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bt297 Road to Essen 2026 - Game Factory

25. September 2026 um 16:00

Shownotes
Fabian und Dafne sprechen mit Lukas von Game Factory über die Neuheiten in Essen: Explosive Labore, fehlende Buchstaben und vier mysteriöse Pforten erwarten euch. Viel Spaß beim Hören!

Datum der Aufnahme: 07.09.2026
Online seit: 25.09.2026

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Wer den Beeple Talk unterstützen möchte: Die Freude ist groß, falls Ihr den Podcast bei z.B. Apple Podcasts rezensiert oder bewertet. Für alle jene, die Apple Podcasts nicht verwenden, gibt es die Plattform Panoptikum, auch dort kann eine Empfehlung ausgesprochen und bewertet werden, aber auch ein eigenes Podcasthörerprofil erstellt werden. Und natürlich freuen wir uns auch über Bewertungen auf all den anderen Plattformen, über die Podcasts gehört werden können.
Ganz besonders toll ist natürlich, falls Ihr Euren Mitspielern vom Beeple Talk erzählt.

Über den Beeple Talk
Der Beeple Talk ist mit allen Episoden unter dem folgenden Link erreichbar. Ziel ist es, Episoden mit wechselnden Themen rund um Brett- und Kartenspiele zu machen. Zum Beeple Talk treffen sich regelmäßig einige Mitglieder von Beeple, dem Brettspiel-Blogger-Netzwerk.
Beeple Talk – Der monatliche Podcast von Beeple – https://www.beeple.de

Podcast-Plattformen
Natürlich findet sich der Beeple Talk auf den bekannten Plattformen für Podcasts, insbesondere Apple Podcasts.

Beeple Talk auf Apple Podcasts – https://itunes.apple.com/de/podcast/beeple-talk/id1449578291?l=en.
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Die Kanäle des Beeple Brettspiel-Blogger-Netzwerks betreiben einen Discord-Server, auf dem sich eine tolle Community täglich über Brettspiele austauscht. Falls Ihr dazukommen möchtet, diesem Link folgen oder eine E-Mail senden.

Intro/Outro
Epic Song by BoxCat Games

bt296 Road to Essen 2026 - Biberstein Spiele

25. September 2026 um 07:00

Shownotes
BIBERSTEIN SPIELE ist bekannt für seine Kennerspiele in kleinen Schachteln aus der Jahrhundertreihe, die auch in diesem Jahr mit 1902 Méliès fortgeführt wird. Verlagsinhaber SVEN BIBERSTEIN hat aber noch mehr im Gepäck, wie er Johannes (Ministerium für Brettspielspaß) im Gespräch verriet.

Datum der Aufnahme: 17.09.2026
Online seit: 25.09.2026

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Epic Song by BoxCat Games

bt295 Road to Essen 2026 - Noctis Verlag

24. September 2026 um 16:00

Shownotes
Würfelmagier Dirk spricht mit Verena vom Noctis Verlag über Krimispiele, Sherlocks Zeitungsarchiv, Rank my Denk! und warum eine Spiele-Date-Night für Paare spannend sein könnte. Viel Spaß beim Hören!

Datum der Aufnahme: 23.09.2026
Online seit: 24.09.2026

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Epic Song by BoxCat Games

bt294 Road to Essen 2026 - Spiel Das!

24. September 2026 um 07:00

Shownotes
Auf der Road to Essen, SPIEL’26, hat Stephan den SPIEL DAS! Verlag getroffen. Im Gespräch geht es um die kommenden Neuheiten und Projekte des Verlags für die SPIEL 2026.

Datum der Aufnahme: 09.09.2026
Online seit: 24.09.2026

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bt293 Road to Essen 2026 - HeidelBÄR Games

23. September 2026 um 16:00

Shownotes
Alexandra (Brettspielhamster/ Spielkulturerbe) spricht mit Bianca Jung und Tim Nissel von HeidelBÄR Games über Social Media, Lokalisierungen und Eigenentwicklungen. Ihre SPIEL-Highlights: Drillers, Alebrijes und Spyworld – plus mehr Platz zum Spielen auf der SPIEL.

Datum der Aufnahme: 09.09.2026
Online seit: 23.09.2026

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bt292 Road to Essen 2026 - MM Spiele

23. September 2026 um 07:00

Shownotes

Auf der Road to Essen, SPIEL’26, durfte Frederik vom Boardcast bei mm spiele zu Gast sein. Er spricht mit Martin Mader über die Neuheiten „Carnival of Sins“, „Tornado Splash“ und „Funny Crazy Animals“

Datum der Aufnahme: 21.08.2026

Online seit: 23.09.2026

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bt291 Road to Essen 2026 - Teaser

22. September 2026 um 08:00

Shownotes
Endlich ist es wieder soweit. Die Messe Essen steht vor der Tür und wir begleiten euch wieder mit der Road to Essen. Johannes (Misterium für Brettspielspaß) und Spielevater Oli geben einen kleinen Einblick in die kommenden Wochen.

Datum der Aufnahme: 20.09.2026
Online seit: 22.09.2026

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bt290 Boardgame Deluxe

20. September 2026 um 08:00

Shownotes
Smuker und Mathias von Cliquenabend haben sich vor ihre Mikros gesetzt und sprechen über die verschiedensten Dinge, welche Brettspiele quasi zu Luxusgütern werden lassen. Von 3D-Teilen über Metallmünzen oder Inlays, bis hin zu leeren Boxen kommt alles auf den virtuellen Tisch… und für alles gibt es gute oder auch schlechte Gründe.
Eigentlich wollte Oli von Spielevater.de ebenfalls mitplaudern, musste jedoch kurzfristig absagen.

Datum der Aufnahme: 14.09.2026
Online seit: 20.09.2026

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Epic Song by BoxCat Games

bt289 How to Spieletreff

20. August 2026 um 08:00

Shownotes
Dominik und André von der Brettspielgalaxie sprechen heute über den Spieletreff bei ihnen im dörflichen Sauerland. Wir sprechen darüber wie der Spieletreff entstanden ist und geben (hoffentlich) ein paar Tipps wie man einen eigenen Spieletreff ins Leben rufen kann.
Viel Spaß mit der neuen Folge.

Datum der Aufnahme: 12.08.2026
Online seit: 20.08.2026

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LETZTENS … die Beeple-Kolumne: Noch eine Runde?

30. Juli 2026 um 08:00
Frederik Malsy

Frederik Malsy

„Noch eine Runde?“

Du kennst das: Der Spieleabend neigt sich dem Ende. Die Partie hat uns lange an den Tisch gefesselt, wir haben miteinander gerungen, gelacht, gelitten, gebangt und uns gefreut. Wir räumen die letzten Materialien in die Schachtel zurück und fragen uns: „Spielen wir noch was oder geht‘s ab ins Bett?“ 

So enden die meisten Spieleabende: Wir räumen auf, quatschen noch ein bisschen, leeren die Gläser und verabschieden uns. Und das tun wir in der Gewissheit, dass wir uns wiedersehen. Mit anderen Spielen, neuen Konzepten, frischen Ideen, an anderer Stelle, vielleicht auch mit neuen Menschen. Aber wir sehen uns auf jeden Fall wieder. Und bis dahin bleiben schöne Erinnerungen an eine gemeinsame Zeit. 

So geht es auch uns gerade im Beeple-Netzwerk. Viele neue Menschen sind an unseren Tisch der Medienschaffenden dazugekommen. Einige sind nicht mehr Mitglied bei Beeple – geblieben sind sie dennoch als Freund:innen und Kolleg:innen. Und wie das so ist, wenn sich die Konstellationen ändern, hinterfragen wir ein paar Dinge, die wir als schöne Traditionen liebgewonnen haben. Wahrscheinlich wünschen wir uns alle dieses eine Brettspiel: Jenes, dessen Regelheft irgendwo den Satz versteckt: „Sollte dir die Ressource Zeit ausgehen, ersetze sie einfach durch eine beliebige andere Ressource.“

Leider hat dieses Spiel bisher noch niemand entwickelt.

Wie das eben so ist, wenn sich eine Spielerunde verändert: Neue Menschen kommen dazu, andere gehen ihren Weg weiter. Und irgendwann sitzt man in der Runde und fragt sich: Was macht uns eigentlich aus? Was wollen wir eigentlich miteinander spielen? Und worauf möchten wir unsere begrenzte Zeit verwenden?

Viele von euch begleiten diese Kolumne schon seit Jahren und lesen sie gerne. Und auch intern ist es ein Format, das uns sehr ans Herz gewachsen ist. Dennoch fällt es uns zunehmend schwerer, diese Kolumne monatlich in einer guten Qualität zu liefern und unserem Anspruch daran gerecht zu werden. 

Und deswegen haben wir uns entschieden, bei einigen Formaten, die regelmäßig viel Abstimmung und Zeit kosten, erst einmal ein wenig auf die Bremse zu treten. Das ist somit die (vorerst) letzte Kolumne aus dem Beeple-Netzwerk. 

Natürlich fällt uns diese Entscheidung nicht leicht. Schließlich sind hier über die Jahre viele Texte entstanden, auf die wir stolz sind. Gleichzeitig eröffnet sie uns Freiräume für frische Ideen, andere Projekte und neue Formen des Austauschs – wir freuen uns auf alles, was kommt. 

Diese Kolumne war für uns immer mehr als nur ein fester Veröffentlichungstermin. Sie war ein Ort für Gedanken, Skurriles, Diskussionen und manchmal einfach sehr persönliche Blicke auf unser gemeinsames Hobby. 

Ich möchte mich im Namen des gesamten Beeple-Netzwerks ganz herzlich bei allen bedanken, die diese Kolumne (und so vieles mehr) möglich gemacht haben – bei allen Autor:innen, Lektor:innen, Redakteur:innen, Organisator:innen und den Menschen im Hintergrund, die dafür gesorgt haben, dass all diese Texte überhaupt ihren Weg zu euch gefunden haben. 

Ohne euch gäbe es keinen einzigen dieser Texte. 

Aber ich bin sicher: Auch in Zukunft werden wir als Netzwerk nicht nur in unseren eigenen Medien sondern auch hier den einen oder anderen Text verfassen und uns kolumnistisch mit der Brettspielwelt beschäftigen. Nur eben nicht mehr verlässlich zum 30. des Monats. Sondern dann, wenn wir wirklich etwas zu sagen haben.

Also räumen wir auf. Quatschen noch ein bisschen. Leeren die Gläser. Und sagen „Auf bald!“ 

„Noch eine Runde?“

Nicht heute. Nicht so regelmäßig. Aber ganz bestimmt wieder.

Frederik Malsy, Der Boardcast
Das Beeple-Netzwerk

bt288 Brettspielsommer 2026

26. Juli 2026 um 10:51

Shownotes
Alexandra Kemmerer (Brettspielhamster, Spielkulturerbe) und Sonja Domke (Brettspielpoesie) plaudern über den Brettspielsommer 2026 mit den zwei großen Highlights der BerlinCon und der Spiel des Jahres-Verleihung.

Datum der Aufnahme: 25.07.2026
Online seit: 26.07.2026

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Epic Song by BoxCat Games

Im Rampenlicht: Cooper Island

10. Juli 2026 um 08:00

Cooper Island | Andreas Odendahl (Ode)| 60 – 120 Minuten | 2 – 4 Personen |Frosted Games/Pegasus Spiele

In Cooper Island versuchen die Spielenden eine Insel fernab ihrer alten Heimat zu kolonisieren und nehmen sich dabei jeweils einen Teil vor und erkunden diesen. Ausgelegte Landschaftsplättchen bieten dabei Ressourcen, die wiederum zur Ernährung der Arbeiter*innen, dem Handel oder dem Errichten von Gebäuden genutzt werden. Auf den Inseln müssen noch Barrieren entfernt, Statuen errichtet und Schiffe beliefert werden. Mit zwei Schiffen, die jeweils in entgegengesetzte Richtungen fahren, werden die Punkte markiert. Werden dabei kleinere Inseln überschritten, gibt es weitere Vorteile. Nach fünf Runden endet das Spiel und wer mit seinen Schiffen am weitesten fortgeschritten ist, gewinnt das Spiel. Soviel zur Setting und einigen Mechaniken, doch kann Cooper Island aus dem Jahr 2019 immer noch Spielende an den Tisch locken? Diese Frage beantworten einige Mitglieder des Beeple Netzwerk für sich im aktuellen Rampenlicht.

 

 

 

 

Fabian (Bretter Late Than Never)
Cooper, der Hund des Kapitäns, entdeckt nach langen Wochen auf See als erster wieder Land: eine unerforschte Insel, die umgehend nach ihrem Entdecker zu „Cooper Island“ benannt wird. Leider lässt die aktuelle Mission keine ausführliche Erkundung zu und man muss unverrichteter Dinge weitersegeln. Doch einige Jahre später sind wir inklusive Cooper zurück und das Abenteuer beginnt. Von diesem schönen Fluff-Text, der von Spielererfinder Odes realem und kürzlich leider verstorbenen tierischen Freund Cooper inspiriert wurde (der es übrigens auch auf eine Promo-Karte in Underwater Cities geschafft hat), bleibt in diesem knallharten, eigentlich ziemlich abstrakten Euro-Game am Ende nicht viel übrig. Trotzdem startet bei mir jede Partie mit dem Vorlesen dieser Einleitung, weil sie mir so gut gefällt. A propos lesen: Die Spielanleitung ist mit Abstand die beste, die ich bisher gelesen habe. Das Spiel selbst lässt dann Euro-Gamer-Herzen höher schlagen: Doppelhex-Teilchen in die Breite und (!) in die Höhe puzzeln, Ressourcen managen, Aufträge erfüllen, Fähigkeiten freischalten und ein paar der hart zu erarbeitenden Punkte verdienen, um zu gewinnen – ganz wunderbar. Ich freue mich schon auf meinen nächsten Trip auf die Insel. Bis dahin: Gute Reise, Cooper!
Mathias - Cliquenabend Mathias (Cliquenabend)
Ich weiß noch, dass ich meine erste Partie von Cooper Island auf meinem ersten Beeple Wochenende gespielt und das Spiel von Matthias Nagy erklärt bekommen habe (übrigens ein hervorragender Erklärer). Irgendwann – so nach etwa der Hälfte des Spiels – habe ich ihn gefragt, was denn ein gutes Ergebnis für die Erstpartie wäre. Ich meine mich zu erinnern, dass er „so um die 15 Punkte“ gesagt hat – ich hatte zu diesem Zeitpunkt eher so um die fünf und am Ende auch die genannte Punktzahl nicht erreicht. Dennoch hat es mich nicht davon abgehalten weitere Partien zu spielen und es wird endlich mal wieder Zeit Cooper Island auf den Tisch zu bringen. 
Sebastian (Solo Manolo) Sebastian (Solo Manolo)
Ich kenne kein anderes Euro-Spiel, bei dem man ähnlich hart dafür arbeiten muss, ähnliche wenige Siegpunkte zu erreichen. Und ich meine das als Kompliment. Darüber hinaus ist der Solomodus (vor allem für die „damalige“ Zeit) sehr innovativ und gut durchdacht. Ich hatte das Spiel zwar schon länger nicht mehr auf dem Tisch, aber es wird trotzdem permanenter Teil meiner Sammlung bleiben und ich freue mich, bald mal wieder gegen den Solo-Bot Cooper zu verlieren.
Dirk_Huesmann Dirk (Würfelmagier)
So wenig Sieg Punkte für so viel Arbeit. So lässt sich vielleicht das Spielgefühl von Cooper Island zusammenfassen. Selten habe ich so lange für so wenige Punkte gespielt und trotzdem das Gefühl gehabt, so viel zu gestalten. Das Spiel kommt mit relativ eingängigem Regelwerk daher, gerade zu viert ist aber wirklich viel los und einiges zu bedenken. Für mich eines der Euro Spiele, das mich sehr positiv überrascht hat. Schon länger nicht mehr gespielt. Wird mal wieder Zeit. Außerdem gab es einen coolen Solomechanismus.

 

Wenn Ihr Euch nun etwas intensiver mit Cooper Island befassen wollt, dann schaut Euch doch mal die folgenden verlinkten Artikel an:

Cliquenabend

bt287 Beeple Talk Sonderfolge von der Spiel doch! 2026 in Friedrichshafen

01. Juli 2026 um 08:00

Shownotes
Christian (Spielstil.net) und Oli (Spielevater.de) waren wieder in Friedrichshafen auf der SpielDoch! 2026. Dort haben sie mit Jan Nostheide, Pressesprecher vom Veranstalter der SpielDoch! geplaudert und Eindrücke ausgetauscht. Jan Nostheide gab unter anderem auch einen kleinen Einblick in Dinge, die hinter den Kulissen stattfinden.
Dazu noch Christians Flohmarkt-Outing und Olis Ersteindrücke der kleinen Skellig Neuheiten. Viel Spaß

Datum der Aufnahme: 13.06.2026
Online seit: 01.07.2026

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LETZTENS … die Beeple-Kolumne: Das unterschätzte Genre

30. Juni 2026 um 08:00

„Das ist doch ein Kinderspiel!“

Alexandra Kemmerer

Alex Kemmerer (Brettspielhamster)

Wir alle kennen dieses Sprichwort. Wir benutzen es, wenn etwas besonders einfach erscheint. Wenn eine Aufgabe keine Herausforderung darstellt. Wenn wir ausdrücken wollen, dass etwas kaum der Rede wert ist. Was im Sprichwort beginnt, spiegelt sich auch in der Brettspielszene wider, denn kaum ein anderes Genre wird so selbstverständlich ignoriert wie das Kinderspiel.

Jedes Jahr diskutieren wir in Podcasts, Blogs und in sozialen Medien darüber, welche Spiele für das Spiel des Jahres nominiert werden sollten. Ähnlich große Aufmerksamkeit wird dem Blick in die Glaskugel für das Kennerspiel des Jahres zuteil. Das Kinderspiel des Jahres hingegen? An dieser Stelle denke man sich bitte vielsagendes Grillenzirpen. Kaum jemand orakelt für oder verfasst Reaktionen auf die Nominierungen für den blauen Pöppel. Wir betonen regelmäßig, wie wichtig Nachwuchs für unser Hobby ist, schenken aber dem Genre, das für Kinder den ersten Zugang zum besten Hobby der Welt schafft, vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit. Irgendetwas passt hier nicht zusammen.

Nun haben nicht alle Brettspieler*innen regelmäßig mit Kindern zu tun. Wer keine Kinder im Umfeld hat, wird seltener zu Kinderspielen greifen. Das ist weder überraschend noch problematisch. Auffällig ist allerdings, wie schnell aus dieser Distanz Desinteresse wird. Während wir andere Nischen unseres Hobbys problemlos als Szenethemen anerkennen – auch wenn wir sie selbst nie spielen –, werden Kinderspiele eher als Randerscheinung behandelt. Vielleicht liegt das daran, dass Kinderspiele als einfacher, belangloser oder weniger interessant als „richtige“ Spiele wahrgenommen werden. Ich wurde auch schon dafür kritisiert, Kinderspiele in einem Familienpodcast besprochen zu haben. Das sei doch nicht interessant. Aha.

Ich will ja gar nicht leugnen, dass ich früher auch an Spieleregalen mit Kinderspielen vorbeigegangen bin. Seit mein Sohn jedoch alt genug ist, um regelmäßig mit uns zu spielen, hat sich mein Blick auf das Genre verändert. Ich habe festgestellt, welche kreative Schaffenskraft hinter vielen Kinderspielen steckt. Ich habe die Bedeutung klug designten Materials für mich neu entdeckt und beobachte fasziniert, wie unterschiedlich verschiedene Altersstufen sich dasselbe Spiel erschließen. Das brachte mich zu der Frage, warum wir die Diskussionswürdigkeit eines Spiels so häufig mit seiner Komplexität verknüpfen.

Dabei erfreuen sich gerade Spiele mit niedrigschwelligen Regeln auch im Erwachsenenbereich oft großer Beliebtheit. Flip 7 wurde 2025 für das Spiel des Jahres nominiert, monatelang diskutiert (zugegebenermaßen auch kritisch ob seiner geringen Komplexität) und landet weiterhin vielfach auf den Tischen vieler Brettspielabende. Gleichzeitig dürften viele von uns Topp die Torte!, den Kinderspiel-Gewinner desselben Jahres, weder gespielt noch genauer angeschaut haben – obwohl es spielerisch anspruchsvollere Entscheidungen verlangt.

Vielleicht verrät unser Umgang mit Kinderspielen am Ende weniger über die Spiele selbst als über die Brettspielszene. Wir verstehen uns gerne als offenes Hobby. Als Menschen, die neugierig auf neue Ideen, neue Mechanismen und neue Spielerlebnisse sind. Gleichzeitig ziehen wir erstaunlich schnell Grenzen zwischen Spielen, die wir für relevant halten, und solchen, die wir kaum eines Blickes würdigen. Dabei müssen gute Kinderspiele vieles von dem erfüllen, was wir sonst so schätzen: Sie müssen zugänglich sein, ohne banal zu werden. Sie müssen mit wenigen Regeln interessante Entscheidungen schaffen. Vor allem aber müssen sie Menschen mit wenig oder gar keiner Spielerfahrung zusammenbringen und gleichzeitig auch erfahrenen Spieler*innen Spaß machen.

Vielleicht ist das Grund genug, dem Kinderspiel zumindest dieselbe Neugier entgegenzubringen, die wir anderen Bereichen unseres Hobbys selbstverständlich schenken. Und vielleicht sollten wir beim nächsten Mal, wenn wir sagen: „Das ist doch ein Kinderspiel“, kurz darüber nachdenken, ob das nicht eigentlich ein Kompliment ist.

– Alexandra Kemmerer, Spielkulturerbe und www.brettspielhamster.de

bt286 Fragen über Fragen

20. Juni 2026 um 08:00

Shownotes
Was ihr schon über Oli (Alles außer Toplisten), Oli (spielevater.de) und Jan (Brettspielerunde.de) wissen oder vielleicht auch nicht wissen wolltet, wird in der aktuellen Folge vom Beeple-Talk geklärt. Einen Podcast mit 15 Fragen und überraschenden Antworten inklusive Lehrauftrag gibt es hier auf die Ohren.
Viel Spaß beim Hören wünschen wir euch

Datum der Aufnahme: 16.06.2026
Online seit: 20.06.2026

Feedback
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Über den Beeple Talk
Der Beeple Talk ist mit allen Episoden unter dem folgenden Link erreichbar. Ziel ist es, Episoden mit wechselnden Themen rund um Brett- und Kartenspiele zu machen. Zum beeple Talk treffen sich regelmäßig einige Mitglieder von Beeple, dem Brettspiel-Blogger-Netzwerk.
Beeple Talk – Der monatliche Podcast von Beeple – https://www.beeple.de

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beeple Chat
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Intro/Outro
Epic Song by BoxCat Games

Im Rampenlicht: Got Five!

10. Juni 2026 um 08:00

Got Five! | Yoann Levet | 15 Minuten | 8 Personen | Blue Orange Games/Asmodee

Got Five! fordert die Spielenden dazu auf die Zahlen auf fünf Plättchen zu erraten, die auf ihrem Ständer liegen. Jeder Hinweis, den sie im Laufe des Spiels erfragen, liefert ihnen wertvolle Informationen. Es liegt an ihnen, ihn optimal zu nutzen und das Spiel vor den gegnerischen Personen zu gewinnen! Diese Denksportaufgabe regt naturgemäß die grauen Zellen an, aber wärmt es auch die Herzen der Spielenden?! Zumindest eine große Anzahl an Mitgliedern des Beeple Netzwerks gibt in diesem Rampenlicht eine Meinung ab. Doch lest selbst:

 

 

 

Dirk Roos rund Dirk (Ablagestapel)
Mit Got Five bekommt man ein Deduktionsspiel ohne zuviel Fett am Knochen präsentiert. Mit einem schlanken Regelwerk und gerade mal zwei Aktionsmöglichkeiten pro Zug kommt man schnell ins Spiel. Man kann natürlich auch mal Glück (oder Pech) beim Ziehen der eigenen Zahlen haben und dann durch wenige Fragen schnell auf die Lösung kommen, allerdings sind die Runden so flott gespielt, man hängt einfach eine weitere Partie hintendran! Das Material ist hochwertig und unterstützt das Gameplay auf der Design-Ebene.
Oli (Alles außer Toplisten)
Got Five! ist das perfekte Knobelspiel. Emittele deine 5 Zahlen, in dem du Informationen ableitest. Dabei ünerzeugt mich Got Five! nicht nur durch die Aufgabe, sondern bietet mir einen hervorragenden Mix aus Sinnesfreude, gefüllter Zeit, Glück und Logik. Fünf ist Trümpf!
JäiDie (Alles außer Toplisten)
Got 5 ist für mich eine Achterbahn der Emotionen. Es ist leicht zugänglich und hat meiner Ansicht nach genau die Prise Glück, die ein Spiel braucht. Denn lasst euch nicht von den schönen bunten Steinchen in die Irre treiben. Got 5 ist ein knallhartes, wenngleich auch sympathisches Deduktionserlebnis, das Alt und Jung zu verbinden vermag..
Frederik Malsy Frederik (Boardcast)
Dieses Spiel ist für mich ein echter Leckerbissen des Jahrgangs. Sehr direkt, sehr pur und mit der richtigen Menge an Knobeligkeit. Simple Regeln, tiefer Spielspaß. Ein Manko und Kritikpunkt: Es hat – für ein Deduktionsspiel eher unpassend – Glückselemente. Mitunter kann ich nur aus Steinen wählen, die für mich keine relevanten Informationen bieten. Dadurch verschenke ich einen meiner ohnehin wenigen Züge in diesem Wettrennen. Wenn das mehrfach in einer Partie passiert, kann das schon enttäuschend sein. Ich vermute, das könnte auch ein Grund sein, warum es nicht auf der Empfehlungsliste zum „Spiel des Jahres“ gelandet ist. Weit weg kann es aber nicht gelandet sein, denn mir macht nach wie vor jede Partie von „Got Five!“ viel Spaß und ich empfehle es auch sehr gerne weiter.
Dominik (Brettspielgalaxie)
Auf der Spiel Doch in Dortmund hatte André es gespielt als ich zu ihm gestoßen bin. Mein erster Gedanke war „Was ist das denn für ein Schmarrn?“ Und dann wollte er auch noch, dass ich es einmal mitspiele… Zum Glück habe ich das gemacht. Schon lange hat ein Spiel mit so wenig Regeln einen so großen Reiz auf mich ausgeübt. Ganz egal, wie Spielerfahren, hier sind alle schnell dabei und nach den ersten 2-3 Partien, erkennt man noch ein paar kleine Kniffe, wie man noch schneller auf seine Zahlen kommt. Grandios.
André (Brettspielgalaxie)
Für mich persönlich stand Got Five! ganz weit oben im Rennen um das Spiel des Jahres. Mit Got Five! bekommen wir meiner Meinung nach ein super Einsteigerspiel in die Welt der Deduktionsspiele, welches aufgrund der super simplen Regeln problemlos für die ganze Familie geeignet ist.
Johannes Johannes (Brettspielministerium)
Tolles zugängliches Deduktionsspiel, das durch Optik und Haptik Menschen an den Tisch lockt. Dem gegenüber steht allerdings ein für dieses Genre untypisch hoher Glücksfaktor und ein immer gleicher Spielablauf. Langfristspaß erzeugt es bei mir deshalb nicht.
Dafne (Bretter Late Than Never)
Got Five! hat mich vor allem mit seinen einfachen Regeln begeistert. Innerhalb weniger Minuten kann man losspielen, und trotzdem steckt erstaunlich viel Taktik dahinter. Besonders gefallen hat mir aber die Optik. Die bunten Zahlensteine sehen auf dem Tisch einfach großartig aus und machen direkt Lust auf eine Partie. Das Spiel schafft es, mit wenigen Regeln spannende Entscheidungen zu erzeugen und bleibt dabei angenehm zugänglich. Ein schönes Beispiel dafür, wie ein einfaches Spielkonzept und ein tolles Design zusammen ein richtig gelungenes Spielerlebnis schaffen können.
Fabian (Bretter Late Than Never)
Got Five ist ein einsteigerfreundliches Deduktionsspiel mit Bingo-Charakter. Eingefleischte Logik-Deduktions-Profis wird der Glücksanteil und die nicht allzu große Deduktionstiefe vielleicht eher abturnen. Für alle Deduktionsfreunde, die auch ein kleines Zocker-Gen haben, ist es aber genau das Richtige! Es gewinnen nicht immer die besten Dedukteur*innen, aber das ist auch gut so. Absolutes Suchtpotential.
Georgios Profilbild Georgios (spielbar.com)
Knuffige Aufmachung, einstiegsfreundliche Deduktion, schnell gespielt. Gerade in der Familie mit deutlichen Altersunterschieden eine schöne, gemeinsame Beschäftigung.
Jürgen - Spielbar Jürgen (spielbar.com)
Mein Rekord liegt bei 3 (drei!) notwendigen Hinweisen, dann war das Rätsel geknackt. Aber das ist schon der Ausnahmefall und einer extrem günstigen Zahlenverteilung zuzuschreiben. Got Five! bringt alles mit, was ein großartiges Spiel liefern muss: Fantastisches Material, eine gute Spielanleitung und Spielspaß über viele Partien hinweg. Allesamt Gründe, dass wir das Spiel hier mal ins verdiente Rampenlicht stellen sollten.
Peer_Profil 600 Peer (spielbar.com)
Flockiges Deduktionsspiel mit niedriger Einstiegshürde. Bietet nicht die ganz harten Nüsse ähnlicher Spiele, aber gerade deshalb für Zwischendurch geeignet
Stephan (Brettspielkulturerbe)
Deduktion trifft auf Design. Got Five ist mechanisch pure Deduktion mit einem klaren Sudoku-Gefühl. Doch die herausragende Aufmachung, die wertigen Steine, das Spielertableau, auf dem man so selbsterklärend Erkenntnisse notieren kann, machen das Spiel für nahezu jeden zugänglich. Spannung kommt durch den Wettbewerb, als erster Lösen zu wollen, ohne zu viel zu raten. Ein Logik-Spaß, der immer wieder Freude bereitet.
Daniel (The Spielträumers)
Got Five ist eigentlich gar kein richtiges Deduktionsspiel, sondern eher ein einfaches und daher zugängliches Ausschließen von offenen (oder dreivierteloffenen) Informationen. Dennoch eine spannende Beschäftigung mit tollem Material, die man immer wieder dazwischen schieben kann. Ich frage mich allerdings, ob es eine langfristige Wirkung haben wird, denn nach einer Handvoll Partien hat man schon alles gesehen – zumal der Glücksfaktor nicht gerade klein ist.

 

Wenn Ihr Euch nun etwas intensiver mit Got Five! befassen wollt, dann schaut Euch doch mal die folgenden verlinkten Artikel an:

Alles außer Toplisten (Oli)

Brettspielbar (Jürgen)

Der Boardcast (Frederik) mit Bretter Late Than Never (Fabian)

spielbar.com (Peer)

LETZTENS … die Beeple-Kolumne: Ein Tag der Demokratie

30. Mai 2026 um 08:00
Jürgen Karla - spielbar.com

Jürgen Karla – spielbar.com

Letztens bin ich gefragt worden, ob ich mir vorstellen könnte, an einem „Tag der Demokratie“ mitzuwirken. Und zwar explizit unter dem Label „als brettspielender Mensch“. Was könnte man so tun an einem Tag der Demokratie mit dem Medium Brettspiel? Ein Vortrag wäre da wohl unspannend, eine Ausstellung für einen Tag nicht sinnvoll. Also dachte ich: wir könnten ja Brettspiele spielen, die eine Wirkung auf unser Zusammenleben und dessen Reflexion haben. Und dann habe ich mir mal Gedanken dazu gemacht.

Brettspiele sind für uns als Medienschaffende eine sehr umfassende und vielfältige Freizeitbeschäftigung. Und eine tolle: sie bringen Menschen an einen Tisch, schaffen Begegnungen zwischen unterschiedlichen Generationen, fördern Kommunikation und ermöglichen gemeinsame Erfahrungen und noch so vieles mehr. In einer Zeit, in der gesellschaftliche Debatten häufig digital, polarisierend und beschleunigt stattfinden, bieten Brettspiele einen analogen Raum für Austausch, Reflexion und in meinem Fall Kooperation (warum sollte ich Map Masters oder Endeavor kompetitiv spielen, wenn es eine kooperative Version/Variante gibt?). Gerade deshalb eignen sie sich in besonderer Weise für die Demokratie-Förderung. Sie können vielleicht sogar demokratische Prozesse erfahrbar machen, politische Zusammenhänge verständlich vermitteln und zentrale demokratische Kompetenzen fördern. Thematische Spiele wie Weimar oder Dindex zeigen beispielhaft, wie Brettspiele historische, politische und gesellschaftliche Themen aufgreifen und spielerisch zugänglich machen können.

Demokratie-Bildung verfolgt das Ziel, Menschen dazu zu befähigen, demokratische Werte zu verstehen, demokratische Verfahren anzuwenden und sich aktiv an gesellschaftlichen Prozessen zu beteiligen. Dabei geht es nicht allein um die Vermittlung von Wissen über politische Institutionen oder historische Ereignisse. Ebenso wichtig sind die Entwicklung von Urteilsfähigkeit, Empathie, Kompromissbereitschaft, Perspektivwechsel und die Fähigkeit zur konstruktiven Konfliktlösung. Genau an dieser Stelle besitzen Brettspiele meines Erachtens ein großes Potenzial.

Die Regeln als Basis des geordneten Zusammenlebens

In Brettspielen müssen natürlich Regeln eingehalten werden, damit sich alle Spielenden einbezogen führen, Entscheidungen gemeinsam getroffen und unterschiedliche Interessen ausgeglichen werden. Die Spielenden erleben, dass ein geordnetes Zusammenleben nur funktioniert, wenn sich alle an gemeinsam akzeptierte Regeln halten. Gleichzeitig erkennt man mitunter, dass Regeln diskutiert, interpretiert und gegebenenfalls verändert werden können. Damit spiegeln Brettspiele grundlegende Mechanismen demokratischer Gesellschaften wider.

Demokratie lebt vom Austausch unterschiedlicher Meinungen. In vielen Brettspielen müssen Spielende miteinander sprechen, verhandeln, argumentieren und Entscheidungen begründen. Wir lernen dabei, anderen zuzuhören und deren Sichtweisen zu berücksichtigen. Diese Fähigkeiten sind für demokratische Beteiligung unverzichtbar.

Ein praktisches Beispiel: Das Spiel Weimar beschäftigt sich mit der Geschichte der Weimarer Republik. Die Spielenden setzen sich mit den politischen Spannungen, den gesellschaftlichen Konflikten und den Herausforderungen auseinander, die letztlich zum Scheitern der Weimarer Republik führten. Anders als in einem Schulbuch werden historische Entwicklungen hier nicht nur gelesen, sondern in einem Modell erprobt. Entscheidungen, Machtverschiebungen und politische Dynamiken werden nachvollziehbarer. Die Spielenden erkennen, wie fragil demokratische Systeme sein können und welche Faktoren zu ihrer Stabilisierung oder Gefährdung beitragen. Und ich habe noch nie eine Partie Weimar erlebt, bei der die Nachbesprechung dessen, was gerade am Spieltisch passiert ist, nicht elementarer Bestandteil des Spielerlebnisses war.

Doch warum überhaupt ein „Tag der Demokratie“? Demokratie erscheint vielen Menschen als selbstverständlich. Ausgewählte, kuratierte (ggfs. historische) Spiele können verdeutlichen, dass demokratische Errungenschaften stets geschützt und weiterentwickelt werden müssen. Durch die aktive Beteiligung am Spiel entsteht häufig eine stärkere emotionale Verbindung zum Thema als durch reine Wissensvermittlung.

Und was machen wir nun? Im Moment ist der Gedanke, dass wir Spielrunden mit ausgewählten Spielen anbieten und anschließend vielleicht die „Nachbesprechung“ als Podcast aufzeichnen. Mal sehen – es ist noch ein Jahr, und vielleicht kommen noch ein paar Ideen hinzu.

– Jürgen Karla, www.spielbar.com

bt285 Zu zweit am Spieltisch

20. Mai 2026 um 08:00

Shownotes

Daniel Niemann und Ingo Schnieder (The Spielträumers) sprechen mit Jürgen Karla (spielbar.com, Brettspielbar) über den Trend der Zwei-Personen-Spiele und das Spielen zu zweit im Allgemeinen. Und dabei geraten sie wegen einer gewagten Vorhersage irgendwie immer wieder in grammatikalische Zeitschleifen…

Datum der Aufnahme: 09.05.2026
Online seit: 20. Mai 2026

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Über den Beeple Talk
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Beeple Talk – Der monatliche Podcast von Beeple – https://www.Beeple.de

X (Twitter)
Auf neue Episoden wird regelmäßig auf X hingewiesen
Beeple auf X – https://twitter.com/Beeple_Netzwerk

Podcast-Plattformen
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Beeple Chat
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Intro/Outro
Epic Song by BoxCat Games

Im Rampenlicht: Naishi

10. Mai 2026 um 08:00

Naishi | Mathieu Bieri & Alex Fortineau | 20 Minuten | 2 Personen | Board Game Circus

In Naishi werden die Spielenden versuchen, ihren japanischen Staat so effizient wie möglich zu verbessern. Sie können die Position ihrer Karten jedoch nicht beliebig ändern. Sie müssen die Karten in ihrer Hand und in ihrem Tableau durch Karten aus dem zentralen Fluss ersetzen und dabei ihre Position respektieren. Sie haben auch die Möglichkeit, ihre Abgesandten zu schicken, um Staaten neu zu organisieren, neue Möglichkeiten zu schaffen oder die gegnerische Person zu einem Handel zu zwingen. Zwei-Personen-Spiele sind in den letzten Jahre stärker in den Fokus gerückt und zu einem kleinen Trend in der Szene geworden. Warum Naishi aus diesen durchaus heraussticht, erklären einige Mitglieder des Beeple Netzwerks im aktuellen Rampenlicht.

 

 

Oli (Alles außer Toplisten)
In Naishi gilt: Was im Raster liegt, das liegt und bringt Punkte. Die eigentliche Aufgabe ist es somit, die unterschiedlichen Karten mit den verschiedenen Wertungen an ihre beste Position zu tauschen. Das japanische Thema, das um das 2-Personen-Spiel gestrickt wurde, macht mich in dem Gerangel um die meisten Punkte zwar nicht zur namensgebenden Hofdame, sorgt aber dafür, dass ich das Duell mit meinem Gegenüber durchaus einen Touch von historischem Fernost spüre.
Frederik Malsy Frederik (Boardcast)
Naishi begeistert mich mit ganz viel Spiel in einer kleinen Schachtel. Der Kniff, dass ich einen Teil der Auslage meines Gegenübers kenne und somit eine Idee habe, was er oder sie vorhat, gleichzeitig aber die Hand eben nicht kenne, bringt taktische Tiefe und spannende Entscheidungen. Die Aktionsplättchen, die mich Karten innerhalb einer Auslage und miteinander tauschen lassen, sind immens wichtig und hier braucht es ein gutes TIming, um oft entscheidende Karten auf der Hand zu bunkern und erst spät in die offene Auslage zu bringen. Ich habe etliche Partien gespielt und freue mich auf jede weitere. Mit diesem Spiel konnte ich schon einige Kennerspieler:innen begeistern und habe es schnell zur Hand, wenn ich eine spannende Zweierpartie spielen möchte. Herausheben möchte ich noch die exzellente graphische Gestaltung und die Bildsprache, die – nach anfänglichem Kennenlernen – schnell keine Fragen mehr offen lässt. Auch mit kleiner Erweiterung im Kartenbooster ein Kleinod des aktuellen Jahrgangs.
Dafne (Bretter Late Than Never)
Naishi ist ein großartiges 2-Spieler-Spiel, das zeigt, dass gute Spiele kein großes Format brauchen. Trotz der kleinen Schachtel fühlt es sich wie ein „richtiges“ Spiel an und bietet jedes Mal ein rundes Spielerlebnis. Die Regeln sind einfach und schnell erklärt, und da es keinen Text auf den Karten gibt, kann man sofort losspielen – ganz ohne Sprachbarrieren. Es ist klar, direkt und schnell aufgebaut, bietet aber trotzdem genug Entscheidungen für ein spannendes Spiel.
Fabian (Bretter Late Than Never)
Naishi ist ein 2-Personen-Duell-Spiel, das seinesgleichen sucht. Nicht nur, weil es ein außergewöhnlich gutes Spiel ist, sondern auch, weil es einfach ein sehr außergewöhnliches Spiel ist. Die Art und Weise, wie die Regeln die Spieler*innen einschränkt, führt dazu, das sich jeder Zug entscheidend anfühlt. Im richtigen Moment die Taktik anpassen, eine der wertvollen Zusatzaktionen auslösen oder doch dem Gegner die für seine Strategie wichtige Karte vor der Nase wegschnappen: Naishi bietet kleine, aber wertige Entscheidungen in einer ca. 15-minütigen Partie, auf die nicht selten eine zweite und dritte folgen.
Jürgen - Spielbar Jürgen (spielbar.com)
Tja, in 2026 müsste die Jury für das Spiel des Jahres eigentlich eine eigene Empfehlungsliste für 2-Personen-Spiele veröffentlichen, so viele tolle Sachen gab es da in dieser Saison… Und Naishi? Das wäre in solch einer Liste weit oben mit dabei. Vielleicht sogar an der Spitze vertreten. Jeder Spielzug und jede Entscheidung tragen zum Ergebnis bei. Damit fühlt sich jeder Spielzug wichtig an. Das Kribbeln steigert sich dann noch massiv, wenn die Sonderfunktionen im Spielverlauf in Betracht gezogen werden. Naishi ist feinste Kost für Kennerspieler und gehört in jede Sammlung.

LETZTENS … die Beeple-Kolumne: Lorcana Booster & Community

30. April 2026 um 08:00
Sonja - Brettspielpoesie

Sonja Domke

Letztens wurde ich dafür kritisiert, dass ich als Medienschaffende auf meinen Kanälen über das Trading Card Game (TCG) Disney Lorcana aus dem Hause Ravensburger berichte. Es war eine grundsätzliche Kritik an Trading Card Games, bei denen man viel Geld für Booster ausgeben kann, um trotzdem nicht die gewünschten Karten zu bekommen. Auch ich habe erst später eingesehen, dass es oft günstiger ist, bestimmte Karten auf dem Zweitmarkt direkt zu kaufen, als darauf zu hoffen, dass man sie zufällig zieht. 

Booster mit zufälligen Karten zu öffnen ist einerseits spannend, weil man immer hofft, dass besonders seltene Karten enthalten sein könnten. Andererseits kostet jeder Booster Geld, und so kann es auch schnell problematisch werden, wenn man immer wieder Booster kauft, weil man immer denkt, im nächsten muss doch mal was Ordentliches dabei sein, obwohl man das Geld eigentlich anders investieren müsste. Besonders jüngere Personen kann dies in eine Sucht und letztendlich in finanzielle Probleme treiben. Das war damals der Grundsatz der Kritik.

Lebhafte Community

Doch ich habe es auch anders erlebt. In Braunschweig ist eine Community entstanden, die sich wöchentlich trifft, um sich in diesem Kartenspiel zu duellieren. Und dabei trifft man auf ganz unterschiedliche Personen, mit denen ich sonst vermutlich nur wenige Berührungspunkte hätte. Der verbindende Punkt ist häufig die Liebe zu Disney-Filmen, manches Mal aber auch einfach nur der Spaß am Duell-Kartenspiel. Dabei sind Schüler, Studenten, aber auch erwachsene Personen, die mitten im Leben stehen und teilweise eigene Kinder haben. Und diese Kinder werden durch Lorcana auf jeden Fall vom digitalen Medien weggelockt. Auch wenn sie meist etwas auf die elterliche (finanzielle) Unterstützung angewiesen sind, wenn es darum geht, konkurrenzfähige Decks zusammenzustellen.

Allerdings muss auch mit solchen Decks das Spielen gelernt sein. Und wer immer wieder, auch mit ganz unterschiedlichen Decks, erfolgreich ist, der beweist, dass er das Spiel verstanden hat und gut spielen kann. Sowie Lewin, der es vor zwei Wochen in Leipzig beim Lorcana Challenge Championship Qualifier am ersten Tag auf Platz 1 geschafft hat und somit den zweiten Tag im Livestream beginnen durfte.

Ich selbst bin beim Deckbau und auch beim Spielen längst nicht so erfolgreich. Alle Decks, die ich mir ganz alleine zusammengebaut habe, haben nicht gut funktioniert. Deswegen bin ich dazu übergegangen mich von anderen, erfolgreichen Decks inspirieren zu lassen, auch wenn ich diese immer noch anpasse. Denn einfach nur Decks nachzubauen, fühlt sich für mich nicht richtig an. Als Brettspielerin bin ich es gewohnt, Spielmechanismen zu erlernen und eigene Strategien zu entwickeln. Dies gelingt mir bei Lorcana aus zwei Gründen nicht so gut: Erstens weil die guten Karten mir häufig viel zu teuer sind, zweitens weil ich eben nicht nur Lorcana spiele, sondern auch viele andere Spiele und regelmäßig neue Regeln lerne. Während andere sich tagtäglich mit Lorcana, aktuellen Meta-Decks, Spielstrategien und allem drumherum beschäftigen. 

Auch wenn ich nicht immer erfolgreich dabei bin, mag ich die Treffs, um mich mit anderen auszutauschen. Ich erlebe gerne, welche Decks die anderen spielen und mir gefällt, wie man sich gegenseitig wertschätzt und Spielzüge der anderen lobt oder gemeinsam Ideen zur Optimierung von Decks ausarbeitet. Erfahrungen, die ich ohne Disney Lorcana wohl nie gemacht hätte.

– Sonja Domke, www.brettspielpoesie.de

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