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Brettspiel Schnäppchen bei Amazon – 11. September 2026
Heute sind es nicht viele Spiele, aber dafür sind bei einigen die Preise ordentlich gepurzelt. Schaut mal, ob was für euch dabei ist. Anmerkung Preise im Rahmen von Amazon Prime ohne zusätzliche Transportkosten. Mit den Affiliate Links unterstützt ihr die Arbeit der Brettspielbox. Solltet ihr also nicht die Möglichkeit haben, euren Brettspielhändler vor Ort zu unterstützen, […]
Video – Brettspiel News vom 11. September 2026
Hier sind die Brettspiel News. Ich habe ein paar Infos in den verschiedenen Clustern zusammengetragen. Heute wieder einiges dabei für jeden. VIDEO Inhalt ■ in eigener Sache■ News (CMON, Jogo do Ano 2026, Spielend für Toleranz, Asmodee Recruiting, Digital)■ Veranstaltungen (SPIEL 2026, Amigo Spielefest)■ Crowdfunding (Micro Empires, Phantom Epoch, Trails of Maya, Everdell Journey, Catvale)■ […]
5 Minute Dungeon
Hindernis!
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Ein Spiel dauert 5 Minuten. Maximal. Denn solange haben wir gemeinsam Zeit, den Boss zu bekämpfen. Und diese 5 Minuten haben es in sich. Nachdem wir unseren Gegner ausgewählt haben, können wir auf der Rückseite angucken, wieviele Quest- und Dungeonkarten er für welche Schwierigkeitsstufe bekommt. Schwieriger bedeutet mehr Karten, denn wir haben später ja nur 5 Minuten.
Dann mischen wir unsere Heldenkarten, von denen jeder Spieler 40 hat. Bei 4 Mitspieleren bewaffnen wir uns dann mit drei Handkarten. Nun starten wir den Timer mit 5 Minuten, drehen die erste Karte vom Boss um und los geht es …
Auf den meisten Karten des Bosses befinden sich Symbole, die wir auch auf unseren Handkarten haben. Und dann müssen wir gemeinsam diese Symbole in Summe legen, damit wir alles abräumen und die nächste Karte beim Boss aufdecken dürfen. Immer wenn wir eine oder mehrere Karten legen, dürfen wir gleich auf unser Handkartenlimit nachziehen. Aber hektisch ist es schon.


Das hört sich jetzt trivial an. Aber wir haben in Summe jeder nur 40 Karten und der Einsatz der Sonderaktion kostet drei Karten. Und wenn ein Spieler viele Gegnerkarten teuer oder alleine besiegt, hat er später keine mehr. Es muss also kooperativ auch darauf geachtet werden, dass man alle Spieler gleichmäßig im Spiel hält.


Fazit:
2018 wurde dieser Bossbattler zum Spiel des Jahres nominiert, gewonnen hatte Azul. 2025 zeigte Connor Reid mit One-Hit Heroes, dass ihm Dungeon schon sehr liegen.
In den bis zu 5 Minuten kommt erfreulich viel Interaktivität auf, teilweise natürlich auch Hektik. Und man muss auch zwischendurch mal schnell prüfen, welche Dungeonkarten des Bosses man günstig beseitigen kann, um Karten zu sparen und nicht zu viele Sonderaktionen durchzuführen. Und natürlich kommt es vor, dass mehrere Spieler zeitgleich Karten spielen und somit zu viele Karten opfern. Kommunikation ist also auch wichtig.
Stubenscore: 7,3 / 10
5 MINUTE DUNGEON
BoardGameGeek
Brettspiel (getestet)
Boss Fighters QR
Pegasus Spiele, 2025
Autoren: Michael Palm & Lukas Zach
2–4 Spieler:innen, ab 10 Jahre, 40–60 Minuten
Der Boss holt zum Angriff aus. Eine Person steht ohnehin schon ziemlich schlecht da, der nächste Treffer könnte reichen. Also erst heilen? Vielleicht lieber den Schild des Bosses brechen. Oder nutzt jemand die Gelegenheit für einen starken Angriff, bevor sich die Situation wieder verändert? Ihr besprecht die Reihenfolge, verteilt Aufgaben und dann reagiert der Boss auf eine gespielte Karte ganz anders als erwartet. Solche Momente tragen „Boss Fighters QR“. Zwei bis vier Spieler:innen treten gemeinsam gegen insgesamt zehn Bosse an. Dabei übernimmt eine App die Gegenseite. Das klingt zunächst nach einem Brettspiel, bei dem das Smartphone eben noch ein paar Werte verwaltet. Tatsächlich geht die Idee deutlich weiter. Die Bosse reagieren auf eure Karten, verändern ihr Verhalten und halten Fähigkeiten bereit, deren Funktionsweise ihr zunächst gar nicht vollständig kennt. Ihr müsst sie lesen lernen. Ein Angriff, der gerade noch hervorragend funktioniert hat, kann eine Reaktion provozieren. Bestimmte Fähigkeiten kehren in einem Rhythmus wieder. Andere treten erst unter bestimmten Bedingungen auf. Selbst wenn ihr glaubt, einen Boss verstanden zu haben, bleibt genug Unsicherheit, damit der Kampf nicht einfach zu einer abgearbeiteten Rechenaufgabe wird. Für mich ist genau das die stärkste Idee des Spiels. Die App simuliert keinen Mitspieler und versucht auch nicht, ein Computerspiel auf den Tisch zu zwingen. Sie übernimmt genau den Teil, der analog nur mit erheblichem Verwaltungsaufwand funktionieren würde: einen Gegner, der auf das Verhalten der Gruppe reagieren kann. Und erstaunlicherweise fühlt sich das ziemlich selbstverständlich an.
Zu Beginn stellt jede Person einen Charakter aus Held und Klasse zusammen und erhält daraus ihr eigenes Kartendeck. Im Kampf hält jede Person mehrere Aktionskarten auf der Hand. Damit wird angegriffen, unterstützt, verteidigt oder geheilt. Später kommen weitere Möglichkeiten hinzu. Der Boss kündigt zunächst an, wen er angreifen will und wie heftig der Treffer ausfallen könnte. Dann seid ihr am Zug. Schon hier beginnt die eigentliche Partie. Wer sollte zuerst handeln? Kann jemand den Angriff des Bosses ausreichend abschwächen? Lohnt sich der starke Angriff jetzt oder braucht eine andere Person dringend Unterstützung? Wer bekommt den Heiltrank? Und ist es wirklich klug, genau diese Karte zu spielen, wenn ihr inzwischen vermutet, dass der Boss darauf unangenehm reagieren könnte? Bei uns wurde darüber praktisch durchgehend gesprochen. Die Kooperation besteht nicht darin, dass vier Leute nebeneinander möglichst gute Karten ausspielen. Die Reihenfolge der Aktionen ist wichtig, Fähigkeiten greifen ineinander und ein schlecht vorbereiteter Angriff kann eine Gelegenheit verschenken. Das gefällt mir besonders gut, weil die Kommunikation einen konkreten Anlass hat. Man stimmt sich nicht ab, weil ein kooperatives Spiel eben vorsieht, dass man miteinander redet. Man braucht die anderen. Die gespielten Karten werden über ihre QR-Codes von der App erkannt. In unseren Partien funktionierte das völlig problemlos. Nach kurzer Zeit war das Scannen kein besonderer Vorgang mehr. Karte zeigen, Reaktion abwarten, weiterspielen. Das Smartphone wurde damit tatsächlich zu einem Bestandteil des Spielsystems und nicht zu einer technischen Unterbrechung. Nach den Aktionen schlägt der Boss zurück. Statusveränderungen und spätere Sonderregeln verschärfen die Situation zusätzlich. Sinkt auch nur eine Spielfigur auf null Lebenspunkte, ist der Kampf verloren. Dadurch interessiert euch nicht nur der Lebensbalken des Bosses. Ein einzelnes angeschlagenes Gruppenmitglied kann zum entscheidenden Problem werden. Ein Heiltrank, den man noch etwas aufsparen wollte, sieht plötzlich sehr wertvoll aus. Besiegte Bosse bringen neue Karten und weitere Fähigkeiten. Das eigene Deck entwickelt sich weiter, gleichzeitig ziehen auch die Gegner an. Diese Entwicklung ist spürbar. Besonders schön finde ich, dass eine funktionierende Strategie dadurch nicht automatisch zur Dauerlösung wird. Eine starke Kartenkombination nutzt man natürlich gerne wieder. Beim nächsten Boss kann genau diese Kombination aber plötzlich viel weniger nützen. Das verhindert nicht jede Wiederholung. Gute Angriffe bleiben gute Angriffe und Lieblingskarten landen nicht zufällig immer wieder gerne auf der Hand. Bei einem Spiel, dessen Kern aus wiederholten Bosskämpfen besteht, gehört das für mich allerdings dazu. Wichtiger ist, dass sich die Frage verändert, wann und gegen wen diese Karten sinnvoll sind.
„Boss Fighters QR“ lebt für mich vor allem von seinem Gegnerdesign. Ein Boss ist nicht einfach ein großer Stapel Lebenspunkte mit wechselnden Angriffswerten. Man beobachtet ihn. Man probiert etwas. Man glaubt, eine Regel erkannt zu haben. Dann passiert etwas, das den bisherigen Plan durcheinanderbringt. Gerade diese kleinen Überraschungen haben unsere Kämpfe interessant gehalten. Es reicht nicht, irgendwann die stärksten Karten im Deck gefunden zu haben und sie fortan möglichst effizient herunterzuspielen. Der jeweilige Boss bestimmt, was gerade wertvoll ist. Damit entsteht eine schöne Form von gemeinsamem Tüfteln. „Was löst diese Reaktion aus?“ ist manchmal mindestens so wichtig wie „Wie richten wir möglichst viel Schaden an?“ Dass die App dabei so unauffällig funktioniert, ist entscheidend. Würde jeder zweite Scan scheitern oder müsste ständig jemand das Gerät bedienen, wäre die ganze Idee erheblich schwächer. Bei uns trat genau das nicht ein. Die Technik verschwand weitgehend hinter dem Spiel. Ich bin bei appgestützten Brettspielen grundsätzlich besonders daran interessiert, ob die digitale Ebene etwas ermöglicht, das analog wirklich fehlen würde. Hier lautet die Antwort klar: ja. Einen Gegner mit diesen Reaktionen ohne App abzubilden, würde wahrscheinlich Tabellen, Kartenstapel oder andere Verwaltungsmechanismen benötigen. Hier scannt man eine Karte und bekommt unmittelbar die Antwort. Das bringt Tempo in die Kämpfe. Noch wichtiger ist aber die Kooperation. Gerade zu viert hatten wir ständig etwas zu besprechen. Angriffsreihenfolge, Heilung, Schutz, verfügbare Karten: Die Gruppe versucht gemeinsam, aus ihren Möglichkeiten einen Zug zu bauen, der nicht nur auf dem Papier stark aussieht, sondern auch zur aktuellen Situation passt. Natürlich steckt darin auch eine mögliche Grenze. Wer kooperative Spiele nicht mag, bei denen sehr viel offen besprochen wird, dürfte hier wenig Freude haben. Ebenso wenig würde ich das Spiel einer Gruppe empfehlen, die ihre Züge lieber unabhängig voneinander plant. Der gemeinsame Kampf ist kein Rahmen um vier Einzelspiele. Er ist das Spiel. Auch hinsichtlich der Schwierigkeit hat das für uns gut funktioniert. Wir hatten Kämpfe, die wir mit ordentlichem Polster gewonnen haben. Andere wurden knapp. Und manchmal war beim ersten Versuch Schluss. Diese Schwankung passt hier hervorragend. Eine Niederlage fühlt sich nicht automatisch nach verlorener Zeit an, weil man gleichzeitig etwas über den Boss gelernt hat. Beim nächsten Versuch geht man mit einer anderen Idee hinein. Dazu lassen sich die Kämpfe auf vier Schwierigkeitsstufen einstellen. Wer nach einer Niederlage keine Lust auf denselben Widerstand hat, kann also problemlos etwas herunterregeln. Umgekehrt lässt sich die Herausforderung erhöhen, wenn die Gruppe zu sicher durchmarschiert. Das ist für mich die angenehmere Lösung als ein fest vorgegebenes Niveau, bei dem eine Gruppe irgendwann entweder hängen bleibt oder unterfordert ist. Die Weiterentwicklung zwischen den Kämpfen motiviert ebenfalls. Neue Karten verstärken das Deck und erweitern die Möglichkeiten. Gleichzeitig bekommt man nicht das Gefühl, den Bossen irgendwann einfach davonzuleveln. Sie werden selbst trickreicher. Der Fortschritt verschiebt damit die Möglichkeiten, ohne den Kern des Spiels auszuschalten.
Beim Material gibt es wenig zu beanstanden. Es ist solide verarbeitet, die Gestaltung passt zur leicht überzeichneten Fantasywelt und unterstützt den Charakter der unterschiedlichen Helden und Gegner. Besonders gefallen mir die Lebenspunktscheiben. Sie sind ein kleines Detail, funktionieren aber schneller und angenehmer, als ständig Zahlen in der App anzupassen. Vielspieler:innen, die bei jedem Zug einen riesigen strategischen Entscheidungsbaum erwarten, sollten trotzdem wissen, worauf sie sich einlassen. Die einzelnen Kartenaktionen bleiben grundsätzlich gut erfassbar. Die Tiefe entsteht weniger aus komplizierten Einzeleffekten als daraus, gemeinsam auf einen unbekannten Gegner zu reagieren. Genau deshalb würde ich das Spiel vor allem Gruppen empfehlen, die kooperative Spiele mögen und gerne miteinander diskutieren. Wer Freude daran hat, einen Gegner zu beobachten, erste Vermutungen aufzustellen und nach einer überraschenden Reaktion den Plan noch einmal umzubauen, bekommt hier sehr viel geboten. Wer dagegen Apps am Spieltisch grundsätzlich ablehnt, wird offensichtlich nicht glücklich. Die digitale Komponente lässt sich nicht wegdenken. Sie ist keine Ergänzung, sondern Voraussetzung. Mich stört das hier überhaupt nicht. Im Gegenteil: Selten wirkt eine App in einem Brettspiel so sehr wie ein Mechanismus und so wenig wie zusätzliche Technik. Nach mehreren Abenden und einigen besiegten Bossen war bei uns jedenfalls nicht das Gefühl da, nun genug davon gesehen zu haben. Eher wartet noch die Frage, was der nächste Gegner wieder anders macht. Und genau diese Neugier ist für einen Boss-Battler vielleicht das beste Kompliment.
Brettspiel Neuheiten – Herbst 2026: Ravensburger
Zweimal Labyrinth. Einmal als Luxus 3D Ausgabe und einmal in Kombination mit Carcassonne. Dazu gibt es noch einige andere Brettspiel Neuheiten aus dem Haus Ravensburger zum Herbst 2026. Carcassonne Labyrinth Autoren: Max J. Kobbert, Klaus-Jürgen Wrede ◾ Grafik: Marcel Gröber, Franz-Georg Stämmele ◾ Anzahl: 1–4 ◾ Dauer: ca. 30 Min. ◾ Alter: ab 8 Jahren Carcassonne Labyrinth verbindet zentrale Elemente von Das verrückte Labyrinth und Carcassonne in einem eigenständigen […]
Ninety Nine
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Teilzeithelden

- NEWS: Magic: The Gathering – Exklusive Preview des Fatehold Chronologist aus Reality Fracture
NEWS: Magic: The Gathering – Exklusive Preview des Fatehold Chronologist aus Reality Fracture
Heute zeigen wir euch das exklusive Preview des Fatehold Chronologist aus Reality Fracture, der kommenden Erweiterung für Magic: The Gathering. Der Bird Wizard gehört zur Fatehold-Schule und nutzt die zurückkehrende Prepare-Mechanik. Sein zusätzlicher Zauber „Peer Review“ erzeugt einen Kreaturenspielstein und lässt euch Überwachen 1 anwenden.
Dieser Beitrag wurde von Markus Kastell geschrieben
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Brettspiel-News.de - Magazin für Brettspieler

- Cola Wars: Warum steht ein 4,4-bewertetes Spiel auf Platz 1 der BGG-Hotness?
Cola Wars: Warum steht ein 4,4-bewertetes Spiel auf Platz 1 der BGG-Hotness?
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Die BGG-Hotness misst Aktivität, nicht Qualität: Cola Wars liegt wegen einer KI-Kunst-Kontroverse um seine laufende Crowdfunding-Kampagne ganz oben - bei einer Bewertung von nur 4,4 von 10.
Cola Wars thront aktuell auf Platz 1 der Hotness-Liste von BoardGameGeek (BGG). Das ist auf den ersten Blick erstaunlich, denn die durchschnittliche Bewertung des Spiels liegt bei mageren 4,4 von 10 Punkten. Wer beide Zahlen nebeneinanderlegt, wundert sich zu Recht. Die Erklärung steckt weniger im Spiel selbst als in einer Kontroverse, die vor wenigen Tagen durch die Community fegte: dem Vorwurf, die Kampagne nutze unerklärte KI-generierte Kunst.
Die Hugo-Awards 2026 – Alle Romane auf einen Blick – Aufarbeitung und Neuanfang
Nach Skandalen, Manipulationsversuchen und wachsender Kritik stehen die Hugo Awards 2026 im Zeichen von Reformen und Aufarbeitung. Doch welche Geschichten konnten die Wähler*innen in diesem Jahr überzeugen? Wir werfen einen Blick auf die sechs nominierten Romane und auf den Titel, der am Ende den begehrten Preis gewann.
Dieser Beitrag wurde von Julie Tabea Fiona Wolz geschrieben
Deutscher Spiele Preis 2001 – Welches ist heute das beste Spiel?
Im Jahr 2001 gab es einen Gewinner, der inzwischen zum absoluten Klassiker geworden ist, aber dahinter sieht es eher mau aus, wie ich finde. Welches Spiel beim Deutschen Spiele Preis 2001 den Sieg geholt hat und was meiner Meinung nach heute das beste Spiel der damaligen Top 10 ist, erfahrt ihr im Folgenden. Ich bin […]
Der Beitrag Deutscher Spiele Preis 2001 – Welches ist heute das beste Spiel? erschien zuerst auf Abenteuer Brettspiele.
Flossenschlag
Wie es auf dem Titel der Box schon angekündigt ist, ist Flossenschlag ein Spiel aus der Flügelschlag-Familie (Flügelschlag, Schwingenschlag). Flügelschlag, das Kennerspiel des Jahres 2019, ist ein großer Hit und erhält 2026 nicht nur die vierte Erweiterung zum Grundspiel, mit Schwingenschlag und eben Flossenschlag gibt es weiterhin zwei an die Mechanik von Flügelschlag angelehnte eigenständige Titel und um eben jenes Flossenschlag soll es in diesem Text gehen. Auch wenn viele Lesende bereits Flügelschlag kennen mögen, möchte ich Flossenschlag über den bloßen Vergleich hinaus vorstellen. Für eine Herausstellung der Unterschiede bitte einfach zum drittletzten Abschnitt springen. :-D
Bei Flossenschlag wird euch ein kartenbasiertes Brettspiel für 1-5 Personen geboten, welches vom Anspruch imho an der Grenze zwischen Familien- und Kennerspiel einzuordnen ist. Im Solospiel spielt man Flossenschlag mit einem sogenannten Nautoma. Gespielt werden vier Spielrunden in denen man durch das Spielen von Fischkarten und das Ausführen von Aktionen die meisten Siegpunkte generieren will. In Zugreihenfolge seit ihr abwechselnd an der Reihe und führt Aktionen auf eurem eigenen Tableau aus. Vier verschiedene Aktionsmöglichkeiten gibt es und insgesamt sechs Aktionen macht man pro Runde. Am Ende jeder Runde werden dann noch Punkte für Rundenziele vergeben. Am Spielende zusätzlich noch Punkte für Dinge wie Karten und gesammelte Plättchen.
Das eigene Tableau ist in drei Spalten gegliedert, welche Meeereszonen darstellen. Zusätzlich ist jede Spalte auch noch einmal in drei verschiedene Meerestiefen unterteilt. Diese Bereiche bieten insgesamt Platz für das Auspielen von 24 Fischkarten. Eben jenes Auspielen von Fischkarten ist auch eine der vier Aktionsmöglichkeiten. Ihr startet das Spiel mit jeweils fünf Fischkarten, welche offen und für alle Mitspielenden ersichtlich vor euch ausliegen. Beim Auspielen von Fischkarten sind einerseits Restriktionen zu beachten: Fische können teilweise nur in bestimmte Zonen oder Tiefen gespielt werden oder auch nur auf kleinere Fische. Andererseits muss das Auspielen der Karten auch bezahlt werden. Dies geschieht in der Regel durch das Abgeben von Fischkarten. Es kann aber auch sein, dass man Ei-, Jungfisch- oder Schwarmplättchen zum Auspielen bezahlen muss. Manche Fische bringen beim Auspielen einen Einmaleffekt. Die meisten Fische haben aber Dauereffekte, welche Auswirkungen auf zukünftige Aktionen haben.
Eben jene Aktionen löst ihr durch das Einsetzen von Taucherfiguren aus. Dies ist auch schon beim Auspielen von Karten so. Hier werden die Taucher nur einfach am oberen, linken Tableaurand platziert. Für die sechs Aktionen der Runde habt ihr folglich sechs Taucher. Neben dem Auspielen von Karten kann man die Taucher aber eben auch in den drei Meereszonen abtauchen lassen. Hierbei werden dann alle ausliegenden Karten und Zonenboni von oben nach unten in Reihenfolge abgearbeitet. Jede der drei Spalten hat dabei einen eigenen Schwerpunkt (Karten ziehen, Eier legen, Schlüpfen von Eiern sowie Bewegung von Fischplättchen). Neben den Kartenaktionen erhaltet ihr noch Zusatzeffekte, wenn in Meerestiefen mindestens eine Fischkarte liegt sowie am Ende eines Tauschgangs einen Boni, wenn es der erste Taucher in der Spalte war.
Ziel der ganzen Angelegenheit ist es so zu agieren, dass ihr möglichst gut den Rundenzielen entsprecht und Synergien zwischen euren Fischkarten aufbaut. Weiterhin gibt es auch noch Fischkarten, welche Bedingungen für bestimmte Siegendpunkte haben. Dies können Plättchen sein oder spezielle Symbole auf Fischkarten, welche ihr vorzuweisen habt. Sehr siegpunktträchtig ist es auch Schwarmplättchen zu erlangen. Diese bilden sich immer, wenn drei Jungfischplättchen auf einem Tableaufeld zusammenkommen. Jungfische schlüpfen wiederum aus Fischeiern. Ein nicht unerheblicher Teil des Spielgeschehens macht deshalb die geschickte Platzierung von Eierplättchen sowie das anschließenden Bewegen der geschlüpften Jungfische aus.
Flossenschlag unterscheidet sich meines Ermessens am ehesten dadurch von Flügelschlag, dass ein nicht mehr so krasses Kombobuilding möglich ist. Ich habe dieses Jahr die Regvor der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft im Brettspiel mitgespielt und Flügelschlag war eines der vier Spiele. Was man da teilweise gesehen hat war krass (Stichwort Unterschieben von Karten). Dies halte ich bei Flossenschlag so für nicht möglich. Weiterhin spielt bei Flossenschlag auch noch eine beträchtliche logistische Komponente mit rein, welche es bei Flügelschlag nicht gibt. Reduziert wurde auch die Anzahl der Ressourcen. Hier gibt es nun kein Futter mehr. Dafür zahlt man mit Eiern, Jungfischen, Schwärmen und Fischkarten. Auch neu ist, dass man einen persönlichen Ablagestapel hat, aus dem man auch wieder Karten heraus recyclen kann. Abgespielte Karten gehen also nie an die Mitspielenden verloren.
Mit bis zu drei Personen spielt sich Flossenschlag sehr flott und ist mit ein wenig Übung in 45 Minuten gut zu schaffen. Das Spiel passt sich aber nicht an den Playercount an. Insofern dauert es bei wachsender Spielendenanzahl einfach immer länger. Ein weiteres Kriterium warum ich Flossenschlag höchstens zu dritt spielen würde, sind die Tableaus. Sie sind einfach sehr groß. An den meisten normalen Esstischen ist ein Flossenschlag in voller Besetzung vom Platz her kaum möglich. Auf den ersten Blick fehlt bei Flossenschlag auch ein Äquivalent zu den wirklich hübschen Eiminiaturen von Flügelschlag. Dies ist hier alles mit Pappe gelöst. Vom Hinguckfaktor und der Immersion her schade aber spielmechanisch definitiv eine gute Entscheidung. Man muss die Plättchen ja wirklich viel hin und herbewegen. Weiterhin schlüpfen aus den Eiern die Jungfische, indem man die Eierplättchen auf die Rückseite dreht. Es wäre echt unpraktisch gewesen bei Miniaturen jedesmal extra tauschen zu müssen. Von den Karten und dem Brettdesign her ist Flossenschlag meiner Ansicht nach sehr ansehnlich und nah an dem Design von Flügelschlag. Bemerkenswert ist, dass das Spiel sowohl andere Autoren hat, als auch bei den Grafikerinnen größtenteils das Team ausgewechselt wurde. Sowohl Elisabeth Heargrave, als auch Beth Sobel waren also nicht involviert.
Mir persönlich gefällt Flossenschlag wirklich gut. Tendenziell würde ich aber wohl eher Flügelschlag spielen. Meiner Einschätzung nach ist dort noch ein wenig mehr drin was Enginebuildung und das Finden von Synergien angeht. Im Gegensatz zu Fögelschlag zieht man hier neue Karten auch verdeckt. Das macht das Spiel ein wenig zufälliger. Ausgeglichen wird dies dadurch, dass man diese niemals abgibt, sondern auch beim Bezahlen im persönlichen Ablagestapel behält. Meinem Gefühl nach ist Flügelschlag aber durch das Auswählen aus der Auslage schon ein wenig steuerbarer. Wahrscheinlich ist Flossenschlag dafür aber ein weniger gnädiger und familienfreundlicher. Bei Flügelschlag kann man schon einmal die Situation kommen, dass man auf Grund fehlender Ressourcen ziemlich in der Luft hängt oder es schnell offensichtlich wird, dass man mit dem Sieg nichts mehr zu tun hat. Flossenschlag ist hier imho deutlich verzeihender und damit das zugänglichere Spiel. Vom Regelumfang her tun sich beide Titel nicht viel. Einzig die richtige Platierung der Fische ist ein wenig fummliger, als bei den Vögeln. Leicht landet einer doch mal auf einer nicht zugelassenen Stelle des Tableaus. Beide Spiele sind meiner Ansicht nach auf der Grenze gehobenes Familienspiel zum Kennerspiel einzuordnen. Mit Flossenschlag macht man meiner Meinung nach ebenso wenig falsch, wie mit Fügelschlag. Wer viel Platz hat, Lust auf ein wenig mehr Logistk hat oder eher auf das Thema Fische steht, der mag an Flossenschlag aber vielleicht mehr Freude finden.
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Flossenschlag
Autoren: David Gordon, Michael O'Connell
Erschienen bei Feuerland
Für 1-5 Spieler*innen ab 10 Jahren.
Spieldauer: 45-60 Minuten
Fireside Games Neuheit, erste Erfolge, Sorgen, Pläne und mehr News
Mit Fireside Games ist ein weiterer kleiner, aber erfolgreicher Brettspiel-Verlag auf der SPIEL in Essen und hat eine spannende Neuheit dabei. Ich konnte mit dem Gründer über die Entstehung des Verlages und über seine Arbeit als Spieleautor sprechen. Zudem gibt es Einblicke in die aktuelle Neuheit. Fireside Games Neuheit, erste Erfolge, Sorgen, Pläne und mehr […]
Der Beitrag Fireside Games Neuheit, erste Erfolge, Sorgen, Pläne und mehr News erschien zuerst auf Abenteuer Brettspiele.
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Abenteuer Brettspiele

- #372 – Top 100 #10, SPIEL 2026 Top 10 Expertensspiele & Fantasy Flight Games Battle | Podcast
#372 – Top 100 #10, SPIEL 2026 Top 10 Expertensspiele & Fantasy Flight Games Battle | Podcast
In Episode 372 des Abenteuer Brettspiele Podcasts ist es nun endlich geschafft. Heute endet meine Top 100 Liste mit den Plätzen 10 bis 1.
Anschließend geht es in meiner SPIEL 2026 Vorschau weiter mit den Top 10 Expertenspiele Neuheiten, die ich besonders spannend finde. Zudem gibt es ein weiteres Brettspiel-Battle, in dem sich die Top 16 Spiele des Verlags Fantasy Flight Games gegenüberstehen.
Ich wünsche euch viel Spaß mit der Folge und freue mich sehr auf eure Kommentare.
Der Beitrag #372 – Top 100 #10, SPIEL 2026 Top 10 Expertensspiele & Fantasy Flight Games Battle | Podcast erschien zuerst auf Abenteuer Brettspiele.
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- Ein Schaf gab mir den Auftrag, die Farbe im Wald aufzufrischen
Ein Schaf gab mir den Auftrag, die Farbe im Wald aufzufrischen
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Und wenn dieser Titel dich noch nicht verschreckt hat, gehörst du sicherlich zum Zielpublikum von “Quest GmbH & Co. KG”, dem humorvollen Fantasy-Auktionsspiel, bei dem man als ungewöhnlicher Charakter ungewöhnliche Aufträge von ungewöhnlichen Auftraggebern erhält und erfüllt.![]()
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- Das alles und noch viel mehr, wenn ich König von Piraten wär
Das alles und noch viel mehr, wenn ich König von Piraten wär
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Meinen persönlichen Abschluss der B-Rex Tage 2026 in Merseburg bildete eine Partie "Pirate King". Ich konnte das schnelle Kartenspiel nicht für mich entscheiden, aber ich wäre jederzeit für eine Revanche bereit.![]()









