❌

Lese-Ansicht

Zehn neue Asmodee-Titel zur SPIEL-Essen-Saison 2026

Zehn neue Asmodee-Titel zur SPIEL-Essen-Saison 2026

Rund um die SPIEL Essen 2026 bringt Asmodee eine ganze Reihe neuer Titel in den deutschen Handel, von Familienspielen über ein Kennerspiel bis zum reinen Geschicklichkeitsspiel für die Kleinsten. Wir ordnen zehn davon anhand von BGG und den Produktseiten der Verlage ein, jeweils mit Mechanik, Eckdaten und deutschem Preis.

Zehn neue Asmodee-Titel zur SPIEL-Essen-Saison 2026

Bella Vista: Höher bauen als die Nachbarschaft

In Bella Vista seid ihr laut BGG-Beschreibung Architektinnen und Architekten, die ihren Bewohnern die beste Aussicht auf die Parks der Stadt verschaffen wollen. Dazu baut ihr acht Gebäude unterschiedlicher Höhe und wollt dabei möglichst oft das höchste Haus der Nachbarschaft stellen, denn nur das bringt Punkte. Wer zuerst an einem begehrten Bauplatz bauen will, zahlt dafür einen höheren Preis: Die Zugreihenfolge wird laut BGG über eine Auktion bestimmt, wer vorn steht, zahlt mehr. Das Spiel endet, sobald eine Person alle acht eigenen Gebäude errichtet hat. Designer sind Bruno Cathala und Andrea Mainini, Verlag ist international Studio H, die deutsche Ausgabe bringt Asmodee.

Eckdaten zu Bella Vista

  • Spielerzahl: 2 bis 4
  • Spielzeit: 30 bis 45 Minuten
  • Alter: ab 10 Jahren
  • Regelgewicht: 2,1 von 5 (laut BGG)
  • Designer: Bruno Cathala und Andrea Mainini
  • Verlag: Studio H (international), deutsche Ausgabe: Asmodee
  • Preis: rund 35 bis 38 Euro (deutsche Ausgabe laut Händlerangaben, Stand: 28.10.2026)
  • Termin: Handel ab 26.10.2026
Zehn neue Asmodee-Titel zur SPIEL-Essen-Saison 2026

Bing! Bang! Boom!: Reflexspiel mit vier Abschussrampen

Bing! Bang! Boom! ist laut BGG-Beschreibung ein schnelles Reaktionsspiel: Vier Abschussrampen liegen aus, fünf passende Karten kommen ins Spiel, wer am Ende die unpassende „Niete“ in der Hand hält, verliert die Runde und scheidet laut BGG-Mechanik-Tag aus. Dabei wird laut Verlag auch gerufen: „Bing“, „Bang“ oder „Boom“, je nachdem, welche Feuerwerkskarte gerade passt. Ob die Niete die betroffene Person nur für die laufende Runde oder für den Rest der Partie aus dem Spiel nimmt, sagen die vorliegenden Quellen nicht eindeutig. Verlag ist international Taco Cat Games, die deutsche Fassung „Bing! Bang! Bumm!“ bringt Asmodee.

Eckdaten zu Bing! Bang! Boom!

  • Spielerzahl: 2 bis 6
  • Spielzeit: etwa 10 Minuten
  • Alter: ab 7 Jahren
  • Verlag: Taco Cat Games (international), deutsche Ausgabe: Asmodee
  • Preis: rund 13 bis 14 Euro (deutsche Ausgabe laut Händlerangaben, Stand: 28.10.2026)
  • Termin: Handel ab 22./26.10.2026
Zehn neue Asmodee-Titel zur SPIEL-Essen-Saison 2026

Fadenfroh: Sticken um Siegpunkte, mit Pfister-Beteiligung

In Fadenfroh legt ihr laut BGG-Beschreibung Stoffkarten in eure Auslage und bekommt dafür Punkte für Farben und Symbole, abhängig davon, welche Wertungskarten in der aktuellen Runde gelten. Weil alle Mitspielenden um dieselben Stoffkarten und Materialien konkurrieren, müsst ihr jede Runde neu abwägen, wie lange ihr noch Material nehmt, bevor euch jemand die passende Karte wegschnappt, dazu kommen ein wechselnder Aufbau und eine Sammelwertung über mehrere Runden. Designer sind Jordy Adan und Alexander Pfister, Verlag ist unter anderem das deutsche DSV Games. Das offene Draften um einzelne Stoffkarten ist dabei ein Mechanik-Baustein, den Pfisters bekanntere Kennerspiele Great Western Trail (BGG-Regelgewicht 3,7) und Maracaibo (3,9) laut BGG gar nicht nutzen, dort dominieren Routenbau und Kartenmanagement. Mit einem Regelgewicht von 2,3 liegt Fadenfroh damit spürbar leichter und mechanisch anders als Pfisters bekanntere Titel. Laut BGG ist Fadenfroh auch solo spielbar, wie genau sich die Solo-Variante von der Mehrspieler-Partie unterscheidet, verraten die vorliegenden Quellen nicht.

Eckdaten zu Fadenfroh

  • Spielerzahl: 1 bis 4, mit Solo-Modus
  • Spielzeit: etwa 30 Minuten
  • Alter: ab 8 Jahren
  • Regelgewicht: 2,3 von 5 (laut BGG)
  • Designer: Jordy Adan und Alexander Pfister
  • Verlag: 1 More Time Games/DSV Games/Pandasaurus Games
  • Preis: rund 22 Euro (laut Händlerangaben, Stand: 28.10.2026)
  • Termin: Anfang Q4/Oktober 2026
Zehn neue Asmodee-Titel zur SPIEL-Essen-Saison 2026

Mischwald: Smoky Mountains zieht in die Great Smoky Mountains

Nach Mitteleuropa im Grundspiel bringt euch Mischwald: Smoky Mountains laut Verlagsbeschreibung in den beliebten nordamerikanischen Nationalpark. Als dritter eigenständiger Teil der Reihe baut es auf der bekannten Mischwald-Mechanik auf: Tier- und Pflanzenkarten werden gesammelt und übereinandergelegt, um Lebensräume zu bilden. Smoky Mountains ergänzt das um neue, wasserbezogene Geländekarten, die sich sowohl eigenständig als auch als „universelles Wasser“ unter Baumkarten einsetzen lassen, dazu neue Synergien zwischen Pflanzen und Tieren rund ums Wasser sowie größere Tiere wie Schwarzbären und Rotluchse. Wie beim Grundspiel gewinnt, wer am Ende die meisten Punkte hat. „Teil der Reihe“ heißt hier ausdrücklich nicht spielmechanisch verbunden: Laut Asmodee-Ankündigung ist Smoky Mountains ein eigenständiges Grundspiel mit eigenem, komplettem Kartensatz und nicht mit anderen Mischwald-Versionen oder Erweiterungen kompatibel, insbesondere keine Fortsetzung der 2024 bei uns besprochenen Erweiterung „Waldrand“. Verbunden sind die drei Mischwald-Spiele also nur über Thema und Grundprinzip, nicht über eine gemeinsame Kartenbasis. Designer ist Kosch, Verlag Lookout Games.

Eckdaten zu Mischwald: Smoky Mountains

  • Spielerzahl: 2 bis 5
  • Spielzeit: etwa 60 Minuten
  • Alter: ab 10 Jahren
  • Regelgewicht: 2,2 von 5 (laut BGG)
  • Designer: Kosch
  • Verlag: Lookout Games
  • Preis: rund 26 bis 28 Euro (laut Händlerangaben, Stand: 28.10.2026)
  • Termin: erschienen 22./23.10.2026 zur SPIEL Essen
Zehn neue Asmodee-Titel zur SPIEL-Essen-Saison 2026

Melodies: Gemeinsam eine Band bilden, ohne Karten zu zeigen

Melodies ist laut BGG-Beschreibung ein kooperatives Kartenspiel: Ihr bildet eine Band und vervollständigt gemeinsam Songs, indem jede Person Karten aus der Hand spielt. Der am häufigsten gespielte Wert wird zur „Melodie“ dieser Note und muss zum Verlauf des Songs passen, erst wenn alle Noten korrekt gespielt sind und alle Hände leer sind, ist ein Song fertig. Kommuniziert werden darf nur über Strategie, nicht über die eigenen Karten oder geplanten Aktionen. Von der Garage bis zur großen Bühne bringt laut Verlag jeder neue Auftrittsort neue Regeln, Instrumente, Publikum und Herausforderungen mit. Designer ist Thomas Dagenais-Lespérance, Verlag Next Move Games.

Eckdaten zu Melodies

  • Spielerzahl: 2 bis 5
  • Spielzeit: etwa 30 Minuten
  • Alter: ab 10 Jahren
  • Designer: Thomas Dagenais-Lespérance
  • Verlag: Next Move Games
  • Preis: rund 21 Euro (laut Händlerangaben, Stand: 28.10.2026)
  • Termin: Handel ab 26.10.2026
Zehn neue Asmodee-Titel zur SPIEL-Essen-Saison 2026

Die glücklichste Katze der Welt: Deckbau fürs Lieblingstier

Im Familienspiel Die glücklichste Katze der Welt wetteifert ihr laut Verlagsbeschreibung darum, der eigenen Katze das gemütlichste, glücklichste Zuhause einzurichten. Ihr kauft neue Plättchen für euer Deck, um die Wohnung der Katze zu erweitern und attraktive Kombinationen zu bilden, bewegt die Katze zu Attraktionen, sammelt dafür Punkte und nutzt die besten Kombinationen zwischen den Attraktionen. Designer sind Olivier Cipière und Oussama Khelifati, Verlag ist unter anderem Asmodee selbst.

Eckdaten zu Die glücklichste Katze der Welt

  • Spielerzahl: 2 bis 4
  • Spielzeit: etwa 30 Minuten
  • Alter: ab 8 Jahren
  • Regelgewicht: 2,0 von 5 (laut BGG)
  • Designer: Olivier Cipière und Oussama Khelifati
  • Verlag: Rebel Studio/Asmodee/Transludis
  • Preis: rund 27 bis 30 Euro (deutsche Ausgabe laut Händlerangaben, Stand: 28.10.2026)
  • Termin: SPIEL-Essen-Premiere 22.10.2026, Handel im Oktober 2026
Zehn neue Asmodee-Titel zur SPIEL-Essen-Saison 2026

Lightning Train: Beutelbau von den Dune-Imperium-Machern

Lightning Train kommt laut Verlagsbeschreibung von Paul Dennen, bekannt durch Clank! und Dune: Imperium. Ihr steuert eine Eisenbahngesellschaft durch acht Regionen Nordamerikas, baut euren Beutel mit Chips aus, um Bahnhöfe und Strecken zu eröffnen, und verdient Geld, indem ihr Güter in die Städte liefert, die sie brauchen. Die titelgebenden Blitzzüge beschleunigen euch laut Verlag an der Konkurrenz vorbei. Mechanisch ist das laut BGG etwas anderes als Dune: Imperium: Dort baut ihr ein Kartendeck auf und setzt Agenten per Worker Placement auf dem Spielplan ein, bei Lightning Train gibt es weder Karten noch Agenten, sondern Chips aus einem Beutel, die direkt auf der Karte landen, kein direktes Gegeneinander um einzelne Felder. Auch solo spielbar, die BGG-Community bewertet die Solo-Variante bislang aber uneinheitlich. Verlag ist international Dire Wolf, die deutsche Ausgabe bringt Asmodee.

Eckdaten zu Lightning Train

  • Spielerzahl: 1 bis 4, mit Solo-Modus
  • Spielzeit: 60 bis 120 Minuten
  • Alter: ab 13 Jahren
  • Regelgewicht: 3,0 von 5 (laut BGG)
  • Designer: Paul Dennen
  • Verlag: Dire Wolf (international), deutsche Ausgabe: Asmodee
  • Preis: rund 49 bis 52 Euro (deutsche Ausgabe laut Händlerangaben, Stand: 28.10.2026)
  • Termin: deutsche Ausgabe seit September 2026 im Handel
Zehn neue Asmodee-Titel zur SPIEL-Essen-Saison 2026

a_way: Wettrennen durch die Quazarys-Galaxie, jetzt auf Deutsch

In a_way nehmt ihr laut BGG-Beschreibung an einem legendären Raumschiff-Rennen durch die Quazarys-Galaxie teil. Jede Pilotin und jeder Pilot muss die eigene Basis erreichen, die zugleich der Startpunkt einer gegnerischen Person ist. Die Rennstrecke besteht aus Sonnenpfaden mit Stationen, Richtungspfeilen und besonderen Weltraumphänomenen, die sich laufend verändern. Ihr kombiniert Bewegung und Kartenspiel, um euer Schiff voranzubringen, müsst dabei Einbahnstrecken und Pflicht-Stationen beachten und dürft nicht auf derselben Station landen wie eine gegnerische Person. Karten aus einem gemeinsamen Stapel erlauben es laut Verlag, das Spielfeld zu verändern, Spezialeffekte auszulösen oder gegnerische Schiffe zu stören. a_way erschien ursprünglich 2024 über eine Ulule-Kampagne und bei Blue Orange, für deutsche Leser ist die Asmodee-Ausgabe damit die erste eigene deutsche Fassung.

Eckdaten zu a_way

  • Spielerzahl: 1 bis 4, mit Solo-Modus
  • Spielzeit: 10 bis 30 Minuten
  • Alter: ab 10 Jahren
  • Regelgewicht: 1,3 von 5 (laut BGG)
  • Designer: Clément Bongibault, Louis Fievre, Benjamin Niess, Hugo Socié
  • Verlag: Blue Orange (international, Originalausgabe 2024), deutsche Ausgabe: Asmodee
  • Preis: rund 11 Euro (deutsche Ausgabe laut Händlerangaben, Stand: 28.10.2026)
  • Termin: Anfang Q4 2026
Zehn neue Asmodee-Titel zur SPIEL-Essen-Saison 2026

Biberburg: Würfelturm gegen die Belagerung

Biberburg ist die deutsche Fassung von Wombat Tower: Ein kooperatives Geschicklichkeitsspiel, in dem ihr laut BGG-Beschreibung gemeinsam einen zentralen Turm gegen anrückende Gegnerwellen verteidigt. Ihr dreht den Würfelturm in Richtung eines gewählten Pfads und lasst einen besonderen Würfel darin hinunterrollen, um gegnerische Figuren vom Spielfeld zu kippen. Fallen Figuren um, sind sie aus dem Spiel. Werden sie nur verschoben, bleiben sie auf dem Feld. Je nach gewürfeltem Symbol kommen neue Gegner hinzu, rücken bestehende vor, oder eine Bonusaktion über Maschinenkarten wird ausgelöst. Gewonnen ist, sobald das Feld frei von Gegnern ist, verloren, sobald der dritte von drei Schild-Plättchen bricht. Designer sind Antonin Boccara und Romaric Galonnier, Verlag ist international Blue Orange, die deutsche Fassung bringt Asmodee.

Eckdaten zu Biberburg

  • Spielerzahl: 1 bis 4, mit Solo-Modus
  • Spielzeit: etwa 15 Minuten (laut BGG reine Spielzeit, ob Erklärzeit mit jüngeren Kindern eingerechnet ist, sagt keine der vorliegenden Quellen)
  • Alter: ab 6 Jahren
  • Designer: Antonin Boccara und Romaric Galonnier
  • Verlag: Blue Orange (international, als „Wombat Tower“), deutsche Ausgabe: Asmodee
  • Preis: rund 23 bis 25 Euro (deutsche Ausgabe laut Händlerangaben, Stand: 28.10.2026)
  • Termin: Anfang Q4 2026
Zehn neue Asmodee-Titel zur SPIEL-Essen-Saison 2026

Flamecraft Duals bekommt eine Deluxe-Edition

Flamecraft Duals ist laut BGG-Beschreibung ein Zweipersonen-Legespiel im Flamecraft-Universum: Reihum zieht ihr einen Drachen aus dem Beutel und legt ihn auf das gemeinsame Spielfeld, jeder Drachentyp hat eine Fähigkeit, die sich aktivieren lässt, um weitere Drachen zu ziehen oder das Feld umzuordnen. Bildet ihr mit drei Drachen auf dem Feld das Muster einer Shop-Karte in eurer Hand, bekommt ihr dafür Punkte, bis der Beutel leer ist. Seltene zweifarbige „Hydragons“ bringen doppelte Fähigkeiten. Neu für den deutschen Markt ist nicht das Spiel selbst, das es bereits seit 2025 gibt, sondern die „Flamecraft Duals (Deluxe-Edition)“: laut Verlag mit Reisekoffer-Verpackung, Metallmünzen und Kartenhaltern aus Holz, also eine neue Ausstattungsvariante, keine neuen Inhalte. Designer ist Manny Vega, Verlag Cardboard Alchemy.

Eckdaten zu Flamecraft Duals (Deluxe-Edition)

  • Spielerzahl: 1 bis 2, mit Solo-Modus
  • Spielzeit: 30 bis 45 Minuten
  • Alter: ab 10 Jahren
  • Regelgewicht: 1,6 von 5 (laut BGG, Basisspiel)
  • Designer: Manny Vega
  • Verlag: Cardboard Alchemy (international), deutsche Ausgabe: Asmodee
  • Preis: rund 40 bis 50 Euro (deutsche Ausgabe laut Händlerangaben, Stand: 28.10.2026)
  • Termin: Handel ab 1.11.2026

Lohnt sich der Blick auf dieses Neuheitenpaket?

Die Spannbreite reicht vom reinen Kinderreflexspiel bis zum Kennerspiel-Beutelbauer, dabei ist der überwiegende Teil keine komplette Neuentwicklung: Mehrere Titel sind deutsche Erstausgaben bereits bestehender internationaler Spiele (a_way, Biberburg, Lightning Train), bei Flamecraft Duals handelt es sich sogar nur um eine neue Ausstattungsvariante eines seit 2025 erhältlichen Spiels. Nach Regelgewicht sortiert, greifen am ehesten zu: Familien mit kleinen Kindern bei Bing! Bang! Boom!, a_way, Flamecraft Duals und Biberburg (BGG-Gewicht bis 1,6 oder noch ungewertet), Familien- und Gelegenheitsrunden bei Die glücklichste Katze der Welt, Melodies, Bella Vista, Mischwald: Smoky Mountains und Fadenfroh (Gewicht 2,0 bis 2,3), und Vielspieler in erster Linie bei Lightning Train, dem mit Abstand schwersten Titel im Paket (Gewicht 3,0). Für deutsche Leser ist das Paket trotzdem relevant, weil mehrere dieser Titel hierzulande bislang gar nicht oder nur auf Englisch zu haben waren.

Weiterlesen

Korrektur vom 29.10.2026: Im Schlussabsatz stand Melodies fälschlich in der Gruppe der noch ungewerteten Titel. Tatsächlich führt BGG für Melodies denselben Regelgewicht-Wert (2,0) wie für Die glücklichste Katze der Welt, die bereits korrekt in der Gewichtsgruppe 2,0 bis 2,3 stand. Melodies wurde in dieselbe Gruppe verschoben.

  •  

kritisch gespielt: Duell der Drachen

Duell der Drachen - Box

Duell der Drachen - BoxDuell der Drachen von Jay Bendixen – erschienen bei Lookout Spiele Auch wenn ich in der Vergangenheit schon das ein oder andere Fantasybuch gelesen habe: an ein Duell der Drachen kann ich mich dabei nicht erinnern. Allerdings heißt das nichts. Ich bin mir sicher, dass ein solches Szenario literarisch verarbeitet wurde. Rein vom Titel erwarte ich […]

Der Beitrag kritisch gespielt: Duell der Drachen erschien zuerst auf fjelfras.de.

  •  

Mischwald: Smoky Mountains

Lookout Spiele, Asmodee, 2026
Autor: Kosch
2–5 Spieler:innen, ab 10 Jahre, 60 Minuten

Ihr habt einen passenden Baum auf der Hand, den ihr unbedingt in euren Wald bringen möchtet. Aber solltet ihr ihm gleich einen Fluss spendieren? Vielleicht besitzt ihr bereits einige Wasserlebewesen, die dort wunderbar Platz finden würden. Andererseits möchtet ihr auch noch eine andere Karte unterhalb des Baumes anlegen. Mit einem Fluss wäre dieser Platz dafür verloren. Also lieber auf das Wasser verzichten? Oder darauf vertrauen, dass später noch passende Karten auftauchen? Solche Überlegungen gehören bei „Mischwald: Smoky Mountains“ zum Spielalltag. Die dritte eigenständige Ausgabe der beliebten Reihe führt uns in die Great Smoky Mountains im Osten der USA. Hier erwarten uns neue Baumarten und zahlreiche Tiere, darunter Schwarzbären, Weißkopfseeadler und verschiedene Wasserbewohner. Vor allem die Flüsse bringen eine neue Landschaftsform mit, die unseren Waldaufbau um zusätzliche Möglichkeiten erweitert. Am bekannten Spielprinzip hat sich wenig verändert. Wir versuchen weiterhin, durch geschicktes Ausspielen von Karten einen möglichst punkteträchtigen Lebensraum entstehen zu lassen. Viele Tiere und Pflanzen bringen dabei erst dann richtig viele Punkte, wenn bestimmte andere Arten ebenfalls in unserem Wald vorkommen.

Wer bereits eine der anderen Mischwald-Ausgaben gespielt hat, wird sich sofort zurechtfinden. Reihum entscheiden wir uns, entweder zwei Karten aufzunehmen oder eine Karte aus unserer Hand auszuspielen. Neue Karten erhalten wir vom verdeckten Nachziehstapel oder aus der offenen Lichtung in der Tischmitte. Möchten wir eine Karte ausspielen, müssen wir dafür meistens andere Handkarten als Kosten abwerfen. Diese landen wiederum offen in der Lichtung und stehen damit auch unseren Mitspielenden zur Verfügung. Welche Karten wir abgeben, will deshalb gut überlegt sein. Schließlich möchten wir niemandem ausgerechnet die Tiere überlassen, die noch für eine wertvolle Kombination fehlen. Mit den ausgespielten Karten bauen wir nach und nach unseren eigenen Wald auf. Bäume bilden dabei die Grundlage, an die wir weitere Karten mit Tieren und Pflanzen anlegen können. Die meisten dieser Karten sind zweigeteilt. Wir entscheiden uns jeweils für eine Hälfte und schieben die andere unter die entsprechende Baumkarte. Neu sind die Flüsse. Diese können als eigenständige Landschaftskarten ausgespielt werden und bieten jeweils zwei Anlegeplätze oberhalb und unterhalb des Flusses, die ausschließlich für passende Wasserkarten vorgesehen sind. Noch interessanter ist die Möglichkeit, beim Ausspielen eines Baumes direkt einen universellen Fluss hinzuzufügen. Dafür schieben wir eine zusätzliche Handkarte verdeckt unter den Baum. Dieser besitzt anschließend fünf Anlegeplätze statt der üblichen vier. Allerdings sind die beiden unteren Plätze nun den Wasserlebewesen vorbehalten. Wer dort eigentlich andere Tiere oder Pflanzen unterbringen möchte, hat durch den Fluss also keinen Vorteil. Und die Entscheidung muss direkt beim Ausspielen des Baumes getroffen werden. Später lässt sich ein universeller Fluss nicht einfach nachträglich hinzufügen. Das klingt zunächst nach einer kleinen Regeländerung, beschäftigt einen während der Partie aber immer wieder. Lohnt es sich, bereits jetzt einen zusätzlichen Lebensraum für Wassertiere vorzubereiten? Oder verzichtet man lieber darauf, weil die übrigen Handkarten besser zu einem gewöhnlichen Baum passen? Daneben sorgen zahlreiche Karteneffekte und Boni für weitere Möglichkeiten und zusätzliche Punkte. Sobald die dritte Winterkarte auftaucht, ist die Partie allerdings sofort vorbei. Wer dann noch auf die Vervollständigung einer Kombination gehofft hat, geht möglicherweise leer aus. Anschließend werden die Punkte aller ausgespielten Karten zusammengezählt.

Auch die dritte eigenständige Mischwald-Ausgabe hat mir wieder ausgesprochen gut gefallen. Das bekannte Spielprinzip funktioniert weiterhin hervorragend und die neuen Karten haben bei mir sofort die Lust geweckt, weitere Partien zu spielen. Besonders schön finde ich es, die verschiedenen Tiere und ihre Eigenschaften kennenzulernen und herauszufinden, welche Kombinationen besonders lohnenswert sind. Gerade in den ersten Partien lässt sich das noch gar nicht so einfach abschätzen. Manche Karten wirken zunächst wenig interessant, entwickeln in Verbindung mit anderen Arten aber ein überraschend großes Potenzial. Umgekehrt stellt sich manchmal heraus, dass eine vielversprechende Kombination schwieriger umzusetzen ist als gedacht. Dafür braucht es durchaus mehrere Partien, in denen man unterschiedliche Strategien ausprobiert und nach und nach erkennt, welche Zusammenstellungen gut funktionieren. Das ist für mich eine der großen Stärken dieser Spielereihe und ein wesentlicher Grund für ihren hohen Wiederspielreiz. Die neuen Flüsse fügen sich dabei sehr gut in das bekannte System ein. Mir gefällt besonders, dass sie keine automatische Verbesserung eines Baumes darstellen, sondern eine zusätzliche Entscheidung verlangen. Je nachdem, welche Karten man bereits auf der Hand hat oder noch ausspielen möchte, kann es sinnvoll sein, einen Fluss anzulegen oder bewusst darauf zu verzichten. Diese kleine Erweiterung passt hervorragend zum vorhandenen Spielprinzip, ohne es unnötig komplizierter zu machen. Natürlich bleibt das Kartenglück ein wichtiger Faktor. Ihr könnt euch noch so sehr auf eine bestimmte Tierart konzentrieren: Wenn die passenden Karten nicht auftauchen, wird aus der erhofften Punktesammlung nichts. Besonders ärgerlich ist das, wenn nur noch eine Karte fehlt, um ein Set zu vervollständigen. Auch die Mitspielenden haben dabei ein Wörtchen mitzureden. Wer aufmerksam verfolgt, welche Tiere in den anderen Wäldern gesammelt werden, wird sich gut überlegen, welche Karten er in die Lichtung abwirft. Das kann durchaus frustrieren. Für mich gehört diese Unsicherheit allerdings zum Spiel dazu. Schließlich muss ich immer wieder entscheiden, ob ich an meinem ursprünglichen Plan festhalte oder mit den verfügbaren Karten eine andere Richtung einschlage. Beim Material bewegt sich die neue Ausgabe auf dem gewohnt guten Niveau. Die Karten machen einen soliden Eindruck und auch die Illustrationen passen wieder wunderbar zur Reihe. Weniger angenehm bleibt die Schlusswertung, bei der das Zusammenzählen der vielen unterschiedlichen Wertungsbedingungen etwas Zeit beanspruchen kann. Am positiven Gesamteindruck ändert das für mich allerdings wenig. Auch hinsichtlich der Spielerzahl bleibt das Spiel erfreulich flexibel. Wir haben sowohl zu zweit als auch in größeren Runden gespielt, und das Grundprinzip funktioniert in beiden Fällen gut. Familien, die gerne etwas tüfteln, bekommen hier ebenso ein schönes Spiel wie erfahrenere Spieler:innen, die Freude daran haben, verschiedene Strategien auszuprobieren. Ein hochkomplexes Expertenspiel sollte man allerdings nicht erwarten. Das möchte diese Reihe auch gar nicht sein. Für mich bewegt sich „Mischwald: Smoky Mountains“ auf einem ähnlich hohen Niveau wie „Mischwald: Dartmoor“. Das bekannte Spielprinzip funktioniert weiterhin hervorragend, während die Flüsse eine interessante zusätzliche Entscheidung ermöglichen. Wer bereits eine andere Ausgabe besitzt, braucht diese Version sicherlich nicht zwingend. Wer allerdings ähnlich viel Freude wie ich daran hat, neue Tiere kennenzulernen und immer wieder andere Kombinationen auszuprobieren, bekommt erneut reichlich Gelegenheit dazu. Und wer noch kein Mischwald besitzt, kann auch mit dieser eigenständigen Ausgabe problemlos einsteigen. Mich hat auch dieser Ausflug in die Mischwald-Welt wieder voll überzeugt.

  •  

Duell der Drachen

Winddrachen bevorzugen fliegende Felsen, die Kristalldrachen zieht es in glitzernde Grotten. Und so hat jede der fünf Drachenarten ihre angestammte Heimat. Alles farblich aufeinander abgestimmt. Beim taktischen Kartenspiel Duell der Drachen wetteifern zwei Personen nun darum, in jeder Landschaft die jeweils stärkste Drachenfraktion auf ihrer Seite zu bilden. Ein schneller Wettkampf, der raffinierten Regeln folgt und für eine Viertelstunde gut unterhält.

Duell der Drachen ist ein Tauziehen an fünf Gebieten

Wir spielen abwechselnd eine unserer Drachenkarten an die jeweils eigene Seite einer Landschaft. Am Ende muss ich jedem Gebiet genau drei Karten zugewiesen haben. Drachenkarten gibt es in jeder der fünf Farben jeweils einmal mit den Werten von 1 bis 9. Wer die höchste Summe auf farblich passenden Drachen in einem Gebiet hat, zieht sofort den entsprechenden Stärkemarker zu sich. Das ist wie ein Tauziehen.

Duell der Drachen

Habe ich zu einem Zeitpunkt alle fünf Marker, gewinne ich sofort. Am Ende reicht es, die Mehrheit der Marker zu haben. Oder aber ich zwinge mein Gegenüber zuvor schon in eine ausweglose Situation …

Was bei Duell der Drachen eine Frage des Müssens ist

Normalerweise platziere ich eine Karte offen an die farblich passende Landschaft. Dreimal darf ein Drache aber auch verdeckt zugeordnet werden. Dann ist die Farbe egal. Aufgedeckt werden diese Drachen erst zum Schluss. Passt die Farbe nicht zur Landschaft, dann ist der Wert der Karte gleich null. Warum sollte ich das dennoch tun? Nun, das ist oft keine Frage des Wollens, sondern des Müssens. Die Zahl meiner Handkarten ist begrenzt. Welche ich vor meinem Zug jeweils als fünfte dazubekomme, bestimmt mein Konkurrent. Ich erhalte die Karte, die neutral auf der Landschaft liegt, an die der Gegner justament angelegt hat. Anschließend wird eine neue neutrale Karte vom Nachziehstapel auf das Gebiet gelegt.

Duell der Drachen

Ich steuere mit meinem Zug folglich nicht nur die Auslage der Karten auf meiner Seite, sondern beeinflusse auch, welche Karten meinem Gegner zur Verfügung stehen. Das ist ein starkes Werkzeug. Denn Karten einer Farbe, von der schon drei Karten liegen, nützen nichts. Deshalb ist die Wahl der Farbe, die ich ausspielen möchte, auch eine Frage des Zeitpunkts. Welche Karte will ich auf gar keinen Fall erhalten? Dann lege ich dort an. Welche Karte möchte ich auf jeden Fall bekommen? Dann warte ich ab, bis mein Gegenüber diese Landschaft (hoffentlich) wählt. Mit zunehmender Dauer wachsen jedoch die Zwänge. Kann ich keine Karte mehr regelrecht anlegen, habe ich sofort verloren. Und es gibt noch einen Kniff …

Was mir an Duell der Drachen gefällt?

Und dieser Kniff hält zusätzlich die Spannung hoch. Denn es gilt: Ist am Ende meine Stärke an einem Gebiet mindestens doppelt so hoch wie die des Kontrahenten, verliere ich den Marker an ihn. Bäm! Ich kann nicht nur mit hohen Zahlen Richtung Sieg steuern, nein, auch mit kleineren. Ich kann meinem Gegenüber unerwünschte Karten reindrücken. Und ich kann Finten legen, indem ich Karten verdeckt an die passende Landschaft lege. Duell der Drachen bietet innerhalb einer Viertelstunde so viele taktische Möglichkeiten, die ich in dieser kleinen Schachtel nicht erwartet hatte. Dieses Spiel hat mich positiv überrascht.

Duell der Drachen

Duell der Drachen | Lookout Spiele, Asmodee | Jay Bendixen | 2 Personen | ab 8 Jahren | 15 Minuten | Spielanleitung | Meine Einschätzung: ★★★ (gut)

  •  

Legespiel-Quartett: Frosted Blooms, Massenweise Monster, Railroad Tiles und Wispwood

Vier Legespiele in jeweils vier Sätzen vorgestellt: Dieses Mal geht es im Mini-Quartett um Titel aus demselben Genre. Die Titelbild-Collage zeigt Cover-Ausschnitte von Frosted Blooms, Massenweise Monster, Railroad Tiles und Wispwood (von links oben nach rechts unten). Jedes einzelne Spiel entfaltet seinen ganz eigenen Reiz. Mir haben alle hier vorgestellten Neuheiten aus dem Jahrgang 2025/26 gut gefallen.

Frosted Blooms

Statt ausschließlich geschlossene Tulpenfelder mit den Landschaftsplättchen zu legen, lassen wir Lücken. Je größer die Freiflächen sind, desto wertvollere Verbesserungen wie Scheunen oder Windmühlen passen hinein. Dieses innovative Prinzip erfordert beim Planen und Platzieren der Teile eine Denkweise, die sich zunächst fremd und falsch anfühlt. Doch ich lerne schnell, von alten Mustern abzuweichen – ohne die persönlichen Wertungen und das Wettrennen beim Erfüllen zentraler Aufgaben aus den Augen zu verlieren.

Frosted Blooms

Frosted Blooms | Kennerspiel | Elznir Games | Bruno Cathala und Ludovic Maublanc | 1 bis 4 Personen | ab 8 Jahren | 25 Minuten | Spielanleitung | Meine Bewertung: ★★★ (gut)

Massenweise Monster

Wer baut die beste unterirdische Geisterbahn? Neun Plättchen mit Streckenabschnitten lege ich nach und nach in meine Mine, um am Ende Tunnelverbindungen mit gut zueinander passenden Monstern zu haben. Der reizvolle Auswahlmechanismus für Plättchen lädt zum Zocken ein und hält die Frage „Geht mein Plan auf?“ lange offen. Die unterschiedlichen Wertungen für die neun Monsterarten wirken anfangs sperrig, schenken trotz leichter Unwuchten aber auch taktische Vielfalt auf leichtem Niveau.

Massenweise Monster

Massenweise Monster | Spiel für alle | Lookout Spiele, Asmodee | Michael Luu | 2 bis 5 Personen | ab 10 Jahren | 20 Minuten | Spielanleitung | Meine Bewertung: ★★★ (gut)

Railroad Tiles

Der wunderschöne Zeichenstil mit warmen mediterranen Farben überschminkt, dass es bei Railroad Tiles um kühle Netzwerkplanung geht. Über acht Runden schafft jeder von uns seine eigene Plättchen-Landschaft mit Straßen, Bahnstrecken und Städten, die sich am Ende möglichst kompakt und ohne viele offene Wegenden präsentieren sollte. Zudem ist Timing nötig, um Autos, Loks und Fahrgäste dann auch einsetzen zu können, wenn sie zur Verfügung stehen. Optionale Aufgabenplättchen und Solo-Herausforderungen runden dieses klug designte Legespiel ab.

Railroad Tiles

Railroad Tiles | Spiel für alle | Horrible Guild, Heidelbär Games | Hjalmar Hach und Lorenzo Silva | 1 bis 4 Personen | ab 8 Jahren | 45 Minuten | Spielanleitung | Meine Bewertung: ★★★ (gut)

Wispwood – Wald der Lichter

Erst 4×4, dann 5×5 und schließlich 6×6 – in jeder der drei Runden lege ich meine Plättchen in ein größeres Raster. Die Besonderheit dabei ist, dass ich alle Irrlichter aus der vorherigen Runde behalte und sie dabei auch noch genauso liegen lassen muss. Nur die Baumplättchen, die ich in jedem Zug zum Auffüllen in einer durch das gewählte Irrlicht vorgegebenen Anordnung platzieren muss, werden zwischen den Runden abgeräumt. Die Rundenwertungen belohnen in diesem sowohl schönen wie herausfordernden Legespiel vor allem die Personen, die mit gutem Vorstellungsvermögen planen.

Wispwood

Wispwood – Wald der Lichter | Kennerspiel | CGE, Heidelbär Games | Reed Ambrose | 1 bis 4 Personen | ab 10 Jahren | 45 Minuten | Spielanleitung | Meine Bewertung: ★★★ (gut)

  •  

Massenweise Monster

Lookout Spiele, Asmodee, 2026
Autor: Michael Luu
2-5 Spieler:innen, ab 10 Jahre, 20 Minuten

Stellt euch vor, tief unter der Erde ist es den Monstern langweilig geworden. In einer verlassenen Mine beschließen sie deshalb, etwas Unterhaltung zu schaffen. Eine gruselige Geisterbahn soll her, mit wilden Kurven, knarrenden Strecken und möglichst vielen schaurigen Kreaturen entlang der Strecke. Genau hier setzt „Massenweise Monster“ an. In diesem charmant illustrierten Legespiel helft ihr einer bunten Monstertruppe dabei, eine möglichst beeindruckende Geisterbahn durch den Stollen zu bauen. Auf euren persönlichen Spielplänen entsteht Stück für Stück eine Strecke, auf der sich unterschiedlichste Kreaturen tummeln. Skelette, Fledermäuse, Schleime und viele weitere Wesen haben dabei alle ihre eigenen Vorlieben. Manche mögen Gesellschaft, andere fühlen sich lieber allein wohl. Eure Aufgabe besteht darin, ihre Wünsche möglichst geschickt unter einen Hut zu bringen. Das Thema wirkt bewusst verspielt und leicht schräg. Statt düsterer Horroratmosphäre erwartet euch eine humorvolle Monsterwelt mit niedlichen Illustrationen. Dadurch wirkt das Spiel sofort zugänglich und lädt auch weniger erfahrene Spieler:innen ein, sich an das Puzzle zu wagen.

In einer Partie baut jede Person auf ihrem eigenen Tableau eine kleine Geisterbahn aus neun Plättchen. Diese werden nach und nach in mehreren Runden ausgewählt und in ein Raster gelegt. Jedes Plättchen zeigt Gleisstücke und eine Auswahl an Monstern. Ziel ist es, eine möglichst punktreiche Kombination zu erschaffen. Der Kniff liegt in der Auswahl der Plättchen. Die Teile werden nach und nach aufgedeckt. Ihr könnt sie sofort nehmen oder erst einmal warten und hoffen, dass etwas Besseres auftaucht. Dadurch entsteht ein kleines taktisches Abwägen. Greift ihr jetzt zu oder riskiert ihr, dass euch jemand anderes das passende Teil wegschnappt? Beim Einbauen der Plättchen dreht sich vieles um die unterschiedlichen Monsterarten. Einige bringen Punkte, wenn sie in Gruppen auftreten, andere möchten nicht direkt neben ihresgleichen liegen. Wieder andere profitieren von bestimmten Streckenformen oder von Symbolen auf den Plättchen. Gleichzeitig soll eure Geisterbahn möglichst sinnvoll verbunden sein, denn auch durchgehende Strecken und Türen am Rand bringen Punkte. Am Ende der Partie zählt ihr eine ganze Reihe verschiedener Wertungen zusammen. Wer die Monsterwünsche am besten erfüllt und gleichzeitig eine clevere Streckenführung gebaut hat, gewinnt.

„Massenweise Monster“ fühlt sich am Tisch wie ein lockeres Denkspiel an, das sich schnell erklärt und zügig spielt. Eine Partie dauert meist rund zwanzig Minuten und bleibt dadurch angenehm kurz. Die Entscheidungen sind trotzdem überraschend spannend, weil ihr ständig abwägen müsst, ob ihr ein gutes Plättchen sofort nehmt oder auf eine bessere Gelegenheit hofft. Besonders gefällt die Vielfalt der Monsterwertungen. Jedes Wesen bringt eine andere kleine Aufgabe mit. Dadurch entsteht ein Puzzle, bei dem ihr mehrere Ziele gleichzeitig verfolgen müsst. Trotz der einfachen Grundregeln entsteht so ein angenehmes Maß an Grübelei. Die Interaktion bleibt allerdings eher indirekt. Ihr beobachtet zwar, welche Plättchen die anderen gebrauchen könnten, aber echte direkte Eingriffe gibt es kaum. Wer stark auf gegenseitiges Ärgern oder taktische Konfrontation steht, könnte das Spiel deshalb etwas ruhig finden. Sehr gelungen ist die Gestaltung. Die Illustrationen sind bunt, freundlich und voller kleiner Details. Die Monster wirken eher knuffig als gruselig, was gut zur lockeren Atmosphäre passt. Die Plättchen sind stabil und liegen angenehm in der Hand. Insgesamt macht das Material einen langlebigen Eindruck. Durch die kurze Spieldauer und die einfachen Regeln eignet sich das Spiel besonders gut für Familien, Gelegenheitsspieler:innen und Runden, die ein schnelles Denkspiel für zwischendurch suchen. Auch als Einstieg in Legespiele funktioniert es hervorragend. Vielspieler:innen könnten sich hingegen etwas mehr strategische Tiefe wünschen. Am Tisch entsteht meist eine Mischung aus konzentriertem Puzzeln und kleinen Momenten der Schadenfreude, wenn jemandem genau das perfekte Plättchen vor der Nase weggenommen wird. Wenn ihr kurze, zugängliche Denkspiele mögt und Spaß daran habt, ein kleines Monsterchaos möglichst effizient zu ordnen, werdet ihr mit „Massenweise Monster“ viel Freude haben.

  •  

Marvel: Duell! In New York

Marvel: Duell in New York ist ein reines Zwei-Personen-Spiel, das einen direkten Schlagabtausch zwischen Helden und Schurken im Marvel-Universum inszeniert. Gespielt wird auf einem gemeinsamen Spielplan mit drei Schauplätzen in New York, an denen Karten ausgespielt, angegriffen und gewertet werden.

The post Marvel: Duell! In New York first appeared on Spiele-Akademie.de.
  •  
❌