Normale Ansicht

Published — 07. Juni 2026 … endlich ein Blog über Spiele

Artengarten

Von: ferengi
07. Juni 2026 um 06:55

Wieder im Zoo

Auch mit seinem zweiten Spiel hat Mathias Wigge es wieder auf die Empfehlungsliste zum Kennerspiel des Jahres geschafft. Der kleine Bruder von Arche Nova spielt im gleichen Setting. Wir bauen also wieder einen Zoo, diesmal aber deutlich weniger komplex.

Die Karten wurden durch Hexeck-Plättchen ersetzt, die man dann auch gleich in seinen Zoo einbauen kann. In seinem Zug zieht man ein Plättchen und führt dann eine Aktion durch. Hierdurch kommen Tiere und Projekte auf den Spielplan. Oder man zieht neue Plättchen.

Erste Aktion im Spielzug: Entsprechend der Position (und damit Wertigkeit) unserer Reichweitenkarte nehmen wir ein Plättchen.

Wie schon bei Arche Nova ändert sich die Stärke, mit der man eine Aktion durchführen kann. Und somit kann man z.B. kein Krokodil der Stärke 4 spielen, wenn unsere Aktionskarte für das Gelände Wasser nicht mindestens bei einer 4 liegt. Nachdem die Aktion durchgeführt wurde, schiebt man die genutzte Aktionskarte links bei seinen Aktionskarten rein und somit startet diese wieder bei der Stärke 1. Die andern Aktionen wandern weiter nach rechts und werden alle um einen Punkt stärker.

Unser Zooplan. Und unten die vier Aktionskarten mit der Stärke entsprechend des Pfeils. Die Aktionskarte, die man nutzt, schiebt man links wieder rein
Zum Ausspielen der Plättchen müssen mehrere Voraussetzungen erfüllt sein: Stärke der Aktionskarte und teilweise Legeregeln.

Anschließend kann man als Nebenaktionen Häuser in den Zoo setzen, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Oder wir unterstützen Artenschutzprojekte. Hier ist es wichtig, dass man die Bedingungen hierfür gut im Blick behält, denn es gibt nur 5 verschiedene je Spiel und alle Spieler werden versuchen sie zu erfüllen und z.B. Tiere aus Afrika oder Vögel sammeln. Außerdem ist dies auch eine Endbedingung: Wenn jemand 4 der 5 Artenschutzziele erreicht hat, ist das Spiel beendet. Optional ist dies auch der Fall, wenn ein Zoo voll ist oder es keine Karten mehr zum nachziehen gibt.

Puh, das ist schon Arbeit.

Fazit:

Artengarten ist deutlich weniger komplex als Arche Nova. So hat die gut geschriebene Anleitung lediglich 8 Seiten und viele Beispiele. Arche Nova benötigt 20 Seiten und ein ausführliches Glossar, in dem man in den ersten Partien ständig blättern muss. Dagegen ist die gegenläufige Siegpunkteleiste bei Arche Nova genial, während man bei Artengarten gefühlte 15 Minuten Siegpunkte ausgezählt werden und dies im bunten Wirrwarr des Spielplans unübersichtlich ist. Ein entscheidender Punkt für die Siegpunktejagd ist es, die Zooplättchen passend nebeneinander zu legen. Dies gilt natürlich für Männchen/Weibchen, aber vor allem auch für z.B. „Tiere in Afrika“ (wenn man dies als Projekt für Siegpunkte hat). Das ist schwierig zu planen, auch etwas zufällig und nicht jedem Spieler zu Beginn bewusst. Das kann dann für Gelegenheitsspieler beim Punktezählen frustrierend sein. Insgesamt hat mir Artengarten aber gut gefallen und ich wäre bei der nächsten Partie wieder dabei. Schön wäre es gewesen, wenn Mathias Wigge anstelle eines Zoos ein anderes Setting gewählt hätte.

Stubenscore: 7,9 / 10


ARTENGARTEN

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Brettspiel (getestet)

Published — 06. Juni 2026 … endlich ein Blog über Spiele

Mischwald: Dartmoor

Von: ferengi
06. Juni 2026 um 06:13

Wieder im Wald

Die eigenständige Erweiterung von Mischwald spielt in der aus Sherlock Holmes bekannten Moorlandschaft Südwest-Englands. Ergänzend zur Mechanik im Mischwald gibt es jetzt auch Moorlandschaftskarten, die man horizontal ausspielt. Hier kann man jeweils zwei Tiere und Pflanzen oben und unten anlegen. Einige Tiere/Pflanzen kann man ausschließlich an Mooren anlegen, so dass man zwischen dem Ausspiel von Bäumen oder Mooren als Ankerpunkt taktieren muss.

Der Ablauf ist identisch zu Mischwald:

  • Karten nachziehen oder
  • Einen Baum/Strauch/Moor als Ankerpunkt ausspielen oder ein Viech und Gewächs an eine Karte anschließen.

Der Siegpunktetrick ist, dass man beim Ausspielen die Karte mit anderen Karten bezahlen muss und hierbei Kombos auslösen kann, wenn man dieses besonders geschickt plant. Auch bekannt: Wurde beim Ziehen von Karten die dritte Winterkarte erwischt, endet das Spiel.

Beim Kartenziehen kann man verdeckt vom Nachziehstapel ziehen oder aus der offenen Auslage. Hier hat man auch die Gegner im Blick und nimmt denen mal lieber die fünfte Libelle weg …
Der Bussard bringt später je Maus 2 Eicheln. Das sind die Siegpunkte. Aber vorher muss ich erst einen Baum ausspielen, da ich an meinen beiden oben nichts mehr anlegen darf.
Der Apfelbaum links bringt 8 Punkte, wenn alle vier Plätze drumherum belegt sind. Aber die Traubeneiche bringt mir je Baum/Strauch im Team eine Eichel. Also sammel ich mal viele Traubeneichen, die sich dann gegenseitig Punkte geben
Ein Baumsammler und 2 Moorspezialisten kurz vor Ende und damit dem Auszählen.
Knappen Rennen um Platz 2. Der Sieger hatte übrigens kein Moor und hat entspannt viele Bäumen mit Libellen dekoriert. Vermutlich gibt es also Strategien, die erfolgsversprechender sind.

Fazit:

Passend zum Sherlock Holmes Moor gibt es als Promocarte den Hund von Baskerville. Das war schon ganz lustig. Die Spieldauer von knapp drei Stunden ist bei mehreren Grüblern im Team kaum zu verhindern, auch wenn erschwerend die dritte Winterkarte die letzte im Stapel war. Obwohl wir durchaus in der Lage sind, Siegpunkte zu zählen, ist dies doch ein entscheidender Zeitfaktor nach dem Spiel. Hinzu kommt, dass man sich Zwischenzahlen dann doch nicht so genau gemerkt hat und dann mehrmals wieder von vorne beginnt. Es ist schon ein tolles Spiel, ich wäre aber erst nach etwas Zeitabstand wieder dabei.

Stubenscore: 7,8 / 10


MISCHWALD: DARTMOOR

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Brettspiel (getestet)

Published — 05. Juni 2026 … endlich ein Blog über Spiele

Der Berg ruft

Von: ferengi
05. Juni 2026 um 08:24

Wettklettern

Das Spiel ist schon ein Hingucker, alleine wenn die dreieckige Packung im Regal steht. Schnell ist es aufgebaut, die Regeln und das Ziel sind einfach: Die beiden Spieler haben auf jeder Seite des Bergs ein 5-Personen Bergsteigerteam. Dieses ist über ein Seil „zusammengebunden“ (heißt in der Fachsprache sicher anders).

Abwechselnd klettert einer aus dem Team in Seilweite weiter. Hierbei können die Spieler sich irgendwann absichtlich oder versehentlich behaken und einen Kletterer auf der gegenüberliegenden Bergseite rausschmeißen. Hängen zwei in den Seilen, ist das Spiel vorbei. Zurückstecken in das gleiche Loch, um den Gegner zurück rauszukicken, ist verboten. Geschützt ist man an einigen Stationen. Und auf dem Weg zum Berggipfel muss man noch ein Proviantlager mit einem Teammitglied besuchen.

Startposition, der grüne Spieler guckt aus den Lücken zwischen den roten durch
Links oben bei der Fahne habe ich das Camp erreicht. Einer der beiden Camps muss man auf dem Weg zum Ziel besuchen.
Und am Ziel.

Fazit:

Vielleicht waren wir nur die falsche Alters- oder Zielgruppe. Das Material ist absolut hochwertig, das Spiel hat auch den Toy Award auf der Spielwarenmesse in Nürnberg 2026 erhalten. Aber die Möglichkeiten, die man machen kann, sind sehr überschaubar. Es erinnert dann schon sehr an 4 gewinnt, und das spielt man ja auch nicht mehr so oft. Aber ohne Zweifel: Solche Spiele muss es geben und für Kletterer und nicht so Freak-Spieler ein tolles Strategiespiel in der richtigen Szenerie

Stubenscore: 6,7 / 10


DER BERG RUFT
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Brettspiel (getestet)

Published — 04. Juni 2026 … endlich ein Blog über Spiele

Kriss Kross

Von: ferengi
04. Juni 2026 um 12:56

Ein Knizia-Würfelspiel

Reiner Knizia mag Würfel und vor knapp 10 Jahren hat er sich dieses Würfelspiel mit 6 Symbolen anstelle Ziffern ausgedacht.
Und so geht es: Jeder Spieler trägt auf seinem Würfelblock eines der Symbole ein, jeder Spieler aber ein anderes. Nun wird reihum gewürfelt und es trägt sich jeder dieses Würfelergebnis bei sich ein. Regel: Die beiden Symbole müssen zusammenhängend waagerecht/senkrecht eingetragen werden. Schafft man sich hierbei Lücken mit einem 1er-Feld, dann kann man dieses später nicht mehr schließen. Am Spielende bekommt man 2,3,6, oder 10 Punkte für 2,3,4, oder 5 gleiche zusammenhängende Symbole in einer Zeile/Spalte. Das ist es schon.

Das fett umrandete Quadrat war mein Startfeld, hier habe ich ein wunderschönes Dreieck eingetragen. Mit diesem Wurf konnte ich in der obersten Zeile Dreieck und Kreis eintragen und habe somit senkrecht 5 Dreiecke. Bäng!
In Summe dann 25 Punkte
In der fortgeschrittenen Versionen zählen auch die beiden Diagonalen. Eine Reihe/Spalte/Diagonale ohne Pluspunkte gibt 5 Minuspunkte

Fazit:

Keine Innovation, kein Dauerbrenner. Aber simple Regeln, schnell gespielt.

Stubenscore: 6,0 / 10


KRISS KROSS
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Brettspiel (getestet)

Published — 03. Juni 2026 … endlich ein Blog über Spiele

Splendor

Von: ferengi
03. Juni 2026 um 05:08

Ressourcenmanagementwettlauf

Das fehlte mir auch noch von meiner Must-Play-Liste. Viele Preise hat dieses leicht zu lernende Taktikspiel von Marc André erhalten. 2014 war es auf der Nominierungsliste zum Spiel des Jahres, dort gewann Camel Up.

Mit fünf verschiedenen Edelsteinen + Jokerdiamant kaufen wir Edelsteinkarten in drei verschiedenen Preis- und Siegpunkteklassen

Ziel ist es, mit dem Aufnehmen von Edelsteinchips Edelsteinkarten zu kaufen. Setzen wir dann Edelsteinkarten für den Kauf mit ein, bleiben diese uns als permanente Ressource erhalten. Die Edelstein-Chips gehen aber zurück in den Vorrat. Und so hangelt sich jeder die optimale Ressourcenmanagementleiter nach oben, reserviert sich hier-und-da eine günstig zu bekommende Karte und achtet auf die Karten mit zusätzlichen Prestigepunkten. Denn wer 15 hat, gewinnt das Spiel. Eine sehr ähnliche Mechanik hatte ich gerade in den Schatten von Macau, welches mir aufgrund der Interaktionsmöglichkeiten etwas besser gefallen hat. Als Aktion kann man in einem Zug drei verschiedene oder zwei gleiche Edelsteine nehmen oder eine Karte kaufen.

Wenn man ein paar Karten hat, bekommt man weitere „gratis“ dazu. Oder man setzt Edelsteine ein.
Eine Adligenkarte (rechts) erhält man automatisch, wenn man die Bedingung erfüllt hat. Hier: Je drei blaue, rote und grüne Karten. Mit dieser habe ich schon 10 der 15 erforderlichen Predigepunkt zum Spielende.

Fazit:

Wer 15 Prestigepunkte gesammelt hat, gewinnt Splendor. Da man auf den Weg zu den guten Karten schon einige sammelt ist das Spiel dann relativ zügig, oft unter 30 Minuten, vorbei. Inzwischen gibt es viele Variationen, und natürlich auch eine Duel-Version und auch Adaptionen für den Computer. Ein Spiel, dass man immer wieder spielen kann, aber das nicht unbedingt in der Sammlung erforderlich ist.
Anstelle Edelsteinen hätte man auch andere Sammelobjekte oder Szenarien wählen können. Die so beliebten Aliens gibt es nicht, aber Lizenzversionen von Pokemons und Marvel lassen uns hoffen, dass die noch kommen.

Stubenscore: 7,0 / 10


SPLENDOR
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Brettspiel (getestet)

Published — 02. Juni 2026 … endlich ein Blog über Spiele

Azul

Von: ferengi
02. Juni 2026 um 08:22

Spiel des Jahres 2018

Etwas genervt von Michael Kiesling’s The Border und einem Tipp, auch mal andere Azul-Varianten von ihm zu spielen, führte uns mal wieder zu diesem Klassiker. Und es hat sich gelohnt.

Das Konzept sollte bekannt sein:
Es liegen auf runden Manufakturenscheiben je 4 Fliesen und wir können eine Sorte von einer Scheibe nehmen und auf unserem Brett bei den 1 bis 5 – Felder großen Ablagebreichen anlegen. Die restlichen Fliesen der Scheibe kommen in die Mitte. Alternativ kann man auch alle Fliesen einer Sorte aus der Mitte nehmen und bei sich anlegen.

Der Aufbau für zwei Spieler

Beim Anlegen auf dem eigenen Brett dürfen in einer Zeile nur die gleichen gelegt/angelegt werden. Passen nicht alle in die Zeile, dann kommen sie in den Bereich unten auf dem Tableau mit den Minuspunkten.

Wenn alle Fliesen von den Manufakturenscheiben und der Mitte verteilt sind, dann kommt die Wertung für die Runde. Nur von vollständigen Zeilen können wir eine Fliese passend auf das Mosaik rechts daneben legen und es wird gewertet. Beendet ist das Spiel, wenn jemand in der Wertungsphase mindestens eine Reihe im Mosaik vervollständigt hat.

Mit der Wertung wandert bei vollen Reihen eine Fliese auf ein passendes Mosaik-Feld, die anderen werden abgeräumt. Unvollständig gefüllt Reihen würden für die nächste Runde liegen bleiben. Verstopfen dann Felder.
Wenn bei der Wertung mindestens eine Reihe im Mosaik vollständig ist (hier die oberen zwei) ist das Spiel beendet und es kommt die Endwertung.

Fazit:

In 5 Minuten erklärte Regeln, schöne Spielsteine. Auch wenn ich die Muster von solchen Fliesen nie ansprechend fand. Aber irgendwie haben sich ja die Muster durchgesetzt.
Das Spiel des Jahres 2018 hat inzwischen viele Ableger. Auch mit anderen Mechanismen und mehr Spieltiefe. Ich wäre nicht uninteressiert, da mal einige zu testen, denn das Fliesenlegen macht schon Spaß und ist fordernd strategisch.

Stubenscore: 7,7 / 10


AZUL
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Brettspiel (getestet)

Published — 01. Juni 2026 … endlich ein Blog über Spiele

The Border

Von: ferengi
01. Juni 2026 um 07:30

Hatten nie die Absicht eine Mauer zu bauen.

Mit Tikal (1999), Torres (2000) und Azul (2018) wurden bislang drei Spiele von Michael Kiesling als Spiel des Jahres ausgezeichnet. Mit The Border hat er gemeinsam mit Reinhard Staupe ein einfaches Roll and Write entwickelt. Wir würfeln und umschließen hiermit Gebiete. Jeder Spieler hat hierzu eine gleiche Landkarte aber mit anderer Farbwahl der anzukreuzenden Grenzen. Wer zuerst ein Gebiet abgeschlossen hat, bekommt die hohe Punktzahl, andere Spieler können dies aber auch noch abschließen. Wenn jemand 6 der 9 Gebiete umkreist hat, wird ausgewertet.

Zur Würfelmechanik/-regel: Man muss immer an Felder mit Kreuzen anschließend die Grenze fortführen. Zu Spielbeginn gibt es auf dem Spielplpan bei jedem schon zwei entsprechende Startfelder.
Der aktive Spieler kann die fünf Würfel bis zu dreimal würfeln. Das Ergebnis muss er nutzen, um farbige Gebiete komplett abzuschließen, andere Würfel verfallen.

Danach können die anderen Spieler die nicht verwendeten Würfel beliebig nutzen, hierbei müssen sie keine Gebiete abschließen. Dieses ist gerade zu Beginn eher ein Vorteil.

Links die Karte, rechts der Deckelkasten mit Filz.
Geschafft. Ein Mitspieler hat 6 Gebiete abgeschlossen. Schnell auszählen und ab auf den Boden mit dem Spiel.

Fazit:

Einfache Regeln, aber zu glückslastig. Das Material ist schon super: Hochwertige Faber-Castell-Stifte rechtfertigen alleine schon den 1-Euro-Flohmarkt-Schnapper. Der Deckel ist mit Filz ausgelegt, was geräuscharmes Würfeln ermöglicht. Die Anleitung ist kurz aber vielsprachig. Trotzdem bleibt es nicht in der Sammlung. Knizia zeigt, wie man es heutzutage besser macht.

Stubenscore: 6,0 / 10


THE BORDER
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Brettspiel (getestet)

Published — 31. Mai 2026 … endlich ein Blog über Spiele

Neuland

Von: ferengi
31. Mai 2026 um 08:36

Können die Wikinger überzeugen?

Bei der Nominierung von Neuland zum Kennerspiel des Jahres 2025 waren sicher viele überrascht. Aber gegen Endeavor hatten die Wikinger keine Chance.

Ziel des Spiels ist es, mit setzen von unseren 13 Wikingern auf die Landschaftskarte Ressourcen und Gebäude für sein eigenes Landstück zu bekommen. Legen dürfen wir nur im Startbereich am Ozean oder angrenzend zu anderen Wikingern. Hiermit ergibt sich eine Interaktion mit den Mitspielern, da man z.B. für den Erhalt von Gebäuden bestimmte Bedingungen erfüllen muss und somit den Gegner ein für ihn wichtiges Feld blockieren kann. Hier gefiel mir gut, dass man mit Sonderplättchen einmalig im Spiel zwei Wikinger nacheinander setzen oder auch ein vom Gegner besetztes Feld zusätzlich besiedeln kann. Ein Mitspieler kann einen somit nicht endgültig früh im Spiel alles verbauen.

Unser Landstück zu Spielbeginn. Unten rechts sind die Siegpunkte je Ressource/Gebäude aufgeführt. Die drei Baustellen sollten wir für die Siegpunktejagd mit den aufgeführten Ressourcen umbauen.
Auf dieser Insel landen unsere Wikinger. Startpunkt ist oben rechts am Ozean.

Unsere Siegpunkte sammeln wir auf verschiedenen Wegen. Die wichtigsten sind die Aufwertungsplättchen. Hiervon liegen immer 5 aus und am Ende des Zuges kann man eines nehmen. Sammelt man viele Bäume, so sollte man sich mehrere Aufwertungsplättchen, die zum Spielende Extrasiegpunkte für Bäume geben, nehmen. Auch gibt es Baustellen auf seinem Landstück. Hier muss man bestimmte Gebäude und Ressourcen drumherum bauen, um viele Punkte zu sammeln. Die Gebäude brauchen aber alle, so dass hier ein Wettrennen stattfindet. Viele der Ressourcen und Gebäude lassen sich für verschiedene Siegpunktemechanismen nutzen, so dass die Taktikkomponente hoch ist.

Später im Spiel: Viele Ressourcen und Gebäude wurden eingesammelt.
Erstaunlich voll wird es auf unserem Spielplan. Am Ende des Spiels kommt das bei nicht allen Spielern beliebte Punktezählen.

Fazit:

Neuland hat bei vielen Spielern keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Aufgrund der 13 Wikinger und damit maximal 13 Runden ist die Spieldauer unter einer Stunde, die Komplexität und Regeln schnell erlernt und es bietet doch eine gewisse Spieltiefe. Natürlich kann es mit dem Spiel des Jahres Sieger Endeavor – Die Tiefsee nicht mithalten und ich hätte eher ein SETI nominiert. Aber die Kombination aus Taktikkomponente und Spieldauer und die Eignung für „Einsteiger“ in die Brettspielwelt lässt mich noch überlegen, ob es in die Sammlung kommt.

Stubenscore: 7,7 / 10


NEULAND
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Brettspiel (getestet)

Published — 30. Mai 2026 … endlich ein Blog über Spiele

Suspects – Tödliche Spuren

Von: ferengi
30. Mai 2026 um 06:14

Nur eine weitere Krimireihe oder was Neues?

Ich habe inzwischen eine Reihe Krimispielreihen getestet. Manchmal bekommt man einen Umschlag mit vielen Dokumenten (Krimi Games, Crime Cases) oder man hat einfach nur Karten mit Bildern (Unsolved, Sherlock) oder Karten/Material mit Apps (Unlock!, Dysturbia, Die drei Kolosse). Ein Erlebnis war sicher Break In mit dem beeindruckendem Spielbrett.

Die Suspects-Reihe von Guillaume Montiage gibt uns gleich zu Beginn viele Optionen, einen Fall anhand von Karten zu lösen. Doch die Zeit tickt, denn viele der Hinweise (Nummern für weitere Karten) bringen keine (neuen) Informationen. Und wir schließen das Spiel mit einer besseren Wertung ab, wenn wir die Fragen zum Fall mit weniger Hinweisen beantworten können. Und so sollen wir nach 30, 45 und allen (53) Karten zu 5 Fragen die Lösung aufschreiben. Wir spielen kooperativ, am besten zu zweit, und lesen die Einleitung zum Fall.

Wir haben Langeweile und der Inspektor fragt uns, ob wir mal kurz zur Villa Allister fahren können. Dort wurde die junge Freundin (20) des Hausherren (60) ermordet. Und Hausherr Edward Allister ist auch noch verschwunden.

Warum nicht. Wir treffen Butler Thomas, decken den Grundriss der Villa auf und erhalten einen Stammbaum mit allen Verwandten. Alle Räume und alle Lebenden im Haus haben eine Nummer. Und nun überlegen wir, welche der Nummern (also Untersuchung eines Raumes oder Interview mit einer Person) uns am wahrscheinlichsten schnell weiterbringt. In den Räumen und im Rahmen der Gespräche gibt es dann mehr oder weniger gute Informationen. Und es werden weitere Optionen für Karten angeboten, also etwas zu untersuchen oder weitere Fragen zu etwas zu stellen.

Butler Thomas begrüßt uns und wir erhalten den Grundriss der Villa und den Stammbaum der Familie.
Ein bisschen mitschrieben sollte man schon, um den Überblock zu behalten.
Nach 30, 45 und allen Karten notieren wir unsere Lösungen zu den Fragen. Leider mussten wir oft nachzählen, bei wie vielen Karten wir gerade sind.

Fazit:

Wir waren gut 150 Minuten beschäftigt. Und wir haben in der Tat aufgrund neuer Hinweise unsere Meinung geändert, wer den Mord begangen haben könnte. Etwas zufällig ist es schon, welche Karte einen weiterbringen und so kann man durch Abbiegen in eine Sackgasse schon viel Zeit verlieren (hier gemeint: Die Anzahl Karten zur Lösung des Falls). Die Auflösung des Falls war dann noch einmal spannend. Den die Geschichte war sehr viel komplexer und die Hinweise zwischen den Zeilen viel wichtiger als wir dachten. Und so gefiel uns der Fall und das Konzept gut und nachdem wir die Auflösung gelesen haben noch besser. Da werden wir sicher versuchen, weitere Fälle zu lösen.

Stubenscore: 7,8 / 10


SUSPECTS - DAS DETEKTIVSPIEL: TÖDLICHE SPUREN
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Brettspiel (getestet)

Published — 29. Mai 2026 … endlich ein Blog über Spiele

Skip-Bo

Von: ferengi
29. Mai 2026 um 07:24

Klassiker

1967 war ein guter Jahrgang und Minnie Hazel Bowman veröffentlichte Skip-Bo. Zuvor gab es das Prinzip schon als Kartenspiel unter dem Titel Spite and Malice oder Katz und Maus.

Die Spielkarten besteht aus 12 Sets mit den Werten 1 bis 12 sowie 18 Skip-Bo-Jokerkarten. Jeder Spieler hat einen Spielerstapel von z.B. 30 Karten vor sich liegen und Ziel ist es, diesen abzubauen. Die oberste Karte liegt bei allen offen. Ist man als Spieler am Zug zieht man auf 5 Handkarten vom allgemeinen Nachziehstapel auf. Nun legt man so viele Karten an vier Ablagestapel von 1 bis 12 aufsteigend ab. Ist der Stapel vollständig wird er abgelegt und man kann and der Stelle wieder bei 1 beginnen. Zum Ende des Zuges legt man eine seiner Handkarten auf vier zu bildenden Hilfsstapel bei sich ab.

Wenn man an der Reihe ist hat man also so lange man möchte drei Möglichkeiten Karten abzulegen:

  • die oberste Karte vom Spielerstapel (Sinn des Spiels)
  • die oberste Karte eines der eigenen vier Hilfsstapel
  • eine der Handkarten

Ein wenig taktieren kann man also schon. Man möchte seine Handkarten ablegen, damit man nächste Runde viele neue (und vielleicht Joker) auf 5 aufnehmen kann. Man sieht ja, welche Karten die anderen Spieler benötigen, um deren Spielerstapel abzubauen. Also lege ich Handkarten ab und ermögliche den anderen, ihre Spielerstapel abzubauen?

Ein Bild reicht: Oben der Nachziehstapel für die Handkarten, daneben die Ablagestapel für 1 bis 12. Unten links mein Spielerstapel, den ich abbauen muss, daneben meine vier Hilfsstapel, auf den ich nach jedem Zug eine Handkarte zwischenspeichere.

Fazit:

Mit dem nach Regelwerk empfohlenen Spielerstapel mit 30 Karten ist die Spieldauer schon über eine Stunde. Aber damit werden besondere Glücksmomente nivelliert. Denn man ist ständig am neu mischen der Ablagestapel, die ja mit ablegen der Werte 1 bis 12 nicht so leicht zu mischen sind. Und so zieht man schon mal glücklich „eine Strasse“ und kommt schnell voran. Die Strasse kann ja auch im Spielerstapel liegen und man grinst besonders breit. Oder jemand zieht nacheinander dreimal die 12 und hat etwas schwerer. Es ist eben ein Klassiker und mit den einfachen Regeln für Neulinge in der Brett- oder Kartenspielwelt geeignet.

Stubenscore: 6,2 / 10


SKIP-BO
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Brettspiel (getestet)

Published — 25. Mai 2026 … endlich ein Blog über Spiele

Hol’s der Geier

Von: ferengi
25. Mai 2026 um 06:53

Nur ein Dachbodenfund?

Hol’s der Geier ist eines der bekanntesten Spiele vom Brettspiel-Urgestein Alex Randolph. Das liegt auch an den einfachen Regeln und der kurzen Spieldauer.

Jeder Spieler hat Karten mit den Werten von 1 bis 15 auf der Hand. Jede Runde legen die Spieler eine davon verdeckt und wetteifern um eine Mäusekarte mit 1 bis 10 Siegpunkten oder wollen die Geierkarten mit -1 bis -5 nicht bekommen. Wer die höchste Karte gelegt hat, bekommt die Karte. Die Geierkarte bekommt der Spieler, der die Karte mit dem niedrigsten Wert gespielt hat. Nach den 15 Runden werden die Punktekarten ausgezählt und in der Regel spielt man eine nächste Partie.

Eine Taktikkomponente liegt darin, dass wenn mehrere Spieler die gleiche höchste Karte legen, der Spieler mit dem Wert danach die Karte bekommt. Und somit muss man sich überlegen, ob man bei der 10-Punkte-Mäusekarte seine 15er Karte legt.

Sollte ich mit der 12 rangehen? Rechnet vielleicht niemand mit und ich habe sie sicher.
24 Siegpunkte, da kommt niemand drüber.

Fazit:

Verstaubte lange auf dem Dachboden. Doch eine kurze Runde geht immer. Schnell erklärt und mit 4-5 Personen sehr unterhaltsam. Aber sicher mit einer hohen Glückskomponente.

Stubenscore: 6,7 / 10


HOL’S DER GEIER
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Brettspiel (getestet)

Published — 24. Mai 2026 … endlich ein Blog über Spiele

Agile Unicorn

Von: ferengi
24. Mai 2026 um 06:59

Das Kartenspiel für IT-Geschädigte

Manchmal sieht man etwas und denkt „das braucht ich“. So ging es mir, als ich auf der Messe in Essen diesen Titel sah und ich an den Freakbereich der Stubenzocker dachte. Gekauft. Natürlich All-In mit Erweiterung.

Ein Unicorn ist ein privates Start-up-Unternehmen, das eine Bewertung von über einer Milliarde US-Dollar erreicht hat. Dieses streben die Autoren Leif Warnecke, Daniel Pozzi und Tobias Bergmann auch an. Da sie alle in der IT-Branche arbeiten und anscheinend IT-Crowd mögen, lag das Thema für dieses Kartenspiel nah.

Was ITler nicht gut können, ist Regeln erklären. Und so gab es für mich nach dem Regelvideo mehr Fragezeichen als Ausrufungszeichen. Doch die Anleitung ist hilfreich, wenn auch etwas zu programmiertechnisch geschrieben. Vielleicht aber ja so gewollt. Die Mechanismen und der Spielfluss ist dann aber einfach:
Wir ersteigern mit unserem Kartenset weitere Karten. Ziel sind eine bestimmte Anzahl Siegpunktekarten zu erreichen.

Abhängig von der Spielerzanzahl werden je Runde eine bestimmte zu ersteigernde Anzahl Karten ausgelegt, wobei nur die aktuell zu ersteigernde Karte und die danach offen sichtbar sind. Da unsere Handkarten für einen „Sprint“ (also für alle ausgelegten Karten in dieser Runde) nur einmal eingesetzt werden können, wird man nicht auf jede Karte mitbieten. Nachdem alle jetzt für die erste Karte geboten haben, würfeln alle mit der Anzahl Würfel, wie es ihre Karten hergeben. Wer die höchste Augenzahl hat und auch den Mindestkaufpreis der Karte erlangt hat, gewinnt die neue Karte für sein Deck.

Im Detail legen alle reihum zuerst lila Teamkarten, bis alle passen. Diese geben an, mit wieviel Würfeln wir ins Rennen gehen. Danach kann man mit orangen Event-Karten die anderen ärgern (sie dürfen weniger Würfel nutzen, es gibt Minuspunkte im Würfelwurf …) oder sich weitere Würfel verschaffen. Dann wird gewürfelt und danach kann mit grünen Incentive-Karten das Ergebnis weiter beeinflusst werden. Der Sieger bekommt die neue Karte in seinen Ablagestapel, alle legen ihre eingesetzten Karten auf ihren Ablagestapel. Nur die eingesetzte orangen Event-Karten sind ganz aus dem Spiel. Nachdem alle Versteigerungen erfolgt sind, kann jeder seinen Ablagestapel für die nächste Runde auf die Hand nehmen, zwei neue orange Eventkarten ziehen und es geht von vorne los.

Diese Karten sind in dieser Runde zu ersteigern. Der Wert der Karte für die Versteigerung (ein neues Teammitglied) wird aus einem Würfel + 3 ermittelt und ist hier dann 6.
Ein dreier-Teammitglied ist schon wertvoll. Die orangen Event-Karten bringen aber das Leben in das Spiel.
Es wird eine 8er Siegpunktekarte versteigert. Der linke Spieler durfte vier Würfel einsetzen und es gibt einen Bonus von +2, +3 und +3.
Kreative Kartentexte

Fazit:

Die Spielmechanik finde ich gar nicht mal so schlecht. Das IT-Crowd-Szenario mag ich auch. Und es ist ja viel Wahrheit an den Beschreibungen auf den Karten. In unsere 5er-Runde hat die Partie dann ganz schön lange gedauert. Natürlich belauern sich alle später im Spiel und achten darauf, wer mit welcher Siegpunktekarte das Spiel beenden kann und dann bringen die zufällig gezogenen orangen Eventkarten schon eine große Glückskomponente ins Spiel. Die Würfel dann die weitere Glückskomponente. Aber mit ein paar Bier in der richtigen Gruppe bin ich wieder dabei. Es gibt ja noch die Erweiterung zu testen.

Stubenscore: 7,0 / 10


AGILE UNICORN
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Brettspiel (getestet)

Published — 23. Mai 2026 … endlich ein Blog über Spiele

Ink

Von: ferengi
23. Mai 2026 um 06:45

Schöne Spielfiguren

 

Wenn man so im Nachgang zum Spiel auf der Packung liest, dass wir mit unseren Tintenfässern prächtige Gemälde kreieren, kann ich dies nicht bestätigen. Auf einem Rondell gehen wir mit einer Spielfigur im Kreis und nehmen uns dann ein Plättchen. Dieses legen wir bei unseren anderen Plättchen an und versuchen somit einfarbige Bereiche in der Größe 3 bis 7 zu bilden. Die Spieler haben 24 einfarbige (und sehr schöne) Tintenfässer. Hiervon müssen wir zweimal sechs auf bestimmte Farbgebiete legen, die anderen 12 sind Joker und passen überall.

Neben den Zahlen, auf die wir die Flasche kopfüber stellen (womit sie nicht mehr bewegt werden können), gibt es noch weiße Kreise, auf die wir die Flaschen aufrecht stellen können. Lösen wir Bonusaktionen aus, dann können wir diese z.B. Bewegen, so dass sie wieder die weißen Kreise freimachen und erneut gewertet werden können. Das auf dem Kartontext versprochene tolle Gemälde sehe ich dann aber nicht.

Das Rondell. Wir können soweit ziehen, wie wir wollen. Kommen wir aber über das Startfeld, ziehen wir ein störendes X-Plättchen, mit dem wir Teile unseres Gemäldes verdecken und somit das Spielfeld einschränken.
Wenn wir einen Bereich mit der Größe der Zahl im Kreis abgeschlossen haben, können wir unsere Flaschen passend (links von der Karte) oder als Joker aus dem Bereich daneben auf die Zahl und weiße Kreise im Gebiet stellen. Ab einem Viererfeld lösen wir Bonusaktionen aus.
Später im Spiel kommen die X-Blockademarker (unten rechts) dazu. Immer einer, wenn man im Rondell über Los zieht.
Das Gemälde ist fertig. Wunderschön. Nächste Runde?

Fazit:

Positiv ist, dass durch die unterschiedlichen Bonusaktionen Ink einen gewissen Mehrspielwert hat. Diese muss man auch nutzen, um zu gewinnen. Doch anfangs zieht jeder Spieler eine Karte mit zwei Farben, auf die man je 6 Flaschen stellt, die man dann passend später legen muss. Haben Spieler eine Überschneidung, beginnt der Kampf um die Plättchen im Rondell zwischen diesen, während andere Spieler entspannt ihr Gemälde beenden. Aber nicht nur diese Zufallskomponente hat mir nicht gefallen. Außer den hübschen Flaschen fehlt mir auch die Spieltiefe. Das kommt wohl nicht in die Sammlung.

Stubenscore: 6,6 / 10


INK
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Brettspiel (getestet)

Published — 21. Mai 2026 … endlich ein Blog über Spiele

Greenville 1989

Von: ferengi
21. Mai 2026 um 07:15

Ich sehe was, was Du nicht siehst

Anscheinend war die Stranger Things-Lizenz zu teuer und so müssen anstelle Eleven, Mike, Will & Co fünf ähnlich aussehende Jungendliche aus einer Parallelwelt entkommen und hierbei verrückte Geschichte erleben. Und so versuchen wir in einem kooperativen Kommunikationsspiel der Anderswelt zu entkommen.

Die Geschichten erzählen wir uns gegenseitig. Hierzu hat jeder zu Beginn des Spiels eine Karte offen vor sich liegen. Hierauf ist meist eine unheimlichen Szene gezeigt, die wir beschreiben und dann den anderen erläutern, was wir in dieser Situation als nächstes machen wollen.

Nachdem wir reihum kreativ waren, kommen eine Karte mehr als anwesende Spieler um den Spielplan und nun ordnet der aktive Spieler den Karten Spielerplättchen zu, wie er meint, welches die best-passende Karte sein könnte, um die Geschichte weiter zu erzählen.

In der Mitte die Spielfiguren auf dem Weg ins Nichts. Um den Spielplan die ersten Karten, die an unsere Geschichte anschließen.

Beispiel: Hätte ein Spieler in seiner Geschichte erzählt, dass er am Ende des Weges einen Wald sieht und er sich auf den Weg dahin macht, dann würde man eine Karte zuordnen, auf dem Bäume sind. Eigentlich gibt es aber selten eine passende Karte zur Geschichte und so wird es schwierig. Auch hat man sich nicht alle 5 Geschichten gemerkt. OK.

Und nachdem nun die Zuordnungsplättchen für die Spieler bei den Karten liegen und sogar noch ein Ektoplasma-Plättchen (also etwas zur Verwirrung, ohne Geschichte) bei einer Karte liegen muss, beginnt die Spielphase der anderen Spieler.

Diese müssen sich nun abstimmen, wo wohl der aktive Spieler welches Plättchen hingelegt hat und dies mit einem Spielerplättchen markieren. Natürlich dürfen aktiver Spieler und die anderen sich nicht absprechen oder Tipps geben.

Danach werden dann beide Plättchen bei den Karten umgedreht und bei einer Übereinstimmung bekommt der Spieler die Karte und kann damit in der nächsten Runde seine Geschichte weiter erzählen. Haben alle Spieler auf diese Weise vier Karten erlangt, haben alle zusammen gewonnen. Wahrscheinlicher ist es aber, dass es keine Übereinstimmung gibt und so wandert man auf dem Spielplan weiter in den Außenbereich. Und sobald jemand vom Spielfeld fällt, haben alle verloren.

Zunächst bin ich unter dem Regenschirm in eine Höhle geflüchtet. Dann sah ich am Ende ein Licht. OK, war ein Auge.
Immer wenn es keine Übereinstimmung gibt, zieht man ein Feld weiter. Auf jedem Weg gibt es auch einen Bonus einzusammeln, mit dem man z.B. den aktiven Spieler fragen kann, ob ein Plättchen richtig liegt, bevor wir es umdrehen

Fazit:

Das war dann doch lustiger und interaktiver als gedacht. Ob man das Spiel nun noch viel öfter rausholt, glaube ich kaum. Aber war mal was anderes. Und mit Stranger Things – Lizenz noch etwas cooler.

Stubenscore: 6,8 / 10


GREENVILLE 1989
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Brettspiel (getestet)

Published — 20. Mai 2026 … endlich ein Blog über Spiele

Dito!

Von: ferengi
20. Mai 2026 um 07:52

Frisch auf die Nominierungsliste

Ein bisschen überrascht war ich schon, als Dito! gestern auf der Nominierungsliste zum Spiel des Jahres 2026 gelangte. Hat es eine Chance?

Bei Dito! müssen alle Spieler in drei Runden zu Fragen drei Begriffe notieren. Im Anschluss werden die Übereinstimmungen zu den 9 Begriffen verglichen, die nicht unbedingt von der selben Fragestellung stammen müssen. Haben mehr als zwei Spieler die gleiche Antwort, dann bekommt man einen Punkt. Haben nur zwei Spieler eine Übereinstimmung ist man „Best Friend“ und beide bekommen zwei Punkte. Hat man in einem 3×3 Schema Übereinstimmungen in einer ganzen Reihe/Zeile, gibt es Sonderpunkte von 1 bis 3. Somit taktiert man, bei welchen Begriffen die Übereinstimmungen am wahrscheinlichsten sind und trägt diese Begriffe in der 3-Punkte-Reihe/Zeile ein.

Lebensmittel mit starkem Geruch. Synonyme gelten als gleiche Antwort. Käse und Harzer sind verschieden, da es spezifischer ist.
Andere haben den Begriff auch: Einkreisen, 1 Punkt. Nur ein anderer hat den Begriff: Best Friends, Stern, 2 Punkte. Und für vollständige Zeilen/Spalten gibt es die Boni in den roten Kreisen.
Was nimmt man mit ins Bett, Berühmte Straßen, Ballsportarten -> 56 Punkte !

Fazit:

Neben der beschrieben Mechanik lebt das Spiel von den Fragen. Die sind echt schon ganz gut und führten bei uns zu lustigen Momenten. So muss ein Partyspiel sein. Wir hatten in unserer 5er-Runde viel Spaß, kann man als Partyspiel in der Sammlung haben. Auch ist die Spieldauer von 20 Minuten Spiel des Jahres geeignet. Aber Vielspieler wünschen sich dann doch was anderes zum Spiel des Jahres …

Stubenscore: 7,5 / 10

 

Nach Dito! meinte jemand, lass mal ne Runde Just One spielen. Und in der Tat zieht Just One, Spiel des Jahres 2019, immer noch. Also hat auch Dito! eine Chance zum Spiel des Jahres?

 


DITO!
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Brettspiel (getestet)

Published — 18. Mai 2026 … endlich ein Blog über Spiele

La Isla

Von: ferengi
18. Mai 2026 um 07:09

Mit Stefan Feld auf einer Insel

Stefan Feld schafft es immer wieder seine Spielmechaniken in ein passendes Szenario zu verpacken. Und so fragt man sich auch hier, gab es zuerst das Dschungelszenario oder die Multifunktionskarten und Token mit siegpunktegesteuerten Leisten?
Die Spieler erforschen auf einer Insel fünf verschiedene Tiere, indem sie diese mit ihren Forschern umzingeln und dann einsammeln. Der Ablauf des Spiels ist hierbei leicht verständlich. Wir ziehen jede Runde drei Karten. Die Karten haben drei Funktionen für die drei Phasen A, B, und D. Wir müssen also entscheiden, welche Karte wir in welcher Phase nutzen möchten.

Denn legen wir die Karten unter unser Ablageetui, und arbeiten reihum vier Phasen ab:

  • A: Die Karte bei A nutzen, um sie für einen permanenten Bonus oberhalb des Etuis einzuschieben. Dort gibt es drei Plätze, ab der vierten Runde überschreiben wir also einen Bonus. Ein Bonus kann sein, dass wir beim Platzieren eines Forschers in Phase C auf ein grünes Landschaftsfeld ein beliebiges Plättchen erhalten.
  • B: Man erhält die Ressource, die unten links auf der Karte angegeben ist
  • C: Einen Forscher auf die Insel stellen. Dieses kostet zwei Ressourcen der passenden Farbe. Sollte ein Tierplättchen hierbei umzingelt sein, kann man dieses aufnehmen. Dies kann man z.B. durch Bonuskarten (siehe Aktion A) vergünstigten.
  • D: Unten rechts auf der Karte lauert die dritte Funktion der Karte. Wir ziehen das entsprechende Tier auf der Leiste des Spielplans ein Feld hoch. Je Tier in der eigenen Sammlung bekommt man einen Siegpunkt. Auch clever gelöst: Die Siegpunkteleiste mit den Tieren leiten das Spielende ein. Ist die Summe der Punktebereiche (bei vier Spielern) 11, ist das Spiel beendet. Und jeder bekommt für seine Tiere in dem Punktebereich die entsprechenden Werte.
Die Insel, die Tierleiste und unser Etui für die Karten
Wenn man oben schon drei Bonuskarten eingeschoben hat, „überschreibt“ man in Phase A eine Karte. Als nächstes werden ich also einen Bonus aktivieren, dass ich in Phase B, wenn ich einen grünen Stein bekomme, eine beliebiges Tier auf der Leiste voranrücken kann. In Phase B bekomme ich einen grünen Stein und (wie überraschend) kann auf der Leiste mein Lieblingstier wertvoller machen. In Phase C setze ich einen Forscher und in Phase D rücke ich den Riesenfossa voran und bekomme für jeden in meiner Sammlung einen Punkt.
Die Insel. Hübscher geht immer. Umzingel ich ein Tier, bekomme ich das Plättchen
Die kleine Leiste bietet kaum Platz für die Spielfiguren auf der Siegpunkteleiste. Auf den fünf Leisten in der Mitte werden die Tiere für die Endwertung wertvoller.

Fazit:

Schon fast ein Familienspiel, das ist man von Stefan Feld nicht gewohnt. Einfache Regeln, die Taktik-Glück-Komponente ist schön ausgewogen und mit einer Spieldauer von einer Stunde lädt es zu einer nächsten Runde ein. Bleibt in der Sammlung. Perfekt für 4 Personen. Das Spielmaterial ist schon günstig produziert. Dünne Pappen, zu wenig Spielerhilfen, die auch nur mit der Lupe lesbar sind. Auch die Anleitung hätte man größer drucken können. Aber wir sind es ja von Stefan Feld gewohnt, dass es auch Luxus-Versionen seiner Spiele gibt. In diesem Fall findet man diese in der City Collection, Teil 5, Vienna.

Stubenscore: 7,5 / 10


LA ISLA
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Brettspiel (getestet)

Published — 17. Mai 2026 … endlich ein Blog über Spiele

Codewort: Mord. Gefangen im Leuchtturm

Von: ferengi
17. Mai 2026 um 08:13

ENWI

Katja Hemkentokrax hat eine Reihe Rätsel- und Mysterien-Bücher für Kinder und Jungendliche verfasst, teilweise auch unter dem Pseudonym Katie Kento. Als Juli Hemken hat sie jetzt ein Krimidinner für 6 Personen herausgebracht.

Bei ihrem Krimidinner kopiert sie keine bekannten Mechanismen und wählt als Setting eine einsame Inseln, auf der sich sechs Spieler in einem Leuchtturm treffen. Thematisch geht es um den Wettstreit zweier Schriftsteller. Hiebei sind die Charaktere gut aufeinander abgestimmt und haben alle ihren Geheimnisse. Hierbei merkt man, dass die Autorin Geschichten erzählen kann.

Etwas altmodisch ist dagegen, dass die Rollen mit der Post verschickt werden müssen, da sie nicht als PDF vorliegen. Scannen und dann versenden würde ich nicht empfehlen, da man leicht erhaschen kann, wer der/die Möder:in ist. Das kann auch schon beim einpacken in den Umschlag passieren, da das Rollenblatt ein geknickter A4-Bogen ist und Geheimnisse leicht an Schlagworten versehentlich gelesen werden. Da gibt es viele andere Krimispiel-Anbieter, die dies besser machen.

Weiterhin war uns trotz intensivem Lesens der Gastgeberinformation und in den Instruktionen im Rollenheft nicht klar, ob das Material in der Tischmitte von allen gelesen werden kann oder man in einer der 9 Runden dazu aufgefordert wird. In meiner Rolle stand, dass ich „in der Zeitung blättere“, also dachte ich schon mal, dass ich es lesen sollte.

Wir legen das Spielmaterial in die Mitte, nur wann sollen wir es nutzen?
Runde 1: Autogramme sind verteilt, ich bin ja ein bekannter Schriftsteller mit meinem Buch über das Seeungeheuer. OK, ich suche mal die Zeitung und lese …

Das mit den Rätselkarten haben wir auch nicht verstanden.

Jetzt wissen wir: Hier lösen wir zu zweit eine Aufgabe, wenn wir explizit dazu aufgefordert werden. Dazu nimmt man die passende Rätselkarte zum Symbol auf der Rollenkarte. Nun haben wir ca 4 Minuten Zeit, um das Rätsel zu lösen und nur wir erhalten die Information. Schaffen wir dies nicht, können alle Spieler es zusammen probieren, dann werden wir alle schlauer. In der Gruppe kann man zur Hilfe die Hinweiskarten dazu nehmen. Als Lösung kommen immer vier Zahlen raus, die wir mit der Rätselmatrix in ein sinnvolles Wort wandeln. Dann dürfen wir die Geheimniskarte lesen und können z.B. einen QR-Code scannen. Aber was ist ein sinnvolles Wort und wie überprüft man dies? Gar nicht. Beim ersten Rätsel kommt ENWI als Lösung raus. Das konnten wir nicht glauben und haben 30 Minuten versucht auf eine sinnvolle Lösung zu kommen. Und auch die Hilfekarten ergaben ENWI. Aber ist das ENWI-Unternehmen mit ihren Wärmepumpen wirklich die Lösung? Wir rätseln bis heute. Letztendlich ist es egal, da das Lösungswort nicht überprüft werden kann.

Bei einem weiteren Rätsel waren die Karten falsch beschriftet. Hier gibt es 2 „Rätselkarten“ und keine „Geheimniskarte“ für die Belohnung. Somit haben wir zufällig schon die Lösung gesehen, bevor wir losrätseln.

Das Team hat sich extra zu einem Leuchtturm aufgemacht. Zumindest früher, vor der KI.

Fazit:

Ja, es gibt einiges zu kritisieren. Da kann aber vermutlich „Juli Hemken“ nichts für, sondern der Verlag, der das Material erstellt hat. Man hatte das Gefühl, dass die Endversion des Spiels nicht abgenommen wurde. So ist die Anleitung lückenhaft, es gibt Fehler im Spiel und die Rolleninformationen können nicht einfach verteilt werden. Positiv ist ein umfangreiches Kochbuch als Beilage, auch wenn hier Rezepte nur für 4 Personen nicht alle Mitspieler berücksichtigen.
Allerdings hatten wir trotz der Kritik einen schönen Abend und konnten sogar den/die Mörder:in stellen. Dies lag an der tollen Geschichte und natürlich den Mitspielern, die in ihrer Rolle aufgegangen sind.

Stubenscore: 6,5 / 10


CODEWORT: MORD. GEFANGEN IM LEUCHTTURM

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Brettspiel (getestet)

Published — 15. Mai 2026 … endlich ein Blog über Spiele

Got Five!

Von: ferengi
15. Mai 2026 um 06:45

Welche Zahlen liegen vor mir?

In diesem kurzweiligen Deduktionsspiel haben wir 5 Zahlenplättchen in 5 Farben vor uns liegen. Diese werden von den anderen Spielern aufsteigend bei uns sortiert. Wir sehen die Zahlen der Mitspieler, 5 liegen zusätzlich offen aus. Die können es also schon mal nicht bei uns sein und wir können sie bei uns auf dem Tableau abstreichen.

Sind wir an der Reihe, ziehen wir ein weiteres Plättchen, so dass nun 6 offen liegen. Mit einem davon können wir nun

  • Einordnen: Also die anderen bitten das Plättchen bei uns in den Zahlstrahl einzusortieren.
  • Vergleichen: Jeder Stein hat ein bis drei Punkte als weitere Information und wir können zu einem unbekannten Stein bei uns fragen, ob die Anzahl Punkte mit einem aus der Auslage (z.B. 2 Punkte) übereinstimmt.
Die Anleitung steht sogar auf dem Sichtschutz. Die Zahlen zu den Farben sind systematisch zugeordnet

Die Kunst ist nun, besonders taktisch (teilweise auch glücklich) mit diesen beiden Aktionen unsere Zahlen zu ermitteln und wenn wir uns sicher sind „Fünf und fertig“ zu rufen, um dann zu gewinnen.

Hätte der linke Spieler noch die rosa 17 und würde sich eine 20 einordnen lassen, wäre das Spiel schon schnell vorbei.
Mein oranger Stein ist unter 12 und kann nur eine 5 oder 10 sein. Da die 10 jemand anderes hat ist es die 5. Sonst hätte ich auch fragen können, ob der Stein 1/2 Punkte hat, wenn ein entsprechender Stein für die Frageaktion in der Auslage ist.
Geschafft.

Fazit:

Möglicherweise kommt nach dem Erfolg von Bomb Busters jetzt eine Welle an Deduktionsspielen auf den Markt. Got Five! ist sehr einsteigerfreundlich, schnell erklärt und ein echtes Wettrennen. Leider spielt jeder so ein bisschen für sich und bei eng benachbarten Zahlen kann man schneller den Zahlenkreis einschränken. Es macht schon Spaß, ist mir auf die Dauer dann aber doch einen Tick zu simpel. Als Logikspiel und gerade auch für Kinder oder Spiele-unerfahrene eine Empfehlung als kleines Partyspiel für bis zu 4 Personen.

Stubenscore: 7,3 / 10


GOT FIVE!
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Brettspiel (getestet)

Published — 14. Mai 2026 … endlich ein Blog über Spiele

Skitter

Von: ferengi
14. Mai 2026 um 06:29

Nur ein Schnippspiel?

Vor zwei Jahren haben wir auf der Spielemesse in Hamburg bereits einen Prototyp des Schnippspiel angetestet. Nun auf der 2026er Boardgamecruise nach Helsinki haben Ingo und Nils vom Skitter-Team gleich ein Turnier veranstaltet und mit viel Herzblut ihr Projekt vorgestellt.

Es gibt schon eine Reihe „Tischspiele“ mit Schnipsen oder Airhockey mit Schlägern, also was macht Skitter anderes?

Das Brett

Der Trick mit den Magneten ist schon eine tolle Idee, die eine Leichtigkeit und geringe Frustration ins Spiel bringt. Denn man hat schnell Erfolge und Spaß, zumindest wenn der Gegner kein Profi ist. Man muss das Ziel nicht genau treffen, die Magnete ziehen einen schon ein bisschen in die Zielbereiche. Und diese bestehen aus drei Kreisen (gelb, rot blau). Zu denen schnipsen wir mit den Skitts aus unserer Basisfläche, indem wir unseren Zeigefinger in die magnetische Spielscheibe legen und dann mit einer Fingerbewegung über Bande oder vorsichtig durch die Mitte vorbei an Kork-Bumpern und den Big-Skitts-Hindernissen vorbei schießen.

Gleich wird der Skitt geschossen

Sobald im jeweiligen Zielbereich um die drei farbigen Kreise beim Gegner mindestens zwei Skitts haften, macht man mit jedem weiteren einen Punkt. Wer zuerst fünf Punkte hat, gewinnt die Partie.
Und so ist die Besonderheit beim roten Zielkreis ganz clever, denn hier kann man ab dem dritten Skitt auch anstelle eines Punktes zu nehmen dem Gegner einen Minuspunkt geben. Dies ist sinnvoll, wenn der Gegner mit 4 Punkten kurz vor dem Sieg mit 5 Punkten steht.

Auf welche Ziele man spielt, hat eine Taktikkomponente. Denn zusätzliche Skitts haften ab einer bestimmten Anzahl nicht mehr so gut, da die magnetische Kraft nach weiter außen nachläßt. Noch wichtig: Sobald bei beiden Spielern bei einer Farbe 2 Skitts sind, werden die Skitts dieser Farbe abgeräumt. So ist dann wieder etwas Platz im Startbereich, der ja auch der Zielbereich des Gegners ist.

Ein bisschen Stolz bin ich ja schon. Der letzte Preis war eine Teilnehmerurkunde bei den Bundesjugendspielen
Ein bisschen stolz bin ich ja schon. Mein letzte Preis für eine Sportveranstaltung war eine Teilnehmerurkunde bei den Bundesjugendspielen vor ein paar Jahrzehnten.

Fazit:

Nach einigen Zufallserfolgen kann man mit ein wenig Geschick sich eine Spielweise anlernen, mit der man „relativ sicher“ konstant punktet. Bei zwei gleichstarken (oder -schwachen) Gegnern kann ein Schlagabtausch schon lange dauern. Und so freut man sich schon, wenn der Gegner bei 5:4, 4:5 und einem Spielstand von 4:4 im Entscheidungsspiel ein Eigentor schießt. Mit einer Spieldauer von ca. 10 Minuten hat eine Partie auch die richtig Länge. In die weiteren Regelvariationen mit Zielvorgaben (über Farbwürfel) muss ich mich noch einskittern.

Mir gefällt Skitter immer besser, kann man es doch schnell und kurz Anderen quasi beim Spielen erklären. Sollte man auf jeden Fall mal ausprobieren.

Stubenscore: 8,0 / 10


SKITTER
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Brettspiel (getestet)

Published — 13. Mai 2026 … endlich ein Blog über Spiele

Caper Europe

Von: ferengi
13. Mai 2026 um 09:17

Um die Wette klauen

In vier europäischen Städten können wir in diesem 2-Personen-Spiel kompetitiv unsere Diebesbanden mit Ausrüstungsgegenständen in drei Gebäude schicken, um Gegenstände zu klauen und aber letztendlich mehr Siegpunkte als der Mitspieler zu erhalten.

Mechanistisch gibt es hierbei verschiedene Möglichkeiten, Siegpunkte zu bekommen. So versuchen wir in einem Tauziehmechanismus bei den drei Gebäuden die Gaunermarke auf unsere Seite zu ziehen, wie wir es aus Zenith kennen. Der Sieger beim Tauziehen erhält die Boni der Karte in der Mitte der Gebäude. Alternativ kann man durch Sonderpunkte von Dieben und Ausrüstung Punkte sammeln, z.B. für jede gelbe Karte einen Punkt oder auch für Farbkombinationen oder (bei schwierigeren Städten) Karten in der Gegnerauslage oder sogar den Ablagestapel. Weiterhin kann man Diebesgut (z.B. Bilder und Diamanten) sammeln, dies macht auch inhaltlich Sinn.

In sechs sich abwechselnden Phasen bringen wir Diebe und Ausrüstungsgegenstände ins Spiel. Auf dem Spielplan sieht man die Anzahl und wer dran ist, perfekt gelöst!
Auch cool: Beide Spieler haben die gleich Anzahl Karten, legen abwechselnd eine an die Gebäude auf ihrer Seite an und dann wechseln die verbleibenden Karten die Seiten und weiter geht es. Das gefällt mir gut, muss man doch abwägen, was man selber für sich braucht oder auf keinen Fall der Gegner als Karte bekommen sollte.
Die Diebe bringen Vorteile im weiteren Spiel und sind das Geldeinkommen. Die Ausrüstungen können wir bei den Dieben anlegen und kosten dann aber in der Regel Geld. Die Ausrüstungen haben besondere Effekte. So kann eine Karte beim Gegenüber verbrannt werden (also Karte und Funktion aus dem Spiel), selten bekommt man Geld oder man schmeißt eine Siegpunktemaschine an. Besonders gut gefällt mir die unterschiedliche Spielweise der vier Städte. Hierzu gibt es jeweils Ergänzungskarten für die Gebäude, Diebe und Ausrüstungsgegenstände und natürlich ein paar Sonderregeln.

Rechts drei Gebäude mit jeweils drei Plätzen für Diebe. Links die Nachziehstapel und die Anzeige, in welcher Runde wir sind, wieviel Karten wir bekommen und wer beginnt.
Mit Legen der Karten ziehen wir den Gaunerbrillenmarker auf der Gaunerleiste zu uns hin. Es gibt auch Karten, mit denen wir den Marker ein zusätzliches Feld ziehen, z.B. „bei jeder gelben Karte, die wir legen“.
In der Regel bekommt man beim Ausspielen der Diebe Geld. Hier sind meine fünf Ausrüstungskarten, die eher Geld kosten (oben links), aber bei gelben Karten gibt es auch Geld. Sobald wir jeweils eine Karte gespielt haben, wechseln wir das Blatt mit dem Gegner.
Gut gelöst. Wir sehen auf der Leiste die sechs Runden und was die Spieler an Karten bekommen (weiß=Dieb, grün=Ausrüstung) und wer die Rund beginnt.
Rom, anscheinend wollten wir beide keine Kunstgegenstände rauben, da es mit anderen Karten mehr Punkte gibt.
In Barcelona gibt es orange Karten (Hypnoseorgel), für die wir jeweils drei Punkte bekommen, wenn sie am Spielende sichtbar sind (also unten in der Reihe liegen). In die Ikonografie muss man sich einarbeiten.

Fazit:

Das Spiel wollte ich schon immer kaufen, aber es war mir zu teuer. Doch das wirklich schönes Spielmaterial und eine übersichtliches Inlay rechtfertigen den hohen Preis. Die Städte und Gebäude sind schön gewählt. Merkwürdig ist, dass wir in Louvre oder Kolloseum die gleichen Gegenstände klauen sollen. Sonst sind aber die Städte sehr unterschiedlich mit unterschiedlichen Karten und Mechanismen. Bei Wechsel einer Stadt / eines Szenarios ist man aber ganz schön am hin-und-her sortieren der Karten. Und kaufe ich es mir noch: Ich habe alles Städte durchgespielt und würde es jederzeit wieder spielen. Aber es gibt so viele andere 2-Personen-Spiele, so dass ich auch gern was Neues ausprobiere.

Stubenscore: 7,8 / 10


CAPER EUROPE
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Brettspiel (getestet)

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