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SPIEL-Analyse mit Brettseggel Pete

Von: Dirk
15. November 2025 um 20:48
Lesezeit: < 1 Minute

In der neuen Podcastfolge spreche ich mit Pete von Brettseggel über unsere persönlichen Eindrücke von der SPIEL 2025, der größten Brettspielmesse in Essen. Gemeinsam schauen wir auf das Messegeschehen zurück und ordnen ein, was uns besonders aufgefallen ist.

Darum geht es in dieser Podcastfolge zur SPIEL 2025

  • Unsere wichtigsten Eindrücke von der SPIEL 2025
  • Überraschende Momente und positive Highlights
  • Situationen, die uns kurz stutzen ließen oder was uns geärgert hat
  • Kleine Anekdoten direkt von den Messeständen

Wir reden dabei nicht nur über Fakten, sondern auch über die Emotionen, die eine Messe wie die SPIEL jedes Jahr auslöst: Begeisterung, Überwältigung, kleine Enttäuschungen und natürlich der typische SPIEL-Flow (Stau in Halle 3).

Hör unbedingt rein, wenn du …

  • wissen möchtest, wie wir die SPIEL 2025 erlebt haben
  • auf der Suche nach einem ehrlichen und persönlichen Fazit bist
  • neugierig bist, welche Trends und Entwicklungen uns 2025 im Brettspielbereich erwarten

Also: Kopfhörer auf, Kaffee oder Tee in die Hand – und los geht’s mit 90 Minuten handgeklöppeltem  Brettspiel-Podcast mit viel Feeling aus der SPIEL 2025.

Einfach hier reinhören oder direkt abonnieren…

Rezension „Formidabel!“

15. November 2025 um 20:07
  • Verlag: 2F-Spiele
  • Autor: Friedemann Friese
  • Spieleranzahl: 1 - 4 Spieler
  • Alter: ab 10 Jahren
  • Dauer: ca. 30 - 45 Minuten
  • Jahrgang: 2025
Formidabel! (2F-Spiele)

Die Spiele von Friedemann Friese, die er normalerweise in seinem eigenen Verlag, 2F-Spiele, herausbringt, sind für mich immer automatisch einen Blick wert. So waren wir auch in diesem Jahr auf der SPIEL in Essen am Stand von 2F-Spiele und haben uns „Formidabel!“ erklären lassen und dann anschließend auch mitgenommen.

Die Box hat eine nette Größe. Darin findet man den runden Nachschubplan, für jeden Spieler eine Scheibe und das farblich passende Übersichtsplättchen, 120 Karten (darunter die Startspielerkarte), 90 Feldfrüchte aus Holz (Getreide, Tomaten, Gurken, Schweine, Schafe) sowie zwei Spielanleitungen (deutsch und englisch) mit jeweils 8 Seiten.

Die 8-seitige Anleitung bringt die einfachen Regeln gut rüber. Alles ist gut erklärt. Auf der Rückseite sind alle Symbole in einer Übersicht dargestellt. Die kaufbaren Zusatzaktionen hat jeder Spieler auf dem Übersichtsplättchen vor sich liegen. Die Optik des Material ist hübsch, fast schon niedlich. Die ganzen Feldfrüchte sind aus Holz und praktisch groß. Die grafische Gestaltung der Karten ist auch hübsch. Zudem ist das ganze Spiel in Deutschland hergestellt. Das ist erst einmal ein Plus, wenn auch der Inhalt des Spiels nach ein paar Wochen immer noch relativ streng riecht, nach dem Öffnen… wobei mir nicht klar ist, ob es das Holzmaterial oder das Kartonmaterial ist… ist aber akzeptabel.

Erklärt man das Spiel in aller Kürze, vermittelt man vermutlich ein falsches Bild. Dadurch wird das Spiel sicherlich unterschätzt. Im Kern geht es darum, dass man Karten und Feldfrüchte hin und her tauscht, um Aufträge zu erfüllen. das kennt man natürlich von vielen anderen Spielen und dieses Element alleine wäre auch bestimmt nicht so reizvoll. Allerdings fokussiert sich das Spiel tatsächlich auf das Erfüllen dieser Aufträge. Abhängig von der Spieleranzahl hat jeder Spieler einen Stapel von Karten (bei 2 Spielern beispielsweise 20 Karten) vor sich liegen. Ziel ist es, diese Aufträge als erstes zu erfüllen. Wer es schafft, alle seine Aufträge zu erledigen, gewinnt das Spiel. „Formidabel!“ ist also ein astreines Wettrennen… und das war – trotz der Einfachheit – bei uns immer recht spannend. Am Anfang zieht jeder Spieler drei Karten von seinem Stapel. In der Tischmitte liegt noch ein Markt aus fünf Karten aus, die man in seinem Zug ebenso erfüllen kann. Aber wieso sollte man Karten vom Markt erfüllen, wenn man doch seine eigenen Aufträge loswerden will?… ganz einfach: weil es meist nicht anders geht. Oft muss man den Umweg über die Marktauslage nehmen, um bei seinen Aufträgen vorwärts zu kommen. Es gibt einfache Tauschgeschäfte, wie Tomaten gegen Gurken, oder sowas in der Art, aber auch Karten, bei denen man andere Karten tauscht, oder Karten vom Markt unter seinen Stapel legt… und und und. Erfüllte Aufträge, ob eigene Karten oder Karten vom Markt, werden umgedreht auf einen eigenen Stapel gelegt, mit der Münzseite nach oben. Diese Münzen kann man im Spielverlauf für zusätzliche Aktionen nutzen: Karte ziehen, Nachschub nehmen (ohne den Marker bewegen), seinen Marker auf ein besetztes Nachschubfeld legen, zusätzliche Feldfrucht nehmen.

Ach so, das hatte ich ja noch gar nicht erklärt: in seinem Zug darf man normalerweise maximal drei Aufträge erfüllen (ob eigene oder fremde Karten); davor oder danach versetzt man seinen Marker auf dem Nachschubplan, um den Effekt dort auszulösen. Das sind Standardaktionen, man nimmt sich Tomaten, Gurken, Getreide, Schaf oder Schwein… oder eventuell eine Karte von seinem Stapel.

Durch die hohe Anzahl an Handelskarten (eben die 119 Stück) ist genug Abwechslung im Spiel, dass es – trotz des sich wiederholenden Ablaufs – spannend bleibt bis zum Schluss. In unseren Partien war es meist bis zum Schluss knapp und oft folgte danach direkt die nächste Partie. Auf der Vorbereitungsaufwand ist überschaubar. Da es nur eine Sorte Handelskarten gibt, müssen diese einfach nur gemischt werden. Dann bekommt jeder Spieler seinen Stapel und der Markt wird ausgelegt und es kann direkt losgehen. Sowas gefällt mir immer sehr gut.

Auch wenn das Spiel heruntergebrochen nur eine große „Tauscherei“ ist, macht „Formidabel!“ wirklich Spaß und ist auch für eine Partie mit Wenigspielern sehr geeignet. Im Kern ist es ein Familienspiel, vielleicht ein gehobenes Familienspiel. Die Regeln sind schnell erklärt, auch wenn man vielleicht anfangs hin und wieder auf die Übersicht auf der Rückseite der Anleitung schauen muss. Ich kann gar nicht genau sagen, was es ist, vielleicht ist es die Einfachheit, die mir so gut gefällt.

(c)2025 Dirk Trefzger

Material

Regeln

Idee

Spielreiz

Formidabel! (2F-Spiele) Formidabel! (2F-Spiele) Formidabel! (2F-Spiele)

Masters of Crime: Hollywood – Ein tödlicher Oscar

Masters of Crime: Hollywood im Test

Zack, gestern noch den Oscar bekommen und heute schon tot – so startet das neue Abenteuer in der Masters of Crime Serie. Dieses Mal verschlägt es uns nach Hollywood, wo wir den Tod der Schwester unseres Bandenchefs aufklären müssen. Was ist mit ihr passiert? Wurde sie ermordet? Gibt es überhaupt einen Mord? All das klären wir in unserer Review zum neuesten Spiel Hollywood von Lukas Setzke, Martin Student und Verena Wiechens erschienen bei Kosmos.

Viel Spaß beim Lesen.

Der Beitrag Masters of Crime: Hollywood – Ein tödlicher Oscar erschien zuerst auf Brettspiel Reviews, Empfehlungen und Podcasts von Brettspielerunde.

SPIEL'25 in Essen – Teil 2: Familien- und Einsteigerspiele

14. November 2025 um 21:12

Im zweiten Teil meines Berichts konzentriere ich mich auf Spiele, die immer noch eine geringe Komplexität aufweisen, aber dennoch nicht unbedingt für ganz junge Kinder geeignet sind. Ich denke aber, dass alle Titel ab 8 Jahren gut spielbar sind und Spaß machen können. Meist ist der Regelumfang auch so gering, dass es mit Leuten, die eher wenig spielen, unterhaltsam sein kann.

Angeschaut habe ich mir „Forest Gangs“, „Katzensprung“, „Total verkettet“, „Flossen weg!“, „Tacta“, „Orapa Mine“, „Twisted Trumpets“, „Where am I? Alice in a Mad Tea Party“, „Emblems“ und „Planepita“.

"SPIEL'25 in Essen – Teil 2: Familien- und Einsteigerspiele" vollständig lesen

Rezension „Buffet Boss“

14. November 2025 um 20:04
  • Verlag: Origame/Arcane Wonders (deutsche Version "Stapelsalat" von Pegasus Spiele)
  • Autor: Daryl Chow
  • Spieleranzahl: 1 - 5 Spiele
  • Alter: ab 6 Jahren
  • Dauer: ca. 20 Minuten
  • Jahrgang: 2025 (2023)
Buffet Boss (Origame/Arcane Wonders)

Am Stand von „Arcane Wonders“ auf der SPIEL in Essen haben wir – neben „Aquatica Duellum“ – auch das kleine Stapelspiel „Buffet Boss“ mitgenommen. Wer kennt es nicht. Man ist am Hotel-Buffet und die Gäste stapeln so viel Essen auf dem Teller, dass man Angst haben muss, dass das Zeugs herunter fällt. Ich gebe zu, dass auch ich nicht ganz frei davon bin. Nun stapeln wir also bei „Buffet Boss“ ebenso diverse Leckereien auf den wackeligen Teller, um damit möglichst viele Punkte zu machen. Schauen wir uns das also einmal an.

Die Box ist trotz des netten Holzmaterials schön klein und dabei auch ziemlich voll gepackt, ohne viel Platz zu verschwenden. Man findet 42 Holzteile, die das Essen darstellen sollen. Seafood, Fleisch, Gemüse, Eier, Pilze… was das Herz begehrt. Die Teile gehören zu unterschiedlichen Farbgruppen und zu unterschiedlichen Nahrungsmittelgruppen. Es liegen Übersichtskarten bei, die das klarstellen. Dann gibt es 5 bananenförmige Holzteller, die als Unterlage für den Aufbau der Essenstürme dient, 42 Food-Karten und 18 Charakter-Karten. Die Anleitung umfasst kurze 12 Seiten und der Decke der Box dient als „Abfalleimer“ für heruntergefallenes Essen und für abgeworfene Karten.

Für das Grundspiel lässt man die Charakter-Karten erst einmal weg. Je Spieleranzahl nimmt man eine vorbestimmte Anzahl von Karten, mischt sie und legt den Stapel bereit. Pro Runde werden so viele Karten als Buffet-Reihe ausgelegt, wie Spieler teilnehmen + 1. Bei drei Spielern also vier Karten. Die passenden Holzteile werden darauf platziert. Beginnend beim Startspieler der Runde, wählen die Spieler eine Karte + Holzteil und platzieren das Holzteil auf dem wackeligen Teller. Natürlich, darf nichts herunter fallen. So geht es reihum. Der letzte Spieler der Runde hat zwei Karten zur Verfügung und darf auch – falls gewollt – beide Teile verbauen. Die Karten geben dabei an, wie viele Punkte das jeweilige Holzteil wert ist. So geht es reihum, bis alle Karten und die entsprechenden Holzteile verbraucht sind. Fällt nur ein einzelnes Holzteil runter, darf man die 3-Sekunden-Regel in Anspruch nehmen: klar, schnell aufheben, Staub runterblasen und wieder rauf damit… wie im echten Leben halt. Fallen mehrere Teile gleichzeitig runter, darf man die aufgerundete Hälfte wieder auflegen… der Rest kommt leider in den Abfall. Nachdem dann alle Karten weg sind, werden die Punkte addiert und es gewinnt der Spieler / die Spielerin mit den meisten Punkten.

Klar, das ist nicht wirklich neu. Wir haben einige Stapelspiele in unserer Sammlung und tatsächlich machen uns diese Spieler immer recht viel Spaß. Ich mag Spiele, die mit Geschicklichkeit zu tun haben. Hier ist das Material sehr schön. Die Holzteile sind echt ganz cool, haben sehr knifflige Formen und lassen sich dadurch nicht immer einfach verbauen. Wir hatten viele lustige Momente und hatten entsprechend viel Spaß dabei.

Ach ja, der Spieler mit dem höchsten Essensturm erhält 5 Sonderpunkte. Dazu gibt es eine Messlatte auf der Seite der Box… witzig. Um das Ganze etwas aufzupeppen, würde ich direkt zur Fortgeschrittenen-Variante greifen. Dann werden jedem Spieler zwei Charakter-Karten ausgeteilt. Diese Karten geben Sonderpunkt für bestimmte Bedingungen, abhängig von der Nahrungsmittelgruppe oder der Farbe. Bei Spielende, muss man sich für eine dieser Karten entscheiden; diese darf man dann in die Wertung nehmen. Man bekommt in diesem Fall also Punkte für die Nahrungsmittel selbst, für den höchsten Turm und für die gewählte Charakter-Karte. Auch hier gewinnt natürlich der Spieler mit der höchsten erzielten Punktzahl.

Ein Solomodus ist auch in den Regeln. Ok, zum Trainieren ist das ganz ok, aber mehr Spaß macht es natürlich zu mehrt. Wer kein Interesse an Geschicklichkeitsspielen hat, oder wer einfach zwei linke Hände in solchen Fällen hat, der sollte „Buffet Boss“ links liegen lassen, das ist klar. Wer aber Lust auf ein spaßiges Stapelspiel hat, der sollte sich „Buffet Boss“ ruhig mal anschauen. Nochmal: es macht nicht wirklich was neu, aber die Formen der Holzteile sind witzig. Oftmals denkt man, das gewählte Teil passt doch gar nicht und dann bleibt das ganze Bauwerk doch stehen und trotzt jeglicher physikalischen Regel.

„Buffet Boss“ gibt es schon seit 2023 und 2024 gab es auch eine deutsche Auflage unter dem Titel „Stapelsalat“. Das Regelwerk ist wirklich einfach, da ist es quasi egal, ob man die englische oder die deutsche Version nimmt. Uns gefällt der englische Titel „Buffet Boss“ einfach besser.

Fazit: schönes Material, lustiges Stapelspiel, macht zwar nichts wirklich neu, macht aber Spaß.

(c)2025 Dirk Trefzger

Material

Regeln

Idee

Spielreiz

Buffet Boss (Origame/Arcane Wonders) Buffet Boss (Origame/Arcane Wonders) Buffet Boss (Origame/Arcane Wonders) Buffet Boss (Origame/Arcane Wonders) Buffet Boss (Origame/Arcane Wonders) Buffet Boss (Origame/Arcane Wonders)

Rezension „12 Rivers“

14. November 2025 um 16:52
  • Verlag: Good Games Publishing
  • Autor: Romain Caterdjian
  • Spieleranzahl: 2 - 4 Spiele
  • Alter: ab 10 Jahren
  • Dauer: ca. 45 - 75 Minuten
  • Jahrgang: 2025
12 Rivers (Good Games Publishing)

„12 Rivers“ war eines der Spiele auf der SPIEL in Essen dieses Jahr, die ich wegen der überragenden Optik „auf dem Sender“ hatte. Tatsächlich gab es das Spiel schon 2022 in einer Vorgänger-Ausgabe, wobei wohl ein paar Sachen verbessert wurden, bei der neuen Ausgabe. Ich habe mich aber nicht damit beschäftigt, welche Punkte das genau waren. Ich gehe also von der aktuellen Ausgabe aus, die es bisher leider nicht auf „deutsch“ gibt. Mal schauen, vielleicht schnappt sich das Spiel ja noch ein deutscher Vertrieb, wir werden sehen.

In der Box findet man ein 3D-Spielbrett, welches die namensgebenden 12 Flüsse zeigt. Mit zwei Aufstellern ist es schnell aufgebaut und macht auf dem Tisch wirklich sehr viel her. Die Optik hat einfach einen sehr großen Aufforderungscharakter und wenn das Leute auf dem Tisch stehen sehen, wollen sie direkt mitspielen. Dann gibt es 65 Perlen (Kunststoffperlen in 5 Farben), 4 Alpaca-Boards, 30 Villager-Tafeln (4 davon als Start-Villager), 50 Camp-Karten, 25 Fairy-Tokens, 12 Stamm-Tokens, einen Stoffbeutel für die Perlen, zwei Spielerhilfen und natürlich die Spielanleitung mit 20 Seiten. Die 20 Seiten sind allerdings großzügig befüllt, große Schrift, viele Bilder, so dass man ein anspruchsvolleres Spiel erwartet, wie man dann wirklich geliefert bekommt. Tatsächlich ist „12 Rivers“ eher ein gehobenes Familienspiel oder maximal ein einfaches Kennerspiel… natürlich ein besonders Hübsches, wie schon erwähnt.

Der Ablauf ist wirklich einfach: jeder Spieler hat einen Start-Villager mit Plätzen für gesammelte Perlen. Dann hat jeder Spieler ein Alpaca-Board; auch ein paar Camp-Karten erhält man zum Spielbeginn. Es werden fünf Runden gespielt. Vor jeder Runde werden oben auf dem Board die Perlen platziert, die zufällig aus dem Beutel gezogen werden. Die Anzahl der Perlen ist abhängig von der Spieleranzahl. Alle 12 Perlen werden nur mit vier Spielern vorbereitet. Die Perlen werden von einer Kartonsperre aufgehalten; diese verhindert, dass die Perlen bereits direkt nach unten rollen. Die Stamm-Tokens liegen unten auf dem Pfad mit der Spielreihenfolge. In dieser Reihenfolge platzieren nun die Spieler ihre Stamm-Tokens auf dem Spielplan. Entweder oben bei den Flussläufen, oder auch unten am Rand des Spielplans (um später Villager-Tafeln nehmen zu dürfen). Sobald alle Tokens gesetzt wurden, wird die Kartonsperre oben angehoben und die Perlen rollen runter, bis sie jeweils an einem Stamm-Token stoppen. In vorgegebener Reihenfolge dürfen die Spieler immer eine Perle von den „aufgehaltenen Perlen“ nehmen; dann wird das Stamm-Token zurück auf den Pfad gelegt und die übrigen Perlen rollen weiter. Platziert man ein Stammtoken unten, ist es kostenlos, möchte man sichergehen, eine bestimmte Perle schnappen zu können, muss man weiter oben einsetzen… und das kostet eine, zwei oder sogar drei Karten. Weiter unten erhält man sogar eine Karte, wenn man dort einsetzt. Die unten am Rand eingesetzten Tokens erlauben es dem Spieler, einen neuen Villager aus der Auslage zu nehmen. Das bringt zum einen auch neue Karten auf die Hand, aber auch neuen Platz für gesammelte Perlen.

Die Villager haben immer eine Fähigkeit, die bei Spielende getriggert wird, wenn man die Tafel voll mit Perlen besetzt hat; sowas wie z.B. 6 Extrapunkte, wenn man alle vier Plätze mit derselben Farbe besetzt hat. Beim Platzieren der Stamm-Tokens sammelt man ggfs. auch Fairy-Tokens ein, die man dann später nutzen kann. Die Camp-Karten benötigt man nicht nur für das Bezahlen beim Einsetzen der Stamm-Tokens, sondern auch, um damit Sonderfunktionen nutzen zu können. Dazu muss man zwei identische Karten ausspielen. Das „Fischernetz“ erlaubt es beispielsweise, zwei Perlen an einem Stamm-Token einzusammeln, wo man normalerweise ja nur eine einzelne Perle nehmen darf.

Immer am Ende der Runde bewegt man die Perlen, die man auf dem Alpaca-Board gesammelt hat, auf die Villager-Tafeln. Dabei versucht man eben die Tafeln voll zu besetzen, um die Villager-Fähigkeit zu triggern… aber auch die Perlen selbst bringen Punkte. Abhängig von der Farbe sind die Perlen unterschiedlich viel wert. Wer zum Schluss die meisten Punkte vorweisen kann, der gewinnt natürlich die Partie.

Unter dem Strich ist es also ein relativ einfaches Set-Collection-Spiel. Man versucht immer die passenden Perlenfarben zu sammeln, um damit die meisten Punkte generieren zu können. Knifflig ist es, dass man die Platzierung der Stamm-Tokens mit Handkarten bezahlen muss. Diese Handkarten möchte man aber nur ungerne hergeben, da sie ja ebenso wertvolle zusätzliche Aktionen ermöglichen. Tatsächlich macht die schöne Optik einen großen Teil des Spielspaßes aus, so zumindest unsere Empfindung. Spielerisch ist es recht einfach, aber wir werden es mit den passenden Spieler(innen) immer wieder mal auf den Tisch. Wer allerdings ein sehr anspruchsvolles Spiel erwartet, der sollte dann doch eher die Finger von „12 Rivers“ lassen.

Fazit: gehobenes Familienspiel mit überragender Optik; spielerisch aber eben nicht besonders fordernd.

(c)2025 Dirk Trefzger

Material

Regeln

Idee

Spielreiz

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Meister Makatsu

14. November 2025 um 16:00

Amigo Spiele, 2025
Autor: Reiner Knizia
2–6 Spieler:innen, ab 8 Jahre, 30 Minuten

In „Meister Makatsu“ schlüpft ihr in die Rolle ehrgeiziger Ninjas, die in ihren Dojos trainieren und jedes Jahr um die Gunst des strengen Lehrmeisters Makatsu wetteifern. Über drei Tage hinweg zeigt ihr euer Können, wobei nicht Kraft, sondern kluge Entscheidungen und ein gutes Gefühl für den richtigen Moment zählen. Wer zu hoch spielt, zieht den Unmut des Meisters auf sich und sammelt Minuspunkte. Die Mischung aus fernöstlichem Flair und spielerischem Wettstreit schafft eine humorvolle Atmosphäre, die euch sofort in eine leicht überdrehte Ninja Show hineinzieht.

Zu Beginn besitzt ihr alle dasselbe Kartendeck mit 24 Karten, die in drei Farben und drei Wertstufen auftreten. Jede Runde zieht ihr vier Karten, spielt zwei offen aus und legt zwei verdeckt zur Seite. Anschließend vergleicht ihr in jeder Farbe eure Werte. Wer die höchsten Zahlen gelegt hat, erhält Minuspunkte in Form von Chips. Die Lila Karten bestimmen außerdem, wer die Meister Marke bekommt und damit die nächste Runde beginnt. Mit jeder Spielrunde steigen die Minuspunkte an, was das Risiko spürbar erhöht. Das Spielgefühl ist flott und zugleich überraschend knifflig. Ihr entscheidet ständig, wann ihr hohe Karten abwerfen wollt und wann ihr sie lieber aufbewahrt. Die verdeckt gesetzten Karten geben dem nächsten Durchgang einen individuellen Rhythmus und schaffen einen kleinen, aber feinen Planungseffekt.

„Meister Makatsu“ verbindet einen schnellen Zugang mit einem angenehmen Maß an taktischer Tiefe. Gelegenheitsspieler:innen finden einen unkomplizierten Einstieg und Vielspieler:innen entdecken reizvolle Entscheidungen. Das Material ist stabil und funktional, die Illustrationen wirken freundlich und stimmig. In größeren Gruppen entsteht ein lebendiger Wettstreit, während Partien zu zweit etwas an Spannung verlieren. Insgesamt überzeugt das Spiel als leichtes Familienspiel mit kompetitiver Note. Es eignet sich besonders für Runden, die ein kompaktes Kartenspiel suchen, das sich flott erklärt und immer wieder aufs Neue kleine Überraschungen bereithält. Wer nach intensiver Strategie oder großen Themenwelten sucht, wird weniger abgeholt. Für alle anderen ist es ein unterhaltsamer, runder Titel mit genug Würze für viele Partien.

Formidabel

Von: Oliver
13. November 2025 um 18:52

formidabel titel

Wieder einmal klingt alles einfach und unspektakulär, schaut man sich das Ziel des Spiels an. Wer zuerst keine Handelskarten hat, gewinnt. Es klingt zu schön, um wahr zu sein und es muss einem klar sein, dass irgendwo noch ein Haken ist – natürlich. Es ist Markttag und wir wollen unsere Ware an den Mann und an die Frau bringen. Aber nicht immer haben wir all die Waren im Lager, die unsere Kunden begehren.

- Den Beitrag Formidabel findest du auf Spielevater - Die ANDERE Seite der Brettspiele

Rezension „Word Bits“

12. November 2025 um 19:37
  • Verlag: Piatnik
  • Autor: Reiner Knizia
  • Spieleranzahl: 2 - 4 Spiele
  • Alter: ab 8 Jahren
  • Dauer: ca. 20 Minuten
  • Jahrgang: 2023 (frühere Version deutlich älter)
Word Bits (Piatnik)

Tatsächlich liebe ich mittlerweile die kleinen Spiele. Sie sind gut zum Mitnehmen; sie sind meist schnell erklärt; sie nehmen nicht viel Platz im Regal weg. Fast nur Vorteile. Ok, meistens sind sie halt auch nicht so anspruchsvoll, das ist klar. Nun liegt hier ein wirklich kleines Spiel vom Altmeister Reiner Knizia vor. In der kleinen Box findet man ein Kartendeck von 60 Karten, vier Buchstabenwürfel und eine kurze Spielanleitung. Die Würfel zeigen unterschiedliche Buchstabenkombinationen auf den Seiten, wobei manche Buchstaben nicht vorkommen (z.B. B, X, Y, Z…).

Das Spiel ist in 2 Minuten erklärt und man kann direkt loslegen. Dazu nimmt es auf dem Tisch nicht viel Platz ein, so dass man es auch gut in der Kneipe oder sonst unterwegs spielen kann. Es läuft so: es wird eine Karte aufgedeckt. Diese Karte gib vor, wie viele der Würfel man werfen muss und welcher Begriff gesucht wird, z.B. „eine Hunderasse“. Ein Spieler wirft dann die passende Anzahl an Würfeln und die Spieler müssen ein Wort, passend zum gesuchten Begriff, finden und rein rufen. Der erste Spieler, der ein passendes Wort hat, erhält die Karte als Punkt. Standardmäßig werden 20 Karten als Stapel bereitgelegt und nachdem der Stapel aufgebraucht ist, gewinnt der Spieler mit der höchsten Punktzahl, also mit den meisten gesammelten Karten. Das ist schon alles.

Natürlich kann man die Spieldauer etwas variieren, in dem man die Kartenanzahl der bereitgelegten Karten entsprechend anpasst. Beim werfen der Würfel sollte man immer wieder mal andere Würfel nehmen, denn die vier Würfel zeigen unterschiedliche Buchstabenkombinationen, das ist wichtig.

Man kann also sagen, „Word Bits“ ist ein einfaches Wortfindungsspiel, ohne unnötigen Schnickschnack. Das Spiel ist kein „Überflieger“, aber in unseren Runden hat es gut funktioniert und es dient bei uns als einfacher Absacker, speziell für Runden mit Wenigspielern.

(c)2025 Dirk Trefzger

Material

Regeln

Idee

Spielreiz

Feuerprobe kompetitives Spielen

09. November 2025 um 16:49
Jedes kompetitive Spiel kann als Prüfung individueller Moralvorstellungen verstanden werden. Jedoch nicht in einer stark vereinfachten, binären Vorstellung davon, dass man das „Richtige“ und nicht das „Falsche“ tut. Stattdessen stellen uns kompetitive Spiele vor die Aufgabe etwas zu tun, von dem wir wissen, dass es falsch ist. Wenn unsere Sozialisierung nicht vollkommen vergeigt wurde, haben […]

Vergessene Spiele: Für immer verloren oder noch zu retten?

09. November 2025 um 16:25
Auch in der Steinzeit, der Antike und im Mittelalter wurde gespielt. Nach welchen Regeln, wissen wir nicht immer. Das hat gleich mehrere Gründe. Dieser Beitrag stammt aus „Null Ouvert – Magazin für analoge Spielkultur“. Mehr Informationen zu dem Heft findet ihr in diesem Beitrag. Nehmen wir einmal an, in ferner Zukunft würden Archäologinnen und Archäologen ein vollständiges Mensch ärgere Dich nicht ausgraben, mitsamt Würfel und allen Spielsteinen, nur leider fehlte die Spielregel. Wäre es möglich, diese anhand des Materials zu rekonstruieren? Die Antwort ist nein, oder zumindest nicht vollständig. Man wird anhand der Zeichen auf dem Spielbrett sicher ermitteln können,

Quelle

Cat in the Box – Nanu, was ist denn da im Karton?

Cat in the Box - Kartenspiel Review

Stichspiele gibt es viele und scheinbar spalten sich daran auch die Geister. Für manche kann es nicht genug davon geben. Andere Spielende laufen lieber weg, als ein Stichspiel zu spielen. Und ihr vermutet es schon richtig: Auch Cat in the Box ist ein Stichspiel. Allerdings hebt sich das Kartenspiel von Muneyuki Yokouchi hier deutlich ab und bringt dann doch den ein oder anderen Twist in das Stichspiel-Genre. Was das bei Pegasus erschienene Kartenspiel besonders macht, erfahrt ihr in unserer Review. Ach ja, und es versteht sich von selbst, dass bei den Arbeiten zu diesem Artikel keine Katzen verletzt wurden.

Der Beitrag Cat in the Box – Nanu, was ist denn da im Karton? erschien zuerst auf Brettspiel Reviews, Empfehlungen und Podcasts von Brettspielerunde.

Viva Catrina

07. November 2025 um 16:00

The Flying Games, 2025
Autoren: Fred Boulle, Grégory Grard
2–6 Spieler:innen, ab 8 Jahre, 30 Minuten

Mit „Viva Catrina“ erlebt ihr ein leuchtendes Spektakel, das den mexikanischen Día de los Muertos in ein fröhliches Brettspiel verwandelt. Ihr schlüpft in die Rolle von Festorganisator:innen, die ihr eigenes kleines Dorf mit Leben, Musik und Farben füllen. Wo sonst Skelette und Gräber dominieren, herrscht hier pure Lebensfreude: Schmetterlinge flattern über die Straßen, Ballons steigen auf, Alebrijes (bunte tierähnliche Fantasiefiguren) auf Podeste gesetzt und Besucher:innen strömen zu den Feierlichkeiten. Das Spiel schafft es, das Thema mit Leichtigkeit und Respekt zugleich zu transportieren. Diese Mischung aus kulturellem Flair, positiver Energie und farbenprächtiger Gestaltung hebt sich angenehm von der Masse der Spielethemen ab. Schon beim Öffnen der Schachtel spürt man, dass „Viva Catrina“ ein Spiel ist, das zelebriert, statt zu belehren und das macht seinen besonderen Charme aus.

In „Viva Catrina“ baut ihr Schritt für Schritt euer eigenes Dorf auf. Jede:r von euch erhält zu Beginn ein Startplättchen und wählt in jedem Zug ein neues Plättchen aus der gemeinsamen Auslage. Diese Plättchen zeigen Wege, Besucher:innen, Ballons, Schmetterlinge und Sockel für Alebrijes. Ziel ist es, durch geschicktes Anlegen ein möglichst harmonisches Dorf zu erschaffen, in dem die verschiedenen Elemente clever miteinander verbunden sind. Besucher:innen wollen erreichbar sein, Ballons sollen zusammenhängende Wege zieren, und Schmetterlinge bringen euch Punkte, wenn sie richtig platziert werden. Dabei gilt es, vorausschauend zu planen, aber auch spontan zu reagieren, wenn andere euch ein begehrtes Plättchen wegschnappen. Das Spielgefühl ist angenehm taktisch, ohne zu verkopft zu sein. Ihr puzzelt, vergleicht, lacht und freut euch, wenn euer Dorf Form annimmt. In kleiner Runde spielt es sich flüssig und konzentriert, in größerer Runde entsteht ein lebendiges Fest voller Farben und fröhlicher Konkurrenz. Dank kurzer Spielzeit bleibt „Viva Catrina“ ein idealer Begleiter für Familienabende oder den Einstieg in einen längeren Spieleabend.

„Viva Catrina“ überzeugt in vielerlei Hinsicht. Besonders stark ist die Präsentation: Die Illustrationen sind liebevoll, die Farben leuchten satt und das Material fühlt sich hochwertig an. Dicke Plättchen, klare Symbole und eine stimmige Gesamtgestaltung machen das Spiel zu einem haptischen und visuellen Erlebnis. Mechanisch ist es kein revolutionäres, aber ein sehr rundes Werk. Der Plättchenlege-Mechanismus ist sofort verständlich und entfaltet durch die Kombination der verschiedenen Symbole eine angenehme taktische Tiefe. Das Spiel bleibt stets zugänglich, ohne banal zu werden. Auch wenn die Interaktion auf das Wegschnappen passender Plättchen beschränkt ist, entsteht durch das gemeinsame Bauen und Vergleichen eine positive Gruppendynamik. Besonders Familien und Gelegenheitsspieler:innen werden an diesem Spiel ihre Freude haben. Vielspieler:innen finden hier ein leichtes, aber thematisch starkes Pausenspiel, das auf sympathische Weise zeigt, wie schön es sein kann, ein Fest des Lebens gemeinsam zu feiern. „Viva Catrina“ ist farbenfroh, warmherzig und spielerisch durchdacht. Ein Spiel, das man nicht nur spielt, sondern genießt.

SUBWAY TO SALLY 🤘 Simon Michael im Interview, Eisheilige Nacht 2025 – auch noch 2026?

07. November 2025 um 15:42

Es ist Zeit für Musikszene im Interview – DieHausis sprechen mit mal wieder mit Simon Michael Drummer von der Band SUBWAY TO SALLY über privates, die Eisheilge Nacht 2025 Tour im Dezember, über die Band und was ist und kommt 2026, wie z.B. die Nackt3 Tour.
Das Interview könnt ihr auch super als Podcast hören.

Das Interview findest Du auf Youtube: https://youtu.be/Qnz8DrMGwjw

Und in der Mediathek von NRWision TV: https://www.nrwision.de/mediathek/diehausis-simon-michael-schlagzeuger-bei-subway-to-sally-251106

Der Beitrag SUBWAY TO SALLY 🤘 Simon Michael im Interview, Eisheilige Nacht 2025 – auch noch 2026? erschien zuerst auf DieHausis.

SPIEL'25 in Essen – Teil 1: Kinderspiele

06. November 2025 um 07:10

Der erste Teil beschäftigt sich mit Kinderspielen oder zumindest mit einfacheren Spielen, die auch jüngere Kinder bis acht Jahre mitspielen können. Aufgrund meiner Lebensumstände konzentriere ich mich aktuell eher auf diesen Bereich, was mir aus zwei Gründen viel Spaß macht: Zum einen sind Kinderspiele gefühlt innovativer unterwegs. Kenner- und Expertenspiele versuchen meist nur durch die Verquickung von zig Mechanismen zu glänzen, was sie aber auch komplex, kompliziert und unelegant wirken lässt. Kinderspiele sind dabei einfacher gestrickt und meist sticht ein Mechanismus heraus. Und wenn dieser innovativ umgesetzt ist, interessiert mich das Spiel. Zum anderen dauern die Partien viel kürzer, was vor allem für das Antesten auf der Messe viel wert ist. Anstatt drei großen Zwei-Stunden-Kloppern konnte ich so an einem Tag über zehn neue Spiele nicht nur antesten, sondern komplett durchspielen.

Und darunter waren als Kinderspiele „Käpt'n Memo“, „Team Adlerauge“, „Ocean Twist“, „Pencil Pirates“, „Octocube“, „Tricky Treats“, „Cako Saurus“ und „Mooki Island“.

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Movers & Shakers – Wir transportieren Güter in Bengalen

Von: natokh
05. November 2025 um 13:09
Spielecover

Gestern (04.11.2025) ist auf Gamefound die Kampagne zum Spiel Movers & Shakers von Paulo Soledad und Nuno Bizarro Sentieiro gestartet. Die beiden haben uns schon so fantastische Euros wie Nippon (2015), Panamax (2014), Madeira (2013) oder zuletzt Asian Tigers (2024) beschert.

Und die gehören allesamt zu meinen liebsten Euro Spielen. Und auch Movers & Shakers hat das Potential dazu in diese Gruppe vorzustoßen. Ich konnte es mittlerweile schon 1-mal auf der Boardgamearena spielen, wo es derzeit noch im Alpha-Status (Nur für Alpha-Tester zugängig) spielen konnte. Aber ich denke, dass es sehr bald in den Beta-Status wechselt, da es sich dort schon vollkommen problemlos spielen läßt.

Aber was machen wir nun in Movers & Shakers? Wir sind mächtigen Eisenbahnmagnate in Bengalen, im Nordosten von Indien, im späten 19. Jahrhundert und konkurrieren um die Erfüllung von Verträgen zum Transport von Gütern zwischen Benares und der Hafenstadt Kalkutta. Dabei müssen wir den Transport der Güter so effizient wie möglich organisieren und können dabei nicht nur unsere eigenen Züge sondern auch die der Mitspielenden nutzen.

Das Spiel verläuft über 2 Runden in der wie jeweils 6 Aktionskarten auf unsere Unternehmenstableau spielen und damit Aktionen wie das Beladen und Bewegen von Güterzügen, das Beeinflussen der Märkte in Benares und Kalkutta, das Aufwerten unserer Anlagemarker, das Einrichten von Agenturen oder das Verschiffen von Handelsgütern ausführen.

Siegpunkte erhalten wir hierbei durch das Erfüllen von Verträgen, den Wert unserer gesammelten Anlagen (Anleihen, Wertgegenstände, Ressourcen und Infrastruktur), Geschäfte mit regionalen Agenturen, Investitionen und unsere Gesamtleistung (Anzahl transportierter Handelsgüter).

Bildquelle: BGG (Copyright by Quined Games)

Spannend an dem Spiel finde ich zum einen die Aktionsauswahl mit den Karten. Jeder erhält zu Spielbeginn 4 Lade- und 4 Bewegungs-Aktions-Karten. Im Spielverlauf können wir hier weitere Karten dazu bekommen. Von diesen 8 Karten können wir jede Runde 6 ausspielen. Dabei müssen wir uns immer entscheiden ob wir zusätzlich zu der/den Aktion/en der Karte noch eine Entwicklungs- oder eine Logistikaktion als Unternehmensaktion wählen, je nachdem ob wir die Karte in der oberen oder unteren Hälfte des Slots auf unserem Tableau platzieren.

Quelle: BGA (Copyright by Quined Games)

Beim Laden der Güter können wir diese auch auf die Züge der Mitspielenden laden und beim Bewegen der Züger können wir auch deren Züge bewegen. Hier hat es Ähnlichkeiten zu Panamax. Beim Bewegen von Zügen kommt es auch immer wieder vor, dass wir Züge, die sich bereits auf der Streck befinden, vor uns herschieben. Hier sind also jede Menge strategische Entscheidungen zu treffen.

Quelle: BGA (Copyright by Quined Games)

Was ich auch spannend finde ist das Geldmanagement in dem Spiel. Man kann nämlich maximal 9 Rupien besitzen. Kommt man auf 10 Rupien werden diese sofort in 1 Investmentmarker umgewandelt. Diese braucht man am Rundenende, um zu investieren. Auf diesem Weg erhält man am Ende schon einen sehr großen Teil seiner Siegpunkte. Allerdings kann man Investmentmarker nicht mehr zurück in Rupien tauschen. Man muss sich also genau überlegen was man im Rundenverlauf noch an Bargeld benötigt.

Investmenttafel
Quelle: BGA (Copyright by Quined Games)

Geld verdient man in erster Linie damit, dass man Handelsgüter an den Märkten von Benares und Kalkutta abliefert. Der Wert jedes Gutes wird über die Position der jeweiligen Marker auf der Markttafel bestimmt. Diese kann man auch über Aktionen nach oben bewegen und erhält dafür auch noch Boni, wenn man die 2., 4., 6. und 8. Zeile erreicht. Jeder hat hier 3 Marker: einen für Benares, einen für Kalkutta und den Finanzberater. Dieser gibt vor, auf welche Zeile die anderen beiden Marker nach Rundenende „zurückgesetzt“ werden. Man sollte somit den Finanzberater nicht außer acht lassen.

Markttafel – Quelle: BGA (Copyright by Quined Games)
Markt-Marker – Quelle Spielanleitung (Copyright by Quined Games)

Vom Komplexitätsgrad würde ich Movers & Shakers auf jeden Fall unter Nippon & Co. einordnen, also im Bereich Kennerspiele. Für mich ist das Spiel auf jeden Fall ein must have und ich freue mich schon sehr auf weitere Partien. Auf BGA und, wenn Quined seinen Zeitplan einhalten kann, in 1 Jahr mit der physischen Version.

Es soll auch in den regulären Handel kommen. Dann aber mit weniger hochwertigem Material. Einen entsprechenden Vergleich findet man unter „Comparative Chart“ auf der Gamefound-Seite.

Es gibt übrigens ein sehr gutes Video von Gaming Rules, indem die Regeln erklärt werden und im Anschluß eine komplette Partie Movers & Shakers zu dritt gespielt wird: Movers & Shakers – Tutorial & Playthrough
Wem das Video zu lang ist, der kann sich das Video von Jonathan von Getting Games anschauen: Movers & Shakers – Quick Play

Hier geht es zur Gamefound-Kampagne (bis 22.11.25): Movers & Shakers – Quined Games

Spielplan (Quelle: Gamefound Projektseite, Copyright by Quined Games)

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