Die Neuheiten der Spielwarenmesse 2025. Dies ist also der versprochene 2. Teil meines Messeberichts von der Spielwarenmesse Nürnberg 2025. Im ersten Teil hatte ich euch über die Spiele Trends 2025, den Toy Award und die Kinderspiel-Neuheiten berichtet. Nun geht weiter es mit vielen tollen Frühlings-Neuheiten. In diesem 2. Teil stelle ich euch nun die Familienspiele, […]
In der griechischen Mythologie gibt es die Figur der Kassandra. Als Wahrsagerin konnte sie zwar die aufkommenden Gefahren erkennen und benennen, musste aber mit ansehen wie ihre Vorhersagen ignoriert wurden und das Unheil trotzdem stattfand. Wer schon mal ein „social deduction“-Spiel wie Der Widerstand, Werwolf oder sogar Battlestar Galactica gespielt hat, wird sicherlich schon mal […]
Wer seine Brettspiel-Sammlung auf Boardgame Geek pflegt hat man die Möglichkeit sich von seiner Sammlung ganz einfach einen Katalog zu erstellen. Und zwar mit Hilfe der Webseite My board game collection. Hier muss man nur auf Create klicken und gibt dort seinen BGG-Nutzernamen ein. Die Seite lädt dann deine Brettspielsammlung von BGG und du kannst dann einfach einen Katalog deiner Sammlung erstellen.
Bildquelle:
Man kann dann auf der Seite noch diverse Einstellungen vornehmen, zum Beispiel wie die Spiele sortiert werden sollen oder wie die Spielecover im Katalog dargestellt werden (komplett oder ins Cover reingezoomt).
Nur mit Umlauten und Sonderzeichen hat die Webseite leider Probleme und stellt sie nicht dar. Und die Beschreibung der Brettspiele ist auf Englisch. Das hier (siehe Bild unten) ist das Spiel, mit dem die Seite die größten Probleme hatte (12 Chip Trick von Mandoo Games).
Trotzdem ist das ein toller und vor allem sehr einfacher Weg sich einen Katalog seiner Sammlung zu erstellen. Der weitaus größte Teil sieht auch super aus.
Wenn der Katalog fertig erstellt ist kann man ihn als PDF „Drucken“, um ihn herunterzuladen. Und wenn man dann noch möchte kann man sich die PDF-Datei z. B. von Wir machen Druck professionell drucken lassen.
Wer seine Brettspiel-Sammlung auf Boardgame Geek pflegt hat man die Möglichkeit sich von seiner Sammlung ganz einfach einen Katalog zu erstellen. Und zwar mit Hilfe der Webseite My board game collection. Hier muss man nur auf Create klicken und gibt dort seinen BGG-Nutzernamen ein. Die Seite lädt dann deine Brettspielsammlung von BGG und du kannst dann einfach einen Katalog deiner Sammlung erstellen.
Bildquelle:
Man kann dann auf der Seite noch diverse Einstellungen vornehmen, zum Beispiel wie die Spiele sortiert werden sollen oder wie die Spielecover im Katalog dargestellt werden (komplett oder ins Cover reingezoomt).
Nur mit Umlauten und Sonderzeichen hat die Webseite leider Probleme und stellt sie nicht dar. Und die Beschreibung der Brettspiele ist auf Englisch. Das hier (siehe Bild unten) ist das Spiel, mit dem die Seite die größten Probleme hatte (12 Chip Trick von Mandoo Games).
Trotzdem ist das ein toller und vor allem sehr einfacher Weg sich einen Katalog seiner Sammlung zu erstellen. Der weitaus größte Teil sieht auch super aus.
Wenn der Katalog fertig erstellt ist kann man ihn als PDF „Drucken“, um ihn herunterzuladen. Und wenn man dann noch möchte kann man sich die PDF-Datei z. B. von Wir machen Druck professionell drucken lassen.
Heute gibt es wieder ein altes Spiel … und dazu eines dass einen total spielerischen Namen hat. Game of Pure Strategy oder GOPS … ja … was soll man dazu sagen. Es wurde entwickelt von einem Mathematiker in den 1930ern.
Was braucht man dazu?
Ein Pokerdeck. Eine Farbe wird aus dem Spiel entfernt. Jeder Spieler bekommt alle Karten einer Farbe auf die Hand und die letzte Farbe kommt als verdeckter Stapel in die Mitte.
Reihenfolge der Karten: Ass niedrigste Karte, König höchste. Punkte für Karten: Ass – 1, Zahlenkarten der Zahlenwert, Bube – 11, Dame – 12, König 13.
Es gilt die Karten in des verdeckten Stapels zu gewinnen und damit mehr Punkte zu machen als der Mitspieler.
Ablauf
Denkbar einfach. Die oberste Karte des verdeckten Stapels wird auf gedeckt. Das ist der Preis für die Runde. Jeder wählt eine Karte aus und legt sie verdeckt ab. Dann werden die Karten gleichzeitig aufgedeckt. Die Person die die höhere Karte gelegt hat, gewinnt den Preis und legt die Karte verdeckt bei sich ab. Haben beide Spieler denselben Wert gelegt, bleibt die Preiskarte liegen und die oberste Karte des Stapel wird dazu gelegt. Wer am Ende die meisten Punkte hat gewinnt.
Meine Meinung
Hier haben wir ein sehr einfaches Spiel, dass anders ist als viele Spiele. Es ist wirklich nur Einschätzung des Gegners und sich eine eigene Strategie zurecht legen. Ich muss ehrlicherweise sagen, dass ich das ein paar Mal ganz unterhaltsam fand aber ich persönlich komme eher aus der spielerischeren Ecke und damit das einen Reiz für mich hat, würde es mechanisch noch etwas mehr Unterbau brauchen. Ich denke da an Hol’s der Geier von Alex Randolph, das mit mehr Personen spielbar ist und wo 1/3 der Karten im Punktestapel Minuskarten sind, die man nicht haben will (das ließe sich mit der aussortierten Farbe sogar bewerkstelligen…zumindest für 2 Spieler) oder in einem der Spielbücher von Reiner Knizia gibt es ein Spiel, wo dieser Mechanismus genutzt wird um Teile von Regionen zu kontrollieren und dann Gebietsmehrheiten abgerechnet werden.
Erwähnenswert finde ich das Spiel, da es ja beinahe ohne Regeln auskommt, man nur ein Pokerdeck braucht und es sicher einige da draußen gibt, die eine Menge Spaß damit haben können.
Ich wiederhole mich ungern, werde mich aber aus aktuellem Anlass doch einmal selbst zitieren; In diesem Artikel schrieb ich Robert deNiro brachte es in einem Interview zu dem Film „Reine Nervensache“ auf den Punkt: „Nein, wir machen uns nicht über die Mafia lustig. Das sollte man in der Tat lassen Wir machen uns über MafiaFILME […]
Im Vorfeld der SPIEL 2024 bin ich durch eine Ankündigung von Playte auf das Spiel Sardegna aufmerksam geworden. Playte ist der Name einer Brettspielmarke des süd-koreanischen Verlags Gameology Inc. Junghee Choi hat Playte 2016 aus der Taufe gehoben und es sich zur Aufgabe gemacht, ältere Spiele neu aufzulegen und diese dabei optisch aufzuwerten und in eine möglichst kleine, handliche Spieleschachtel zu stecken.
Besonders sind auch ihre sogenannten „L-Games“: Durch einen Magnetverschluss lässt sich die Schachtel so aufklappen, dass aus dieser ein L-förmiges Spielbrett entsteht. Auch bei Sardegna ist die Spieleschachtel gleichzeitig der Spielplan, jedoch ist dieser nicht L-förmig.
Das Spiel Sardegna wurde ursprünglich unter dem Namen Kreta im Jahr 2005 vom deutschen Verlag Goldsieber Spiele veröffentlicht. Der Autor des Spieles ist Stefan Dorra, von dem in den letzten Jahren unter anderem Spiele wie Skull Queen (2024), Triqueta (2023) oder Oracle (2020) veröffentlicht wurden.
Kreta/Sardegna ist ein Mehrheitenspiel, welches über 11 Wertungsrunde gespielt wird. Wann diese Wertungen ausgelöst werden, bestimmen die Spieler selbst, in dem einer von ihnen die Wächter-Karte (bei Kreta: Kastellan-Karte) spielt. Das Spiel ist nämlich Karten getrieben. Wenn man am Zug ist, spielt man eine seiner Charakterkarten aus und führt abhängig davon die damit verbundene(n) Aktion(en) aus. So kann man mit dem Admiral eines seiner 2 Schiffe in einem der Häfen platzieren oder eines seiner Schiffe zu einem anderen Hafen bewegen. Die Schiffe sind wichtig für die Ernte, man darf nämlich mit der Karte Landwirt nur in einer Provinz ernten, in deren Hafen sich ein eigenes Schiffe befindet. Alternativ muss man zu diesem Hafen eine ununterbrochene Kette eigener Dorfbewohner haben.
Jeder Spieler hat zu Spielbeginn die gleichen 7 unterschiedlichen Charaktere auf der Hand. Neben dem Admiral und dem Landwirt gibt es noch den Kommandant, mit dem man seine Dorfbewohner auf der Insel einsetzt und bewegt, den Priester, mit dem man seinen Priester in einer Region platziert und in von dort aus weiter bewegen kann, den Architekt, der Festungen und Dörfer errichtet, und die Königin, mit der man die Fähigkeit einer bereits gespielten Charakterkarte noch 1-Mal nutzen kann.
Last but not least gibt es noch den Wächter. Mit dem Wächter löst man die Provinzwertung aus. Gewertet wird immer die Provinz, deren offen ausliegende Festungskarte (siehe Bild oben, die Karten mit den Zahlen 19 und 16) am nächsten zum Nachziehstapel liegt. Gewertet werden dann alle Provinzen, die an die betreffende Festung angrenzen. Nach der Wertung deckt dann der aktive Spieler die nächste Festungskarte auf und hat dabei noch die Option, diese durch die oberste Karte des Nachziehstapels zu ersetzen. Danach nehmen alle Spieler ihre Charakterkarten wieder auf die Hand und die nächste Runde beginnt.
Charakterkarten
Ihr findet ein englisches Regelvideo, inklusive einem Vergleich der Spielkomponenten von Kreta und Sardegna, auf dem Youtube-Kanal von Board Games with B7.
Wer sich Kreta noch einmal ausführlicher anschauen möchte, der findet auch hierzu ein Regelvideo auf Youtube, auf dem Kanal von Undiscovered Games.
Ich selbst habe eine deutsche Kurzspielregel zu Sardegna erstellt und auf BGG hochgeladen: Kurzspielregel Sardegna.
Aktuell ist es leider etwas schwierig an das Spiel heranzukommen. Kreta findet man ab und an mal auf Kleinanzeigen oder eBay. Allerdings würde ich hierfür keine 40€ und mehr ausgeben. Ich habe Sardegna von der SPIEL mitgebracht bekommen. Dort hat es nur 18€ gekostet. Ich denke mal, dass das auch die beste Option ist, an das Spiel zu kommen, wenn man es nicht doch zufälligerweise mal günstig gebraucht bekommt.
Im Vorfeld der SPIEL 2024 bin ich durch eine Ankündigung von Playte auf das Spiel Sardegna aufmerksam geworden. Playte ist der Name einer Brettspielmarke des süd-koreanischen Verlags Gameology Inc. Junghee Choi hat Playte 2016 aus der Taufe gehoben und es sich zur Aufgabe gemacht, ältere Spiele neu aufzulegen und diese dabei optisch aufzuwerten und in eine möglichst kleine, handliche Spieleschachtel zu stecken.
Besonders sind auch ihre sogenannten „L-Games“: Durch einen Magnetverschluss lässt sich die Schachtel so aufklappen, dass aus dieser ein L-förmiges Spielbrett entsteht. Auch bei Sardegna ist die Spieleschachtel gleichzeitig der Spielplan, jedoch ist dieser nicht L-förmig.
Das Spiel Sardegna wurde ursprünglich unter dem Namen Kreta im Jahr 2005 vom deutschen Verlag Goldsieber Spiele veröffentlicht. Der Autor des Spieles ist Stefan Dorra, von dem in den letzten Jahren unter anderem Spiele wie Skull Queen (2024), Triqueta (2023) oder Oracle (2020) veröffentlicht wurden.
Kreta/Sardegna ist ein Mehrheitenspiel, welches über 11 Wertungsrunde gespielt wird. Wann diese Wertungen ausgelöst werden, bestimmen die Spieler selbst, in dem einer von ihnen die Wächter-Karte (bei Kreta: Kastellan-Karte) spielt. Das Spiel ist nämlich Karten getrieben. Wenn man am Zug ist, spielt man eine seiner Charakterkarten aus und führt abhängig davon die damit verbundene(n) Aktion(en) aus. So kann man mit dem Admiral eines seiner 2 Schiffe in einem der Häfen platzieren oder eines seiner Schiffe zu einem anderen Hafen bewegen. Die Schiffe sind wichtig für die Ernte, man darf nämlich mit der Karte Landwirt nur in einer Provinz ernten, in deren Hafen sich ein eigenes Schiffe befindet. Alternativ muss man zu diesem Hafen eine ununterbrochene Kette eigener Dorfbewohner haben.
Jeder Spieler hat zu Spielbeginn die gleichen 7 unterschiedlichen Charaktere auf der Hand. Neben dem Admiral und dem Landwirt gibt es noch den Kommandant, mit dem man seine Dorfbewohner auf der Insel einsetzt und bewegt, den Priester, mit dem man seinen Priester in einer Region platziert und in von dort aus weiter bewegen kann, den Architekt, der Festungen und Dörfer errichtet, und die Königin, mit der man die Fähigkeit einer bereits gespielten Charakterkarte noch 1-Mal nutzen kann.
Last but not least gibt es noch den Wächter. Mit dem Wächter löst man die Provinzwertung aus. Gewertet wird immer die Provinz, deren offen ausliegende Festungskarte (siehe Bild oben, die Karten mit den Zahlen 19 und 16) am nächsten zum Nachziehstapel liegt. Gewertet werden dann alle Provinzen, die an die betreffende Festung angrenzen. Nach der Wertung deckt dann der aktive Spieler die nächste Festungskarte auf und hat dabei noch die Option, diese durch die oberste Karte des Nachziehstapels zu ersetzen. Danach nehmen alle Spieler ihre Charakterkarten wieder auf die Hand und die nächste Runde beginnt.
Charakterkarten
Ihr findet ein englisches Regelvideo, inklusive einem Vergleich der Spielkomponenten von Kreta und Sardegna, auf dem Youtube-Kanal von Board Games with B7.
Wer sich Kreta noch einmal ausführlicher anschauen möchte, der findet auch hierzu ein Regelvideo auf Youtube, auf dem Kanal von Undiscovered Games.
Ich selbst habe eine deutsche Kurzspielregel zu Sardegna erstellt und auf BGG hochgeladen: Kurzspielregel Sardegna.
Aktuell ist es leider etwas schwierig an das Spiel heranzukommen. Kreta findet man ab und an mal auf Kleinanzeigen oder eBay. Allerdings würde ich hierfür keine 40€ und mehr ausgeben. Ich habe Sardegna von der SPIEL mitgebracht bekommen. Dort hat es nur 18€ gekostet. Ich denke mal, dass das auch die beste Option ist, an das Spiel zu kommen, wenn man es nicht doch zufälligerweise mal günstig gebraucht bekommt.
Heute stelle ich euch 2 Spiele die einzelne Runden haben die flott runtergespielt sind. Eins davon für Solo Spieler und eines für mehrere.
Für Northwood!
Worum geht es?
Wir verhandeln mit Adeligen – das Stichspiel
Was ist das Ziel?
So viele Herrscher wie möglich überzeugen.
Warum macht das Spaß?
Wie viele Stiche schafft man mit der Hand, wenn man welchen Herrscher besucht? Welche Fähigkeit will man lieber unter den Verbündeten haben? Kann sich das ausgehen oder wird man scheitern.
Besonderheiten
Man startet jede Partie mit 4 Verbündeten. Zieht seine Starthand und wählt das erste Königreich das man besuchen will. Die haben unten eine Zahl von 0-7 angegeben und einen Herrscher. Der Herrscher hat eine Farbe und eine Spezialfähigkeit. Unser Ziel ist es ihn zu „überzeugen und alle haben ein Lieblingsthema über das sie reden wollen“. Konkret gesagt. Die Zahl unter dem Königreich gibt an wie viele Stiche man exakt machen muss um erfolgreich zu sein. Die Farbe des Herrschers gibt Trumpf an. Danach deckt man eine Karte vom Nachziehstapel auf. Die Farbe muss bedient werden, wenn möglich. Das geht solange bis die Hand leer ist. Dann überprüft man ob man die Bedingung erfüllt hat. Entweder wird der Herrscher entfernt, weil man es nicht geschafft hat oder man besucht das nächste Königreich Was hat man von einem Sieg … je nach Zahl des Königreichs erhält man Sterne (wobei 0 und 7 die meisten bringen) und man kann den Herrscher einmal anstatt eines der Verbündeten einsetzen. Apropos Verbündete. Vor jedem Stich darf man einen davon einsetzen. Die lassen uns extra Karten ziehen, abwerfen den Nachziehstapel anschauen usw. Jeden der 4 darf man einmal pro Königreich verwenden.
Meine Meinung
Was gefällt mir am Spiel nicht?
Wie soll ich es am besten sagen. Es fühlt sich stellenweise nicht wie ein Stichspiel an. Ich weiß es ist blöd aber dadurch dass man nie der erste beim ausspielen und immer gegen den restlichen Stapel spielt, hat man nicht dasselbe Feeling wie wenn man ein Stichspiel mit mehreren Leuten spielt.
Was sind solala Punkte?
Die Verbündeten erlauben einem unterschiedlichste Dinge aber dadurch, dass man den Effekt durchführt bevor man die nächste Karte aufdeckt, spielt doch der Zufall eine große Rolle.
Anfangs war ich wegen der Karten etwas skeptisch, weil ich sie etwas dünn fand. Eigentlich hält man sie aber nie in der Hand, von daher ist das nicht so wichtig.
Einen hab ich noch. Es ist ein Highscore Spiel. Wenn ich aber anhand der verbleibenden Königreiche schon weiß, dass ich meinen Highscore nicht knacken kann, starte ich dann gleich neu oder spiel ich um die „Ehre“ weiter. Darauf hab ich noch keine Antwort.
Was gefällt mir?
Ich finde die Illustrationen voll gelungen und ich mag das Thema eigentlich sehr.
Es gibt unterschiedlichste Verbündete die man haben kann und etliche Kombinationen die man anstreben kann.
Es gibt auch noch eine ganze Kampagne mit 16 Szenarien. Für die Größe und den Preis der Box bekommt man schon viel.
Kommen wir zum meinem Fazit. Hier muss man unterscheiden je nachdem was man vom Spiel erwartet. Erwartet man quasi eine Patience mit einem Stichspielüberbau und etlichen Sonderkarten? Manchmal gewinnt man, manchmal verliert man. Ist halt so. Dann kann ich es voll empfehlen. Ich habe aber meine Probleme damit. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich so taktieren kann wie ich gerne würde. Man spielt immer gegen 3/4 der anderen Karten. Das ist schon eine Hausnummer und es kann so viel passieren. Es macht es auch verdammt schwer die eigene Hand einzuschätzen, da man immer nur Farbe bedient und nie selbst ausspielt. Es kann also durchaus passieren, dass die hohen Karten die nicht Trumpf sind wenige bis keine Stiche machen, da die irgendwo am Boden des Stapels liegen. Trotzdem gebe ich das Spiel nicht auf, sondern versuche mit Regelvarianten, dem Herr zu werden. Was auch schon einiges aussagt.
Anhang
Autor: Will Su Illustrationen: Will Su Verlag: Leichtkraft Erscheinungsjahr: 2024 Spieleranzahl: 1 Dauer: ca 20min Preis: ca 16€
L.A.M.A.
Was ist das Ziel?
Bei Spielende die wenigsten Minuspunkte haben
Warum macht das Spaß?
Es ist so einfach und Karten auf den Tisch knallen macht einfach Laune.
Besonderheiten
Das Spiel besteht aus mehreren Durchgängen. In jedem Durchgang bekommt man 6 Karten auf die Hand und eine liegt im zentralen offenen Ablagestapel. Ein Durchgang geht so lange, bis entweder alle ausgestiegen sind oder eine Person alle Handkarten abgelegt hat. Was zuerst eintritt. Wer dran ist legt entweder eine Karte ab. Diese Karte kann entweder den gleichen Wert oder einen Wert haben der genau um 1 höher ist. eine Lama ist wie eine (fiese) 7 und auf eine Lama kann man nur ein weiteres Lama oder eine 1 legen. Wer nichts ablegen kann bzw. nicht mag kann entweder eine Karte vom Nachziehstapel ziehen oder steigt aus. Wenn man aussteigt schreibt man die restlichen Handkarten als Minuspunkte. Doppelte Werte zählen aber nicht. Dh. 3 4er sind trotzdem nur 4 Minuspunkte. Lamas sind 10 Minuspunkte. Wer alle Karten ablegt darf 1 Chip zurücklegen. Dh. 1 oder 10 Punkte.
Meine Meinung
Was gefällt mir am Spiel nicht?
Da habe ich eigentlich keine Punkte.
Was sind solala Punkte?
Da weiß ich eigentlich auch nichts.
Was gefällt mir?
Ich finde das Spiel richtig gelungen. Ich weiß gar nicht warum ich es mir erst vor kurzem geholt habe, denn eigentlich ist es genau in meiner Abteilung. Mein Lieblingssatz. Es ist so simpel. Ich werde das Spiel auch sehr mit UNO vergleichen, weil mM nach der Vergleich passt. L.A.M.A. ist regeltechnisch nicht komplexer aber in meinen Augen mit interessanteren Entscheidungen. Soll heißen. Sehr einfaches, lockeres Spiel, dass sich gut runter spielen lässt und auch einen schöne Prise Zufall hat aber da gibt es dann die große Entscheidung die man so teilweise einschätzen kann aber wo es immer wieder zu Überraschungen führt.
Der große Unterschied zu UNO ist die Frage: Wann steigt man am besten aus? Ja klar, weniger Minuspunkte zu machen wäre schon nicht schlecht aber wie wenig ist wenig, wenn man das versucht mit dem einzuschätzen was die anderen haben könnten … aber viel viel besser wäre es einen 10er Chip wieder zurücklegen zu können…aber man glaubt gar nicht wie schnell man Punkte oben hat wenn man Karten nachziehen muss und danach lächelt einen dieses belämmerte Lama an. Riskiert man das?
Das ist der zentrale Reiz … und man muss sich schon selbst bremsen, nicht automatisch weitere Karten zu ziehen, wenn man nichts passendes hat. Ich habe auch schon Partien erlebt wo ein Spieler mit der Starthand sofort ausgestiegen ist, weil sie insgesamt nur 4 Minuspunkte auf der Hand hatte aber dann hat jemand anders seine komplette Hand runtergespielt und ist Punkte losgeworden. Flott und emotional aber es spielt sich nicht automatisch runter. Hat bis jetzt allen mit denen ich es gespielt habe, sehr gefallen und wir haben es in den letzten Monaten schon ein paar Mal verschenkt.
Es gibt in der Schule zwei stille Helden. Da ist auf der einen Seite das Arbeitsblatt – bescheiden, blass und ein bisschen schüchtern. Und da ist das Brettspiel – farbenfroh, verspielt, fast schon zu selbstbewusst. Doch haben diese beiden mehr gemein, als man denkt. Beide verlangen Geduld. Beide schulen unsere Frustrationstoleranz – das eine, wenn man schon bei Aufgabe drei nicht mehr weiterweiß, das andere, wenn man bei zum fünften Mal rausgeworfen wird oder alles verliert, was man gerade gewonnen hat. Beide folgen klaren Regeln und Abläufen: erst Aufgabe eins, dann Aufgabe zwei. Und wehe, du fängst einfach irgendwo an oder überspringst einen Schritt!
Aber warum eigentlich spielen, wenn das Arbeitsblatt so viel besser ist? Nehmen wir das Beispiel der Mathematik: Stell dir vor, du hast die Aufgabe, die Fläche eines Dreiecks zu berechnen. Im Brettspiel könnte es sein, dass du durch Schieben einer Spielfigur oder durch geschicktes Kombinieren von Karten lernst, wie sich Formeln anwenden lassen. Aber das ist natürlich ineffizient. Ein Arbeitsblatt geht den direkten Weg. Zack, zack, fertig. Was bleibt? Die klare Erkenntnis: Dreiecke haben Flächen, und du bist schuld daran, dass sie berechnet werden müssen.
Oder in Biologie: Während dir ein Spiel lebendig vermittelt, wie ein Ökosystem funktioniert – mit Ressourcen, Nahrungsketten und den dramatischen Auswirkungen, wenn ein Spieler plötzlich den Wald abholzt –, bietet das Arbeitsblatt den puren Lerneffekt. Es listet Fragen wie „Nenne drei Anpassungen des Fuchses an seinen Lebensraum“ und lässt dich die Antwort in ein Kästchen schreiben. Kein Drama, keine Diskussionen – einfach Fakten. Wer würde da widersprechen, dass Arbeitsblätter die wahre Essenz des Lernens einfangen?
Und doch – genau hier liegt das Problem. Denn während das Arbeitsblatt die Welt auf einzelne, brav durchnummerierte Fragen und Aufgaben reduziert, schlägt das Brettspiel eine Brücke zum echten Leben. Es zwingt uns, miteinander zu reden, zu handeln, zu scheitern, uns zu streiten und vielleicht gemeinsam zu gewinnen. Gerade durch seine starren Regeln eröffnet es Räume für Kreativität und Gestaltung.
Hier zeigt sich der entscheidende Unterschied: Während das Arbeitsblatt starr bleibt wie ein Beamter am Schalter – unbeweglich, fordernd, ungerührt –, ist das Brettspiel lebendig. Es erlaubt uns, zu raten, zu handeln, uns zu irren, zu lachen und zu streiten – alles im Rahmen seiner Regeln, aber mit dem Zauber die eigene Kreativität auf der Suche nach Lösungen und Strategien frei zu entfalten.
Ein Arbeitsblatt ist eine Pflichtübung – präzise, nüchtern und vergänglich. Ein Brettspiel hingegen ist ein emotionales Erlebnis: lebendig, interaktiv und immer wieder voller Überraschungen. Und genau diese Erlebnisse sind es, die uns prägen, die das Lernen lebendig und nachhaltig machen.
Vor kurzem bin ich über einen Satz gestolpert, der mich nachdenken ließ. Da schrieb jemand darüber was ein Spiel aussagt und das fand ich interessant. Was ich damit meine ist, dass meine erste Reaktion war den Kopf zu schütteln und „Nein“ zu sagen. Aber als ich mehr darüber nachdachte, wuchs in mir die Einsicht, dass […]
Alle Jahre wieder veranstaltet Boardgamegeek einen Wettbewerb für das tollste, kreativste Foto eines Brettspieles. Den zugehörigen Thread findet ihr hier The 2024 Picture of the Year contest
Und wie jedes Jahr sind da einige wirklich tolle und zum Teil sehr kreative Bilder dabei. Mein Favorit in diesem Jahr ist bisher das Foto von Sandra aka Pikaboardgames zum Spiel Coffee Rush.
Und zu guter Letzt möchte ich euch noch das Foto von Martin Montecillo zum Spiel Marrakech (nicht zu verwechseln mit dem Spiel Marrakesh von Stefan Feld) zeigen.
Alle Jahre wieder veranstaltet Boardgamegeek einen Wettbewerb für das tollste, kreativste Foto eines Brettspieles. Den zugehörigen Thread findet ihr hier The 2024 Picture of the Year contest
Und wie jedes Jahr sind da einige wirklich tolle und zum Teil sehr kreative Bilder dabei. Mein Favorit in diesem Jahr ist bisher das Foto von Sandra aka Pikaboardgames zum Spiel Coffee Rush.
Und zu guter Letzt möchte ich euch noch das Foto von Martin Montecillo zum Spiel Marrakech (nicht zu verwechseln mit dem Spiel Marrakesh von Stefan Feld) zeigen.
Vor über 15 Jahren (wow) schrieb ich bereits, dass es komplette Neutralität im Journalismus nicht gibt. Insbesondere ist kein:e Spielekritiker:in unbeeinflusst- unabhängig davon, ob etwa Rezensionsexemplare gekauft werden oder ob man Leute aus der Szene kennt oder selber Spiele veröffentlicht. Das heißt nicht, dass alle Abhängigkeiten gleich problematisch oder unproblematisch wären – es ist natürlich […]
Lese Zeit: < 1MinuteSeit Jahren spiele ich dieses Spiel, und endlich hab ich auch mal eine Art „Review“ dazu auf Youtube gemacht! Hier ist sie: Bestelle Spiele und andere Produkte gerne über die folgenden Links – und unterstütze damit den Spiele Baron! (Offenlegung: […]
Vor einigen Tagen kündigte Stonemaier Games einen neuen Titel an, der auf unterschiedlichste Reaktionen stieß. Finspan soll das Spiel heißen und baut auf Elizabeth Hargraves Flügelschlag auf. Diesmal stehen jedoch weder Vögel, noch Drachen, sondern Fische im Mittelpunkt. Neben den ersten Vermutungen, dass es sich dabei um einen Scherz handeln würde, gab es verhaltene positive […]
Shownotes
Redebedarf. Das Podcastformat ohne Format. Manchmal gibt es einfach Anlässe, Erfahrungen und Beobachtungen zur Spielszene die nur in einem kurzen Podcast untergebracht werden können. Das tun Georgios Panagiotidis und Peer Sylvester mit Redebedarf.