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Arkham Horror - Das Kartenspiel (2026)

Verlag: Fantasy Flight Games / Asmodee

Autor: Nate French / MJ Newman zusammen mit Josiah „Duke“ Harrist / Nicholas Kory

Spieleranzahl: 1 – 4

Alter: ab 14 Jahren

Spieldauer: ca. 45 Minuten pro Spieler

 

 

Einleitung:

 

Seit 2016 erfreut sich das Arkham Horror Kartenspiel ungebrochener Beliebtheit und wartete schon mit unzähligen Kampagnenerweiterungen auf. Nun beginnt ein neues Kapitel. Die dritte Edition startet eine komplett neue Geschichte, die durch kommende Erweiterungen fortgeschrieben wird. Die Mechaniken und grundsätzlichen Abläufe haben sich jedoch nicht verändert. Nach wie vor bekämpfen 1-4 wagemutige Ermittler böse Mächte und Diener des uralten Cthulhu-Mythos, der in den 1920er Jahren von H.P. Lovecraft ins Leben gerufen wurde.

 

Ablauf:

 

Vor dem Start der neuen Kampagne Bruderschaft der Asche wählt jeder Spieler einen Ermittler und nimmt sich das entsprechende Ermittler-Kartendeck. Anschließend einigt sich das Team auf einen Ermittlungsleiter. Nun werden alle benötigten Marker bereitgelegt und der Chaosbeutel zusammengestellt. Jeder Spieler hat zu Beginn des Spiels fünf Ressourcen zur Verfügung und zieht fünf Karten auf seine Hand.

 

Jetzt wird das Szenario vorbereitet. Hierzu werden alle benötigten Szenariokarten bzw. das Begegnungsset herausgesucht. Das Agendadeck wird erstellt und die Szenarioeinleitung vorgelesen.

 

Der Rundenablauf von Arkham Horror – Das Kartenspiel ist in vier Phasen unterteilt. Mythosphase, Ermittlungsphase, Gegnerphase und Unterhaltsphase. In der Mythosphase wird als erstes ein Verderbensmarker auf die aktuelle Agendakarte platziert. Ab einer gewissen Menge von ausliegenden Markern schreitet die Agenda bzw. die Geschichte voran. In diesem Fall wird die Agendakarte umgedreht und die Anweisungen auf der Rückseite vorgelesen. Unabhängig von einem eventuellen Fortschreiten zieht jeder Spieler eine Begegnungskarte und handelt sie ab (Verrat oder Gegnererscheinung). In der darauf folgenden Ermittlungsphase stehen den Spielern jeweils drei Aktionen zur Verfügung. Aktionen sind beispielsweise Bewegung, Karte ziehen, Karte von der Hand ausspielen, Kämpfen usw. Durch eine Ermittlungsaktion können Hinweise entdeckt werden. Die Abgabe von Hinweisen bringt wiederum die Handlung voran und führt die Ermittler näher an ihr Szenarioziel. Viele Aktionen erfordern zunächst das Durchführen von Fertigkeitsproben.

 

In der Gegnerphase bewegen sich ggf. die Feinde und greifen die Ermittler an. Sobald ein Ermittler maximalen Schaden oder maximalen Horror erlitten hat ist er besiegt. Der Spieler darf jedoch mit einem neuen Ermittler weiterspielen. In der Unterhaltsphase werden alle erschöpften Karten wieder spielbereit gemacht und jeder Spieler erhält eine Ressource und darf seine Karte von seinem Deck nachziehen.

 

Im Laufe des Spiels schreitet die Agenda/Story unaufhaltsam weiter bis die Spieler das Ende es Szenarios erreicht haben. Unabhängig vom Ausgang geht die Kampagne weiter bis das Ende des letzten Szenarios erreicht ist. Der Kampagnenleitfaden beschreibt dem Team dann den endgültigen Ausgang der Geschichte.

 

Meinung:

 

Zu Beginn dieses Meinungsblocks möchte ich darauf hinweisen, dass die Ablaufbeschreibung nur die grundlegendsten Elemente beschreibt und nicht mal ansatzweise in die Tiefe geht. Das liegt ganz einfach daran, dass Arkham Horror – Das Kartenspiel eine lupenreine Expertenveröffentlichung mit etlichen Feinheiten ist. Das sieht man schon an der Spielanleitung, die stolze 48 Seiten umfasst. Hinzu kommt der Kampagnenleitfaden mit 16 Seiten. Eine Beschreibung mit allen Details würde schlichtweg den Rahmen dieser Rezension sprengen, die sich im Übrigen primär an Neueinsteiger richtet. Nichtsdestotrotz gibt es im Laufe dieses Blocks auch ein paar Hinweise an erfahrene Arkham-Kartenspieler.

 

Das Arkham Horror Kartenspiel ist kein Spiel für jedermann. Für die „richtige Zielgruppe“ ist es wohl sowas wie der Heilige Gral während es für die falsche Zielgruppe viel zu schwer und viel zu kompliziert ist. Ich selbst kenne die beiden Vorgängerversionen dieses Spiels nicht und muss mich auf die Aussagen erfahrender Arkham-Spieler verlassen, die ich nach dem Durchspielen der Kampagne interviewt habe. Und dabei kamen durchaus interessante Erkenntnisse heraus. Fast alle Veteranen waren der Meinung, dass Arkham Horror – Das Kartenspiel langfristig anzusehen ist. Also durchaus zukunftsgerichtet auf die kommenden Erweiterungen bzw. Kampagnen. Ein Kernpunkt der Aussagen war, dass die Spieler konstant an ihren Charakteren und deren Ermittlungsdecks tüfteln sollten. Das macht einen Großteil des Spielspaßes aus und sorgt für großen Wiederspielreiz. Außerdem sollten Arkham-Spieler eine große Frust-Toleranz mitbringen. Das kann ich voll und ganz bestätigen, denn das Arkham Horror Kartenspiel ist hart und schwer zu gewinnen. Bereits beim normalen Schwierigkeitsgrad kriegt man oftmals viele Schläge „in die Fresse“ während positive Erfahrungen eher selten sind. Aber auch das wurde von den Veteranen gelobt. Fans des Spiels wollen diese Härte und diesen Schwierigkeitsgrad. Mit persönlich gefällt in diesem Zusammenhang, dass eine Kampagne trotz Rückschlägen und Aufgaben immer weitergeht, wenn auch mit Mali.

 

Als Neuling fand ich die Spielanleitung hervorragend geschrieben. Aber da Arkham Horror ein komplexes Spiel ist muss man halt viel lesen … das bedingt sich nun mal. Optisch ist Arkham Horror echt klasse. Das ist auch bei den Brettspielen der Fall, und diese kenne ich sehr gut (und liebe sie). Das Arkham-Universum hat einen ganz eigenen Stil und dieser gefällt mir persönlich ausgesprochen gut.

 

Kommen wir nun zu den Hinweisen an die Besitzer der älteren Ausgaben. Das neue Arkham Horror ist kompatibel mit den vorangegangen Veröffentlichungen aber die meisten Fans sind sich einig, dass man das neue Grundspiel am besten als Neustart ansehen sollte und auf die angekündigten Erweiterungen warten sollte. Ein bisschen enttäuscht waren viele Fans jedoch von der Mechanik des neuen Grundspiels. Die Kampagne ähnelt der Vorgänger-Kampagne frappierend und ist lediglich mit einem neuen Setting (Story-Rahmen) ausgestattet. Diesbezüglich hätten sich die Altfans mehr Neuerungen und mehr Abwechslung gewünscht.

 

Fazit:

 

Als Fazit lässt sich bilanzieren, dass Arkham Horror – Das Kartenspiel eine hervorragende und empfehlenswerte Veröffentlichung ist wenn man Freude an den genannten Spielaspekten hat. Es hat schon seinen Grund wenn sich ein Spiel jahrelang hält, und in Hinblick auf die kommenden Erweiterungen wird sich an dieser Beliebtheit wohl auch nichts ändern.

Take Time: Mehr als ein Fest und eine Falle für Alphaspieler?

Von: ravn
04. Mai 2026 um 19:13

Das kooperative Kartenablege-Spiel aus dem Hause Libellud wird seit Monaten als mächtiger Spiel des Jahres Kandidat gehandelt. Ich selbst habe den Titel auf der letztjährigen SPIEL in Essen verpasst, danach war der ausverkauft und nun hatte ich auf dem SpieleWahnsinn in Herne endlich die Anspielchance. Denn einen Blindkauf in diesem doch speziellen Genre wollte ich dann doch nicht wagen. Leider bin ich fast so ratlos wie zuvor.

Meine Ausgangsfragen sind eigentlich ganz einfach: Taugt Take Time als Spiel für meine diversen Spielrunden? Macht es gemeinsam Spaß, sodass es wiederholt auf den Tisch kommt? Kann ich es mit unterschiedlichen Mitspielern weiterspielen oder benötige ich doch eher eine feste Gruppe, die sich den aufsteigenden Herausforderungen stellt? Finden Neueinsteiger auch in komplexeren Aufgaben ins Spiel, ohne dabei zum Bremsklotz oder gar Sündenbock zu werden? Meine Erstpartie auf dem SpieleWahnsinn 2026 in Herne sollte mir die Antworten dazu liefern. Der Spieleinstieg war denkbar einfach, weil bestens durch unsere Erklärerin vor Ort vermittelt und hier per Audio-Mitschritt festgehalten:

Die allererste von 40 Aufgaben der der Autoren Alexi Piovesan und Julien Prothièreaus lag vor uns aus. Zukunftsmusik waren hingegen die restlichen 39 Herausforderungen, die aufgeteilt in zehn Kapiteln, jeweils einen neuen Umschlag mit geheimnisvollem Inhalt mitbringen. Und ganz am Ende winkt noch ein „Zeitsprung“-Bonusumschlag, der das Spielgeschehen verlängern soll. Aber wir hatten erstmal genug mit Aufgabe 1 zu tun. Mal eben die zwölf verteilten Karten rund um die Uhr auslegen, sodass am Ende aufsteigende Zahlenwerte dort stehen und zwei kleine Sonderregeln beachtet sind, das sollte doch ein Kinderspiel werden. So dachten wir hochmütig. In der Auflösungsphase kam nach der zweiten aufgedeckten Karte schon die gemeinsame Niederlage für uns. Also doch nicht so einfach und deshalb gleich noch mal probiert. Diesmal klappte es besser und ich zumindest fühlte durchaus den Nervenkitzel, verdeckte Karten abzulegen, ohne sich in dieser Phase gegenseitig absprechen zu können.

Es geht also um Vertrauen untereinander und das Vertrauen darauf, dass jeder von uns weiß, was er zu tun und zu unterlassen hat. Dazu gibt es extra eine taktische Vorbesprechung, nachdem verdeckt zwölf Karten unter uns ausgeteilt worden sind. Blöd, dass die Hälfte des Kartenstapels beiseite gelegt wird und wir mal so gar keine Ahnung haben, welche Zahlenverteilung wir bei uns und bei unseren Mitspielern vorfinden werden. Einzig wissen wir anhand der Kartenrückseite, ob wir schwarze oder weiße Karten bekommen haben. Bei drei weißen Karten in unserer entspannten Viererrunde war mir somit klar, dass ich zwingend drei unterschiedliche Werte haben werde. Hilft das? Keine Ahnung, aber wir haben zumindest in Herausforderung 1 noch beliebig Zeit, das gemeinsam zu diskutieren. Und genau da sind wir eventuell bei dem Knackpunkt des ganzen Spiels angekommen.

Denn diese taktische Vorbesprechung zu Beginn einer Herausforderung entlarvt Mitspieler, die gerne den Takt vorgeben oder schlicht gemeinsame Pläne entwickeln. Eigentlich sollte an diesem Punkt des Spiels eine Diskussion entstehen, wie die kommende Aufgabe bewältigt werden könnte. Schließlich wollen wir kooperativ gewinnen und da ist der beste Plan, der von allen bevorzugte Plan. Aber wer sich überhaupt und wie intensiv daran beteiligen mag, liegt an den Mitspielenden selbst. Alphaspieler wird hierbei Tür und Tor geöffnet, sofern die späteren Herausforderungen die Planungsphase nicht weiter einschränken. Wer sich als Ideengeber oder nur Befehlsempfänger versteht, muss die Spielrunde unter sich ausmachen. Manch einem liegt die eine oder die andere Rolle auch mehr. Solange sich alle damit zurechtfinden können, ist doch alles gut. Und wenn nicht, liegt es dann an dem Spiel mit seinem kooperativen Charakter oder an Einzelnen, die kooperieren mit bestimmen verwechseln?

Somit steht und fällt Take Time mit der Spielrunde. Haben alle am Tisch den gleichen Ehrgeiz, sich in die Herausforderung reinzudenken? Ein einziger Spieler reicht aus, der das alles nicht recht verstanden hat oder auch nur weniger Lust verspürt, mitzuplanen und im späteren Ausspielen auch mitzudenken, um die Herausforderung für alle scheitern zu lassen. Spielrunden, die hier Schuldzuweisungen verteilen, sind wohl ebenso die falsche Zielgruppe wie solche, die sich nur Schulter zuckend anschauen und den eigentlichen Spielreiz in Take Time nicht sehen.

Wir in unserer Viererrunde hatten im zweiten Anlauf diese allererste und einfachste Aufgabe gelöst. Ich fand das durchaus spannend, schloss mich in unserer Nachbesprechung aber der Mehrheitsmeinung an, dass im direkten Vergleich Bomb Busters doch besser und gehaltvoller wäre. Den potenziellen Kauf hatte ich zu dem Zeitpunkt abgeschrieben. Nur wollte mich Take Time in den kommenden Stunden nicht so recht loslassen. Da hat irgendwas an meinem Spielernerv genagt, der mir zuflüsterte, dass dieses kooperative Kartenablege-Spiel noch mindestens eine weitere Chance verdient hätte. Und genau deshalb bin ich nun auf der Suche nach dem besten Angebot für Take Time, obwohl vorab so vieles dagegen sprach. Spricht das doch für einen potenziellen Spiel des Jahres Kandidaten?

UNO Zero

04. Mai 2026 um 12:05

Mit UNO ZERO ist eine weitere Variante in der Reihe rund um den Kartenspielklassiker UNO erschienen. Auch dieses Mal kommt das Spiel im bekannten Design und mit einfachen Regeln daher, bei denen es dieses Mal darum geht, nach neun Runden mit den wenigsten Punkten abzuschließen. Durch alte Bekannte wie „Aussetzen“, „Zwei (beziehungsweise vier) ziehen“ oder die „Retour“-Karte lassen sich auch dieses Mal die Gegner wieder schön ärgern, wie man es von UNO kennt. Doch Vorsicht, behält man genannte Karten zu lange in der eigenen Auslage, können sie am Ende für viele Punkte sorgen und den eigenen Sieg verhindern!

THE ROYAL SOCIETY OF ARCHEOLOGY - Prototypenerfahrung

04. Mai 2026 um 09:40

Im frühen 20. Jahrhundert konnten Forschende noch echte Entdecker sein. Fernab digitaler Medien reisten sie als „Langstrecken-Abenteurer“ herum und buddelten – wenn nicht die Bundeslade – dann zumindest wertvolle Relikte aus der Erde. Bestes thematisches Material für ein ambitioniertes Brettspielprojekt. Seit 2016 werkelt der französische Autor ERIC JUMEL an seinem Opus Magnum. Schade…

Quelle

Top 10 Star Wars Brettspiele und Kartenspiele

Von: Peer
04. Mai 2026 um 08:00

Top 10 Star Wars Brettspiele und KartenspieleEine der größten Franchises ist sicher Star Wars und es gibt Millionen Fans weltweit. Da ist es nicht verwunderlich, dass viele Star Wars Brettspiele und Kartenspiele erschienen sind. Meine Top 10 Star Wars Spiele stelle ich heute passend zum Star Wars Tag (May the 4th) vor. Dabei erfahrt ihr, welche Star Wars Brettspiele mir am […]

Der Beitrag Top 10 Star Wars Brettspiele und Kartenspiele erschien zuerst auf Abenteuer Brettspiele.

Irrlichter

04. Mai 2026 um 00:59

Bei dem Sammeltitel Irrlichter für die vier Micro-Games von Nice Game Publishing muss ich jetzt den Metapher-Einstieg wählen. Kommen wir hier etwa von der Straße des Spielsspaßes ab und verirren uns in analogen Einöden? Gerade aufgrund der wirklich kompakten Ausmaße eignen sich alle vier Titel natürlich als Reisespiel. Aber will man da „Irrlichten“? Die Optik...

Der Beitrag Irrlichter erschien zuerst auf Brett und Pad.

Ultraviolett

 



Zeichnet! Schwierig. Ein vierteiliges Bild. Noch schwieriger. Ohne zu sehen, was ihr zeichnet! Wie bitte? Ja, das Konzept hinter Ultraviolett ist vollkommen absurd und gerade deswegen so ein Geheimtipp.


Ultraviolett ein Zeichen-Spiel von Angela Vögtli für 3-4 Spieler*innen und dauert circa 30-60 Minuten.

[Spielmaterial: Jede Menge Absurditäten zum Zeichnen]

 

In der Box von Ultraviolett gibt es für ein Zeichenspiel überraschend viel Inhalt. Dort sind vier Stapel voll mit insgesamt 300 Wortkarten, ein Spielbrett zum Ablegen der Karten, ein Block, sowie Würfel, Stifte mit Schwarzlicht-Lampe, Folienstifte und vier Sichtschirme zu entdecken.

Sowohl das Brett als auch die Sichtschirme und die Karten erstrahlen dabei alle im herrlichen Neon-Farbkonzept der Spieleschachtel und machen echt was her. Dazu gibt es ein paar an Halluzinogene angelehnte Namen für bekannte Künstler*innen wie „Bong Ross“ oder „Salvador Delirium“. Für ein Zeichenspiel überdurchschnittliche Ausstattung, die direkt Lust aufs Ausprobieren macht.


[Spielablauf: Alle(s) gleichzeitig]


 

Ultraviolett macht schonmal eine Sache für ein Party-/Zeichenspiel sehr gut: Alle sind gleichzeitig dran. Downtime gibt es also nicht, ganz im Gegenteil - es wird eher stressig. Euer Ziel ist es, möglichst viele Zeichnungen eurer Mitspieler*innen zu erkennen und möglichst viele der anderen zu erkennen. Das kennt man so schon von anderen Spielen, aber es funktioniert ja auch immer!

Eine Runde startet damit, dass ihr die 24 Felder auf dem Spielbrett mit Wortkarten ausstattet. Dann würfeln alle hinter ihren Sichtschirmen ihre Würfel und erhalten dadurch ein Set aus vier Worten - ein pinkes (Subjekt), ein gelbes (Prädikat), ein grünes (Attribut) und ein blaues (Objekt).

Aus diesen Worten entsteht ein Satz, zum Beispiel „Buddha raucht einen schwimmenden Magneten“.

Diesen Satz gilt es nun, auf Papier zu bringen. Ohne zu sehen, was ihr zeichnet! Mit euren UV-Stiften malt ihr dafür alle gleichzeitig euren jeweiligen Satz auf einen Zettel. Ihr könnt entweder ein Bild für den ganzen Satz malen oder das Blatt vierteln und pro Wort eine kleine Zeichnung anfertigen. Das ist absolutes Chaos in Bestform und sorgt für viel verzweifelte Ausrufe.

Ist eine Person fertig, läuft die Sanduhr und der Countdown beginnt. 

Nun startet Phase 2: Die Auflösung. Dafür leuchtet ihr reihum auf euer jeweiliges Gemälde und lasst die anderen mit kleinen Punktechips hinter ihrem Sichtschirm raten, welche Zahlen ihr wohl gezeichnet habt. Dafür gibt es dann Punkte. 1 Punkt pro Kunstwerk, von jemand anderem, bei denen du ALLE Zahlen richtig geraten hast (!). 1 Punkt pro Person, die dein Kunstwerk komplett richtig interpretiert hat. Einen Bonuspunkt pro richtiger Interpretation, wenn du ein zusammenhängendes Bild gemalt hast. Und einen Minuspunkt gibt es dann, wenn du die Sanduhr umgedreht hast, aber niemand dein Kunstwerk richtig interpretiert hat. Das ist gerade in den ersten Runden echt hart.


[Fazit: Endlich mal etwas anderes]


 

Zeichenspiele sind - KrankenOrakel sei Dank - wieder auf einem absoluten Peak. Während viele Spiele Altbekanntes neu auflegen, gehört Ultraviolett zu der Sonder-Rige, die mal etwas anders macht. 

Mit UV-Stiften und Lampen ausgerüstet die Gemälde zu entdecken und überhaupt ohne etwas zu sehen zu malen, sind völlig neue Momente und Eindrücke. Dazu sieht das Spiel auch noch top aus und sorgt beim Spielewochenende doch mal dafür, dass immer mehr Leute stehenbleiben und zuschauen/mitmachen möchten. 

Mit dem gigantischen Content an sehr abwechslungsreichen und absurden Wort-Karten habt ihr dazu noch massenweise Wiederspielreiz. Mein Tipp: Holt euch direkt die Erweiterung für 5-6 Spieler*innen dazu.

Damit ist das Thema auch durch: Wer Zeichenspiele mag, muss Ultraviolett austesten. Das geht auch ohne Halluzinogene sehr gut.

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Ultraviolett von Angela Vögtli
Erschienen bei Kampfhummel
Für 2-4 Spielende in 30-60 Minuten ab 12 Jahren
Boardgamegeek-Link

sämtliche Bilder sind von uns selbst erstellt oder vom jeweiligen Pressematerial des Verlages (hier Kampfhummel)

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