Wir sind zwar nicht wandern und schippern auch nicht über große Gewässer, aber wir nehmen uns dennoch eine Auszeit vom Alltag … und für die nächsten vier Wochen auch von unserer sonntäglichen Tipp-um-Tipp-Runde. Aber keine Sorge, Ende August sind wir wieder für euch da!
Ganz untätig werden wir in den vier Wochen auch nicht sein. Wir haben es endlich geschafft, unsere Folge zu den Print-and-Play-Spielen Voyages und Waypoints aufzunehmen und sind guter Dinge, dass wir diese euch auch zeitnah auf die Ohren geben können.
Bis dahin wünschen wir euch schöne Sommertage und – spielt schön!
I really haven’t been playing enough Conquest for a while now – not because it isn’t good, but it’s a bit of a big ‘lifestyle’ game that demands a lot of time investment (like Age of Sigmar or Warhammer 40,000) and so many other games clamour for my attention. But I was very pleased to see Para Bellum release a completely revamped 2nd edition ruleset for the skirmish version of their game, which is called First Blood. It’s a much easier proposition to get a couple of warbands on the table for a battle than the big rank and flank armies of Conquest: Last Argument of Kings. And whereas before First Blood was really just a cut-down version of its big brother, this new edition feels more like a game in its own right.
I redid my rules and reference from scratch for this new edition. If you get a chance to play, let me know what you think of the game!
Wenn sich alle gleichzeitig auf ihre Stoffstreifen stürzen und versuchen, das richtige Muster zu weben, entsteht sofort Spannung am Tisch. Und durchaus stressige Hektik, die man mögen muss. Blancat verbindet Mustererkennung und Fingerfertigkeit auf eine einfache Weise – kleine Flüchtigkeitsfehler sorgen immer wieder für überraschende und lustige Momente.
In Blancat haben wir unseren Katzen neue Decken genäht – doch die Samtpfoten wollen ihre alten Lieblingsdecken zurück. Also versuchen wir, die vertrauten Muster möglichst schnell nachzubauen, bevor das große Katzengejammer losgeht.
Jede Person erhält ein Tableau mit zwölf bunten Papierstreifen. In jeder Runde wird eine Zielkarte aufgedeckt, die ein bestimmtes Muster zeigt. Nun heißt es: falten, weben und vergleichen. Wer das Muster zuerst korrekt nachbildet, schnappt sich einen der begehrten Katzentoken. Wer zu langsam ist oder einen Fehler macht, kassiert eine Strafkarte. Drei Strafkarten bedeuten das Spielende.
Aufbau und Spielablauf
Sobald die Zielkarte aufgedeckt wird, herrscht am Tisch sofort hektische Betriebsamkeit. Alle arbeiten gleichzeitig an ihrem Tableau und versuchen, die bunten Streifen möglichst schnell in die richtige Reihenfolge zu bringen.
Genau hier entfaltet Blancat seinen Reiz: Das Spiel kombiniert Mustererkennung mit Fingerfertigkeit und einer ordentlichen Portion Zeitdruck. Während die Hände über die Tableaus fliegen, wächst die Nervosität mit jeder Sekunde. Irgendwann ruft jemand „Blancat!“ und schnappt sich den ersten Katzentoken. Ab diesem Moment darf an seinem Tableau nichts mehr verändert werden.
Achtung: Denn wer zu früh zugreift und dabei einen kleinen Fehler übersehen hat, wird bestraft. Besonders gemein: In diesem Fall kann sogar die Person profitieren, die als Letzte keinen Token mehr ergattert hat. Dadurch bleibt bis zur Kontrolle aller Muster oft offen, wer die Runde tatsächlich erfolgreich beendet hat.
Aller Anfang ist Chaos: Wie lässt sich der Schnipselsalat schnell ordnen?Geschafft? Nein, ein Detail auf der linken Seite ist noch nicht korrekt…
Oft dauern Runden kaum eine Minute
Die Regeln sind schnell erklärt. Im Grunde müssen die Stoffstreifen nur passend zur Vorlage nach innen gefaltet und miteinander verwoben werden. Nach wenigen Minuten kann bereits die erste Partie starten. Gleichzeitig bietet das Spiel genug Herausforderung in zwei Leveln, damit auch nach mehreren Runden keine Langeweile aufkommt. Die Zielkarten unterscheiden sich deutlich im Schwierigkeitsgrad, sodass manche Muster sofort erkennbar sind, während andere deutlich mehr Konzentration verlangen.
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Für zusätzliche Herausforderung sorgt die optionale Variante. Hier reicht es nicht mehr, das Muster lediglich korrekt darzustellen. Die Stoffstreifen müssen außerdem so miteinander verwoben werden, dass sie beim Umdrehen des Tableaus nicht auseinanderfallen. Dadurch wird aus der reinen Musteraufgabe noch stärker ein Geschicklichkeitsspiel, das Fingerspitzengefühl und räumliches Denken fordert.
Besonders gut gefällt uns, wie unmittelbar Blancat (Korea Boardgames) funktioniert. Jede Runde dauert nur wenige Augenblicke, dennoch entstehen ständig kleine Erfolgserlebnisse, knappe Entscheidungen und amüsante Flüchtigkeitsfehler. Das sorgt für eine lockere Stimmung und viele Lacher am Tisch.
Fragen und Antworten
Wie lange dauert eine Partie Blancat?
Eine Partie dauert etwa 20 Minuten. Da alle gleichzeitig spielen und die Runden sehr kurz sind, kommt das Spiel schnell auf den Tisch und eignet sich gut als Absacker oder Familienspiel für zwischendurch.
Ist Blancat auch für jüngere Spielende geeignet?
Ja. Das Spiel ist bereits ab acht Jahren empfohlen. Die Regeln sind schnell verstanden und die Aufgabe, Muster nachzubauen, funktioniert auch mit Kindern sehr gut. Schwieriger wird vor allem der Umgang mit dem Zeitdruck.
Was ändert sich in der Kabel-Variante?
In der Kabel-Variante müssen die Stoffstreifen nicht nur das richtige Muster bilden, sondern zusätzlich miteinander verwoben sein. Dreht man das fertige Tableau um, dürfen sich die Streifen nicht lösen. Dadurch steigt der Anspruch an Geschicklichkeit und Planung deutlich.
Mein Fazit nach vielen Testrunden
Blancat ist ein schnelles Echtzeitspiel, das Mustererkennung, Geschicklichkeit und Zeitdruck gekonnt miteinander verbindet. Die Regeln sind leicht zugänglich, die Partien kurz und die Spannung beginnt mit jeder neu aufgedeckten Karte sofort von vorn.
Wer hektische Echtzeitspiele grundsätzlich nicht mag, wird mit dem permanenten Wettlauf vermutlich weniger Freude haben. Für Familien und Spielgruppen, die schnelle Reaktionsspiele und kleine Geschicklichkeitsaufgaben mögen, bietet Blancat dagegen kurzweilige Unterhaltung. Das schön gestaltete Spielmaterial wirft bei uns nur eine Frage auf: Wie viele Partien halten die recht dünnen Papierstreifen, bevor sie im Eifer des Gefechts beim Reinstecken oder Zurückziehen reißen werden?
Pro & Contra
Was mir gut gefällt:
Sehr schnell erklärt und sofort spielbar
Spannende Echtzeit-Hektik ohne lange Wartezeiten
Gelungene Mischung aus Mustererkennung und Geschicklichkeit
Kurze Spieldauer, ideal für Familien und zwischendurch
Was ich weniger mag:
Zeitdruck kann einzelne Spieler stressen
Wer Echtzeitspiele nicht mag, wird hier kaum überzeugt
Dünne Papierstreifen mit begrenzter Haltbarkeit?
Hinweis: Wertungen vergeben wir im Bereich 0 bis 4 Sternen. Spiele mit 0-1,5 Sternen sind sind schlecht, mit 2 bis 2,5 Sternen durchschnittlich. Ab 3 Sternen beginnen die empfehlenswerten Spiele. Nur außergewöhnliche Titel erhalten 4 Sterne („Four-Star Game“).
Jusayo hat mich überrascht: Nach wenigen Zügen beginnt das eigentliche Spiel im Kopf. Wer aufmerksam beobachtet, Informationen kombiniert und den richtigen Zeitpunkt für eine Herausforderung erwischt, kann die Mitspielenden regelrecht vorführen. Für mich ist Jusayo ein cleveres kleines Kartenspiel, das deutlich mehr Spannung bietet, als man der kompakten Schachtel zunächst zutraut.
Mit Jusayo bringt Autor Woojin Yang gemeinsam mit Korea Boardgames ein kleines Kartenspiel auf den Tisch: Drei bis fünf Personen versuchen, ihre Mitspielenden durch geschickte Anfragen und gewagte Herausforderungen aus der Runde zu werfen. Das Besondere: Eigene Karten auszuspielen ist meist eher ein Nachteil. Stattdessen möchten wir andere dazu bringen, ihre Karten offenzulegen und dabei wertvolle Informationen preiszugeben. Wer als Erste oder Erster zwei Runden übersteht, gewinnt die Partie.
Aufbau und Spielablauf
Im Mittelpunkt steht ein Farbrad, auf dem eine kleine Holzfigur die aktuell aktive Farbe anzeigt. Besonders originell: Das Unterteil der Spielschachtel wird während der Partie ständig weitergereicht und zeigt immer, wer gerade an der Reihe ist. Man hat die Wahl zwischen drei Aktionen: eine passende Karte ausspielen, von einer Person mit dem Ruf „Jusayo“ eine Karte verlangen oder jemanden mit „Bet you can’t“ herausfordern. Klingt simpel – entwickelt aber eine spannende Dynamik.
Tischnachbarin verlangt eine passende Handkarte von mir. Ich spiele pink, muss aber die Karte mit dem höchsten Wert in die Schachtel legen.
Mix aus Deduktion, Bluff und Risiko
Schon nach wenigen Zügen beginnen alle am Tisch, die gespielten Karten genau zu beobachten. Da stets die höchste Karte einer Farbe ausgespielt werden muss, liefern selbst kleine Aktionen wertvolle Hinweise. Wird beispielsweise eine blaue 5 gespielt, wissen alle sofort, dass sich keine höhere blaue Karte mehr auf dieser Hand befindet. Wer solche Informationen konsequent sammelt und kombiniert, kann die Möglichkeiten der Mitspielenden präzise eingrenzen.
Dadurch entsteht eine Mischung aus Deduktion, Bluff und Risikomanagement. Soll ich eine Karte anfordern, obwohl ich mir nicht ganz sicher bin? Ist die Person gegenüber tatsächlich handlungsunfähig oder blufft sie nur geschickt? Gerade diese Momente sorgen immer wieder für Spannung und Diskussionen am Tisch.
Zusätzliche Würze bringen die Doppelfarbkarten ins Spiel. Sie zählen für zwei Farben gleichzeitig und verändern beim Ausspielen sofort die aktuelle Farbe. Pläne, die eben noch wasserdicht wirkten, können dadurch innerhalb weniger Sekunden zusammenbrechen. Das sorgt regelmäßig für überraschende Wendungen und einige schadenfrohe Kommentare in der Runde.
Besonders gelungen ist dabei, wie eng Informationen und Risiko miteinander verknüpft sind. Wer zu früh glaubt, die Situation durchschaut zu haben, fliegt schnell selbst aus der Runde. Gleichzeitig belohnt Jusayo aufmerksame Spielerinnen und Spieler, die sich merken können, welche Farben und Werte bereits sichtbar geworden sind.
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Fragen und Antworten
Wie lange dauert eine Partie Jusayo?
Eine Partie dauert meist etwa 15 Minuten. Durch die schnellen Runden und häufiges Ausscheiden entsteht kaum Leerlauf.
Für wen eignet sich das Kartenspiel?
Jusayo richtet sich an drei bis fünf Personen ab acht Jahren, die Freude an Deduktion, Bluffelementen und direkter Interaktion haben.
Was ist die Besonderheit des Spielmaterials?
Das Farbrad wird zu Beginn jeder Partie neu zusammengesetzt. Außerdem dient das Unterteil der Spielschachtel während des Spiels als Zugmarker und wird ständig weitergereicht.
Mein Fazit nach vielen Testrunden
Jusayo schafft es, Spannung in ein kleines Kartenspiel zu stecken. Hinter den einfachen Grundregeln verbirgt sich ein Deduktionsspiel, bei dem jede Information wertvoll ist und jede Entscheidung Konsequenzen hat. Besonders die Kombination aus Bluffen, Beobachten und gezielten Herausforderungen sorgt für eine hohe Interaktion am Tisch.
Die Spielereliminierung kann zwar dazu führen, dass einzelne Personen kurz auf die nächste Runde warten müssen. Dank der kompakten Spielzeit fällt dieser Nachteil jedoch kaum ins Gewicht. Wer Spaß daran hat, Mitspielende zu lesen, Risiken abzuwägen und gelegentlich einen mutigen Bluff zu wagen, findet hier ein cooles Kartenspiel für zwischendurch. Vorsicht beim Spiel mit Kindern: Wir haben die Erfahrung gemacht, dass wir Erwachsenen deutlich schneller als die Jüngerem unsere spielentscheidenden Schlüsse ziehen konnten. Das kann für die Junioren durchaus frustrierend sein, schnell aus einer Runde zu fliegen.
Pro & Contra
Was mir gut gefällt:
Schnell erklärt und zügig gespielt
Clevere Verbindung aus Deduktion und Bluff
Jede Aktion liefert wertvolle Informationen
Was ich weniger mag:
Wer das Spiel nicht durchschaut, bleibt meist auf der Verliererstraße.
Starthände können den Einstieg in eine Runde beeinflussen
Hinweis: Wertungen vergeben wir im Bereich 0 bis 4 Sternen. Spiele mit 0-1,5 Sternen sind sind schlecht, mit 2 bis 2,5 Sternen durchschnittlich. Ab 3 Sternen beginnen die empfehlenswerten Spiele. Nur außergewöhnliche Titel erhalten 4 Sterne („Four-Star Game“).
In unserem Format „Tipp um Tipp“ laden wir euch ein, mit uns zu quizzen. Wir beschreiben Euch einmal pro Woche in 15 bis 20 Hinweisen ein Brettspiel. Wie schnell bekommt Ihr es heraus? Am Ende gibt es direkt die Auflösung.
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You’ve printed out and laminated the rules & reference PDF, you’ve got the rules summary in your Tabletop Codex app, and now here’s the video rules overview and review of Lands of Evershade. Never let it be said that The Esoteric Order of Gamers isn’t a full service agency! Check out the video and let me know what you think of this epic new RPG-slash-board game from Awaken Realms.
Making high quality tabletop gaming content at the EOG takes time and money. Please consider becoming a Patreon supporter or making a donation so I can continue this work! Thankyou!
Awaken Realms have been creating story-driven adventure games for a while now, but they’ve gone almost full RPG with their newest game, Lands of Evershade. And considering the huge success of their campaign, this RPG/board game hybrid with modular adventures is just what the punters have been looking for.
Yes, the adventures are, as always, elaborate Choose Your Own Adventure branching paragraphs (is there any other way to control the rhythm of a story in RPG-like boardgames, I wonder?), but Awaken have reached a new a level of elegance here. Their games tend to be very rules-heavy, with an emphasis on following complex turn structures that can sometimes feel a bit like ticking off items on a spreadsheet (I’m looking at you ISS Vanguard). Which can work fine because they do demand a level of deep involvement and commitment unlike most casual games, and are often weighted towards playing solo as a result. But Lands of Evershade takes things to a smarter level by combining a simple skill check dice mechanic with detailed player-created characters, and then only layering on bits of complexity for the particular scenario set-piece your characters are involved in.
They’ve also hit that sweet spot, in my opinion, that makes the game something you want to keep taking off the shelf – it’s a campaign, but each full adventure demands a manageable commitment of time and is broken into bite-sized chunks of an evening’s play each. And the tactical combat system is just complex enough to be interesting, without getting bogged down in fiddly rules for things like line of sight, range, and too many special rules.
I’ve only completed the starter adventure, Into the Whitewell, and just started on the advanced adventure, but so far I’m really enjoying this relatively light and fun fantasy game, and I’m very much looking forward to continuing my adventures in this interesting world. The game definitely rests on the quality of its modular adventures, so here’s hoping the high bar set by the introductory one is maintained.
The rules are in the main easy to remember, but here’s my summary, along with a reference sheet that handily replaces the multiple reference cards in the game with one small sheet. The summary is of course also in my app, Tabletop Codex).
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