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Board&Dice Neuheiten, aktuelle Entwicklung, Pläne und das Thema KI

Von: Peer
29. Januar 2026 um 12:15

Board&Dice Neuheiten, aktuelle Entwicklung, Pläne und das Thema KIDer polnische Verlag Board&Dice ist seit vielen Jahren besonders für Eurogame-Fans sehr spannend, denn er erscheinen dort viele anspruchsvolle Neuheiten. Deshalb habe ich mich sehr darüber gefreut mit Karolina von Board&Dice über aktuelle Neuheiten, spannende Entwicklung und mehr News zu sprechend. Board&Dice Neuheiten, aktuelle Entwicklung, Pläne und das Thema KI Karolina vom Verlag Board&Dice stand […]

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Link-15: spielerisch visualisieren und vernetzen – ein Muss für den Geschichtsunterricht?

28. Januar 2026 um 22:42

Hm, ich würde sagen, aber ich bin da vielleicht auch ein bisschen voreingenommen 😉

Wenn ich mich heute an meine Zeit als Schüler im Geschichtsunterricht erinnere, denke ich an gefüllte Tafelbilder, lange Textpassagen und das mühsame Auswendiglernen von Jahreszahlen. Und ich denke daran, wie oft Schüler:innen den Eindruck hatten, Geschichte sei „das, was im Buch steht“, statt etwas, das sich konstruieren und erschließen lässt. Genau darum ging es uns, als Ronald Hild und ich LINK-15: Geschichte ab Klasse 5 entwickelten: Geschichte spielend lernbar machen.

LINK-15: Geschichte ist ein spielerisches Lernmaterial, das historische Inhalte von der Steinzeit bis zum Ende des Mittelalters vermittelt – und zwar handlungsorientiert, visuell und vernetzbar. Mit jeder Karte legen Ihre Schüler:innen ein Stück Geschichte: Sie verbinden Orte, Begriffe und Epochen miteinander und sehen, wie Ereignisse miteinander in Beziehung stehen.

Diese Methode ist ein didaktisches Werkzeug: Durch die Visualisierung von Zusammenhängen werden abstrahierte historische Inhalte greifbar, merkfähig und anschlussfähig an Unterrichtsprozesse – und das auf eine Weise, die Schülerinnen und Schülern wirklich Spaß macht.

LINK-15 ist mehr als nur Spielkarten:

  • Concept Map als Spiel: Wir haben die beliebte Methode der Concept Maps nicht nur theoretisch behandelt, sondern in eine spielbare, motivierende Form überführt.
  • Vernetztes Interesse: Die Schüler:innen lernen, wie Fakten zusammenhängen, z. B. wie die attische Demokratie mit dem Peloponnesischen Krieg verknüpft ist.
  • Flexibel einsetzbar: Es eignet sich als Einstieg, zur Wiederholung, Festigung und sogar zur Lernstandsüberprüfung – also für viele Unterrichtsmomente.
  • Alle Epochen im Blick: Das Material deckt die zentralen Themen des Anfangsunterrichts ab – von Altsteinzeit über Ägypten und Antike bis zum Mittelalter.

Kurz: LINK-15 ist ein „Geheimtipp“ zum Visualisieren von Lerninhalten.

Geschichte besteht aus Erzählungen, also aus Vernetzungen, aus narrativen Strukturen und Beziehungen. Gerade jüngere Schüler:innen profitieren davon, wenn sie Geschichte selbst aktiv erschließen.

Durch das spielerische Verbinden von Karten erleben die Lernenden aktiv, wie historische Akteure miteinander in Beziehung standen, wie Prozesse zusammenhängen und welche Bedeutung Ereignisse für spätere Entwicklungen hatten.

Ron und ich arbeiten seit fast zehn Jahren gemeinsam an Spielen und Lernmaterialien, die Geschichte in den Unterricht bringen – Spiele sind auch Lernmedien, die gezielt eingesetzt und konzipiert sehr wirksam sein können. LINK-15 ist daher das Ergebnis einer Reihe von Erfahrungen aus der Praxis – des Unterrichts, der Spielentwicklung und des zahlloser Tests mit Klassen und Lehrkräften.

Hier ein paar erprobte Ideen für Ihren Unterricht:

  • Einstieg: Mit einer kleinen Auswahl an Karten als Warm-up – Schüler:innen ordnen Begriffe vor dem gemeinsamen Unterrichtsgespräch.
  • Vertiefung: Nach einem Text oder einer Quelle verbinden die Schüler:innen die passenden Karten aus dem Spiel.
  • Lernstandsüberblick: Schüler:innen verbinden ausgewählte Karten und erklären die Zusammenhänge verbal oder schriftlich – ideal zur Diagnose vor Tests.

Ganz bewusst haben wir LINK-15 so konzipiert, dass es ohne großen Materialaufwand oder lange Vorbereitung funktioniert. Als Autoren möchten wir Impulse setzen: für einen Geschichtsunterricht, der vernetztes Denken, aktives Lernen und kognitive Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt stellt.

Neugierig geworden? Dann am besten einfach mal ausprobieren:

www.friedrich-verlag.de/shop/link-15-geschichte-ab-klasse-5-1003

7 spannende Brettspiel-Neuheiten von KOSMOS 2026

Von: Peer
27. Januar 2026 um 08:01

7 spannende Brettspiel-Neuheiten von KOSMOS 2026KOSMOS hat bereits sehr viele Neuheiten für das Jahr 2026 angekündigt. Ich habe mir diese angeschaut und stelle heute 7 spannende Brettspiel-Neuheiten von KOSMOS genauer vor. Das sind eher zugängliche Familien- und Kennerspiele, die vielversprechend sind, inklusive der einen oder anderen Erweiterung. Ich bin sehr neugierig, auf welche KOSMOS Neuheiten ihr euch freut. 7 spannende […]

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Click a Tree

Von: Oliver
26. Januar 2026 um 18:34

click tree titel

Spiele mit einem Thema sind immer eine feine Sache. Wenn dann das Thema nicht aufgesetzt wirkt, noch besser. Wenn aber ein Thema aus gutem (Hinter-)Grund aufgesetzt wird, dann sollte man genau hinschauen, bevor man urteilt. Click a Tree ist genau so ein Spiel. Eine bewährte Mechanik bekommt ein Thema, um damit auf etwas aufmerksam zu machen.

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Castle Combo

26. Januar 2026 um 15:46

Castle Combo

Castle Combo ist ein Kartenspiel, das euch in die Rolle von Baumeistern eines ganz persönlichen Hofstaats versetzt. Ziel ist es, über mehrere Runden hinweg ein Raster aus neun Charakterkarten zu errichten und deren Fähigkeiten sowie Wertungsbedingungen möglichst clever miteinander zu verzahnen. Jede Partie endet mit einer gemeinsamen Abrechnung, bei der sich zeigt, wessen Auslage die meisten Punkte generiert. Thema und Mechanik greifen dabei eng ineinander: Schloss und Dorf liefern unterschiedliche Figuren, die zusammen ein funktionierendes Ganzes ergeben sollen.

Der Einstieg gelingt angenehm zügig. Nach kurzer Erklärung ist klar, was zu tun ist, denn Castle Combo arbeitet mit einer sehr klaren Ikonografie. Jede Karte zeigt übersichtlich, was sie beim Ausspielen bewirkt und wie sie am Spielende punktet. Im eigenen Zug wählt man eine der offen ausliegenden Karten aus Schloss oder Dorf, bezahlt sie mit Gold, führt sofort ihren Effekt aus und platziert sie in der eigenen 3×3-Auslage. Die Position ist dabei entscheidend, denn viele Karten beziehen sich auf Reihen, Spalten oder benachbarte Karten. So entsteht nach und nach ein kleines Puzzle, bei dem nicht nur die Auswahl der Karte zählt, sondern auch der Platz, an dem sie landet.

Interaktionen auf dem Kartenmarkt

Manche Charaktere liefern sofort Ressourcen wie Gold oder Schlüssel, andere verändern die Auslage der Mitspielenden oder eröffnen neue Rabatte. Gleichzeitig sind die Wertungsbedingungen so gestaltet, dass sie sich gut kombinieren lassen, ohne völlig aus dem Ruder zu laufen. Auch nach mehreren Partien bleibt das Ergebnis offen, denn die Kartenkombinationen variieren stark und führen immer wieder zu neuen Synergien. Trotz dieser Variabilität bleibt die Endabrechnung erfreulich nachvollziehbar und transparent, was gerade für Familien und Gelegenheitsspieler ein großer Pluspunkt ist.

Die Interaktion entsteht vor allem über den gemeinsamen Kartenmarkt. Da immer nur wenige Karten offen ausliegen und der Herold bestimmt, ob aus Schloss oder Dorf gewählt werden darf, beeinflussen sich die Spieler indirekt ständig gegenseitig.

Leider kann es bei steigender Spielerzahl zu spürbarer Downtime kommen. Wer gerade einen Plan im Kopf hat, muss oft eine Zeitlang zusehen, wie gewünschte Karten verschwinden oder sich der Markt bis zum eigenen Zug komplett verändert. Vorauszuplanen ist daher nur eingeschränkt möglich, weil man erst abwarten muss, was überhaupt noch verfügbar ist, wenn man wieder an der Reihe ist.

Trotzdem funktioniert das Spielgefühl insgesamt sehr rund. Der schnelle Einstieg, die klare Symbolsprache und die hohe Varianz sorgen dafür, dass Castle Combo auch nach vielen Partien frisch bleibt. Wer Freude an überschaubaren Kartenkombos und einem leichten, aber nicht belanglosen Optimierungsgefühl hat, findet hier ein Spiel, das sich gut erklären lässt und dennoch genug Tiefe bietet.


Castle Combo: Auf einen Blick

Title

Castle Combo ist ein kurzweiliges, elegant verzahntes Kartenspiel ist, das mit wenig Regeln viel Kombinationsfreude erzeugt und gerade dann überzeugt, wenn man sich auf den wechselhaften Markt einlässt und flexibel auf das reagiert, was die Partie gerade anbietet. 1/2 Punkt Abzug bei Partien zu Fünft.

Autoren: Grégory Grard, Mathieu Roussel | Kosmos | 2025 | 2 bis 5 Personen | ab 10 Jahren | bis 30 Minuten


Hinweis: Wertungen vergeben wir im Bereich 0 bis 4 Sternen. Spiele mit 0-1,5 Sternen sind sind schlecht, mit 2 bis 2,5 Sternen durchschnittlich. Ab 3 Sternen beginnen die empfehlenswerten Spiele. Nur außergewöhnliche Titel erhalten 4 Sterne („Four-Star Game“).

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Krypto, nicht Crypto!

Von: Dirk
26. Januar 2026 um 10:54
Lesezeit: 3 Minuten

Willkommen zur Jagd auf das Unerklärliche!

Du bist ein erfahrener Kryptozoologe, immer auf der Spur legendärer Kreaturen, die sich meisterhaft vor der Menschheit verbergen. Dein Ziel? Spüre sie auf, sammle Beweise und bringe sie in ein sicheres Habitat – entweder in dein eigenes Wildschutzgebiet oder in die Obhut von Umweltorganisationen. Wer am meisten Ruhm (a.k.a. Punkte) sammelt, wird zur Koryphäe der Kryptozoologie!

Spielablauf

Das Spiel läuft in Runden mit zwei Phasen:

Kryptozoologen-Phase

  • Reise durch Europa, sammle Beweise und spüre Kryptide auf.
  • Hast du alle nötigen Hinweise, kannst du das Tier sicher fangen. Fehlt dir etwas, kannst du dein Glück mit Würfeln versuchen.
  • Gefangene Kryptide müssen in eine sichere Umgebung umgesiedelt werden – ins Schutzgebiet oder durch spezielle Aufträge.
Die geretteten Kryptiden.

Assistenten-Phase

  • Nutze deinen Assistenten klug, um Ressourcen zu sammeln, neue Fähigkeiten zu erlernen oder die Zugreihenfolge zu beeinflussen.
  • Platziere neue Terrainplättchen im Schutzgebiet, damit deine Kryptide dort ein Zuhause finden können.

Das große Kryptid-Puzzle – Wie die Tiere in das Schutzgebiet kommen

Sobald du ein Kryptid gefunden hast, kannst du es umgesiedeln – vorausgesetzt, das Schutzgebiet bietet einen passenden Lebensraum! Hier kommt der Puzzle-Part ins Spiel:

  • Jedes Kryptid hat eine bestimmte Form und Farbe (Wasser = Blau, Wald = Grün, Gebirge = Braun).
  • Um das Tier in das Schutzgebiet zu setzen, muss es vollständig auf passenden Terrainplättchen platziert werden.
  • Manche Kryptide haben besondere Anforderungen, z. B. dass sie mehrere Geländetypen überdecken oder nur auf unberührtem Land siedeln dürfen.
  • Du kannst dein Plättchen drehen, aber nicht überlappend oder falschfarbig platzieren.
  • Manche Geländefelder enthalten Symbole – wenn du diese überbaust, bekommst du Sofortboni wie Geld oder Erfahrungspunkte.
Hier werden Kryptide gepuzzelt.

Da das Schutzgebiet sich erst nach und nach entwickelt, musst du vorausschauend planen, wo du welche Tiere unterbringst. Platz ist begrenzt, also überlege gut, ob du erst Gelände ausbaust oder sofort Tiere ansiedelst!

Spielende & Sieg

Sobald kein Platz mehr für neue Geländeplättchen ist, wird die Runde zu Ende gespielt und es folgt eine letzte Runde. Dann wird abgerechnet: Wer die meisten Kryptide gefangen und sinnvoll umgesiedelt hat, sowie mit Aufträgen und Boni punkten konnte, gewinnt!

Solo gegen den Wilderer.

Solo-Modus – Das Duell mit dem Wilderer

Falls du dich allein in die Wildnis wagst, bekommst du es mit einem skrupellosen Wilderer zu tun. Der jagt Kryptide für dunkle Geschäfte und kann dir deine Funde vor der Nase wegschnappen. Du musst schneller sein und deine Tiere rechtzeitig in Sicherheit bringen – sonst sind sie für immer verloren!

Fazit

Cryptic Nature ist ein echter Remix aus vielen verschiedenen Spielmechaniken. Überraschend für ein eher klassisches Spielprinzip ist das zusätzliche Einfügen eines Puzzle Elements. Das erinnerte mich ein wenig an ein „Fest für Odin“, in dem das Puzzleelement ja auch nicht so ganz thematisch war. Aber leider bleibt der Spielablauf auch im Verlauf eines Spiels immer etwas zu kompliziert. Ohne das – durchaus gut gestaltete – Beiblatt gelang es uns kaum alle Schritte der einzelnen Phasen einzuhalten. Die 90 Minuten zu viert waren auch kaum einzuhalten und lassen sich wohl nur bei sehr flotter Spielweise erreichen. Laufen und einsammeln, das fühlte sich für uns zu sehr nach Pick-up and deliver an und konnte mechanisch nicht überzeugen, auch wenn es thematisch natürlich passend war.

Was uns allen allerdings gut gefallen hat war die Gestaltung der Karten mit den Kryptiden und die Texte dazu. Da ist sehr viel Herzblut eingeflossen und ein wenig mehr Feinschliff hätte dem unnötigen komplizierten Ablauf sicherlich gut getan.

Insgesamt ein Spiel mit einem ungewöhnlichen Thema, das toll ausgearbeitet wurde, aber vom Spielablauf leider nicht ganz überzeugen konnte. Schade, denn hier hatte ich mir mehr versprochen. Aber vielleicht braucht es ja die Erweiterungen, um dem Ganzen den letzten Schliff zu geben.

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Rahmendaten

Autoren: Georgij Shugol, Alexander Krys, Oleg Meleshin
Illustration: Evgeny Shvenk, Victor Zaburdaev
Verlag: IDventure
Spieldauer: ca. 90 Minuten (eher mehr)
Anzahl: 1-4 Personen
Alter: ab 14 Jahren

Link zu Boardgamegeek: https://boardgamegeek.com/boardgame/383725/cryptic-nature

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Rückblick aufs Brettspielwochenende

26. Januar 2026 um 10:26

Vergangenes Wochenende war es wieder so weit. Das zweite gemeinsame Brettspielwochenende der NATURFREUNDE LUDWIGSHAFEN E.V. und des MINISTERIUMS FÜR BRETTSPIELSPASS im Naturfreundehaus Elmstein hat stattgefunden. Wir freuen uns, dass dieses Mal rund 100 Personen den Weg in den Pfälzer Wald fanden.Schon der Freitagabend setzte den Ton für das Wochenende. Während ein Kennenlern-Bingo die Barrieren…

Quelle

Hallen des Wahnsinns

25. Januar 2026 um 11:55
“Halls of Fame” schauen in den USA auf eine lange Geschichte zurück. Sie sind dort sehr viel präsenter als hierzulande. Vielleicht gehen die Köpfe hinter der Boardgamegeek Hall of Fame deswegen davon aus, dass man schon weiß, was es damit auf sich hat. Die einzige wirkliche Beschreibung ist “The BoardGameGeek Hall of Fame honors games […]

Top 10 Brettspiel-Neuheiten 2026 Vorschau

Von: Peer
25. Januar 2026 um 08:11

Top 10 Brettspiel-Neuheiten 2026Die Vorfreude auf neue Spiele steigt bei mir von Tag zu Tag und deshalb gibt es heute meine Top 10 Brettspiel-Neuheiten 2026 Vorschau. Bereits jetzt sind wirklich viele spannende Neuheiten für das Jahr 2026 bekannt und so war es gar nicht so einfach am Ende die Top 10 zu erstellen, denn ich hätte hier noch […]

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Skizz It

24. Januar 2026 um 12:59

Strichmännchen, Smileys, Formensprache – bei „Skizz It“ braucht es Ideen, Begriffe durch Piktogramme oder andere Abstrahierungen darzustellen. Punkt, Punkt, Komma, Strich, fertig ist das Mondgesicht. Hauptsache, es geht schnell. Denn wer als Erster mit seiner Skizze fertig ist, darf auch als Erster sein “Kunstwerk” präsentieren. Und erhält damit die Chance, Punkte zu sammeln.

Skizz It

Der Zeitdruck ist das zentrale Merkmal dieses Partyspiels: Aus ihm erwächst Spannung und Spaß. Zunächst malen alle – bis auf die ratende Person – den Begriff einer zufällig ausgewählten Wortkarte mit einem abwischbaren Stift auf eine Tafel. Das macht jeder geheim. Wer fertig ist, greift nach dem Holzmarker mit der “1”. Der Zweite nimmt die “2” und beendet damit für alle die Malphase.

Zuerst dreht der schnellste Zeichner seine Skizze um. Frage dabei: Wie gut ist die Skizze in all der Hektik geworden? Schlägt der Rateversuch fehlt, dreht die nächste Person ihr Bild um – und offenbart ihre Kritzelei. Helfen neue Details bei der Lösungssuche auf die Sprünge? Stimmt’s, werden Punkte verteilt. Je früher, desto mehr für Rater und Maler des zuletzt umgedrehten Bildes.

Kryptische Strichverbindungen bei „Skizz It“

Bild? Ja, manchmal darf die Runde staunen, welch geniale Motive in wenigen Sekunden entstehen. Was mit anerkennendem Nicken oder lobenden Worten quittiert wird. Doch zum emotionsgeladenen Partyspiel wird “Skizz It” vor allem durch kryptische Strichverbindungen und rudimentäre Umrisse. Ich habe noch keine Runde erlebt, in der den Leuten vor lauter Lachen ob der verunglückten Versuche nicht die Tränen gekommen sind.

Skizz It

Einzig für die ratende Person kann es ärgerlich sein, wenn es die Ersten – oder die Führenden? – mal wieder so eilig hatten, dass mit den schnellsten Kritzeleien keine hohen Punkte möglich sind. Schwamm drüber!

Skizz It | Mandoo Games und MM-Spiele | Chris Choi | 3 bis 6 Spieler | ab 8 Jahren | 20 Minuten | Meine Bewertung: ★★★☆☆ (gut)

Welche Brettspiel K.O. Challenge wünscht ihr euch als nächstes?

Von: Peer
24. Januar 2026 um 09:53

Welche Brettspiel K.O. Challenge wünscht ihr euch als nächstes?Auch in diesem Jahr wird es wieder eine Brettspiel K.O. Challenge geben, aber welche? Genau darüber könnt ihr heute abstimmen, denn ich stelle einige K.O. Challenge Ideen vor. Ich bin sehr gespannt, für welche K.O. Challenge ihr euch entscheidet. Was ist eine Brettspiel K.O. Challenge? Das ist eigentlich ganz einfach. Bei einer Brettspiel K.O. Challenge […]

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Apropos: Boardgame Cruise

Von: Bill
24. Januar 2026 um 08:00

Ruhiges Schippern durch Holland

Manchmal überrascht einen das Schicksal und ein Wunsch erfüllt sich zu Weihnachten schneller als man gedacht hat. Als ich meine Meinung zur Island-Fahrt unter Horsts ausführlichem Bericht schrieb, hatte meine Seele bereits Sehnsucht nach der nächsten Schiffstour, allem voran erneut als Erklärbär für die Boardgame Cruise. Das Weihnachtswunder geschah für mich dann unerwartet aber voller Freude. Ich wurde gefragt, ob ich mir vorstellen könne an der Rheinfahrt nach Amsterdam teillzunehmen und wie ich in dem genannten Bericht schrieb, konnte ich nicht anders als zuzustimmen!


Weniger ein Bericht – mehr ein Vergleich

Soviel vorab für die lieben aufmerksamen Lesenden hier: Ich habe mit diesem Text eher vor einen Vergleich zur Island-Tour zu erstellen anstatt einen vollständigen Erfahrungsbericht der Amsterdam-Fahrt zu schreiben. Aber schauen wir mal, was am Ende tatsächlich daraus wird. Ich bin selbst gespannt, wie weit ich im Fluss des Schreibens von diesem eigentlichen Vorhaben am Ende abweichen werde.

Schiff und Umweltgedanken zu der Reise

Die MS Alena ist wesentlich schmaler als die Übersee-Fähren der anderen beiden Fahrten, muss es ja anstelle des offenen Meeres einen Fluss durchqueren, an viel kleineren Piers anlegen, wesentlich weniger Menschen transportieren und keine notwendigen Waren von einem zu anderen Ort bringen. Es ist ein regelrechtes Flusskreuzfahrt-Schiff und damit auf Tourismus getrimmt.

Unser Luxusliner am Anleger in Amsterdam

Das zeigt sich natürlich vor allem in der Ausstattung der Zimmer und der Verpflegung. Während man auf den Fähren eher „Pritschen“ in den Kabinen hat, die zwar ausreichend gemütlich sind, aber mit hohem Komfort nicht wirklich viel zu tun haben, befindet sich auf der MS Alena eher ein schwimmendes Hotel. Selbst die kleinsten Zimmer waren mit Doppelbetten, Kaffeeautomaten, Sessel und einem angenehm großen Bad ausgestattet. Wer bereit war noch etwas mehr auszugeben, hatte etwas größere Zimmer und eine voll öffnungsfähige Fensterfront, ein sogenannter französischer Balkon.

Das Zimmer kann frisch bezogen werden!

Die Verpflegung auf den Fähren sind bereits echte Hingucker aber hier bekam man qualitativ noch eine Schippe drauf. Zudem gab es sehr oft und sehr viel zu Essen, doch dazu später mehr.

Die MS Alena hat die Auszeichnung Greenline erhalten, was für nachhaltige und umweltfreundliche Konzepte und für einen ökologischen Tourismus steht. Nähere Informationen lassen sich dazu im Internet finden. Wie man dazu steht, muss jeder für sich entscheiden, der Umweltgedanke ist jedenfalls vorhanden.

Neben tollen Spielen wird man auch mit echten Hinguckern belohnt!

Reiseroute

Wir starteten am 02.01.2025 um 17:00 Uhr von Köln und begaben uns flussabwärts direkt nach Amsterdam.

Die Spieleerklärer und Turnierleiter sind bereit!
  • Tag 1: 17:00 Uhr Abfahrt Köln
  • Tag 2: Amsterdam
  • Tag 3: Horn
  • Tag 4: morgens Rotterdam / abends Gorichem
  • Tag 5: Nijmegen
  • Tag 6: Köln… ne, Duisburg?

Aufgrund eines technischen Ausfalls musste die MS Alena frühzeitig in Duisburg anlegen. Die Reederei hatte sich vor Ankündigung dieser Misere jedoch bereits um Busse nach Köln und andere Lösungen sehr vorbildlich gekümmert. Vielen Dank dafür – Fehler passieren immer und ständig. Gut wenn man sich darauf verlassen kann, dass trotzdem alles funktioniert!

Da kamen ein paar Spiele auf den Tisch

Ausgepackt aber noch unsortiert.

Wir brachten mehr als 650 Spiele an Deck und bereiteten diese für das Spielerlebnis der Pasagiere vor. Hier zeigte sich die unbeschreibar große Freundlichkeit der hoch internationalen Crew gegenüber uns und den Passagieren das erste Mal: Jede Person an Deck, die nichts anderes zu tun hatte, half beim Aufladen und Tische schieben. Sogar das eigentliche Bücherregal wurde leer geräumt damit wir die kleineren Spiele dort bestens übersichtlich bereitstellen konnten.

Sieht zwar so aus, aber die stehen nicht immer hier.

So waren alle Spiele ratz fatz an Bord und ebenso schnell zum Durchstöbern und Mitnehmen bereitgestellt. Wir waren bereit und die Crew voll neugieriger Vorfreude auf uns und die Pasagiere. Es konnte losgehen!

Erklärt habe ich in den Tage wirklich sehr viele Spiele. Aber es fiel uns Erklärern etwas im Speziellen auf: Die Passagiere waren nicht nur ruhiger als auf den anderen Fahrten gewohnt, sondern spielten im Schnitt auch einfachere Kost. Natürlich befanden sich auch Expertenspiele auf den Tischen aber das Groß lag eher im Familien- und Kennerspielbereich.

Für mich selbst brachte ich ein paar Mal Star Trek Captain’s Chair auf den Tisch. Dazu kamen Parks und Terraforming Mars.

Menschen!

Es ist nicht von der Hand zu weisen, welch angenehmes Gefühl es einem bringt, mit vielen Bekannten der Cruise und einigen Wiederholungstätern unter den Passagieren diese für alle erste Version der Amsterdamtour gemeinsam zu erleben. Aber allem voran auch die vielen neuen Bekanntschaften, welche durchweg bei guter Laune waren, machten diese Fahrt wieder zu etwas ganz Besonderen.

Schon ein paar mal am Rande erwähnt, aber nun besonders hervorgehoben werden muss nun aber endlich auch die Bordcrew. Diese hatten für jeden ein Lächeln, waren stets zuvorkommend und immer nett, Vielleicht lehne ich mich zu weit aus dem Fenster, aber jeder von ihnen machte den Eindruck mit viel Freude auf dem Schiff zu arbeiten. Was mir aber wirklich ein Lächeln ins Gesicht zauberte, was zu sehen, wie die meisten der Crew erst voller Erstaunen aber auch Neugier vor der Masse an Spielen standen, nach kurzer zeit aber anfingen selbst immer wieder etwas heraus zu nehmen und selbst auszuprobieren. Eine Mitarbeiterin erzählte mir sogar auf Nachfrage, dass sie am Abend zuvor Age of Comics auf dem Tisch hatten. Das erstaunte mich tatsächlich, zumal bestätigt wurden, dass sie alle noch keine größere Erfahrung mit Brettspielen hatten.

Viele Hände – schnelles Ende!

Generell ist man auf solchen Flusskreuzfahrten wohl eher älteres Publikum gewohnt. Überall sind Alarmschalter angebracht um nach medizinischer Hilfe fragen zu können. Aber auch die Musikauswahl im Restaurant und bei Ankunft in Amsterdam, welche um 10:30 Uhr einige Langschläfer aus dem Schlaf riss, waren sichere Anhaltspunkte für diesen Gedanken. Im Laufe der Fahrt gab es zur musikalischen Untermalung allerdings einige Anpassungen, bis hin zum kompletten Verzicht darauf.

Am Ende fasste der Sprecher der Schiffsbesatzung einige für diese neue Erkenntnisse auf relativ lustige Weise zusammen. Man würde in Zukunft auf einen erhöhten Colakonsum eingehen, war dabei eine der größten Erkenntnisse, musste die Besatzung doch nach der Hälfte der Fahrt einen gesamten Supermarkt um seinen Colavorrat erleichtern. Das, so wurde versichert, sei in der Geschichte der MS Alena noch nicht vorgekommen.

Rund um die Verpflegung

Satt und zufrieden sollen sie sein! So oder so ähnlich ist wäre wohl die Aussage eines Koches auf einem Kreuzfahrtschiff. Anders kann ich mir das gesamte Essensangebot auf der MS Alena nicht erklären. Nicht falsch verstehen: Das Essen auf den beiden Fähren nach Helsinki und Island ist ebenfalls sehr lecker! Aber die Nahrungsangebote auf dem Rhein waren noch um ein Krönchen besser! Es gab fünf (!) verschiedene Mahlzeiten am Tag! Frühstück, Mittagessen, Kaffee & Kuchen, Abendessen und einen Spätsnack. Damit die Früh- und Spätaufsteher nicht zu kurz kamen, gab es vor und nach den Buffetzeiten auch noch Frühstückssnacks in der Panoramalounge. Und falls das immer noch nicht reichte, konnte man sich kostenlose Haribos zwischendurch an der Rezeption abholen! Hier hätten die Hobbits von Mittelerde wohl endlich einen Ort gefunden, an dem ein zweites Frühstück oder ein später Mittagstisch real ist.

Büffet Restaurant „Vier Jahreszeiten“

Das Buffet war zu jeder der drei Hauptmahlzeiten reich gedeckt. Es gab stets zwei unterschiedliche Suppen, eine große Salatbar und der Uhrzeit entsprechend sehr leckere Hauptspeisen. Mittags und abends gab es noch Dessert. Dafür konnte man zum Frühstück á la Carte Eierspeisen, Pancakes und anderes ohne Zusatzkosten dazu bestellen.

Spezialitätenrestaurant

Wem die reichhaltige Auswahl im „Vier Jahreszeiten“ noch nicht ganz reichte, konnte sich zum Abendessen alternativ und ohne Mehrkosten zum Spezialitätenrestaurant anmelden. Hier gab es eine für die gesamte Reise zu jedem Abend gleich vorgesehen Menükarte. Kastaniensuppe oder gebeizter Lachs als Vorspeise, eine Auswahl von drei Hauptgerichten und eine Bratapfeltiramisu zum Nachtisch. Das war mal so richtig lecker! Aufgrund der maximal 36 Plätze war eine Reservierung während der Fahrt Pflicht.


Sonstiges

Was ist nun mein Fazit? Welche der drei unterschiedlichen Boardgame Cruises empfehle ich hier nun? Das ist, wie so vieles, nicht so einfach zu sagen. Im Grunde kommt das auf Eure Vorlieben an:

  • Mögt Ihr Abenteuer, raue See, einen langen Trip und wollt viele Kenner- und Expertenspieler antreffen? Ihr wollt Farör und Island dabei in kurzen Tagestrips erkunden und habt keine Angst vor meterhohen Wellen dann ist die Smyrilline nach Island genau Euer Ding.
  • Wenn Euch die Abenteuerlust zwar ruft, ihr aber nie so viel Zeit habt, der Seegang von Island Euch abschreckt aber ein gewisser Wellengang in Euren Augen kein Problem darstellt und Ihr mehr spielen wollt als auf Land zu gehen, dann wählt die Helsinki-Tour!
  • Wollt Ihr hohen Komfort, so gut wie überhaupt keine Wellen (mal von ein paar kleinen Schubsern auf dem Ijsselmeer abgesehen), sucht eher Familien- oder Kennerspieler (Expertenspiele dennoch nicht ausgeschlossen) und habt viel Hunger? Wollt Ihr dabei täglich einen anderen Ort in Holland erkunden können? Dann nehmt die MS Alena auf dem Rhein nach Amsterdam und zurück!

Aber was hält Euch eigentlich davon ab, mehrere dieser Touren zu erkunden? Egal wie Ihr zu Brettspielen auf dem Schiff steht und ob oder welche dieser Touren Ihr bucht, habt stets Spaß im Hobby!


Bildergalerie

Ich habe fertig

23. Januar 2026 um 16:00

Pegasus Spiele, 2024
Autor: Marco Teubner
2–5 Spieler:innen, ab 8 Jahre, 5–20 Minuten

„Ich habe fertig“ ist ein ungewöhnliches, humorvolles Kartenspiel, das ganz bewusst mit klassischen Mechanismen bricht und stattdessen auf Chaos und spontane Wendungen setzt. Thematisch gibt es keine ausgearbeitete Welt oder komplexe Hintergrundgeschichte, sondern ihr findet euch direkt in einem kurzweiligen Wettlauf wieder: Ziel ist es, die drei Karten mit den Worten „ICH“, „HABE“ und „FERTIG“ vor euch auszulegen und damit den Satz „ICH HABE FERTIG“ zu vervollständigen. Dieser Name ist Programm und verleiht dem Spiel eine absurde, ironische Stimmung, die besonders dann zur Geltung kommt, wenn eure Gegner:innen alles daran setzen, euch daran zu hindern. Das Artwork trägt ebenfalls stark zur Stimmung bei. Statt einer einheitlichen Illustration hat dieses Spiel über 70 Karten, die von rund 30 verschiedenen Künstler:innen gestaltet wurden, so dass jede Karte ihre eigene visuelle Geschichte erzählt und zum Schmunzeln oder Stirnrunzeln einlädt. Die Atmosphäre ist locker, witzig und ein wenig anarchisch, ideal für alle, die sich nicht von tiefen taktischen Systemen einschüchtern lassen, sondern einfach eine kurzweilige Runde mit unerwarteten Momenten suchen.

Der Ablauf in „Ich habe fertig“ ist denkbar unkompliziert: Ihr beginnt mit einem gemischten Stapel aus allen Karten. In eurem Zug stehen euch genau zwei Aktionen zur Verfügung. Entweder zieht ihr eine neue Karte, um euren Vorrat zu vergrößern, oder ihr spielt eine Karte aus eurer Hand aus und führt die darauf stehende Aktion aus. Ganz simpel und doch überraschend wirkungsvoll ist es, dass fast jede Karte eine spezielle Wirkung hat, die das Spielgeschehen durcheinanderwirbelt. Manche Karten lassen euch zum Beispiel alle Handkarten mischen und neu verteilen, andere zwingen euch dazu, Karten an Mitspielende abzugeben oder gar schon ausgespielte Karten wieder zu entfernen. Dadurch ergibt sich eine Dynamik, in der Planung nur eine untergeordnete Rolle spielt. Vielmehr bestimmt der zufällige Kartenziehstapel, wie sehr ihr eure Mitspieler:innen ausbremsen, unterstützen oder schlicht überraschen könnt. Runden sind kurz, oft in wenigen Minuten vorbei, und es entsteht ein ständiger Wechsel zwischen Glück, Ärger und Gelächter.

Beim Spielerlebnis überzeugt „Ich habe fertig“ vor allem durch seine zugängliche Spielweise und den hohen Unterhaltungswert. Die kurzen Partien sorgen dafür, dass ihr das Spiel immer wieder auf den Tisch bringen könnt, ohne dass es sich zieht, und die vielen unterschiedlichen Karteneffekte garantieren, dass keine Runde der nächsten gleicht. Die Interaktion ist hoch, allerdings mehr im Sinne von chaotischer Beeinflussung als durch strategisches Gegeneinander. Ein klarer Vorteil liegt in der leichten Erlernbarkeit der Regeln, die selbst für Gelegenheitsspieler:innen oder Familien mit jüngeren Mitspielenden sofort verständlich sind. Genau hier liegt aber auch ein Punkt, an dem es hakt. Wer tiefere strategische Entscheidungen, langfristige Planung oder ernsthaften Wettbewerb sucht, wird bei diesem Spiel schnell an seine Grenzen stoßen. Nach einigen Partien hat man viele der Karten schon gesehen und der Überraschungseffekt lässt nach. Das Material ist schlicht, die Gestaltung der Karten reizvoll und vielfältig, ohne aber den Anspruch zu erheben, ein hochwertiges Premiumprodukt zu sein. Die Verarbeitung wirkt solide genug für viele Spieleabende, allerdings ist die Attraktivität eher von der humorvollen Illustration als von Haptik oder Detailreichtum geprägt. Insgesamt eignet sich dieses Spiel besonders als Party- oder Familienspiel für zwischendurch und als lockere Absacker-Runde nach längeren Sessions. Für Vielspieler:innen mit Hang zu anspruchsvollen Kennerspielen ist es eher weniger geeignet. Abschließend lässt sich sagen, dass „Ich habe fertig“ dort glänzt, wo es sein will: als kurzweiliges, fröhliches Kartenspiel mit Überraschungseffekten und viel Interaktion für gesellige Abende. Wer sich darauf einlässt, wird oft lachen und selten vor Langeweile gähnen.

SPIEL DOCH! in Dortmund: Ausstellungsfläche ausverkauft / exhibitor space sold out

23.01.2026 - Das stetige Wachstum der SPIEL DOCH! in Dortmund erreicht eine neue Stufe: Bereits drei Monate vor dem Start der Messe am 24. April 2026 vermeldet der Veranstalter, der w. nostheide verlag, den Ausverkauf aller Standflächen. Seit dem 16. Januar ist klar: Die Messe ist komplett belegt.

Aquaria

Von: Jens
23. Januar 2026 um 10:40

Ein eher ungewöhnliches Thema liegt Skelligs Neuheit Aquaria zugrunde. Wir haben es bei dem Titel von Thomáš Holek (SETI, Tea Garden) mit der Pflege und Hege unseres Aquariums zu tun. Ob hier Thema und Mechanik ineinander passen, schauen wir uns

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MinD Spielepreis 2026: erstmals mit Expertenspielen / now with expert games

23.01.2026 - Seit 2009 wählt die Hochbegabtenvereinigung Mensa in Deutschland (MinD) jährlich in mehreren Kategorien ihre beliebtesten Spiele eines Jahres. Dies wird auch 2026 passieren, allerdings mit einer Änderung: "Für Familien- und Kennerspiele gibt es schon diverse Auszeichnungen und Preise", so Jochen Tierbach, seit 16 Jahren der Organisator des MinD-Spielepreises. "Aber für Expertenspiele, für die richtig harten Brocken, gibt es so etwas in Deutschland noch nicht. Und wir haben das Gefühl, die Branche möchte es." Daher werden bei den sogenannten "komplexen" Spielen dieses Mal sechs reine Expertenspiele nominiert.

11 neue Brettspiel-Erweiterungen: Heat, Rock Hard 1977, Flügelschlag, Viticulture … | News

Von: Peer
23. Januar 2026 um 08:01

11 neue Brettspiel-Erweiterungen: Heat, Rock Hard 1977, Flügelschlag, Viticulture ... | NewsIn den vergangenen Wochen wurden wieder einmal echt viele interessante Brettspiel-Erweiterungen angekündigt, die 2026 erscheinen sollen. In den heutigen News schaue ich mir 11 Erweiterungen genauer an, zu Spielen wie Heat, Rock Hard 1977, Flügelschlag, Viticulture und weiteren. Ich gehe darauf ein, was uns erwartet und worauf ich mich am meisten freue. 11 neue Brettspiel-Erweiterungen: […]

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Die besten Schnippspiele für deine Spielesammlung

22. Januar 2026 um 09:19

Bei Schnippspielen nutzt ihr euer Geschick und taktisches Verständnis, um Spielsteine per Fingerstoß ans Ziel zu bringen. Wir haben uns die besten Games für euch genauer angesehen und berichten von unseren Eindrücken.

Schnippspiele gehören zu den Brettspielen, die sofort für Aufmerksamkeit am Spieltisch sorgen. Statt langer Regelwerke oder komplexer Abläufe stehen hier Geschicklichkeit, Timing und eine Portion taktisches Denken im Mittelpunkt. Und Haptik! Mit einem gezielten Fingerstoß (engl. to flick) werden Spielsteine bewegt, Ziele angesteuert oder gegnerische Pläne durchkreuzt – schnell erklärt, aber überraschend vielseitig.

Als besondere Form der Geschicklichkeitsspiele verbinden Schnippspiele eine intuitive Mechanik mit echter Entscheidungsfreiheit. Winkel, Entfernung und Position auf dem Spielplan spielen eine ebenso große Rolle wie das Einschätzen der Mitspielenden. Gerade darin liegt ihr Reiz: Jede Aktion ist sichtbar, spürbar und hat unmittelbare Auswirkungen auf den weiteren Spielverlauf.

Für Familien und gemischte Spielrunden sind Schnippspiele besonders attraktiv. Sie sind leicht zugänglich, fördern die Interaktion und gleichen Erfahrungsunterschiede aus. Ob Kinder, Gelegenheitsspieler oder Vielspielerin – alle sitzen auf Augenhöhe am Tisch und erleben gemeinsam spannende, oft emotionale Spielmomente.

Wir haben uns durch die Welt der Schnippspiele geflickt und stellen euch im folgenden Beitrag „Die besten Schnippspiele für deine Spielesammlung“ in alphabetischer Reihenfolge vor. Dabei werfen wir einen Blick auf Spielmechanik, Materialqualität und Wiederspielwert und zeigen, welche Schnippspiele sich besonders für Familien und Spielrunden eignen.

Inhaltsverzeichnis der Seite:
  1. Crokinole
  2. Ice Cool
  3. Le Passe Trappe
  4. Pitch Car
  5. Pitch & Plakks
  6. Rumms – Schnipp die Krone
  7. Schnipp & weg
  8. Skitter
  9. Subbuteo
  10. Table Curling

Crokinole

1876 | 2 bis 4 Personen | Ab 8 Jahren | bis 30 Minuten

Crokinole gilt als der unangefochtene Klassiker der Schnippspiele und besticht durch seine elegante Schlichtheit. Auf einem kreisrunden, hochwertigen Holzbrett versuchen zwei Personen oder Teams, ihre Scheiben in punktreiche Zonen zu manövrieren. Das Herzstück bildet die zentrale Vertiefung, das 20er-Loch, das von acht Pfosten als Hindernisse bewacht wird. Ziel ist es, am Ende einer Runde durch geschicktes Platzieren und Verdrängen die höchste Punktzahl zu erreichen.

Das Spielgefühl von Crokinole wird durch eine strikte Kontaktregel geprägt: Liegt ein gegnerischer Stein auf dem Feld, muss dieser zwingend getroffen werden. Das erfordert ständige Abwägungen zwischen Angriff und Verteidigung. Man wählt etwa einen riskanten Bandenschuss, um einen gut platzierten Gegner aus dem Zentrum zu stoßen und gleichzeitig die eigene Scheibe in einer hohen Wertungszone zu parken. Die glatte Oberfläche erlaubt dabei präziseste Manöver, bei denen die exakte Dosierung der Kraft über Sieg oder Niederlage entscheidet.

Abschließend zeigt sich das Spiel als zeitloses Meisterwerk mit enormem Wiederspielwert. Die haptische Qualität des Holzes und die Tiefe der taktischen Duelle machen jede Partie einzigartig. Es ist die perfekte Mischung aus sportlichem Ehrgeiz und 150-jähriger Spieltradition.

Ice Cool

Von Brian Gomez | Amigo | 2017 | 2 bis 4 Personen | ab 6 Jahren | bis 30 Minuten

„Ice Cool“ von Brian Gomez widerlegt das Klischee, dass Kinderspiele nur für Kinder interessant seien. Sein Schnippspiel ist ein großer Spaß für jedes Alter. In einer Pinguin-Schule, die aus fünf flachen Boxen zusammengesetzt wird, versuchen wir, unsere Spielfigur geschickt durch die einzelnen Räume zu schnippen. Über den Durchgängen hängen Fische, die wir beim Passieren einkassieren. Doch Vorsicht: Einer der Mitspieler ist der Hausmseister der Schule und versucht, die anderen Pinguine zu fangen.

Ice Cool ist ein modernes Geschicklichkeitsspiel, das durch einen originellen Aufbau der Spielkartons glänzt und mit etwas Übung großartige Moves der Spielfiguren ermöglicht. Pro-Tipp: Wir haben uns auch die Fortsetzung „Ice Cool 2“ angeschafft und stecken am liebsten beide Spiele zusammen: Das ergibt zehn Räume und ein riesiges Spielfeld, auf dem ihr euch gegenseitig jagen könnt!

Le Passe Trappe

Von Jean-Marie Albert, Matthew McLachlan | Ferti | 2 Personen | ab 6 Jahren | bis 10 Minuten

Dieses rasante Geschicklichkeitsspiel für zwei Personen verzichtet auf klassische Rundenabfolgen und setzt stattdessen auf pure Action. Das rechteckige Holzbrett ist durch eine Zwischenwand mit einer schmalen Öffnung in zwei Hälften geteilt. Jeder von euch startet mit fünf oder sechs Holzscheiben auf seiner Seite. Das Ziel ist so simpel wie fordernd: Leert eure Spielfeldhälfte komplett, indem ihr die Scheiben mithilfe des gespannten Gummibandes durch das zentrale Tor katapultiert.

Die zentrale Mechanik ist das gleichzeitige Agieren: Es gibt keine Pausen, denn beide Spieler schnippen ihre Pucks so schnell wie möglich mit nur einer Hand durch die Lücke. Da euer Gegenüber genau dasselbe versucht, fliegen ständig neue Scheiben in euer Feld zurück, die ihr sofort wieder ins Visier nehmen müsst. Wer zuerst keine einzige Scheibe mehr auf seiner Seite liegen hat, entscheidet die Runde für sich. Meist wird in einer Serie wie „Best of Five“ gespielt, bis jemand die nötigen Siege errungen hat.

Dieses Schnippspiel-Duell erfordert nicht nur Schnelligkeit, sondern auch Nervenstärke und Präzision unter massivem Zeitdruck. Die hohe Interaktion und die kurzen, knackigen Partien machen es zu einem idealen Partyspiel oder schnellen Wettkampf zwischendurch für jede Altersklasse. Es ist ein Paradebeispiel für ein Spiel, das ohne kompliziertes Regelwerk sofort Begeisterung auslöst.

Pitch Car

Von Jean du Poël | Ferti | 2003 | 2-8 Personen | ab 8 Jahren | bis 30 Minuten

Rennsport-Action pur: Bei PitchCar steuert ihr kleine Holzscheiben per Fingerschnipp über einen modularen Parcours. Das Ziel ist es, als Erster drei Runden zu vollenden. Eine Qualifikation vorab entscheidet über die Startplätze, bevor das packende Rennen mit bis zu acht Personen beginnt.

Das Spielgefühl lebt von der ständigen Balance zwischen Risiko und Präzision. Ihr müsst eure feinmotorischen Fähigkeiten beweisen, um die Wagen geschickt durch enge Kurven zu manövrieren. Wer zu fest schnippt und die Strecke verlässt oder sein Fahrzeug aufs Dach legt, verliert wertvollen Boden und muss zurück zur alten Position. Die Banden lassen sich taktisch nutzen, um mit hohem Tempo an den Gegnern vorbeizuziehen. Durch den modularen Aufbau und vielfältige Erweiterungen wie Schanzen oder Kreuzungen gleicht kein Rennen dem anderen.

Abschließend zeigt sich PitchCar als zeitloser Schnippspiel-Klassiker mit hoher Materialqualität. Die einfache Mechanik ermöglicht einen sofortigen Einstieg ohne lange Regelstudien. Trotz kleiner Kanten an den Übergängen der Holzteile bleibt das Erlebnis durchweg packend und bietet langanhaltenden Spielspaß. 

Pitch & Plakks

Von Jordi Dominguez und Haritz Múgica | Plakks | 2020 | 2 bis 8 Personen | ab 6 Jahren | bis 45 Minuten

Pitch & Plakks bringt das klassische Minigolf-Gefühl als modulares Schnippspiel auf den Tisch. Ziel für zwei bis acht Teilnehmende ist es, die eigene Kugel mit so wenigen Fingerstößen wie möglich einzulochen. Das Spiel simuliert dabei eine Outdoor-Sportart durch geschickte Aktionen auf einer variablen Holzstrecke, die wir immer wieder neu zusammensetzen können.

Der Reiz liegt in Hindernissen wie Rampen, Brücken oder Kurven. Die Spieler setzen die Bahn aus Puzzleteilen zusammen und entscheiden bei jedem Zug über Kraft und Winkel. Wer vor dem steilen „Vulkan“ steht, benötigt viel Fingerspitzengefühl, um die Kugel präzise zu versenken, ohne sie über das Ziel hinaus zu katapultieren. Landet der Ball abseits der Bahn, drohen Strafpunkte. Wir müssen unsere Züge exakt koordinieren, um auf der Punktetafel am Ende die niedrigste Summe vorzuweisen.

Das Spiel überzeugt durch hochwertiges Material und eine hohe soziale Dynamik. Die modularen Teile bieten einen hohen Wiederspielwert, da ständig neue Kurse entstehen. Trotz einer etwas instabilen Verpackung bleibt der Spielspaß durch die intuitive Mechanik für alle Altersklassen hoch.

Rumms – Schnipp die Krone

Von Oliver Sibthorpe, Gary Sibthorpe | Kosmos | 2021 | 2 bis 4 Personen | ab 7 Jahren | bis 20 Minuten

In der schicken Blechdose von Rumms – Schnipp die Krone verbirgt sich ein Geschicklichkeitsspiel für zwei Personen oder Teams. Auf drei Neoprenmatten errichten wir zunächst im Geheimen eine Festung aus Würfeln, bevor wir versuchen, den gegnerischen König per Fingerschnipp zu Fall zu bringen. Die Mechanik ist so simpel wie effektiv: Mit Fingerspitzengefühl und einer Portion Glück katapultieren wir unsere Einheiten – von Trollen bis zu Drachen – über das Spielfeld.

Das Besondere sind die Spezialfähigkeiten der verschiedenen Figuren. Manche Würfel frieren gegnerische Einheiten ein, während andere zusätzliche Züge ermöglichen oder gefallene Krieger zurückholen. Das Spielerlebnis ist geprägt von Schadenfreude und Slapstick-Momenten, wenn Würfel in bizarren Winkeln abprallen oder spektakulär Ziele abräumen. Da die leichten Kunststoffwürfel oft unvorhersehbar springen, ist echte Präzision zwar schwer zu erreichen, was den Spaß in der Runde aber kaum trübt.

Trotz kleinerer Abzüge bei der Materialwertigkeit der Würfel überzeugt die Neuauflage durch ihre Zugänglichkeit und die dynamische Action. Es ist ein Pausenfüller oder Partyspaß, der besonders bei Kindern für Begeisterung sorgt. Der schnelle Aufbau und die kurzen Partien laden immer wieder zu einer Revanche ein.

Schnipp & weg

Von Dieter Zander | Gerhards Spiel und Design | 2012 | 2 Personen | ab 6 Jahren | bis 15 Minuten

Schnipp & weg ist ein puristisches Geschicklichkeitsspiel für zwei Personen, das auf dem russischen Klassiker Chapayev basiert. In der hochwertigen Umsetzung der Holzmanufaktur Gerhards Spiel und Design treten die Spielenden an, um die gegnerischen Steine durch gezielte Fingerschnipper vom sanduhrförmigen Brett zu befördern. Wer eine Runde für sich entscheidet, darf seine Formation eine Reihe weiter in Richtung Mittelfeld rücken, bis schließlich die Vorherrschaft auf dem Feld gesichert ist.

Das Spielerlebnis zeichnet sich durch eine ständige Abwägung zwischen Angriff und Verteidigung aus. Ein präziser Stoß gegen eine gegnerische Flanke kann beispielsweise eine ganze Kette von Steinen abräumen, erfordert jedoch eine exakte Kraftdosierung, damit das eigene Material nicht ebenfalls im Aus landet. Besonders interessant ist der haptische Unterschied zwischen den verfügbaren Stein-Varianten: Während die leichten Holzscheiben flink reagieren, bieten die schwereren Steine aus Taguanuss ein deutlich kontrollierteres Gleitverhalten. Je enger das Spielfeld durch das Vorrücken der Linien wird, desto mehr rückt die exakte Positionierung in den Fokus.

Abschließend präsentiert sich Schnipp & weg als zeitloses Duell, das durch exzellente Verarbeitung und einfache Regeln besticht. Es fordert sowohl die Feinmotorik als auch das taktische Verständnis heraus und bietet eine hohe Belohnung für geübte Finger. Die Reduktion auf das Wesentliche macht jede Partie zu einer spannungsgeladenen Herausforderung. 

Skitter

Von Sebastian Bänsch, Alexander Morgenstern, Ingo Wöhle | 2025 | 2 Personen | ab 6 Jahren | bis 30 Minuten

Skitter ist ein Geschicklichkeits- und Partyspiel, das auf den ersten Blick an Klassiker wie Shuffleboard oder Curling erinnert, dabei aber einen ganz eigenen Dreh entwickelt. Ziel ist es, die eigenen Spielscheiben möglichst geschickt auf dem Board zu platzieren und dabei Punkte zu sammeln, ohne sich selbst oder den Mitspielern ungewollte Vorteile zu verschaffen. Gespielt wird reihum, indem die Skitts aus dem Abschussbereich über das Spielfeld geschnippt werden. Dabei können sie direkt durch die Mitte gleiten oder über die Bande gespielt werden, um Winkel und Tempo besser zu kontrollieren.

Das Spielfeld ist mit unterschiedlich farbigen Zielfeldern ausgestattet, die über Magnete verfügen. Genau hier liegt der besondere Reiz von Skitter: Trifft ein Skitt auf ein Feld, bleibt er dank der Magnetkraft haften – manchmal genau dort, wo man ihn haben wollte, manchmal aber auch ein paar Zentimeter früher oder später. Diese magnetische Anziehung sorgt für überraschende Effekte, denn Scheiben können leicht abgelenkt werden oder an bereits liegenden Skitts andocken. Zusätzlich liegen zu Beginn große Skitts und Bumper auf dem Minusfeld, die als Hindernisse dienen und den Spielverlauf ständig verändern.

Punkte werden über eine magnetische Zählleiste festgehalten, was den haptischen Charakter des Spiels weiter unterstreicht. Eine Runde endet, sobald ein Spieler die benötigte Punktzahl erreicht hat. Durch Hilfslinien für Kinder und Anfänger lässt sich der Schwierigkeitsgrad flexibel anpassen. Skitter lebt von seiner Mischung aus Fingerspitzengefühl, taktischem Einschätzen der Magnetwirkung und einer guten Portion Unberechenbarkeit – genau das macht jede Partie anders und sorgt für lebendige Momente am Spieltisch.

Subbuteo

Von Peter Adolph | 1947 | 2 Personen | ab 10 Jahren | bis 30 Minuten

Wer bei Subbuteo an einfache Plastikfiguren aus dem Kaufhaus denkt, hat die faszinierende Welt des „Sports Table Football“ noch nicht entdeckt. Jenseits der günstigen Einsteigersets existiert eine semiprofessionelle Szene, die dieses Spiel als ernsthaften Sport auf hohem Niveau betreibt. Hier geht es nicht um ein kurzes Vergnügen zwischendurch, sondern um eine komplexe Simulation, die eine steile Lernkurve und enorme taktische Disziplin erfordert. Das Herzstück sind dabei die speziellen Figuren mit ihren perfekt ausbalancierten Sockeln, den sogenannten Bases. Diese sind so präzise gefertigt, dass sie auf den feinen Astroturf-Spielfeldern fast wie von selbst gleiten und kontrollierte Effetschüsse ermöglichen.

Das Spielerlebnis unterscheidet sich von herkömmlichen Geschicklichkeitsspielen. Während der Ballbesitzer versucht, seine Stürmer mit gezielten Schnippern in Position zu bringen, darf der verteidigende Part bei jedem Zug einen Defensiv-Flick ausführen. Diese „Blocking-Flicks“ machen das Spiel zu einem rasanten Echtzeit-Schach, bei dem man Räume zustellen und Laufwege antizipieren muss. Jede Bewegung erfordert absolute Konzentration: Ein zu harter Stoß führt zum Ballverlust, eine falsche Handhaltung wird als Foul gewertet. Man muss die Fingerfertigkeit über Monate trainieren, um die Flugbahn des Balles und die Gleiteigenschaften der eigenen Mannschaft perfekt zu beherrschen.

In dieser Welt verschmelzen taktisches Denken und feinmotorische Meisterschaft. Wer einmal die Faszination eines perfekt ausgeführten Spielzugs erlebt hat, versteht, warum Subbuteo eine so loyale Anhängerschaft hat. Es ist ein Hobby, das Tiefe bietet und den Ehrgeiz weckt, immer neue Tricks und Techniken zu erlernen. Man taucht ein in eine Gemeinschaft von Enthusiasten, die ihr Material pflegen und jede Partie wie ein echtes Finale zelebrieren. Dieser Sport belohnt Geduld und Präzision gleichermaßen und beweist, dass Tischfußball weit mehr sein kann als nur ein bloßer Zeitvertreib.

Table Curling

Von Christian Vennerød | Noris Spiele | 2013 | 2 bis X Personen | ab 6 Jahren | 15 bis 30 Minuten

Wenn bei uns die Olympischen Winterspiele ins Wohnzimmer einziehen, ist meist Table Curling im Spiel. Die Tisch-Umsetzung des Traditionssports fängt Taktik und Eleganz des Originals perfekt ein (auch wenn hier nicht mit dem Besen geschrubbt werden muss!). Ziel ist es, die eigenen Steine so nah wie möglich an den Mittelpunkt des Zielkreises zu befördern. Dabei gleiten die Pucks dank einer eingebauten Kugel fast so reibungslos über die Bahn wie auf echtem Eis.

Im Spielverlauf schicken wir unsere Steine mit Fingerspitzengefühl abwechselnd ins Feld. Da nur die Positionen am Ende der Runde zählen, entsteht ein interaktiver Schlagabtausch. Oft visieren wir gar nicht direkt das Zentrum an, sondern kicken einen gegnerischen Stein aus der Wertungszone oder bauen eine schützende Barriere vor unseren eigenen Bestleistungen auf. Ein perfekt dosierter Stoß verändert das Kräfteverhältnis am Tisch sofort. Die physiknahe Steuerung belohnt eine ruhige Hand.

Table Curling überzeugt durch seinen extrem schnellen Aufbau und die hohe Zugänglichkeit für alle Generationen. Die Mischung aus Präzision und Taktik sorgt für langanhaltende Spannung, ohne durch komplexe Regeln zu bremsen. Das Spielgefühl bleibt dabei stets angenehm kompetitiv und gesellig. 

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Oshiya Tokio

21. Januar 2026 um 07:46

Ich war erstaunt. Mindestens. Und eigentlich hatte ich es für einen Scherz gehalten, dass es in Japan Personal gibt, das Menschen in volle U-Bahnen schiebt. Damit die Türen schließen können. Oshiya nennt man dieser Drücker. Sie dienen nun als grafischer Hintergrund für das Kartenspiel „Oshiya Tokio“ von Reiner Knizia, erschienen bei Ars Edition.

Auch wenn das Thema dem abstrakten Spiel übergestülpt wurde: Eine gewisse Analogie lässt sich nicht leugnen. Das liegt vor allem an den reduzierten Illustrationen von Claus Stephan. Jede Karte zeigt zwei Personen, wie sie eine Zahl zur Seite schieben. Ich sehe ihnen an, wie anstrengend das sein muss. Passt der Fahrgast noch in den Waggon? Oder vielmehr: Ist die Zahl klein genug, dass ich sie ablegen darf?

Oshiya Tokio

Mein Ziel ist stets, die Summe der Karten im Ablagestapel auf 21 zu bringen. Schaffe ich das, erhalte ich alle Karten aus der Mitte; jede einzelne bringt mir einen Punkt. Reihum spielt jeder eine seiner vier Handkarten aus. Da es nur die Werte 1, 2, 3, 5, 6 und 10 gibt, sind mindestens drei Karten nötig. Mitunter reicht es auch schon, die Summe auf 18 oder 19 zu erhöhen. Denn wenn die nachfolgende Person nur Karten besitzt, welche das Ergebnis auf über 21 treiben würde, wird der Stapel abgeräumt – und alle Karten darin gehören mir. Danach geht das Zählen wieder von vorne los – solange, bis alle Karten ausgespielt sind.

Die Mini-Dilemmata bei „Oshiya Tokio“

Schon jetzt dürfte klarwerden: Wer gewinnen möchte, braucht Glück. „Oshiya Tokio“ lebt von den Momenten. Von Mini-Entscheidungen. Von Mini-Dilemmata. Von Mini-Emotionen. Denn einerseits möchte ich die Zahl der Karten im Stapel gering halten, damit andere nicht zu gut punkten. Was für das Ausspielen hoher Karten spricht. Und andererseits sollen natürlich viele Karten im Stapel sein, wenn ich mir ausrechne, dass ich abräumen könnte. Das spricht für das Ausspielen kleiner Werte. Wobei alle Überlegungen vom Zufall abhängen, der das Nachziehen der Handkarten bestimmt.

Was mir bleibt: Ich kann darauf achten, möglichst viele unterschiedliche Werte auf der Hand zu behalten, um situativ reagieren zu können. Um dann die Karten einzusacken, wenn sich die Gelegenheit bietet. Das ruft durchaus einige Spannungsmomente hervor. Zu zweit und vielleicht auch noch zu dritt kommt eine taktische Komponente hinzu. Insbesondere weil es – eine kleine Anleihe aus dem Darts – Bogey-Zahlen gibt. Weil unter den Karten keine 4 ist, lässt sich von der 17 nicht direkt auf 21 stellen. Doch je mehr Personen teilnehmen, desto beliebiger mutet der Spielverlauf an. Ein dann doch eher mäßiges Spielerlebnis.

Was bei „Oshiya Tokio“ Erinnerungswerte schafft

Gleichwohl habe ich die Erfahrung gemacht, dass „Oshiya Tokio“ auch unterhalten kann. Wer an sich wenig spielt und einen schnellen Einstieg mag, könnte an diesem Titel Gefallen finden. Zumindest für zehn Minuten. Viel länger dauert eine Runde nicht. Für Erinnerungswerte indes sorgen die Partien nicht. Die thematische Einbettung dafür schon.

Oshiya Tokio | Ars Edition | Reiner Knizia | 2 bis 5 Personen | ab 8 Jahren | 10 Minuten | Spielanleitung | Meine Bewertung: ★★☆☆☆ (ordentlich)

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