Asmodee hat im letzten Quartal 2025 einen neuen Umsatzrekord aufgestellt. Der Brettspielkonzern erzielte zwischen Oktober und Dezember Nettoerlöse von 524 Millionen Euro, ein Plus von 22,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Getrieben wurde das Wachstum vor allem durch den Vertrieb von Trading Card Games in Europa.
Starkes Europa, schwaches US-Geschäft
Der Umsatz mit Produkten, die Asmodee für andere Unternehmen vertreibt, stieg im Quartal um mehr als 50 Prozent. Gleichzeitig gingen die Erlöse mit eigenen Titeln um fast 13 Prozent zurück. Besonders deutlich fiel der Rückgang in den USA aus, wo die Nettoerlöse um 23 Prozent auf 70,4 Millionen Euro sanken.
Damit rutschten die USA hinter Frankreich und Großbritannien. Frankreich legte um 47 Prozent auf über 111 Millionen Euro zu, Großbritannien wuchs um 41 Prozent auf 82,7 Millionen Euro. In den beiden Vorjahren hatten die USA das Quartalsranking noch angeführt.
CEO Thomas Koegler nannte erfolgreiche TCG-Veröffentlichungen bei Pokémon, Magic: The Gathering und One Piece als Haupttreiber für das Rekordergebnis. Den US-Rückgang führte er auf geringere Einkaufsmengen großer Einzelhändler zurück, während die Nachfrage bei Endkunden stabil geblieben sei. Ungünstige Wechselkurse und eine Normalisierung der Verkäufe von Star Wars Unlimited nach dem starken Startjahr 2024 hätten ebenfalls belastet.
Im Weihnachtsquartal seien vor allem Produkte im niedrigeren Preissegment gefragt gewesen. Asmodee habe mit Exploding Kittens starkes Wachstum erzielt, bei teureren Produkten dagegen Gegenwind gespürt. Koegler ordnete die Schwäche gelassen ein: Das Portfolio sei breit aufgestellt, und die Probleme beschränkten sich auf den US-Markt.
Neue Titel und Übernahmen
Für die kommenden Monate stellte Koegler mehrere Neuheiten in Aussicht. Darunter ein LEGO-Spiel zur Ninjago-Reihe, Azul Kids, Dino Picnic, neue Sets für Star Wars Unlimited und eine überarbeitete Version von Ticket to Ride Europe. Außerdem verwies er auf Kooperationen mit Netflix rund um Catan und Ticket to Ride, die Markenbekanntheit und Sichtbarkeit steigern sollen.
Parallel treibt Asmodee seine Übernahmestrategie weiter voran. Im Quartalsabschluss wurde der Kauf der IP Sheriff of Nottingham von CMON bekannt gegeben. Es ist bereits die dritte IP-Übernahme von CMON innerhalb von acht Monaten. Den Anfang hatte im Juni 2024 die Flaggschiff-Marke Zombicide gemacht, die seit 2012 über Kickstarter mehr als 40 Millionen US-Dollar eingesammelt hatte.
Auf die Frage, ob auch größere Übernahmen geplant seien, antwortete Koegler zurückhaltend. Die Aktivität in der Pipeline entspreche dem Plan. Kleinere Zukäufe und IP-Deals ließen sich schlicht schneller umsetzen.
Die SPIEL DOCH! 2026 öffnet vom 24. bis 26. April ihre Tore in der Messe Dortmund. Mit einer gewachsenen Ausstellungsfläche und über 70 Ausstellern verspricht die Brettspielmesse erneut ein Pflichttermin für Fans zu werden. Hier findest du alle wichtigen Informationen zu Tickets, Preisen und Ausstellern.
Termin, Ort und Ausstellungsfläche
Die Messe findet in Halle 4 der Messe Dortmund statt, Eingang Nord am Rheinlanddamm 200. Die Öffnungszeiten sind Freitag und Samstag jeweils von 10 bis 19 Uhr, Sonntag von 10 bis 18 Uhr.
Die Ausstellungsfläche wächst auf 8.300 Quadratmeter und liegt damit knapp über dem Niveau von 2025. Damit wird die komplette Halle mit Ständen und Spielfläche genutzt. Für 2027 denken die Veranstalter bereits über eine weitere Ausweitung nach.
Die Anreise ist mit dem ÖPNV empfehlenswert. Die U-Bahn-Stationen Westfalenhallen (Linien U45/U46) und Theodor-Fliedner-Heim (Linie U42) liegen in direkter Nähe. Wer mit dem Auto kommt, kann die gebührenpflichtigen Parkplätze P3 und P4 nutzen.
Tickets, Preise und Aussteller
Der Vorverkauf läuft bereits und endet am 19. April 2026 um 20 Uhr. Eine Tageskarte kostet im Vorverkauf 12 Euro, vor Ort 15 Euro. Die Dauerkarte gibt es im Vorverkauf für 30 Euro, vor Ort für 36 Euro. Familien erhalten vor Ort eine Tageskarte für zwei Erwachsene und zwei Jugendliche (11 bis 17 Jahre) für 34 Euro. Kinder bis 10 Jahren haben in Begleitung ihrer Familie freien Eintritt. Alle Details und Tickets findest du auf der offiziellen Messeseite.
An der Tradition des freien Eintritts für Schulklassen am Freitag wird festgehalten. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich, die Tickets sind limitiert.
Mehr als 70 Verlage und Marken werden vor Ort sein. Zu den vertretenen Verlagen zählen unter anderem Kosmos, Ravensburger, Schmidt Spiele, Pegasus Spiele, Asmodee, Feuerland, Hans im Glück, HABA und Deep Print Games. Daneben sind zahlreiche kleinere Verlage wie Skellig Games, Strohmann Games, King Raccoon Games und Ornament Games vertreten. Ergänzt wird das Angebot durch Händler, Künstler und Organisationen wie die Europäische Spielesammler Gilde oder die Deutsche CATAN Meisterschaft.
Auf der Messe kannst du Neuheiten der SPIEL 2025 sowie der Nürnberger Spielwarenmesse 2026 sehen und ausprobieren. Vereinzelt werden auch schon Sommerneuheiten gezeigt. Weitere Details zum Rahmenprogramm und zu den Events an den einzelnen Messetagen sollen in den kommenden Wochen folgen.
Das verrückte Labyrinth feiert 2026 seinen 40. Geburtstag. Über 30 Millionen verkaufte Exemplare und zahlreiche Auszeichnungen machen den Klassiker zu einem der erfolgreichsten Brettspiele überhaupt. Zum Jubiläum entsteht in Zusammenarbeit mit dem Verlag Awaken Realms eine neue Ausgabe: Labyrinth Chronicles. Die Kampagne läuft bereits auf Gamefound und kann dort noch 20 Tage unterstützt werden.
Das klassische Labyrinth in drei Dimensionen
Labyrinth Chronicles überführt das bekannte Spielprinzip in eine dreidimensionale Spielwelt. Statt flacher Plättchen verschiebst du physische 3D-Module mit Mauern und Gängen. 50 Labyrinth-Module und vier Spielbrett-Puzzleteile bilden das Grundgerüst. Detailreiche Miniaturen für Charaktere, Portale, Goblins und Wächter ergänzen das Spielfeld.
Neben dem neuen Look enthält die Box auch die klassischen Spielvarianten. Sowohl die Classic-Version als auch die anspruchsvollere Meister-Version von Labyrinth sind vollständig enthalten. In der Classic-Variante sammelst du Schätze und kehrst zu deinem Startfeld zurück. Die Meister-Version verlangt, Gegenstände in einer bestimmten Reihenfolge einzusammeln und dabei möglichst viele Punkte zu erzielen.
Das Herzstück der Jubiläumsausgabe ist der kooperative Kampagnen-Modus. In den sogenannten Chronicles erkundest du mit deiner Gruppe eine fortlaufende Geschichte. Jede Partie öffnet ein neues Kapitel und erweitert die Regeln Schritt für Schritt. Im Kampagnen-Ordner sammelst du Karten und Fortschritte. Im Laufe der Kampagne öffnest du Mystery Boxes, die neue Mechaniken, Storylinien und Komponenten freischalten. Mit magnetischen Dorfmarkern baust du zudem das Dorf Fairyvale wieder auf. Der Einstieg ist ab 9 Jahren möglich, durch die steigende Komplexität bleibt das Spiel aber auch für erfahrene Gruppen fordernd.
Pledges und Verfügbarkeit
Die Core Box kostet in der Kampagne 89 Euro. Der reguläre Verkaufspreis soll bei 179 Euro liegen. Enthalten sind unter anderem vier Charaktermodelle, vier Portalmodelle, neun Gegnermodelle, zwei Würfel, ein Kampagnen-Ordner, über 170 Tokens und mehr als 290 Karten. Laut Kampagnenseite sind die Boxen versandbereit und werden direkt nach dem Pledge verschickt.
Für 119 Euro gibt es das Gameplay-All-in-Pledge. Dieses Paket enthält zusätzlich die Erweiterung Personal Stories mit vier Charaktermagneten, 24 Skill-Karten, 12 Tokens, vier persönlichen Questbögen und einem Skriptbuch. Wer seine Miniaturen mit einer Sundrop-Bemalung haben möchte, zahlt jeweils 15 Euro extra. Das Spiel erscheint in mehreren Sprachen, darunter Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Polnisch und Italienisch.
Nach dem Erfolg von Let's Go! To Japan plant Designer Josh Wood den nächsten Abstecher. Diesmal geht die Reise nach Frankreich. Publisher AEG hat die Kickstarter-Vorschauseite bereits freigeschaltet. Die Kampagne startet im Mai 2026.
Von Tokio nach Paris
Die Entstehungsgeschichte der Reihe ist ungewöhnlich. Vor drei Jahren erzählte Josh Wood, wie eine wegen Covid abgesagte Japanreise zu einer Phase unerwarteter Freizeit führte. Aus dieser Zeit entstand Let's Go! To Japan. Die Reise nach Japan holte Wood schließlich nach und begann danach, ein neues Ziel ins Auge zu fassen: Frankreich.
Let's Go! To France teilt zwar einige Grundlagen mit dem Vorgänger, unterscheidet sich aber deutlich im Spielablauf. In Japan wechselst du zwischen zwei Städten hin und her. In Frankreich bist du in Paris stationiert und unternimmst von dort aus kuratierte Tagesausflüge in umliegende Regionen und Sehenswürdigkeiten. Diese Ausflüge laufen über Reise-Tableaus statt über Karten ab, was dem Spiel ein stärkeres Planungs- und Erkundungsgefühl verleiht.
Das Spiel ist für 1 bis 4 Personen ab 10 Jahren ausgelegt. Eine Partie dauert etwa 45 Minuten. Auf den bisher gezeigten Karten sind Orte wie der Eiffelturm, Les Invalides, die Place de la Bastille oder ein Weinladen zu sehen. Thematisch dreht sich alles um französische Kultur, Küche und Sehenswürdigkeiten.
Kickstarter-Start im Mai 2026
Die Premium-Edition von Let's Go! To Japan hatte die Messlatte hoch gelegt. Josh Wood arbeitet nach eigener Aussage daran, mit Let's Go! To France ein Erlebnis zu schaffen, das Spielerinnen und Spieler in die Welt von Luxusreisen, erstklassiger Küche und unvergesslichen Momenten versetzt.
Weitere Details teilt der Designer über seine Social-Media-Kanäle. Die Kickstarter-Kampagne ist bereits als Vorschau verfügbar und startet im Mai 2026.
Das kooperative Strategiespiel CyberRoll verwandelt reale Cyberbedrohungen in ein Tabletop-Erlebnis. Die Kickstarter-Kampagne hat ihr Finanzierungsziel von 5.000 US-Dollar bereits deutlich übertroffen und liegt aktuell bei über 16.000 US-Dollar. Hinter dem Projekt steht Molly Cooper, Ph.D., aus East Lansing, Michigan, mit über 25 Jahren Erfahrung im Bereich Cybersecurity.
Cybersicherheit am Spieltisch: So funktioniert CyberRoll
In CyberRoll übernimmst du gemeinsam mit deinem Team die Leitung der IT-Sicherheitsabteilung eines Unternehmens. Über drei Spieljahre hinweg müsst ihr euch gegen eskalierende Cyberbedrohungen behaupten, Ressourcen verwalten und die Moral im Team hochhalten. Jede Runde entspricht dabei einem Geschäftsquartal, und jede Entscheidung zählt. Gleichzeitig versuchen Hacker und alltägliches Bürochaos, euch aus der Bahn zu werfen.
Das Spiel nutzt verschiedene Kartentypen. Mit Rollenkarten stellst du dein Team zusammen und weist Mitarbeiter Sicherheitskontrollen zu. Bedrohungskarten bringen Angriffe wie Phishing-Kampagnen, Ransomware oder gezielte Attacken ins Spiel, gegen die du mit Würfeln und Kontrollkarten vorgehst. Dazu kommen Komplikationskarten, die unerwartete Störungen verursachen, sowie Strategiekarten zum Aufbau langfristiger Cyberabwehr. Ein Dashboard hilft dir, den Überblick über Verteidigungsstrategie, Stärken und Schwächen zu behalten.
Die Szenarien basieren auf echten Cyberbedrohungen und wurden von Cybersicherheitsexperten in Zusammenarbeit mit Spieledesignern entwickelt. Die Illustrationen stammen laut Kampagne vollständig von menschlichen Künstlern ohne KI-Einsatz. CyberRoll wurde bereits auf Konferenzen mit Ingenieuren, CISOs, Analysten und Managern getestet.
Neben dem kooperativen Grundspiel bietet die Red (Threat) Expansion einen kompetitiven Modus. Dort spielt ein Team als Hacker gegen das verteidigende Blue Team. Das Ziel der Angreifer: Daten stehlen, bevor die Verteidiger sie mit Honeypots und Gegenmaßnahmen stoppen.
Kampagne und Verfügbarkeit
Die Kampagne bietet fünf Pledge-Stufen. Das Base Game kostet 60 US-Dollar und enthält alle freigeschalteten Stretch Goals. Für 85 US-Dollar gibt es das Game Bundle mit dem Grundspiel und der Red Expansion. Das Classroom Bundle für 280 US-Dollar umfasst fünf Exemplare des Grundspiels, einen digitalen Facilitation Guide und ein CyberRoll-Poster. Für den Unternehmenseinsatz gibt es das Corporate Bundle für 350 US-Dollar mit Grundspiel, CPE-Zertifikat, digitalem Tabletop-Formular und Companion Guide. Das Training Bundle für 3.000 US-Dollar beinhaltet ein halbtägiges Training, zwei Grundspiele und weiteres Begleitmaterial.
Als Add-Ons stehen unter anderem die Red Expansion (30 US-Dollar), ein Companion Guide (30 US-Dollar), ein Enamel Pin (12 US-Dollar), ein Sticker Pack und ein Poster (je 10 US-Dollar) zur Verfügung.
Mehrere Stretch Goals sollen die Qualität des Spielmaterials schrittweise verbessern. Geplant sind ein Card Upgrade, ein Gameboard Upgrade, ein Game Bits Upgrade, ein Time Tracker Upgrade, ein Custom Tray Insert sowie eine Deluxe-Box als höchste Stufe.
Der Versand erfolgt über den Fulfillment-Partner GamesQuest. Für Deutschland werden Versandkosten von 13,50 Pfund berechnet, für die EU 16 Pfund. Die Mehrwertsteuer wird für EU- und UK-Unterstützer nachträglich über den Pledge Manager erhoben. Die Kampagne läuft noch bis zum 19. März 2026.
Netflix erweitert sein Engagement bei Brettspiel-Adaptionen und nimmt sich nun „Zug um Zug“ vor. Der Streamingdienst hat sich die exklusiven weltweiten Rechte gesichert und plant Projekte für Film, Serien und weitere Formate.
Netflix-Deal mit globalem Umfang
Die Vereinbarung umfasst fiktionale und non-fiktionale Produktionen und soll die erste On-Screen-Adaption von Zug um Zug werden. Netflix knüpft damit an weitere asmodee-Marken an, für die der Dienst bereits ähnliche Rechte hält, darunter „Werwölfe von Düsterwald“ und „Exploding Kittens“.
Asmodee betont, dass der Deal zur eigenen Strategie passt, die Reichweite der Tabletop-IP auszubauen und vom Spieltisch auf Bildschirme zu bringen. Verhandelt wurde die Vereinbarung durch CAA sowie Goodman, Genow, Schenkman, Smelkinson und Christopher im Namen von asmodee.
Spielfilm als erstes Projekt und Rolle von Alan R. Moon
Als erstes Projekt befindet sich ein Spielfilm in Entwicklung. Das Drehbuch schreiben Ben Mekler und Chris Amick. Als Produzenten sind Darren Kyman für asmodee, Eric Tannenbaum und Kim Tannenbaum für The Tannenbaum Company sowie Jonathan Levine und Gillian Bohrer für Megamix genannt.
Für die Marke selbst bringt der Deal ein bekanntes Gesicht mit. Spieleautor Alan R. Moon wird als Executive Producer im Namen von asmodee tätig sein. Er spricht von einer besonders spannenden Entwicklung und davon, die Projekte gemeinsam mitzugestalten.
Zug um Zug gilt seit 21 Jahren als zugänglicher Titel mit vielen Karten und Varianten. Das Spiel wurde über 20 Millionen Mal verkauft, in mehr als 30 Sprachen übersetzt und verbindet Strategie, Streckenbau und Spannung mit dem haptischen Reiz, die kleinen Zugfiguren auf dem Plan zu platzieren. Unterm Strich ist klar, dass Netflix hier nicht nur ein Spiel adaptiert, sondern eine Marke, die längst international angekommen ist.
Du kennst Helden müssen draußen bleiben schon und willst mehr Abwechslung am Tisch. Oder du steigst gerade erst ein und suchst den passenden Zeitpunkt. In der Spieleschmiede-Kampagne zur deutschen Version von „Playing with Fire“ bekommst du neue Inhalte für das Brettspiel, eine Organisationslösung mit Matten und auf Wunsch auch eine digitale Variante per Steam.
„Playing with Fire“ ist eine Erweiterung für Helden müssen draußen bleiben von Louis Brueh. Sie ist nur mit dem Grundspiel spielbar. Das gilt auch für alles, was du daraus am Tisch nutzen willst.
Im Grundspiel verteidigst du zusammen mit anderen euren Dungeon gegen die Heldengilde. Statt Heldengruppe spielst du Monsterclans, die sich asymmetrisch anfühlen und unterschiedliche Aufgaben im Team übernehmen. Ihr kooperiert, um die Schätze im Dungeon zu schützen und die Eindringlinge wieder hinauszuwerfen.
Spieldaten
1–4 Personen
ab 10 Jahren
ca. 40 Minuten
Regelvariante für 1–6 Personen
Die Erweiterung bringt einen neuen asymmetrischen Monsterclan ins Spiel. Genannt werden die Feuerwichtel, auch Feuerlinge. Dazu kommen Promokarten und zwei Regelkarten. Für die Box sind folgende Inhalte aufgeführt:
11 Monsterkarten
3 Monstermeeple
5 Holztoken für die Monsterfähigkeit
drei Promopakete mit jeweils vier Karten: „Very Jolly Promo Pack“, „Year of the Dragon Promo Pack“, „Quijote Promo Pack“
In der Kampagne steht außerdem der Hinweis, dass gezeigtes Material KI-generiertes Marketingmaterial sein kann und vom finalen Produkt abweichen darf.
Underground Market, Videospiel und Pledges
„Underground Market“ setzt an einem anderen Punkt an. Hier geht es um Übersicht und Ordnung im Spiel. Enthalten sind Neoprenmatten für vier Monsterclans und eine Übersichtsmatte, auf der du das Auftauchen der Gildenmitglieder nachverfolgen kannst. Dort wird auch die Marktauslage platziert. Bossmonster aus den Bosskämpfen sind berücksichtigt. Für das Nachverfolgen sind Token und ein passendes Inlay genannt.
Preise
Playing with Fire: 20 €
Underground Market: 50 €
Beide zusammen: 68 €
Zusätzlich ist ein Videospiel Teil des Angebots. Du bekommst nach Abschluss der Kampagne einen Steam-Key. Das Spiel ist auf Englisch bereits verfügbar, in der Kampagne ist die Lokalisierung ins Deutsche vorgesehen. Wichtig ist der Hinweis, dass das Videospiel nur über Steam nutzbar ist.
Lieferung
Ziel ist September 2026. Spiele-Offensive.de übernimmt den Versand. Unterstützer aus Deutschland erhalten alles versandkostenfrei. Teillieferungen, die du beauftragst, sind kostenpflichtig. Für alle anderen Länder gelten die in der Spieleschmiede ausgewiesenen Versandkosten. Die Versandkosten werden abhängig von der Lieferadresse automatisch berechnet und addiert.
Magic: The Gathering bleibt für Hasbro der klare Wachstumstreiber. Die Zahlen für 2025 zeigen, wie stark sich das Sammelkartenspiel vom Rest des Konzerns absetzt. Gleichzeitig sorgt eine neue Harry-Potter-Partnerschaft abseits von Magic für Diskussionen in der Szene.
Zahlen und Treiber im Hasbro-Jahr 2025
Hasbro hat 2025 insgesamt rund 4,7 Milliarden US-Dollar Umsatz gemacht. Das entspricht einem Plus von fast 14% gegenüber dem Vorjahr. Besonders stark war dabei die Sparte Wizards of the Coast mit Magic, D&D und digitalem Gaming, die ein Umsatzwachstum von 45% auf knapp 2,2 Milliarden US-Dollar erreichte. Der operative Gewinn lag bei etwas über 1 Milliarde US-Dollar.
Innerhalb der Wizards-Sparte war Magic der große Hebel. Der Umsatz des Spiels stieg über das Jahr hinweg um knapp 60%. Hasbro nennt dafür vor allem Universes-Beyond-Sets, außerdem die anhaltende Stärke von Backlist-Produkten und Secret Lair.
Zum Rekordjahr passte auch das vierte Quartal. Hier legte Magic beim Umsatz im Vergleich zu Q4 2024 um 141% zu, getragen von den Releases rund um Avatar: The Last Airbender und Final Fantasy.
Der Kontrast zum klassischen Spielzeuggeschäft fällt deutlich aus. Hasbros Consumer-Products-Segment, zu dem unter anderem Nerf, Transformers und Peppa Pig zählen, verzeichnete 2025 ein Minus von 4%. Als Grund wurde „Makro- und Händler-Volatilität“ genannt, die mit Zollankündigungen im zweiten Quartal zusammenhing.
Was Hasbro für 2026 erwartet
Für 2026 rechnet Hasbro bei Wizards mit einem Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich. Das soll durch eine „gesunde Release-Frequenz“ und anhaltendes Engagement im Magic-Ökosystem gestützt werden. Für Hasbro insgesamt liegt die Erwartung bei 3% bis 5% Umsatzwachstum.
Beim Blick auf Magic betont Hasbro mehrere Wachstumsfelder. Ein Punkt ist Distribution. Der CEO Chris Cocks verwies auf die Wizards Play Network Entwicklung, die 2025 um 20% zulegte. Für 2026 wird erneut ein zweistelliges Plus erwartet. Gleichzeitig soll die Distribution außerhalb des WPN weiter wachsen, während sich die Marke und die Spielerschaft ausdehnen.
Auch beim Spielerwachstum sieht Hasbro robuste Werte. Die Messgrößen aus dem organisierten Spiel spiegeln laut Cocks vor allem Kernspieler wider, während Casual-Spieler weniger eng erfasst werden. Trotzdem sei das Wachstum in diesem Bereich deutlich über den 20% aus dem WPN, und neue Fans sowie Sammler blieben länger aktiv. Als Anzeichen nannte er eine starke Backlist und höhere Teilnahme am organisierten Spiel. Daraus ergebe sich ein Kreislauf aus mehr Verkaufsstellen, mehr Spielern und besserer Performance von Set zu Set. Als Beispiel wurde Lorwyn genannt.
Für 2026 stellte Hasbro außerdem eine „gestapelte“ Partnerliste in Aussicht. Genannt wurden Teenage Mutant Ninja Turtles, The Hobbit, Marvel Super Heroes und Star Trek. Zusätzlich sollen Fan-Favoriten wie Lorwyn und Strixhaven im Line-up stehen.
Harry Potter Lizenz und Reaktionen aus der Szene
Am Tag der Jahreszahlen kündigte Hasbro auch eine mehrjährige Lizenzpartnerschaft an, die das Unternehmen ab 2027 zum globalen Hauptlizenznehmer für Spielzeug rund um Harry Potter und die kommende HBO-Serie macht. Genannt wurden unter anderem Puppen, Rollenspielprodukte, Action-Figuren und Collectibles, interaktives Plüsch sowie Brettspiele.
Für Magic selbst ist Harry Potter vorerst kein Thema. Das Community-Team von Wizards of the Coast schrieb auf Reddit, die Universes-Beyond-Roadmap sehe aktuell keinen Besuch anderer „Schulen der Magie“ vor, da Magic mit Strixhaven bereits eine eigene habe.
In der Brettspielszene steht Harry Potter gleichzeitig unter Druck. Hintergrund sind anhaltende Anti-Trans-Kampagnen der Autorin J.K. Rowling. Im vergangenen Sommer gab es Boykottaufrufe gegen Czech Games Edition, nachdem der Verlag eine Harry-Potter-Variante von Codenames angekündigt hatte. CGE entschuldigte sich später „unreservedly“, räumte Versäumnisse ein und kündigte an, 100% der Gewinne des Spiels an passende Organisationen zu spenden.
Auch Upper Deck geriet zuletzt in die Kritik. Die Tabletop Game Designers Association rief das Unternehmen dazu auf, kein Harry-Potter-Tabletop-Spiel zu entwickeln, nachdem Upper Deck einen Deal für die Lizenz bekannt gemacht hatte. Upper Deck sagte am 7. Januar, es werde Collectibles für die Marke entwickeln, beginnend mit zwei Trading-Card-Sets, die später in diesem Jahr erscheinen sollen. Nach der Kritik erklärte der Publisher in einem kurzen Statement, dass es derzeit keine Pläne für Harry-Potter-Spiele gebe.
Dice Throne Digital bekommt einen konkreten Starttermin: Am 14. April 2026 soll die Kickstarter-Kampagne live gehen. Ziel ist eine digitale Umsetzung, die das bekannte Duellgefühl auf moderne Plattformen bringt. Wer Dice Throne bisher nur am Tisch gespielt hat, bekommt damit eine neue Möglichkeit, die Helden auch unterwegs oder online gegeneinander antreten zu lassen.
Zum Release soll Dice Throne Digital auf Apple, Android, Steam und Meta verfügbar sein. Dazu ist Full Crossplay angekündigt. Du kannst also gegen Freunde spielen, auch wenn ihr auf unterschiedlichen Plattformen unterwegs seid.
Wenn du es früh vormerken willst, gibt es bereits Wunschlisten-Seiten:
Dice Throne ist als Brett- und Würfelspiel ein schnelles Kampfspiel für 2–6 Personen. Möglich sind klassische 1-gegen-1-Duelle, Team-Varianten und freie Runden mit mehreren Parteien. Du wählst einen Helden, würfelst mit dessen fünf eigenen Würfeln und aktivierst damit Angriffe und Fähigkeiten. Dazu kommen Karten, die du über Combat Points bezahlst und die Effekte wie Upgrades, Statuszustände oder direkte Würfelmanipulation ermöglichen.
Ein wichtiger Punkt für Sammler und Vielspieler: Jede Person braucht einen eigenen Helden, und die Helden sind untereinander kompatibel. Über verschiedene Boxen und Sets ist daraus eine Reihe geworden, die sich gut erweitern lässt und in vielen Gruppen dauerhaft auf den Tisch kommt.
Mit Dice Throne Digital soll dieses Grundgefühl auf mehrere Plattformen übertragen werden. Wer das Projekt unterstützen oder einfach im Blick behalten will, findet alle relevanten Einstiegsseiten schon jetzt über Kickstarter sowie die Wunschlisten bei Steam und Meta.
Der Krakel-Spaß geht in die nächste Runde. Nach dem Erfolg von Krakel-Orakel und der Nominierung zum Spiel des Jahres 2025 stehen gleich drei neue Veröffentlichungen an. Im Mai kommen zwei Erweiterungen, im September folgt ein eigenständiger Ableger mit neuen Spielmodi.
Zwei Erweiterungen bringen mehr Begriffe und mehr Stifte
Inhaltlich gehen die beiden Varianten in unterschiedliche Richtungen. Die klassische Erweiterung ist auf Spielrunden mit der ganzen Familie ausgelegt. Die Ü18-Version setzt auf nicht jugendfreie Begriffe für Runden, die es direkter mögen. Für beide Erweiterungen wird das Grundspiel benötigt.
Eckdaten (beide Erweiterungen):
Inhalt: je 130 Begriffskarten, insgesamt 260 neue Begriffe, plus je 4 zusätzliche Stifte
Preis: 12,99 €
Erscheinungstermin: 15. Mai
Krakel-Spektakel setzt auf Drehscheibe, Timer und neue Challenges
Im September wird aus dem Orakel ein Spektakel. Krakel-Spektakel – Dreh die Scheibe und krakel mit 7 brandneuen Challenges bringt 500 neue Begriffe, eine Drehscheibe und einen Zufallstimer ins Spiel. Die Drehscheibe entscheidet, welcher neue Spielmodus in der Runde gilt, und der Timer sorgt dafür, dass sich das Tempo immer wieder verändert.
Die Herausforderung bleibt: Begriffe zeichnerisch darstellen, aber nur entlang der gestrichelten Linien auf den Zeichentafeln. Sobald das Gekrakel fertig ist und die Zeit abläuft, wird „orakelt“. Wer kann die Prophezei(chn)ungen der anderen entschlüsseln? Das Spiel lässt sich mit dem Grundspiel und den Erweiterungen kombinieren, kann aber auch eigenständig gespielt werden.
Eckdaten (Krakel-Spektakel):
Inhalt: 500 Begriffe, Drehscheibe, Zufallstimer, neue Spielmodi mit 7 Challenges
Preis: 29,99 €
Erscheinungstermin: 10. September
Damit stehen schon im Frühjahr mehr Karten und Stifte bereit, bevor im Herbst mit Krakel-Spektakel noch einmal neue Spielmodi dazukommen.
Zur Spielwarenmesse Nürnberg am 30.01.2026 hat asmodee eine neue Vertriebspartnerschaft mit dem deutschen Verlag Ulisses Spiele angekündigt. Gezeigt werden ausgewählte Titel aus dem Ulisses-Portfolio sowie Spiele der Marke Ottavio, die innerhalb der Zusammenarbeit eigenständig positioniert bleiben soll. Medienvertreter finden eine Auswahl der Spiele während der Messe am asmodee-Stand in Halle 10.1, Stand D30.
Was in der Zusammenarbeit vereinbart ist
Kern der Ankündigung ist, dass asmodee künftig den Vertrieb ausgewählter Titel von Ulisses Spiele übernimmt. Damit verbindet asmodee nach eigener Darstellung das Ziel, das Angebot im Bereich erzählerischer und thematischer Spiele auszubauen und zugleich die Verfügbarkeit etablierter Marken für den Fachhandel zu stärken.
Ulisses Spiele betont in einem Statement vor allem die praktische Seite der Zusammenarbeit. Johannes Kaub von Ulisses Spiele nennt asmodee einen Partner, der den Handel gut kenne und Programme „strukturiert und verlässlich“ in den Markt bringen könne. Auf asmodee-Seite beschreibt CEO Udo Fischer Ulisses Spiele und Ottavio als Ergänzung des bestehenden Portfolios und hebt die Kombination aus bekannten Marken und zugänglichen, narrativen Konzepten hervor.
Ulisses Spiele und Ottavio im Überblick
Ulisses Spiele ist seit vielen Jahren als deutscher Verlag für Rollenspiele sowie Fantasy- und Science-Fiction-Spielwelten bekannt. Genannt werden in diesem Zusammenhang unter anderem „Das Schwarze Auge“ und „Pathfinder“, die im deutschsprachigen Markt eine feste Rolle spielen. Ziel der Partnerschaft ist es laut Ankündigung, diese Titel über die Vertriebsstruktur von asmodee gezielter im Fachhandel zu platzieren und ihre langfristige Marktpräsenz zu stärken.
Ottavio ist eine Marke von Ulisses Spiele, soll innerhalb der Partnerschaft jedoch klar eigenständig geführt und kommuniziert werden. Das Label steht laut Mitteilung für zugängliche, narrative Brett- und Abenteuerspiele mit niedrigen Einstiegshürden, die auch neue Spielergruppen ansprechen sollen. Genannt werden unter anderem folgende Reihen und Beispiele:
Adventure in a Box, zum Beispiel „Finsterwacht“, „Samtpfotentango“, „Der Turm der Bettler“
Story in a Box, unter anderem „Havenas größte Helden“
Heldenqueste, zum Beispiel „Roter Nebel über Hamburg“
Aventuria als kooperative, narrative Brettspielreihe
Ergänzend werden eigenständige Titel wie „Backstab Heroes“, „Koboldjäger“ oder „Level Up!“ aufgeführt, die auf kompakte Konzepte und erzählerische Spielerlebnisse setzen. Für dich als Beobachter der Messe ist vor allem relevant, dass asmodee die Auswahl am Stand bündelt und Ottavio dabei als eigenes Label sichtbar bleiben soll.
Normalerweise schlüpft ihr in die Rolle des tapferen Helden, zieht durch finstere Verliese und sammelt fleißig Schätze ein. Nicht so bei Helden müssen draußen bleiben. Hier dreht Autor und Illustrator Luís Brüeh den Spieß komplett um. Ihr seid die Monster. Ihr verteidigt den Dungeon. Und die Helden? Die sind hier die nervigen Eindringlinge, die ungefragt in euer Zuhause marschieren, eure Freunde verkloppen und eure Schätze klauen wollen.
Wer jetzt an den guten alten Computerspiel-Klassiker Dungeon Keeper denken muss, liegt gar nicht so falsch. Allerdings versteckt sich hinter der zuckersüßen Optik kein gemütliches Familienspiel, sondern ein kooperativer Deckbuilder mit Tower-Defense-Elementen und ordentlich Biss.
Wir konnten uns das Spiel genauer anschauen, haben uns durch diverse Szenarien geprügelt und können euch daher etwas mehr zu diesem doch etwas anderem Brettspiel erzählen.
Was bekommt ihr alles für euer Geld?
Hier bekommt ihr tatsächlich einiges geboten. In der stabilen Box mit Plastik-Inlay findet ihr jede Menge Dungeon-Plättchen aus dicker Pappe, Ressourcen- und Heldenplättchen, Karten mit Leinenstruktur und vor allem 45 Holz-Monsterfiguren, die sofort ins Auge stechen. Die Meeples sind aus dickem, lackiertem Holz, wunderbar gestaltet und erinnern ein wenig an die aus Root – nur vielleicht noch ne Spur niedlicher. Selbst der große Drache schaut euch mit Kulleraugen an, als könnte er keiner Fliege etwas zuleide tun.
Neben der Anleitung liegt auch ein Verliesführer mit 20 Szenarien bei. Beide Hefte nutzen ihre Rückseiten clever als Kurzübersicht für den Spielablauf und die Heldeninvasion. Gerade in den ersten Partien ist das Gold wert.
Ein kleiner Wermutstropfen: Bei senkrechter Lagerung rutscht trotz Inlay alles durcheinander. Da hilft nur flach lagern oder kreative Sortierung mit Ziplock-Beuteln.
Wie spielt sich das Ganze?
Helden müssen draußen bleiben ist ein kooperatives Spiel für 1–4 Spieler. Jeder wählt einen von neun asymmetrischen Monsterclans mit eigenem Startdeck aus zehn Taktikkarten. Euer gemeinsames Ziel? Den Gildenstapel zweimal durchspielen, ohne dass der wertvollste Schatz in der Schatzkammer geplündert wird. Klingt erstmal einfach, ist es aber definitiv nicht 😉
In eurem Zug spielt ihr bis zu fünf Handkarten aus. Damit könnt ihr eure Monster bewegen, Helden angreifen, Raumaktionen aktivieren, Ressourcen produzieren oder Fallen auslegen. Das Coole: Sind auf einer Karte mehrere Symbole, dürft ihr die Aktionen auf verschiedene Monster in unterschiedlichen Räumen aufteilen. Die Ikonographie ist dabei klar und nach ein paar Runden intuitiv verinnerlicht.
Die produzierten Ressourcen bringt ihr in den richtigen Raum und kauft euch damit neue Taktikkarten aus einer Beuteauslage mit Biestern, Ausrüstung, Schriftrollen und Tränken. Der Deckbau ist dabei kein klassisches „Flutet euer Deck mit hunderten Karten", sondern eher fokussiert: Ihr gleicht die Schwächen eures Clans aus und betont seine Stärken. Bewegungskarten für die behäbigen Skelette, Angriffskarten für den Drachen – ihr merkt schnell, was euer Clan braucht.
Danach kommen die Helden. Je nach Schwierigkeitsgrad deckt ihr ein bis drei Karten vom Gildenstapel auf. Die vier Heldentypen haben jeweils eigene Spezialfähigkeiten: Die Bogenschützin schießt auf das nächste Monster, der Krieger klaut eure Ressourcen, die Schurkin entschärft Fallen und der Magier befreit alle Helden im Gefängnis. Sind weder Fallen noch Monster im Raum, stürzen sich die Helden auf die Schätze. Werden genug davon geplündert, rücken sie Richtung Schatzkammer vor – und dann wird es richtig eng.
Das Gefängnis – Risiko und Belohnung
Einmal pro Zug könnt ihr einen Helden vom Stapel ins Gefängnis werfen und dafür drei zusätzliche Karten ziehen. Klingt verlockend, birgt aber Risiko: Erwischt ihr einen Magier, organisiert der prompt einen Gefängnisausbruch. Wenn dort schon ein paar Helden rumlagen, kann das in einer einzigen Runde die Partie kippen. Wir haben da so unsere Erfahrungen gemacht 😅
Neun Monsterclans – und keiner spielt sich gleich?
Hier liegt einer der größten Pluspunkte. Der Drache kämpft alleine mit mehr Lebenspunkten, das Rattenvolk flutet mit neun Figuren das Verlies, Kobolde setzen auf Fallen, Skelette regenerieren schnell. Dazu kommen Poltergeister, Hexen, Echsen, Schleime und das Impsvolk. Grob teilen sich die Monster in Angreifer, Verteidiger und Unterstützer auf, aber jeder Clan hat seine ganz eigene Spielidentität.
Welche Clan-Kombination ihr für ein Szenario wählt, hat enormen Einfluss. Manche ergänzen sich hervorragend, andere passen weniger gut zusammen. Allein das Ausprobieren verschiedener Kombinationen macht einen Heidenspaß und sorgt für enormen Wiederspielwert. Wir haben bisher unter anderem den Drachen, die Skelette und die Kobolde gespielt und können euch sagen: Jeder Clan fühlt sich komplett anders an.
20 Szenarien und eine Kampagne
Der Verliesführer enthält 20 Szenarien – einzeln oder als Kampagne in fünf Kapiteln spielbar. Jedes bringt einen anderen Dungeonaufbau und besondere Regeln mit. Im ersten Szenario „Hexenkessel" wohnt ihr zur Miete bei einer Hexe, in einem anderen verlangt ein Troll nach Barem. Spätere Szenarien führen Spezialräume ein und manche drehen die Regeln nochmal ordentlich auf den Kopf.
Durch die Kampagne schaltet ihr nach jedem Kapitel Spezialfähigkeiten frei. Das motiviert zum Weiterspielen und gibt dem Ganzen einen schönen Rahmen. 20 Szenarien, neun Clans und drei Schwierigkeitsgrade – da muss der Wunsch nach Abwechslung erstmal aufkommen.
Drei Schwierigkeitsgrade – aber Vorsicht beim Sprung
Ihr wählt zwischen Moderat, Herausfordernd und Albtraum. Im moderaten Modus könnt ihr die erste Welle gemütlich zum Deckaufbau nutzen. Allerdings – und hier müssen wir euch warnen – ist der Sprung auf Herausfordernd ziemlich heftig. Uns hat es da jedenfalls erstmal ordentlich erwischt. Der Autor hat inzwischen auf BoardGameGeek einen zusätzlichen „Normal"-Modus zwischen den beiden veröffentlicht, der die Kurve glättet. Es lohnt sich, dort mal vorbeizuschauen.
Solo oder zu viert – wo liegt der Sweet Spot?
Solo und zu zweit spielt sich Helden müssen draußen bleiben am besten. Da habt ihr genug Züge für Deckaufbau und taktische Planung. Die kurze Spielzeit von 30–60 Minuten sorgt dafür, dass nach einer Niederlage schnell die nächste Partie auf den Tisch kommt.
Zu dritt funktioniert es noch gut, aber zu viert wird es problematisch. Nach jedem Monsterzug folgt ein Heldenzug – zu viert seid ihr bei einem Durchlauf nur vier- bis fünfmal am Zug. Spätestens hier werden jetzt wohl einige Schlucken. Das Deckbuilding rückt in den Hintergrund und die Downtime steigt. Wer eine kommunikative Koop-Runde hat, kann das kompensieren – ideal ist es aber nicht.
Gibt es auch etwas zu meckern?
Ein paar Kleinigkeiten sind uns aufgefallen. Die erschöpften Heldenmarker sind grau und werden gerade anfangs gerne übersehen. Bei bestimmten Clan-Szenario-Kombinationen gibt es gelegentlich Regelunklarheiten, die sich aber im BoardGameGeek-Forum klären lassen – der Autor antwortet dort persönlich und schnell.
Manchmal fühlt es sich auch unfair an, wenn eine Verkettung von Heldenaktionen maximal schlecht ausfällt und ihr innerhalb einer Runde vom sicheren Sieg an den Rand der Niederlage gedrängt werdet. Das passiert nicht oft, tut aber weh wenn es passiert.
Sieht das Spiel wirklich so niedlich aus?
Ja, und wie! Die verspielten Illustrationen, die putzigen Monsterfiguren, die humorvollen Szenariotexte – alles versprüht eine fröhliche Atmosphäre. Das kann aber täuschen: Wer ein lockeres Familienspiel erwartet, wird überrascht sein, wie fordernd es werden kann. Diese Diskrepanz zwischen Optik und Anspruch ist aber genau das, was uns daran so gefällt. Endlich mal ein Kennerspiel, das nicht in düsteres Braun und Schwarz getaucht ist 😄
Was gibt es an Erweiterungen?
Wer nach dem Grundspiel noch nicht genug hat – und glaubt uns, das dauert eine Weile – der findet mittlerweile einiges an Nachschub. Auf Deutsch sind inzwischen zwei große Erweiterungen erhältlich: „Die Rache der Heldengilde" bringt unter anderem Helden-Meeples aus Holz und einen kompetitiven Gildenmeister-Modus mit. „Bosskämpfe" liefert euch nochmal eine ganz neue Herausforderung obendrauf.
Dazu gibt es zwei kleinere Erweiterungen: „Der große Träumer" und „Funkelwächter", die das Spiel mit zusätzlichen Inhalten erweitern, ohne gleich den großen Geldbeutel zu strapazieren. An Nachschub mangelt es also definitiv nicht 😉
Fazit zu Helden müssen draußen bleiben
Lasst euch von der niedlichen Optik nicht täuschen. Hinter den Kulleraugen-Monstern steckt ein anspruchsvolles kooperatives Kennerspiel, das richtig fordern kann. Was es so stark macht: Neun asymmetrische Monsterclans, die sich alle herrlich unterschiedlich spielen. 20 abwechslungsreiche Szenarien. Ein fokussierter Deckbuilding-Mechanismus. Und hervorragendes Spielmaterial mit Meeples, bei denen jeder am Tisch grinsen muss.
Am besten greift ihr solo oder zu zweit zu – hier entfaltet das Spiel sein volles Potenzial. Für rund 55 € bekommt ihr viele Stunden Spielspaß. Immerhin ist bei dem Preis der Wiederspielwert quasi kostenlos 😉
Helden müssen draußen bleiben ist ein Spiel von Luís Brüeh, erschienen bei Brüeh Games und auf Deutsch bei Mirakulus, für 1–4 Spieler ab 12 Jahren mit einer Spieldauer von rund 40–60 Minuten.
Die Nominierungen für den As d’or 2026 stehen fest. Am 27. Januar 2026 hat die Jury die Auswahl in vier Kategorien bekannt gegeben. Alle Hintergründe zum Label und zum Rahmen der Preisvergabe bündelt die Festival-Seite hier: Festival des Jeux Cannes – As d’Or / Jeu de l’Année.
Vier Kategorien, zwölf Spiele
Der As d’or ist ein Jurypreis. Die Entscheidung trifft eine neunköpfige Jury, die in vier Kategorien jeweils drei Titel nominiert.
Kinderspiel Nominierungen:
Archeo – Gigamic / Thomas Favreliere, Adrien Pedron
L’lle des Mookies – Le Scorpion Masque / Florian Sirieix
La Valse des Fantomes – Drei Magier Spiele / Wolfgang Dirscherl, Wolfgang Lehmann Sieger im Vorjahr: Operation Noisette
Familienspiel Nominierungen:
Flip 7 – Catch Up Games / Eric Olsen
Rebirth – Lucky Duck Games / Reiner Knizia
Toy Battle – REPOS / Alessandro Zucchini, Paolo Mori Sieger im Vorjahr: Odin
Insiderspiel Nominierungen:
First Rat – Pegasus / Gabriele Ausiello, Virginio Gigli
Take Time – Libellud / Alexj Piovesan, Julien Prothiere
Zenith – Play Punk / Gregory Grard, Mathieu Roussel Sieger im Vorjahr: Behind
Expertenspiel Nominierungen:
Arcs – Matagot / Cole Wehrle
Civolution – Matagot / Stefan Feld
Fourmis – Intrafin / Renato Ciervo, Andrea Robbiani Sieger im Vorjahr: Kutna Hora
Die Preisverleihung findet im Vorfeld des Festival de Jeux 2026 statt. Der As d’or 2026 wird am 26. Februar 2026 vergeben. Damit ist der Zeitplan klar: erst die Nominierungen Ende Januar, dann die Entscheidung kurz vor Festivalstart.
Der US-amerikanische Verlag CMON steht nach einem verlustreichen Geschäftsjahr unter erheblichem Druck. Mit über 14 Millionen US-Dollar an offenen Verpflichtungen aus Kickstarter-Kampagnen und einem operativen Verlust von rund 4,2 Millionen US-Dollar sucht das Unternehmen nach Wegen, seine Liquidität zu stabilisieren und das Vertrauen der Community zurückzugewinnen.
Kickstarter-Rückstau, Lizenzstrategien und der Blick nach vorn
CMON hat in den vergangenen Jahren stark auf Crowdfunding gesetzt. Doch von den 51 erfolgreich abgeschlossenen Kampagnen sind nach aktuellen Angaben 11 noch nicht vollständig ausgeliefert. Die daraus resultierenden finanziellen Verpflichtungen belaufen sich auf etwa 14,4 Millionen US-Dollar . Allein „Sword & Sorcery: Apocalypse“ und „Mordred“ machen dabei fast ein Drittel dieser Summe aus. Zwar betont CMON, dass die Produktionskosten für diese Spiele bereits gedeckt seien, doch der Versand an die Unterstützenden steht noch aus.
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 weist einen Gesamtumsatz von 21,5 Millionen US-Dollar aus – ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Vorjahr mit 34,5 Millionen US-Dollar. Verantwortlich dafür sei unter anderem eine geringere Anzahl neuer Kickstarter-Kampagnen sowie die verzögerte Auslieferung mehrerer Spiele. Die Bruttomarge sank von 46 auf 39 Prozent. CMON führt dies auf gestiegene Herstellungskosten und gesunkene Produktionsmengen zurück .
Als Reaktion auf die angespannte finanzielle Lage hat das Unternehmen nach eigenen Angaben damit begonnen, vermehrt bestehende Lizenzrechte zu verkaufen. Das Ziel: kurzfristige Liquidität schaffen und gleichzeitig Spielraum für strategische Anpassungen gewinnen. Parallel dazu strebt CMON neue Lizenzvereinbarungen an, insbesondere im Bereich großer Unterhaltungsmarken. Ein Beispiel ist die kommende Zusammenarbeit mit Warner Bros. Discovery zur Entwicklung eines Brettspiels zur Serie „House of the Dragon“ .
Um das operative Geschäft wieder zu stabilisieren, will CMON außerdem die Taktung neuer Kampagnen erhöhen. Statt wie bisher fünf Kickstarter-Projekte pro Jahr sollen künftig acht Kampagnen jährlich gestartet werden. Eine weitere Maßnahme ist die Verlagerung von Produktion und Versand einzelner Titel in kostengünstigere Regionen. Erste Schritte in diese Richtung wurden bereits für das Spiel „Mordred“ unternommen, dessen Fulfillment an Partner in Osteuropa übertragen wurde .
Trotz aller Herausforderungen gibt sich CMON zuversichtlich. Man sei entschlossen, ausstehende Projekte zu liefern und die Kommunikation mit der Community transparent zu gestalten. Ob das reicht, um das Vertrauen zurückzugewinnen, bleibt abzuwarten. Klar ist: Für CMON steht derzeit mehr auf dem Spiel als nur ein erfolgreiches Crowdfunding.
In der Steam-Kategorie für Brettspiel gibt es gerade viele Rabatte, aber nicht alles ist gleich interessant. Am meisten lohnt sich der Blick auf digitale Umsetzungen bekannter Titel, weil sie Regeln sauber abwickeln und online schnell startklar sind. Die komplette Kategorie findest du hier: https://store.steampowered.com/category/board_games
Übersicht der besten Deals
Tabletop Simulator – 19,50€ → 9,75€ Sandbox statt einzelnes Spiel. Du bekommst einen virtuellen Tisch für unzählige Spiele, besonders stark mit Workshop-Inhalten und einer festen Runde.
Root – 12,49€ → 4,99€ Asymmetrisches Konfliktspiel, in dem jede Fraktion anders funktioniert. Digital wirkt es deutlich zugänglicher, weil Verwaltung und Regeln automatisch laufen.
Zug um Zug® – 13,99€ → 5,59€ Strecken bauen, Karten sammeln, Ziele erfüllen. Sehr einsteigerfreundlich und trotzdem spannend, weil Blockaden und Timing eine Rolle spielen.
Wingspan – 19,99€ → 9,99€ Ruhiger Engine-Builder über Kartenkombos. Passt, wenn du lieber optimierst und ein System aufbaust, statt direkt konfrontativ zu spielen.
Terraforming Mars – 19,99€ → 6,99€ Langfristiger Aufbau über Projektkarten und Produktionsketten. Ideal, wenn du gerne mehrere Züge vorausplanst und auf einen großen Plan hinarbeitest.
Carcassonne: The Official Board Game – 9,99€ → 2,99€ Plättchen legen, Mehrheiten sichern, Punkte richtig timen. Schnell erklärt, aber taktisch genug, um auch nach vielen Partien interessant zu bleiben.
Scythe: Digital Edition – 19,99€ → 3,99€ Ressourcen, Gebietskontrolle und Aktionsplanung greifen eng ineinander. Stark, wenn du effiziente Züge magst und auf dem Brett Präsenz aufbauen willst.
Splendor – 9,99€ → 1,99€ Kurze Züge, klare Ziele, viel Effizienzdenken. Funktioniert sehr gut als schnelles Duell und als Spiel für zwischendurch.
Kurz einordnen, damit du schneller wählst
Für schnelle Runden und gemischte Gruppen sind Zug um Zug, Carcassonne und Splendor die einfachsten Einstiege. Wingspan geht ebenfalls gut rein, spielt sich aber stärker über Aufbau und Kombos.
Wenn du längere Abende mit mehr Planung willst, passen Root, Scythe und Terraforming Mars besser. Tabletop Simulator ist die Wahl, wenn du lieber eine Plattform für viele Spiele suchst als einen einzelnen Titel.
Für das beliebte Kinderspiel Captain Flip gibt es bei Asmodee eine weitere Erweiterung. Captain Flip – Isla Bomba baut das kurzweilige Familienspiel aus, das zum Spiel des Jahres 2024 nominiert wurde, und bringt neues Material für mehr Abwechslung auf den Tisch.
Neue Tafeln und neue Schätze für mehr Varianten
Isla Bomba enthält vier neue Abenteuertafeln. Dazu kommen fünf neue Schatzkarten, die zusätzliche Möglichkeiten ins Spiel bringen und für ein noch explosiveres Spielerlebnis sorgen.
Wenn Captain Flip bei dir vor allem wegen der schnellen Partien gut ankommt, bleibt das Grundgefühl erhalten. Die neuen Tafeln und Karten verändern aber, welche Entscheidungen sich in einer Runde lohnen.
Der Ablauf bleibt vertraut, der Flip macht weiter den Unterschied
In Captain Flip bist du als Captain eines Piratenschiffs unterwegs und stellst eine Crew zusammen. Ziel ist es, am Ende die meisten Münzen zu sammeln.
Dafür ziehst du Charakter-Plättchen aus dem Beutel und platzierst sie möglichst clever auf deiner Abenteuertafel. Wenn dir ein Plättchen nicht passt, kannst du einmalig den Flip-Mechanismus nutzen, es umdrehen und so einen anderen Charakter erhalten.
Mit „Drachenakademie“ bekommt Schwingenschlag eine Erweiterung von Feuerland Spiele. Neu dabei sind zusätzliche Drachen- und Höhlenkarten sowie frische Gilden- und Zielplättchen. Dazu kommen neue Regeln, die vor allem bei den Drachen und beim Einkommen ansetzen.
Neue Karten und neue Drachen
Die Erweiterung enthält viele neue Drachen- und Höhlenkarten. Dazu kommen neue Gilden- und Zielplättchen, die zusätzliche Aufgaben und Wertungen ins Spiel bringen.
Bei den Drachen gibt es eine neue Stufe: Zöglinge. Neben Jungtieren sowie kleinen, mittleren und großen Drachen sind das „Teenager-Drachen“, die du in deiner Akademie ausbilden kannst. Anders als bei Jungtieren werden die Ressourcen für die Ausbildung nicht auf dem Zögling gelagert, sondern gehen verloren. Nach der Ausbildung besitzen die Zöglinge dafür starke Fähigkeiten, die du im Spiel möglichst oft nutzen willst.
Zusätzlich sind Drachen enthalten, die du kostenlos ausspielen darfst, wenn du ihre jeweilige Spezialbedingung erfüllst.
Einkommen am Rundenende und Eckdaten
Bisher erhalten alle zu Beginn jeder Runde 6 Münzen und 1 Ei. In Drachenakademie wird das Einkommen variabler: Sobald du passt, entscheidest du, welches Einkommen du in der nächsten Runde bekommst. Dabei müssen alle unterschiedliche Einkommen wählen. Wer früher passt, hat damit die größere Auswahl.
YOKAI FOREST DUEL ist ein kleines Turnier-Duellspiel von GodotGames, das in sehr kurzer Zeit erklärt ist und trotzdem auf Entscheidungen setzt. Die Crowdfunding-Kampagne läuft auf Gamefound: https://gamefound.com/en/projects/godotgames/yokaiforest/. Das Finanzierungsziel wurde dabei sehr schnell erreicht, und die Kampagne ist sichtbar auf kurze, direkte Partien ausgelegt.
YOKAI FOREST DUEL: So wird gespielt
Im Kern ist es ein Kopf-an-Kopf-Duell. Du spielst Karten aus deiner Hand, die für Angriff, Munition, Verteidigung oder dauerhafte Verbesserungen stehen. Wichtig ist, dass du selbst auswählst, was du spielst. Dadurch geht es weniger um „was kommt als Nächstes im Deck“, sondern um Timing, Einschätzen und kleine Mindgames.
Die Duelle sind als Turnier gedacht. Bei mehr als zwei Personen laufen mehrere Duelle parallel. Eine Box ist für 2–8 Personen ausgelegt. Mit zwei Boxen kann man laut Kampagne Turniere bis 16 Personen spielen. Ein Match läuft im Best-of-3-Format, und zwischen den Duellen entwickelst du dich über Upgrades weiter. Genau dieser Teil macht den Reiz aus, weil du nicht nur den aktuellen Schlagabtausch gewinnst, sondern dich auch für spätere Runden richtig aufstellen willst.
MULTIPLAYER MAYHEM DELUXE (2–16 Personen): „2x everything“, also zwei Spiele plus Deluxe-Inhalte, 55 € (statt 88 €)
Dazu kommen optionale Add-ons, darunter Premium-Sleeves, Metallmünzen, ein Foil-Upgrade für die Upgrade-Karten sowie zusätzliche Core Games. Wer vor Kampagnenstart als Follower dabei war, bekommt die Foil-Upgrade-Karten laut Kampagne als kostenloses Geschenk dazu.
Für die Zahlung gibt es die übliche Gamefound-Logik: Während der Kampagne lässt sich der Pledge noch anpassen oder auch stornieren. Abgerechnet wird am Ende, wenn die Kampagne erfolgreich finanziert ist. Zusätzlich wird eine Ratenzahlung über StretchPay angeboten, die direkt beim Pledge als Monatsrate angezeigt wird.
Auslieferung: Als geplante Auslieferung wird September 2026 genannt. Wie bei Crowdfunding üblich kann es bei Produktion und Logistik zu Verschiebungen kommen.
Wer schnelle Duelle mag, in kurzer Zeit ein Turnier aufziehen will und auf direkte Entscheidungen statt langen Aufbau setzt, bekommt hier ein sehr fokussiertes Paket. Besonders stark ist der Ansatz, dass Upgrades zwischen den Duellen bleiben und sich die Partie dadurch wie ein echtes kleines Turnier anfühlt.
TimeTEX übernimmt HCM Kinzel und sorgt damit zum Jahresbeginn 2026 für Bewegung im deutschsprachigen Spielemarkt. Die zentrale Nachricht, wenn du die Marke kennst: HCM Kinzel soll erhalten bleiben und unter dem neuen Dach weitergeführt werden. Damit ist zumindest die Grundlage da, damit bekannte Titel nicht dauerhaft verschwinden.
Was HCM Kinzel ausgemacht hat und warum die Lücke spürbar war
HCM Kinzel war über viele Jahre ein fester Name, besonders bei Denkspielen, Logik und edukativen Ansätzen. Der Verlag saß in Zaberfeld und war als Familienbetrieb geprägt.
Ein sichtbarer Erfolg war 2023 die Lokalisierung von „Next Station: London“, die es auf die Nominierungsliste der Jury Spiel des Jahres schaffte. Im Mai 2025 kam dann der harte Schnitt: HCM Kinzel musste Insolvenz anmelden und den operativen Betrieb einstellen. Für einige Titel hieß das ganz praktisch, dass sie trotz Nachfrage nicht mehr ausgeliefert werden konnten. Die Next Station-Reihe ist inzwischen bei Pegasus.
Was die Übernahme durch TimeTEX konkret bedeutet und was als Erstes zurückkommt
TimeTEX ist ein familiengeführtes Unternehmen aus Riedenburg in Niederbayern. Seit Jahrzehnten entwickelt und vertreibt es Produkte für Schulen und Lehrkräfte, häufig in enger Abstimmung mit Pädagoginnen und Pädagogen, mit hohem Qualitätsanspruch und teilweise Fertigung in Deutschland. Neben dem klassischen Endkundengeschäft baut TimeTEX außerdem ein B2B-Geschäft mit Handelspartnern in mehreren europäischen Ländern aus. Genau dort passt ein Denkspielprogramm mit Bildungsbezug gut ins Profil.
Nach Angaben von TimeTEX wurde ein Assets Deal umgesetzt. Dabei sind unter anderem diese Bausteine zu TimeTEX übergegangen:
Warenlager
Kundendaten
Markenrechte
Produkte
Domains
Für den Markt ist das relevant, weil es nicht nur um einen Namen geht. Es geht um die praktische Fähigkeit, das Programm wieder lieferbar zu machen.
Als erste konkrete Ankündigung wird BRAINDROPS genannt, ein Logikspiel in drei Schwierigkeitsstufen von A. Wrede und C. Cantzler. Es konnte im Frühjahr 2025 nicht mehr ausgeliefert werden und soll unter der neuen Struktur zeitnah wieder in den Handel kommen. Gleichzeitig klingt an, dass auch weitere Denkspielprojekte, die bereits in Planung waren, schrittweise wieder aufgegriffen werden könnten. Unterm Strich steht damit vor allem eine vorsichtige, aber klare Perspektive: HCM Kinzel bleibt als Marke sichtbar, und einzelne Titel sollen wieder verfügbar werden.
Die LEGO Group und asmodee haben ein neues Brettspiel im NINJAGO-Universum angekündigt. Diesmal geht es um ein kooperatives Familienspiel, bei dem alle gemeinsam an einem Strang ziehen. Im Mittelpunkt steht das legendäre Schiff Destiny’s Bounty, das gegen angreifende Schurken verteidigt werden muss.
LEGO® NINJAGO® Destiny’s Bounty Adventures setzt auf Teamplay an Bord
In Destiny’s Bounty Adventures schlüpfst du zusammen mit den anderen Spielern in die Rollen der Ninja und erlebst eine Reihe von Abenteuern. Dabei treffen die Helden nicht nur auf Schlangen und Piraten, sondern laut Ankündigung auch auf einen etwas verwirrten Postboten. Der Kern bleibt klar kooperativ: Schurken wollen das Schiff erobern, und das Team muss sie gemeinsam zurückdrängen.
Der Weg dorthin soll über Zusammenarbeit und das Ausspielen der eigenen Stärken führen. Geplant ist, dass Spieler ihre Fähigkeiten verbessern, individuelle Vorteile kombinieren und als Gruppe Lösungen finden, um die Pläne der Angreifer zu vereiteln. Die Ausrichtung ist damit eindeutig familienfreundlich, aber mit genug Struktur, damit das Zusammenspiel am Tisch im Vordergrund steht.
Veröffentlichung, Messen und die Zusammenarbeit mit asmodee
Entwickelt wurde das Spiel von Dotted Games, einem asmodee-Studio, das sich auf Brettspiele in Kooperation mit der LEGO Group spezialisiert hat. Aus dem Studio heißt es, das Ziel sei ein gemeinsames Erlebnis aus Spaß, Strategie und Storytelling, das unterschiedliche Altersgruppen am Tisch abholt. Von LEGO NINJAGO wird der Release außerdem in den Kontext des Jubiläumsjahres gestellt, denn 2026 feiert LEGO NINJAGO sein 15-jähriges Bestehen.
Vorgestellt wird das Spiel im Januar 2026 zunächst Fachhändlern und Branchenpartnern, unter anderem auf der London Toy Fair und der Spielwarenmesse in Nürnberg. Der Verkaufsstart ist für den 30. Juli 2026 auf der Gen Con geplant, anschließend soll es weltweit im Handel erscheinen.
Destiny’s Bounty Adventures ist das dritte Spiel aus der Zusammenarbeit zwischen der LEGO Group und asmodee. Zuvor wurden bereits das Familienspiel Brick Like This! und das Strategiespiel Monkey Palace veröffentlicht.