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Restart Brettspiel: Zeitreise-Kennerspiel auf der Spieleschmiede

10. August 2026 um 10:43
Restart Brettspiel: Zeitreise-Kennerspiel auf der Spieleschmiede

In „Restart" reisen Sie durch drei Zeitlinien, um eine dystopische Zukunft umzuschreiben, während konkurrierende Zeitreisende genau dasselbe versuchen. Die deutsche Ausgabe dieses kompetitiven Zeitreise-Kennerspiels läuft aktuell als Kampagne auf der Spieleschmiede, und der Snapshot dieser Vorstellung zeigt eine bereits finanzierte, aber knapp terminierte Aktion.

Worum es geht

Restart spielt in einer nahen Zukunft, in der die Menschheit in eine Dystopie kollabiert. Als letzten Ausweg erfinden Wissenschaftler hirnvernetzte Nanochips, mit denen Zeitreisende durch die Zeit springen und Ereignisse verändern. Der Haken laut Verlag: Rivalisierende alternative Zukünfte prallen aufeinander, und der Wohlstand der einen bedeutet den Ruin der anderen. Aus diesem Konflikt zieht das Spiel seinen Wettbewerbscharakter.

Mechanik: vier Geist-Fähigkeiten über drei Zeitlinien

Das Spiel entfaltet sich über drei Zeitlinien: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Jeder Spielende steuert einen Zeitreisenden und zugleich dessen jüngeres, vergangenes Ich und verwaltet ein eigenes Geist-Tableau (im Original „mind board"). Im Zug aktivieren Sie genau eine von vier Fähigkeiten, und jede löst eine klar umrissene Aktion aus:

  • Wahrnehmung (Perception): Missionen auf dem Raumzeit-Gitter abschließen, indem Sie die Ressource Zeit ausgeben.
  • Intelligenz (Intelligence): neue Missionen gewinnen, indem Sie mit der Dystopie interagieren.
  • Erinnerung (Memory): Ressourcen sammeln.
  • Fokus (Focus): künftige Aktionen aufwerten, indem Sie Karten auf Ihr Geist-Tableau legen.

Pro Zug wählen Sie also nur eine dieser vier Aktionen; der Engine-Building-Kern entsteht über Fokus, weil ausgelegte Karten Ihre späteren Aktionen verstärken. Wie Zeitreisender und vergangenes Ich im Zug konkret zusammenspielen, ob parallel, abwechselnd oder in fester Reihenfolge, sagt die Kampagne in ihren öffentlichen Texten nicht; sie arbeitet hier vor allem mit Bildern und Videos. Diesen Punkt lassen wir offen, statt ihn zu erraten.

BGG ordnet zusätzlich Set Collection, Push Your Luck, Würfeln, ein modulares Spielfeld, Verträge und Siegpunkte als Ressourcen ein. Das BGG-Gewicht liegt bei 3,25 von 5, also klar im Kennerspiel-Bereich.

Ein zentraler Baustein ist die Struktur aus vier einzigartigen Dystopien, die einzeln gespielt werden. Laut Verlag bleibt das Kernsystem immer gleich, während jede Dystopie eigene, abweichende Mechaniken mitbringt. Es sind demnach keine vier getrennten Spiele, sondern Varianten auf demselben Grundgerüst, ähnlich wie Szenarien oder Module. Was genau sich pro Dystopie ändert, welche Regel also in der einen anders greift als in der anderen, nennt die Kampagne nicht. Das Versprechen lautet Varianz und Wiederspielwert; die mechanische Feinauflösung dazu bleibt offen.

Eckdaten

MerkmalAngabe
Spieleranzahl1 bis 4 Spielende
Spielzeit60 bis 120 Minuten
Alterab 14 Jahren
DesignerVangelis Efthimiou und Antonios Yannopoulos
IllustrationEvan Scale
OriginalstudioTeetotum Game Studios (Griechenland)
Deutsche AusgabeGiant Roc, via Spieleschmiede

Solo-Modus: Restart ist ab einem Spieler spielbar; BGG führt einen Solo-Modus (Solo / Solitaire Game) als Mechanik. Dass es ihn gibt, ist damit belegt. Wie er konkret funktioniert, kommuniziert die Kampagne in den vorliegenden Daten nicht im Detail.

Attribution: Entwickelt hat Restart das griechische Studio Teetotum Game Studios; die deutsche Ausgabe bringt Giant Roc über die Spieleschmiede heraus.

Kampagnenstand (datierter Snapshot)

Die folgenden Zahlen sind eine Momentaufnahme zum Zeitpunkt dieser Vorstellung, kein Dauerzustand. Die Kampagne ist aktiv und mit rund 104 Prozent finanziert: 12.433 Euro von 11.999,81 Euro Finanzierungsziel, getragen von 84 Unterstützenden, bei noch etwa 10 Tagen Restlaufzeit.

Drei spielrelevante Pledge-Stufen stehen zur Wahl:

  • „Zeitmaschine" (105 Euro): die Restart Deluxe Edition in der deutschen Version, also das vollständige Grundspiel.
  • „DeLorean" (150 Euro): zusätzlich das Jacob-und-Sophie-Miniaturen-Set, die Gadgets-Erweiterung, die Duality-Mini-Erweiterung sowie Würfelschale und Kunstdrucke. Der spielerische Mehrwert steckt hier vor allem in den beiden Erweiterungen; Miniaturen, Würfelschale und Kunstdrucke sind Komponenten-Aufwertungen.
  • „TARDIS" (165 Euro): wie DeLorean, plus Kartenhüllen für Grundspiel und Erweiterung, also eine reine Material-Ergänzung ohne zusätzlichen Regelinhalt.

Erweiterungen und Zubehör sind auch einzeln als Add-ons erhältlich, darunter das Miniaturen-Set (30 Euro), die Gadgets-Erweiterung (12 Euro), die Duality-Mini-Erweiterung (6 Euro), Würfelschale (9 Euro) und Kunstdrucke (12 Euro). BGG listet darüber hinaus eine größere Erweiterung namens „Sand and Cables".

Was die Kampagne offen lässt

Zwei Punkte bleiben in den vorliegenden Daten unklar, und wir raten sie nicht: Erstens nennt die Kampagne keine detaillierten Stretch-Goal-Inhalte. Erkennbar ist lediglich ein nächstes Etappenziel bei 12.000 Euro; ob dahinter mechanische Inhalte oder reine Komponenten-Upgrades stehen, geht aus den Daten nicht hervor. Zweitens ist als Pledge nur die Deluxe Edition sichtbar; ein Preis für eine reguläre Einzelhandelsausgabe lässt sich daraus nicht ableiten.

Einordnung

Für den DACH-Raum ist Restart relevant, weil die deutsche Ausgabe direkt über die Spieleschmiede finanzierbar ist. Wer Engine Builder mit dichtem Thema mag und ein Kennerspiel-Gewicht nicht scheut, findet hier einen ambitionierten Kandidaten. Die hohe Zahl an BGG-Wunschlisten-Einträgen ist ein Interesse-Signal, aber kein Qualitätsurteil: Gespielt und bewertet haben Restart bislang nur wenige. Wegen der kurzen Restlaufzeit lohnt der Blick jetzt.

Neu auf Board Game Arena: Reef Gardens, Under the Leaves und The Isle of Cats Duel (KW 33, 2026)

10. August 2026 um 09:08
Neu auf Board Game Arena: Reef Gardens, Under the Leaves und The Isle of Cats Duel (KW 33, 2026)

In den vergangenen sieben Tagen sind auf Board Game Arena drei neue Titel erschienen. Sie reichen vom ruhigen Riffbau über einen kompakten Gartenausflug bis zum Zweipersonen-Duell auf hoher See. Zwei davon benötigen ein Premium-Abo, eines lässt sich kostenlos spielen.

Reef Gardens

Reef Gardens ist seit dem 7. August auf der Plattform verfügbar. Für diesen Titel wird ein Premium-Abo benötigt. In dem Legespiel von Jeffrey D. Allers (dlp games, 2025) baust du als Meeresschützer Korallenriffe wieder auf, bevor Zeit und Budget ausgehen. Manchmal musst du bestehende Riffe abbauen, um mit dem gewonnenen Forschungsgeld neue Flächen zu bepflanzen.

Mechanisch verbindet das Spiel Gebietsmehrheiten, offenes Drafting und das Umschließen von Flächen mit klassischem Plättchenlegen. Es ist für 2 bis 4 Personen ausgelegt und dauert laut Verlag rund 50 Minuten. Auf BoardGameGeek liegt der Titel bei 6,8 von 10 Punkten aus 122 Bewertungen, bei einem Gewicht von 2,3 von 5. Der Verlag empfiehlt es ab 10 Jahren.

Under the Leaves

Under the Leaves ist seit dem 5. August spielbar. Das Spiel lässt sich ohne Abo spielen. In dem Legespiel von Trevor Benjamin und Brett J. Gilbert (2025) legst du Gartenplättchen aus, lockst Bienen und Kolibris an und entdeckst kleine Lebewesen unter Blättern, Pilzen und Pfützen. Wer am Ende die meisten Teile im eigenen Garten sammelt, gewinnt.

Das Spiel setzt auf Plättchenlegen, das Verketten von Feldern und Verbindungen zwischen den Gartenteilen. Es ist für 2 bis 4 Personen ausgelegt und dauert etwa 25 bis 40 Minuten. Auf BoardGameGeek steht der Titel bei 7,4 von 10 Punkten aus 417 Bewertungen, bei einem Gewicht von 2,0 von 5. Eine deutsche Ausgabe erscheint bei Frosted Games unter dem Titel „Wuselige Wiesen".

The Isle of Cats Duel

The Isle of Cats Duel ist seit dem 3. August auf der Plattform. Für diesen Titel wird ein Premium-Abo benötigt. Das eigenständige Zweipersonenspiel von Frank West (The City of Games, 2024) überträgt das Katzenrettungs-Thema von „The Isle of Cats" auf ein reines Duell. Statt Karten zu draften, bewegst du dich mit einer Oshax-Katze über die Insel und bestimmst so, welche Katzen, Schätze und Lektionen dir und deinem Gegenüber offenstehen.

Im Kern geht es um Plättchenlegen und Mustergestaltung: Du passt die einzigartigen Katzenplättchen auf dein Boot und hältst dabei die Familien zusammen. Das Spiel ist ausschließlich für 2 Personen und dauert rund 30 Minuten. Auf BoardGameGeek erreicht der Titel 7,5 von 10 Punkten aus 597 Bewertungen, bei einem Gewicht von 2,3 von 5. In der Ankündigung auf der Plattform wird zusätzlich die Erweiterung „Puss in Boats" genannt.

Crowdfunding-Wochenschau KW 33/2026: En-Nichi, Kaiju-Nachwuchs und ein Spieleabend-Paket

10. August 2026 um 09:08
Crowdfunding-Wochenschau KW 33/2026: En-Nichi, Kaiju-Nachwuchs und ein Spieleabend-Paket

In dieser Woche (KW 33) haben Gamefound und die Spieleschmiede keine frische Brettspiel-Kampagne mit echtem Neuigkeitswert nachgelegt. Auf Kickstarter dagegen laufen gleich drei Projekte aus derselben Startwelle vom 14. Juli auf ihr Ende am 13. August zu. Alle drei sind finanziert und decken ein leichtes bis mittleres Gewicht ab, vom Jahrmarkt-Spiel bis zum Spieleabend-Paket. Ein Hinweis vorab: Es handelt sich um US-Kampagnen in US-Dollar, für die aus dem DACH-Raum Versandkosten und Einfuhrabgaben anfallen.

En-Nichi: Japanese Summer Festival

Crowdfunding-Wochenschau KW 33/2026: En-Nichi, Kaiju-Nachwuchs und ein Spieleabend-Paket
En-Nichi: Japanese Summer Festival. Bild: Mugen Gaming (via BoardGameGeek).

En-Nichi läuft noch bis zum 13. August auf Kickstarter und hat sein Ziel von 7.878 US-Dollar mit aktuell rund 112.831 US-Dollar auf etwa 1.432 Prozent gebracht, getragen von rund 1.035 Unterstützenden. Damit ist es der klare Volumen-Spitzenreiter dieser Ausgabe und erfüllt gleich zwei Aufnahmekriterien: kurz vor Ende und außergewöhnlich hohe Finanzierungsquote.

Thematisch wanderst du über ein japanisches Sommerfest von Stand zu Stand und spielst kleine Jahrmarkt-Minispiele wie Schießbude, Goldfisch-Fangen, Wasserballon-Angeln und Maskenstand. Mechanisch mischt das Spiel Würfeln, Push-your-Luck, ein Gedächtnis-Element und Set Collection: Du sammelst bunte Preise, um die Gunst der Dorfbewohner zu gewinnen. Wer genug Zuneigung sammelt, nimmt die Figuren mit ins große Finale.

Es spielen 2 bis 6 Personen ab 8 Jahren, eine Partie dauert 45 bis 60 Minuten. Verlag ist Mugen Gaming aus Kansas City. Einen Designer nennt weder die Kampagne noch der BoardGameGeek-Eintrag, hier bleibt die Urheberschaft offen.

Aufnahmekriterium: Kurz vor Ende (finanziert) und besonders interessant (Finanzierungsquote deutlich über 300 Prozent, Volumen über 100.000 US-Dollar).

How to Raise Your Kaiju

Crowdfunding-Wochenschau KW 33/2026: En-Nichi, Kaiju-Nachwuchs und ein Spieleabend-Paket
How to Raise Your Kaiju. Bild: Rose Gauntlet Entertainment (via BoardGameGeek).

How to Raise Your Kaiju läuft noch bis zum 13. August auf Kickstarter und steht mit rund 35.731 US-Dollar bei etwa 357 Prozent des Ziels von 10.000 US-Dollar, gestützt von rund 431 Unterstützenden. Hinter dem Projekt steht Rose Gauntlet Entertainment, das Design stammt von Isaac Vega, die Illustrationen von Alyssa Menold.

Du schlüpfst in die Rolle eines Kaiju-Elternteils und ziehst kleine Monster groß. In deinem Zug setzt du ein Baby-Kaiju auf eine Stadt und nimmst dir eine Fähigkeitenkarte. Anschließend kannst du Stadtzonen erobern, indem du Fähigkeitenkarten passend zu den Verteidigungs-Tokens abwirfst, was Erfahrungspunkte und Ressourcen einbringt. Sammelst du genug Erfahrung, verdient dein Kaiju einen Goldstern.

Alternativ schickst du dein Monster auf den Open-World-Pfad, wo weitere Strecke größere Belohnungen bringt. Eltern-Karten geben jeder Spielerin und jedem Spieler eigene Sonderfähigkeiten, sodass sich die Partien unterscheiden. Nach vier Runden gewinnt, wer die meisten Goldsterne gesammelt hat. Mechanisch verbindet das Spiel Worker Placement, Handmanagement und Set Collection für 1 bis 4 Personen ab 10 Jahren, bei 30 bis 60 Minuten Spielzeit.

Aufnahmekriterium: Kurz vor Ende (finanziert) und besonders interessant (Finanzierungsquote über 300 Prozent, etablierter Designer).

MILLRAT Pack!

Crowdfunding-Wochenschau KW 33/2026: En-Nichi, Kaiju-Nachwuchs und ein Spieleabend-Paket
MILLRAT Pack! Bild: MILLRAT Studio (via Kickstarter).

Das MILLRAT Pack läuft noch bis zum 13. August auf Kickstarter und hat mit rund 11.326 US-Dollar etwa 188 Prozent des Ziels von 6.030 US-Dollar erreicht, getragen von rund 191 Unterstützenden. Das Projekt bündelt vier eigenständige Spiele in einer Schachtel, gedacht für den Spieleabend, entwickelt von MILLRAT Studio (Nick und Adam) mit Artwork von Abby Ouellette.

Die Kampagne beschreibt das Paket als „etwas für jeden am Tisch", schlüsselt die vier Titel in den abrufbaren Kampagnendaten aber nicht einzeln nach Mechanik oder Spielerzahl auf. Was die Spiele konkret tun, bleibt damit auf Basis der reinen Eckdaten offen. Für den DACH-Raum ist außerdem wichtig: Der physische Versand ist auf die USA beschränkt, sinnvoll bestellbar ist von hier aus vor allem die Print-and-Play-Variante ab 8 US-Dollar.

Aufnahmekriterium: Kurz vor Ende (finanziert). Der Titel steht hier ausdrücklich mit dem Vorbehalt eingeschränkter DACH-Verfügbarkeit.

Kein frischer Start auf Gamefound und Spieleschmiede

Auf Gamefound sind die Kampagnen des Summer Feast von Ende Juli inzwischen überwiegend beendet, ein frisch gestartetes oder kurz vor Ende stehendes Brettspiel mit klarer DACH-Relevanz war in dieser Woche nicht darunter. In der Spieleschmiede läuft weiterhin das Zeitreise-Kennerspiel Restart von Giant Roc, das wir bereits in KW 31 und KW 32 vorgestellt haben und das daher hier keinen neuen Aufhänger bietet. Sobald auf diesen beiden Plattformen wieder etwas Neues mit Substanz startet, greifen wir es in der nächsten Ausgabe auf.

Clank! Digital: Die Brettspiel-App jetzt vollständig auf Deutsch

09. August 2026 um 09:12
Clank! Digital: Die Brettspiel-App jetzt vollständig auf Deutsch

Clank! gehört zu den beliebtesten Deckbauspielen der letzten zehn Jahre. Seit Oktober 2024 gibt es das Spiel auch als vollständige App, und das mit einem klaren Vorteil für die DACH-Region: Clank! Digital ist komplett auf Deutsch lokalisiert, Benutzeroberfläche, Sprachausgabe und Untertitel inklusive.

Was steckt hinter Clank!?

Clank!: A Deck-Building Adventure erschien 2016, entworfen von Paul Dennen und verlegt von Dire Wolf und Renegade Game Studios. Das Brettspiel funktioniert auf zwei Ebenen. Erstens baut jede Spielerin ihr eigenes Kartendeck auf: Mit Karten kauft man neue Karten, schlägt Monster und bewegt sich durch den Dungeon. Zweitens ist da der namensgebende Clank. Wer in der Drachenhöhle zu laut herumstolpert, erzeugt Lärm-Marker, die in einen Beutel wandern. Je öfter der Drache zuschlägt, desto gefährlicher wird der eigene Lärm. Das ist Push-your-luck auf Kartenebene: Man will tief in die Höhle, das wertvollste Artefakt schnappen und rechtzeitig heraus, bevor der Drache zuschlägt. Wer stirbt, scheidet aus; wer mit einem Artefakt entkommen ist und die meisten Punkte hat, gewinnt. Das Grundspiel für 2 bis 4 Spielende dauert 30 bis 60 Minuten und ist ab 12 Jahren empfohlen.

Die digitale Umsetzung: Plattformen und Modi

Clank! Digital wurde von Dire Wolf Digital entwickelt und am 21. Oktober 2024 plattformübergreifend veröffentlicht, nach einem Early-Access-Zeitraum ab Juli 2024. Das Spiel läuft auf Steam (Windows und macOS), iOS und Android. Crossplay ist über alle drei Plattformen hinweg möglich.

Die digitale Version bietet mehrere Spielmodi: Solo gegen KI mit anpassbaren Partien, Online-Mehrspieler mit offenem oder privatem Matchmaking und Crossplay, Pass & Play für bis zu vier Personen an einem Gerät, 13 Challenge-Szenarien mit Sonderregeln sowie rotierende Heist-Ranglisten gegen die globale Community. Solo-Spielende bekommen damit einen echten Modus, den das Brettspiel selbst ohne Erweiterung nicht bietet.

Preis, Sprache und Umfang

Clank! Digital kostet auf Steam regulär 20,99 Euro (Preise auf iOS und Android können abweichen). Der reguläre Preis gilt dauerhaft; Sonderangebote laufen zeitlich begrenzt und sollten vor dem Kauf auf der jeweiligen Store-Seite geprüft werden. Als DLC gibt es zwei kostenpflichtige Erweiterungen: Clank! Sunken Treasures und Clank! The Mummy's Curse, beide bekannte Zusätze aus der physischen Spielreihe.

Die deutsche Lokalisierung ist vollständig: Menüs, Regeltext, Sprachausgabe und Untertitel sind auf Deutsch verfügbar, auf allen drei Plattformen.

Zu Monetarisierung oder bekannten technischen Problemen des Spiels macht Dire Wolf Digital in der offiziellen Kommunikation keine expliziten Aussagen. Nutzerbewertungen auf Steam können hier als Zusatzquelle dienen, bevor man kauft.

Für wen lohnt die App?

Wer Clank! vom Tisch kennt und das Spiel auch unterwegs oder mit Freunden auf anderen Plattformen spielen möchte, bekommt eine solide digitale Umsetzung. Der Crossplay-Ansatz macht Clank! Digital besonders dann interessant, wenn die eigene Spielgruppe auf verschiedene Geräte verteilt ist. Solo-Spielende profitieren von einem vollwertigen KI-Modus, den das physische Grundspiel nicht mitbringt. Neueinsteiger ohne Kenntnis des Brettspiels finden in Clank! Digital einen zugänglichen Einstieg in Deckbau und Dungeon-Crawling, die Lernkurve ist moderat.

Der reguläre Preis von 20,99 Euro auf Steam ist fair für den gebotenen Umfang. Die beiden DLCs sind optional; das Grundspiel ist vollständig spielbar.

Theokratia Brettspiel: Tascinis Götter-Twist auf Deutsch

07. August 2026 um 10:43
Theokratia Brettspiel: Tascinis Götter-Twist auf Deutsch

Mit Theokratia bringt der Schwerkraft Verlag ein weiteres Expertenspiel aus der sogenannten T-Reihe von Daniele Tascini auf Deutsch, jener Serie, zu der auch Teotihuacan, Tekhenu und Tzolk'in gehören. Der Aufhänger ist ein ungewöhnlicher Perspektivwechsel: Sie steuern nicht die eigene Zivilisation, sondern eine hochentwickelte außerirdische Gottheit, die vier Völker im Hintergrund manipuliert.

Der Twist: Sie sind der Gott, nicht das Volk

Die meisten Zivilisationsspiele setzen Sie an die Spitze eines eigenen Reiches. Theokratia dreht das um. Auf einer fiktiven Insel entwickeln sich vier Völker weitgehend eigenständig: Sie bauen Städte, erkunden das Land, führen Kämpfe und feiern Feste. Die Spielenden verkörpern hochentwickelte Aliens, die von diesen Völkern als Götter verehrt werden. Ihr Ziel ist es, die Entwicklung der Völker so zu lenken, dass sie Ihnen zugutekommt. Der Verlag illustriert das am Beispiel der Farben: Als blaue Gottheit wollen Sie, dass die Völker möglichst auf den blauen Hexfeldern aktiv werden. Wer am Spielende die meiste Verehrung auf sich vereint, gewinnt die Wette unter den Göttern.

Mechanik vor Marketing

Mechanisch ist Theokratia laut BoardGameGeek ein Würfel-Drafting-Spiel: Die zentralen Bausteine sind Action Drafting und Würfeln, kombiniert mit Bewegung auf einem Hexfeld-Raster. Die Schwerkraft-Produktseite fasst es als Würfel-Drafting-Zivilisationsspiel zusammen, bei dem jeder Spieler die Aktionen der vier Völker beeinflussen kann. Wie genau eine einzelne Aktion abläuft und wie die Partie in Runden gegliedert ist, verrät die öffentliche Produktseite bislang nicht im Detail. Diese Feinheiten bleiben also vorerst offen, statt sie hier auszuschmücken.

Das Gewicht ordnet BGG bei 3,8 von 5 ein, also klar im Experten-Bereich. Als Illustrator zeichnet Andrew Bosley verantwortlich, bekannt unter anderem von Everdell.

Theokratia: Eckdaten im Überblick

AspektAngabe
AutorenDaniele Tascini und Daniel Marinangeli
IllustrationAndrew Bosley
Verlag (dt.)Schwerkraft Verlag
Spielerzahl1 bis 4
Spielzeit45 bis 180 Minuten (Schwerkraft)
Alterab 14 Jahren (Schwerkraft)
Gewicht3,8 von 5 (BGG)
Preis55,00 Euro Vorbestellung, regulär 70,00 Euro

Bei drei Angaben weichen die Quellen voneinander ab, und das ist erwähnenswert: Die Spielzeit gibt Schwerkraft mit 45 bis 180 Minuten an, BGG nennt deutlich kürzere 40 bis 80 Minuten. Das ist eine große Spanne, die reale Dauer dürfte stark von Spielerzahl und Erfahrung abhängen. Auch beim Alter gehen die Angaben auseinander: Schwerkraft empfiehlt ab 14 Jahren, BGG führt ab 10 Jahren. Wir folgen hier jeweils der deutschen Produktseite und nennen die BGG-Werte als Kontrast.

Solo-Modus und Ausstattung

Theokratia ist voll solotauglich. Die Produktseite bestätigt 26 Solo-Karten, ein eigenes Solo-Tableau und ein separates Solo-Regelheft. Nach Verlagsangaben stehen drei unterscheidbare Bots in zwei Schwierigkeitsstufen bereit, die sich auch bei zwei bis drei Spielenden zuschalten lassen. Am Rande: Manche Ankündigungen sprechen von zwei bis vier Spielenden plus Bot, während Produktseite und BGG einen vollwertigen Solo-Modus, also ab einer Person, ausweisen. Für die Spielerzahl halten wir uns an die übereinstimmende Angabe 1 bis 4.

Materialseitig fällt die Ausstattung üppig aus: über 120 Holzteile wie Festungen, Pyramiden und Kasernen, dazu Spielbrett, Tempeltableau, 12 Würfel, Würfelbeutel sowie Fähigkeits- und Entwicklungskarten. Stretch-Goals gibt es hier nicht: Es handelt sich um eine Retail-Vorbestellung des deutschen Verlags, nicht um eine Crowdfunding-Kampagne.

Für wen lohnt sich Theokratia?

Eine deutsche Retail-Ausgabe eines Tascini-Expertenspiels ist für den DACH-Markt echte News, gerade für Vielspieler, die die T-Reihe schätzen und den unverbrauchten Götter-Blickwinkel reizvoll finden. Ein Hinweis zur Einordnung: Die BGG-Wertung liegt aktuell bei rund 5,6, allerdings erst auf Basis von 87 Stimmen. Das ist ein sehr frühes, dünnes Stimmungsbild und taugt noch nicht als Qualitätsurteil, weder im Guten noch im Schlechten.

Theokratia: Preis und Verfügbarkeit

Theokratia soll Mitte August 2026 erscheinen. In der Vorbestellphase ist das Spiel für 55,00 Euro statt regulär 70,00 Euro gelistet. Die Produktseite nennt für den Vorbestellrabatt eine Frist bis zum 7. August 2026, wobei sich der Verlag vorbehält, die Aktion vorzeitig zu beenden.

Joking Hazard 2: Spieleschmiede-Kampagne auf Deutsch

06. August 2026 um 13:21
Joking Hazard 2: Spieleschmiede-Kampagne auf Deutsch

Der schwarze Humor kehrt zurück: Mit Joking Hazard 2 bringt der Verlag Funbot eine deutschsprachige Fortsetzung des Party-Kartenspiels von den Machern von Cyanide & Happiness (Explosm) auf die Spieleschmiede. Wir ordnen ein, was die Kampagne unter dem Motto „Die fiesen Comics sind zurück!" bietet und wo sie schweigt.

Joking Hazard 2: Fortsetzung, kein Grundspiel

Joking Hazard 2 ist kein Neustart, sondern ein eigenständiges Set neuer Panels im bekannten System. Wer den ersten Teil kennt, findet dasselbe Prinzip mit frischem Kartenmaterial. Wer neu einsteigt, kann direkt hier beginnen. Über die Grundmechanik und die deutsche Erstausgabe haben wir bereits beim ersten Joking-Hazard-Titel berichtet.

So läuft eine Runde ab

Im Kern geht es darum, einen dreiteiligen Comicstrip mit einer möglichst fiesen Pointe zu vollenden. Die Kampagne beschreibt vier Schritte: Zuerst wird ein Startpanel aufgedeckt. Dann legt eine spielende Person in der Rolle des Richters das zweite Panel als Fortsetzung. Anschließend legen alle anderen verdeckt eine Karte als möglichen Höhepunkt. Zum Schluss wählt der Richter die beste Pointe, und die Runde geht als Punkt an die Gewinnerkarte.

Eine Sonderregel betrifft Karten mit rotem Rand: Sie erfüllen laut Kampagne eine abweichende Spezialfunktion mit eigenem Panel-Verhalten, statt als normales Abschlusspanel zu dienen. Die genaue Wirkung der roten Karten legt die Kampagne im Detail nicht offen.

Mechanisch bleibt Joking Hazard damit ein leichtes Party- und Absackerspiel. Das Basisspiel setzt auf Hand Management, das Richter-Prinzip (Player Judge, bekannt von Apples to Apples oder Cards Against Humanity) und die gleichzeitige Kartenwahl. Die BGG-Community bewertet die Komplexität des Basisspiels mit rund 1,03 von 5, also sehr niedrig.

Eckdaten: Was die Kampagne offen lässt

Wichtig für die Einordnung: Die Kampagnenseite nennt für Joking Hazard 2 selbst keine expliziten Angaben zu Spieleranzahl, Spielzeit und Altersfreigabe. Als Orientierung dienen die Werte des bestehenden Systems, nicht als bestätigte Werte für den zweiten Teil:

  • Spieleranzahl: 3 bis 10 Spielende (Basisspiel)
  • Spielzeit: etwa 30 bis 90 Minuten (Basisspiel)
  • Altersfreigabe: ab 18 Jahren (Basisspiel)
  • Komplexität: rund 1,03 von 5 laut BGG (Basisspiel)

Beim Humor besteht dagegen kein Zweifel: Joking Hazard setzt auf derben, expliziten Erwachsenenhumor. Es ist klar ein Spiel für Erwachsene und keine Familienrunde. Wer eine jugendfreie Partyrunde sucht, ist bei einem Titel wie dem Spiel des Jahres 2026 „Dito!" besser aufgehoben.

Designer und Solo-Modus

Die Kampagne schreibt die Reihe den Machern von Cyanide & Happiness zu, nennt aber keinen einzelnen Lead Designer namentlich. Ein Solo-Modus ist nicht vorgesehen: Das Richter-Prinzip braucht mehrere Mitspielende, und schon das Basissystem beginnt bei drei Personen. Auch hierzu äußert sich die Kampagne nicht gesondert.

Die Kampagne in Zahlen

Stand 6. August 2026 ist das Projekt finanziert: Bei einem Ziel von 2.000 Euro standen 2.263 Euro von 76 Unterstützenden zu Buche, also 113 Prozent. Die Restlaufzeit lag bei rund 21 Tagen. Das ist eine überschaubare Kampagne mit kleiner Zielsumme, kein Massenphänomen. Ein Stretch Goal bei 2.000 Euro erwähnt die Seite, beschreibt es aber nicht näher. Ein Kampagnenvideo ist vorhanden.

Stufen und Add-ons

Die Reward-Stufen sind schlank: Für 20 Euro gibt es Joking Hazard 2 auf Deutsch. Die Stufe für 32 Euro ergänzt vier Kartenhüllen (Shield Titan 1), bringt spielerisch also nur eine Komponenten-Aufwertung. Für 40 Euro erhalten Unterstützende Joking Hazard 2 zusammen mit dem ersten Teil auf Deutsch, was den inhaltlichen Umfang verdoppelt. Die kleinste Stufe für 5 Euro ist rein digital und enthält kein Spiel. Als Add-ons stehen der erste Teil (deutsch, 20 Euro), Joking Hazard 2 (deutsch, 20 Euro) sowie 100 Kartenhüllen (4 Euro) bereit.

Einordnung

Der eigentliche Aufhänger für deutsche Leserinnen und Leser ist die deutschsprachige Ausgabe über die Spieleschmiede samt Bündel-Option mit dem ersten Teil. Die Spieleschmiede lokalisiert regelmäßig internationale Titel für den deutschen Markt, zuletzt etwa das Kartenspiel Zombie Paella. Wer den schwarzen Humor der Reihe mag und eine deutsche Fassung sucht, findet hier einen kompakten Weg dorthin. Die Finanzierungszahlen sprechen für solides Interesse, nicht für einen Hype. Und die offenen Punkte zu Spieleranzahl, Spielzeit und roten Karten sollte man vor einem Pledge im Blick behalten.

Asmodee Quartalszahlen: Umsatz auf über 422 Mio. Euro

05. August 2026 um 11:03
Asmodee Quartalszahlen: Umsatz auf über 422 Mio. Euro

Asmodee ist stark ins neue Geschäftsjahr gestartet: Die Quartalszahlen für das erste Quartal (April bis Juni 2026) fallen deutlich aus — der Nettoumsatz kletterte um 20,9 Prozent auf 422,1 Millionen Euro. Getragen wird das Wachstum weiter von den Sammelkartenspielen, doch erstmals seit Monaten zeigt auch das klassische Brettspielgeschäft wieder nach oben.

Sammelkartenspiele bleiben Asmodees Umsatzmotor

Mehr als zwei Drittel des Quartalsumsatzes entfielen laut BoardGameWire auf Sammelkartenspiele. Sie sind Asmodees wichtigster Wachstumstreiber, allen voran das hauseigene Star Wars: Unlimited.

Brettspielsparte legt zu, Eigenmarken nur langsam

Die Brettspielsparte wuchs insgesamt um 16 Prozent, was zu großen Teilen auf den Vertrieb von Titeln anderer Verlage zurückgeht. Asmodees eigene, selbst veröffentlichte Titel legten dagegen nur um 1,8 Prozent zu. Das klingt bescheiden, ist aber die eigentlich gute Nachricht: In den beiden Quartalen zuvor war dieses Kerngeschäft noch deutlich geschrumpft, um fast 10 Prozent von Januar bis März und um 12,7 Prozent von Oktober bis Dezember 2025. Die Rückkehr ins Plus deutet an, dass die Talsohle durchschritten sein könnte.

USA: Umsatz fällt, die Erholung ist nur ein Signal

Vorsicht ist beim viel zitierten Stichwort US-Erholung geboten. Die US-Umsätze gingen im Quartal um knapp 9,4 Prozent zurück. Von einer Erholung spricht Asmodee also nicht mit Blick auf die Gesamtzahlen, sondern auf die Entwicklung dahinter: Konzernchef Thomas Koegler führt die Besserung auf die „fortgesetzte Normalisierung der Lagerbestände im Handel" und eine „widerstandsfähige" Nachfrage nach Tischspielen zurück. Der Handel arbeitet seine Überbestände ab. Das drückt kurzfristig die Zahlen, schafft aber Luft für neue Ware.

Rückenwind aus Zukäufen und Dauerbrennern

Zusätzlichen Schub gab die Anfang des Jahres übernommene ATM Gaming, die stark abschnitt. Stabil liefen zudem Evergreens wie Catan und Dobble. Auch Asmodees erster eigener Crowdfunding-Vorstoß trug bei: Die Kampagne zu Zombicide sammelte über 3 Millionen Euro von mehr als 11.000 Unterstützenden ein.

Einordnung: Was die Zahlen für die Brettspielbranche bedeuten

Für Asmodee ist es das nächste Rekordquartal, doch der Blick lohnt hinter die 422-Millionen-Zahl. Der Umsatz steht und fällt derzeit mit den Sammelkartenspielen. Das reine Brettspielgeschäft erholt sich erst zaghaft, und der US-Markt bleibt fragil. Wer wissen will, wie es der Brettspielbranche selbst geht, schaut besser auf die 1,8 Prozent bei den Eigenmarken als auf die Gesamtsumme. Sie sind das ehrlichere Signal.

Board Game Arena: Neue Spiele der Woche (28. Juli bis 3. August 2026)

03. August 2026 um 10:11
Board Game Arena: Neue Spiele der Woche (28. Juli bis 3. August 2026)

Jede Woche kommen auf Board Game Arena neue Titel dazu. In den vergangenen sieben Tagen ist ein neuer Titel auf der Plattform gestartet: die zweite Edition eines der bekanntesten kooperativen Zombiespiele. Wir stellen dir den Neuzugang mit seinen Eckdaten vor.

Zombicide: 2nd Edition: kooperatives Überleben gegen Zombiehorden

Mit Zombicide: 2nd Edition ist ein kooperatives Miniaturenspiel neu auf der Plattform. Das Spiel lässt sich ohne Abo spielen. Ihr übernehmt die Rolle von Überlebenden, die gemeinsam gegen die vom Spiel gesteuerten Zombiehorden bestehen müssen. Ihr durchsucht eine verseuchte Stadt nach Waffen und Ausrüstung und arbeitet euch durch die Szenarien einer verzweigten Kampagne.

Die zweite Edition überarbeitet die Regeln der Erstauflage und strafft unter anderem die Zielpriorität bei Fernkampfangriffen, den Umgang mit Türen und die Fahrzeugregeln. Hinzugekommen ist eine dunkle Zone, die Zombies vor den Angriffen der Überlebenden verbirgt. Gespielt wird über Aktionspunkte, Würfelwürfe und ein modulares Spielfeld. Jede Spielfigur bringt eigene Fähigkeiten mit.

Spielerzahl, Dauer und Einordnung

Zombicide: 2nd Edition ist für 1 bis 6 Spielende ausgelegt und damit auch solo spielbar. Eine Partie dauert laut Verlag etwa 60 Minuten, auf Board Game Arena liegt die durchschnittliche Spieldauer bei rund 47 Minuten. Der Titel wird ab 14 Jahren empfohlen. Entworfen haben ihn Raphaël Guiton, Jean-Baptiste Lullien und Nicolas Raoult, erschienen ist er bei CMON.

Auf BoardGameGeek erreicht das Spiel eine Durchschnittsbewertung von 7,9 bei mehr als 5.500 Wertungen. Der Komplexitätswert liegt bei 2,4 von 5 und damit im leichten Mittelfeld. Die Mechaniken reichen von Aktionspunkten über variable Charakterfähigkeiten bis zu einem Kampagnenmodus mit mehreren Karten.

Crowdfunding-Wochenschau KW 32/2026: Cult of the Lamb, Herr der Ringe und ein kuscheliger Endspurt

03. August 2026 um 10:11
Crowdfunding-Wochenschau KW 32/2026: Cult of the Lamb, Herr der Ringe und ein kuscheliger Endspurt

Willkommen zur Crowdfunding-Wochenschau in Kalenderwoche 32. Wir schauen auf die Kampagnen bei Gamefound, Kickstarter und in der Spieleschmiede, die neu gestartet sind, kurz vor dem Ende stehen oder aus anderen Gründen einen Blick wert sind. Diese Woche dominieren zwei Marken mit Millionenbeträgen, dazu kommt ein deutlich kleinerer Endspurt.

Cult of the Lamb: The Board Game (Kickstarter)

Cult of the Lamb: The Board Game ist seit dem 21. Juli auf Kickstarter live und läuft noch bis zum 14. August. Die Kampagne steht aktuell bei rund 8.087 Prozent des Ziels, über 8.000 Unterstützende haben mehr als 1,5 Millionen Pfund zusammengetragen. Aufnahmekriterium: besonders interessant (Finanzierungsquote und Gesamtvolumen weit über dem üblichen DACH-Rahmen).

Es handelt sich um die offizielle Brettspiel-Umsetzung des gleichnamigen Videospiels von Massive Monster und Devolver Digital, umgesetzt von Paper Fort Games. Gespielt wird kompetitiv mit Worker-Placement für 1 bis 4 Personen. Jede der vier Runden teilt sich in zwei Phasen: den Kreuzzug mit dungeon-artigen Streifzügen und den Kult-Aufbau in der eigenen Basis. Jede Person übernimmt einen von vier Propheten, nämlich Lamm, Ziege, Eule oder Schlange.

Spielzeit und Altersfreigabe nennt die Kampagnenseite bislang nicht, das lassen wir hier entsprechend offen. Die enorme Quote sagt vor allem etwas über die Zugkraft der Videospiel-Marke aus und ist noch kein Urteil über die spielerische Tiefe. Eine ausführlichere Einordnung findest du in unserer Vorstellung zur Kickstarter-Ankündigung.

The Lord of the Rings: Ascension (Gamefound)

Crowdfunding-Wochenschau KW 32/2026: Cult of the Lamb, Herr der Ringe und ein kuscheliger Endspurt
Kampagnen-Key-Art: Stone Blade Entertainment (Gamefound)

The Lord of the Rings: Ascension läuft seit dem 14. Juli auf Gamefound und endet am 13. August. Die Kampagne liegt bei rund 6.372 Prozent, mehr als 4.700 Unterstützende haben über 1,27 Millionen US-Dollar beigetragen. Aufnahmekriterium: besonders interessant (sehr hohe Quote und hohes Volumen).

Das Spiel ist ein kompetitiver Deckbau für 1 bis 4 Personen auf Basis der bekannten Ascension-Engine, angesetzt auf etwa 30 Minuten und ab 13 Jahren. Verlag ist Stone Blade Entertainment. Die Kampagne umfasst drei eigenständige, miteinander verbundene Sets entlang der Filmtrilogie, also Die Gefährten, Die zwei Türme und Die Rückkehr des Königs.

Im Spiel rekrutierst du Helden, kaufst stärkere Karten und baust deine Schlagkraft aus, während der Einfluss des Einen Rings als ständiger Gegenspieler wächst. Wer mag, steigt mit einem einzelnen Set ein oder greift zum Bundle über alle drei Teile.

Button Kingdoms (Kickstarter)

Crowdfunding-Wochenschau KW 32/2026: Cult of the Lamb, Herr der Ringe und ein kuscheliger Endspurt
Kampagnen-Key-Art: Around the Stump Games (Kickstarter)

Button Kingdoms ist seit dem 7. Juli auf Kickstarter und geht am 6. August in den Endspurt. Die Kampagne ist mit rund 678 Prozent finanziert, gut 540 Unterstützende haben etwa 52.500 US-Dollar beigetragen. Aufnahmekriterium: kurz vor Ende und bereits solide finanziert.

Hinter dem Titel von Around the Stump Games steckt ein sozial angelegter Deckbau, bei dem du eine erdachte Spielplatz-Welt mit einer Armee aus Plüschtieren eroberst. Gespielt wird mit Karten, mehreren Spielertableaus und Stanztokens, die Deluxe-Fassung ersetzt Buttons und Marker durch Holz und Acryl. Die genaue Spieleranzahl weist die Kampagnenseite nicht eindeutig aus, daher nennen wir sie hier nicht.

Das Projekt ist bewusst als Kontrast gesetzt: Nicht jede finanzierte Kampagne ist ein Millionenvorhaben, und ein durchfinanziertes Nischenspiel kann genauso einen Blick wert sein.

Kurz notiert

Restart von Giant Roc läuft in der Spieleschmiede weiter und hat noch rund 17 Tage vor sich, aktuell mit 72 Unterstützenden. Das Zeitreise-Kennerspiel für 1 bis 4 Personen ab 14 Jahren erscheint als deutsche Deluxe-Ausgabe. Wir haben es in der Crowdfunding-Wochenschau KW 31 ausführlich vorgestellt. Ziel und Finanzierungsquote gibt die Spieleschmiede in unseren Daten nicht aus, deshalb bleibt es hier bei Unterstützerzahl und Restlaufzeit.

Auf Gamefound ist mit dem Summer Feast ab dem 29. Juli eine ganze Welle neuer Kampagnen angelaufen. Viele davon sind aber erst am Start oder liefern noch keine belastbaren Zahlen, weshalb wir sie in dieser Ausgabe bewusst noch nicht vorstellen. Wir behalten sie für die kommenden Wochen im Blick.

Fate: Die Verteidiger von Grimheim: Helden-Erweiterung Valkyria & Godin zur SPIEL '26

02. August 2026 um 09:01
Fate: Die Verteidiger von Grimheim: Helden-Erweiterung Valkyria & Godin zur SPIEL '26

Elznir Games hat die nächste Helden-Erweiterung für das kooperative Tower-Defense-Spiel Fate: Die Verteidiger von Grimheim angekündigt. Valkyria & Godin bringt zwei neue Helden ins Spiel. Die ersten Exemplare gibt es zur SPIEL '26 in Essen, in den Handel kommt die Erweiterung laut Verlag voraussichtlich Mitte bis Ende November 2026.

Das steckt hinter Fate: Die Verteidiger von Grimheim

Zur Einordnung für alle, die das Grundspiel nicht kennen: In Fate: Die Verteidiger von Grimheim verteidigen ein bis vier Spielende gemeinsam das Dorf Grimheim gegen anrückende Monster-Wellen. Eine Partie läuft ab 30 Minuten, das Spiel richtet sich an Personen ab 14 Jahren und funktioniert auch solo. Entworfen hat das Grundspiel Jonathan Fryxelius für FryxGames, Elznir Games verlegt die deutsche Ausgabe.

Valkyria & Godin: die zwei neuen Helden

Neu dabei sind zwei Figuren mit klar verschiedenen Rollen. Valkyria, eine Walküre, beschreibt der Verlag als starke Heilerin und Nahkämpferin. Godin ist ein Meister der Tränke, der seine Mitstreiter heilt, beschleunigt oder stärkt. Zur Stimmung liefert Elznir Games eigene Flavortexte. Valkyria stellt sich so vor: „Ich bin Walküre, eine himmlische Jungfrau, deren Aufgabe es ist, die Seelen gefallener Krieger zu ihrem ewigen Lohn zu führen." Über Godin heißt es: „In Godins Augen ist alles eine potenzielle Zutat und alles muss ausprobiert werden, bevor man es verwirft."

Was noch offen ist

Was die beiden im Spielzug konkret tun, bleibt vorerst offen. Zu den genauen Spielwerten, also welche der 81 Karten welche Wirkung entfalten und wie die Fähigkeiten mechanisch greifen, macht Elznir Games bislang keine Angaben. Auch die Designer, die speziell für diese Erweiterung verantwortlich zeichnen, nennt der Verlag nicht.

Die Helden-Reihe: von Sindra & Finkel zu Valkyria & Godin

Valkyria & Godin setzt eine Reihe fort. Bereits 2025 erschien mit Sindra & Finkel eine erste Helden-Erweiterung, die das Spiel um zwei zauberkundige Helden ergänzte. Beide folgen demselben Muster: zusätzliche Helden mit eigener Miniatur und eigenem Kartendeck, die sich ins bestehende Grundspiel einfügen. Für 2026 kündigt Elznir Games nach eigener Aussage bewusst weniger Neuheiten an als im Vorjahr.

Umfang, Preis und Release

Zum Umfang macht der Verlags-Shop konkrete Angaben: Die Box enthält zwei Kunststoff-Miniaturen und 81 Karten. Der Preis liegt bei 19,95 Euro, die Erweiterung ist als solotauglich ausgewiesen. Vorbestellungen laufen bereits, ausgeliefert wird ab Ende November 2026. Wer die beiden Helden vorab sehen will, findet sie zur SPIEL '26 am Stand von Elznir Games.

Arkham Horror Remastered startet die Vault Series

01. August 2026 um 09:34
Arkham Horror Remastered startet die Vault Series

Fantasy Flight Games (Asmodee) hat auf der PAX Unplugged mit Arkham Horror Remastered eine Deluxe-Neuauflage des kooperativen Cthulhu-Klassikers angekündigt und macht den Titel zum Auftakt einer neuen Reihe. Der Haken für alle, die jetzt zum Portemonnaie greifen wollen: Es gibt bislang nur eine Prelaunch-Seite auf Gamefound, auf der man sich für eine Benachrichtigung eintragen kann. Live-Zahlen, Preise oder ein festes Startdatum existieren noch nicht.

Welche Arkham-Horror-Edition kehrt zurück?

Wichtig zur Einordnung, weil der Name schnell für Verwirrung sorgt: Remastered wird die zweite Edition von Arkham Horror, die Fantasy Flight 2005 herausbrachte. Das ist ausdrücklich nicht die schlankere dritte Edition von 2018 und auch nicht das bekannte Kartenspiel Arkham Horror: Das Kartenspiel (LCG). Die Designgeschichte reicht weiter zurück: Das Grundspiel stammt ursprünglich von Richard Launius (1987 bei Chaosium), die 2005er Fassung entwickelte Kevin Wilson gemeinsam mit Launius. Wer für das Remaster die kreative Leitung übernimmt, nennt Fantasy Flight bisher nicht.

Die Vault Series von Fantasy Flight

Das Remaster ist die erste Kampagne einer neuen Reihe namens Vault Series. Ihr Prinzip: vergriffene Titel aus dem eigenen Backkatalog zurückholen und die Neuauflagen per Crowdfunding finanzieren. Fantasy Flight betont, dass die Reihe auf Brettspiele zielt, nicht auf Neudrucke der Kartenspiel-Linien. Die Crowdfunding-Kampagne wird für Oktober 2026 auf Gamefound erwartet, wo zuletzt etwa Dino Battle um Unterstützer warb.

Was das Spiel tut

Im Kern bleibt Arkham Horror ein kooperatives Abenteuerspiel im Cthulhu-Mythos nach H. P. Lovecraft. Man schreibt das Jahr 1926, Schauplatz ist die fiktive Neuenglandstadt Arkham. Ein bis acht Ermittler versuchen gemeinsam, die Tore zu anderen Dimensionen zu schließen und die dadurch auftauchenden Monster zu bekämpfen, bevor einer der Großen Alten erwacht. Öffnen sich zu viele Tore, erwacht der Große Alte, und den Ermittlern bleibt nur noch ein letzter Kampf. Gespielt wird mit Würfelproben: variable Charakterfähigkeiten, gesammelte Ausrüstung, Zauber und Verbündete verbessern die Chancen. Das ist klassisches Ameritrash-Design, thematisch dicht und mechanisch schwer, kein schlankes Kennerspiel. Wie sich dichter Mythos-Horror am Tisch anfühlt, zeigt auch unser Test zu Villen des Wahnsinns.

Was am Remaster neu wird

Laut Ankündigung setzt Fantasy Flight vor allem auf Aufwertung statt Neuerfindung: Deluxe-Komponenten, neue Illustrationen und Grafik, überarbeitete und aufgeräumte Regeln sowie Quality-of-Life-Verbesserungen. Dazu kommen neue Gameplay-Elemente und komplett neue Tableaus, sowohl für die Ermittler als auch für die Großen Alten. Die Komponenten-Aufwertung soll sich über die gesamte Produktlinie inklusive der Erweiterungen ziehen. Der genaue Umfang der neuen Gameplay-Elemente ist öffentlich noch nicht beschrieben, hier bleibt Fantasy Flight bislang vage.

Eckdaten zur zweiten Edition (BGG-ID 15987)

Alle Werte beziehen sich auf die zweite Edition (BGG-Eintrag):

Spielerzahl1 bis 8 (BGG-Community-Bestwert: 4)
Spieldauer120 bis 240 Minuten (rund 2 bis 4 Stunden)
Alterab 14 Jahren
Komplexität3,59 von 5 (gehobenes Kennerspiel-Niveau)
BGG-Schnitt7,24 bei rund 40.500 Bewertungen (Thematic-Rank 163)
DesignRichard Launius, Kevin Wilson

Zum Solo-Spiel: Die zweite Edition ist offiziell ab einem Spieler spielbar und rein kooperativ, man steuert dann mehrere Ermittler selbst. Einen eigens für das Remaster kommunizierten, dedizierten Solo-Modus gibt es bisher nicht, dazu schweigt die Ankündigung.

Was noch offen ist

Weil erst eine Prelaunch-Seite existiert, sind zentrale Punkte ungeklärt: Preis, konkrete Pledge-Stufen, das finale Startdatum, der Auslieferungszeitraum und der genaue Umfang der neuen Gameplay-Elemente sind öffentlich noch nicht bekannt. Auch Stretch-Goals sind bislang nicht kommuniziert. Für den DACH-Raum besonders relevant: Eine deutschsprachige Ausgabe ist nicht bestätigt. Die 2005er Fassung erschien seinerzeit unter anderem bei Heidelberger auf Deutsch, eine Zusage für dieses Remaster ist das aber nicht.

Für wen ist das interessant?

Vor allem für Mythos- und Ameritrash-Fans, die das Original schätzen, sowie für alle, die den Klassiker nie im Regal hatten und jetzt auf moderne Komponenten hoffen. Wer den Lovecraft-Kosmos per Crowdfunding verfolgt, findet mit The 30s auf Gamefound aktuell einen thematisch verwandten Koop-Titel im Lovecraft-Umfeld. Redlich bleibt die Frage, wie sich ein Design von 2005 im Jahr 2026 neben der strafferen dritten Edition und dem thematisch verwandten Eldritch Horror behauptet. Die Antwort hängt daran, wie substanziell die neuen Gameplay-Elemente ausfallen, und genau das wird sich erst zeigen, wenn die Kampagne im Oktober tatsächlich Zahlen und Details liefert.

Bomb Busters Upgrade Kit: Lohnt sich der Zukauf?

31. Juli 2026 um 08:24
Bomb Busters Upgrade Kit: Lohnt sich der Zukauf?

Bomb Busters ist Spiel des Jahres 2025, der erste Titel eines japanischen Autors, der diese Auszeichnung erhält. Pegasus Spiele bringt dazu voraussichtlich im Oktober 2026 das Bomb Busters Upgrade Kit: ein Paket, das die Papp-Kabelsteine des Grundspiels gegen hochwertigere Acryl-Kabelsteine tauscht und elf neue Missionen mitliefert. Die entscheidende Frage für alle, die das Spiel schon im Regal haben: Lohnt sich dieser Zukauf?

Kurz eingeordnet: das Grundspiel

Bomb Busters von Hisashi Hayashi (deutsche Ausgabe bei Pegasus Spiele, Original: Cocktail Games) ist ein kooperatives Deduktionsspiel mit eingeschränkter Kommunikation. Vom selben Autor erscheint mit Circadia ein ruhiges Kartenspiel auf Deutsch. Zwei bis fünf Spielende bilden ein Team und entschärfen gemeinsam Bomben, indem sie aus knappen Hinweisen die richtige Reihenfolge der Kabel erschließen. Eine Partie dauert etwa 30 Minuten, das Grundspiel bringt 66 Missionen mit. Der Handel gibt die Altersfreigabe mit ab 10 Jahren an. Warum das Spiel im Sommer 2025 zum Spiel des Jahres wurde, lesen Sie in unserer Meldung zur Auszeichnung und in unserem Review zum Grundspiel.

Was im Upgrade Kit steckt

Das Upgrade Kit (international „The Pro Kit“) ist ein reines Material- und Missionspaket, kein eigenständiges Spiel. Es ersetzt die Papp-Kabelsteine durch Acryl-Kabelsteine im Mahjong-Stil, die ohne Halter aufrecht auf dem Tisch stehen. Laut der Produktseite von Pegasus Spiele umfasst das Set alle Kabel: 48 blaue, 11 rote und 11 gelbe Acryl-Kabelsteine, dazu 2 Stern-Kabelsteine und 3 Stoffbeutel für das Missions-Setup. Ergänzt wird das um 11 Missionskarten, 11 Regelkarten, ein Wertungsblatt und ein Regelheft.

Spielerisch bringt das Kit zwei Neuerungen: zwei neue Spezial-Kabel mit neuen Effekten, die sich laut Hersteller sowohl im Grundspiel als auch in der Erweiterung einsetzen lassen, sowie elf neue Missionen. Zusätzlich lassen sich alle 66 Missionen des Grundspiels mit dem neuen Material erneut spielen. Am Kern des Spiels ändert der Materialtausch nichts: Regeln und Ablauf bleiben, die Aufwertung liegt in Haptik und Optik sowie im Nachschub an Aufgaben.

Für wen lohnt sich das Upgrade Kit?

Die wichtigste Einschränkung zuerst: Sie brauchen das Grundspiel zwingend, das Kit funktioniert nicht allein. Für rund 24 Euro (Pegasus nennt eine UVP von 24,99 Euro, einzelne Händler listen 23,99 Euro) bekommen Sie griffigeres Material und Missionsnachschub. Wer Bomb Busters oft auf den Tisch bringt und die Papp-Kabelsteine gegen stehende Acryl-Kabelsteine tauschen möchte, findet hier ein klares Angebot. Die zwei neuen Spezial-Kabel und die elf zusätzlichen Missionen erweitern zudem den Spielinhalt spürbar.

Wer das Spiel nur gelegentlich spielt oder mit dem beiliegenden Material zufrieden ist, kann dagegen bedenkenlos verzichten: Am Spielgefühl im engeren Sinn ändert sich nichts, der Mehrwert ist vor allem haptischer und optischer Natur, ergänzt um die neuen Missionen.

Was offen bleibt

Einen eigenen Designer-Credit für das Upgrade Kit weisen Pegasus und Handel nicht aus. Hisashi Hayashi ist als Autor des Grundspiels belegt, für das Kit wird er nicht ausdrücklich als Gestalter genannt. Auch Spieleranzahl und Spielzeit gibt Pegasus auf der Produktseite nicht eigens an: Eine Handelsseite nennt zwei bis fünf Spielende und etwa 30 Minuten, also die Werte des Grundspiels. Einen eigenen Solo-Modus gibt es nicht, Bomb Busters ist ab zwei Spielenden ausgelegt, daran ändert auch das Kit nichts.

Auch ein festes Erscheinungsdatum steht noch nicht endgültig fest: Pegasus nennt voraussichtlich Oktober 2026, der Handel den 31. Oktober 2026.

Satisfactory wird zum Brettspiel: MOOD Publishing startet im September 2026 auf Gamefound

31. Juli 2026 um 07:38
Satisfactory wird zum Brettspiel: MOOD Publishing startet im September 2026 auf Gamefound

MOOD Publishing macht aus dem Fabrikbau-Videospiel Satisfactory ein Brettspiel. Enthüllt beim Gamefound Feast, soll Satisfactory: The Board Game im September 2026 eine Crowdfunding-Kampagne auf Gamefound starten. Der Verlag arbeitet dafür mit Coffee Stain Studios und Coffee Stain Publishing zusammen, den Machern der Videospiel-Vorlage.

Satisfactory Brettspiel auf einen Blick

  • Verlag: MOOD Publishing (mit Coffee Stain Studios und Coffee Stain Publishing)
  • Spielerzahl: 1 bis 4
  • Modus: kompetitiv, Sandbox, Solo-Modus
  • Kampagne: Gamefound, Start September 2026
  • Noch offen: Spielzeit, Altersfreigabe, Designer, Preis, Pledge-Stufen, Stretch-Goals

MOOD hat bereits mehrere Videospiele auf den Tisch gebracht, darunter Deep Rock Galactic, Valheim und Hitman. Das zeigt einen Track-Record bei Lizenz-Adaptionen, ist aber kein Qualitätsversprechen für das neue Projekt. Videospiel-Adaptionen sind derzeit ein verbreitetes Muster im Crowdfunding, zuletzt etwa bei Quake als Brettspiel und Cult of the Lamb.

Darum geht es in Satisfactory: The Board Game

Thematisch bleibt das Brettspiel nah an der Vorlage: Sie schlüpfen in die Rolle von FICSIT-Pionieren auf dem Planeten MASSAGE-2(A-B)b, bauen Rohstoffabbau und Fabriken auf und arbeiten am Ziel, den Space Elevator fertigzustellen. Das Spiel ist kompetitiv angelegt, unter anderem messen Sie sich um den Titel „Employee of the Month".

Mechaniken: Fabrikbau ohne dritte Dimension

Mechanisch stützt sich das Spiel auf mehrere Systeme: Sie erkunden die Welt über ein hex-basiertes Gelände, optimieren Fabriken mit Maschinen und Fließbändern und steuern Lieferketten über Leisten mit farbigen Würfeln. Technologischer Fortschritt läuft über Projekte, Meilensteine und Tech-Karten, dazu kommt Energiemanagement. Angetreten wird zu ein bis vier Spielenden, wahlweise kompetitiv oder als Sandbox. Einen Solo-Modus für den Einzelspieler-Betrieb nennt die Pressemitteilung von MOOD ausdrücklich; die Vorschau des Fachmagazins Wargamer erwähnt ihn nicht.

Ein Punkt fällt bei der Umsetzung auf: Das Brettspiel verzichtet auf die dritte Dimension des Videospiels und setzt auf ein flaches Brett statt eines 3D-Aufbaus. Wargamer ordnet das positiv ein, weil sich so teure Komponenten und komplexe Regeln vermeiden lassen. Das ist eine Einschätzung des Magazins, keine Aussage des Verlags. Wer Fabrik- und Optimierungsspiele mag, findet mit dem Engine Builder Electrify ein aktuelles Beispiel aus unserem Archiv.

Was noch offen ist

Noch offen ist einiges: Zur Spielzeit und zur Altersfreigabe macht die Kampagne bislang keine Angaben. Auch einen einzelnen Designer nennt MOOD nicht, verantwortlich zeichnet bisher nur das Studio selbst. Konkretes Startdatum, Preis, Pledge-Stufen und mögliche Stretch-Goals sind ebenfalls noch nicht bekannt, genannt ist bislang allein der Kampagnenmonat September 2026.

Dino Battle: Schlacht der Dinosaurier kehrt zurück

30. Juli 2026 um 16:45
Dino Battle: Schlacht der Dinosaurier kehrt zurück

Manches Brettspiel-Comeback ist reine Neuheit, dieses hier ist eher Ausgrabung: Rebellion Unplugged bringt "Die Schlacht der Dinosaurier", 1993 bei Schmidt Spiele erschienen und nie auf Englisch veröffentlicht, als Dino Battle! zurück. Die modernisierte Neuauflage soll über Gamefound finanziert werden, steht dort aber aktuell erst in der Vorschau: Die Kampagne wurde am 29. Juli 2026 angekündigt und ist noch nicht live, belastbare Zahlen zu Finanzierungsziel, Preisen oder freigeschalteten Stretch Goals gibt es deshalb noch nicht.

Eckdaten der Neuauflage (laut BGG):

  • Spieleranzahl: 2 bis 4
  • Spielzeit: 60 bis 120 Minuten
  • Alter: ab 14 (das Original war ab 10)
  • Design: Stephen Baker, Roger Ford und Anthony Howgego
  • Illustration: Mihajlo "The Mico" Dimitrievski
  • Geplantes Erscheinungsjahr: 2027

Ein 90er aus Deutschland, jetzt erstmals auf Englisch

Für den deutschsprachigen Raum ist das die eigentliche Nachricht. Das Original "Die Schlacht der Dinosaurier" lief 1993 bei Schmidt Spiele (in Frankreich als "La bataille des dinosaures") und schaffte es nie in den englischen Markt. Entworfen hatten es Stephen Baker, im Hobby vor allem für HeroQuest, Space Crusade und Heroscape bekannt, gemeinsam mit Roger Ford. Rund drei Jahrzehnte später greift Rebellion Unplugged den Titel wieder auf, mit Baker und Ford an Bord und Anthony Howgego (Rush M.D.) für die moderne Überarbeitung.

Das Setting bleibt konsequent trashig: Steinzeit-Stämme reiten Dinosaurier in die Schlacht. Über die Landschaft verteilt liegen laut Verlag arkane Glyphen, die "mystische Segen" gewähren, dazu Energiekristalle für wuchtigere Angriffe und Blutfrucht als Ressource zum Horten. Gewonnen wird über die Kontrolle heiliger Schreine oder indem man die gegnerischen Stämme, so der Verlags-Pitch, bis zur Ausrottung jagt.

Was auf dem Tisch passiert

Unter dem Steinzeit-Lack steckt nach Einordnung von BGG bewusst leichte Kost: Dort läuft Dino Battle! als "Beer-and-Pretzels"-Ameritrash, und das Original trägt einen sehr niedrigen Komplexitätswert von 1,33 von 5. Wer einen Grübel-Euro erwartet, ist demnach falsch: Im Zentrum stehen Würfeln, Handmanagement mit Aktionskarten und Positionierung auf einem Raster. Das Original ließ jede Partei 15 Dinos aufstellen, pro Zug wurden drei Aktionskarten ausgespielt, Lava-Teile erlaubten Kartenwiederholungen und Würfel-Rerolls, und die Partie endete, sobald eine Armee ausgelöscht war.

Die Neuauflage baut darauf auf und modernisiert an mehreren Stellen. Statt der quadratischen Felder von 1993 kommen jetzt doppelseitige, modulare Hex-Tiles zum Einsatz, dazu mehrere Karten und Maps. Neu sind auch die genannten Spielelemente: arkane Glyphen mit Segen, Energiekristalle, das Horten von Blutfrucht und die heiligen Schreine als zusätzlicher Siegweg. Wie stark diese Zusätze das Regelgewicht anheben, ist offen: Zur Komplexität der Neuauflage macht Rebellion Unplugged keine Angabe, der niedrige 1,33er des Originals muss also nicht ihr Maßstab bleiben. Sichtbarster Sprung ist die Ausstattung: Rebellion Unplugged kündigt 30 Miniaturen in sechs Dinosaurier-Arten an, cartoonig gehalten und nach dem Artwork von The Mico modelliert, wo das Original noch mit einfachen Figuren auskam. Die höhere Altersfreigabe (14 statt 10) dürfte weniger am Regelgewicht als an Ton und Thema liegen.

Solo-Modus bei Dino Battle: Fehlanzeige

Ein Punkt bleibt offen: Zu einem Solo-Modus schweigen sowohl die Gamefound-Vorschau als auch der BGG-Eintrag. Beim Original galt der Einspieler-Betrieb auf BGG ausdrücklich als "Not Recommended". Wir tragen daher nichts nach, was nicht kommuniziert ist: Aktuell gibt es keinen Hinweis auf einen offiziellen Solo-Modus. Wer allein spielen möchte, sollte den Kampagnenstart abwarten.

Kampagne noch nicht live: was das bedeutet

Weil sich die Kampagne im Pre-Launch befindet, fehlen sämtliche kommerziellen Eckdaten. Zu Finanzierungsziel und Preisen macht Rebellion Unplugged noch keine Angaben. Auch eine Stretch-Goal-Liste gibt es bislang nicht, entsprechend lässt sich weder nach mechanischen Inhalten noch nach reinen Komponenten-Upgrades trennen. Ebenso wenig sind Pledge-Stufen veröffentlicht: Welche Stufe spielerischen Mehrwert bringt und welche nur die Ausstattung aufwertet, ist derzeit offen. All das wird sich erst mit dem Kampagnenstart klären. Bis dahin bleibt die Vorschauseite auf Gamefound die einzige belastbare Quelle, dort können Sie sich benachrichtigen lassen.

Einordnung

Nostalgie ist ein Signal, kein Gütesiegel. Das Original von 1993 kommt auf BGG auf eine solide, aber unaufgeregte Wertung von 6,35 bei 188 Stimmen: ein netter Retro-Titel, kein heimlicher Über-Klassiker. Interessant an dieser Neuauflage ist weniger die Wertungshistorie als die Konstellation: ein früher Baker-Entwurf, der es nie über die Sprachgrenze schaffte, kehrt mit deutlich mehr Plastik, Hexfeldern und ein paar frischen Systemen zurück. Wie ausgewogen die Stämme gegeneinander antreten und wie gut sich eine Partie zu dritt oder viert austariert (Stichworte Kingmaking und Erstspieler-Vorteil auf dem Hexraster), lässt sich vor dem Kampagnenstart ohnehin nicht beurteilen. Ob das alles reicht, um aus einem sympathischen 90er-Absacker ein Regal-Muss zu machen, entscheidet sich mit den harten Zahlen der Kampagne, und die stehen noch aus.

Steam & Cheese: Skellig Games kündigt Mäuse-Eurogame an

30. Juli 2026 um 08:51
Steam & Cheese: Skellig Games kündigt Mäuse-Eurogame an

Der deutsche Verlag Skellig Games hat sein nächstes großes Projekt angekündigt: Steam & Cheese, ein Eurogame um erfinderische Mäuse, die in einer Steampunk-Welt riesige Käsefabriken betreiben. Die zugehörige Gamefound-Kampagne läuft noch nicht, sie soll laut Verlag bald starten.

Die Eckdaten auf einen Blick

  • Verlag: Skellig Games
  • Designer: Alexander Rein (Illustration: Roman Kucharski)
  • Spielerzahl: 1 bis 4
  • Spielzeit: 90 bis 180 Minuten
  • Alter: ab 12 Jahren
  • Genre: Kenner-Eurogame
  • Kernmechanik: Würfelplatzierung (Worker Placement with Dice Workers), dazu Ressourcenmanagement und Auftragserfüllung
  • Plattform: Gamefound (Start noch offen)
  • BGG-Eintrag: ID 473225, gelistet für 2027

Diese Eckdaten stammen aus dem BGG-Eintrag zum Spiel, der die Angaben des Verlags übernimmt. Belastbare Spielerwertungen gibt es noch nicht: Der Eintrag zählt bislang null Bewertungen.

Worum es geht: Käse unter Zeitdruck

In Steam & Cheese bauen Sie eine Käseproduktion auf und versuchen, sie so effizient wie möglich zu betreiben. Sie sammeln Rohstoffe, erweitern Ihre Maschinen und verarbeiten frische Milch zu Käse, um lukrative Aufträge zu erfüllen. Der Haken: Die Zutaten verderben. Wer zu langsam plant, verliert Material, bevor daraus Käse wird. So baut das Spiel einen spürbaren Zeit- und Verderb-Druck ein.

Die Mechanik: Würfel und ein zentrales Zahnrad

Mechanisch setzt Skellig Games nach eigener Beschreibung auf einen Würfeleinsetz-Mechanismus (Dice Placement, also das Platzieren von Würfeln zum Auslösen von Aktionen) und auf cleveres Ressourcenmanagement. Im Zentrum der Fabrik sitzt ein drehbares Zahnrad, das bei der richtigen Planung, so der Verlag, „mächtige Kombinationen“ auslöst. Über mehrere Runden entwickeln Sie Ihre Produktion weiter, bis, wie Skellig Games es formuliert, „aus vielen kleinen Zahnrädern eine perfekt laufende Maschine entsteht“. Das klingt nach klassischem Engine Building, dem schrittweisen Aufbau einer sich selbst verstärkenden Produktionskette.

Der BGG-Eintrag bestätigt diese Richtung: Er führt Steam & Cheese als Experten-Eurogame mit Würfelplatzierung, dazu Mechaniken wie Auftragskarten, Set Collection und Endwertungs-Boni. Unabhängig geprüfte Spielerurteile liegen aber noch nicht vor.

Kampagne: Gamefound-Start noch ohne Datum

Die Kampagne läuft auf Gamefound. Ein genaues Startdatum nennt Skellig Games nicht, nur „bald“. Wer der Kampagne schon vor dem Start folgt, erhält laut Verlag zwei exklusive Erfolgskarten gratis. Der BGG-Eintrag ist bereits angelegt (ID 473225, gelistet für 2027) und nennt erste Eckdaten, zählt aber noch keine einzige Wertung.

Was noch offen ist

Spielerzahl, Spielzeit und Altersfreigabe sind über den BGG-Eintrag inzwischen bekannt (1 bis 4 Personen, 90 bis 180 Minuten, ab 12 Jahren), ebenso der Designer Alexander Rein. Dass die Spanne bei einer Person beginnt, deutet auf einen Solo-Modus hin, dessen genaue Ausgestaltung der Verlag aber noch nicht beschreibt. Offen bleiben zudem ein genauer Kampagnenstart, Angaben zu Preis und Pledge-Stufen sowie mögliche Stretch Goals. Auch belastbare Spielerurteile fehlen noch. Wir tragen diese Punkte nach, sobald die Gamefound-Kampagne online ist.

CMON stoppt NFT-Investment in Blissful Link

29. Juli 2026 um 15:26
CMON stoppt NFT-Investment in Blissful Link

Der Brettspielverlag CMON, bekannt für Miniaturenspiele wie Zombicide und Blood Rage, zieht sich aus einem Ausflug in die Blockchain zurück. Wie das Branchenmagazin BoardGameWire am 23. Juli 2026 unter Berufung auf eine Pflichtmeldung an die Börse Hongkong berichtet, kündigt CMON das im April 2026 angekündigte Investment von 2,1 Millionen US-Dollar in den NFT-Spieleentwickler Blissful Link wieder auf.

Capverse: Was Blissful Link mit NFT-Charakteren plante

Blissful Link entwickelt Capverse, laut Unternehmensangaben ein Play-to-earn-Videospiel auf Blockchain-Basis. Spielerinnen und Spieler kaufen darin NFT-Charaktere namens Sumer und lassen diese online gegeneinander antreten. Der Reiz für den Käufer liegt weniger im Spiel als im Handel: Die Figuren sind digitale Besitztitel, die weiterverkauft werden können. Die Namen des Entwicklerteams hinter Blissful Link nennt die Meldung nicht.

Warum CMON den Blissful-Link-Deal abbläst

Als Grund für den Rückzug gibt CMON an, die Bedingungen für den Vollzug seien nicht erfüllt worden. Konkret nennt der Verlag laut Bericht offene Punkte bei der Prüfung von Finanzen und Rechtsstruktur von Blissful Link sowie bei vertraglichen Gewährleistungen. Welche Prüfung im Detail scheiterte, legt CMON nicht offen.

Der ursprüngliche Deal bewertete Blissful Link mit über 95 Millionen Dollar. Dem stehen magere Zahlen gegenüber: Für 2024 weist das Unternehmen einen Verlust von rund 197.000 Dollar bei einem Umsatz von gut 408.000 Dollar aus, dazu Nettoverbindlichkeiten von etwa 889.000 Dollar. Die Angaben sind ungeprüft, Zahlen für 2025 fehlen. Ziel des Investments war es laut CMONs Verwaltungsrat, „relevant in der Spielebranche zu bleiben" und den Umsatz zu verbreitern: Marken wie Massive Darkness und Super Fantasy Brawl Reborn sollten als digitale Assets in die Blockchain wandern.

CMON in der Krise: Verluste, Markenverkäufe, wartende Backer

Der Rückzug fällt in eine angespannte Lage. CMON summierte 2024 und 2025 rund 23 Millionen Dollar Verlust, mehr als das Fünffache der Gewinne der neun Jahre davor. Die Wirtschaftsprüfer äußerten Zweifel am Fortbestand des Unternehmens. Um Liquidität zu sichern, verkaufte CMON zentrale Marken: Zombicide und Cthulhu: Death May Die gingen an Asmodee, Blood Rage, Rising Sun und Ankh an Tycoon Games.

Parallel warten Unterstützer auf Ware. Kampagnen wie DC Super Heroes United (4,4 Millionen Dollar) und DCeased (2,5 Millionen Dollar) sind noch nicht ausgeliefert, CMON erwartet die Lieferung nun für das vierte Quartal 2026. Neue Crowdfunding-Projekte hatte der Verlag im April 2025 wegen der US-Zölle auf in China gefertigte Spiele pausiert, ein Wiederanlauf ist für Ende 2026 geplant.

Schlechtes Timing: der NFT-Markt seit 2021

Der Zeitpunkt für den NFT-Einstieg wäre ohnehin heikel gewesen. Der NFT-Hype erreichte 2021 seinen Höhepunkt, die Spekulationsblase platzte bereits ein Jahr später: Viele Token verloren über 90 Prozent ihres Höchstwerts. Kickstarter verbietet NFT-Inhalte weiterhin: Die Kampagne Wonders of the First musste 2024 genau daran scheitern.

Star Trek: Captain's Chair, Welle 2: Frosted Games bringt ein zweites Grundspiel auf Deutsch

29. Juli 2026 um 12:46
Star Trek: Captain's Chair, Welle 2: Frosted Games bringt ein zweites Grundspiel auf Deutsch

Das expertengewichtige Kartenduell aus der Imperium-Meta-Reihe wächst auf Deutsch weiter: Frosted Games kündigt die zweite Welle von Star Trek™: Captain's Chair an. Im Zentrum stehen ein komplett eigenständiges zweites Grundspiel, eine Erweiterung und ein exklusives Promoset. Wir ordnen ein, was die neuen Boxen spielerisch bringen, und trennen das von der Vorbestellaktion, die parallel läuft.

Auf einen Blick

  • Spieleranzahl: 1 bis 2
  • Spieldauer: 60 bis 120 Minuten
  • Alter: ab 14 Jahren
  • Gewicht (BGG): rund 4 von 5 (Kenner- bis Expertenbereich)
  • Design: Nigel Buckle und Dávid Turczi (neue Titel zusätzlich Adam Turczi)
  • Verlag: Frosted Games (Original: WizKids)

Captain's Chair: Spielprinzip, Spielerzahl und Dauer

Captain's Chair ist ein Duell für ein bis zwei Spielende, ausgelegt auf 60 bis 120 Minuten und ab 14 Jahren. Diese Zeitspanne ist eine Verlagsangabe für ein Duell, das die BoardGameGeek-Community bei einem Gewicht von rund 4 von 5 verortet, also im Kenner- bis Expertenbereich; Erstpartien liegen erfahrungsgemäß eher am oberen Ende.

Mechanisch gehört das Spiel zur Imperium-Engine von Nigel Buckle und Dávid Turczi. Statt das Deck ständig neu zu mischen, läuft man es im Spielverlauf durch und veredelt es dabei Schritt für Schritt. Jede Seite führt ein asymmetrisches Captain-Deck und baut es per Deckbuilding aus. Im Kern ringen beide Captains Kopf an Kopf um Gebiets- und Einflussmehrheiten (Area Majority). Offener Konflikt ist dabei aber nicht der einzige Weg zum Sieg: Je nach Captain führen auch Diplomatie, Exploration und Wissenschaft zum Ziel. Das öffnet dem Duell mehr Wege als reines Aufeinanderprallen.

Einen Solo-Modus gegen einen automatisierten Gegner gibt es ebenfalls. Beim ersten Grundspiel ist er in der Community ausgesprochen stark aufgenommen worden: Bei BoardGameGeek ist die Ein-Personen-Variante als beste Besetzung markiert. Diese Einordnung bezieht sich ausdrücklich auf das erste Grundspiel. Für die beiden neuen Titel ist die Stimmenbasis noch zu dünn (rund 70 und rund 33 Bewertungen), um eine belastbare Solo-Aussage zu treffen.

Verantwortlich für das Design sind Nigel Buckle und Dávid Turczi, bei den neuen Titeln zusätzlich Adam Turczi. Das Original stammt von WizKids, die deutsche Ausgabe kommt von Frosted Games, dem Verlag hinter dem Kennerspiel-des-Jahres-Gewinner Rebirth.

Unendliche Weiten (To Boldly Go): sechs neue Captains

Das neue Grundspiel Unendliche Weiten (im Original To Boldly Go) ist eigenständig spielbar und tritt mit sechs neuen, asymmetrischen Captains an. Es lässt sich laut Frosted zu 100 Prozent mit dem ersten Grundspiel kombinieren, alle Decks beider Boxen sind mischbar. BoardGameGeek nennt unter den Captains James T. Kirk, Khan Noonien Singh, Philippa Georgiou und den Pakled-Commander Rebner. Der Newsletter führt zusätzlich Jonathan Archer an. Die vollständige Captain-Liste kommuniziert Frosted bisher nicht, wir tragen sie nach, sobald sie vorliegt.

Zweiter Kontakt (Second Contact): drei Captains und ein Crossover

Die Erweiterung Zweiter Kontakt (Second Contact) bringt drei weitere Captains ins Spiel: Carol Freeman, William T. Riker und Christopher Pike. Sie benötigt die Common-Cards eines Grundspiels und führt einen neuen Mechanismus mit Crossover-Karten ein. BoardGameGeek nennt dazu Krulmuth-B als neuen Startort, ein Portal durch Raum und Zeit, das plausibel den Kern dieses Crossover-Mechanismus bildet. Frosted vermarktet die Box als thematisch ganz auf Lower Decks ausgerichtet. Das trifft nur teilweise: Carol Freeman stammt aus Lower Decks, Christopher Pike gehört in die Ära von Strange New Worlds und der Classic-Serie, William T. Riker in die Next Generation. Es gibt also einen Lower-Decks-Schwerpunkt, aber eben nicht nur.

Ein Hinweis zur Einordnung: Als etablierte Gesamtwertung taugen die BoardGameGeek-Zahlen der beiden neuen Titel bislang nicht; dafür ist die Stimmenbasis noch zu klein.

Die Vorbestellaktion, nüchtern

Frosted Games hat für die zweite Welle ein Vorbestellfenster geöffnet, das bis einschließlich 12.08.2026 läuft. Exklusiv beim Verlag liegt Promoset 2 bei: sechs Karten und ein Raumschiff-Standee. Wer nur Unendliche Weiten bestellt, erhält es gratis dazu.

Dazu gibt es zwei Bundles. Das Khaaaaaaaan!-Bundle fasst alle neuen Inhalte zusammen (Unendliche Weiten, Zweiter Kontakt und Promoset 2) und kostet 99,00 Euro statt 107,90 Euro, versandkostenfrei nach Deutschland, mit reduzierten Versandkosten nach Österreich. Das Warp-5-6-7-8-Bundle (All-In) enthält zusätzlich das erste Grundspiel samt Promoset 1 und liegt bei 169,00 Euro statt 185,85 Euro, ebenfalls versandkostenfrei innerhalb Deutschlands. Frosted bietet kein Split-Shipping: Alle Inhalte gehen erst gemeinsam raus, sobald die neuen Titel lieferbar sind. Einen exakten Liefertermin nennt der Verlag bisher nicht, ebenso wenig einen deutschen Einzel-UVP der Produkte.

Wer vor der Entscheidung Bewegtbild sehen möchte: Spartacus von Spartacus Spielt Solo hat bereits ein Let's Play veröffentlicht, Jonathan Archer aus Unendliche Weiten gegen Carol Freeman aus Zweiter Kontakt. So kommen Grundspiel und Erweiterung gemeinsam in Aktion aufs Bild.

arsEdition und Asmodee: Vertrieb der Familienspiele startet

28. Juli 2026 um 20:21
arsEdition und Asmodee: Vertrieb der Familienspiele startet

Der Kinderbuchverlag arsEdition und der Spiele-Distributor Asmodee bündeln ihre Kräfte im Vertrieb. Seit Anfang 2026 übernimmt Asmodee den Verkauf der arsEdition-Familienspiele im spezialisierten Spielwarenhandel sowie bei ausgewählten Großhändlern. Für Spielerinnen und Spieler in Deutschland, Österreich und der Schweiz bedeutet das vor allem eines: Die Familienspiele des Verlags dürften künftig leichter im Fachhandel zu finden sein.

arsEdition ist im Buchhandel seit über hundert Jahren zu Hause und gehört zur Bonnier-Gruppe. Bislang war der Verlag vor allem als Kinderbuchverlag bekannt. In den vergangenen Jahren hat arsEdition ein wachsendes Portfolio an Familienspielen ab acht Jahren aufgebaut und dafür auch mit externen Autoren zusammengearbeitet. Der Vertrieb im Spielwarenhandel war für einen Buchverlag jedoch Neuland, und genau diese Lücke soll die Partnerschaft schließen.

Vertrieb: klare Aufteilung der Kanäle

Die Zusammenarbeit trennt die Vertriebswege sauber. Asmodee bedient den selbstständigen und spezialisierten Spielwarenhandel sowie ausgewählte Großhändler. arsEdition betreut weiterhin den Buchhandel selbst, einschließlich der großen Buchhandelsketten. Damit spielt jeder Partner seine gewachsene Stärke aus: der Verlag im Buch, der Distributor im Spielregal.

Zuständig für den deutschsprachigen Markt ist die in Essen ansässige Asmodee Deutschland, die deutsche Tochter des französischen Unternehmens. Asmodee zählt zu den international führenden Distributoren für Brett- und Kartenspiele und verfügt über ein etabliertes Händlernetz im Fachhandel. Der Konzern ist über die Asmodee Group an der Nasdaq Stockholm notiert.

Zwei Perspektiven, ein Ziel

Beide Seiten betonen die Ergänzung ihrer Kompetenzen. Nach eigener Darstellung will arsEdition Familienspiele ab acht Jahren entwickeln, die sich durch „innovative Mechaniken, starke Marken und ein einzigartiges Design“ auszeichnen; mit Asmodee als Partner lasse sich das Portfolio gezielter in den relevanten Kanälen positionieren, sagt Rebecca Roscher, kaufmännische Geschäftsführerin bei arsEdition. Udo Fischer, Geschäftsführer von Asmodee Deutschland, spricht von zwei unterschiedlichen Perspektiven, die sich ergänzten: die Kompetenz aus dem Buchhandel und die langjährige Erfahrung bei Brett- und Kartenspielen. Diese Formulierungen stammen aus der gemeinsamen Pressemitteilung und sind entsprechend als Eigenwerbung zu lesen.

Was die Mitteilung offenlässt

Für Leser bleiben die konkreten Fragen offen. Die Pressemitteilung nennt keinen einzigen Spieltitel. Es heißt lediglich, der Umfang des Portfolios werde „fortlaufend erweitert“. Auch zu Preisen, Erscheinungsterminen oder Auflagenhöhen gibt es keine Angaben. Wer wissen will, welche arsEdition-Spiele demnächst im Fachhandel stehen und was sie kosten, muss vorerst auf weitere Ankündigungen warten. Nach welchen Kriterien Titel für den Spielwarenhandel ausgewählt werden, teilt die Mitteilung ebenfalls nicht mit.

Unterm Strich ist die Nachricht eine Vertriebs-, keine Produktankündigung. Sie verspricht bessere Verfügbarkeit der arsEdition-Familienspiele im Fach- und Spielwarenhandel. Ob daraus für Spieltische im DACH-Raum spürbar mehr Auswahl wird, hängt an den Titeln, die der Verlag in den kommenden Monaten nachlegt.

Eckdaten

WerarsEdition (Kinderbuchverlag, Bonnier-Gruppe) und Asmodee (Distributor Brett- und Kartenspiele)
Ab wannseit Anfang 2026
Welche KanäleAsmodee: spezialisierter Spielwarenhandel und ausgewählte Großhändler. arsEdition: Buchhandel und große Buchhandelsketten
Welche SpieleFamilienspiele-Portfolio ab 8 Jahren; konkrete Titel in der Mitteilung nicht genannt

Crowdfunding-Wochenschau KW 31/2026: Galileo's Truth, Pinguine und ein Zeitreise-Kennerspiel auf Deutsch

28. Juli 2026 um 20:11
Crowdfunding-Wochenschau KW 31/2026: Galileo's Truth, Pinguine und ein Zeitreise-Kennerspiel auf Deutsch

Die Crowdfunding-Wochenschau der KW 31 blickt auf die Kampagnen vom 21. bis 28. Juli 2026. Zwei Gamefound-Schwergewichte gehen finanziert in ihre letzten Stunden, ein Kickstarter-Familienspiel steuert auf sein Ende zu, und in der Spieleschmiede ist ein deutsches Zeitreise-Kennerspiel neu gestartet. Die Auswahl folgt nicht allein den Summen: Entscheidend sind Spielmechanik, DACH-Relevanz und ein erkennbarer Anlass. Zum Vergleich zeigt die Wochenschau der Vorwoche die Projekte der KW 30.

Galileo's Truth: Euro-Schwergewicht von Awaken Realms

Galileo's Truth läuft seit dem 7. Juli auf Gamefound und endet bereits am Abend des 28. Juli. Zum Stand 28. Juli standen 1.110.787,56 Euro bei einem Ziel von 25.000 Euro. Das entspricht 4.443,15 Prozent und 7.619 Unterstützenden.

Das kompetitive Euro-Spiel für eine bis vier Personen versetzt euch als Gelehrte in die Frühzeit der modernen Wissenschaft. Ihr beobachtet den Himmel, verfasst Traktate und baut Erfindungen, während der Verdacht der Inquisition mit jeder Entdeckung steigt. Mechanisch verbindet das Spiel Worker Placement mit verdecktem Drafting, Deck- und Beutelbau sowie Tech-Leisten.

Die Designer sind Virginio Gigli und Flaminia Brasini, die Ausgabe erscheint bei Awaken Realms. BoardGameGeek nennt rund 90 bis 120 Minuten Spielzeit, eine Altersempfehlung ab 14 Jahren und eine Komplexität von 3,33 von 5. Ein Solo-Modus ist bestätigt, ein eigenes Inquisitor-Token verweist ausdrücklich darauf. Die Sprachfassung lässt sich in der Kampagne wählen, eine deutsche Version ist damit möglich.

Aufnahmekriterium: kurz vor Ende und finanziert, zusätzlich mehr als 300 Prozent Quote sowie ein bemerkenswerter Verlag und bekannte Designer.

Restart: deutsches Zeitreise-Kennerspiel neu in der Spieleschmiede

Restart ist am 25. Juli in der Spieleschmiede gestartet. Zum Stand 28. Juli zählte die Kampagne 55 Unterstützende, die Restlaufzeit liegt bei rund 23 Tagen bis etwa zum 20. August. Einen Finanzierungsstand in Euro weist der ausgelesene Datensatz nicht aus.

Giant Roc bringt das kompetitive Kennerspiel in einer deutschen Deluxe-Edition heraus. Thematisch reist ihr durch die Zeit, erfüllt Missionen und versucht, drohende Dystopien abzuwenden. Der Klappentext spielt mit bekannten Zeitreise-Motiven wie dem Schmetterlingseffekt und dem Großvaterparadoxon.

Die deutsche Grundspiel-Fassung liegt im Datensatz bei 105 Euro, höhere Stufen bündeln Miniaturen, die Gadgets-Erweiterung und die Duality-Mini-Erweiterung. Wer das Spiel entworfen hat, nennt der ausgelesene Datensatz nicht, ebenso wenig Spieleranzahl, Spielzeit oder Altersfreigabe. Diese Eckdaten solltet ihr vor einer Unterstützung direkt auf der Kampagnenseite prüfen.

Aufnahmekriterium: neu live und besondere DACH-Relevanz durch die deutsche Ausgabe des etablierten Verlags Giant Roc.

The Isle of Penguins: Polyomino-Spiel in der letzten Woche

The Isle of Penguins läuft seit dem 7. Juli auf Kickstarter und endet am 30. Juli. Zum Stand 28. Juli standen 345.734 Pfund bei einem Ziel von 23.500 Pfund. Das entspricht 1.471,21 Prozent und 4.257 Unterstützenden.

Ein bis vier Personen (mit Erweiterung bis sechs) retten Pinguine auf ihre Flöße, bevor das Eis schmilzt. Der Kern ist ein offenes Drafting mit Legespiel: Ihr zieht Karten und passt Polyomino-Teile möglichst lückenlos auf euer Tableau. Set Collection und Musterbildung bestimmen die Wertung.

Designer und Verlag ist Frank West, das Spiel ist der Nachfolger von The Isle of Cats. BoardGameGeek nennt 60 bis 90 Minuten Spielzeit und eine Altersempfehlung ab 8 Jahren, was den Titel klar Richtung Familien- und Einstiegsspiel rückt. Ein Solo-Modus ist bestätigt. Der günstigste ausgelesene Pledge mit Spiel liegt bei 45 Pfund, Versand und Steuern kommen hinzu.

Aufnahmekriterium: weniger als sieben Tage Restlaufzeit und finanziert, zusätzlich mehr als 300 Prozent Quote und über 100.000 Pfund Volumen.

Politik: Machtkampf um eine zerfallene Welt

Politik läuft seit dem 30. Juni auf Gamefound und endet am 30. Juli. Zum Stand 28. Juli standen 241.905,67 US-Dollar bei einem Ziel von 100.000 US-Dollar. Das entspricht 241,91 Prozent und 1.944 Unterstützenden.

Zwei bis sechs Personen ringen um die militärische, politische und wirtschaftliche Kontrolle über eine zerfallene Welt. Das Strategiespiel von Black Yeti Games setzt auf Konfrontation und wirtschaftliche Entscheidungen. Die Kampagne nennt 150 Minuten Spielzeit und ein Mindestalter von 14 Jahren.

Über die reine Spieleranzahl ab zwei Personen weist der Datensatz keinen Solo-Modus aus. Auch den Namen des Designers und eine deutsche Sprachfassung nennt der ausgelesene Datensatz nicht. Das hohe Volumen ist ein Signal, ersetzt aber keine Prüfung von Preis, Versand und Sprachabhängigkeit.

Aufnahmekriterium: weniger als sieben Tage Restlaufzeit und finanziert, zusätzlich mehr als 100.000 US-Dollar Volumen.

Einordnung

Diese Woche verteilen sich die Titel auf alle drei beobachteten Plattformen: zwei auf Gamefound, einer auf Kickstarter, einer in der Spieleschmiede. Damit ergänzt die Ausgabe keinen schwachen Kandidaten nur für eine gleichmäßige Verteilung.

Crowdfunding bleibt eine Vorbestellung mit Risiko. Prüfe vor einer Unterstützung insbesondere Sprache, Versandkosten, Steuern und den bisherigen Lieferverlauf des Anbieters.

Board Game Arena: Neue Spiele der Woche (21. bis 28. Juli 2026)

28. Juli 2026 um 20:11
Board Game Arena: Neue Spiele der Woche (21. bis 28. Juli 2026)

In den vergangenen sieben Tagen sind auf Board Game Arena zwei Neuzugänge erschienen: ein eigenständiges Kartenspiel rund um das Tarot und eine kompakte Erweiterung für ein bekanntes Zwei-Personen-Duell. Diese Übersicht fasst zusammen, worum es geht, für wie viele Personen die Titel gedacht sind und ob du ein Premium-Abo brauchst.

Soothsayers: Tarot als Wettlauf um das Schicksal

Soothsayers ist ein Kartenspiel für 2 bis 5 Personen. Das Spiel lässt sich ohne Abo spielen. Entworfen hat es Jeff Grisenthwaite, herausgegeben wird es von Play to Z, im deutschsprachigen Raum betreut von Strohmann Games. Eine Partie dauert laut BoardGameGeek 30 bis 60 Minuten und richtet sich an Spielende ab 12 Jahren.

Du übernimmst die Rolle einer mystischen Figur und versuchst, vor deinen Rivalen die Kontrolle über das Schicksal zu gewinnen. In deinem Zug wählst du eine von vier Aktionen: Münzen verdienen, neue Karten ziehen, in höhere Stufen aufsteigen oder eine Tarotkarte einfangen. Jede eingefangene Karte gibt dir eine neue Fähigkeit, die du mit deinen Aktionen kombinierst. Zu den Mechaniken zählen offenes Drafting, Handkartenmanagement und ein Follow-Mechanismus, bei dem Mitspielende deiner Aktion folgen können.

Auf BoardGameGeek kommt Soothsayers auf eine Durchschnittsbewertung von 7,6 bei rund 540 Stimmen, die Gewichtung liegt bei etwa 2,2 von 5. Damit ist der Titel im mittleren Komplexitätsbereich angesiedelt.

Splendor Duel: Die Juwelenfälscher: neue Regeln fürs Duell

Splendor Duel: Die Juwelenfälscher ist eine Erweiterung für das Zwei-Personen-Spiel Splendor Duel. Für diesen Titel wird ein Premium-Abo benötigt. Entwickelt wurde die Reihe von Marc André und Bruno Cathala, herausgegeben von Space Cowboys. Eine Partie ist weiterhin für genau 2 Personen ausgelegt, dauert rund 30 Minuten und eignet sich ab 10 Jahren.

Die Erweiterung bringt acht neue Königskarten sowie die titelgebenden Juwelenfälscher ins Spiel: vier Marker für unechte Edelsteine und 17 zusätzliche Karten. Diese Elemente sorgen für mehr Asymmetrie und verändern die bekannten Strategien des Grundspiels. Am Kern von Splendor Duel ändert sich nichts: Du sammelst weiterhin Edelstein- und Perlenmarker, kaufst Karten und verfolgst drei mögliche Wege zum Sieg.

Das Grundspiel Splendor Duel zählt auf BoardGameGeek mit über 19.000 Bewertungen und einem Schnitt von 7,9 zu den bestbewerteten Zwei-Personen-Titeln. Die Erweiterung selbst ist mit bislang rund 90 Stimmen noch zu neu für ein aussagekräftiges Ranking.

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