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Forestry im Erstkontakt: Hauptsache irgendwas mit Holz

Von: ravn
08. März 2026 um 07:55

Auf der Spieleschachtel der Expertenspiel-Neuheit von Pegasus Spiele wird die nachhaltige Forstwirtschaft in den Mittelpunkt des Geschehens gerückt. Ein neu gepflanzter Baum erstrahlt im Sonnenlicht. Der eigentliche Star ist nur im Hintergrund zu sehen. Wir dürfen erstmals in einem Brettspiel einen Harvester steuern. Spielerherz, was willst Du mehr? Eventuell etwas mehr Interaktion und weniger Wartezeit auf den eigenen Spielerzug!

Der Holzvollernter ist eine imposante Maschine. Ein Stück Technik inmitten der Natur, die auf Effizienz getrimmt ist. Schließlich geht es um die Nutzung von Holz und dazu müssen Bäume industriell perfektioniert geerntet werden. So ein Harvester kostet rund eine halbe Million Euro und kann pro Arbeitstag bis zu 300 Festmetern Holz zum Abtransport bearbeiten. So sagt man. Ich habe davon mal so gar keine Ahnung, war aber immer wieder fasziniert, wenn ich diesen riesigen Maschinen bei ihrer Arbeit begegnet bin. An der Grenze zum Sauerland mit ganz viel Baumbestand keine Seltenheit bei meinen Nordic-Walking-Touren.

Aber wir schweifen ab, weil bei Forestry vom Autor Michal Peichl ist die nachhaltige Bewirtschaftung eines Waldgebietes unser Thema und Aufgabe zugleich und das in Konkurrenz mit unseren Mitspielern. Laut dem Entwicklertagebuch auf der Webseite von Pegasus Spiele „spiegeln die Aktivitäten im Spiel die Realität wider – von der Wiederaufforstung bis hin zu Veränderungen von Wasserläufen. Die grünen Textboxen in der Anleitung liefern Einblicke in die echte Forstwirtschaft.“ Kann ich so bestätigen, auch wenn ich keinen Blick in das Regelheft werfen musste, da ein kompetenter Mitspieler uns die Messe-Neuheit von 2025 erklären konnte. Den Spieleinstieg hätte uns Pegasus allerdings einfacher gestalten können, denn mal wieder haben wir hier ein Spiel vorliegen, das vor allem auf viele kleine Icons mit vielen unterschiedlichen Bedeutungen setzt. Eine persönliche Spielübersicht mit erklärenden Texten anstatt noch weiterer Icons hätte mir geholfen, gibt es aber nur auf der Rückseite der Anleitung. Schade, weil Chance vertan.

So habe ich mich in meiner Erstpartie vor allem auf das Ausprobieren der Spielmechaniken fokussiert. Einfach mal machen und schauen, was so passiert und überhaupt möglich ist. Eine typische Kennenlernpartie eben. In Viererrunde empfand ich das Geschehen auf dem kreisrunden Brett voller Hexfelder anfangs faszinierend. Vor allem, wenn mein Harvester-Holzmeeple zum Einsatz kommen konnte. Allerdings sind wir hier mit drei bis so fünf Aktionspunkten unterwegs, die durch Geldeinsatz erhöht werden können. Wie damals bei Tikal, wer das noch kennt. Das kann für Wartezeiten am Spieltisch sorgen, wenn man das alles in Details, Reihenfolge, Auswirkungen und Effektivität durchdenken will. So habe ich, obwohl wir zunächst durchaus angenehm flott gespielt haben, besonders im letzten Spieldrittel mehr gewartet als selbst agiert. Denn in den Zügen der Mitspieler kann ich schlicht nichts machen, außer selbst vorplanen oder meiner Konkurrenz am Spieltisch beim Grübeln zuschauen.

Direkte Interaktion kennt Forestry nicht. Zwar kann ich begehrte Hexfelder mit meinem Harvester blockieren und somit in der Nutzung für mich beanspruchen. Aber mehr als im Weg stehen und die vielen verschiedenen Plättchen auf den Schnittstellen der Hexfelder einmalig nutzen, bevor die Mitspieler dazu kommen, gibt es nicht oder habe ich in meiner Erstpartie nicht erlebt. Wer das mag, der ist fernab der Faszination für das Thema hier genau richtig. Ich hingegen hätte mir mehr Konkurrenzdruck und vor allem etwas in den Mitspielerzügen gewünscht, das mich aktiv an dem Spielgeschehen beteiligt.

So bleibt für mich Forestry als durchaus gutes Spiel in Erinnerung. Ein Spiel, das ich auf der SPIEL 2025 in Essen völlig übersehen hatte. Allerdings auch ein Spiel, das ich mir nicht zwingend selbst kaufen muss. Mitspielen reicht mir da. Ein Spiel, das sich für mich im guten bis gehobenen Mittelfeld einreiht. Hauptsache ich konnte hier mal endlich wieder mit Holz arbeiten, wenn auch nur simuliert am Spielbrett. Ach ja, erwartet von dieser vereinfachten Simulation kein Abbild der Realität, denn während nachhaltige Forstwirtschaft eigentlich langfristig angelegt ist, konnte ich hier in einem Spielzug neu aufforsten und direkt wieder abholzen. In Wirklichkeit liegen zwischen 30 und 50 Jahren dazwischen. Es bleibt eben nur ein Spiel. Aber eines, das mir durchaus eine Empfehlung wert ist, sofern Ihr die direkte Interaktionsarmut von Forestry verkraften könnt.

Spiel belegt 2026 erstmals alle Messehallen in Essen

06. März 2026 um 13:21
Die Spiel nutzt 2026 erstmals das gesamte Messegelände in Essen. Eine Vergrößerung der Ausstellungsfläche ist nicht mehr möglich. Trotzdem bleibe Essen als Standort gesetzt. Die Spiel wächst weiter: Die Halle 8 wird im Herbst 2026 für Aussteller geöffnet. Damit vergrößert sich die Fläche der Messe um 3.700 Quadratmeter auf insgesamt 81.200 Quadratmeter. Mit der Öffnung von Halle 8 erreicht die Spiel ihre räumlichen Grenzen. „Für reine Ausstellungsfläche mit Ständen ist die Messe damit voll. Halle 1A oder die Grugahalle sind höchsten für spezielle Nutzung wie Neuheitenschau, Catan Connect oder als Wartehalle sinnvoll“, sagt Robin de Cleur von der Spiel. Ein

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Weniger Interesse an Lorcana: Ravensburger-Umsatz sinkt 2025 um 5,9 Prozent

03. Februar 2026 um 23:33
Das Sammelkartenspiel Disney Lorcana ist nicht mehr so beliebt. Das hat Auswirkungen auf den Umsatz von Ravensburger. Er ist 2025 gesunken. Der Umsatz von Ravensburger ist 2025 laut Unternehmen um 5,9 Prozent auf 744 Millionen Euro gesunken. Während das Kerngeschäft mit Spielen, Puzzles und Büchern um drei Prozent zulegen habe, sei der Umsatz mit Sammelkarten nach der starken Startphase von Disney Lorcana gesunken. Pixar-Charaktere in Lorcana Der anfängliche Hype um Disney Lorcana habe sich auf einem hohen Niveau normalisiert. Konsumenten, die vor allem aus Investitionsinteresse eingestiegen waren, hätten sich vom Markt zurückgezogen. In seiner Kernzielgruppe der Spieler und Sammler erfreue

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Klassiker, Lizenzen, Neuheiten: Schmidt Spiele steigert Umsatz 2025 um acht Prozent

02. Februar 2026 um 16:55
Mensch ärgere Dich nicht, Bibi Blocksberg und Puzzles aus Graspappe haben Schmidt Spiele ein erfolgreiches Jahr beschert. Das Unternehmen steigerte seinen Umsatz 2025 um acht Prozent. Schmidt Spiele hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Umsatzplus abgeschlossen. Der Gesamtumsatz wuchs laut Unternehmensangaben um rund acht Prozent auf 61,5 Millionen Euro. Wie in der Branche üblich, erzielt Schmidt den Großteil des Umsatzes im letzten Quartal. „Fast 60 Prozent unseres Jahresumsatzes entfallen auf die letzten drei Monate“, sagte Geschäftsführer Axel Kaldenhoven dem Tagesspiegel. Gefragte Kinder- und Familienspiele Schmidt ist wie Ravensburger oder Kosmos mehr als ein reiner Brettspielverlag. Zum Sortiment gehören neben Puzzles

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Vertriebspartnerschaft zwischen Asmodee und Ulisses Spiele

30. Januar 2026 um 21:00
Asmodee übernimmt den Vertrieb ausgewählter Titel von Ulisses Spiele und der Ulisses-Marke Ottavio. Ulisses Spiele zählt zu den führenden deutschen Verlagen in den Bereichen Rollenspiel, Fantasy und Science Fiction. Zu den bekanntesten Reihen des Unternehmens gehören Das Schwarze Auge und Pathfinder. Ziel der Zusammenarbeit sei es, diese Titel über das Vertriebsnetz von Asmodee stärker im Fachhandel zu positionieren und ihre Sichtbarkeit langfristig zu erhöhen. „Wichtiger Schritt für mehr Aufmerksamkeit“ „Mit Asmodee gewinnen wir einen Vertriebspartner, der den Handel sehr gut kennt und unsere Programme strukturiert und verlässlich in den Markt bringen kann. Für uns ist das ein wichtiger Schritt, um

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Timetex Hermedia übernimmt HCM Kinzel

18. Januar 2026 um 13:36
Die niederbayerische Timetex Hermedia Verlag GmbH hat den Spieleverlag HCM Kinzel übernommen. Die Marke HCM Kinzel soll unter dem Dach von Timetex weitergeführt werden. Timetex hat seinen Sitz in Riedenburg und zählt eigenen Angaben zufolge zu den führenden Anbietern für Lehrer- und Schulbedarf. Das familiengeführte Unternehmen möchte das Wissen und den Kundenstamm von HCM Kinzel nutzen, um sein internationale B2B-Geschäft weiter auszubauen. HCM Kinzel hatte im Mai 2025 Insolvenz angemeldet und den operativen Geschäftsbetrieb eingestellt. Timetex übernimmt nun Lagerbestände, Kundendaten, Produkte, Marken sowie Domains. Der bisherige Unternehmenssitz im schwäbischen Zaberfeld wird geschlossen. Die bisherigen HCM-Kinzel-Inhaber Markus und Christian Kinzel bleiben

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NSV mit neuem Logo und neuer Sortimentsstruktur

16. Januar 2026 um 17:03
Der Nürnberger-Spielkarten-Verlag (NSV) präsentiert sich seit Januar 2026 mit einem neuen Logo und eine überarbeitete Sortimentsstruktur. Der Verlag will damit seine Markenidentität schärfen und sich klarer als Anbieter moderner Karten- und Würfelspiele positionieren, auch international. Das Motto „Connect. Challenge. Enjoy! “ soll den globalen Fokus unterstreichen. Das neue Logo bleibt den traditionellen NSV-Farben Rot und Weiß treu, verzichtet jedoch auf klassische Kartensymbole. Stattdessen setzt es auf einen verspielten Schriftzug. Künftig gliedert sich das Sortiment in drei Größen und Kategorien: NSV Travel, NSV Signature und NSV Extra. Travel ersetzt die bisherige Minis-Reihe und umfasst kompakte Reisespiele. Signature steht für Schachtelgröße von

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Umsatzplus: Spiele und Puzzles wachsen 2025 stärker als gesamter Spielwarenmarkt

22. Oktober 2025 um 10:00
Der Umsatz mit Spielen und Puzzles ist in Deutschland von Januar bis Mitte September 2025 um 18 Prozent gestiegen. Der gesamte Spielwarenmarkt wuchs um vier Prozent. Das teilten der Deutsche Verband der Spielwarenindustrie (DVSI) und der Verein Spieleverlage mit. Spiele und Puzzles seien damit inzwischen die umsatzstärkste Warengruppe im deutschen Spielwarenmarkt. Besonders stark hätten sich klassische Spiele entwickelt: „Sie legten im Vergleich zum Vorjahr um über 22 Prozent zu. Ein wesentlicher Wachstumstreiber bleibt der anhaltende Hype um Sammelkarten“, schreibt der DVSI. Ravensburger meldete Anfang des Jahres über eine Milliarde verkaufte Lorcana-Karten, auch Magic  - The Gathering und Pokémon erwirtschaften weiter hohe Umsätze. Umsatzwachstum

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Millionengeschäft „Spiel des Jahres“: Einnahmen und Ausgaben der Jury

07. August 2025 um 20:58
Der Verein „Spiel des Jahres“ kassiert Jahr für Jahr Hunderttausende Euro Lizenzgebühren. Was passiert mit dem Geld? Unser Blick auf die Finanzen der Jury beantwortet diese und weitere Fragen. Die Auszeichnung „Spiel des Jahres“ beflügelt nicht nur die Umsätze der Verlage – auch der Verein „Spiel des Jahres“ profitiert davon. Im Jahr 2024 erzielte die Jury über 800.000 Euro Lizenzeinnahmen. Das Geld fließt vor allem in drei Bereiche: Veranstaltungen, Förderungen und die Vereinsarbeit. Einnahmen Seit 1979 küren Kritikerinnen und Kritiker das „Spiel des Jahres“. Anfangs durften Verlage kostenlos mit der Auszeichnung werben. Das änderte sich 1989. „In den ersten zehn

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Finanzielle Förderung: Geld für Brettspielprojekte

09. Juli 2025 um 14:58
Wir zeigen euch, wo ihr für eure Spieleprojekte Fördergelder und Zuschüsse erhaltet – egal, ob ihr ein Verein, Forschende, Lehrende, ein Unternehmen, eine Spieleautorin oder ein Spieleautor seid. Es gibt zahlreiche Förderungen von Bund, Ländern, Kommunen, Stiftungen und anderen Organisationen. Wir konzentrieren uns im Text auf nationale Förderungen, können aber unmöglich alle Fördermöglichkeiten aufführen. Wenn euch weitere wichtige Fördermöglichkeiten bekannt sind, freuen wir uns über einen Kommentar. Internationale Programme und EU-Förderungen werden nicht erwähnt. Förderprogramm des Vereins „Spiel des Jahres“ Der Verein Spiel des Jahres unterstützt Projekte, die das Kulturgut Brettspiel in der Gesellschaft stärken. Geld erhalten Vorhaben mit einem

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US-Zölle setzen deutsche Brettspielbranche unter Druck

13. April 2025 um 07:39
US-Zölle treffen nicht nur amerikanische Spieleverlage. Auch deutsche Unternehmen müssen umdenken. Selbst wer nicht in die USA exportiert, spürt die Folgen. Wir beantworten die wichtigsten Fragen dazu. Internationale PerspektiveIm Fokus des Artikels stehen die Auswirkungen der US-Zölle auf deutsche Verlage. Wenn Du Dich für eine internationale Perspektive interessiert, findest Du weiterführende Informationen in den Artikeln Board game industry reels as Trump tariffs threaten job losses, company extinctions auf Boardgamewire sowie Tariff Talk from Publishers on Costs, Sales, Conventions, Projections, and More und Tariff Talk from Stonemaier, Cephalofair, Game Trayz Lab, and Steve Jackson Games auf Boardgamegeek. Die Zölle der US-Regierung

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Neon Hope: Blick hinter Kulissen einer Crowdfunding-Kampagne

08. April 2025 um 16:35
Ob das Kartenspiel Neon Hope erscheint, hängt vom Erfolg einer Crowdfunding-Kampagne ab. Die Macher haben zahlreiche Szenarien kalkuliert. Eins lässt sich jedoch nur schwer berechnen: Donald Trump. Das Spiel Neon Hope ist ein kooperatives Kartenspiel für bis zu vier Personen. Es erzählt eine Geschichte mit Cyberpunk-Thema. Wir versuchen gemeinsam, eine Katastrophe abzuwenden und eine Dystopie zu verhindern. In fünf Episoden beeinflussen wir die Geschichte und steuern auf eines der möglichen Enden zu. Die Spielzeit pro Episode beträgt laut Verlag 90 bis 120 Minuten. Neben dem Kartenspiel soll es auch ein Pen-&-Paper-Rollenspiel geben. Parallel zur Crowdfunding-Kampagne für Neon Hope startet der Verlag Village

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