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„Labyrinth: Chronicles": Ravensburger und Awaken Realms bringen Koop-Neuauflage im September für 149 Euro

19. Mai 2026 um 14:38
„Labyrinth: Chronicles": Ravensburger und Awaken Realms bringen Koop-Neuauflage im September für 149 Euro

Ravensburger und Awaken Realms haben den Handelsstart für „Labyrinth: Chronicles" auf September 2026 datiert; die unverbindliche Preisempfehlung liegt laut Pressemeldung des Ravensburger-Newsrooms bei 149,00 Euro. Das kooperative Kampagnenspiel ist die Jubiläumsneuinterpretation des 1986 erschienenen Familien-Klassikers „Das verrückte Labyrinth" — über die Erstankündigung der Jubiläumsneuinterpretation hatten wir bereits im Februar 2025 berichtet — und stammt aus einer Gamefound-Kampagne, die Ravensburger zufolge über 12.000 Unterstützer mobilisiert hat. Als Designer nennt der Verlag Max J. Kobbert, den Schöpfer des Originals, sowie Jan Truchanowicz für Awaken Realms.

Vom Schiebepuzzle zum Koop-Kampagnenspiel

Wer das Original kennt, erkennt die Grundzutat sofort: Reihum schiebt eine Person eine überzählige Gangkarte in den Spielplan, wodurch sich Korridore verschieben und neue Wege entstehen — oder versperrt werden. Diesen Schiebemechanismus übernimmt „Chronicles" laut Spielbeschreibung auf BoardGameGeek, koppelt ihn aber an einen kooperativen Spielmodus. Statt um die Wette Schätze einzusammeln, organisieren zwei bis vier Spielende gemeinsam die Versorgung eines Feendorfs und müssen den im Labyrinth lauernden Kobolden zuvorkommen.

Dazu kommt ein fortlaufendes Kampagnenformat. Die Verlagsbeschreibung spricht von Dorfwiederaufbau, neuen Fähigkeiten und neuen Charakteren über mehrere Partien hinweg. Vom Format her bedeutet das mehrere zusammenhängende Spielabende mit Fortschritt — eine „Legacy"-Mechanik mit zerstörbaren oder permanent veränderten Komponenten kommuniziert der Verlag dabei nicht. Eine Auflistung einzelner Kapitelinhalte gibt es in der jetzt veröffentlichten Pressemeldung ebenfalls nicht; Awaken Realms hält die konkreten Kampagnen-Beats bislang zurück.

3D-Spielplan: physische Mauern statt Pappe

Das visuelle Hauptverkaufsargument sitzt auf dem Tisch: Statt eines flachen Pappspielplans liefert „Labyrinth: Chronicles" einen 3D-Aufbau mit physischen Mauerelementen. Die Pressemeldung nennt diesen Aufbau als zentrales Komponentenmerkmal, ohne genauere Materialangaben. Das passt zum Profil von Awaken Realms, deren Titel „Nemesis", „This War of Mine: The Board Game" und „ISS Vanguard" für komponentenintensive Produktionen bekannt sind. Mechanisch bewegt sich „Labyrinth: Chronicles" allerdings deutlich unter diesen Heavy-Koop-Titeln (BGG-Komplexitätswerte um 3,3–3,5) — die Komponenten-DNA des Studios trifft hier auf ein Familienspiel-Plus-Format. Für Käufer:innen, die den Klassiker im 30-Euro-Segment im Regal haben, ist das ein deutlicher Sprung nach oben — in Bauumfang ebenso wie im Preis.

Spielerzahl, Alter, Spieldauer — und die offene Solo-Frage

Die Pressemeldung listet zwei bis vier Spielende und eine Altersempfehlung ab neun Jahren. Der BoardGameGeek-Eintrag setzt das Mindestalter mit acht Jahren ein Jahr niedriger an; wer das Spiel für jüngere Mitspielende plant, sollte sich an Ravensburgers offizieller Freigabe orientieren. Eine Spieldauer kommuniziert der Verlag in der Pressemeldung nicht — laut BoardGameGeek liegt eine Partie zwischen 20 und 60 Minuten. Diese Spannweite stammt aus früher Community-Schätzung; Kampagnen-Sessions mit Dorf-Wiederaufbau und neuen Charakteren dürften eher am oberen Rand liegen.

Auch beim Solo-Modus schweigt Ravensburger. „Labyrinth: Chronicles" wird offiziell als Titel für zwei bis vier Spielende beworben; ein dedizierter Einzelspieler-Modus ist nicht Teil der Verlagskommunikation. Die BoardGameGeek-Community deutet in ihrer Spieleranzahl-Umfrage an, dass sich der Titel solo spielen lässt — die Stichprobe ist allerdings klein und kein Verlagsversprechen. Solist:innen sollten vor dem Kauf prüfen, ob ihnen das Steuern mehrerer Charaktere im kooperativen Modus genügt.

Für die Illustrationen verantwortet Awaken Realms ein vierköpfiges Team um Jakub Dzikowski, Patryk Jędraszek, Ewa Labak und Pamela Łuniewska. BGG schätzt die Komplexität auf 1,80 von 5 ein — das liegt im Familienspiel-Plus-Bereich (zum Vergleich: Carcassonne 1,92, Catan 2,32) und damit unterhalb der klassischen Kennerspiel-Schwelle. Mit Blick auf die Kampagnen-Schichten (Dorfwiederaufbau, neue Fähigkeiten, Charakter-Persistenz) könnte der Wert in der Praxis allerdings eher die Untergrenze als der Median sein, und die BGG-Stichprobe ist für einen September-Titel noch dünn.

Für die Illustrationen verantwortet Awaken Realms ein vierköpfiges Team um Jakub Dzikowski, Patryk Jędraszek, Ewa Labak und Pamela Łuniewska.

Crowdfunding-Erbe: Gamefound-Kampagne und 149 € UVP

Die Gamefound-Kampagne hatten wir im Februar 2026 ausführlich begleitet; sie ist abgeschlossen und laut Pressemeldung mit über 12.000 Unterstützern unterzeichnet. Eine öffentlich nachvollziehbare Auflistung der erreichten Stretch Goals — insbesondere die Trennung zwischen Mechanik-Inhalten wie Zusatzszenarien oder neuen Charakteren auf der einen und Komponenten-Upgrades wie Miniaturen oder Spielmatten auf der anderen Seite — kommuniziert Ravensburger in der jetzt veröffentlichten Pressemeldung nicht; die Gamefound-Kampagnenseite ist zum Redaktionsschluss nicht öffentlich abrufbar. Wer in der Gamefound-Phase nicht dabei war und auf bestimmte Stretch-Goal-Inhalte hofft, sollte die Verpackung im Handel prüfen — bei Awaken-Realms-Titeln unterscheiden sich Crowdfunding- und Retail-Editionen häufig in Komponenten- und Miniaturen-Umfang.

Mit 149 Euro UVP ordnet sich „Labyrinth: Chronicles" deutlich über den rund 30 Euro für den klassischen Familienkracher ein, bleibt aber im üblichen Preissegment für Awaken-Realms-Boxen. Das klassische „Das verrückte Labyrinth" ersetzt die Neuauflage dabei nicht — sie zielt auf einen anderen Abend: längeres Commitment, kooperatives Kampagnenformat statt klassische Sammelpartie. Eine spielerische Einordnung dieses Aufschlags ist ohne Hands-on nicht zu leisten — wir kommen im September darauf zurück.

Labyrinth Chronicles: Das verrückte Labyrinth wird 40 und bekommt eine 3D-Jubiläumsausgabe

26. Februar 2026 um 14:57
Labyrinth Chronicles: Das verrückte Labyrinth wird 40 und bekommt eine 3D-Jubiläumsausgabe

Das verrückte Labyrinth feiert 2026 seinen 40. Geburtstag. Über 30 Millionen verkaufte Exemplare und zahlreiche Auszeichnungen machen den Klassiker zu einem der erfolgreichsten Brettspiele überhaupt. Zum Jubiläum entsteht in Zusammenarbeit mit dem Verlag Awaken Realms eine neue Ausgabe: Labyrinth Chronicles. Die Kampagne läuft bereits auf Gamefound und kann dort noch 20 Tage unterstützt werden.

Das klassische Labyrinth in drei Dimensionen

Labyrinth Chronicles überführt das bekannte Spielprinzip in eine dreidimensionale Spielwelt. Statt flacher Plättchen verschiebst du physische 3D-Module mit Mauern und Gängen. 50 Labyrinth-Module und vier Spielbrett-Puzzleteile bilden das Grundgerüst. Detailreiche Miniaturen für Charaktere, Portale, Goblins und Wächter ergänzen das Spielfeld.

Neben dem neuen Look enthält die Box auch die klassischen Spielvarianten. Sowohl die Classic-Version als auch die anspruchsvollere Meister-Version von Labyrinth sind vollständig enthalten. In der Classic-Variante sammelst du Schätze und kehrst zu deinem Startfeld zurück. Die Meister-Version verlangt, Gegenstände in einer bestimmten Reihenfolge einzusammeln und dabei möglichst viele Punkte zu erzielen.

Das Herzstück der Jubiläumsausgabe ist der kooperative Kampagnen-Modus. In den sogenannten Chronicles erkundest du mit deiner Gruppe eine fortlaufende Geschichte. Jede Partie öffnet ein neues Kapitel und erweitert die Regeln Schritt für Schritt. Im Kampagnen-Ordner sammelst du Karten und Fortschritte. Im Laufe der Kampagne öffnest du Mystery Boxes, die neue Mechaniken, Storylinien und Komponenten freischalten. Mit magnetischen Dorfmarkern baust du zudem das Dorf Fairyvale wieder auf. Der Einstieg ist ab 9 Jahren möglich, durch die steigende Komplexität bleibt das Spiel aber auch für erfahrene Gruppen fordernd.

Pledges und Verfügbarkeit

Die Core Box kostet in der Kampagne 89 Euro. Der reguläre Verkaufspreis soll bei 179 Euro liegen. Enthalten sind unter anderem vier Charaktermodelle, vier Portalmodelle, neun Gegnermodelle, zwei Würfel, ein Kampagnen-Ordner, über 170 Tokens und mehr als 290 Karten. Laut Kampagnenseite sind die Boxen versandbereit und werden direkt nach dem Pledge verschickt.

Für 119 Euro gibt es das Gameplay-All-in-Pledge. Dieses Paket enthält zusätzlich die Erweiterung Personal Stories mit vier Charaktermagneten, 24 Skill-Karten, 12 Tokens, vier persönlichen Questbögen und einem Skriptbuch. Wer seine Miniaturen mit einer Sundrop-Bemalung haben möchte, zahlt jeweils 15 Euro extra. Das Spiel erscheint in mehreren Sprachen, darunter Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Polnisch und Italienisch.

Zur Kampagne auf Gamefound: Labyrinth Chronicles

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