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Es klappert die Schlange …

Von: Dirk
19. August 2025 um 09:18
Lesezeit: 5 Minuten

Willkommen in der gefährlichsten Ecke New Yorks! Ihr schlüpft in die Rollen von Helden, die den Präsidenten, seine brisante Aktentasche und eine Brückenskizze suchen, um aus diesem Irrenhaus zu entkommen. Teamwork? Könnt ihr machen. Aber wer clever genug ist, kann sich auch alleine aus dem Staub machen.

Was macht man in Die Klapperschlange?

Ihr jagt durch Straßenschluchten, plündert, kämpft gegen Gefangene und versucht, den Gangs des Duke zu entkommen. Nebenbei läuft die Uhr gnadenlos runter. Das Ziel: Raus aus der Stadt, bevor alles hochgeht – oder euch die Feinde in die Finger kriegen! Ganz wie im 80er Jahre Kultfilm.

Ich versuche den Spielablauf zu skizzieren, es gibt aber noch ein paar Details darüber hinaus zu beachten. Ganz wichtig sind die möglichen Siegbedingungen. Entweder ihr gewinnt gemeinsam: Ihr findet den Präsidenten, die Aktentasche und eine Brückenskizze und flieht sicher über die Brücke. Oder ihr wagt den Alleingang, erreicht Level 3, erfüllt eure persönliche Ziele und haut ab. Somit läuft Die Klapperschlange unter dem Label semi-kooperativ. Alles ist also möglich … 😉

Orte entdecken, Gangs bekämpfen, Zeugs einsammeln…

Das Spiel läuft in Runden ab, die sich wiederum in zwei Phasen aufteilen, die immer abwechselnd gespielt werden: Heldenphase und New-York-Phase.

Heldenphase – Deine Zeit, zu glänzen (oder einfach überleben):

Hier dreht sich alles um deinen Helden. Du kannst dich bewegen, kämpfen, plündern und versuchen, die Stadt ein Stück weiter zu durchqueren. Der Ablauf sieht so aus:

1. Timer zurücksetzen (optional): Wenn dir die Aktionskarten ausgehen, kannst du ein Timerplättchen aufdecken, um alle abgeworfenen Karten zurück auf die Hand zu nehmen. Aber Vorsicht: Der Timer läuft ab, und jedes Plättchen bringt New York einem Sieg näher!

2. Zwei Karten ausspielen: Wähle aus deiner Hand zwei Aktionskarten und lege sie verdeckt ab. Diese Karten bestimmen, was dein Held in diesem Zug unternimmt.

Jeder Charakter hat ein eigenes Spieltableau.

3. Erste Karte ausführen: Deck die erste Karte auf und führe sie komplett aus. Ob das ein Angriff ist, eine Bewegung oder ein cleverer Trick – jede Karte zählt.

4. Zweite Karte ausführen: Jetzt ist die zweite Karte dran. Auch sie wird vollständig abgehandelt. Manche Aktionen können dir Vorteile verschaffen, während andere nur das Chaos in der Stadt verstärken (zum Beispiel Lärm!).

5. Zusätzliche Bewegung: Wenn du ein Auto hast, kannst du dich nach den Aktionen noch zusätzlich bewegen. Das Taxi oder andere fahrbare Untersätze sind echte Lebensretter!

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6. Lärm erzeugen: Deine Aktionen bleiben nicht unbemerkt – jede Karte kann Lärm verursachen. Je mehr Krach du machst, desto mehr zieht die Stadt die Aufmerksamkeit auf sich.

7. Feindlichen Schaden erleiden: Gegner in Reichweite teilen kräftig aus. Für jeden Treffer musst du eine Aktionskarte abwerfen – und ohne Karten bist du schneller erledigt, als dir lieb ist.

8. Aufleveln: Hast du die Bedingungen auf deinem aktuellen Level erfüllt (z. B. Gegner besiegt oder Gegenstände geopfert), kannst du aufsteigen. Jeder Level bringt dir mächtige neue Fähigkeiten – und die Chance auf einen Solo-Sieg!

9. Gebäude aktivieren: Befindest du dich auf einem Ort mit einem Gebäude (z. B. Bücherei), kannst du dessen speziellen Effekt nutzen. Gebäude sind deine Freunde, also überleg gut, wie du sie einsetzen willst!

Überblick über das Material des Grundspiels.

New-York-Phase – Die Stadt schlägt zurück:

Jetzt übernimmt die Stadt die Kontrolle. Die anderen Spieler agieren in dieser Phase im Namen von New York und versuchen, dir das Leben schwer zu machen:

1. Lärm verstärken: Die oberste Karte des “New York”-Decks wird abgeworfen, und der Lärmanzeiger rückt nach rechts. Je mehr Lärm, desto gefährlicher wird’s!

2. “New York”-Karte ausführen: Die nächste Karte gibt an, was die Stadt unternimmt – Feinde bewegen sich, Straßensperren tauchen auf, oder die Mission rückt ihrem Scheitern näher. Wenn du Glück hast, löst die Karte keinen Effekt aus – wenn doch, wird’s ungemütlich.

3. Feinde bewegen: Gefangene, Bosse und andere Gegner rücken auf dich zu. Sie haben eigene Regeln für Bewegung und Reichweite, und oft ist es besser, ihnen aus dem Weg zu gehen.

4. Missionsmarker und Timer: Wenn New York zu laut wird oder die Zeit knapp ist, bewegen sich Missionsmarker weiter Richtung Niederlage. Ist der Timer leer, heißt es: Game Over.

Tipp: Nutze deine Aktionen clever, bleib flexibel und plane voraus. In New York lauert hinter jeder Ecke die Gefahr – sei es ein Gegner oder ein Mitspieler mit zweifelhaften Absichten.

Wie Die Klapperschlange gefällt

Die Klapperschlange steht im Erbe klassischer Ameritrash-Spiele. Es gibt viele kleine Elemente zu beachten, der Spiebalauf an sich ist allerdings klar. Dennoch hat es eine ganze Zeit gedauert, bis wir richtig drin waren im Spiel. Und je länger das Spiel läuft desto mehr Elemente aus dem Film kann man entdecken. Und auch den semikooperativen Ansatz transportiert das Spiel gut. Man darf sich nie zu sicher sein, dass alle zusammenarbeiten. Man hat immer die „Angst“, dass einer der Mitspielenden ausbricht aus dem gemeinsamen Ziel. Und man wird dann auch durchaus misstrauisch, ob das was er oder sie da gerade tut tatsächlich hilfreich ist für das gemeinsame Ziel. Also arbeitet man auch immer ein wenig an seinem eigenen Ziel. Und wenn zufällig alles klappt, dann nichts wie ab durch die Mitte und raus aus New York City.

Der Aktionswahlmechanismus über die Karten hat uns wirklich gut gefallen und fordert hier und da doch die ein oder andere spannende Entscheidung. Außerdem muss ich mir natürlich gut überlegen, ob ich wirklich wieder meine Aktionskarten aufnehmen möchte, denn das beschleunigt ja den Timer wiederum. Anfangs erscheint das recht gemächlich, aber je länger das Spiel dauert, umso eher braucht man die eine spezifische Karte zurück und merkt dann, wie schnell die Zeit vergeht. Und ist die Zeit um, dann ist deine Zeit um…

Gut fanden wir auch die Mechanik mit dem Lärm. Das kennt man ja auch aus anderen Spielen. Gewisse Aktionen verursachen Lärm und können irgendwann die Aufmerksamkeit auf euch lenken. Das will man nicht unbedingt und sollte daher immer im Blick behalten, wie es um den Lärmanzeiger bestellt ist.

Cool sind auch die Gebäude. Die sind so ja auch im Film zu finden und ermöglichen es dir, interessante Dinge auszuführen, die dich oder euch dem Ziel näherbringen – raus aus New York.

Natürlich muss bei Die Klapperschlange auch gekämpft werden gegen die Banden und die Bosse. Und es gibt einen Countdown, der einen immer auf Trab hält keine Zeit zu verlieren. Die Kämpfe laufen in der Regel recht easy ab und erfordern keine ewigen Würfel- und Tabellenschlachten. Um die Bosse auszuschalten sollte man schon ein wenig Anlauf nehmen und das in einer konstertierten Aktion machen. Dennoch brauchen gerade die ersten Auseinandersetzungen etwas mehr Zeit, das gibt sich aber schnell. Man sollte die Banden und die Gefangenen immer gut im Blick behalten. Ihre Wege kann man ganz gut erahnen und so ggf. eine taktische Position einnehmen. 

Der Spielablauf mit den zwei Phasen und den vielen Unteraktionen in den jeweiligen Phasen ist manchmal etwas schwerfällig und ohne die Spielhilfe geht es eigentlich nicht. Das ist aber auch wiederum irgendwie typisch für diese Art von Spiel. UNs war das insgesamt ein wenig zu viel Micromanagement und am Ende hat man dann manchmal auch gar nicht viel gemacht im eigenen Spielzug, musste dann aber viele kleine Buchhaltungsschritte machen.

Für wen ist nun Die Klapperschlange gemacht? Definitiv für alle Fans des Films. Denn alles im Spiel transportiert den Film wirklich gut. Auch alle Fans der sogenannten Ameritrash Spiele kommen auf ihre Kosten. Auch wenn das Spiel nicht kompliziert ist, sind die Abläufe der beiden Phasen und die damit verbundenen Regeln (vor allem die Details in manchen Situationen) doch eher etwas für spielerfahrene Menschen, die auch Lust darauf haben sich mit genau solchen Details auseinanderzusetzen. 

Autoren: Kevin Wilson
Illustration: Mathias Mazzetti
Verlag: HeidelBÄR Games
Spieldauer: ca. 40-90 Minuten
Anzahl: 1-4 Personen
Alter: ab 14 Jahren

Link zu Boardgamegeekhttps://boardgamegeek.com/boardgame/362723/escape-from-new-york

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Mein Leserbrief – Themenvielfalt und Kolonialismus

17. August 2025 um 12:08
Zum Geleit: In Heft 3/2025 hat Christward Conrad einen Meinungsartikel veröffentlicht, der so nicht hätte veröffentlicht werden dürfen. Nicht, weil ich eine andere Meinung habe, sondern weil der Artikel voller Falschbehauptungen und Verschwörungstheorien ist. Im aktuellen Heft gibt es einen (guten) Gegenartikel von Daniel Wüllner. Das ist sinnvoll, aber mMn sollte man Falschbehauptungen nicht einfach […]

Perspectives (Blaue Box) – Ein zweiter und anderer Blickwinkel

Review: Perspectives Blaue Box

Perspectives (Blaue Box) ist nun nichts Neues mehr. Das Perspectives-Spielprinzip konnten wir schon in einer orangefarbenen Box bewundern und ich war damals sehr angetan von dem Konzept. Jetzt gibt es einen zweiten Teil. Wieder ist die Box gefüllt mit drei unterschiedlichen Fällen. Was die Box indessen kann und wie uns die Fälle gefallen haben, das erfahrt ihr in der nachfolgenden Review zum ungewöhnlichen Ermittlungsspiel von Matthew Dunstan und Dave Neale.

Viel Spaß beim Lesen.

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Basteln am Paradiesgarten - Life of the Amazonia

16. August 2025 um 07:00

Papageien, Krokodile und Affen als Holzfiguren. Ein 3D-Wasserfall in drei Stufen. Kleine Boote als Ablagen. Und vor uns eine wachsende Landschaft, die uns allein gehört: Beim Könnerspiel „Life of the Amazonia“ will man das Spielmaterial sofort anfassen und mitmachen. Wir basteln uns hier unseren persönlichen Paradiesgarten.

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spielbox 4/2025 erschienen

12. August 2025 um 07:00

Darin befinden sich mehrere Texte von mir: Kritiken zu den Spielen Life of the Amazonia (Strohmann) und Quiz Wiz (Brain Games), ein Text zum Verlag Board Game Box und sein kommendes Spiel "Calupum", ein Bericht von der Preisverleihung zum Spiel des Jahres 2025 und ein Interview mit der Jury. Dazu ein Interview mit Knut-Michael Wolf und ein Portrait von Spieleautor Dirk Hanneforth.

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Deutscher Spielepreis 2025 – jetzt ECHT? Unsere Wahl und warum!

11. August 2025 um 09:36

In diesem Video sprechen wir kurz und knapp über die Brettspiele, für welche wir persönlich beim Deutschen Spielepreis abgestimmt haben. Natürlich gab es viele andere schöne Spiele und auch viele Spiele welche wir nicht gespielt haben. Deshalb werden bestimmt einige tolle Titel fehlen, das wissen wir. Aber man stimmt ja nur für Spiele welche man selber schon gespielt hat! Kennst du diese Spiele? Was war deine Wahl? Hast Du abgestimmt oder es vergessen / nicht gewusst? Teile deine Favoriten in den Kommentaren und lass uns wissen, warum gerade diese Spiele für dich die besten sind! Die Verleihung wird auf der stattfinden – wir sind schon gespannt, wer gewinnen wird!

Für dieses Video standen uns u.a. zum Teil die Rezensionsexemplare bedingungslos zur Verfügung. Vielen Dank dafür.

Zum Video auf Youtube: https://youtu.be/ARo-chqyoP0

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Bolle reiste jüngst zur Berlin-Con

10. August 2025 um 12:57
Die Berlin-Con ist so etwa eine Woche her und die ersten Eindrücke werden nun online veröffentlicht. Gerade die Content-Creator Bubble reproduziert nun die Informationen aus der Pressemitteilung der Veranstalter, fasst die Infos aus den Verlagsgesprächen zusammen und bilanziert die eigene Spielrunden. Wer mehr als nur diese Seite liest, wird hier wohl kaum Interesse an den […]

Unter Schafen 07/25

10. August 2025 um 11:39

Unter Schafen

In dieser Kategorie gibt es Aktuelles der drei Kategorien Mäh! (News), Herde (Neuzugänge) und Grasen (Ersteindrücke). Diesen Monat mit Sleeves, Munchkin, einer Autoren-Auszeichnung, Tiletum - Prospect for Silver und Schafe scheuchen.

Ordnung für den Regenwald - Hutan

09. August 2025 um 07:00

So aufgeräumt kann eine Spieleschachtel sein. Beim Familienspiel „Hutan“ hat alles in der Box seinen Platz, mit nur wenigen Handgriffen kann es losgehen. Das mag überraschen, denn „Hutan“ ist indonesisch und bedeutet „Regenwald“. Und der zeichnet sich doch eigentlich durch sein urwüchsiges Durcheinander aus.

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Millionengeschäft „Spiel des Jahres“: Einnahmen und Ausgaben der Jury

07. August 2025 um 20:58
Der Verein „Spiel des Jahres“ kassiert Jahr für Jahr Hunderttausende Euro Lizenzgebühren. Was passiert mit dem Geld? Unser Blick auf die Finanzen der Jury beantwortet diese und weitere Fragen. Die Auszeichnung „Spiel des Jahres“ beflügelt nicht nur die Umsätze der Verlage – auch der Verein „Spiel des Jahres“ profitiert davon. Im Jahr 2024 erzielte die Jury über 800.000 Euro Lizenzeinnahmen. Das Geld fließt vor allem in drei Bereiche: Veranstaltungen, Förderungen und die Vereinsarbeit. Einnahmen Seit 1979 küren Kritikerinnen und Kritiker das „Spiel des Jahres“. Anfangs durften Verlage kostenlos mit der Auszeichnung werben. Das änderte sich 1989. „In den ersten zehn

Quelle

Stadt-Land-Spielt 2025 – Wir sind/waren (wieder) dabei!

Stadt-Land-Spielt 2025! für Familien und Spielbegeisterte – Ganz Deutschland spielt am 20./21. September Stadt-Land-Spielt 2025 = Spielen für Jung und Alt. Jedes Jahr im September heißt es in ganz Deutschland „Stadt Land Spielt!“. An 400 Standorten wird dieses Jahr am Wochenende 20./21. September gespielt. Brettspiele zahlreicher Verlage kommen auf den Tisch. Auch wir sind dabei. Kinder, […]

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Algae Inc.

06. August 2025 um 11:00

Autoren: Fabio Lopiano, Mandela Fernandez-Grandon
Für 1-4 Personen ab 14 Jahre
Spieldauer 30min je Person

Unsere Videos bei Youtube:

Algae Inc. | 📦 Spiel Unboxing von Giant Roc Video vom 6.8.2025 https://youtu.be/dj_hmG6QA2g

(Dieses Video wurde unterstützt durch ein Rezensionsexemplar – danke an Giant Roc.)

Film- und Bildnachweise
Coverfoto:GIANT ROC
Weitere Fotos & Videos: DieHausis

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Wie weich ist ein Leuchtturm? - Networds

06. August 2025 um 07:00

Ich mag Wortspiele. Auch wenn das so mancher hier vielleicht nicht vermutet. Also musste ich unbedingt einen Blick auf „Networds“ werfen, das einige Kolleginnen und Kollegen als „das heiße Ding“ identifiziert hatten. Was soll ich sagen? Es ließ mich dann doch kalt. Und ich mag wirklich Wortspiele.

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Kartenspiel / Card game: Rise against Repression

04. August 2025 um 23:40

[See below for the English version]

Was passiert, wenn ein Staat versagt – und die Zivilgesellschaft beginnt, sich zu wehren?
Rise Against Repression ist ein kooperatives Kartenspiel für 3–5 Spieler:innen ab 12 Jahren, das diese Frage auf spannende, herausfordernde Weise erfahrbar macht. In sechs Runden (Monaten) versuchen die Spielenden, durch gemeinsames Handeln Hoffnung in der Bevölkerung zu stärken – bevor die Repression überwiegt.

Ein autoritäres Regime klammert sich an die Macht: durch Angst, Lügen und Gewalt. Die Bevölkerung ist erschöpft, überwacht und misstrauisch. Doch eine Bewegung beginnt – heimlich, mutig, entschlossen.

Die Spieler:innen übernehmen die Rollen von Bürger:innen, die sich im Untergrund organisieren: mit Flugblättern, Protesten, (geheimen) Netzwerken. Dabei treffen sie auf Dilemmata, Risiken – und müssen sich ohne offene Kommunikation koordinieren. Jede Entscheidung zählt. Hoffnung und Repression werden kontinuierlich abgewogen.

Entwickelt habe ich das Spiel im Rahmen der Centropa Summer Academy, die dieses Jahr in Budapest und Belgrad stattfand. Das Spiel basiert auf historischen Entwicklungen – etwa am Ende des Kommunismus in Osteuropa – und greift auch aktuelle Themen wie staatliche Desinformation, Korruption oder internationale Medienwirkung auf. Ereigniskarten stellen reale Entwicklungen abstrahiert dar, ohne konkrete Länder zu nennen.

Im Spiel wird deutlich: Demokratische Veränderungen entstehen nicht einfach – sie müssen erkämpft werden. Und: Zivilgesellschaft ist kein Selbstläufer. Sie lebt von Mut, Zusammenhalt und Entscheidungskraft.

Rise Against Repression eignet sich für den Einsatz in der politischen Bildung, in Geschichts- oder Sozialkunde sowie in Projekttagen zur Demokratiebildung. Das Spiel kann in pädagogischen Kontexten Diskussionen anstoßen, historische Parallelen aufzeigen und demokratische Werte erlebbar machen und sollte entsprechend eingebettet werden..

Es macht komplexe politische Prozesse emotional erfahrbar, fördert Urteilsvermögen und moralische Reflexion und erlaubt Anpassungen an verschiedene historische oder politische Szenarien (z. B. Simulation stärkerer Repression durch andere Startbedingungen). Durch die Erweiterungen mit Informantenkarten lassen sich zusätzliche Dynamiken wie Misstrauen und Verrat simulieren.

Anleitung und Karten sind aufgrund des Entstehungkontextes auf der Sommer Akademie von Centropa auf Englisch und können hier heruntergeladen werden:

Hinweis: Die Bilder auf den Karten stammen von pixabay und und game-icons.net (CC BY 3.0).


What happens when a state fails – and civil society begins to fight back?

Rise Against Repression is a cooperative card game for 3–5 players aged 12 and up that brings this question to life in a thrilling and challenging way. Over six rounds (representing six months), players work together to strengthen hope among the population – before repression takes over.

An authoritarian regime clings to power: through fear, lies, and violence. The population is exhausted, surveilled, and distrustful. But a movement is beginning – secretly, courageously, determinedly.

Players take on the roles of citizens organising underground: with leaflets, protests, and secret networks. Along the way, they encounter dilemmas and risks – and must coordinate without open communication. Every decision matters. Hope and repression are constantly weighed against each other.

I developed the game as part of the Centropa Summer Academy, which took place this year in Budapest and Belgrade. The game draws on historical developments – such as the fall of communism in Eastern Europe – and also addresses current issues such as state disinformation, corruption, and the influence of international media. Event cards present abstracted real-world developments without naming specific countries.

The message is clear: democratic change doesn’t just happen – it must be fought for. And civil society is not a given. It depends on courage, solidarity, and the ability to act decisively.

Rise Against Repression is well suited for use in political education, history or social studies classes, and project days focused on democracy. In educational settings, it can spark discussion, highlight historical parallels, and make democratic values tangible. For best results, it should be used as part of a broader learning context.

The game makes complex political processes emotionally accessible, promotes critical thinking and moral reflection, and can be adapted to various historical or political scenarios (e.g., simulating harsher repression through different starting conditions). Optional informant cards introduce additional dynamics such as mistrust and betrayal.

The rules and cards are in English, as the game was developed during the Centropa Summer Academy, and can be downloaded here:

Note: The images on the cards are sourced from Pixabay and game-icons.net (CC BY 3.0).

Auch heute ein König - Königreich Legacy

02. August 2025 um 07:00

Heute passiert hier etwas Ungewöhnliches: Ich stelle ein Spiel für genau eine Person vor. Wer mich kennt, weiß, dass ich nur ungern solo spiele. Ich sitze viel lieber mit anderen zusammen am Tisch. Aber das erstaunliche Kenner-Kartenspiel „Königreich Legacy“ hat mich dann doch gepackt.

Der Beitrag <span style='font-size:32px;'>Auch heute ein König</span><br><span style='font-size:18px;'> - <i>Königreich Legacy</i></span> erschien zuerst auf Ducksch Spielt.

Unforced Error – CGE edition

30. Juli 2025 um 20:05
10.08.2025: Es gab ein Update auf Grund eines weiteren Statements von CGE. Siehe unten. Der Begriff „unforced error“ beschreibt eine Situation in der ein Fehler begangen wurde, obwohl es dafür keinen Anlass gab. Er findet meist dann Verwendung, wenn Dinge eigentlich ihren geregelten Gang gehen und alle damit zufrieden sind. Bis plötzlich eine Entscheidung dazu […]

Tauziehen, auch zu viert - Zenith

30. Juli 2025 um 07:00

Im spannenden Zweipersonenspiel „Zenith“ geht es um Diplomatie auf fünf Planeten und um technologische Entwicklungen. Es spielt sich aber auch exzellent zu viert in zwei Teams – und das Thema bei diesem packenden Tauziehen spielt keine große Rolle.

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Frisch gezockt 07.2025

Von: Andi
28. Juli 2025 um 07:33

Ja… lange hab ich nichts mehr geschrieben, da mich unser kleiner Schreihals ziemlich auf Trab hält. Gespielt wurden deswegen auch nur Spiele mit Solo Modus. Die, soviel sei verraten, kann ich aber empfehlen.

Der Herr der Ringe: Die Gefährten – Das Stichspiel

Der Die Das … Was für ein Titel. In diesem kooperativen Stichspiel bewegen wir uns durch diverse Kapitel der Geschichte des 1. Buches (es orientiert sich am Buch und nicht am Film) und versuchen gemeinsam die Ziele des Szenarios zu erfüllen. Jeder Spieler wählt je nach Szenario einen Charakter an den eine unterschiedliche Siegbedingung geknüpft ist. Der Rest ist im großen und Ganzen Stichspielnormalität. Soll heißen Bedienzwang aber kein Stichzwang. Die Farbe Ring ist immer Trumpf. Ein Stich darf aber erst mit ihr angespielt werden, wenn ein Ring aufgrund mangelnder Farbe in einen Stich geworfen wurde.
Ja und genau dieses Spiel hat, wie ich finde, einen tollen Solo Modus der tatsächlich dem Titel „Solo Stichspiel“ würdig ist. Wie funktioniert der? Ganz einfach. Man wählt 4 Charaktere und legt deren Hände offen auf den Tisch. So einfach. So genial. Jetzt sitzt man da und tüftelt herum. Ok. wenn der die Karte spielt, muss der stechen und der kann dann ohne Konkurrenz das ausspielen und erfüllt schon mal sein Ziel etc. Gedankengänge wie man sie in einem Stichspiel hat (das hat mir bei Für Northwood! gefehlt). Etwas Unsicherheit hat man immer, da man nach jedem Stich wieder auf die vollen 4 Karten nachzieht. Dh. es ist gut möglich, dass man vielleicht umplanen muss. Zusammen mit der stimmigen Verpackung und den wunderschönen Illustrationen ist das eine volle Empfehlung ob alleine oder zu viert. Es hilft wenn man den Herrn der Ringe mag aber es ist auch kein Drama wenn man keine Ahnung hat.

20 Strong

Kommen wir zu einen Solo Würfelspiel von den Machern von Too Many Bones. Was soll der Name schon wieder? Der Name bezieht sich auf die 20 Würfel die die Hauptakteure des Spiels sind. Das Spiel selbst sollte man sich wie eine Konsole denken. Es wird mit dem Modul „Solar Sentinels“ geliefert aber es gibt auch noch andere Module zu kaufen, die ein paar Regeln abändern hinzufügen etc.
Mein erster Kritikpunkt ist mal die Anleitung. Ich finde sie lässt das Spiel viel komplizierter wirken als es eigentlich ist. Aufmarschzonen und durchnummerierte Phasen (hat mich irgendwie an die alten Magic Anleitungen erinnert) . Dabei ist das Spiel denkbar einfach. Man wähle einen Gegner. Man wähle Würfel und würfle. Vielleicht würfelt man danach neu…dann gibts ne Belohnung oder eins auf die Mütze und man bekommt ein paar verbratene Würfel zurück. Wieder auf Anfang.
Das Modul Solar Sentinels selbst fand ich anfangs viel zu einfach, bis ich das optionale Modul Missionen dazugekommen habe. Das hat das Spiel für mich erst interessant gemacht. Da hätte man auch viel fester mit dem Zaunpfahl in der Anleitung draufhauen können. Nicht nur, weil man die Missionen erfüllen muss. Man muss sie auch in einer bestimmten Reihenfolge erfüllen. Dieses Detail ist so … gut. Jederzeit darf man eine Mission ablehnen, was aber den Endboss stärker macht. Dazu kommt das alles in einer kleinen Schachtel, so ca 2 Amigo Spiele groß. Die Illustrationen sind jetzt nicht so meins aber schrecken mich auch nicht ab. Gefällt mir.

Ascending Empires – Zenith Edition

Von kleinen Schächtelchen nun zu großen Geschützen. Ascending Empires ist ein Weltraum Ausbreitungsspiel, mit Planeten entdecken, Forschung, Gebäudebau, Gegner mit Schiffen wegpusten – das übliche…aber…die Schiffe werden durch das Weltall geschnippt und auch sonst ist das Spiel von der Komplexität (und Dauer) her kein Expertenspiel sondern eher Kennerspiel+.
Von dem Schnippen sollte man sich aber auch nicht abschrecken lassen. Es ist kein reines Geschicklichkeitsspiel wie Crokinole. Klar, wenn du dich zielsicher durch die halbe Galaxis schnippen kannst hast du einen Vorteil aber 1. ich denke, nicht so gewaltig und 2. gibt es Technologien die man erforschen kann die das kompensieren.
Kämpfe sind angenehm deterministisch. 1 gegnerisches Schiff (Verteidigungswert 1)? Da brauch ich 2 eigene Schiffe Stärke 1 oder 1 Stärke 2 in Reichweite. Auch sonst ist es sehr durchdacht. Kann sein, dass ich mich täusche aber besonders wichtig ist auch das Management von zusätzlicher Energie. Die bekommt man durch Errichtung von Sternenbasen oder Städten und mit dieser Zusatzenergie kann man Aktionen öfter durchführen. Mit einer normalen Bewegung darf man z.b. 2 Schiffe bewegen. Für jede Zusatzenergie die man verbrät bekommt man 1 Extra Bewegung. Dadurch kann man nicht nur Rohrkrepierer beim Schnippen kompensieren, man bekommt auch die eigenen Schiffe auf einmal in Position um Planeten mit höherer Verteidigung im selben Zug anzugreifen. Solo gibt es eine Kampagne gegen einen Bot Wächter. Interessant und ich bin da nicht mal im Ansatz durch und knabbere noch immer an Szenario 1, da habe ich letztens 1 Zug zu früh verloren.

Mischwald

Ganz kurz möchte ich Mischwald erwähnen. Die zuletzt erschienene Erweiterung hat ja auch einen Solo Modus mit einigen Errungenschaften…Gewinne mit mehr als X Punkten mit Y Fledermäusen im Wald z.b. Find ich gelungen und ein sehr gemütliches Solo Spiel.

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