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Forbidden Stars: OOP-Klassiker im Hotness-Comeback

Forbidden Stars: OOP-Klassiker im Hotness-Comeback

25. Juli 2026

Old Ones Origins katapultiert den OOP-Klassiker zurück ins Rampenlicht

Erinnert ihr euch noch an jenes seltsame Phänomen, das auf BGG regelmäßig auftritt, wenn alte Bekannte wieder auftauchen? Forbidden Stars ist so ein Spiel. 2015 als opulentes Big-Box-Spiel von Fantasy Flight Games erschienen, feierte es die vier Warhammer-40K-Fraktionen im Herakles-Sektor mit Worker-Placement, Würfelkampf und asymmetrischen Fähigkeiten - und verschwand danach schlagartig, als FFG 2017 die Lizenz verlor. Out of Print, keine Neuauflage in Sicht, langsam im Sekundärmarkt vergraben. Bis zum 16. Juli 2026. An diesem Tag gaben Samuel Bailey und James Kniffen Old Ones Origins bekannt - und Forbidden Stars schoss in derselben Woche direkt auf Platz 2 der BGG-Hotness. Plötzlich wollen wieder alle wissen: Was war dieses Spiel, das so viele vermissen?

FORBIDDEN STARS - Fakten

2-4
Personen
180-300
Minuten
DesignerSamuel Bailey, James Kniffen, Corey Konieczka
VerlagFantasy Flight Games
Erscheinungsjahr2015
StatusOut of Print (seit ~2017)
BGG Weight3,84 / 5
BGG Overall Rank#157
BGG Strategy Rank#111
ReimplementsStarCraft: The Board Game
Mechaniken Worker Placement Würfelspiel Asymmetrie

Was Forbidden Stars so besonders macht

Forbidden Stars ist kein kleines Brettspiel. Es ist ein Schwergewicht im wahrsten Sinne des Wortes - groß, schwer, voller Miniaturen, Karten und Würfel. Das Spiel setzt auf vier spielbare Warhammer-40K-Fraktionen, die um die Kontrolle des Herakles-Sektors kämpfen. Jede davon bringt eigene Fähigkeiten, Stärken und Schwächen mit, was zu echter Asymmetrie führt: Ein Spielzug der Imperialen Fraktion fühlt sich grundlegend anders an als einer der Xeno-Fraktionen.

Der Kern des Spiels basiert auf Worker-Placement. Die Spieler setzen ihre Orden auf verschiedene Aktionen des Spielbretts ein - von der Ressourcenbeschaffung über den Bau von Gebäuden bis hin zum Aufbau von Flotten. Doch anders als bei vielen Worker-Placement-Spielen bleibt die Interaktion nicht auf dem Platzieren beschränkt. Der Kampf wird mit Würfeln und Karten entschieden, was eine spannende Mischung aus Strategie und Zufall ergibt.

Shut Up & Sit Down beschrieb das Spiel 2015 treffend: „Forbidden Stars defrosted my icy heart. This game is sensational." Das Magazin hob später hervor, dass es „the strongest of Fantasy Flight's big-box wargames" sei und „easily justifies its higher price tag." Beides ist heute noch lesenswert, wenn man verstehen will, warum dieser Klassiker nach über einem Dekade nicht in Vergessenheit geraten ist.

Das Besondere an Forbidden Stars: Es übernimmt und adaptiert das System von StarCraft: The Board Game und überträgt es auf das Warhammer-40K-Universum. Für StarCraft-Fans war das ein Traum. Für 40K-Fans, die bis dahin meist auf Miniaturen-Army-Builder oder Tabletop-Spiele zurückgreifen mussten, war es eine willkommene Alternative - ein strategisches Brettspiel, das die Atmosphäre des 41. Jahrtausends ohne stundenlanges Figuren-Platzieren und Würfeln auf den Tisch bringt.

Der OOP-Fluch und die Preisexplosion

Im Jahr 2017 geschah das, was viele Boardgame-Enthusiasten fürchten mussten: Fantasy Flight Games verlor die Warhammer-40K-Lizenz. Keine Neuauflage, keine Erweiterung, kein Nachdruck. Forbidden Stars war sofort Out of Print. Auf BGG stehen aktuell 220 Exemplare zum Tausch und 794 Personen wollen es haben - eine Relation, die die Nachfrage deutlich macht.

Die Preise auf dem Sekundärmarkt spiegeln das wider. Ein versiegeltes Exemplar auf eBay.at kostet aktuell 262,84 EUR zuzüglich 67,22 EUR Versand. Auf eBay.com liegen versiegelte Kopien bei 300 USD, pre-owned Exemplare bei knapp 300 USD. Brettspielpreise.de listet das beste Angebot mit 423,24 EUR inklusive Versand. Das ist mehr als das Doppelte des ursprünglichen Ladenpreises.

Und doch kaufen Menschen dieses Spiel. Nicht nur Sammler, sondern auch Spielende, die sich den Klassiker nachholen wollen, den sie verpasst haben. Die Community ist klein, aber leidenschaftlich. Kyle's Gaming Blog schrieb 2024: „The best 40k Board game you'll likely never play." Ein Satz, der sowohl Anerkennung als auch eine Prise Ironie enthält. Das Dilemma ist klar: Wer das Spiel kennenlernt, will es spielen. Wer es spielen will, findet es kaum noch zum ursprünglichen Ladenpreis.

Der Grund für die hohen Preise liegt auf der Hand: Begrenztes Angebot trifft auf anhaltende Nachfrage. Die vier Fraktionen sind vollständig, die Miniaturen sind intakt, und das Spielprinzip hat nichts von seiner Faszination verloren. Nur die Verfügbarkeit ist weg.

Old Ones Origins - ein Funke für verglühte Sterne

Der 16. Juli 2026 könnte als Tag in die Brettspiel-Geschichte eingehen, an dem ein alter Klassiker wiedererwachte. An diesem Datum gaben Samuel Bailey und James Kniffen - zwei der drei Designer von Forbidden Stars - ihr neues Spiel Old Ones Origins bekannt. Kein Warhammer-40K-Titel, kein direkter Nachfolger. Aber der Name derselben Entwickelnden reichte aus, um die Erinnerung an Forbidden Stars wachzurütteln.

Innerhalb der Woche nach der Ankündigung schoss Forbidden Stars auf Platz 2 der BGG-Hotness, wie Dice Drop Weekly in ihrer Ausgabe der Woche vom 20. Juli meldete. Die Community erinnert sich. Nicht nur die, die das Spiel damals gespielt haben, sondern auch die, die es verpasst haben und nun endlich wissen wollen, was der Hype bedeutet.

Ob Old Ones Origins ein weiterer Funke sein wird, der das Interesse an Forbidden Stars dauerhaft hält, bleibt abzuwarten. Die Lizenzsituation hat sich nicht geändert. Doch wenn sich die Nachfrage weiter erhöht, könnte das eines Tages die Voraussetzung für eine Neuauflage sein - oder zumindest für ein teureres, aber erschwinglicheres Second-Hand-Angebot als die aktuellen 400-EUR-Preise.

Bis dahin gilt: Forbidden Stars ist ein Brettspiel, das man kennen sollte. Nicht, weil jeder es spielen kann, sondern weil es zeigt, was möglich ist, wenn Designer ein bewährtes System auf ein neues Universum übertragen - und dabei eine asymmetrische, strategische Erfahrung schaffen, die bis heute ihresgleichen sucht.

Quellen

Recherchestand: 25. Juli 2026

Kurzvorstellung zu Rooms & Roomies (Deep Print Games/Pegasus Spiele) / Holzminden 2026 / Essen 2026

Newsbild Wir waren vom 26.06.2026 bis zum 03.07.2026 wieder einmal in Holzminden zu unserem Cliquenabend Gathering mit einigen Redakteur*innen und Autor*innen, um dort einige Prototypen zu testen, aber auch ein paar kommende Neuheiten zu spielen und zu filmen. Unter anderen konnten wir auch das Spiel Rooms & Roomies spielen, welches im Herbst bei Deep Print Games erscheinen wird. Rooms & Roomies erstreckt sich über vier Tage. Jeder Tag beginnt mit der Einkaufsphase: Die Spielenden wählen Möbelplättchen aus dem Geschäft aus, laden sie in ihren Transporter und können zudem eine Mitbewohner:in aus dem Café zu sich holen. Anschließend folgt die Einrichtungsphase, in der die Spielenden die Plättchen in ihrem Zuhause platzieren. Da jede Mitbewohner:in individuelle Wohnwünsche hat, erhalten die Spielenden am Spielende Punkte für die Erfüllung dieser Ziele. #video:roomsroomies#

Infernum – Einmal Hölle und zurück (Rezension)

25. Juli 2026 um 11:28

Infernum ist ein Rollenspiel für Erwachsene und definitiv nichts für schwache Nerven. Der Charakter hat in seinem Leben eine so große Sünde begangen, dass dieser in den Dienst von einem von sieben Höllenfürsten berufen wird und von nun an Aufträge für ihn erfüllt

Dieser Beitrag wurde von Sabrina Höhne geschrieben

Rebirth

In Rebirth wetteifert ihr als Clanoberhäupter um Einfluss in einem neu aufgebauten Schottland oder Irland. Wir haben das Kennerspiel des Jahres 2026 unter die Lupe genommen.

Rebirth von Reiner Knizia

Nach einer globalen Katastrophe liegt Schottland in Trümmern. Doch die Clans der Highlands haben ein Ziel: das Land im Einklang mit der Natur neu aufzubauen. In „Rebirth“ von Reiner Knizia übernehmen wir die Rolle dieser Clanoberhäupter und versuchen, mit taktischem Geschick Einfluss zu gewinnen. Auf einem farbenfrohen Spielplan platzieren wir Landschaftsplättchen, errichten Farmen, siedeln in Dörfern und wetteifern um die Kontrolle über Burgen und Kathedralen. Und das alles fühlt sich gleichzeitig entspannt und belohnend an.

Denn in Rebirth vergeht ein Zug wie im Flug. Ein Plättchen aus der Hand nehmen, überlegen, wo es am besten passt, platzieren und punkten. Klingt einfach, doch wer clever kombiniert, lässt punkteträchtige Kettenreaktionen entstehen: Vier zusammenhängende Nahrungsfarmen bringen nicht nur vier Punkte, sondern sichern vielleicht auch die Mehrheit an einer Burg. Liegt daneben eine Kathedrale, winkt zusätzlich eine Missionskarte, die weitere Punkte verspricht.

Welche Brettspiele erscheinen zur SPIEL 2026? Der Brettspielelust-KI-Chatbot weiß es: Befrag ihn zur aktuellen Vorschauliste von Board Game Geek und lass dir spannende Neuheiten zeigen!

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Variable Wertungen und Missionsziele

Im Laufe der Partie reiht sich Punkt an Punkt. Sofortpunkte für Ketten, Zwischenwertungen für Mehrheiten, Missionsziele für das Spielende. Wer zur Halbzeit zurückliegt, muss sich nicht sorgen: Der Spielplanrand zeigt oft plötzlich aufholende Spieler, denn fünf, acht oder gar dreizehn Punkte mit einem Plättchen sind keine Seltenheit. Besonders die Missionskarten entfalten zum Schluss ihr volles Potenzial. Wer viele Kathedralen errichtet hat, kann mit verdeckten oder offenen Missionszielen punkten. Auch jede Burg in der eigenen Farbe bringt nochmal fünf Punkte.

Doch Rebirth ist mehr als nur ein Punktesalat. Im Spiel enthalten sind zwei Varianten: Schottland für Einsteiger und Irland für Fortgeschrittene. Auf der schottischen Seite platzieren die Spieler reihum ihre Plättchen, bauen Energiestrukturen und Lebensmittelfarmen, sichern sich Hafenpunkte und versuchen, Einflusszonen um Burgen herum zu dominieren. Kathedralen, die an bestimmte Bedingungen geknüpft sind, liefern die begehrten Missionskarten. Diese bleiben geheim und führen zu langfristigen Strategien wie „Besitze die meisten Burgen“ oder „Erobere besonders viele mittlere Siedlungen“.

Zwei Karten: Schottland und Irland

Wer die Rückseite des Spielplans wählt, erkundet Irland und trifft auf neue taktische Elemente. Zwar bleibt das Grundprinzip gleich, doch die Missionskarten liegen nun fast ausschließlich offen aus. Acht davon werden zu Spielbeginn aufgedeckt, und wer eine passende Bedingung erfüllt, kann durch das Einsetzen einer Kathedrale Punkte kassieren. Hinzu kommen die runden Türme: vierzehn an der Zahl, verteilt über die Karte, die Boni wie Doppelzüge, Punkteexplosionen oder Zusatzkarten gewähren. Die Partie verläuft dadurch etwas weniger gemächlich als in Schottland. Der Blick schweift öfter über den Plan, um keine Gelegenheit zu verpassen. Dafür bietet Irland aber auch mehr Tiefgang und Anreiz für erfahrene Taktikerinnen.

Ob Schottland oder Irland: Rebirth gelingt das Kunststück, entspannte Spielzüge mit motivierendem Fortschritt zu verknüpfen. Jedes Plättchen zählt, jede Entscheidung fühlt sich bedeutend an. Die Aufmachung ist dabei ein Fest fürs Auge: Spielplan, Schachtelillustration, Spielsteine – alles ist mit keltischer Symbolik und viel Liebe zum Detail gestaltet.

Wir haben für diesen Test die englischsprachige Version gespielt. Auf Deutsch erschien Rebirth im vierten Quartal 2025 bei Frosted Games.

Token-Upgrade von TPRINTR:

Inzwischen haben wir uns das 3D-Token-Set und die Punktemarker-Türme von TPRINTR gegönnt. 148 gedruckte Plättchen plus 4 stapelbare Türme sind enthalten, alles sauber verarbeitet und in den passenden Farben des Spiels. So macht uns Rebirth gleich noch mehr Spaß!


Rebirth – Fazit unserer Rezension

Title

Rebirth ist ein elegantes Legespiel mit hoher Zugänglichkeit, motivierender Punktejagd und zwei Spielvarianten, die sowohl Familien als auch erfahrene Tüftler ansprechen.

Autoren: Reiner Knizia | Mighty Boards | 2024 | 2-4 Personen | ab 8 Jahren | bis 60 Minuten

Pro

  • Flüssige, angenehm schnelle Spielzüge
  • Konstantes Belohnungsgefühl durch häufige Punktegewinne
  • Zwei Spielvarianten mit unterschiedlichem Anspruch (Schottland & Irland)
  • Sehr guter Zugang auch für Familien und Gelegenheitsspieler

Contra

Hinweis: Wertungen vergeben wir im Bereich 0 bis 4 Sternen. Spiele mit 0-1,5 Sternen sind sind schlecht, mit 2 bis 2,5 Sternen durchschnittlich. Ab 3 Sternen beginnen die empfehlenswerten Spiele. Nur außergewöhnliche Titel erhalten 4 Sterne („Four-Star Game“).


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Brettspiel Neuheiten – Herbst 2026: SPIEL DAS!

25. Juli 2026 um 07:00

Die Brettspiel Neuheiten von Spiel das! zum Herbst 2026 können sich durchaus sehen lassen. Neben der Erweiterung zum beliebten Panda Royal gibt es endlich die Lokalisierung von Wild Tiled West. Hop’n’Roll Autoren: Felix Leder, Patricia Limberger ◾ Grafik: ◾ Anzahl: 2-6 ◾ Dauer: 20 ◾ Alter: 8 In diesem Roll-and-Write bewegen wir unsere Spielfigur zu einem […]

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