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Lese-Ansicht

Catan: Sternenfahrer

Würfelglück im Weltraum?


Viel schönes Material und ein Weltraum mit Aliens lockten mich in die Catan-Welt zurück. Denn weiterhin leide ich unter dem Trauma, dass ich in meinen ersten Siedler-Partien durch Würfelpech nichts produzieren konnte, während die anderen blühende Landschaften entwickelten.

Zu Erkunden: Der Weltraum

Was macht Klaus Teuber im Weltraum anders und vielleicht auch besser?
Wir starten von unseren Basen und erkunden das Weltall. Die Sternensysteme sind hierbei zufällig verteilt und liegen verdeckt, was es auch spannend macht. Natürlich muss ich als Catan-Kritiker gleich anmerken, dass die Enttäuschung, nach einem langen Flug nichts vorzufinden, wieder so eine unnötige Zufallskomponente ist. Und auch hier deckt man, sollte man erfolgreich sein, mehr oder weniger wahrscheinliche Zahlen für das Ressourcensammeln auf.

Denn in unserem Spielzug sammeln wir wie in Catan gewohnt zunächst Ressourcen, hier nun Erz, Carbon, Treibstoff, Nahrung und Handelswaren. Hierzu würfeln wir mit 2W6 und haben Glück, ob das Würfelergebnis mit den Zahlenchips unserer Produktionsstellen übereinstimmt. Gut gelöst ist, dass man ein Grundeinkommen an Ressourcenkarten erhält. Die Anzahl ist abhängig von seinen Siegpunkten, so dass gute Spieler später kein Grundeinkommen mehr bekommen.

Dann wird gehandelt, mit den anderen Spielern oder der Bank. Und ich man nutzt seine Ressourcen, um Kolonieschiffe oder auch eine Raumwerft zu baue. Wir haben aber auch ein großes Plastik-Raumschiff, das in der nächsten Phase eingesetzt wird. Auch hierfür können wir Ressourcen ausgeben, um Frachtmodule, Antriebe oder Bordkanonen an das Raumschiff anzubauen.

Als dritte Aktion kommt die Flug- und Erkundungsphase. Jetzt kommt endlich das große Plastik-Rausmschiff ins Spiel. Wir würfeln diesmal, indem wir das Raumschiff schütteln und anhand der farbigen Kugeln im Triebwerksbereich das Ergebnis der beiden Kugeln summieren. Haben wir unser Raumschiff mit Triebwerken verbessert, können wir weiter fliegen. Ist dann aber eine schwarze Kugel im Triebwerkbereich, haben wir vor unserem Flug eine Begegnung. Hierzu liest ein Mitspieler eine Begegnungskarte vor und ich muss Entscheidungen treffen. Dies kann sein, dass ich einen Händler etwas schenken soll oder ob ich gegen einen Piraten kämpfen möchte. Hier kann der Ausgang unserer Entscheidung positiv oder negativ ausfallen. Diese Komponente im Spiel gefällt mir aber sehr gut.

Anfangs brauchen wir noch erstaunlich lange, um uns mühsam halbe Siegpunkte zu verdienen, aber später kommt man flott voran. Wenn jemand 15 Siegpunkte hat, hat man gewonnen.

Drei Spielerhilfen mit Regeln, Kosten und Siegpunktebedingungen.
Die Rakete mit den Kugeln im Antriebsbereich. Durch die beiden orangen Zusatztriebwerke komme ich immer zwei Felder weiter voran.
Ressourcenkarten. Und ein Fremdes Volk gibt mir immer eine Triebwerksressource mehr, wenn ich eine irgendwo produziere.
Die Siegpunkteleiste

Fazit:

Eine Siedlervariante, die mir gefällt. Auch die taktische Komponenten finde ich gut. So entscheiden wir die Verbesserung der Rakete mit Frachtmodulen, Antrieben oder Bordkanonen, sofern wir die entsprechenden Ressourcen haben. Auch die Außerirdischen („fremdes Volk“) geben uns positive Effekte, wie günstigere Handelstauschquoten. Und ja, mit über zwei Stunden zu viert fliegen wir schon lange im Weltraum umher, aber es war nie langweilig und es gab keine Totzeit. Aber konnte mein Catan-Trauma behoben werden? Ein wenig. Natürlich gewinnt der Glücklichere, aber ich hätte durchaus Interesse an einer weiteren Partie mit dann einer anderen Strategie.

Stubenscore: 7,5 / 10


CATAN: STERNENFAHRER
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Spieledatenbank Luding

Brettspiel (getestet)

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Mouthwashing

99% gutes Gewissen

Mouthwashing hatte mich schon vor dem Konsolenrelease interessiert. Der Indie-Erfolg des schwedischen Studios Wrong Organ hat ganz spannende Merchartikel, die ein „spaßiges“ Setting versprechen.

Nach der Havarie ihres Raumschiffs Tulpar sitzen fünf Besatzungsmitglieder fernab jeglicher Hilfe im Weltraum fest. Während die Vorräte immer knapper werden und die Isolation zunehmend an ihren Nerven zehrt, wachsen Misstrauen und Paranoia innerhalb der Gruppe. Die angespannte Lage bringt alte Konflikte und persönliche Abgründe ans Licht und droht, die ohnehin fragile Gemeinschaft endgültig auseinanderbrechen zu lassen.

Das Spiel erzählt die Geschichte der fünf Charaktere nicht chronologisch, sondern in mehreren miteinander verschachtelten Zeitebenen. So springen wir immer wieder in die Zeit vor dem Zusammenstoß, danach und in eine spätere Ebene. Man sieht oder spielt also Konsequenzen, bevor man die eigentliche Ursache erfährt. Nach und nach bauen wir so das Puzzle der wirklich durchdachten, spannenden und doch tiefen Geschichte zusammen. Dabei darf man nicht vor recht verstörenden Szenen zurückschrecken.

Spielerisch ist es eher ein First-Person Walkingsimulator mit kleinen Adventureaufgaben und Rätseln in einem PS2 Grafikstil. Das passt atmosphärisch und wird durch einen großartigen ambiet , industrial Soundtrack hervorragend ergänzt.

So lohnen sich die 2-3 Stunden nicht unbedingt als Spiel, aber als Erfahrung. Mouthwashing lässt einem hinterher Youtube-Videos schauen, die noch einmal eine Analyse der Story versuchen und uns Bedeutungen erklären. Es bleibt im Kopf und ich bin gespannt auf die kommende Verfilmung.

Stubenscore: 8,2 / 10

Die Gänge im Schiff kennt man irgendwann. Doch die Wahnvorstellungen nehmen zu.
Auf der Krankenstation ist die Lage nicht toll. Wer liegt dahinten?
Jemand, den man als lustige Stoffpuppe auch kaufen kann.
Nicht der beste Mensch auf den Schiff.
Das namensgebende Mundwasser. Aber geht es nur um Mundwasser?
Stimmung ist am Anschlag. Mouthwashing bleibt im Kopf.

MOUTHWASHING
OPENCRITIC

PC | XBOX | PS5 | SWITCH (getestet)

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Arcs

Zappenduster wird es am Himmel, als sich eine riesige Armada feindseliger Raumschiffe in meinen Sektor bewegt. Die eigenen Schiffe im Orbit haben schon Schlagseite und der Raumhafen steht in Flammen.…

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Deckers

Mother Tell your children not to walk my way Tell your children not to hear my words What they mean, what they say, mother Was hat es bei den einleitenden…

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Light Speed: Arena

Das 1-Minuten-Spiel

Brettspiele mit einer App sind immer in der Kritik. Aber Boss Fighter zeigt, dass die App-Unterstützung auch ein Gewinn sein kann.

Die App

Light Speed: Arena wäre ohne App nicht spielbar, oder es wäre eine stundenlange Auswertung mit Lineal und Geodreieck. Auf einem 75cm x 75cm großem Spielfeld liegen zwei Asteroiden und die Spieler platzieren ihre Basis. Jeder Spieler mischt seinen Satz Raumschiffe und dann startet die App mit einem Timer für je 10 Sekunden je Runde. In den 10 Sekunden ziehen die Spieler ihr nächstes Raumschiff und platzieren dies im Weltraum. Zu bedenken sind die Initiative (Zahl auf dem Raumschiff) für die spätere Reihenfolge bei der Auswertung, Stärke der Laserstrahlen, wohin sie schießen und ob und wo sie Schilde haben.

Alle haben ihre Schiffe gelegt. Das ist mit 10 Sekunden je Schiff schon blutdruckerhöhend.

Nachdem dann alle Schiffe liegen wird mit der App ein Foto gemacht und es beginnt die Auswertung. Punkte gibt es für getroffene und zerstörte Gegner, Asteroiden und Sonderpunkte für verteidigte Basisstationen. Fortgeschrittene Spieler können Asteroiden mit Sonderfunktionen einsetzen, so dass diese zufällig Gegner in der Nähe beschießen oder die dichtesten Schiffe am Ende Extrasiegpunkte erhalten. Da wird es dann mit den 10 Sekunden herausfordernd.

Die Auswertung kann man auch überspringen, aber sich das noch einmal genau anzugucken ist schön. Der blaue Spieler schießt in drei Richtungen und trifft nur sich.
Da atmen wir auf: Auch das Punktezahlen übernimmt die App.

Fazit:

Die Basis weit in die Ecke stellen ist sicher ein Vorteil, sie muss allerdings 10cm Abstand vom Rand haben, was wir nicht immer eingehalten haben. Zu der Legezeit knapp über eine Minute kommen noch einmal 5 Minuten hinzu, wenn man sich den Kampf ansieht. Und dann beginnt gleich die nächste Runde. Mehr als ein paar Partien macht man nicht hintereinander, aber Light Speed: Arena ist hervorragend geeignet, neuen Spielern im Hobby zu zeigen, was Brettspiele heutzutage alles können, ohne sie zu überfordern. Für die Auswertung sollte man ein großes Mobilgerät nutzen, damit alle den Kampf genau mitgucken können.
Und irgendwie kamen uns Erinnerungen an V.I.P.E.R. aus 1988. Da könnte man, ganz ohne App, auch noch mal einsteigen. Ist in einer Schatzkiste auf dem Boden …

Stubenscore: 7,5 / 10


LIGHT SPEED: ARENA
BoardGameGeek

Spieledatenbank Luding

Brettspiel (getestet)

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Galaxolotl

Das Spiel Galaxolotl – No Risk, No Stars! von Stefano Negro kommt aus dem Hause Haba und richtet sich an Spieler ab 8 Jahre. Galaxolotl fördert die mathematischen Kenntnisse im…

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SETI: Auf der Suche nach außerirdischem Leben

Viele, viel Aliens

Tomáš Holeks zählt derzeit zu meinen Lieblingsautoren. Schon seine ersten Spiele aus 2024 (Galileo Galilei, Tea Garden und SETI) haben mich begeistert. Inzwischen sind viele weitere erschienen, die auch schon den Weg in meine Sammlung gefunden haben. Natürlich ist Holek auch für ein Spiel mit Bienen bekannt.

Schon auf dem Stand auf der Essen 2024 haben mich das Szenario und Design von SETI sehr neugierig gemacht. Bis es dann lieferbar war und auf den Tisch kam hat es leider viel zu lange gedauert. Und nach den ersten Runden lässt die Begeisterung nicht nach.

Viel Material. Mit einer Komplexität von 3,83 bei BGG eher ein leichtes Expertenspiel

Das Prinzip ist schnell erklärt: Wir suchen außerirdisches Leben. Zu Spielbeginn startet man mit ein paar Ressourcen und Karten. Nun können wir reihum solange Aktionen durchführen, bis alle passen, da sie keine Ressourcen mehr haben. Danach geht der Startspieler ein Spieler weiter und es gibt „neues Einkommen“ und es geht wieder von vorne los, insgesamt fünf Runden. Abhängig von der Spielerzahl und Grübelkomponente dauert eine Runde 30 bis 60 Minuten, so dass man die Komplexität der möglichen Aktionen schon erahnen kann.

Mit unseren Aktionen starten wir Sonden von der Erde, die wir dann bewegen und alternartiv im Orbit eines Planeten eintreten lassen oder auf ihm landen. Hier angekommen finden wir vielleicht Spuren von Außerirdischen, oder Ressourcen, Siegpunkte und Bekanntheit. Auch in anderen Aktionen können wir Alienspuren sammeln. Viele Aktionen können wir verbessern, indem wir unsere Bekanntheit einsetzen und mit Forschungsplätzchen die Aktionen in unserem Tableau überdecken.

Unser Tableau zeigt auch die Regeln in Kurzform mit den 7 Aktionsmöglichkeiten (Symbole im Hexeck). Hier können wir Aktionen mit Verbesserungen einpassen.
Das Spielbrett ist gut durchdacht und beinhaltet das Sonnensystem mit den um die Sonne kreisenden Planeten, fern zu scannende Planeten, die Siegpunkteleiste drum herum und angebaute Alienerkundungsfelder, Bekanntheitsleiste, Forschungsplättchen, Rundenzähler und mehr.

Es gibt eine große Anzahl an Karten, welche multifunktional eingesetzt werden können. Entweder als „kleine Aktion“ (z.B. die Sonde ein Feld bewegen), Ressource oder wir kaufen sie für unsere Auslage und können somit besondere Aktionen durchführen. Somit starten wir dann Missionen oder erhalten Siegpunktebedingungen für die Endwertung oder können eine oder mehrere Aktionen mit speziellen Boni durchführen.

Hoher Wiederspielwert durch viele Karten. Einige bekommt man als Ressource zu Beginn einer Runde. In Aktionen können wir manchmal aus der Auslage wählen, oft muss man aber eine verdeckte vom Stapel ziehen.
Die wichtigste Funktion der Karte ist, sie für einen Geldbetrag auszuspielen. Die „Sirius A-Beobachtung“ kostet 2 Geldeinheiten und ich kann damit zweimal bei Sirius A scannen. Damit erhalte erhalte ich zwei Datenchips, mit denen ich dann nach Alienspuren suchen kann. Zusätzlich aktiviere ich die Mission im unteren Bereich: Habe ich zwei blaue Planeten erforscht (wie z.B. Sirius A), dann erhalte ich 4 Siegpunkte und einen Bekanntheitspunkt
In einigen Umlaufbahnen kreisen schon die Sonden der Mitspieler. Oben links wurde eine Alienart gefunden und sie wird gerade erforscht.

Da jeder Spieler eine tolle Regelübersicht hat, sind die Regeln immer zur Hand und man kann auch, während andere Spieler ihren Zug machen, hiermit seinen nächsten Zug planen und schon einmal gucken, was einem die optionalen Verbesserungen der Optionen bringen würden.

 

Fazit:

SETI ist ein geniales Spiel im Weltraum mit Aliens. Die Siegpunkte muss man nicht zählen, da man beim Erhalt von Punkten gleich auf einer Leiste voranschreitet. Genial sind auch die Alienarten, die sich alle anders spielen und die man erst im Spiel erforscht. Man weiß also vorher nicht, welche zwei der fünf Aliens diesmal auf uns warten.

Man kommt in das Spiel gut rein und die Anleitung ist erstaunlich kurz und übersichtlich gehalten. Die Komplexität (BGG: 3.83 von 5) sollte man aber nicht unterschätzen, denn aufgrund der knappen Ressourcen und verschiedenen Strategien ist die Suche nach den Aliens herausfordernd. Mir hat SETI mit drei Spielern am besten gefallen, bei vier Personen wird es dann abendfüllend.

Hervorzuheben ist noch, dass SETI es nicht auf die Nominierungsliste zum Kennerspiel des Jahres 2025 geschafft hat. Obwohl ein anderes SETI bereits 1979 einen Sonderpreis als „schönes Spiel“ erhalten hat. Neben dem verdienten Sieger 2025, Endeavor: Die Tiefsee, gefällt mir SETI deutlich besser als viele andere Nominierte, wie Faraway, Neuland, The Gang oder Zenith. Aber vielleicht ist SETI auch eher ein leichtes Expertenspiel.

Stubenscore: 8,9 / 10


SETI: AUF DER SUCHE NACH AUßERIRDISCHEM LEBEN

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Spieledatenbank Luding

Brettspiel (getestet)

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Four Planets

Four Planets ist ein reines Zwei-Personen-Spiel, in dem zwei rivalisierende Heimatplaneten um die Vorherrschaft im All konkurrieren. In jeder Runde entsenden beide Spieler ihre Raumschiffe zu vier fremden Planeten, um dort Spezialisten anzuwerben und deren Fähigkeiten für den eigenen Aufbau

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