Wieder einmal klingt alles einfach und unspektakulär, schaut man sich das Ziel des Spiels an. Wer zuerst keine Handelskarten hat, gewinnt. Es klingt zu schön, um wahr zu sein und es muss einem klar sein, dass irgendwo noch ein Haken ist – natürlich. Es ist Markttag und wir wollen unsere Ware an den Mann und an die Frau bringen. Aber nicht immer haben wir all die Waren im Lager, die unsere Kunden begehren.
Und die gehören allesamt zu meinen liebsten Euro Spielen. Und auch Movers & Shakers hat das Potential dazu in diese Gruppe vorzustoßen. Ich konnte es mittlerweile schon 1-mal auf der Boardgamearena spielen, wo es derzeit noch im Alpha-Status (Nur für Alpha-Tester zugängig) spielen konnte. Aber ich denke, dass es sehr bald in den Beta-Status wechselt, da es sich dort schon vollkommen problemlos spielen läßt.
Aber was machen wir nun in Movers & Shakers? Wir sind mächtigen Eisenbahnmagnate in Bengalen, im Nordosten von Indien, im späten 19. Jahrhundert und konkurrieren um die Erfüllung von Verträgen zum Transport von Gütern zwischen Benares und der Hafenstadt Kalkutta. Dabei müssen wir den Transport der Güter so effizient wie möglich organisieren und können dabei nicht nur unsere eigenen Züge sondern auch die der Mitspielenden nutzen.
Das Spiel verläuft über 2 Runden in der wie jeweils 6 Aktionskarten auf unsere Unternehmenstableau spielen und damit Aktionen wie das Beladen und Bewegen von Güterzügen, das Beeinflussen der Märkte in Benares und Kalkutta, das Aufwerten unserer Anlagemarker, das Einrichten von Agenturen oder das Verschiffen von Handelsgütern ausführen.
Siegpunkte erhalten wir hierbei durch das Erfüllen von Verträgen, den Wert unserer gesammelten Anlagen (Anleihen, Wertgegenstände, Ressourcen und Infrastruktur), Geschäfte mit regionalen Agenturen, Investitionen und unsere Gesamtleistung (Anzahl transportierter Handelsgüter).
Spannend an dem Spiel finde ich zum einen die Aktionsauswahl mit den Karten. Jeder erhält zu Spielbeginn 4 Lade- und 4 Bewegungs-Aktions-Karten. Im Spielverlauf können wir hier weitere Karten dazu bekommen. Von diesen 8 Karten können wir jede Runde 6 ausspielen. Dabei müssen wir uns immer entscheiden ob wir zusätzlich zu der/den Aktion/en der Karte noch eine Entwicklungs- oder eine Logistikaktion als Unternehmensaktion wählen, je nachdem ob wir die Karte in der oberen oder unteren Hälfte des Slots auf unserem Tableau platzieren.
Beim Laden der Güter können wir diese auch auf die Züge der Mitspielenden laden und beim Bewegen der Züger können wir auch deren Züge bewegen. Hier hat es Ähnlichkeiten zu Panamax. Beim Bewegen von Zügen kommt es auch immer wieder vor, dass wir Züge, die sich bereits auf der Streck befinden, vor uns herschieben. Hier sind also jede Menge strategische Entscheidungen zu treffen.
Was ich auch spannend finde ist das Geldmanagement in dem Spiel. Man kann nämlich maximal 9 Rupien besitzen. Kommt man auf 10 Rupien werden diese sofort in 1 Investmentmarker umgewandelt. Diese braucht man am Rundenende, um zu investieren. Auf diesem Weg erhält man am Ende schon einen sehr großen Teil seiner Siegpunkte. Allerdings kann man Investmentmarker nicht mehr zurück in Rupien tauschen. Man muss sich also genau überlegen was man im Rundenverlauf noch an Bargeld benötigt.
Investmenttafel Quelle: BGA (Copyright by Quined Games)
Geld verdient man in erster Linie damit, dass man Handelsgüter an den Märkten von Benares und Kalkutta abliefert. Der Wert jedes Gutes wird über die Position der jeweiligen Marker auf der Markttafel bestimmt. Diese kann man auch über Aktionen nach oben bewegen und erhält dafür auch noch Boni, wenn man die 2., 4., 6. und 8. Zeile erreicht. Jeder hat hier 3 Marker: einen für Benares, einen für Kalkutta und den Finanzberater. Dieser gibt vor, auf welche Zeile die anderen beiden Marker nach Rundenende „zurückgesetzt“ werden. Man sollte somit den Finanzberater nicht außer acht lassen.
Markttafel – Quelle: BGA (Copyright by Quined Games)
Markt-Marker – Quelle Spielanleitung (Copyright by Quined Games)
Vom Komplexitätsgrad würde ich Movers & Shakers auf jeden Fall unter Nippon & Co. einordnen, also im Bereich Kennerspiele. Für mich ist das Spiel auf jeden Fall ein must have und ich freue mich schon sehr auf weitere Partien. Auf BGA und, wenn Quined seinen Zeitplan einhalten kann, in 1 Jahr mit der physischen Version.
Es soll auch in den regulären Handel kommen. Dann aber mit weniger hochwertigem Material. Einen entsprechenden Vergleich findet man unter „Comparative Chart“ auf der Gamefound-Seite.
Es gibt übrigens ein sehr gutes Video von Gaming Rules, indem die Regeln erklärt werden und im Anschluß eine komplette Partie Movers & Shakers zu dritt gespielt wird: Movers & Shakers – Tutorial & Playthrough Wem das Video zu lang ist, der kann sich das Video von Jonathan von Getting Games anschauen: Movers & Shakers – Quick Play
Und die gehören allesamt zu meinen liebsten Euro Spielen. Und auch Movers & Shakers hat das Potential dazu in diese Gruppe vorzustoßen. Ich konnte es mittlerweile schon 1-mal auf der Boardgamearena spielen, wo es derzeit noch im Alpha-Status (Nur für Alpha-Tester zugängig) spielen konnte. Aber ich denke, dass es sehr bald in den Beta-Status wechselt, da es sich dort schon vollkommen problemlos spielen läßt.
Aber was machen wir nun in Movers & Shakers? Wir sind mächtigen Eisenbahnmagnate in Bengalen, im Nordosten von Indien, im späten 19. Jahrhundert und konkurrieren um die Erfüllung von Verträgen zum Transport von Gütern zwischen Benares und der Hafenstadt Kalkutta. Dabei müssen wir den Transport der Güter so effizient wie möglich organisieren und können dabei nicht nur unsere eigenen Züge sondern auch die der Mitspielenden nutzen.
Das Spiel verläuft über 2 Runden in der wie jeweils 6 Aktionskarten auf unsere Unternehmenstableau spielen und damit Aktionen wie das Beladen und Bewegen von Güterzügen, das Beeinflussen der Märkte in Benares und Kalkutta, das Aufwerten unserer Anlagemarker, das Einrichten von Agenturen oder das Verschiffen von Handelsgütern ausführen.
Siegpunkte erhalten wir hierbei durch das Erfüllen von Verträgen, den Wert unserer gesammelten Anlagen (Anleihen, Wertgegenstände, Ressourcen und Infrastruktur), Geschäfte mit regionalen Agenturen, Investitionen und unsere Gesamtleistung (Anzahl transportierter Handelsgüter).
Spannend an dem Spiel finde ich zum einen die Aktionsauswahl mit den Karten. Jeder erhält zu Spielbeginn 4 Lade- und 4 Bewegungs-Aktions-Karten. Im Spielverlauf können wir hier weitere Karten dazu bekommen. Von diesen 8 Karten können wir jede Runde 6 ausspielen. Dabei müssen wir uns immer entscheiden ob wir zusätzlich zu der/den Aktion/en der Karte noch eine Entwicklungs- oder eine Logistikaktion als Unternehmensaktion wählen, je nachdem ob wir die Karte in der oberen oder unteren Hälfte des Slots auf unserem Tableau platzieren.
Beim Laden der Güter können wir diese auch auf die Züge der Mitspielenden laden und beim Bewegen der Züger können wir auch deren Züge bewegen. Hier hat es Ähnlichkeiten zu Panamax. Beim Bewegen von Zügen kommt es auch immer wieder vor, dass wir Züge, die sich bereits auf der Streck befinden, vor uns herschieben. Hier sind also jede Menge strategische Entscheidungen zu treffen.
Was ich auch spannend finde ist das Geldmanagement in dem Spiel. Man kann nämlich maximal 9 Rupien besitzen. Kommt man auf 10 Rupien werden diese sofort in 1 Investmentmarker umgewandelt. Diese braucht man am Rundenende, um zu investieren. Auf diesem Weg erhält man am Ende schon einen sehr großen Teil seiner Siegpunkte. Allerdings kann man Investmentmarker nicht mehr zurück in Rupien tauschen. Man muss sich also genau überlegen was man im Rundenverlauf noch an Bargeld benötigt.
Investmenttafel Quelle: BGA (Copyright by Quined Games)
Geld verdient man in erster Linie damit, dass man Handelsgüter an den Märkten von Benares und Kalkutta abliefert. Der Wert jedes Gutes wird über die Position der jeweiligen Marker auf der Markttafel bestimmt. Diese kann man auch über Aktionen nach oben bewegen und erhält dafür auch noch Boni, wenn man die 2., 4., 6. und 8. Zeile erreicht. Jeder hat hier 3 Marker: einen für Benares, einen für Kalkutta und den Finanzberater. Dieser gibt vor, auf welche Zeile die anderen beiden Marker nach Rundenende „zurückgesetzt“ werden. Man sollte somit den Finanzberater nicht außer acht lassen.
Markttafel – Quelle: BGA (Copyright by Quined Games)
Markt-Marker – Quelle Spielanleitung (Copyright by Quined Games)
Vom Komplexitätsgrad würde ich Movers & Shakers auf jeden Fall unter Nippon & Co. einordnen, also im Bereich Kennerspiele. Für mich ist das Spiel auf jeden Fall ein must have und ich freue mich schon sehr auf weitere Partien. Auf BGA und, wenn Quined seinen Zeitplan einhalten kann, in 1 Jahr mit der physischen Version.
Es soll auch in den regulären Handel kommen. Dann aber mit weniger hochwertigem Material. Einen entsprechenden Vergleich findet man unter „Comparative Chart“ auf der Gamefound-Seite.
Es gibt übrigens ein sehr gutes Video von Gaming Rules, indem die Regeln erklärt werden und im Anschluß eine komplette Partie Movers & Shakers zu dritt gespielt wird: Movers & Shakers – Tutorial & Playthrough Wem das Video zu lang ist, der kann sich das Video von Jonathan von Getting Games anschauen: Movers & Shakers – Quick Play
Das Spiel Heaven & Ale von Michael Kiesling und Andreas Schmitt stammt aus dem Jahr 2017. Ich hatte zwar schon öfter davon gehört und es sogar mal eine Zeitlang besessen, aber es ist dann wieder ungespielt ausgezogen, aus Platz und Zeitgründen.
Nun habe ich seit einigen Monaten eine neue Mitspielerin, mit der ich derzeit viele ältere Spiele spiele und es macht wirklich sehr viel Spaß. Und sie hatte sich vor kurzem Heaven & Ale gekauft, das wir dann am Mittwochabend zum ersten Mal zu zweit gespielt haben.
Spielecover von Heaven & Ale, Eggertspiele, 2017
Thema des Spiels ist, dass wir Mönche in einem Kloster sind, die Bier brauen. Dazu benötigen wir Rohstoffe wie Hefe, Weizen, Wasser, Hopfen und Holz. Außerdem müssen wir zusehen, dass unser Braumeister vorankommt, denn je weiter dieser am Ende der Partie gekommen ist, desto mehr Siegpunkte können wir bekommen. Dabei müssen wir darauf achten, dass wir möglichst alle unsere Ressourcenmarker gleichmäßig voranbringen und keine Ressource am Ende der Partie zu weit hinten liegt.
Klostergarten (Spielertableau)
Auf dem obigen Bild sieht man die Punkteleiste (am oberen Rand des Klostergartens). Der rote Braumeister steht auf der 13 und der „niedrigste“ Ressourcenmarker auf der 7. Dieser Wert (7) wurde dann mit dem Bierwert (x4), im Bereich meiner Braumeisterfigur multipliziert. Spannend ist bei der Wertung auch der Umtauschwert, den man neben der Braumeisterfigur sieht (Bei mir war das 2:1). Dafür kann man nämlich seine am weitesten fortgeschrittenen Ressourcenmarker auf der Leiste zurückziehen, um dafür die am hinten liegenden nach vorne bewegen. Ich hatte vor der Endwertung z. B. sehr viel Holz und konnte dadurch die anderen Marker noch einige Felder nach vorne bekommen. Für mich ist diese Wertung einer der Punkte, die ich an dem Spiel sehr mag und auf die man auch sehr achten muss.
Um an die Ressourcen zu kommen, bewegt man seinen Mönch um das Spielfeld (siehe untenstehendes Bild vom Spielplan) und kann dann das/die Ressourcenplättchen von seinem Zielfeld nehmen und in seinen Klostergarten legen. Der Klostergarten hat eine helle und eine dunkle Seite. Auf der hellen Seite werden bei einer Wertung die Ressourcen produziert, je nach Wert auf dem Plättchen (1-5), und auf der dunklen Seite bekommt man die dringend benötigten und immer knappen Dukaten.
Man muss nämlich Geld bezahlen, wenn man eines der Plättchen in seinen Klostergarten legt. Auf der dunklen Seite ist das der Wert des Plättchens in Dukaten und auf der hellen Seite wird der Preis verdoppelt. Lege ich hier also ein 3er Hefeplättchen (weiß) auf meine helle Seite, so kostet mich das 6 Dukaten.
Hauptspielplan in Runde 3 von 3 (2-Spieler-Partie)
Um Geld zu bekommen (Wir starten mit 25 Dukaten) muss man Wertungen auslösen. Dafür gibt es auf dem Spielplan Felder mit Wertungssteinen (lila Glockensymbol). Dummerweise liegt da normalerweise immer nur 1 Stein. Man schnappt sich diese also vor der Nase weg. Und man muss auch schauen, dass die Wertung einem möglichst viel einbringt, da man jede Wertung nur 1x im Spiel durchführen kann. Werten kann man z. B. gleiche Zahlen auf den Plättchen oder alle Plättchen einer bestimmten Ressource.
Und dann gibt es da noch die Mönchsplättchen, die bei einer Wertung den Braumeister voranbringen und alle an sie angrenzenden Plättchen werten. Hat man zwei Wertungen eines Privilegienpaares durchgeführt hat, darf man eine Privilegkarte ausspielen und bekommt ihren Ertrag (siehe linker Rand des Spielertableaus, vorletztes Bild).
Außerdem kommt es jedes Mal zu einer Scheunenwertung, wenn ich einen sogenannten Scheunenplatz umschlossen habe. Dies Felder zeigen zu Spielbeginn einen Bereich, der mit einem Holzzaun umschlossen ist. Habe ich alle Felder um dieses Feld mit Ressourcen- oder Mönchsplättchen belegt, so führe ich hier eine Wertung aus und platziere auf dem Feld in der Mitte eine Scheune.
Und last but not least gibt es noch die Fasswertungen. Hier kann man große oder kleine Bierfässer bekommen, wenn man die darauf abgedruckten Ziele erreicht hat, wie z. B. 6 Rohstoffplättchen mit dem Wert 1.
Wir haben gleich 2 Partien gespielt. Die erste dauerte 60 Minuten, die zweite noch 41 Minuten. Von mir bekommt Heaven & Ale eine 7.5 von 10, mit Tendenz zur 8. Ich werde es sicherlich wieder spielen.
Ich denke, dass das Spiel mit 3 oder 4 Spielenden noch gewinnt. Kritisieren könnte man bei dem Spiel, dass bei den Wertungen auf den Fassfeldern immer alle Fässer nehmen darf, deren Bedingung man erfüllt hat. Mich hat das jetzt aber nicht gestört.
Bei 2 Spielenden spielt man übrigens nur 3 Runden, zu dritt 4 Runden und zu viert 6 Runden. Zu viert kann das Spiel dann auch mal 2 Stunden dauern, zu zweit kommt man mit 45 Minuten gut hin, wenn beide die Regeln können.
Die Regeln sind übrigens schnell erklärt und die Spielanleitung ist gut gestaltet und strukturiert, auch wenn hier noch etwas Luft nach oben ist.
Zu dem Spiel ist 2019 auch noch eine Erweiterung erschienen: Heaven & Ale: Der Bierkutscher Die soll das Spiel noch etwas variantenreicher machen, ist aber kein must-have.
Das Spiel Heaven & Ale von Michael Kiesling und Andreas Schmitt stammt aus dem Jahr 2017. Ich hatte zwar schon öfter davon gehört und es sogar mal eine Zeitlang besessen, aber es ist dann wieder ungespielt ausgezogen, aus Platz und Zeitgründen.
Nun habe ich seit einigen Monaten eine neue Mitspielerin, mit der ich derzeit viele ältere Spiele spiele und es macht wirklich sehr viel Spaß. Und sie hatte sich vor kurzem Heaven & Ale gekauft, das wir dann am Mittwochabend zum ersten Mal zu zweit gespielt haben.
Spielecover von Heaven & Ale, Eggertspiele, 2017
Thema des Spiels ist, dass wir Mönche in einem Kloster sind, die Bier brauen. Dazu benötigen wir Rohstoffe wie Hefe, Weizen, Wasser, Hopfen und Holz. Außerdem müssen wir zusehen, dass unser Braumeister vorankommt, denn je weiter dieser am Ende der Partie gekommen ist, desto mehr Siegpunkte können wir bekommen. Dabei müssen wir darauf achten, dass wir möglichst alle unsere Ressourcenmarker gleichmäßig voranbringen und keine Ressource am Ende der Partie zu weit hinten liegt.
Klostergarten (Spielertableau)
Auf dem obigen Bild sieht man die Punkteleiste (am oberen Rand des Klostergartens). Der rote Braumeister steht auf der 13 und der „niedrigste“ Ressourcenmarker auf der 7. Dieser Wert (7) wurde dann mit dem Bierwert (x4), im Bereich meiner Braumeisterfigur multipliziert. Spannend ist bei der Wertung auch der Umtauschwert, den man neben der Braumeisterfigur sieht (Bei mir war das 2:1). Dafür kann man nämlich seine am weitesten fortgeschrittenen Ressourcenmarker auf der Leiste zurückziehen, um dafür die am hinten liegenden nach vorne bewegen. Ich hatte vor der Endwertung z. B. sehr viel Holz und konnte dadurch die anderen Marker noch einige Felder nach vorne bekommen. Für mich ist diese Wertung einer der Punkte, die ich an dem Spiel sehr mag und auf die man auch sehr achten muss.
Um an die Ressourcen zu kommen, bewegt man seinen Mönch um das Spielfeld (siehe untenstehendes Bild vom Spielplan) und kann dann das/die Ressourcenplättchen von seinem Zielfeld nehmen und in seinen Klostergarten legen. Der Klostergarten hat eine helle und eine dunkle Seite. Auf der hellen Seite werden bei einer Wertung die Ressourcen produziert, je nach Wert auf dem Plättchen (1-5), und auf der dunklen Seite bekommt man die dringend benötigten und immer knappen Dukaten.
Man muss nämlich Geld bezahlen, wenn man eines der Plättchen in seinen Klostergarten legt. Auf der dunklen Seite ist das der Wert des Plättchens in Dukaten und auf der hellen Seite wird der Preis verdoppelt. Lege ich hier also ein 3er Hefeplättchen (weiß) auf meine helle Seite, so kostet mich das 6 Dukaten.
Hauptspielplan in Runde 3 von 3 (2-Spieler-Partie)
Um Geld zu bekommen (Wir starten mit 25 Dukaten) muss man Wertungen auslösen. Dafür gibt es auf dem Spielplan Felder mit Wertungssteinen (lila Glockensymbol). Dummerweise liegt da normalerweise immer nur 1 Stein. Man schnappt sich diese also vor der Nase weg. Und man muss auch schauen, dass die Wertung einem möglichst viel einbringt, da man jede Wertung nur 1x im Spiel durchführen kann. Werten kann man z. B. gleiche Zahlen auf den Plättchen oder alle Plättchen einer bestimmten Ressource.
Und dann gibt es da noch die Mönchsplättchen, die bei einer Wertung den Braumeister voranbringen und alle an sie angrenzenden Plättchen werten. Hat man zwei Wertungen eines Privilegienpaares durchgeführt hat, darf man eine Privilegkarte ausspielen und bekommt ihren Ertrag (siehe linker Rand des Spielertableaus, vorletztes Bild).
Außerdem kommt es jedes Mal zu einer Scheunenwertung, wenn ich einen sogenannten Scheunenplatz umschlossen habe. Dies Felder zeigen zu Spielbeginn einen Bereich, der mit einem Holzzaun umschlossen ist. Habe ich alle Felder um dieses Feld mit Ressourcen- oder Mönchsplättchen belegt, so führe ich hier eine Wertung aus und platziere auf dem Feld in der Mitte eine Scheune.
Und last but not least gibt es noch die Fasswertungen. Hier kann man große oder kleine Bierfässer bekommen, wenn man die darauf abgedruckten Ziele erreicht hat, wie z. B. 6 Rohstoffplättchen mit dem Wert 1.
Wir haben gleich 2 Partien gespielt. Die erste dauerte 60 Minuten, die zweite noch 41 Minuten. Von mir bekommt Heaven & Ale eine 7.5 von 10, mit Tendenz zur 8. Ich werde es sicherlich wieder spielen.
Ich denke, dass das Spiel mit 3 oder 4 Spielenden noch gewinnt. Kritisieren könnte man bei dem Spiel, dass bei den Wertungen auf den Fassfeldern immer alle Fässer nehmen darf, deren Bedingung man erfüllt hat. Mich hat das jetzt aber nicht gestört.
Bei 2 Spielenden spielt man übrigens nur 3 Runden, zu dritt 4 Runden und zu viert 6 Runden. Zu viert kann das Spiel dann auch mal 2 Stunden dauern, zu zweit kommt man mit 45 Minuten gut hin, wenn beide die Regeln können.
Die Regeln sind übrigens schnell erklärt und die Spielanleitung ist gut gestaltet und strukturiert, auch wenn hier noch etwas Luft nach oben ist.
Zu dem Spiel ist 2019 auch noch eine Erweiterung erschienen: Heaven & Ale: Der Bierkutscher Die soll das Spiel noch etwas variantenreicher machen, ist aber kein must-have.
Im Spiel Tsukiji spielen wir Restaurantbesitzer, welche im Jahr 1930 auf dem ehemals weltgrößten Fischmarkt Tuskiji Fisch und Meeresfrüchte einkaufen. Das Spiel des brasilianischen Verlages Redbox Editora (heute Buró) wurde bereits im Jahr 2018 veröffentlicht. Autor ist Leonardo Pires, dessen Spiel Paper Dungeons bei uns in Deutschland sicherlich bekannter ist.
Tsukiji ist für 2 bis 4 Spielende ab 8 Jahren und eine Partie dauert um die 30 Minuten. In jeder der 7 Spielrunden werden immer zufällig aufgedeckte Sets aus 3 Karten in die Marktauslage gelegt (immer Anzahl Mitspieler plus 1 Set), auf welche die Spieler dann reihum verdeckt bieten. Hierzu haben sie sogenannte „Evaluation Tickets“ (Bewertungskarten) mit denen sie die jeweiligen Sets bewerten. Es gibt 5 normale Karten mit den Werten 0 bis 4 und 4 Spezial-Karten, die jedoch in der Spielrunde nur 1x eingesetzt werden können. In 3er und 2er Spielrunden kommen dabei nicht alle dieser Karten zum Einsatz.
Nachdem alle ihre Gebote abgegeben haben werden die Bewertungskarten aufgedeckt und ausgewertet. Das Set, welches die höchste Bewertung erhalten hat, kostet dann 12 Yen und der Wert jeder Fische in dem Set wird um den Wert 4 (auf der Kurstaffel) erhöht. Das Set mit der nächsthöheren Bewertung kostet 9 Yen, danach 6 und 3 Yen. Der Wert der Fische aus dem 9 Yen Set wird um 2 erhöht, der aus dem 6 Yen Set bleibt unverändert und der aus dem günstigsten Set wird um 1 reduziert.
Marktauslage mit Geboten und Preisen
Nun können sich die Spieler, beginnend mit dem Startspieler, für eines der Sets entscheiden und den Preis dafür bezahlen. Der Spieler, der das Set für 12 Yen kauft, wird neuer Startspieler. Wird dieses Set nicht gekauft, dann bleibt der Startspieler für die nächste Runde gleich.
Es gibt 6 Arten von Fischen/Meeresfrüchten in Tuskiji. Außerdem die Takusan-Karten (Joker) und Yakuza-Karten. Kauft man 1 Set mit einem Yakuza muss man eine seiner bereits erworbenen Karten als Schutzgeld abwerfen.
Auf dem Quotation Board (Kurstafel) wird der aktuelle Wert der jeweiligen Fische & Meeresfrüchte nachgehalten
Am Ende der 7. Runde wird dann geschaut welche/r Fisch/Meeresfrucht am höchsten auf der Kurstafel bewertet ist. Hier ist eine Karte dann 10 Yen wert. Die anderen Sorten sind in absteigender Reihenfolge 7, 5, 3 und 1 Yen pro Karte wert. Eine Besonderheit ist der Thunfisch, dessen Wert davon abhängt, wie viele der Karten man am Spielende davon vor sich liegen hat.
Oktopus & Thunfisch
Danach addiert jeder Spieler die Werte seiner Karten und der Spieler mit dem höchsten Wert gewinnt das Spiel.
Für die 7 Runde hat jeder Spieler übrigens nur 48 bis 57 Yen zur Verfügung. Man muss also mit seinem Geld haushalten und geschickt versuche einerseits günstig einzukaufen und andererseits die Werte seiner Fische/Meeresfrüchte geschickt nach oben zu treiben.
Mir gefällt das Spiel sehr gut und ich würde ihm aktuell eine 8 von 10 geben.
Tsukiji ist bisher nur auf Portugiesisch, Spanisch, Englisch, Französisch, Chinesisch und Niederländisch herausgegeben worden und mittlerweile auch nur noch auf dem Sekundärmarkt zu finden. Aber es lohnt sich danach zu suchen, wenn einem die Mechanik und das Thema ansprechen.
Im Spiel Tsukiji spielen wir Restaurantbesitzer, welche im Jahr 1930 auf dem ehemals weltgrößten Fischmarkt Tuskiji Fisch und Meeresfrüchte einkaufen. Das Spiel des brasilianischen Verlages Redbox Editora (heute Buró) wurde bereits im Jahr 2018 veröffentlicht. Autor ist Leonardo Pires, dessen Spiel Paper Dungeons bei uns in Deutschland sicherlich bekannter ist.
Tsukiji ist für 2 bis 4 Spielende ab 8 Jahren und eine Partie dauert um die 30 Minuten. In jeder der 7 Spielrunden werden immer zufällig aufgedeckte Sets aus 3 Karten in die Marktauslage gelegt (immer Anzahl Mitspieler plus 1 Set), auf welche die Spieler dann reihum verdeckt bieten. Hierzu haben sie sogenannte „Evaluation Tickets“ (Bewertungskarten) mit denen sie die jeweiligen Sets bewerten. Es gibt 5 normale Karten mit den Werten 0 bis 4 und 4 Spezial-Karten, die jedoch in der Spielrunde nur 1x eingesetzt werden können. In 3er und 2er Spielrunden kommen dabei nicht alle dieser Karten zum Einsatz.
Nachdem alle ihre Gebote abgegeben haben werden die Bewertungskarten aufgedeckt und ausgewertet. Das Set, welches die höchste Bewertung erhalten hat, kostet dann 12 Yen und der Wert jeder Fische in dem Set wird um den Wert 4 (auf der Kurstaffel) erhöht. Das Set mit der nächsthöheren Bewertung kostet 9 Yen, danach 6 und 3 Yen. Der Wert der Fische aus dem 9 Yen Set wird um 2 erhöht, der aus dem 6 Yen Set bleibt unverändert und der aus dem günstigsten Set wird um 1 reduziert.
Marktauslage mit Geboten und Preisen
Nun können sich die Spieler, beginnend mit dem Startspieler, für eines der Sets entscheiden und den Preis dafür bezahlen. Der Spieler, der das Set für 12 Yen kauft, wird neuer Startspieler. Wird dieses Set nicht gekauft, dann bleibt der Startspieler für die nächste Runde gleich.
Es gibt 6 Arten von Fischen/Meeresfrüchten in Tuskiji. Außerdem die Takusan-Karten (Joker) und Yakuza-Karten. Kauft man 1 Set mit einem Yakuza muss man eine seiner bereits erworbenen Karten als Schutzgeld abwerfen.
Auf dem Quotation Board (Kurstafel) wird der aktuelle Wert der jeweiligen Fische & Meeresfrüchte nachgehalten
Am Ende der 7. Runde wird dann geschaut welche/r Fisch/Meeresfrucht am höchsten auf der Kurstafel bewertet ist. Hier ist eine Karte dann 10 Yen wert. Die anderen Sorten sind in absteigender Reihenfolge 7, 5, 3 und 1 Yen pro Karte wert. Eine Besonderheit ist der Thunfisch, dessen Wert davon abhängt, wie viele der Karten man am Spielende davon vor sich liegen hat.
Oktopus & Thunfisch
Danach addiert jeder Spieler die Werte seiner Karten und der Spieler mit dem höchsten Wert gewinnt das Spiel.
Für die 7 Runde hat jeder Spieler übrigens nur 48 bis 57 Yen zur Verfügung. Man muss also mit seinem Geld haushalten und geschickt versuche einerseits günstig einzukaufen und andererseits die Werte seiner Fische/Meeresfrüchte geschickt nach oben zu treiben.
Mir gefällt das Spiel sehr gut und ich würde ihm aktuell eine 8 von 10 geben.
Tsukiji ist bisher nur auf Portugiesisch, Spanisch, Englisch, Französisch, Chinesisch und Niederländisch herausgegeben worden und mittlerweile auch nur noch auf dem Sekundärmarkt zu finden. Aber es lohnt sich danach zu suchen, wenn einem die Mechanik und das Thema ansprechen.
Wer seine Brettspiel-Sammlung auf Boardgame Geek pflegt hat man die Möglichkeit sich von seiner Sammlung ganz einfach einen Katalog zu erstellen. Und zwar mit Hilfe der Webseite My board game collection. Hier muss man nur auf Create klicken und gibt dort seinen BGG-Nutzernamen ein. Die Seite lädt dann deine Brettspielsammlung von BGG und du kannst dann einfach einen Katalog deiner Sammlung erstellen.
Bildquelle:
Man kann dann auf der Seite noch diverse Einstellungen vornehmen, zum Beispiel wie die Spiele sortiert werden sollen oder wie die Spielecover im Katalog dargestellt werden (komplett oder ins Cover reingezoomt).
Nur mit Umlauten und Sonderzeichen hat die Webseite leider Probleme und stellt sie nicht dar. Und die Beschreibung der Brettspiele ist auf Englisch. Das hier (siehe Bild unten) ist das Spiel, mit dem die Seite die größten Probleme hatte (12 Chip Trick von Mandoo Games).
Trotzdem ist das ein toller und vor allem sehr einfacher Weg sich einen Katalog seiner Sammlung zu erstellen. Der weitaus größte Teil sieht auch super aus.
Wenn der Katalog fertig erstellt ist kann man ihn als PDF „Drucken“, um ihn herunterzuladen. Und wenn man dann noch möchte kann man sich die PDF-Datei z. B. von Wir machen Druck professionell drucken lassen.
Wer seine Brettspiel-Sammlung auf Boardgame Geek pflegt hat man die Möglichkeit sich von seiner Sammlung ganz einfach einen Katalog zu erstellen. Und zwar mit Hilfe der Webseite My board game collection. Hier muss man nur auf Create klicken und gibt dort seinen BGG-Nutzernamen ein. Die Seite lädt dann deine Brettspielsammlung von BGG und du kannst dann einfach einen Katalog deiner Sammlung erstellen.
Bildquelle:
Man kann dann auf der Seite noch diverse Einstellungen vornehmen, zum Beispiel wie die Spiele sortiert werden sollen oder wie die Spielecover im Katalog dargestellt werden (komplett oder ins Cover reingezoomt).
Nur mit Umlauten und Sonderzeichen hat die Webseite leider Probleme und stellt sie nicht dar. Und die Beschreibung der Brettspiele ist auf Englisch. Das hier (siehe Bild unten) ist das Spiel, mit dem die Seite die größten Probleme hatte (12 Chip Trick von Mandoo Games).
Trotzdem ist das ein toller und vor allem sehr einfacher Weg sich einen Katalog seiner Sammlung zu erstellen. Der weitaus größte Teil sieht auch super aus.
Wenn der Katalog fertig erstellt ist kann man ihn als PDF „Drucken“, um ihn herunterzuladen. Und wenn man dann noch möchte kann man sich die PDF-Datei z. B. von Wir machen Druck professionell drucken lassen.
Im Vorfeld der SPIEL 2024 bin ich durch eine Ankündigung von Playte auf das Spiel Sardegna aufmerksam geworden. Playte ist der Name einer Brettspielmarke des süd-koreanischen Verlags Gameology Inc. Junghee Choi hat Playte 2016 aus der Taufe gehoben und es sich zur Aufgabe gemacht, ältere Spiele neu aufzulegen und diese dabei optisch aufzuwerten und in eine möglichst kleine, handliche Spieleschachtel zu stecken.
Besonders sind auch ihre sogenannten „L-Games“: Durch einen Magnetverschluss lässt sich die Schachtel so aufklappen, dass aus dieser ein L-förmiges Spielbrett entsteht. Auch bei Sardegna ist die Spieleschachtel gleichzeitig der Spielplan, jedoch ist dieser nicht L-förmig.
Das Spiel Sardegna wurde ursprünglich unter dem Namen Kreta im Jahr 2005 vom deutschen Verlag Goldsieber Spiele veröffentlicht. Der Autor des Spieles ist Stefan Dorra, von dem in den letzten Jahren unter anderem Spiele wie Skull Queen (2024), Triqueta (2023) oder Oracle (2020) veröffentlicht wurden.
Kreta/Sardegna ist ein Mehrheitenspiel, welches über 11 Wertungsrunde gespielt wird. Wann diese Wertungen ausgelöst werden, bestimmen die Spieler selbst, in dem einer von ihnen die Wächter-Karte (bei Kreta: Kastellan-Karte) spielt. Das Spiel ist nämlich Karten getrieben. Wenn man am Zug ist, spielt man eine seiner Charakterkarten aus und führt abhängig davon die damit verbundene(n) Aktion(en) aus. So kann man mit dem Admiral eines seiner 2 Schiffe in einem der Häfen platzieren oder eines seiner Schiffe zu einem anderen Hafen bewegen. Die Schiffe sind wichtig für die Ernte, man darf nämlich mit der Karte Landwirt nur in einer Provinz ernten, in deren Hafen sich ein eigenes Schiffe befindet. Alternativ muss man zu diesem Hafen eine ununterbrochene Kette eigener Dorfbewohner haben.
Jeder Spieler hat zu Spielbeginn die gleichen 7 unterschiedlichen Charaktere auf der Hand. Neben dem Admiral und dem Landwirt gibt es noch den Kommandant, mit dem man seine Dorfbewohner auf der Insel einsetzt und bewegt, den Priester, mit dem man seinen Priester in einer Region platziert und in von dort aus weiter bewegen kann, den Architekt, der Festungen und Dörfer errichtet, und die Königin, mit der man die Fähigkeit einer bereits gespielten Charakterkarte noch 1-Mal nutzen kann.
Last but not least gibt es noch den Wächter. Mit dem Wächter löst man die Provinzwertung aus. Gewertet wird immer die Provinz, deren offen ausliegende Festungskarte (siehe Bild oben, die Karten mit den Zahlen 19 und 16) am nächsten zum Nachziehstapel liegt. Gewertet werden dann alle Provinzen, die an die betreffende Festung angrenzen. Nach der Wertung deckt dann der aktive Spieler die nächste Festungskarte auf und hat dabei noch die Option, diese durch die oberste Karte des Nachziehstapels zu ersetzen. Danach nehmen alle Spieler ihre Charakterkarten wieder auf die Hand und die nächste Runde beginnt.
Charakterkarten
Ihr findet ein englisches Regelvideo, inklusive einem Vergleich der Spielkomponenten von Kreta und Sardegna, auf dem Youtube-Kanal von Board Games with B7.
Wer sich Kreta noch einmal ausführlicher anschauen möchte, der findet auch hierzu ein Regelvideo auf Youtube, auf dem Kanal von Undiscovered Games.
Ich selbst habe eine deutsche Kurzspielregel zu Sardegna erstellt und auf BGG hochgeladen: Kurzspielregel Sardegna.
Aktuell ist es leider etwas schwierig an das Spiel heranzukommen. Kreta findet man ab und an mal auf Kleinanzeigen oder eBay. Allerdings würde ich hierfür keine 40€ und mehr ausgeben. Ich habe Sardegna von der SPIEL mitgebracht bekommen. Dort hat es nur 18€ gekostet. Ich denke mal, dass das auch die beste Option ist, an das Spiel zu kommen, wenn man es nicht doch zufälligerweise mal günstig gebraucht bekommt.
Im Vorfeld der SPIEL 2024 bin ich durch eine Ankündigung von Playte auf das Spiel Sardegna aufmerksam geworden. Playte ist der Name einer Brettspielmarke des süd-koreanischen Verlags Gameology Inc. Junghee Choi hat Playte 2016 aus der Taufe gehoben und es sich zur Aufgabe gemacht, ältere Spiele neu aufzulegen und diese dabei optisch aufzuwerten und in eine möglichst kleine, handliche Spieleschachtel zu stecken.
Besonders sind auch ihre sogenannten „L-Games“: Durch einen Magnetverschluss lässt sich die Schachtel so aufklappen, dass aus dieser ein L-förmiges Spielbrett entsteht. Auch bei Sardegna ist die Spieleschachtel gleichzeitig der Spielplan, jedoch ist dieser nicht L-förmig.
Das Spiel Sardegna wurde ursprünglich unter dem Namen Kreta im Jahr 2005 vom deutschen Verlag Goldsieber Spiele veröffentlicht. Der Autor des Spieles ist Stefan Dorra, von dem in den letzten Jahren unter anderem Spiele wie Skull Queen (2024), Triqueta (2023) oder Oracle (2020) veröffentlicht wurden.
Kreta/Sardegna ist ein Mehrheitenspiel, welches über 11 Wertungsrunde gespielt wird. Wann diese Wertungen ausgelöst werden, bestimmen die Spieler selbst, in dem einer von ihnen die Wächter-Karte (bei Kreta: Kastellan-Karte) spielt. Das Spiel ist nämlich Karten getrieben. Wenn man am Zug ist, spielt man eine seiner Charakterkarten aus und führt abhängig davon die damit verbundene(n) Aktion(en) aus. So kann man mit dem Admiral eines seiner 2 Schiffe in einem der Häfen platzieren oder eines seiner Schiffe zu einem anderen Hafen bewegen. Die Schiffe sind wichtig für die Ernte, man darf nämlich mit der Karte Landwirt nur in einer Provinz ernten, in deren Hafen sich ein eigenes Schiffe befindet. Alternativ muss man zu diesem Hafen eine ununterbrochene Kette eigener Dorfbewohner haben.
Jeder Spieler hat zu Spielbeginn die gleichen 7 unterschiedlichen Charaktere auf der Hand. Neben dem Admiral und dem Landwirt gibt es noch den Kommandant, mit dem man seine Dorfbewohner auf der Insel einsetzt und bewegt, den Priester, mit dem man seinen Priester in einer Region platziert und in von dort aus weiter bewegen kann, den Architekt, der Festungen und Dörfer errichtet, und die Königin, mit der man die Fähigkeit einer bereits gespielten Charakterkarte noch 1-Mal nutzen kann.
Last but not least gibt es noch den Wächter. Mit dem Wächter löst man die Provinzwertung aus. Gewertet wird immer die Provinz, deren offen ausliegende Festungskarte (siehe Bild oben, die Karten mit den Zahlen 19 und 16) am nächsten zum Nachziehstapel liegt. Gewertet werden dann alle Provinzen, die an die betreffende Festung angrenzen. Nach der Wertung deckt dann der aktive Spieler die nächste Festungskarte auf und hat dabei noch die Option, diese durch die oberste Karte des Nachziehstapels zu ersetzen. Danach nehmen alle Spieler ihre Charakterkarten wieder auf die Hand und die nächste Runde beginnt.
Charakterkarten
Ihr findet ein englisches Regelvideo, inklusive einem Vergleich der Spielkomponenten von Kreta und Sardegna, auf dem Youtube-Kanal von Board Games with B7.
Wer sich Kreta noch einmal ausführlicher anschauen möchte, der findet auch hierzu ein Regelvideo auf Youtube, auf dem Kanal von Undiscovered Games.
Ich selbst habe eine deutsche Kurzspielregel zu Sardegna erstellt und auf BGG hochgeladen: Kurzspielregel Sardegna.
Aktuell ist es leider etwas schwierig an das Spiel heranzukommen. Kreta findet man ab und an mal auf Kleinanzeigen oder eBay. Allerdings würde ich hierfür keine 40€ und mehr ausgeben. Ich habe Sardegna von der SPIEL mitgebracht bekommen. Dort hat es nur 18€ gekostet. Ich denke mal, dass das auch die beste Option ist, an das Spiel zu kommen, wenn man es nicht doch zufälligerweise mal günstig gebraucht bekommt.
Ich finde es immer schade, dass auf den meisten Youtube-Kanälen und in den meisten Blogs immer nur über die aktuellen Spiele gesprochen wird und da dann auch immer über die immer gleichen Spiele, da jeder Blog und jeder Kanal natürlich immer den neuesten „Scheiß“ präsentieren möchte.
Ich möchte deshalb mal eine Lanze für ältere Spiele brechen und habe mir dafür heute das Spiel Taverna, aus dem Jahr 2015, von Geek Attitude Games aus meinem Spieleregal gezogen.
In Taverna sind wird Gastwirt einer Taverne im Königreich Averna. Wir versuchen hier in 6 (3 bis 5 Spieler) bis 8 Runden (2 Spieler) den meisten Profit zu machen. Das Spiel ist selbst in Vollbesetzung in knapp 90 Minuten gespielt, wenn man keine AP-Spieler (Analyse-Paralyse) am Tisch hat. Und das ist für mich, zusammen mit der maximalen Spielerzahl, schon mal sehr positiv. Wir können das Spiel nämlich mit bis zu 5 Spielern spielen.
Spielplan Taverna (Seite für 2-3 Spielende)
Auf dem Spielplan gibt es 5 Kneipen, an denen wir Besitzrechte erwerben können. Dabei kann eine der Taverne immer bis zu 4 Besitzer haben. In der Spielplan-Mitte befindet sich ein Pentagramm, die Burg des Königs, mit den 5 Wertungsmöglichkeiten des Spiels. Um die Burg herum werden noch 5 sogenannte Privilegien ausgelegt, welche ich im Spielverlauf erlangen kann. Diese bringen mir am Spielende noch zusätzliche Siegpunkte. Außerdem haben wir am oberen rechten Rand noch 4 Völkerleisten die unser Ansehen bei den 4 Völkern (Orks, Menschen, Elfe und Zwerge) anzeigen.
Das Spiel ist kartengetrieben. Sind wir am Zug nehmen wir eine von vier ausliegenden Kundenkarten und platzieren dann ein entsprechendes Kundenplättchen an einem freien Tisch in einer der Tavernen. Dabei gilt es mehrere Dinge zu beachten, zum Beispiel ist es von Vorteil, wenn wir den Kunden auch an einem passenden Platz platzieren. Jeder der Plätze ist nämlich bevorzugt von einer der vier Rassen zu besetzen, was man an dem farblich unterschiedlichen Rand erkennen kann (Grün sind hier z. B. die Elfen und orange die Zwerge). Aber ich möchte den Kunden auch gerne in einer Taverne platzieren, an der ich Anteile besitze. Und den letzten freien Tavernenplatz zu belegen bringt mir auch einen Vorteil.
Und dann gibt es noch die 4 Würdenträger (Notar, Prinzessin, Botschafterin und Gob’Trotter) deren Dienste ich in Anspruch nehmen kann, wenn sie sich in der selben Taverne befinden, in der ich meinen Kunden platziert habe.
Zudem gibt es noch Zaubersprüche, von denen ich pro Zug einen wirken darf. Diese sind zum Teil sehr mächtig und können einem große Vorteile bringen. Man beginnt das Spiel bereits mit 3 Spruchkarten und kann im Spielverlauf durch verschiedene Kunden weitere erhalten.
Kundenkarten & Zaubersprüche
Das Spiel hat auf BGG eine Wertung von 6.2 bei 582 Bewertungen, was eher wenige sind. Ich habe ihm eine 6.75 gegeben.
Bei der Gelegenheit möchte ich auch noch mal kurz auf die Bewertungskriterien bei BGG eingehen. Eine 6 bedeutet da „Das Spiel ist ist in Ordnung und ich würde es spielen, wenn ich dazu gerade in der Stimmung bin.“ und eine 7 bedeutet „Gutes Spiel, ich würde es normalerweise immer spielen wollen.“ Viele sind ja schon der Ansicht, dass Spiele, die eine Wertung von 7 oder darunter haben nichts taugen. Dem ist aber nicht so.
Vor allem handelt es sich bei Taverna um ein recht einfaches Kennerspiel, das man auch mit Leuten spielen kann, die keine lange Regelerklärungen mögen. Und die Möglichkeit es zu fünft zu spielen und dabei auch noch in rund 90 Minuten sind für ich auch Argumente für das Spiel.
Auf Youtube gibt es übrigens 2 gute Regelvideos zu Taverna: Das eines ist vom Brettspiel Snob und das andere von den Boardgamejunkies. Die Regeln gibt es auf Deutsch auf BGG.