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Interview Bright eye games

19. November 2025 um 19:00
Als jemand, der sich für etwas ungewöhnliche und/oder asiatische Spiele interessiert, ist mir der Stand von Bright Eye Games ins Auge gefallen, ein Britischer Verlag, der dort eine neue Auflage des sehr coolen Ponzi Scheme vorstellte. Weil ich mir Verlage am besten merken kann, wenn ich mich mit denen unterhalte (auch wenn es per Email […]

Minos Erweiterung | Götter & Opfergaben

19. November 2025 um 13:32

Unsere Videos bei Youtube:

Minos: Anbruch der Bronzezeit | Götter & Opfergaben – Tanja packt mal wieder schnell ein Brettspiel mit Dir aus 🙂
Minos: Anbruch der Bronzezeit | 📦 Spiel Unboxing von Giant Roc – Video vom 19.11.2025 https://youtu.be/Hk2LHw3p2pQ

(Dieses Video wurde unterstützt durch ein Rezensionsexemplar – danke an Giant Roc)

Film- und Bildnachweise
Coverfoto:Giant Roc
Weitere Fotos & Videos: DieHausis

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Steinbock Brettspiele – Highlight aus dem Livestream – der SPIEL25 Neuheitenshow

19. November 2025 um 12:37

Du hast unseren DieHausis unterwegs Livestream von der Spiel25 Neuheitenshow verpasst? Hier kommt nun ein Highlight aus dem Stream, wir sprachen mit den Lieben von Steinbock Brettspiele. Dieser Ausschnitt stammt aus unserem Livestream auf dem Youtube Hauptkanal DieHausis (Spiel 2025 Neuheitenshow).

Unseren Videobericht findest Du hier auf YouTube: https://youtu.be/JuLyYBnIXCo

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Beginners – Die ersten Messespiele

Die ersten Spiele sind nicht nur gespielt, sie werden auch in der neuesten Folge besprochen. Zudem gibt es auch noch eine Kleinigkeit für alle, die brav dem Podcast folgen.

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Tag Team – Werdet zur Legende!

18. November 2025 um 14:30

Unsere Videos bei Youtube:

Tag Team | 📦 Spiel Unboxing von KOSMOS – Video vom 20.11.2025 auf der B-Seite veröffentlicht: https://youtu.be/-8Jnq3yJs0o

(Dieses Video wurde unterstützt durch ein Rezensionsexemplar – danke an KOSMOS)

Film- und Bildnachweise
Coverfoto: KOSMOS
Weitere Fotos & Videos: DieHausis

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Der Spaß ist mysteriös und wichtig

16. November 2025 um 11:49
Im Max Planck Insititut für empirische Ästhetik (ja, das gibt es wirklich) wurden im vergangenen Jahr einige Studien zur Musikwahrnehmung durchgeführt. Insbesondere wurde untersucht, welche Passagen und welche Stimmen Menschen als “Schön” empfanden. Zwei zentrale Erkenntnisse: Die befragten Personen konnten sehr genau und nachvollziehbar begründen, warum sie etwas schön fanden. Außerdem ist das Schönheitsempfinden subjektiv […]

SPIEL-Analyse mit Brettseggel Pete

Von: Dirk
15. November 2025 um 20:48
Lesezeit: < 1 Minute

In der neuen Podcastfolge spreche ich mit Pete von Brettseggel über unsere persönlichen Eindrücke von der SPIEL 2025, der größten Brettspielmesse in Essen. Gemeinsam schauen wir auf das Messegeschehen zurück und ordnen ein, was uns besonders aufgefallen ist.

Darum geht es in dieser Podcastfolge zur SPIEL 2025

  • Unsere wichtigsten Eindrücke von der SPIEL 2025
  • Überraschende Momente und positive Highlights
  • Situationen, die uns kurz stutzen ließen oder was uns geärgert hat
  • Kleine Anekdoten direkt von den Messeständen

Wir reden dabei nicht nur über Fakten, sondern auch über die Emotionen, die eine Messe wie die SPIEL jedes Jahr auslöst: Begeisterung, Überwältigung, kleine Enttäuschungen und natürlich der typische SPIEL-Flow (Stau in Halle 3).

Hör unbedingt rein, wenn du …

  • wissen möchtest, wie wir die SPIEL 2025 erlebt haben
  • auf der Suche nach einem ehrlichen und persönlichen Fazit bist
  • neugierig bist, welche Trends und Entwicklungen uns 2025 im Brettspielbereich erwarten

Also: Kopfhörer auf, Kaffee oder Tee in die Hand – und los geht’s mit 90 Minuten handgeklöppeltem  Brettspiel-Podcast mit viel Feeling aus der SPIEL 2025.

Einfach hier reinhören oder direkt abonnieren…

Rezension „Formidabel!“

15. November 2025 um 20:07
  • Verlag: 2F-Spiele
  • Autor: Friedemann Friese
  • Spieleranzahl: 1 - 4 Spieler
  • Alter: ab 10 Jahren
  • Dauer: ca. 30 - 45 Minuten
  • Jahrgang: 2025
Formidabel! (2F-Spiele)

Die Spiele von Friedemann Friese, die er normalerweise in seinem eigenen Verlag, 2F-Spiele, herausbringt, sind für mich immer automatisch einen Blick wert. So waren wir auch in diesem Jahr auf der SPIEL in Essen am Stand von 2F-Spiele und haben uns „Formidabel!“ erklären lassen und dann anschließend auch mitgenommen.

Die Box hat eine nette Größe. Darin findet man den runden Nachschubplan, für jeden Spieler eine Scheibe und das farblich passende Übersichtsplättchen, 120 Karten (darunter die Startspielerkarte), 90 Feldfrüchte aus Holz (Getreide, Tomaten, Gurken, Schweine, Schafe) sowie zwei Spielanleitungen (deutsch und englisch) mit jeweils 8 Seiten.

Die 8-seitige Anleitung bringt die einfachen Regeln gut rüber. Alles ist gut erklärt. Auf der Rückseite sind alle Symbole in einer Übersicht dargestellt. Die kaufbaren Zusatzaktionen hat jeder Spieler auf dem Übersichtsplättchen vor sich liegen. Die Optik des Material ist hübsch, fast schon niedlich. Die ganzen Feldfrüchte sind aus Holz und praktisch groß. Die grafische Gestaltung der Karten ist auch hübsch. Zudem ist das ganze Spiel in Deutschland hergestellt. Das ist erst einmal ein Plus, wenn auch der Inhalt des Spiels nach ein paar Wochen immer noch relativ streng riecht, nach dem Öffnen… wobei mir nicht klar ist, ob es das Holzmaterial oder das Kartonmaterial ist… ist aber akzeptabel.

Erklärt man das Spiel in aller Kürze, vermittelt man vermutlich ein falsches Bild. Dadurch wird das Spiel sicherlich unterschätzt. Im Kern geht es darum, dass man Karten und Feldfrüchte hin und her tauscht, um Aufträge zu erfüllen. das kennt man natürlich von vielen anderen Spielen und dieses Element alleine wäre auch bestimmt nicht so reizvoll. Allerdings fokussiert sich das Spiel tatsächlich auf das Erfüllen dieser Aufträge. Abhängig von der Spieleranzahl hat jeder Spieler einen Stapel von Karten (bei 2 Spielern beispielsweise 20 Karten) vor sich liegen. Ziel ist es, diese Aufträge als erstes zu erfüllen. Wer es schafft, alle seine Aufträge zu erledigen, gewinnt das Spiel. „Formidabel!“ ist also ein astreines Wettrennen… und das war – trotz der Einfachheit – bei uns immer recht spannend. Am Anfang zieht jeder Spieler drei Karten von seinem Stapel. In der Tischmitte liegt noch ein Markt aus fünf Karten aus, die man in seinem Zug ebenso erfüllen kann. Aber wieso sollte man Karten vom Markt erfüllen, wenn man doch seine eigenen Aufträge loswerden will?… ganz einfach: weil es meist nicht anders geht. Oft muss man den Umweg über die Marktauslage nehmen, um bei seinen Aufträgen vorwärts zu kommen. Es gibt einfache Tauschgeschäfte, wie Tomaten gegen Gurken, oder sowas in der Art, aber auch Karten, bei denen man andere Karten tauscht, oder Karten vom Markt unter seinen Stapel legt… und und und. Erfüllte Aufträge, ob eigene Karten oder Karten vom Markt, werden umgedreht auf einen eigenen Stapel gelegt, mit der Münzseite nach oben. Diese Münzen kann man im Spielverlauf für zusätzliche Aktionen nutzen: Karte ziehen, Nachschub nehmen (ohne den Marker bewegen), seinen Marker auf ein besetztes Nachschubfeld legen, zusätzliche Feldfrucht nehmen.

Ach so, das hatte ich ja noch gar nicht erklärt: in seinem Zug darf man normalerweise maximal drei Aufträge erfüllen (ob eigene oder fremde Karten); davor oder danach versetzt man seinen Marker auf dem Nachschubplan, um den Effekt dort auszulösen. Das sind Standardaktionen, man nimmt sich Tomaten, Gurken, Getreide, Schaf oder Schwein… oder eventuell eine Karte von seinem Stapel.

Durch die hohe Anzahl an Handelskarten (eben die 119 Stück) ist genug Abwechslung im Spiel, dass es – trotz des sich wiederholenden Ablaufs – spannend bleibt bis zum Schluss. In unseren Partien war es meist bis zum Schluss knapp und oft folgte danach direkt die nächste Partie. Auf der Vorbereitungsaufwand ist überschaubar. Da es nur eine Sorte Handelskarten gibt, müssen diese einfach nur gemischt werden. Dann bekommt jeder Spieler seinen Stapel und der Markt wird ausgelegt und es kann direkt losgehen. Sowas gefällt mir immer sehr gut.

Auch wenn das Spiel heruntergebrochen nur eine große „Tauscherei“ ist, macht „Formidabel!“ wirklich Spaß und ist auch für eine Partie mit Wenigspielern sehr geeignet. Im Kern ist es ein Familienspiel, vielleicht ein gehobenes Familienspiel. Die Regeln sind schnell erklärt, auch wenn man vielleicht anfangs hin und wieder auf die Übersicht auf der Rückseite der Anleitung schauen muss. Ich kann gar nicht genau sagen, was es ist, vielleicht ist es die Einfachheit, die mir so gut gefällt.

(c)2025 Dirk Trefzger

Material

Regeln

Idee

Spielreiz

Formidabel! (2F-Spiele) Formidabel! (2F-Spiele) Formidabel! (2F-Spiele)

Masters of Crime: Hollywood – Ein tödlicher Oscar

Masters of Crime: Hollywood im Test

Zack, gestern noch den Oscar bekommen und heute schon tot – so startet das neue Abenteuer in der Masters of Crime Serie. Dieses Mal verschlägt es uns nach Hollywood, wo wir den Tod der Schwester unseres Bandenchefs aufklären müssen. Was ist mit ihr passiert? Wurde sie ermordet? Gibt es überhaupt einen Mord? All das klären wir in unserer Review zum neuesten Spiel Hollywood von Lukas Setzke, Martin Student und Verena Wiechens erschienen bei Kosmos.

Viel Spaß beim Lesen.

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SPIEL'25 in Essen – Teil 2: Familien- und Einsteigerspiele

14. November 2025 um 21:12

Im zweiten Teil meines Berichts konzentriere ich mich auf Spiele, die immer noch eine geringe Komplexität aufweisen, aber dennoch nicht unbedingt für ganz junge Kinder geeignet sind. Ich denke aber, dass alle Titel ab 8 Jahren gut spielbar sind und Spaß machen können. Meist ist der Regelumfang auch so gering, dass es mit Leuten, die eher wenig spielen, unterhaltsam sein kann.

Angeschaut habe ich mir „Forest Gangs“, „Katzensprung“, „Total verkettet“, „Flossen weg!“, „Tacta“, „Orapa Mine“, „Twisted Trumpets“, „Where am I? Alice in a Mad Tea Party“, „Emblems“ und „Planepita“.

"SPIEL'25 in Essen – Teil 2: Familien- und Einsteigerspiele" vollständig lesen

Rezension „Buffet Boss“

14. November 2025 um 20:04
  • Verlag: Origame/Arcane Wonders (deutsche Version "Stapelsalat" von Pegasus Spiele)
  • Autor: Daryl Chow
  • Spieleranzahl: 1 - 5 Spiele
  • Alter: ab 6 Jahren
  • Dauer: ca. 20 Minuten
  • Jahrgang: 2025 (2023)
Buffet Boss (Origame/Arcane Wonders)

Am Stand von „Arcane Wonders“ auf der SPIEL in Essen haben wir – neben „Aquatica Duellum“ – auch das kleine Stapelspiel „Buffet Boss“ mitgenommen. Wer kennt es nicht. Man ist am Hotel-Buffet und die Gäste stapeln so viel Essen auf dem Teller, dass man Angst haben muss, dass das Zeugs herunter fällt. Ich gebe zu, dass auch ich nicht ganz frei davon bin. Nun stapeln wir also bei „Buffet Boss“ ebenso diverse Leckereien auf den wackeligen Teller, um damit möglichst viele Punkte zu machen. Schauen wir uns das also einmal an.

Die Box ist trotz des netten Holzmaterials schön klein und dabei auch ziemlich voll gepackt, ohne viel Platz zu verschwenden. Man findet 42 Holzteile, die das Essen darstellen sollen. Seafood, Fleisch, Gemüse, Eier, Pilze… was das Herz begehrt. Die Teile gehören zu unterschiedlichen Farbgruppen und zu unterschiedlichen Nahrungsmittelgruppen. Es liegen Übersichtskarten bei, die das klarstellen. Dann gibt es 5 bananenförmige Holzteller, die als Unterlage für den Aufbau der Essenstürme dient, 42 Food-Karten und 18 Charakter-Karten. Die Anleitung umfasst kurze 12 Seiten und der Decke der Box dient als „Abfalleimer“ für heruntergefallenes Essen und für abgeworfene Karten.

Für das Grundspiel lässt man die Charakter-Karten erst einmal weg. Je Spieleranzahl nimmt man eine vorbestimmte Anzahl von Karten, mischt sie und legt den Stapel bereit. Pro Runde werden so viele Karten als Buffet-Reihe ausgelegt, wie Spieler teilnehmen + 1. Bei drei Spielern also vier Karten. Die passenden Holzteile werden darauf platziert. Beginnend beim Startspieler der Runde, wählen die Spieler eine Karte + Holzteil und platzieren das Holzteil auf dem wackeligen Teller. Natürlich, darf nichts herunter fallen. So geht es reihum. Der letzte Spieler der Runde hat zwei Karten zur Verfügung und darf auch – falls gewollt – beide Teile verbauen. Die Karten geben dabei an, wie viele Punkte das jeweilige Holzteil wert ist. So geht es reihum, bis alle Karten und die entsprechenden Holzteile verbraucht sind. Fällt nur ein einzelnes Holzteil runter, darf man die 3-Sekunden-Regel in Anspruch nehmen: klar, schnell aufheben, Staub runterblasen und wieder rauf damit… wie im echten Leben halt. Fallen mehrere Teile gleichzeitig runter, darf man die aufgerundete Hälfte wieder auflegen… der Rest kommt leider in den Abfall. Nachdem dann alle Karten weg sind, werden die Punkte addiert und es gewinnt der Spieler / die Spielerin mit den meisten Punkten.

Klar, das ist nicht wirklich neu. Wir haben einige Stapelspiele in unserer Sammlung und tatsächlich machen uns diese Spieler immer recht viel Spaß. Ich mag Spiele, die mit Geschicklichkeit zu tun haben. Hier ist das Material sehr schön. Die Holzteile sind echt ganz cool, haben sehr knifflige Formen und lassen sich dadurch nicht immer einfach verbauen. Wir hatten viele lustige Momente und hatten entsprechend viel Spaß dabei.

Ach ja, der Spieler mit dem höchsten Essensturm erhält 5 Sonderpunkte. Dazu gibt es eine Messlatte auf der Seite der Box… witzig. Um das Ganze etwas aufzupeppen, würde ich direkt zur Fortgeschrittenen-Variante greifen. Dann werden jedem Spieler zwei Charakter-Karten ausgeteilt. Diese Karten geben Sonderpunkt für bestimmte Bedingungen, abhängig von der Nahrungsmittelgruppe oder der Farbe. Bei Spielende, muss man sich für eine dieser Karten entscheiden; diese darf man dann in die Wertung nehmen. Man bekommt in diesem Fall also Punkte für die Nahrungsmittel selbst, für den höchsten Turm und für die gewählte Charakter-Karte. Auch hier gewinnt natürlich der Spieler mit der höchsten erzielten Punktzahl.

Ein Solomodus ist auch in den Regeln. Ok, zum Trainieren ist das ganz ok, aber mehr Spaß macht es natürlich zu mehrt. Wer kein Interesse an Geschicklichkeitsspielen hat, oder wer einfach zwei linke Hände in solchen Fällen hat, der sollte „Buffet Boss“ links liegen lassen, das ist klar. Wer aber Lust auf ein spaßiges Stapelspiel hat, der sollte sich „Buffet Boss“ ruhig mal anschauen. Nochmal: es macht nicht wirklich was neu, aber die Formen der Holzteile sind witzig. Oftmals denkt man, das gewählte Teil passt doch gar nicht und dann bleibt das ganze Bauwerk doch stehen und trotzt jeglicher physikalischen Regel.

„Buffet Boss“ gibt es schon seit 2023 und 2024 gab es auch eine deutsche Auflage unter dem Titel „Stapelsalat“. Das Regelwerk ist wirklich einfach, da ist es quasi egal, ob man die englische oder die deutsche Version nimmt. Uns gefällt der englische Titel „Buffet Boss“ einfach besser.

Fazit: schönes Material, lustiges Stapelspiel, macht zwar nichts wirklich neu, macht aber Spaß.

(c)2025 Dirk Trefzger

Material

Regeln

Idee

Spielreiz

Buffet Boss (Origame/Arcane Wonders) Buffet Boss (Origame/Arcane Wonders) Buffet Boss (Origame/Arcane Wonders) Buffet Boss (Origame/Arcane Wonders) Buffet Boss (Origame/Arcane Wonders) Buffet Boss (Origame/Arcane Wonders)

Rezension „12 Rivers“

14. November 2025 um 16:52
  • Verlag: Good Games Publishing
  • Autor: Romain Caterdjian
  • Spieleranzahl: 2 - 4 Spiele
  • Alter: ab 10 Jahren
  • Dauer: ca. 45 - 75 Minuten
  • Jahrgang: 2025
12 Rivers (Good Games Publishing)

„12 Rivers“ war eines der Spiele auf der SPIEL in Essen dieses Jahr, die ich wegen der überragenden Optik „auf dem Sender“ hatte. Tatsächlich gab es das Spiel schon 2022 in einer Vorgänger-Ausgabe, wobei wohl ein paar Sachen verbessert wurden, bei der neuen Ausgabe. Ich habe mich aber nicht damit beschäftigt, welche Punkte das genau waren. Ich gehe also von der aktuellen Ausgabe aus, die es bisher leider nicht auf „deutsch“ gibt. Mal schauen, vielleicht schnappt sich das Spiel ja noch ein deutscher Vertrieb, wir werden sehen.

In der Box findet man ein 3D-Spielbrett, welches die namensgebenden 12 Flüsse zeigt. Mit zwei Aufstellern ist es schnell aufgebaut und macht auf dem Tisch wirklich sehr viel her. Die Optik hat einfach einen sehr großen Aufforderungscharakter und wenn das Leute auf dem Tisch stehen sehen, wollen sie direkt mitspielen. Dann gibt es 65 Perlen (Kunststoffperlen in 5 Farben), 4 Alpaca-Boards, 30 Villager-Tafeln (4 davon als Start-Villager), 50 Camp-Karten, 25 Fairy-Tokens, 12 Stamm-Tokens, einen Stoffbeutel für die Perlen, zwei Spielerhilfen und natürlich die Spielanleitung mit 20 Seiten. Die 20 Seiten sind allerdings großzügig befüllt, große Schrift, viele Bilder, so dass man ein anspruchsvolleres Spiel erwartet, wie man dann wirklich geliefert bekommt. Tatsächlich ist „12 Rivers“ eher ein gehobenes Familienspiel oder maximal ein einfaches Kennerspiel… natürlich ein besonders Hübsches, wie schon erwähnt.

Der Ablauf ist wirklich einfach: jeder Spieler hat einen Start-Villager mit Plätzen für gesammelte Perlen. Dann hat jeder Spieler ein Alpaca-Board; auch ein paar Camp-Karten erhält man zum Spielbeginn. Es werden fünf Runden gespielt. Vor jeder Runde werden oben auf dem Board die Perlen platziert, die zufällig aus dem Beutel gezogen werden. Die Anzahl der Perlen ist abhängig von der Spieleranzahl. Alle 12 Perlen werden nur mit vier Spielern vorbereitet. Die Perlen werden von einer Kartonsperre aufgehalten; diese verhindert, dass die Perlen bereits direkt nach unten rollen. Die Stamm-Tokens liegen unten auf dem Pfad mit der Spielreihenfolge. In dieser Reihenfolge platzieren nun die Spieler ihre Stamm-Tokens auf dem Spielplan. Entweder oben bei den Flussläufen, oder auch unten am Rand des Spielplans (um später Villager-Tafeln nehmen zu dürfen). Sobald alle Tokens gesetzt wurden, wird die Kartonsperre oben angehoben und die Perlen rollen runter, bis sie jeweils an einem Stamm-Token stoppen. In vorgegebener Reihenfolge dürfen die Spieler immer eine Perle von den „aufgehaltenen Perlen“ nehmen; dann wird das Stamm-Token zurück auf den Pfad gelegt und die übrigen Perlen rollen weiter. Platziert man ein Stammtoken unten, ist es kostenlos, möchte man sichergehen, eine bestimmte Perle schnappen zu können, muss man weiter oben einsetzen… und das kostet eine, zwei oder sogar drei Karten. Weiter unten erhält man sogar eine Karte, wenn man dort einsetzt. Die unten am Rand eingesetzten Tokens erlauben es dem Spieler, einen neuen Villager aus der Auslage zu nehmen. Das bringt zum einen auch neue Karten auf die Hand, aber auch neuen Platz für gesammelte Perlen.

Die Villager haben immer eine Fähigkeit, die bei Spielende getriggert wird, wenn man die Tafel voll mit Perlen besetzt hat; sowas wie z.B. 6 Extrapunkte, wenn man alle vier Plätze mit derselben Farbe besetzt hat. Beim Platzieren der Stamm-Tokens sammelt man ggfs. auch Fairy-Tokens ein, die man dann später nutzen kann. Die Camp-Karten benötigt man nicht nur für das Bezahlen beim Einsetzen der Stamm-Tokens, sondern auch, um damit Sonderfunktionen nutzen zu können. Dazu muss man zwei identische Karten ausspielen. Das „Fischernetz“ erlaubt es beispielsweise, zwei Perlen an einem Stamm-Token einzusammeln, wo man normalerweise ja nur eine einzelne Perle nehmen darf.

Immer am Ende der Runde bewegt man die Perlen, die man auf dem Alpaca-Board gesammelt hat, auf die Villager-Tafeln. Dabei versucht man eben die Tafeln voll zu besetzen, um die Villager-Fähigkeit zu triggern… aber auch die Perlen selbst bringen Punkte. Abhängig von der Farbe sind die Perlen unterschiedlich viel wert. Wer zum Schluss die meisten Punkte vorweisen kann, der gewinnt natürlich die Partie.

Unter dem Strich ist es also ein relativ einfaches Set-Collection-Spiel. Man versucht immer die passenden Perlenfarben zu sammeln, um damit die meisten Punkte generieren zu können. Knifflig ist es, dass man die Platzierung der Stamm-Tokens mit Handkarten bezahlen muss. Diese Handkarten möchte man aber nur ungerne hergeben, da sie ja ebenso wertvolle zusätzliche Aktionen ermöglichen. Tatsächlich macht die schöne Optik einen großen Teil des Spielspaßes aus, so zumindest unsere Empfindung. Spielerisch ist es recht einfach, aber wir werden es mit den passenden Spieler(innen) immer wieder mal auf den Tisch. Wer allerdings ein sehr anspruchsvolles Spiel erwartet, der sollte dann doch eher die Finger von „12 Rivers“ lassen.

Fazit: gehobenes Familienspiel mit überragender Optik; spielerisch aber eben nicht besonders fordernd.

(c)2025 Dirk Trefzger

Material

Regeln

Idee

Spielreiz

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Meister Makatsu

14. November 2025 um 16:00

Amigo Spiele, 2025
Autor: Reiner Knizia
2–6 Spieler:innen, ab 8 Jahre, 30 Minuten

In „Meister Makatsu“ schlüpft ihr in die Rolle ehrgeiziger Ninjas, die in ihren Dojos trainieren und jedes Jahr um die Gunst des strengen Lehrmeisters Makatsu wetteifern. Über drei Tage hinweg zeigt ihr euer Können, wobei nicht Kraft, sondern kluge Entscheidungen und ein gutes Gefühl für den richtigen Moment zählen. Wer zu hoch spielt, zieht den Unmut des Meisters auf sich und sammelt Minuspunkte. Die Mischung aus fernöstlichem Flair und spielerischem Wettstreit schafft eine humorvolle Atmosphäre, die euch sofort in eine leicht überdrehte Ninja Show hineinzieht.

Zu Beginn besitzt ihr alle dasselbe Kartendeck mit 24 Karten, die in drei Farben und drei Wertstufen auftreten. Jede Runde zieht ihr vier Karten, spielt zwei offen aus und legt zwei verdeckt zur Seite. Anschließend vergleicht ihr in jeder Farbe eure Werte. Wer die höchsten Zahlen gelegt hat, erhält Minuspunkte in Form von Chips. Die Lila Karten bestimmen außerdem, wer die Meister Marke bekommt und damit die nächste Runde beginnt. Mit jeder Spielrunde steigen die Minuspunkte an, was das Risiko spürbar erhöht. Das Spielgefühl ist flott und zugleich überraschend knifflig. Ihr entscheidet ständig, wann ihr hohe Karten abwerfen wollt und wann ihr sie lieber aufbewahrt. Die verdeckt gesetzten Karten geben dem nächsten Durchgang einen individuellen Rhythmus und schaffen einen kleinen, aber feinen Planungseffekt.

„Meister Makatsu“ verbindet einen schnellen Zugang mit einem angenehmen Maß an taktischer Tiefe. Gelegenheitsspieler:innen finden einen unkomplizierten Einstieg und Vielspieler:innen entdecken reizvolle Entscheidungen. Das Material ist stabil und funktional, die Illustrationen wirken freundlich und stimmig. In größeren Gruppen entsteht ein lebendiger Wettstreit, während Partien zu zweit etwas an Spannung verlieren. Insgesamt überzeugt das Spiel als leichtes Familienspiel mit kompetitiver Note. Es eignet sich besonders für Runden, die ein kompaktes Kartenspiel suchen, das sich flott erklärt und immer wieder aufs Neue kleine Überraschungen bereithält. Wer nach intensiver Strategie oder großen Themenwelten sucht, wird weniger abgeholt. Für alle anderen ist es ein unterhaltsamer, runder Titel mit genug Würze für viele Partien.

Formidabel

Von: Oliver
13. November 2025 um 18:52

formidabel titel

Wieder einmal klingt alles einfach und unspektakulär, schaut man sich das Ziel des Spiels an. Wer zuerst keine Handelskarten hat, gewinnt. Es klingt zu schön, um wahr zu sein und es muss einem klar sein, dass irgendwo noch ein Haken ist – natürlich. Es ist Markttag und wir wollen unsere Ware an den Mann und an die Frau bringen. Aber nicht immer haben wir all die Waren im Lager, die unsere Kunden begehren.

- Den Beitrag Formidabel findest du auf Spielevater - Die ANDERE Seite der Brettspiele

Rezension „Word Bits“

12. November 2025 um 19:37
  • Verlag: Piatnik
  • Autor: Reiner Knizia
  • Spieleranzahl: 2 - 4 Spiele
  • Alter: ab 8 Jahren
  • Dauer: ca. 20 Minuten
  • Jahrgang: 2023 (frühere Version deutlich älter)
Word Bits (Piatnik)

Tatsächlich liebe ich mittlerweile die kleinen Spiele. Sie sind gut zum Mitnehmen; sie sind meist schnell erklärt; sie nehmen nicht viel Platz im Regal weg. Fast nur Vorteile. Ok, meistens sind sie halt auch nicht so anspruchsvoll, das ist klar. Nun liegt hier ein wirklich kleines Spiel vom Altmeister Reiner Knizia vor. In der kleinen Box findet man ein Kartendeck von 60 Karten, vier Buchstabenwürfel und eine kurze Spielanleitung. Die Würfel zeigen unterschiedliche Buchstabenkombinationen auf den Seiten, wobei manche Buchstaben nicht vorkommen (z.B. B, X, Y, Z…).

Das Spiel ist in 2 Minuten erklärt und man kann direkt loslegen. Dazu nimmt es auf dem Tisch nicht viel Platz ein, so dass man es auch gut in der Kneipe oder sonst unterwegs spielen kann. Es läuft so: es wird eine Karte aufgedeckt. Diese Karte gib vor, wie viele der Würfel man werfen muss und welcher Begriff gesucht wird, z.B. „eine Hunderasse“. Ein Spieler wirft dann die passende Anzahl an Würfeln und die Spieler müssen ein Wort, passend zum gesuchten Begriff, finden und rein rufen. Der erste Spieler, der ein passendes Wort hat, erhält die Karte als Punkt. Standardmäßig werden 20 Karten als Stapel bereitgelegt und nachdem der Stapel aufgebraucht ist, gewinnt der Spieler mit der höchsten Punktzahl, also mit den meisten gesammelten Karten. Das ist schon alles.

Natürlich kann man die Spieldauer etwas variieren, in dem man die Kartenanzahl der bereitgelegten Karten entsprechend anpasst. Beim werfen der Würfel sollte man immer wieder mal andere Würfel nehmen, denn die vier Würfel zeigen unterschiedliche Buchstabenkombinationen, das ist wichtig.

Man kann also sagen, „Word Bits“ ist ein einfaches Wortfindungsspiel, ohne unnötigen Schnickschnack. Das Spiel ist kein „Überflieger“, aber in unseren Runden hat es gut funktioniert und es dient bei uns als einfacher Absacker, speziell für Runden mit Wenigspielern.

(c)2025 Dirk Trefzger

Material

Regeln

Idee

Spielreiz

Feuerprobe kompetitives Spielen

09. November 2025 um 16:49
Jedes kompetitive Spiel kann als Prüfung individueller Moralvorstellungen verstanden werden. Jedoch nicht in einer stark vereinfachten, binären Vorstellung davon, dass man das „Richtige“ und nicht das „Falsche“ tut. Stattdessen stellen uns kompetitive Spiele vor die Aufgabe etwas zu tun, von dem wir wissen, dass es falsch ist. Wenn unsere Sozialisierung nicht vollkommen vergeigt wurde, haben […]

Vergessene Spiele: Für immer verloren oder noch zu retten?

09. November 2025 um 16:25
Auch in der Steinzeit, der Antike und im Mittelalter wurde gespielt. Nach welchen Regeln, wissen wir nicht immer. Das hat gleich mehrere Gründe. Dieser Beitrag stammt aus „Null Ouvert – Magazin für analoge Spielkultur“. Mehr Informationen zu dem Heft findet ihr in diesem Beitrag. Nehmen wir einmal an, in ferner Zukunft würden Archäologinnen und Archäologen ein vollständiges Mensch ärgere Dich nicht ausgraben, mitsamt Würfel und allen Spielsteinen, nur leider fehlte die Spielregel. Wäre es möglich, diese anhand des Materials zu rekonstruieren? Die Antwort ist nein, oder zumindest nicht vollständig. Man wird anhand der Zeichen auf dem Spielbrett sicher ermitteln können,

Quelle

Cat in the Box – Nanu, was ist denn da im Karton?

Cat in the Box - Kartenspiel Review

Stichspiele gibt es viele und scheinbar spalten sich daran auch die Geister. Für manche kann es nicht genug davon geben. Andere Spielende laufen lieber weg, als ein Stichspiel zu spielen. Und ihr vermutet es schon richtig: Auch Cat in the Box ist ein Stichspiel. Allerdings hebt sich das Kartenspiel von Muneyuki Yokouchi hier deutlich ab und bringt dann doch den ein oder anderen Twist in das Stichspiel-Genre. Was das bei Pegasus erschienene Kartenspiel besonders macht, erfahrt ihr in unserer Review. Ach ja, und es versteht sich von selbst, dass bei den Arbeiten zu diesem Artikel keine Katzen verletzt wurden.

Der Beitrag Cat in the Box – Nanu, was ist denn da im Karton? erschien zuerst auf Brettspiel Reviews, Empfehlungen und Podcasts von Brettspielerunde.

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