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Mondbasis Shackleton: Mein übersehenes neues Lieblingsspiel

Von: ravn
28. Dezember 2025 um 16:15

Dieser eine Aha-Moment, wo mir klar wird, dass ein mitgespieltes Brettspiel nicht nur gut, sondern in wirklich allen Punkten perfekt passend für meinen Spielegeschmack und meine Erwartungen ist, der ist wirklich selten und deshalb umso kostbarer in der Flut an Neuheiten. Meine Erstpartie hat bei mir mehr als nur einen Nerv getroffen.

Zur SPIEL 2024 in Essen wurde Shackleton Base: A Journey to the Moon in der englischen Erstausgabe von Hachette Boardgames UK in Kooperation mit Sorry We Are French veröffentlicht. Im Juni 2025 folgte dann als Spieleschmiede-Projekt die deutschsprachige Lokalisation von Giant Roc unter dem Titel Mondbasis Shackleton. Der Untertitel mit der Reise zum Mond wurde derweil gestrichen, weil eigentlich sind wir schon längst vor Ort und bauen als Leiter einer individuellen Raumfahrtbehörde unsere Präsenz am Südpol des Mondes aus, um die Bedürfnisse von drei ausliegenden Konzernen zu erfüllen, die uns neue Möglichkeiten und vor allem Siegpunkte geben.

Mondbasis Shackleton ist ein klassisches Eurogame, so meinte ich bis jetzt und hatte es bis jetzt deshalb sträflich ignoriert. Zwar schon mehrmals gesehen, wie es bei Spieletreffs am Nebentisch gespielt wurde, aber selbst bin ich schlicht noch nicht dazu gekommen, es ebenfalls mal mitzuspielen. Ein ganz großer Fehler und ein Versäumnis zugleich. Denn meine Erstpartie Shackleton Base, in entspannt-konfrontativer Vollbesetzung im Kreise von drei mit mir geduldigen Mondbasis-Experten, glich für mich einem spielerischen Erweckungserlebnis. Selten gibt es diese außergewöhnlichen Momente, in denen sich ein Brettspiel einfach perfekt anfühlt. Marco Polo war damals so ein Spiel und SETI wie auch Civolution und davor Beyond the Sun lassen sich in diese Reihe einordnen.

Brettspiele, die sich so spielen, als wären die genau für mich gemacht: Die Denktiefe passt, der Ablauf ist packend, der Entscheidungsspielraum ausreichend, die taktischen Möglichkeiten vielfältig, Vorausplanung ist möglich, Interaktion und Abhängigkeiten aufgrund der Mitspieleraktionen sind gegeben, ich fühle mich ständig ins Spielgeschehen involviert und freue mich auf meinen nächsten eigenen Zug. Ich fiebere mit, ob meine Pläne klappen, ob sich das Räderwerk zu einem Ganzen zusammenfügt und ich die Herausforderungen meistern kann und sich das alles einfach dauerhaft gut anfühlt, sodass ich einer kommenden Partie entgegenfiebere.

Genauso habe ich eine Erstpartie Shackleton Base mit der englischen Ausgabe erlebt. Ein Eurogame, welches mit rund 75 Euro nicht gerade preiswert daher kommt, aber dafür wirklich gut ausgestattet ist. Zwar ist die Mondoberfläche arg grau, das hilft allerdings bei der Übersicht, wenn wir in unseren Spielerfarben an dem Ausbau der Mondbasis basteln. Zudem wollen drei zu Spielbeginn ausgewählte Konzerne ebenso im Blick behalten werden, die uns dort ganz unterschiedliche Aktionen und Bonuskarten bringen. Da liegt schon eine ganze Menge an Material auf dem Tisch und bewegt sich zwischen abstrakt durch die verwendeten Symbole und thematisch von den Illustrationen.

Im ersten Moment habe ich eine persönliche Spielübersicht vermisst. Ein Begleitbüchlein, wie inzwischen bei komplexen Eurogames üblich, das gibt es hier allerdings nicht. Der Spielablauf ist stattdessen direkt auf dem zentralen Spielplan abgedruckt und erklärt sich fast von selbst. Wir spielen drei Runden und pro Runde wählen wir ein Raumschiff mit seinem Astronauten-Mix aus Ingenieuren, Wissenschaftler und Techniker. Dazu gibt es noch ein paar Rohstoffe, eine Summe Geld und einen Platz in der Spielreihenfolge. Eine Auswahl, eine Entscheidung und es ergeben sich unterschiedliche Möglichkeiten. Möchte ich zwingend vor meinen Mitspielern am Zug sein? Brauche ich dringend mehr Geld? Sind die Zusatzressourcen verlockend? Und benötige ich mehr blaue als gelbe oder rote Astronauten?

Danach folgen reihum sechs Worker-Placement-Aktionen. Astronaut wählen und entweder direkt auf dem Mond einsetzen, um dort Geld zu kassieren, Eigenschaften von Bonusplättchen dort zu nutzen oder Ressourcen dort einzusammeln. Schön in gerader Linie und nur dort, wo schon an der Mondbasis gebaut wurde. Mitspielerbauten müssen wir mitnutzen, aber auch bezahlen. Das schränkt die eigene Gier ein und sorgt zudem dafür, dass wir bestrebt sind, eigene Module der Mondbasis zu bauen.

Das Bauen ist allerdings eine andere Aktion, die in begrenzter Anzahl pro Spielrunde vorhanden ist und zudem immer teurer wird. Auf dem Mond geht es arg kapitalistisch zu. Wobei wir als verbindendes Element die verfügbare Mondenergie gemeinsam verbrauchen, was zu schön konfrontativen Situation führt, wenn der eigene perfekte Plan nicht mehr klappt, nur weil der Mitspieler vor einem so viel Energie verbraucht hat und ich selbst keine Ressource verfügbar habe, um ein neues Solarpanel zu errichten. Seltene Erden, die wir dafür brauchen, sind eben selten. Alternativ kaufen wir eine der ausliegenden Karten, die uns neue Ressourcen, Soforteffekte oder dauerhafte Boni bieten. Die kosten auch Geld und benötigen ebenso ein Mindestmaß an Energie. Oder wir machen auf einen Schlag einfach drei „Zahnrad-Aktionen“, die wir durch unsere Reputationsleiste freigeschaltet haben oder die uns die drei ausliegenden Konzerne ermöglichen.

Möglichkeiten gibt es viele an Aktionen. Perfekt, wer zudem eine Aktion fernab der Mondbasis mit einem farblich passenden Astronauten ausführt, weil dann winkt noch eine kleine Bonusaktion, die wir natürlich gerne mitnehmen wollen. Astronauten mal eben innerhalb einer Spielrunde umzuschulen, das ging (bei mir) leider nicht. Wobei es durchaus individuelle Eigenschaften unserer verschiedenen Raumfahrtbehörden gibt, die ich allerdings nicht alle im Blick hatte. So hatte ich mit mir selbst in meiner Erstpartie schon genug zu tun, wobei mein Blick auch immer wieder zu meinen Mitspielern wanderte, ob die mir irgendwo zuvor kommen könnten oder ich doch noch anderes vorziehen könnte, um später dann effektiver agieren zu können.

In unserer Partie drohte ein Asteroid auf den Mond zu stürzen. Es war allerdings noch unklar, wo der einschlagen würde und wie groß der Schadensradius sein würde. So fokussierte ich mich zunächst auf andere Sachen, die mir schöne dauerhafte Boni und mehr Siegpunkte versprachen. Zudem baute ich die Mondbasis aus, was mir weitere Vorteile einbrachte. Blöd nur, dass relativ spät klar wurde, wo der Asteroid niedergehen würde. Und ja, genau dort, wo ich arg viel Mondmodule errichtet hatte, was eine Menge an Zerstörung und damit negative Siegpunkte am Ende bedeuten würde. Also umgeplant und meine großen Module ab zum Mars verfrachtet und zudem durch die nun fokussierte Beteiligung an Asteroid-Gegenmaßnahmen meinen eigenen Verlust an Siegpunkten reduziert. Am Ende reicht es für einen knappen Sieg, weil vieles bei mir schlicht zusammenpasste, was ich so ausprobiert habe.

Tolle Spielpartie, ganz unabhängig vom Spielausgang, weil der grundlegende Spielablauf von Mondbasis Shackleton für mich einfach stimmig war. Nicht ohne Grund ist das Spiel in vielen Bestenlisten des Jahres auf den vorderen Plätzen zu finden. Das kann ich für mich bestätigen. Deshalb ist meine Version schon bestellt und wartet auf die Auslieferung nach den Feiertagen. Dann steht weiteren Partien nichts mehr im Weg, denn aktuell kenne ich nur einen Mitspieler, der das Spiel in meinem weiteren Umkreis besitzt. Danke an dieser Stelle, dass ich mitspielen und so Mondbasis Shackleton für mich als neues Lieblingsspiel entdecken konnte. Absolute Empfehlung, sofern Ihr mittelkomplexe Eurogames mit interaktiv-konfrontativen Elementen mögt. Für mich ein absoluter Volltreffer im ausgehenden Jahr 2025.

Epochs: Mehrdimensionale Zivilisations-Aufbau-Erstpartie

Von: ravn
20. Dezember 2025 um 20:39

Wir errichten wieder einmal legendäre Zivilisationen, welche die kommenden Epochen bestehen sollen, um uns am Spielende Siegpunkte zu bescheren. So gewöhnlich wie bekannt und weiterhin als Thema durchaus beliebt. Die 2025er-Neuheit von Jeffrey CCH macht dennoch einiges interessant anders und doch vieles gleich.

Der Autor und Verlagsgründer von ICE Makes kann eine erstaunliche Bandbreite an Brettspielen vorweisen. So ist Jeffrey CCH aus der chinesischen Sonderverwaltungszone Hong Kong für den atmosphärischen Amitrash-Slasher Terrorscape verantwortlich, aber ebenso für das fantasievolle Familienspiel Eila und das glitzernde Etwas und das kompakte Science Fiction Aufbauspiel Age of Galaxy. So verwunderte es mich auch nicht, dass seine 2025er-Neuheit Epochs Course of Cultures schwierig in ein Genre zu stopfen ist. Am einfachsten kann ich es noch als Zivilisations-Aufbauspiel mit Eurogame- wie auch Amitrash-Elementen einordnen.

Dabei präsentiert es sich Epochs vom grundsätzlichen Regelwerk angenehm reduziert, während das Kampfsystem fast schon wie ein Fremdkörper wirkt. Ein Kampfsystem, das ausschließlich den Angreifer belohnt, dafür allerdings enorme Opfer verlangt, sofern man den kriegerischen Weg wählt. Ausgenommen sind dabei die Barbarenstämme, die uns am Ende einer der drei Epochen Gold stehlen und deshalb bekämpft werden wollen. Alternativ gehen wir denen aus dem Weg und können eine Partie auch ohne einen einzigen Kampf bestreiten.

Meine mitgespielte Erstpartie in entspannter Dreierrunde war eher friedlich. Viel mehr als eine Drohkulisse gegen die Mitspieler gab es nicht. Ich spielte die Griechen und schlug zu Spielbeginn zwar den kriegerischen Weg mit einer kampfstarken Phalanx und verstärkender Unterstützungseinheit ein, allerdings nur, um die vielen Barbarenvölker um mich herum besiegen zu können. Denn Krieg ist eine zusätzliche Form der Ausbreitung und läuft in einer separaten Spielphase ab. Wer darauf verzichtet, der beschneidet sich selbst in seinen Möglichkeiten und überspringt rund ein Viertel des Spiels. Allerdings kostet Krieg Ressourcen, die wir an anderen Stellen ebenso gut gebrauchen können. Epochs ist eben ein typisches Mangelspiel der vielen Möglichkeiten, von denen wir nur einen Bruchteil ausführen können. Das sorgt durchaus für Varianz und Wiederspielwert, um alles einmal ausprobiert zu haben, aber bei mir durchaus auch für einen Anflug an Frustration, weil ich in den praktisch durchführbaren Möglichkeiten so klein gehalten werde.

Unser Dreierpartie war sowieso ein Beispiel für extreme Strategien. Ein Mitspieler investierte nichts in Krieg, beschränkte sich auf ein überschaubares Gebiet und versuchte sein Glück eher in Wissenschaft, Kultur und Weltwunder-Bau. Ich hingegen hatte bis Spielende keinerlei Weltwunder gebaut und fernab meiner anfänglichen Investition in bessere Armee-Einheiten, voll auf maximale Gebietsausbreitung gespielt, ohne allerdings meine Mitspieler anzugreifen. Auch weil die erst arg spät ihre ersten Städte bauten und somit schlicht nichts auf der Karte vorhanden war, was sich für mich als Angriffsziel lohnte. Ich hatte sowieso genügend mit mir selbst und den Barbarenvölkern zu tun. Die dritte Mitspielerin haderte ein wenig mit ihren Möglichkeiten als China-Spielerin und verzichtete auf den Bau der Mauer. Eine Mischstrategie mit ein wenig vom allem und am Ende der dritte Platz. Ich rettete mich dank etlicher gefundener oder von Barbaren eroberter Versorgungswaren und einem kostenfreien Bau von Handelskontoren mit meinen insgesamt fünf Städten auf den knappen ersten Platz.

Obwohl wir nur zwei der drei Epochen gespielt haben und es somit nur eine offiziell verkürzte Partie war, ergaben sich für mich im Laufe der zweiten Epoche kaum noch Möglichkeiten. Die Leisten für Versorgung und Nachfrage hatte ich längst maximiert. Warum also noch weitere Handelskontore bauen oder sich weiter auf Versorgungsfelder ausbreiten? Krieg war für mich auch keine Option, da ich gegen neutrale Städte meine Handelskontore dort verloren hätte und ich durch zu extreme Ausbreitung auch keine Autoritäts-Klötzchen übrig hatte, die für einen Krieg gegen meine Mitspieler extra gebraucht hätte. Also sammelte ich Rohstoffe für den Stadtbau und baute meine Städte. Damit war für mich die zweite Epoche dann auch recht eindimensional gespielt und flott vorbei.

Der spielmechanische Kern von Epochs fokussiert sich auf das Ausspielen unserer Handkarten. Das sind thematisch Erfindungen wie das Rad oder die Bewässerung. Drei davon spielen wir pro Epoche in unsere Auslage, die uns dauerhafte Vorteile oder auch einmalige Ressourcen bringen. Haben wir keine passende Karten auf der Hand, können wir auch vorab mit der offenen Kartenauslage tauschen. Eventuell überlassen wir unseren Mitspielern so aber auch neue Optionen. Zusätzlich führen wir eine von acht Aktionsmöglichkeiten aus. Können oder wollen wir keine Erfindung spielen, haben wir hingegen zwei Aktionen zur Verfügung. Klingt viel, fühlte sich aber sehr kleinteilig an. Um zum Beispiel eine Stadt bauen zu können, brauche ich vorab ein Gebiet aus drei eigenen Hexfeldern. Jede Ausbreitung kostet eine Nahrung und eine Aktion. Zudem benötigen wir jeweils ein Autoritäts-Klötzchen, von denen wir ur eine begrenzte Anzahl haben oder aktiv für Nachschub sorgen müssen. Der Stadtbau selbst kostet drei Produktionsmarker, die wir vorab durch Erfindungen oder akademische Forschung bekommen können.

Nebenbei können wir unsere Regierungsform wechseln, was aber auch eine Aktion kostet und eine Mindestanzahl an Kulturpunkten benötigt. Zum Glück haben wir noch zwei Entwicklungen durch unsere Zivilisation bekommen, die wir als freie Aktionen nutzen. Jede der elf Zivilisationen ist da anders und nur zwei der vier Entwicklungen dürfen wir auswählen. Bei meinen Griechen war das eine geschenkte Phalanx-Militäreinheit und ein Vorteil, wenn ich die Regierungsform wechsel. Stattdessen hätte ich auch den Weg des Wissens und der Forschung gehen können. Da ich mir zu Spielbeginn als Startspieler allerdings ein lukratives Gebiet umgeben von Barbarenvölkern ausgesucht hatte, wollte ich eher schlagkräftig unterwegs sein.

Unterm Strich bietet Epochs als Zivilisations- und Aufbauspiel eine ganze Menge. Die begrenzte Anzahl an Aktionen zwingt einen aber fast schon in eine zu wählende Strategie, die man dann auch fokussiert durchziehen sollte. Passende Erfindungen und dauerhaften Bonuseffekten sind toll. So konnte ich Handelskontore umsonst bauen, sofern die nur durch Wasser mit meinem Gebiet verbunden waren. In Folge hatte ich mich einfach direkt bis zu den neutralen Städten am Wasser ausgebreitet und dort ohne Produktionsmarker mein Handelskontor gebaut. Dabei kann es dann allerdings auch passieren, dass wir einzelne Bereiche des Spiels komplett ausblenden und vernachlässigen – Krieg gegen Mitspieler, Bau von Weltwunder, Aufrüstung der Militäreinheiten sind da nur drei Beispiele. Diese Wahlfreiheit lässt uns Epochs und damit sind wir eigentlich selbst dafür verantwortlich, wenn sich Spielphasen eindimensional anfühlen. Ob Mischstrategien, von jedem etwas, aber alles mal gemacht, wirklich von Erfolg gekrönt sind, kann ich nach nur einer Partie nicht beurteilen.

Epochs hat zudem einiges an Zufallselementen, mit denen man leben können muss. So ist die Landkarte zu Spielbeginn noch größtenteils verdeckt. Zu Zugbeginn decken wir ein Spielfeldteil auf und legen es nach vorgeschriebenen Regeln an. Ob wir für unsere Strategie passende Hexfelder dort vorfinden oder auch nicht, das ist reines Glück. Wer wie ich gerne gegen Barbaren kämpft, weil die trotz Würfeleinsatz schlicht automatisch dank meiner verstärkten Phalanx unterlegen sind, der freut sich über Barbarenfelder. Der Kampf setzt sowieso auf Würfel im Bereich mit null bis drei Augenzahlen. Wer sein Militär ausbaut, kann noch mehr Würfel bekommen. Wobei es eine Regelvariante mit reduzierter Würfelanzahl gibt, die berechenbarer ist. Wir haben mit vollem Würfeleinsatz gespielt, weil Epochs an anderen Stellen für uns ausreichend Potenzial geboten hat, um seine Aktionen aufeinander abgestimmt zu optimieren.

Müsste ich eine Erstwertung abgeben, dann würde das für Epochs eine gute Note ergeben. Gut, aber auch nicht überragend. Unsere Partie hat mir ganz unabhängig vom Sieg Spaß gemacht, war kurzweilig und voller anfänglicher Möglichkeiten. Epochs bietet allerdings auch einiges an Grübelpotenzial, das sollte Euch bewusst sein. Wir haben knapp drei Stunden gespielt für die auf zwei von drei Epochen verkürzte Partie. Allerdings mussten wir auch erstmal ins Spiel mit seinen Mechanismen reinkommen.

Anfängliche Fehleinschätzungen verzeiht Epochs hingegen kaum, weil dazu ist jede Aktion zu kostbar, um die unüberlegt zu verdaddeln. Wer sich passende Bonusmöglichkeiten zurechtlegt und die dann auch dauerhaft nutzen kann, steht schlicht besser dar. Unsere Erstpartie hatten wir allerdings als Kennenlernpartie verstanden – einfach mal machen und schauen, was daraus wird. Entscheidungsspielraum gab es dabei genug. Und dass wir den Krieg fast völlig aus unserer Partie verbannt haben, war am Ende unsere eigene Entscheidung. Aggressiver gespielt, wird Epochs dann nochmal ein ganz anderes Spiel mit ganz anderen Möglichkeiten. Mal sehen, wann es dazu kommen wird. Mitspielen gerne nochmal, aber selbst besitzen, das muss ich Epochs nicht zwingend.

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