Normale Ansicht

Sardinien oder Kreta, Hauptsache Italien

Von: natokh
01. Februar 2025 um 12:26
Sardegna (Spielschachtel)

Im Vorfeld der SPIEL 2024 bin ich durch eine Ankündigung von Playte auf das Spiel Sardegna aufmerksam geworden. Playte ist der Name einer Brettspielmarke des süd-koreanischen Verlags Gameology Inc. Junghee Choi hat Playte 2016 aus der Taufe gehoben und es sich zur Aufgabe gemacht, ältere Spiele neu aufzulegen und diese dabei optisch aufzuwerten und in eine möglichst kleine, handliche Spieleschachtel zu stecken.

Besonders sind auch ihre sogenannten „L-Games“: Durch einen Magnetverschluss lässt sich die Schachtel so aufklappen, dass aus dieser ein L-förmiges Spielbrett entsteht. Auch bei Sardegna ist die Spieleschachtel gleichzeitig der Spielplan, jedoch ist dieser nicht L-förmig.

Das Spiel Sardegna wurde ursprünglich unter dem Namen Kreta im Jahr 2005 vom deutschen Verlag Goldsieber Spiele veröffentlicht. Der Autor des Spieles ist Stefan Dorra, von dem in den letzten Jahren unter anderem Spiele wie Skull Queen (2024), Triqueta (2023) oder Oracle (2020) veröffentlicht wurden.

Kreta (2005, Goldsieber Spiele, Bildquelle: https://boardgamegeek.com/image/130388/sardegna)

Kreta/Sardegna ist ein Mehrheitenspiel, welches über 11 Wertungsrunde gespielt wird. Wann diese Wertungen ausgelöst werden, bestimmen die Spieler selbst, in dem einer von ihnen die Wächter-Karte (bei Kreta: Kastellan-Karte) spielt. Das Spiel ist nämlich Karten getrieben. Wenn man am Zug ist, spielt man eine seiner Charakterkarten aus und führt abhängig davon die damit verbundene(n) Aktion(en) aus. So kann man mit dem Admiral eines seiner 2 Schiffe in einem der Häfen platzieren oder eines seiner Schiffe zu einem anderen Hafen bewegen. Die Schiffe sind wichtig für die Ernte, man darf nämlich mit der Karte Landwirt nur in einer Provinz ernten, in deren Hafen sich ein eigenes Schiffe befindet. Alternativ muss man zu diesem Hafen eine ununterbrochene Kette eigener Dorfbewohner haben.

Jeder Spieler hat zu Spielbeginn die gleichen 7 unterschiedlichen Charaktere auf der Hand. Neben dem Admiral und dem Landwirt gibt es noch den Kommandant, mit dem man seine Dorfbewohner auf der Insel einsetzt und bewegt, den Priester, mit dem man seinen Priester in einer Region platziert und in von dort aus weiter bewegen kann, den Architekt, der Festungen und Dörfer errichtet, und die Königin, mit der man die Fähigkeit einer bereits gespielten Charakterkarte noch 1-Mal nutzen kann.

Last but not least gibt es noch den Wächter. Mit dem Wächter löst man die Provinzwertung aus. Gewertet wird immer die Provinz, deren offen ausliegende Festungskarte (siehe Bild oben, die Karten mit den Zahlen 19 und 16) am nächsten zum Nachziehstapel liegt. Gewertet werden dann alle Provinzen, die an die betreffende Festung angrenzen. Nach der Wertung deckt dann der aktive Spieler die nächste Festungskarte auf und hat dabei noch die Option, diese durch die oberste Karte des Nachziehstapels zu ersetzen. Danach nehmen alle Spieler ihre Charakterkarten wieder auf die Hand und die nächste Runde beginnt.

Charakterkarten

Ihr findet ein englisches Regelvideo, inklusive einem Vergleich der Spielkomponenten von Kreta und Sardegna, auf dem Youtube-Kanal von Board Games with B7.

Wer sich Kreta noch einmal ausführlicher anschauen möchte, der findet auch hierzu ein Regelvideo auf Youtube, auf dem Kanal von Undiscovered Games.

Ich selbst habe eine deutsche Kurzspielregel zu Sardegna erstellt und auf BGG hochgeladen: Kurzspielregel Sardegna.

Aktuell ist es leider etwas schwierig an das Spiel heranzukommen. Kreta findet man ab und an mal auf Kleinanzeigen oder eBay. Allerdings würde ich hierfür keine 40€ und mehr ausgeben. Ich habe Sardegna von der SPIEL mitgebracht bekommen. Dort hat es nur 18€ gekostet. Ich denke mal, dass das auch die beste Option ist, an das Spiel zu kommen, wenn man es nicht doch zufälligerweise mal günstig gebraucht bekommt.

Sardinien oder Kreta, Hauptsache Italien

Von: natokh
01. Februar 2025 um 12:26
Sardegna (Spielschachtel)

Im Vorfeld der SPIEL 2024 bin ich durch eine Ankündigung von Playte auf das Spiel Sardegna aufmerksam geworden. Playte ist der Name einer Brettspielmarke des süd-koreanischen Verlags Gameology Inc. Junghee Choi hat Playte 2016 aus der Taufe gehoben und es sich zur Aufgabe gemacht, ältere Spiele neu aufzulegen und diese dabei optisch aufzuwerten und in eine möglichst kleine, handliche Spieleschachtel zu stecken.

Besonders sind auch ihre sogenannten „L-Games“: Durch einen Magnetverschluss lässt sich die Schachtel so aufklappen, dass aus dieser ein L-förmiges Spielbrett entsteht. Auch bei Sardegna ist die Spieleschachtel gleichzeitig der Spielplan, jedoch ist dieser nicht L-förmig.

Das Spiel Sardegna wurde ursprünglich unter dem Namen Kreta im Jahr 2005 vom deutschen Verlag Goldsieber Spiele veröffentlicht. Der Autor des Spieles ist Stefan Dorra, von dem in den letzten Jahren unter anderem Spiele wie Skull Queen (2024), Triqueta (2023) oder Oracle (2020) veröffentlicht wurden.

Kreta (2005, Goldsieber Spiele, Bildquelle: https://boardgamegeek.com/image/130388/sardegna)

Kreta/Sardegna ist ein Mehrheitenspiel, welches über 11 Wertungsrunde gespielt wird. Wann diese Wertungen ausgelöst werden, bestimmen die Spieler selbst, in dem einer von ihnen die Wächter-Karte (bei Kreta: Kastellan-Karte) spielt. Das Spiel ist nämlich Karten getrieben. Wenn man am Zug ist, spielt man eine seiner Charakterkarten aus und führt abhängig davon die damit verbundene(n) Aktion(en) aus. So kann man mit dem Admiral eines seiner 2 Schiffe in einem der Häfen platzieren oder eines seiner Schiffe zu einem anderen Hafen bewegen. Die Schiffe sind wichtig für die Ernte, man darf nämlich mit der Karte Landwirt nur in einer Provinz ernten, in deren Hafen sich ein eigenes Schiffe befindet. Alternativ muss man zu diesem Hafen eine ununterbrochene Kette eigener Dorfbewohner haben.

Jeder Spieler hat zu Spielbeginn die gleichen 7 unterschiedlichen Charaktere auf der Hand. Neben dem Admiral und dem Landwirt gibt es noch den Kommandant, mit dem man seine Dorfbewohner auf der Insel einsetzt und bewegt, den Priester, mit dem man seinen Priester in einer Region platziert und in von dort aus weiter bewegen kann, den Architekt, der Festungen und Dörfer errichtet, und die Königin, mit der man die Fähigkeit einer bereits gespielten Charakterkarte noch 1-Mal nutzen kann.

Last but not least gibt es noch den Wächter. Mit dem Wächter löst man die Provinzwertung aus. Gewertet wird immer die Provinz, deren offen ausliegende Festungskarte (siehe Bild oben, die Karten mit den Zahlen 19 und 16) am nächsten zum Nachziehstapel liegt. Gewertet werden dann alle Provinzen, die an die betreffende Festung angrenzen. Nach der Wertung deckt dann der aktive Spieler die nächste Festungskarte auf und hat dabei noch die Option, diese durch die oberste Karte des Nachziehstapels zu ersetzen. Danach nehmen alle Spieler ihre Charakterkarten wieder auf die Hand und die nächste Runde beginnt.

Charakterkarten

Ihr findet ein englisches Regelvideo, inklusive einem Vergleich der Spielkomponenten von Kreta und Sardegna, auf dem Youtube-Kanal von Board Games with B7.

Wer sich Kreta noch einmal ausführlicher anschauen möchte, der findet auch hierzu ein Regelvideo auf Youtube, auf dem Kanal von Undiscovered Games.

Ich selbst habe eine deutsche Kurzspielregel zu Sardegna erstellt und auf BGG hochgeladen: Kurzspielregel Sardegna.

Aktuell ist es leider etwas schwierig an das Spiel heranzukommen. Kreta findet man ab und an mal auf Kleinanzeigen oder eBay. Allerdings würde ich hierfür keine 40€ und mehr ausgeben. Ich habe Sardegna von der SPIEL mitgebracht bekommen. Dort hat es nur 18€ gekostet. Ich denke mal, dass das auch die beste Option ist, an das Spiel zu kommen, wenn man es nicht doch zufälligerweise mal günstig gebraucht bekommt.

Kurzrezensionen: Für Northwood / L.A.M.A

Von: Andi
31. Januar 2025 um 08:00

Heute stelle ich euch 2 Spiele die einzelne Runden haben die flott runtergespielt sind. Eins davon für Solo Spieler und eines für mehrere.

Für Northwood!

Worum geht es?

Wir verhandeln mit Adeligen – das Stichspiel

Was ist das Ziel?

So viele Herrscher wie möglich überzeugen.

Warum macht das Spaß?

Wie viele Stiche schafft man mit der Hand, wenn man welchen Herrscher besucht? Welche Fähigkeit will man lieber unter den Verbündeten haben? Kann sich das ausgehen oder wird man scheitern.

Besonderheiten

Man startet jede Partie mit 4 Verbündeten. Zieht seine Starthand und wählt das erste Königreich das man besuchen will. Die haben unten eine Zahl von 0-7 angegeben und einen Herrscher. Der Herrscher hat eine Farbe und eine Spezialfähigkeit.
Unser Ziel ist es ihn zu „überzeugen und alle haben ein Lieblingsthema über das sie reden wollen“. Konkret gesagt. Die Zahl unter dem Königreich gibt an wie viele Stiche man exakt machen muss um erfolgreich zu sein. Die Farbe des Herrschers gibt Trumpf an. Danach deckt man eine Karte vom Nachziehstapel auf. Die Farbe muss bedient werden, wenn möglich. Das geht solange bis die Hand leer ist. Dann überprüft man ob man die Bedingung erfüllt hat. Entweder wird der Herrscher entfernt, weil man es nicht geschafft hat oder man besucht das nächste Königreich
Was hat man von einem Sieg … je nach Zahl des Königreichs erhält man Sterne (wobei 0 und 7 die meisten bringen) und man kann den Herrscher einmal anstatt eines der Verbündeten einsetzen.
Apropos Verbündete. Vor jedem Stich darf man einen davon einsetzen. Die lassen uns extra Karten ziehen, abwerfen den Nachziehstapel anschauen usw. Jeden der 4 darf man einmal pro Königreich verwenden.

Meine Meinung

Was gefällt mir am Spiel nicht?

Wie soll ich es am besten sagen. Es fühlt sich stellenweise nicht wie ein Stichspiel an.
Ich weiß es ist blöd aber dadurch dass man nie der erste beim ausspielen und immer gegen den restlichen Stapel spielt, hat man nicht dasselbe Feeling wie wenn man ein Stichspiel mit mehreren Leuten spielt.

Was sind solala Punkte?

Die Verbündeten erlauben einem unterschiedlichste Dinge aber dadurch, dass man den Effekt durchführt bevor man die nächste Karte aufdeckt, spielt doch der Zufall eine große Rolle.

Anfangs war ich wegen der Karten etwas skeptisch, weil ich sie etwas dünn fand. Eigentlich hält man sie aber nie in der Hand, von daher ist das nicht so wichtig.

Einen hab ich noch. Es ist ein Highscore Spiel. Wenn ich aber anhand der verbleibenden Königreiche schon weiß, dass ich meinen Highscore nicht knacken kann, starte ich dann gleich neu oder spiel ich um die „Ehre“ weiter. Darauf hab ich noch keine Antwort.

Was gefällt mir?

Ich finde die Illustrationen voll gelungen und ich mag das Thema eigentlich sehr.

Es gibt unterschiedlichste Verbündete die man haben kann und etliche Kombinationen die man anstreben kann.

Es gibt auch noch eine ganze Kampagne mit 16 Szenarien. Für die Größe und den Preis der Box bekommt man schon viel.

Kommen wir zum meinem Fazit. Hier muss man unterscheiden je nachdem was man vom Spiel erwartet. Erwartet man quasi eine Patience mit einem Stichspielüberbau und etlichen Sonderkarten? Manchmal gewinnt man, manchmal verliert man. Ist halt so. Dann kann ich es voll empfehlen. Ich habe aber meine Probleme damit. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich so taktieren kann wie ich gerne würde. Man spielt immer gegen 3/4 der anderen Karten. Das ist schon eine Hausnummer und es kann so viel passieren. Es macht es auch verdammt schwer die eigene Hand einzuschätzen, da man immer nur Farbe bedient und nie selbst ausspielt. Es kann also durchaus passieren, dass die hohen Karten die nicht Trumpf sind wenige bis keine Stiche machen, da die irgendwo am Boden des Stapels liegen. Trotzdem gebe ich das Spiel nicht auf, sondern versuche mit Regelvarianten, dem Herr zu werden. Was auch schon einiges aussagt.

Anhang

Autor: Will Su
Illustrationen: Will Su
Verlag: Leichtkraft
Erscheinungsjahr: 2024
Spieleranzahl:  1
Dauer: ca 20min
Preis: ca 16€

L.A.M.A.

Was ist das Ziel?

Bei Spielende die wenigsten Minuspunkte haben

Warum macht das Spaß?

Es ist so einfach und Karten auf den Tisch knallen macht einfach Laune.

Besonderheiten

Das Spiel besteht aus mehreren Durchgängen. In jedem Durchgang bekommt man 6 Karten auf die Hand und eine liegt im zentralen offenen Ablagestapel. Ein Durchgang geht so lange, bis entweder alle ausgestiegen sind oder eine Person alle Handkarten abgelegt hat. Was zuerst eintritt.
Wer dran ist legt entweder eine Karte ab. Diese Karte kann entweder den gleichen Wert oder einen Wert haben der genau um 1 höher ist. eine Lama ist wie eine (fiese) 7 und auf eine Lama kann man nur ein weiteres Lama oder eine 1 legen.
Wer nichts ablegen kann bzw. nicht mag kann entweder eine Karte vom Nachziehstapel ziehen oder steigt aus.
Wenn man aussteigt schreibt man die restlichen Handkarten als Minuspunkte. Doppelte Werte zählen aber nicht. Dh. 3 4er sind trotzdem nur 4 Minuspunkte. Lamas sind 10 Minuspunkte.
Wer alle Karten ablegt darf 1 Chip zurücklegen. Dh. 1 oder 10 Punkte.

Meine Meinung

Was gefällt mir am Spiel nicht?

Da habe ich eigentlich keine Punkte.

Was sind solala Punkte?

Da weiß ich eigentlich auch nichts.

Was gefällt mir?

Ich finde das Spiel richtig gelungen. Ich weiß gar nicht warum ich es mir erst vor kurzem geholt habe, denn eigentlich ist es genau in meiner Abteilung.
Mein Lieblingssatz. Es ist so simpel. Ich werde das Spiel auch sehr mit UNO vergleichen, weil mM nach der Vergleich passt. L.A.M.A. ist regeltechnisch nicht komplexer aber in meinen Augen mit interessanteren Entscheidungen. Soll heißen. Sehr einfaches, lockeres Spiel, dass sich gut runter spielen lässt und auch einen schöne Prise Zufall hat aber da gibt es dann die große Entscheidung die man so teilweise einschätzen kann aber wo es immer wieder zu Überraschungen führt.

Der große Unterschied zu UNO ist die Frage: Wann steigt man am besten aus? Ja klar, weniger Minuspunkte zu machen wäre schon nicht schlecht aber wie wenig ist wenig, wenn man das versucht mit dem einzuschätzen was die anderen haben könnten … aber viel viel besser wäre es einen 10er Chip wieder zurücklegen zu können…aber man glaubt gar nicht wie schnell man Punkte oben hat wenn man Karten nachziehen muss und danach lächelt einen dieses belämmerte Lama an. Riskiert man das?

Das ist der zentrale Reiz … und man muss sich schon selbst bremsen, nicht automatisch weitere Karten zu ziehen, wenn man nichts passendes hat. Ich habe auch schon Partien erlebt wo ein Spieler mit der Starthand sofort ausgestiegen ist, weil sie insgesamt nur 4 Minuspunkte auf der Hand hatte aber dann hat jemand anders seine komplette Hand runtergespielt und ist Punkte losgeworden.
Flott und emotional aber es spielt sich nicht automatisch runter. Hat bis jetzt allen mit denen ich es gespielt habe, sehr gefallen und wir haben es in den letzten Monaten schon ein paar Mal verschenkt.

Anhang

Autor: Reiner Knizia
Illustrationen: Danny Devine, atelier198
Verlag: Amigo
Erscheinungsjahr: 2019
Spieleranzahl:  2-6
Dauer: ca 15min
Preis: ca 10€

 

Brettspiel versus Arbeitsblatt: ein ungleiches Duell

28. Januar 2025 um 04:01

Es gibt in der Schule zwei stille Helden. Da ist auf der einen Seite das Arbeitsblatt – bescheiden, blass und ein bisschen schüchtern. Und da ist das Brettspiel – farbenfroh, verspielt, fast schon zu selbstbewusst. Doch haben diese beiden mehr gemein, als man denkt. Beide verlangen Geduld. Beide schulen unsere Frustrationstoleranz – das eine, wenn man schon bei Aufgabe drei nicht mehr weiterweiß, das andere, wenn man bei zum fünften Mal rausgeworfen wird oder alles verliert, was man gerade gewonnen hat. Beide folgen klaren Regeln und Abläufen: erst Aufgabe eins, dann Aufgabe zwei. Und wehe, du fängst einfach irgendwo an oder überspringst einen Schritt!

Aber warum eigentlich spielen, wenn das Arbeitsblatt so viel besser ist? Nehmen wir das Beispiel der Mathematik: Stell dir vor, du hast die Aufgabe, die Fläche eines Dreiecks zu berechnen. Im Brettspiel könnte es sein, dass du durch Schieben einer Spielfigur oder durch geschicktes Kombinieren von Karten lernst, wie sich Formeln anwenden lassen. Aber das ist natürlich ineffizient. Ein Arbeitsblatt geht den direkten Weg. Zack, zack, fertig. Was bleibt? Die klare Erkenntnis: Dreiecke haben Flächen, und du bist schuld daran, dass sie berechnet werden müssen.

Oder in Biologie: Während dir ein Spiel lebendig vermittelt, wie ein Ökosystem funktioniert – mit Ressourcen, Nahrungsketten und den dramatischen Auswirkungen, wenn ein Spieler plötzlich den Wald abholzt –, bietet das Arbeitsblatt den puren Lerneffekt. Es listet Fragen wie „Nenne drei Anpassungen des Fuchses an seinen Lebensraum“ und lässt dich die Antwort in ein Kästchen schreiben. Kein Drama, keine Diskussionen – einfach Fakten. Wer würde da widersprechen, dass Arbeitsblätter die wahre Essenz des Lernens einfangen?

Und doch – genau hier liegt das Problem. Denn während das Arbeitsblatt die Welt auf einzelne, brav durchnummerierte Fragen und Aufgaben reduziert, schlägt das Brettspiel eine Brücke zum echten Leben. Es zwingt uns, miteinander zu reden, zu handeln, zu scheitern, uns zu streiten und vielleicht gemeinsam zu gewinnen. Gerade durch seine starren Regeln eröffnet es Räume für Kreativität und Gestaltung.

Hier zeigt sich der entscheidende Unterschied: Während das Arbeitsblatt starr bleibt wie ein Beamter am Schalter – unbeweglich, fordernd, ungerührt –, ist das Brettspiel lebendig. Es erlaubt uns, zu raten, zu handeln, uns zu irren, zu lachen und zu streiten – alles im Rahmen seiner Regeln, aber mit dem Zauber die eigene Kreativität auf der Suche nach Lösungen und Strategien frei zu entfalten.

Ein Arbeitsblatt ist eine Pflichtübung – präzise, nüchtern und vergänglich. Ein Brettspiel hingegen ist ein emotionales Erlebnis: lebendig, interaktiv und immer wieder voller Überraschungen. Und genau diese Erlebnisse sind es, die uns prägen, die das Lernen lebendig und nachhaltig machen.

Was Spiele sagen

26. Januar 2025 um 16:59
Vor kurzem bin ich über einen Satz gestolpert, der mich nachdenken ließ. Da schrieb jemand darüber was ein Spiel aussagt und das fand ich interessant. Was ich damit meine ist, dass meine erste Reaktion war den Kopf zu schütteln und „Nein“ zu sagen. Aber als ich mehr darüber nachdachte, wuchs in mir die Einsicht, dass […]

Brettspielbild des Jahres

Von: natokh
21. Januar 2025 um 13:49

Alle Jahre wieder veranstaltet Boardgamegeek einen Wettbewerb für das tollste, kreativste Foto eines Brettspieles. Den zugehörigen Thread findet ihr hier The 2024 Picture of the Year contest

Und wie jedes Jahr sind da einige wirklich tolle und zum Teil sehr kreative Bilder dabei. Mein Favorit in diesem Jahr ist bisher das Foto von Sandra aka Pikaboardgames zum Spiel Coffee Rush.

Quelle: https://boardgamegeek.com/image/8068795

Sandra macht immer ganz tolle Fotos und treibt dabei auch sehr oft einen wahnsinnigen Aufwand. Mehr von ihren Fotos findet ihr hier: https://www.pikakreativ.de/fotografie/ oder auch auf ihrem Instagram-Konto: https://www.instagram.com/pika.boardgames/ Schaut auf jeden Fall mal dort vorbei.

Ein weiters tolles Foto ist das von Stephanie Verbeure vom Spiel Amalfi: Renaissance. Eines meiner liebsten Euros im Jahr 2024.

Quelle: https://boardgamegeek.com/image/8093857

Aber auch das Bild von Kyle Dean zum Spiel Obsession finde ich sehr kreativ und gut umgesetzt.

Quelle: https://boardgamegeek.com/image/7958399

Und zu guter Letzt möchte ich euch noch das Foto von Martin Montecillo zum Spiel Marrakech (nicht zu verwechseln mit dem Spiel Marrakesh von Stefan Feld) zeigen.

Quelle: https://boardgamegeek.com/image/8346360

Um für eines der Bilder abzustimmen müsst ihr diesem im Beitrag zum Wettbewerb einen Daumen nach oben geben. Der Wettbewerb läuft noch bis zum 31. Januar 2025. Hier noch mal der Link: https://boardgamegeek.com/geeklist/351035/the-2024-picture-of-the-year-contest

Brettspielbild des Jahres

Von: natokh
21. Januar 2025 um 13:49

Alle Jahre wieder veranstaltet Boardgamegeek einen Wettbewerb für das tollste, kreativste Foto eines Brettspieles. Den zugehörigen Thread findet ihr hier The 2024 Picture of the Year contest

Und wie jedes Jahr sind da einige wirklich tolle und zum Teil sehr kreative Bilder dabei. Mein Favorit in diesem Jahr ist bisher das Foto von Sandra aka Pikaboardgames zum Spiel Coffee Rush.

Quelle: https://boardgamegeek.com/image/8068795

Sandra macht immer ganz tolle Fotos und treibt dabei auch sehr oft einen wahnsinnigen Aufwand. Mehr von ihren Fotos findet ihr hier: https://www.pikakreativ.de/fotografie/ oder auch auf ihrem Instagram-Konto: https://www.instagram.com/pika.boardgames/ Schaut auf jeden Fall mal dort vorbei.

Ein weiters tolles Foto ist das von Stephanie Verbeure vom Spiel Amalfi: Renaissance. Eines meiner liebsten Euros im Jahr 2024.

Quelle: https://boardgamegeek.com/image/8093857

Aber auch das Bild von Kyle Dean zum Spiel Obsession finde ich sehr kreativ und gut umgesetzt.

Quelle: https://boardgamegeek.com/image/7958399

Und zu guter Letzt möchte ich euch noch das Foto von Martin Montecillo zum Spiel Marrakech (nicht zu verwechseln mit dem Spiel Marrakesh von Stefan Feld) zeigen.

Quelle: https://boardgamegeek.com/image/8346360

Um für eines der Bilder abzustimmen müsst ihr diesem im Beitrag zum Wettbewerb einen Daumen nach oben geben. Der Wettbewerb läuft noch bis zum 31. Januar 2025. Hier noch mal der Link: https://boardgamegeek.com/geeklist/351035/the-2024-picture-of-the-year-contest

Neutralität und so

19. Januar 2025 um 11:22
Vor über 15 Jahren (wow) schrieb ich bereits, dass es komplette Neutralität im Journalismus nicht gibt. Insbesondere ist kein:e Spielekritiker:in unbeeinflusst- unabhängig davon, ob etwa Rezensionsexemplare gekauft werden oder ob man Leute aus der Szene kennt oder selber Spiele veröffentlicht. Das heißt nicht, dass alle Abhängigkeiten gleich problematisch oder unproblematisch wären – es ist natürlich […]

Das Finspan-Problem

12. Januar 2025 um 14:17
Vor einigen Tagen kündigte Stonemaier Games einen neuen Titel an, der auf unterschiedlichste Reaktionen stieß. Finspan soll das Spiel heißen und baut auf Elizabeth Hargraves Flügelschlag auf. Diesmal stehen jedoch weder Vögel, noch Drachen, sondern Fische im Mittelpunkt. Neben den ersten Vermutungen, dass es sich dabei um einen Scherz handeln würde, gab es verhaltene positive […]

Kurz gefasst 1.25

10. Januar 2025 um 08:01

Tempus fugit… Die Zeit flieht. Nachdem gefühlt gerade erst die Spielemesse in Essen war, steht bald schon wieder die Spielwarenmesse in Nürnberg an. In größeren Maßstäben scheine ich kaum noch nachzukommen. Vielleicht also eher mal vorsichtig Anfangen und mein Zeitgefühl in kleinen Hektik-Spielen schulen. Möglicherweise helfen mir Fast Blast, Penguin Airlines und Quabbl dabei, im nächsten Jahr etwas früher an die Weihnachtsgeschenke zu denken.

 

 

 

Fast Blast (Peggy Brown / Schmidt)

 
Eine Karte liegt in der Mitte, wenn Zahl oder Farbe passen dürfen wir eine unserer Karten draufspielen. So klassisch, so bekannt. Und bislang auch sehr unhektisch. Das ändert sich aber jetzt. Denn bei fast Blast spielen wir nicht reihum, sondern alle gleichzeitig. Vier Karten unseres persönlichen Stapels liegen dazu offen vor uns, wandern schnellstmöglich in die Mitte und werden vom persönlichen Talon ergänzt. Wer diesen leerspielt, gewinnt. Und damit das nicht ganz so einfach ist, gibt es noch die kecken Schnecken. Sobald eine davon in der Mitte landet, wird reihum gezählt und wer die Nummer der Schnecke nennt, muss eine passende Karte spielen oder Karten nachziehen.
 
 
Spiele, in denen wir möglichst schnell unsere Karten loswerden wollen, gibt es reichlich. Und eigentlich sollte ich an dieser Stelle erwähnen, was Fast Blast anders macht. Eigentlich. Allerdings fällt mir beim besten Willen nichts ein. Das Spiel fühlt sich wie der X-te Abklatsch eines bekannten Konzepts an. Allenfalls die kecke Schnecke ist eine kleine Variante, die das Spiel allerdings eher ausbremst und für genervte Blicke sorgt. Klar, Fast Blast funktioniert so halbwegs und Fans des Genres werden möglicherweise ihren Spaß haben… aber das war es dann auch schon mit den guten Nachrichten. 
 

 

Penguin Airlines (Javier Martinez & Chuz / TOPP) 

 
Kooperativ ein Flugzeug landen? In einem Team aus genau zwei Personen? Wo habe ich so etwas nur schon mal gehört? Bei wem nun nichts klingelt, der sollte dringend mal HIER vorbeischauen. Für alle anderen: Penguin Airlines spielt sich deutlich anders als der aktuelle Spiel des Jahres-Sieger. Und das nicht nur, weil wir in die Haut von Pinguinen schlüpfen. Dabei sitzt der Pilot vor einer großen Auslage verwirrender Schalter, Hebel und Knöpfe… der Fluglotse andererseits zieht Karte um Karte mit Anweisungen, wie diese einzustellen, zu drücken oder zu drehen sind. Anweisungen werden nur verbal mitgeteilt, zeigen oder präzise Aussagen wie „das dritte Schaltpult von links“ sind verboten. Andererseits ist „Drücke den roten Knopf!“ nur begrenzt hilfreich, wenn es davon gleich ein Dutzend gibt. Geht die Zeit aus oder es wurden fünf Karten erfüllt, startet das nächste Paar den Durchgang. Oder ihr spielt gleich kooperativ und versucht, möglichst viele Punkte zu erreichen. 
 
Die Aufgabe von Penguin Airlines ist, gerade in den ersten Partien, durchaus interessant. Die Vielzahl an Knöpfen, Schaltern und Hebeln verwirrt, es benötigt einige Partien um sich aufeinander einzustellen. Gerade diese Partien sind auch am unterhaltsamsten und sorgen immer wieder für Lacher. Allerdings lässt dieses Gefühl schnell nach. Auch wenn eine kleine Erweiterung mit höherem Schwierigkeitsgrad direkt mitgeliefert wird, bietet diese doch kaum neue Ideen. Um langfristig Anreize zu bieten, fehlt es dieser Airline schlicht an Abwechslung.

 

Quabbl (Jacques Zeimet / Drei Magier) 

 
Eine Mischung aus Memory und Hektik! Panische Blicke am Tisch, die ersten Mitspieler schielen nach dem Notausgang, andere greifen zu Hochprozentigem. Ja, Quabbl kann schon vor dem ersten Zug zu Schweißausbrüchen führen. Aber warum nur? Es beginnt doch alles so harmlos, indem eine der 100 Karten offen in die Mitte gelegt wird. Stets zeigen diese entweder ein Bild (etwa einen Anker) oder das entsprechende Wort. Würde es dabei bleiben, wäre das aber doch recht langweilig. Also gesellen sich zu diesem paar ein weiteres Bild (in diesem Fall: Das Tattoo eines Ankers) sowie das rückwärts geschriebene Wort (also REKNA) hinzu. Liegen zwei dieser vier Karten in der Mitte, gilt es schnell zu sein. Denn wer zuerst auf die bereits ausliegende Karte haut, gewinnt das Paar und kommt dem Spielsieg etwas näher.
 
Zugegeben, einige Abschnitte über diesem habe ich darüber geklagt, dass Fast Blast sich sehr ähnlich zu bekannten Titeln spielt. Etwas, das man auch Quabbl vorwerfen kann. Will ich aber gar nicht, denn dazu macht das Spiel viel zu viel Spaß. Indem unterschiedliche Bilder verwendet werden, muss gerade in den ersten Partien immer mal wieder um die Ecke gedacht werden („DAS ist ein Pferd?“). Indem vier Karten und damit zwei Paare vorkommen, steigt die Verwirrung im Laufe einer Runde („Lag da nicht vorhin noch eine Brücke?“). Und auch die Geschickte Auswahl der Begriffe, führt zu einigen Lachern. Haus und Maus sehen sich in der Hektik einfach zu ähnlich… insbesondere rückwärts geschrieben. Jacques Zeimet hat es mit Quabbl erneut geschafft, einem sehr verbreiteten Genre, spannende neue Impulse zu verpassen. Eine Kritik muss allerdings sein. Denn die Altersangabe ab acht Jahren halte ich zumindest für sehr grenzwertig. Ein schnelles Lesen / Erkennen der Worte ist für konkurrenzfähiges Spielen unverzichtbar. Und das eben auch noch Rückwärts. Daran scheitert selbst manch Erwachsener.
 

 

Hitster extrem

Von: Peter
08. Januar 2025 um 18:42
Wir haben schon ewig kein herausragendes Spiel mehr ausgezeichnet, auch weil wir eigentlich keine Prädikate mehr vergeben. Hitster verdient aber eine Ausnahme, denn seit knapp zwei Jahren düsen wir von einer Hitsterrunde zur nächsten. Wir lauschten den originalen Klängen, groovten zu den Guilty Pleasures nach und summten zu den Summer Hits. Einmal wagten wir uns …

Mehr über "Hitster extrem" Lesen

Taverna – Wer führt am erfolgreichsten eine Kneipe?

Von: natokh
07. Januar 2025 um 13:01

Ich finde es immer schade, dass auf den meisten Youtube-Kanälen und in den meisten Blogs immer nur über die aktuellen Spiele gesprochen wird und da dann auch immer über die immer gleichen Spiele, da jeder Blog und jeder Kanal natürlich immer den neuesten „Scheiß“ präsentieren möchte.

Ich möchte deshalb mal eine Lanze für ältere Spiele brechen und habe mir dafür heute das Spiel Taverna, aus dem Jahr 2015, von Geek Attitude Games aus meinem Spieleregal gezogen.

In Taverna sind wird Gastwirt einer Taverne im Königreich Averna. Wir versuchen hier in 6 (3 bis 5 Spieler) bis 8 Runden (2 Spieler) den meisten Profit zu machen. Das Spiel ist selbst in Vollbesetzung in knapp 90 Minuten gespielt, wenn man keine AP-Spieler (Analyse-Paralyse) am Tisch hat. Und das ist für mich, zusammen mit der maximalen Spielerzahl, schon mal sehr positiv. Wir können das Spiel nämlich mit bis zu 5 Spielern spielen.

Spielplan Taverna (Seite für 2-3 Spielende)

Auf dem Spielplan gibt es 5 Kneipen, an denen wir Besitzrechte erwerben können. Dabei kann eine der Taverne immer bis zu 4 Besitzer haben. In der Spielplan-Mitte befindet sich ein Pentagramm, die Burg des Königs, mit den 5 Wertungsmöglichkeiten des Spiels. Um die Burg herum werden noch 5 sogenannte Privilegien ausgelegt, welche ich im Spielverlauf erlangen kann. Diese bringen mir am Spielende noch zusätzliche Siegpunkte. Außerdem haben wir am oberen rechten Rand noch 4 Völkerleisten die unser Ansehen bei den 4 Völkern (Orks, Menschen, Elfe und Zwerge) anzeigen.

Das Spiel ist kartengetrieben. Sind wir am Zug nehmen wir eine von vier ausliegenden Kundenkarten und platzieren dann ein entsprechendes Kundenplättchen an einem freien Tisch in einer der Tavernen. Dabei gilt es mehrere Dinge zu beachten, zum Beispiel ist es von Vorteil, wenn wir den Kunden auch an einem passenden Platz platzieren. Jeder der Plätze ist nämlich bevorzugt von einer der vier Rassen zu besetzen, was man an dem farblich unterschiedlichen Rand erkennen kann (Grün sind hier z. B. die Elfen und orange die Zwerge). Aber ich möchte den Kunden auch gerne in einer Taverne platzieren, an der ich Anteile besitze. Und den letzten freien Tavernenplatz zu belegen bringt mir auch einen Vorteil.

Und dann gibt es noch die 4 Würdenträger (Notar, Prinzessin, Botschafterin und Gob’Trotter) deren Dienste ich in Anspruch nehmen kann, wenn sie sich in der selben Taverne befinden, in der ich meinen Kunden platziert habe.

Zudem gibt es noch Zaubersprüche, von denen ich pro Zug einen wirken darf. Diese sind zum Teil sehr mächtig und können einem große Vorteile bringen. Man beginnt das Spiel bereits mit 3 Spruchkarten und kann im Spielverlauf durch verschiedene Kunden weitere erhalten.

Kundenkarten & Zaubersprüche

Das Spiel hat auf BGG eine Wertung von 6.2 bei 582 Bewertungen, was eher wenige sind. Ich habe ihm eine 6.75 gegeben.

Bei der Gelegenheit möchte ich auch noch mal kurz auf die Bewertungskriterien bei BGG eingehen. Eine 6 bedeutet da „Das Spiel ist ist in Ordnung und ich würde es spielen, wenn ich dazu gerade in der Stimmung bin.“ und eine 7 bedeutet „Gutes Spiel, ich würde es normalerweise immer spielen wollen.“ Viele sind ja schon der Ansicht, dass Spiele, die eine Wertung von 7 oder darunter haben nichts taugen. Dem ist aber nicht so.

Vor allem handelt es sich bei Taverna um ein recht einfaches Kennerspiel, das man auch mit Leuten spielen kann, die keine lange Regelerklärungen mögen. Und die Möglichkeit es zu fünft zu spielen und dabei auch noch in rund 90 Minuten sind für ich auch Argumente für das Spiel.

Auf Youtube gibt es übrigens 2 gute Regelvideos zu Taverna: Das eines ist vom Brettspiel Snob und das andere von den Boardgamejunkies. Die Regeln gibt es auf Deutsch auf BGG.

Burg (Endwertung) mit Privileg-Plättchen

And the Sylvester 2024 goes to

31. Dezember 2024 um 09:03
Jetzt ist der Sommer schon fast wieder vorbei und das Jahr auch und so. Mit einem Redebedarf als Podcast brauche ich ja vielleicht nicht so viel in meinem Blogpost herumzuschwafeln, will die Welt doch sowieso nur wissen, welche Spiele ich mit dem wichtigsten Spielepreis seit Beginn menschlichem Lebens beschenke. Nun Gut. Verlinkt sind jeweils relevante […]

Frisch gezockt 31.12.2024

Von: Andi
31. Dezember 2024 um 08:00

Zum Jahreswechsel noch ein kurzer Beitrag zu den neuen Spielen die ich gespielt habe

Trekking – Reise durch die Zeit

Ein schönes, einfaches Spiel für Geschichtsinteressierte. Die Ausstattung ist für diesen Preis sehr gut, ich finde die Gestaltung richtig gut gelungen. Die Regeln sind einfach aber es gibt dann doch ein paar Stellschrauben um besser zu spielen und mehr herauszuholen. Man erfährt etwas über geschichtliche Ereignisse die quer über den Globus verteilt sind. Da waren Dinge dabei die selbst ich nicht gewusst habe und Geschichte war immer eines meiner Lieblingsfächer.

Knarr

Dieses kleine Schächtelchen lag unterm Christbaum. Knarr ist ein einfaches schnelles Kartenablegespiel. Thematisch erkundet man als Wikinger Länder, gründet Niederlassungen und treibt Handel. Ich finde das wesentlich realistischer und thematischer als dieses ganze stereotypische Wikinger Plünderer Zeug. Es gefällt mir bis jetzt gut. Du kannst auf verschiedenste Arten Punkte machen aber ich glaube nicht, dass du dich nur auf eine Art verlassen kannst. Es unterscheidet sich auch von sowas wie Splendor. Splendor finde ich strategischer. Da muss man mehr auf die großen Punktekarten hinarbeiten. Knarr hat aber interessantere taktische Entscheidungen. Nutzt man Rekruten jetzt um eine andere Karte zu nehmen oder für die großen Ziele um nicht so viele Karten abgeben zu müssen…und welche Teile des Maschinchens gibt man überhaupt ab? Vielversprechend.

Dune: Imperium – Uprising

Ja, unterm Christbaum lag auch das Spiel. Zum Vorgänger war meine Liebe nach 5-6 Partien merklich abgekühlt, aus einer Vielzahl von Gründen. Uprising ist ja quasi Dune: Imperium 1.5 … Was soll ich sagen. 3 Mal hab ich es bis jetzt gespielt und ich bin positiv überrascht. Ich finde das ganze wesentlich spannender. Die oberen Bereiche des Spielplans sind zum großen Teil über das ganze Spiel hinweg nützlich. Viele Felder wurden angepasst und haben Kosten die man bezahlen muss, bzw. muss man 2 Einfluss bei bestimmten Fraktionen haben. Mit Spice und Geld kann man auch mehr anfangen. Man kann auch mehr Karten ziehen. Spione sind toll und können unterschiedlich eingesetzt werden. Man kann Sandwürmer rufen. Die sind ein bisschen stärker als normale Truppen … aber die Belohnung im Konflikt wird verdoppelt. Die Konflikte in denen man die Kontrolle über bestimmte Felder bekommt sind jetzt farblich hervorgehoben, damit man auch wirklich nicht darauf vergisst. Auf der Rückseite jeder Anführer Karte findet man den Ablauf eines Spielzugs. Das Deck finde ich bis jetzt auch besser. Was soll ich sagen. Ich finde es bis jetzt sehr gelungen, obwohl die Komplexität etwas angestiegen ist. Es braucht noch mehr Partien um alles gut zu durschauen aber um es mit dem Vorgänger zu vergleichen: Dort setzten ungefähr an derselben Stelle die ersten Zweifel ein. Ich freu mich derzeit schon auf die nächste Partie Uprising und habe mir schon angeschaut was in der Bloodlines Erweiterung enthalten ist.

Jahresrückblick 2024

27. Dezember 2024 um 11:47
Das letzte Jahr hat eine Reihe an grundlegenden Änderungen für Boardgame Historian gebracht. Die größte Umstellung ist dabei sicherlich ein Standort- und Jobwechsel, der direkten Einfluss auf das Projekt hat. Aber auch ansonsten ist einiges passiert, auf das wir in diesem Beitrag, wie auch die letzten Jahre, gerne zurückschauen wollen.
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