Von Klassiker bis Kracher – eure Zeitreise durch Metal & Hardrock: 110 Songs aus 60 Jahren Metal-Geschichte findet ihr in dem Spiel.
Die Anleitung und alle Spielmaterialien könnt ihr hier runterladen, ausdrucken und dann sind sie schnell ausgeschnitten und zusammengeklebt.
Wer Spiele wie Anno Domini oder Hitster kennt, wird die grundlegenden Spielideen wiedererkennen, die abgewandelt und weiterentwickelt wurde:
Es gibt vier Spielvarianten, die zunehmend herausfordernd sind: Level 1 ist für Einsteiger mit einem sehr glückslastigen Spiel. Level 4 ist für echte Metalheads und setzt voraus, dass ihr euch an ein paar Band-, Song- und Albennamen erinnert
Riffstar ist ein Prototyp – alles noch beta, also nicht perfekt. Falls ihr Fehler findet oder irgendwas nicht gut funktioniert, bin ich euch dankbar für eine Rückmeldung – und gerne auch, wenn ihr es richtig gut findet
Hinweis: Die Songkarten und Jokerkarten müssen ausgeschnitten und dann Vorderseite (QR-Code bzw. Joker) und Rückseite (Songtitelinfos bzw. Jahrzehnt) zusammengeklebt werden.
Welches Spiel wird Kennerspiel des Jahres 2025? Welche drei Spiele wurden von der Jury Spiel des Jahres in diesem Jahr für den Hauptpreis nominiert? Welche weiteren Titel empfiehlt die Jury noch? Viele Spielerinnen und Spieler hatten schon sehr gespannt auf die Pressekonferenz der Spiel des Jahres Jury am 20. Mai 2025 gewartet. In einem Live-Stream […]
Kooperative Spiele liegen im Trend.
Gemeinsam die Welt retten, ein Flugzeug landen, eine wunderschöne Landschaft
errichte. Das wohlige Gefühl, dass alle an einem Strang ziehen. Aber manchmal
will man seinen Mitspielenden auch einfach nur mal zeigen, wo der Hammer hängt.
Die gegnerischen Truppen dem Erdboden gleichmachen, Reichtümer stehlen oder
einfach mal wieder gut Essen… den Mitspieler, versteht sich. Genau das bieten
„Für die Krone“ (Reichtümer stehlen), „Kelp“ (Mitspieler fressen) und „Rumblebots“
(Einheiten schrotten).
Für
die Krone (Maxime Rambourg / Repos)
Wir kennen das: Viele Adelshäuser aber
nur ein Thron. Das muss geklärt werden. Am besten wählen wir einfach die Person
zum neuen König, die die meisten Rubine besitzt. Genau hier wird es bei „Für
die Krone“ aber spannend. Denn unser Vorrat an Rubinen ist anfänglich recht
erquicklich, wird im Laufe des Spiels aber massiv abnehmen. Bleibt zu hoffen,
dass er bei den Mitspielenden schneller schrumpft. Und dafür kaufen wir Karten,
die in eine unserer persönlichen Hüllen gesteckt werden und dann in einen
gemeinsamen Stapel wandern. Nach und nach wird dieser in jeder Runde
abgearbeitet. Dabei wissen wir zwar, welche Karten wir selbst besitzen und
damit aktivieren dürfen, wann diese erscheinen ist aber Zufall. Die Wahl der
Karten ist dabei entscheidend. Rubine sammeln, den Geldvorrat für bessere
Karten aufstocken oder die Mitspieler zu Zielen für den maskierten Dieb machen?
Zu leiden haben bei Für die Krone alle. Zu lachen aber auch. Denn „Für die Krone“ ist gemein, ständig wird geflucht und
andere Spielerinnen als viel besseres Ziel angepriesen. Dennoch sind die
Aktionen selten so hinterhältig, dass sich wirklich jemand schlecht fühlt.
Dabei passt auch die Spiellänge. Die Runden sind flott gespielt, selbst wer
früh als Verlierer feststeht, kann sich schon mal auf die Revanche freuen. Dennoch
muss man die negative Interaktion natürlich abkönnen. Wer nicht damit leben
kann, dass die eigenen Reichtümer schrumpfen und die Mitspielenden daran eine
diebische Freude haben, der ist hier falsch.
Kelp
(Carl Robinson / Wonderbow)
Fressen. Ob Hai oder Oktopus, die
oberste Devise in Kelp lautet, sich den Bauch vollzuschlagen. Entweder mit
Futtersteinen (im Falle des Oktopusses) oder mit dem Oktopus selbst (im Falle
des Hais). Hier geht es also gleich richtig zur Sache. Doch nicht nur darin
unterscheiden sich die beiden Seiten des Duells. Schon auf dem Spielplan
befinden sich 9 Oktopus-Steine, die (anfänglich) für den Hai verdeckt sind.
Hinter einem befindet sich der Oktopus, das Ziel der Begierde. In seinem Zug
bewegt sich der Hai mit der Strömung, entwickelt Fähigkeiten oder greift
verdeckte Steine an. Immer vorausgesetzt, wir haben dafür die passende
Würfelfarbe und einen ausreichend hohen Wert, weshalb wir den Würfelbeuten nach
unseren Vorstellungen anpassen. Der Oktopus dagegen manipuliert die Steine auf
dem Spielbrett, stellt mit diesen Fallen und versucht unentdeckt zu bleiben.
Dafür müssen allerdings immer wieder Steine offengelegt und Informationen
geteilt werden. Wenn er alle Futtersteine frisst oder bis zum Ende überlebt,
geht er als Sieger aus diesem Duell hervor.
Kelp ist eine Herausforderung. Und das
im positiven wie im negativen Sinne. Denn die unterschiedlichen Vorgehensweisen
beider Parteien machen den Einstieg wirklich schwer. Es benötigt mehrere
Partien mit beiden Seiten, um die Möglichkeiten verinnerlicht zu haben. Doch
dann entsteht ein packendes Mind-Game. Bei ähnlich starken Spielenden nimmt
Kelp Runde für Runde Fahrt auf, immer wieder kommt es zu kleinen, aber
kniffligen Entscheidungen und die Nerven liegen blank. Wenn der Hai den
möglicherweise entscheidenden Würfel würfelt oder eine Konfrontationskarte zieht,
dann ist die Spannung mit Händen zu greifen. In solchen Momenten verzeihe ich
dann auch den durchaus vorhandenen Glücksfaktor gerne.
Rumblebots (Michele Piccolini / dv Games)
Roboter lösen die Apokalypse aus,
versklaven die Menschheit und klauen unsere letzten Süßigkeiten. Wie es in den
kommenden Jahren weitergeht, scheint klar. Dabei ist die Lösung so einfach. Wir
lassen die Roboter einfach gegeneinander kämpfen. Bis zum letzten Bot. Und
Süßigkeiten gibt es auch keine. Dafür aber Schrott, mit dem wir neue Roboter
für unser Kartendeck kaufen. Je nach Werkstattstufe sind die mal besser, mal
schlechter und gehören verschiedenen Fraktionen an. Zwischen den
Werkstattrunden kämpfen die mechanischen Kolosse weitestgehend automatisiert
gegeneinander, indem wir stets eine Karte aufdecken und deren Stärke gegen die
Verteidigung des Gegners schicken. Unsere Aufgabe ist es, das Deck möglichst
schlagkräftig zusammenzustellen, passende Karten zu kaufen und auch Upgrades
nicht aus dem Blick zu verlieren. Und wenn ein Roboter unseren Ansprüchen nicht
mehr genügt, wird er einfach wieder zu Schrott. Und damit zur Grundlage für den
nächsten Kauf.
Ein Autobattler mit Einheiten
verschiedener Fraktionen? Wo habe ich das schon mal gehört? Ja, den Ansatz
kennt man von Challengers!. Allerdings hat Rumblebots durchaus eigene
Ideen.Etwa, dass zwischen dem Kauf
neuer Einheiten und dem Aufwerten der eigenen Werkstatt (und damit Zugang zu
bessern Karten) abgewogen werden muss. Oder dass Einheiten der gleichen
Fraktion gemeinsam verteidigen, was eine Spezialisierung fördert. Auch der
Kampf selbst läuft zwar weiter in Duellen ab, aber nach jedem besiegten Roboter
wechselt reihum der Herausforderer. Dadurch entsteht zwar etwas mehr Leerlauf,
dafür dürfen wir uns stets mit allen Mitspielenden duellieren. Was dabei
allerdings stört, ist die Punktevergabe. Denn als Sieger einer Runde bekommt
man so einige Boni, die den Abstand zu den schwächeren Kontrahenten immer
weiter vergrößern. Auch wenn nur die letzte Runde für den Gesamtsieg zählt,
geht die Stärke der Decks zu dieser Zeit oft schon massiv auseinander. Das
haben wohl auch die Autoren bemerkt, weshalb das Spiel auch endet, wenn der
Unterschied zu massiv ist. Keine gänzlich befriedigende Lösung.
Die Jury hat nun bekannt gegeben, welche Spiele nominiert sind zum „Spiel des Jahres 2025“. Wir stellen euch in unserer kleinen Übersicht die nominierten Brettspiele in den Bereichen "Spiel des Jahres" und "Kennerspiel des Jahres" vor.
Spiel des Jahres 2025 – Das sind die Nominierten! Welches Spiel wird Spiel des Jahres 2025? Schon seit Wochen wird wieder in Spielerkreisen darüber diskutiert und spekuliert, welche einsteigerfreundliche Brettspiele die Jury bei ihrer Preisvergabe berücksichtigen wird. Und wir wissen alles, dass die Spiel des Jahres Jury immer für eine Überraschung gut ist! Für mich […]
Shownotes
Redebedarf. Das Podcastformat ohne Format. Manchmal gibt es einfach Anlässe, Erfahrungen und Beobachtungen zur Spielszene die nur in einem kurzen Podcast untergebracht werden können. Das tun Georgios Panagiotidis und Peer Sylvester mit Redebedarf.
Spielefans aufgepasst! Am 21. Juni 2025 heißt es wieder „Bremen-Nord spielt!“ – der gemütliche Spieletreff für alle, die Lust auf einen unterhaltsamen Nachmittag voller Brett- und Kartenspiele haben.
Von 15:00 bis 21:00 Uhr könnt ihr euch mit Gleichgesinnten an den Spieltisch setzen, neue Spiele entdecken oder eure Lieblingsspiele mitbringen. Über 100 Spiele stehen zur Auswahl – ob strategisch oder kooperativ, hier ist für jeden was dabei!
Die Plätze sind auf 40 Personen begrenzt, also sichert euch schnell euren Platz. Kommt vorbei, bringt Freunde mit und erlebt gemeinsam einen tollen Spieletag!
Gespräche sind schon immer ein grundlegender Bestandteil eines tollen Spieleabends gewesen. Man kann Small Talk führen, hören wie es den Freunden seit dem letzten Spieleabend so ergangen ist und manchmal – wenn man ganz besonders tief in der Materie steckt – unterhält man sich sogar über das Große und Ganze des Spielens selbst. So unterhaltsam […]
Lese Zeit: 2MinutenLesezeit: 8 Minuten Entdecke, wie du als Anfänger erfolgreich Miniaturen bemalst. Dieser umfassende Beginner-Kaufguide erklärt dir Schritt für Schritt, welche Materialien du benötigst und wie du sie effektiv einsetzt – für beeindruckende Ergebnisse bei Brettspiel-Miniaturen. 🧰 Was du zum Start […]
Shownotes
Redebedarf. Das Podcastformat ohne Format. Manchmal gibt es einfach Anlässe, Erfahrungen und Beobachtungen zur Spielszene die nur in einem kurzen Podcast untergebracht werden können. Das tun Georgios Panagiotidis und Peer Sylvester mit Redebedarf.
Es gab eine Zeit in der Computerspielgeschichte, wo der MS Flight Simulator eines der meistverkauftesten Spiele war. In den 90er Jahren waren Flugsimulatoren ein vielbeachtetes Genre, dass in etwa mit Falcon II (oder so, es war nicht mein Genre) seinen Höhepunkt erreicht haben dürfte. Doch es gab ein Problem: Ab einem gewissen Punkt wurde die […]
Lese Zeit: 4MinutenLesezeit: 10 Minuten Ein Brettspiel, das im Krieg spielt – aber nicht mit Soldaten, nicht mit Siegpunkten, nicht mit Helden. This War of Mine ist ein Spiel, das uns in die Rolle von Zivilisten versetzt, die in einer zerstörten Stadt […]
In Civolution
schlüpfen 1-4 Spieler in die Rollen von Studenten an der Technischen
Schöpfungsakademie. Hier steht eine Prüfung im Fach Zivilisationsdesign an.
Verantwortlich für die Durchführung der Prüfung ist das Direktionswesen Agera.
Als Grundszenario dient ein abgeschlossener Kontinent mit humanoiden
Lebensformen. Mittels verschiedener Aktionsmöglichkeiten müssen die Spieler nun
ihre Stämme weiterentwickeln. Hierfür gibt es vielfältige Optionen, angefangen
bei Vermehrung und Ausbreitung über technischen Fortschritt bis hin zu
evolutions-biologischen Anpassungen. Wer nach vier Epochen die meisten Erfolgspunkte
erreicht hat, gewinnt die Partie.
Ablauf:
Zunächst werden die Spielpläne aufgebaut und in
die Mitte des Tisches gelegt. Der zentrale Bereich ist der Kontinent mit
zufällig ausgelegten Landschaften und Orten. An dessen linker Seite liegt der
Fortschrittsplan. Dieser enthält verschiedene Fortschrittsleisten, Auslagen und
einen Endwertungsbereich. Rechts neben den Kontinent wird der Ablaufplan
platziert, der die Spieler durch die einzelnen Phasen führt. Weiterhin gibt es
dort eine Wetteranzeige, Ereigniskarten-Felder, eine Epochenwertung und Ageras
Gunstleiste. Alle Bereiche dieser Spielpläne werden gemäß der Anleitung mit
Markern und Plättchen bestückt.
Jeder Spieler erhält ein aufklappbares
Spielertableau, das als Konsole fungiert. Die linke Seite beinhaltet Bauwerke
mit Schiffen, Zielplatinen, Farmen und Siedlungen sowie Felder für eigene
Güter. Die rechte Seite beinhaltet die Aktionsmöglichkeiten der Spieler in Form
von Aktionsplättchen. Außerdem gibt es Aussparungen für die Attribute der eigenen
Evolution sowie Ablageflächen für Würfel. Jeder Spieler startet mit fünf
verschiedenen Forschungskarten, sechs Würfeln mit jeder Augenzahl, einer
Zielplatine und Startmarkern (Güter und Attribute) gemäß der gewählten
Startmarker-Karte.
In den ersten drei Phasen einer Runde werden
neue Forschungskarten aufgedeckt und neue Ziele genommen. Außerdem erhält jeder
Spieler ein Rohstoffgut einer Landschaft, auf der er mit einem Stamm steht.
Phase 4 ist das Herzstück des Spiels, nämlich die Aktionsphase. Der aktive
Spieler nimmt sich zwei seiner Würfel und führt damit die Aktion des
dazugehörigen Aktionsplättchens aus. Diese Plättchen können im Verlauf einer
Partie verbessert werden. Um diese Rezension nicht unnötig ausarten zu lassen
wird auf das Aufzählen aller Möglichkeiten verzichtet. Es sind aber viele
Aktionen dabei die man von anderen Spielen kennt, z.B. Vermehrung, Wanderung,
Kartenausspielen, jagen um Nahrung zu bekommen etc. Liegen nur noch drei (oder
weniger) Würfel aus, so kann der aktive Spieler auch einen Reset machen. Damit
wandert der Marker der Aktionsphase weiter und der Spieler erhält seine Würfel
zurück und darf einen Marker als Nahrung oder Idee einsetzen. Mit Ideenmarkern
können Würfelzahlen erhöht oder verringert werden. Erreicht der Marker der
Aktionsphase das letzte Feld ist jeder Spieler noch einmal am Zug.
Dann folgt die Ortsphase in der bestimmte
Orte aktiv werden, sofern sie bereits entdeckt wurden. In der Ernährungsphase
müssen die eigenen Stammesmitglieder ernährt werden und jeder eigene starke
Stamm bringt einen Erfolgspunkt. Anschließend wird das aktuelle Ereignis
abgehandelt und der Wetteranzeiger angepasst. Danach erfolgt die Wertung der
aktuellen Epoche. Last not least erhalten die Spieler ihr Einkommen und die
nächste Runde / Epoche beginnt.
Civolution endet nach der
vierten Epoche. Nun erfolgt die Schlusswertung des Spiels und wer dann die
meisten Erfolgspunkte auf seinem Konto hat, gewinnt die Partie.
Meinung:
Nach Men-Nefer
ist Civolution meiner Meinung nach
ein weiteres Highlight des Jahres. Civolution
ist ein echtes „Brett“ und bietet den Spielern unzählige Möglichkeiten. Diese
vielen Facetten zu entdecken ist natürlich ein Garant für unterhaltsamen
Abwechslungsreichtum. Je nach Epochenwertung, Startkarten und Auslagen kann Civolution in gänzlich unterschiedliche
Prioritäten abdriften. Die Auslage der Landschaften spielt dabei übrigens eine
untergeordnete Rolle da anfangs sowieso nicht bekannt ist, welcher Rohstoff
unter welcher Landschaft liegt. Das erfährt man beim erstmaligen Betreten der
Landschaft. Viel wichtiger ist die Starthand der Karten und damit leiten wir
nahtlos zu einem polarisierenden Aspekt des Spiels weiter, nämlich dem
Glücksfaktor.
Civolution ist glückslastig.
Teilweise sogar hochgradig glückslastig. Das betrifft zum einen die
Würfelergebnisse und zum anderen die Handkarten. Werden beispielsweise in den
Epochenwertungen überwiegend Fortschritte aus den Bereichen Technik, Ansehen,
Wissen, Bauwesen oder Kultur gewertet, ist es extrem hilfreich, in den
entsprechenden Leisten schnell aufzusteigen. Wohl dem, der dazu die passenden
Karten hat. Pech, wenn man keine hat. In meinen Partien ist es relativ oft
vorgekommen, dass Spieler bereits nach den ersten Runden mit 30+ Punkten vorne
gelegen haben. Uff … so ein Rückstand ist schwer aufzuholen. Zumal der Aufstieg
in den ersten fünf Fortschrittsleisten auch noch Updates freischaltet was
zusätzlich die Aktionsplättchen verbessert. Natürlich kommen solch beschriebene
Situationen nicht immer vor, aber Fakt ist, dass es durchaus möglich ist. In
diesem Fall gilt wohl die alte Weisheit des großen Fußball-Philosophen Andreas
Brehme: „Haste Scheiße am Schuh, haste
Scheiße am Schuh“ :-)
Das sollte jedem Interessenten unbedingt klar
sein … Civolution ist definitiv
glückslastiger als die meisten anderen Eurogames auf Kenner- und
Expertenniveau. Aber jetzt kommt eine Überraschung. Obwohl ich grundsätzlich
kein Freund von Glücksfaktoren bin, hat mich das bei Civolution überhaupt nicht gestört. Im Gegenteil … ich finde es
hier erfrischend alternativ. Denn es setzt Emotionen frei. Diese können
selbstverständlich positiv als auch negativ sein, aber es sind starke Gefühle.
Bei Veröffentlichungen wie Village, Russian Railroads oder Mombasa, die ich übrigens auch
großartig finde, spiele ich immer meinen Stiefel runter. Oftmals gewinne ich
(das soll keine Angeberei sein!) und dann freue ich mich auch, aber
letztendlich ist die Vorgehensweise immer bewährte Routine. Bei Civolution ärgere oder freue ich mich
mehr über passende Würfelergebnisse, Ortsentdeckungen oder gute Handkarten.
Alle Optionen des Spiels haben ihre
Berechtigung und ihren Sinn. Und fast alles kann zum Erfolg beitragen.
Lediglich Statuen wurden in meinen Runden selten bis gar nicht gebaut.
Irgendwie hatte keiner das Gefühl, dass diese Statuen besonders lukrativ sind.
Auf sonstige Vorlieben möchte ich jedoch nicht weiter eingehen, weil
schließlich jeder Spieler sein eigenes Faible entdecken soll.
Die Qualität des Spielmaterials ist prima,
insbesondere der Kontinent und die Vertiefungen der Konsole. Auch die
Spielanleitung ist über den grünen Klee zu loben, denn sie ist hervorragend
strukturiert und lässt keine Fragen offen. Jetzt noch eine Bewertung des
Automas V.I.C.I, dessen Aussehen frappierend an Baby Groot von den Guardians Of The Galaxy erinnert. Der
Solomodus ist gut aber etwas umständlicher als beispielsweise die Solomodi von Skymines oder Men-Nefer, die ein bisschen eleganter und zugänglicher sind. Das
Solospiel macht trotzdem jede Menge Spaß allerdings ist hier der Glücksfaktor
unter Umständen noch ausgeprägter als im Spiel im Freundeskreis.
Fazit:
Insgesamt betrachtet ist Civolution ein weiteres Eurogame-Juwel in der Biographie von Stefan
Feld. Aufgrund der Masse (44 Seiten Spielanleitung + Glossar) dauert die
Einarbeitung ins Spiel etwas länger, aber diese Zeitinvestition lohnt sich.
Denn Civolution belohnt die Spieler
mit toller Vielfalt, großen Spielspaß und sehr hohen Wiederspielreiz. Top
Veröffentlichung!
Bald ist es wieder soweit. Die Bekanntgabe der Empfehlungs- und Nominierungslisten wird am 20. Mai 2025 um 16:00 Uhr vom Spiel des Jahres e.V bekanntgegeben. Welche Spiele des Jahrgangs – also aus dem Zeitraum von Ende März bis Ende März – werden vom Verein empfohlen, nominiert und schließlich als Spiel des Jahres 2025, Kennerspiel des Jahres 2025 und Kinderspiel des Jahres 2025 ausgezeichnet?
Die Anzahl der Spiele auf den Empfehlungslisten und damit die Longlist variieren von Jahr zu Jahr und es können bis zu 9 Spiele draufstehen. Aus diesen Empfehlungslisten folgen die Shortlist, die nominierten Spiele in der jeweiligen Kategorie. Nominiert werden in jeder Kategorie jeweils 3 Spiele, woraus 1 Spiel die Auszeichnung bekommt. Die Preisverleihung und damit die Verkündung der Gewinner wird am 13. Juli um 18:00 Uhr stattfinden.
Ich finde die Listen immer sehr spannend und freue mich, wenn die Oscars der Brettspielbranche vergeben werden und den Menschen, die an diesen Spielen mitgewirkt haben, wie Verlagsmitarbeiter, Autoren, Illustratoren usw., eine Bühne gegeben wird. Die 21 Juroren (meine ich sind es) spielen und selektieren das ganze Jahr über, um diese Listen präsentieren zu können. Es ist bestimmt eine schöne, aber auch anstrengende Aufgabe, die sie da jedes Jahr aufs neue haben.
In diesem Jahr möchte ich es mir nicht entgehen lassen, auch meine persönliche Liste der Spiele zu erstellen, die ich auf den offiziellen Nominierungslisten erwarte. Es handelt sich um Titel, von denen ich denke, dass sie nominiert werden – auch wenn ich bisher nicht alle selbst gespielt habe.
Da ich beim Kinderspiel nicht so die Expertise habe, werde ich mich nur den anderen beiden widmen.
Kommen wir zu meinen Tipps für die Nominierungsliste zum Kennerspiel des Jahres 2025.
Endeavor: Die Tiefsee von Frosted Games und Boardgamecircus
Ein Tiefsee-Abenteuer, wo wir mit unseren U-Booten abtauchen, um die Meerestiefe zu erkunden. Durch die Sonar-Aktion wird der Ozean durchleuchtet und Tauchgänge geben uns zusätzliche Ressourcen und Boni. Der Meeresschutz und die Publikationen, die wir schreiben, kommen auch nicht zu kurz und geben uns zusätzliche Boni und Siegpunkte. Ein spannendes Eurogame, welches kompetetiv, kooperativ als auch Solo gespielt werden kann. Durch die verschiedenen Missionen, ist jede Partie anders und verliert nicht an Spielspaß.
SETI – Auf der Suche nach außerirdischem Leben von Heidelbär Games
SETI ist ein Spiel ganz nach meinem Geschmack. Es ist ein Eurogame, Kartengetrieben und mit kniffligen Entscheidungen, wobei das Timing eine wesentliche Rolle spielt. Gemeinsam versuchen wir Spuren von außerirdischem Leben zu finden, durch Scannen des Sonnensystems, durch Sonden, die zur Umlaufbahn der Planeten geschickt werden oder durch die Rover, die auf den Planeten landen. Die Karten sind vielseitig nutzbar und das macht das Spiel so interessant. Haben wir genug Spuren gefunden, kommen bis zu zwei Aliens zum Vorschein, die weitere Karten, ein Spielbrett und Regeln ins Spiel bringen. Die Tischpräsenz ist mit dem Sonnensystem atemberaubend.
Slay the Spire – The Boardgame von nice Game
Das Brettspiel eines bekannten Videospiels, das mit vielen Karten daherkommt. Es ist ein kooperatives Rogue-like Deckbuilding Spiel, wo wir versuchen, uns als Helden aufzuleveln und mit Monstern zu kämpfen. Das Markenzeichen eines Rogue-Like-Spiels ist es, dass wir während des Spiels sterben und dann wieder von vorne beginnen. Allerdings mit den bereits erlangten Karten und Fähigkeiten.
Der rote Pöppel und damit das Spiel des Jahres ist in der Brettspielbranche eine begehrte Auszeichnung, die weltweit Ansehen erlangt hat. Hier meine Tipps für die Nominiertenliste.
The Gang von Kosmos
Ein kooperatives Pokerspiel, bei dem wir gemeinsam versuchen, durch das Nehmen von Chips aus der Tischmitte oder von Mitspieler:innen die Kartenhände aller Spielenden in eine Reihenfolge zu bringen – von der schwächsten bis zur stärksten Hand – gemäß der Texas-Hold’em-Variante. Jede:r erhält zwei Karten auf die Hand und fünf Karten liegen offen in der Mitte. Wir haben das Spiel zu sechst gespielt und konnten gar nicht mehr aufhören. Es hat so einen Spaß gemacht. Auch erfahrene Pokerspieler:innen werden das Spiel lieben.
Bombbusters von Pegasus Spiele
In diesem kooperativen Deduktionsspiel geht es darum, die richtigen Kabel, in dem Fall Plättchen, die jede mitspielende Person verdeckt vor sich hat, zu erraten. Durch Deduzieren und mittels Hinweise kommen wir dem Ziel immer näher, und zwar nicht zu explodieren. Die Kabel haben eine Zahl und die geht es zu erraten. Das Spiel hat insgesamt 66 Missionen. Leider konnte ich es noch nicht spielen, wird aber von den Buchmachern als starken Titel für dieses Jahr gehandelt.
Faraway von Kosmos
Ein kleines Kartenspiel, das für Aufsehen gesorgt hat, weil es einen besonderen Kniff hat. Das Spielprinzip ist einfach. Karte aus der Tischmitte auswählen, eine Karte verdeckt vor sich auslegen, gemeinsam umdrehen. Das war schon alles, was man macht. Am Ende einer Partie hat man 9 Karten in einer Reihe ausgelegt. Diese werden dann in umgekehrter Reihenfolge aufgedeckt und gewertet. Die Karten können auch Bedingungen haben, die man erfüllen muss, um Punkte zu generieren. Hier geht es gut vorauszuplanen, welche Karte man platziert, um am Ende die Punkte zu ergattern. Das Spiel hat mich schon einige Male zum Verzweifeln gebracht.
Im Bereich Kennerspiel des Jahres 2025 denke ich, dass Endeavour: Die Tiefsee sehr gute Chancen hat die Auszeichnung zu gewinnen. Ich hoffe aber, dass SETI: Auf der Suche nach außerirdischem Leben das Rennen machen wird, denn das hat mich persönlich mehr überzeugt, auch wenn ich es als zu herausfordernd für diesen Titel sehe. Es bleibt spannend!
Zum Spiel des Jahres 2025 sehe ich Faraway um Haaresbreite vor Bombbusters und somit zum Gewinner der diesjährigen Spiele.
Seit dreißig Jahren begeistert Catan Menschen auf der ganzen Welt. Zum Jubiläum haben wir Benjamin Teuber dreißig Fragen gestellt – über Raubkopien, den Film zum Spiel und seinen Vater, den Erfinder von Catan. Catan erschien 1995. Klaus Teuber entwickelte es in seiner Freizeit, hauptberuflich arbeitete er damals als Zahntechniker. Sein Sohn Benjamin stieg 2010 ins Familienunternehmen ein. Er leitet seit dem Tod von Klaus Teuber die Catan GmbH mit seinem Bruder Guido. 1. Welche Frage zu Catan kannst Du nicht mehr hören?Warum der Wechsel von Holz auf Kunststoff? Ursprünglich wurde das Spiel mit Holzfiguren ausgeliefert. Ab 2003 erfolgte die Umstellung