alle Spieler:innen überblicken ihre Möglichkeiten sofort (oder sind beizeiten bereit zu akzeptieren, dass es leider keine Möglichkeiten gibt), deshalb kann es in voller Besetzung auch mal etwas länger dauern, bis man wieder an die Reihe kommt. Und vorab planen kann man auch nicht. Man muss abwarten, was dann oben auf den Stapeln liegt.

Was taugt es? Ich mag NINETY NINE. Es ist klar und aufgeräumt und in seiner Schnörkellosigkeit fast schon ein bisschen klassisch. Es ist eines dieser Spiele, die ich gut und gerne noch ein paar Mal spielen würde – wäre da nicht der fiese Berg von Neuheiten, der ebenfalls gespielt werden soll.
Es gibt pro Jahr etliche Spiele dieser Güteklasse: besser als der Durchschnitt und deshalb so gut, dass sie ihre Berechtigung haben – aber auch nicht direkt begeisternd oder herausragend. Nett und fein. Solide eben.


**** solide

NINETY NINE von Reinhard Staupe für zwei bis vier Spieler:innen, Kendi Games.

Top 10 Brettspiel-Zubehör für mehr Spielspaß

Von: Peer
06. Januar 2026 um 11:35

Top 10 Brettspiel-Zubehör für mehr SpielspaßSpielspaß steht für uns alle im Vordergrund und neben dem Spiel selbst hängt dabei auch sehr viel vom passenden Brettspiel-Zubehör ab. Deshalb liste ich heute mein Top 10 Brettspiel-Zubehör auf, das bei uns für mehr Spielspaß sorgt. Ich bin sehr auf eure Meinungen und Tipps dazu gespannt. Mein Top 10 Brettspiel-Zubehör für mehr Spielspaß Viele […]

Der Beitrag Top 10 Brettspiel-Zubehör für mehr Spielspaß erschien zuerst auf Abenteuer Brettspiele.

Die neuen Spiele 2026 von A bis Z

06. Januar 2026 um 10:00

NEUHEITEN.  Von A bis Z stellt spielwiese.at in seiner Serie die Spielneuheiten 2026 in loser Folge vor. In den kommenden Wochen werden wir dir möglichst alle neuen Spiele der wichtigsten Verlage und Vertriebe vorstellen.


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Unter Schafen 12/25

05. Januar 2026 um 20:10

Unter Schafen

In dieser Kategorie gibt es Aktuelles der drei Kategorien Mäh! (News), Herde (Neuzugänge) und Grasen (Ersteindrücke). Diesen Monat mit Top 9 on Instagram, Chichen Itza, Forestry und Panta Rhei.

Bremen-Nord spielt – 17.01.2026

Von: Dimi
05. Januar 2026 um 19:19

Spielefans aufgepasst! Am 17. Januar 2026 heißt es wieder „Bremen-Nord spielt!“ – der gemütliche Spieletreff für alle, die Lust auf einen unterhaltsamen Nachmittag voller Brett- und Kartenspiele haben.

Von 15:00 bis 21:00 Uhr könnt ihr euch mit Gleichgesinnten an den Spieltisch setzen, neue Spiele entdecken oder eure Lieblingsspiele mitbringen. Über 100 Spiele stehen zur Auswahl – ob strategisch oder kooperativ, hier ist für jeden was dabei!

Die Plätze sind auf 40 Personen begrenzt, also sichert euch schnell euren Platz. Kommt vorbei, bringt Freunde mit und erlebt gemeinsam einen tollen Spieletag!

Wir freuen uns auf euch!

Der Beitrag Bremen-Nord spielt – 17.01.2026 erschien zuerst auf BOARD GAME GREEK.

Masters of Crime: Stillleben

05. Januar 2026 um 07:09

Wir müssen wir ein Bild stehlen. Es geht also um Gemälde. Da passt es doch, die Illustrationen des Spiels selbst einmal genauer zu betrachten – in einer Rezension, die sich an zehn Bildern entlang hangelt.

Bild 1

Masters of Crime: Stillleben

„Stillleben“ gehört zu der Kosmos-Reihe „Masters of Crime“. In diesem kooperativen Krimi-Spiel planen wir gemeinsam einen Kunstraub. Dazu lösen wir Rätsel und knifflige Aufgaben. Kennen wir die Story, erübrigt sich eine zweite Partie. Wenn wir darauf verzichten, auf das Material zu schreiben, ließe sich das Spiel jedoch weitergeben. Nun aber Fokus auf die Aufgabe.

Bild 2

Masters of Crime: Stillleben

Unser Auftraggeber möchte, dass wir eines dieser beiden Bilder aus einem Museum in Amsterdam stehlen. Welches genau? Diese Entscheidung überlässt er uns. Bevor der Coup jedoch beginnen kann, müssen wir ein Team zusammenstellen.

Bild 3

Masters of Crime: Stillleben

Wir besuchen verschiedene Orte. Zu jedem gehört ein Stapel mit Karten. Haben wir die jeweils erste gelesen, müssen wir uns oftmals für eine von mehreren Optionen entscheiden: Wie gehen wir weiter vor? Wen befragen wir zu welchen Dingen? Die Illustrationen auf den schwarz umrandeten Karten geben die passende Atmosphäre wieder.

Bild 4

Masters of Crime: Stillleben

Nach und nach lernen wir Personen kennen, die uns bei unserem Raub behilflich sein könnten. Doch nur drei von sechs können zum Team stoßen. Wer eignet sich am besten? Wen brauchen wir?

Bild 5

Masters of Crime: Stillleben

Wir haben jedoch nur ein begrenztes Budget, das uns zum Anheuern der Spezialisten zur Verfügung steht. Auf welche Skills können wir verzichten, auf welche auf gar keinen Fall?

Bild 6

Masters of Crime: Stillleben

Zudem erhalten wir regelmäßig wichtige Informationen darüber, worauf wir bei unserem Coup achten sollten. Manche müssen wir erst entschlüsseln, indem wir die Rätsel lösen, die auf sogenannten Objektkarten auf uns warten. Diese sind gestaltet wie Briefumschläge, die wir zu gegebener Zeit öffnen dürfen.

Bild 7

Masters of Crime: Stillleben

Lösungen für die Rätsel geben wir online auf der entsprechenden Homepage ein. Wer Hilfe beim Rätseln benötigt, erhält diese ebenfalls auf der entsprechenden Internetseite. Ist der Code geknackt, erfahren wir, wie es weitergeht.

Bild 8

Masters of Crime: Stillleben

Abhängig von unseren Entscheidungen legen wir bestimmte Karten in den sogenannten Durchführungsstapel. Das Spiel ist nämlich zweigeteilt. In der ersten Phase planen wir den Raubüberfall und stellen das Team zusammen, in der zweiten Phase schauen wir, wie sich die getroffenen Entscheidungen auf die Durchführung des Raubs auswirken. Dazu werden die Karten im Durchführungsstapel nun umgedreht, vorgelesen und abgearbeitet.

Bild 9

Masters of Crime: Stillleben

Wie schon bei der Planung erhalten wir auch während der Durchführung für einzelne Entscheidungen Sterne als Belohnungen. Je mehr Sterne wir am Ende haben, desto besser unsere Beurteilung. Aber Achtung: Riskante Entscheidungen weisen uns Alarmsymbole zu, die das Ergebnis beeinträchtigen.

Bild 10

Masters of Crime: Stillleben

„Das immersive Thriller-Erlebnis“ heißt es im Untertitel des Spiels. Und tatsächlich: „Stillleben“ schafft es, uns rund drei Stunden lang zu fesseln. Die Geschichte ist stimmig, die Aufgaben sind nicht zu leicht und nicht zu schwer. Manchmal müssen wir uns aufteilen beim Rätseln, oft gemeinsam diskutieren, kombinieren und entscheiden. Und es gehört dazu, online zu recherchieren.

Eine Gewissensfrage am Ende von „Masters of Crime: Stillleben“

Als Kritik mag gelten, dass sich die Story allzu linear abarbeiten lässt. Aber das ist auch ein Vorteil: So landen wir eben nicht in einer Sackgasse, sondern wissen genau, welche Schritte noch zu gehen sind. Und ganz am Ende – das lässt sich sagen, ohne zu spoilern – folgt eine Gewissensfrage, die tief in unser Inneres blicken lässt …

Masters of Crime: Stillleben | Kosmos | Verena Wiechens, Martin Student, Lukas Setzke | 1 bis 6 Personen | ab 14 Jahren | Meine Bewertung: ★★★★☆ (stark)

7 Wonders Dice

04. Januar 2026 um 11:30

2011 wird 7 Wonders Kennerspiel des Jahres und entwickelt sich schnell zu einem modernen Klassiker. Fünf Jahre später gewinnt 7 Wonders Duel den DuAli und zeigt eindrucksvoll, wie gut sich das Grundprinzip auch auf zwei Personen zuschneiden lässt. Mit 7 Wonders Architects, das 2022 eine Empfehlung zum Spiel des Jahres erhält, setzt sich die Erfolgsgeschichte fort. Und nun? Nun versucht sich Antoine Bauza mit „7 Wonders Dice“ (Asmodee) an einer Umsetzung als Würfelspiel. 

 

 

 

Würfel statt Karten 
Der größte Unterschied zu den bekannten Vorgängern ist schnell erklärt: Karten gibt es keine mehr. Stattdessen landen Runde für Runde sechs Würfel im Forum, von denen wir einen wählen. Interaktion entsteht hier nicht, wir haben stets alle die volle Auswahl. Zumindest sofern wir diese bezahlen können. Denn je nach Position des Würfels entstehen Kosten. Gleiches gilt für die Verwendung auf unserem Tableau, auf dem die Ergebnisse eingezeichnet werden. Rohstoffe helfen, die Kosten niedrig zu halten. Und da diese, einmal erworben, dauerhaft zur Verfügung stehen, bestehen die ersten Runden üblicherweise aus dem Sammeln der entsprechenden Würfel. Erst im Anschluss rücken die farbigen Sechsseiter in den Fokus, die uns auf dem Markt, der Agora oder dem namensgebenden Weltwunder voranschreiten lassen. 
 
 
Jetzt wird es bunt
Je nach Würfelfarbe und Symbol markieren wir verschiedene Felder auf unseren Plan. Dabei bieten die roten Kasernen Punkte, indem unser Angriff mit der Verteidigung der Nachbarn verglichen wird. Am Markt können wir Geld oder Rohstoffe sammeln, die Akademie schaltet weitere Würfel und damit Spieloptionen frei. Zudem können wir unpassende Würfel stets zu Geld machen oder damit eine Stufe unseres Weltwunders voranschreiten. Neben kleinen Boni winken dabei überall Punkte, die über den Sieg entscheiden, sobald eine Spielerin drei der vier farbigen Bereiche abgeschlossen hat. 
 
Fazit 
7 Wonders Dice tritt in große Fußstapfen. Und ich kann direkt sagen: Aus meiner Sicht ist es der bislang schwächste Vertreter der Reihe. Dabei macht das Spiel Einiges richtig: Von Anfang an fühlt sich Vieles vertraut an. Ressourcen, Handel, Wissenschaft… der direkte Vergleich anhand militärischer Stärke… lila Gebäude, um zusätzlich zu punkten. Wer die Vorgänger kennt, fühlt sich sofort heimisch. Zudem ist der Spielablauf belohnend. Irgendwas kann ich eigentlich immer nutzen, gegenseitiges stören ist sowieso nicht möglich.
 
Genau das ist aber auch das Problem. Denn die Züge in 7 Wonders Dice fühlen sich überwiegend belanglos an. Im ersten Spieldrittel ist die Reihenfolge der gewählten Würfel und markierten Felder vielleicht noch relevant. Aber spätestens gegen Ende des Spiels ist der Ablauf nur noch monoton und enorm gleichförmig. Da das Spiel erst endet, wenn drei der vier Bereiche abgeschlossen sind, sind die Pläne gegen Ende sowieso weitestgehend gefüllt. Die sehr spärlichen Wettrennelemente oder die Möglichkeiten für Bonuspunkte über freischaltbare Würfel ändern daran wenig. In der ersten Partie werden vielleicht noch leicht unterschiedliche Wege zum Ziel gewählt, das ändert sich aber schnell. 7 Wonders Dice fehlt es schlicht an Konkurrenz, an Reibungspunkten oder Spannungselementen.  
 

 

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