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Brass Pittsburgh – To buy or not to buy?

Von: natokh
08. April 2026 um 12:07

Aktuell läuft auf Gamefound die Kampagne zum neuen Brass Titel Brass: Pittsburgh by Roxley Games – Gamefound, noch bis zum 13.04.26.

Da Brass Birmingham eines meiner langjährigen Lieblingsspiele ist, war ich natürlich von Beginn an daran interessiert, aber auch durchaus skeptisch, was das Spiel betrifft. Aber auch Brass Birmingham (2018) war ja bereits eine Weiterentwicklung des Ur-Brass (2007), welches dann bei Roxley in einer optisch stark überarbeiteten Version als Brass Lancashire (2018) neu aufgelegt wurde.

Brass Pittsburgh ist damit übrigens das 4. Spiel der „Brass-Reihe“. Hier wird gerne das Spiel Age of Industry (2010) vergessen, welches die 1. Weiterentwicklung von Brass war. Age of Industry hatte die Besonderheit, dass es hierfür weitere Karten als Erweiterung gab. Das ursprüngliche Spiel spielt hier in Neu England und ist ein gestreamlintes Brass.

Die Entwicklung von Brass 2007 bis 2018

Aber nun zu Brass Pittsburgh. Ich habe mir in den letzten Wochen einige Videos von us-amerikanischen Youtube-Kanälen zu diesem Spiel angesehen, um mir eine Meinung dazu zu bilden. Vor allem das Let’s Play von Before you Play hat mit hier geholfen einen Überblick über die Änderungen zu den Vorgängern zu bekommen.

Brass: Pittsburgh – Teach & Playthrough (Befor you Play)

Und das sind doch einige. Es gibt in Pittsburgh keine Kanäle mehr, aber nach wie vor 2 Ären. Und auch hier werden die 1er Industrien und ein guter Teil der Transportmittel (welche hier ausschließlich Züge sind) abgeräumt. In dem Spiel gibt es jetzt leichte und schwere Züge. Beim Bau der leichten Züge benötigt man Kohle, beim Bau der schweren Züge Stahl, das zusammen mit Koks eine der neuen Ressourcen im Spiel ist. Die schweren Züge bleiben auch über das Ende von Ära 1 auf dem Spielplan, alle leichten Züge werden entfernt.

Auch hat man zu Beginn des Spieles nur 2 schwere Züge zur Verfügung, alle weiteren muss man sich erst freispielen, indem man Industrien baut oder mit Entwicklung von seinem Spielertableau entfernt.

Es gibt auch jede Menge neue Industrien, wie z. B. Kerosin, Stahlwerke, Koks, ein Generator, eine Ölstadt, Produktionsstätten für schwere Züge und Autos und außerdem noch Wolkenkratzer. Neu ist auch, dass man manche Industrien zwingend überbauen muss, um das nächste Level davon zu bauen. Auch werden wohl jetzt die Siegpunkte von Industrien gewertet, die man überbaut, was bei Birmingham und Lancashire nicht der Fall ist.

Neu sind auch die Ressourcen Stahl und Koks und die „dezentralen“ Ressourcenmärkte, die zudem unterschiedliche Preise für die Ressourcen. Da muss man auch immer aufpassen, von welchem Markt man kauft oder an welchen Markt man verkauft, wenn man mit mehreren davon verbunden ist. Zudem gibt es in Brass Pittsburgh die Möglichkeit Ressourcen von Cornelius Vanderbilt zu kaufen. Dazu muss man auch mit keinem Markt verbunden sein, man zahlt jedoch kräftige Aufschläge.

Statt Bier, wie in Birmingham, benötigt man in Pittsburgh jetzt Öl zum Verkaufen. Dazu muss man zuerst Pipelines zu Ölfeldern bauen. Wenn diese genutzt werden, erhält man zusätzlich einen Bonus (Geld, Einkommensschritte, Siegpunkte). Zu Spielbeginn hat man nur 1 dieser Pipelines, die man bauen kann, weitere muss man erst über sein Spielertableau und das Bauen von Industrien freischalten, genau wie die schweren Züge. Ein Ölfeld kann man immer über mindestens 2 Wege anbinden. Es gibt aber auch die Möglichkeit einen dieser Wege zu blockieren, damit die Mitspieler gezwungen sind über die eigene Pipeline auf das Öl zuzugreifen.

Neu sind auch die einmaligen Bauboni, die man durch das Bauen von Zugverbindungen und Pipelines erhält. Und last, but not least, gibt es in dem Spiel jetzt Whiskey. Diesen kann man Einsetzen, um eine seiner Orts- oder Industriekarten zu einer Jokerkarte zu machen. Eine weitere Option ist das Abgeben von Whisky, um die neuen Premium Aufträge (Quality Rewards) zu erfüllen. Für diese muss man Güter verkaufen, auf deren Industrieplättchen Sterne abgebildet sind. Für einen fehlenden Stern kann man 1 Flasche Whiskey abgeben. Die 3 Premium Aufträge können jeweils nur 1x in der Partie erfüllt werden und bringen Siegpunkte, Einkommenssschritte, Geld oder Whiskey.

Es gibt noch ein paar weitere Besonderheiten, wie z. B. Industrien, die man nicht verkauft sondern nur überbaut, oder die Wolkenkratzer, die sofort nach dem Errichten eine zusätzliche Verkaufsaktion bringen.

Vor Ende der Gamefound-Kampagne soll auch noch die Anleitung zur Verfügung gestellt werden (Stand 08.04.26 war diese leider noch nicht verfügbar). Auch soll noch ein Playthrough von Heavy Cardboard, mit dem aktuellsten Prototypen und dem letzten Stand der Anleitung kommen.

Heavy Cardboard hatte in den letzten Wochen bereits Playthroughs von den bisherigen Brass-Versionen, inklusive Age of Industry, gestreamt.

Nachtrag (08.04., 14:52 Uhr): Ich habe gerade gesehen, dass Heavy Cardboard sein 4 Spieler Playthrough jetzt leider erst für den 15.04. (also nach Ende der Gamefound-Kampagne) angekündigt hat: Brass: Pittsburgh – 4p Overview & Play-through by Heavy Cardboard

Es gab auch noch eine Abstimmung welches Cover die Collector’s Edition von Brass Pittsburgh erhalten soll. 3 Cover standen dabei zur Wahl. Gewonnen hat das Cover mit dem Stahlwerk (Auch mein persönlicher Favorit). Allerdings kann man in der Kampagne auch noch die beiden anderen Cover für die Collector’s Edition auswählen.

Fazit: Ich habe mich entschieden in die Kampagne einzusteigen und die Brass Pittsburgh Collector’s Edition zu unterstützen, auch weil ich natürlich nicht gefeit bin vor nettem Chichi, wie z. B. den Synth-Karten, den hölzernen Industrieplättchen, den metallenen Ölfässern oder den schicken Ressourcenwürfeln.

Das mit den Double Layer Spielertableaus ist insofern etwas doof, da man auch in Brass Pittsburgh Industrieplättchen übereinanderstapelt und diese in der Höhe dann über das Tableau hinausragen, auch wenn es nicht so viele sind wie bei Brass: Birmingham oder Lancashire. Auch den nicht spiegelnden Spielplan bräuchte ich persönlich nicht und statt der zugegebenermaßen schicken geprägten Blechdosen hätte ich viel lieber ein Insert, in welches ich die Industrieplättchen in der richtigen Reihenfolge einsortieren könnte.

Alles in allem haben mich die Playthrough Videos aber angefixt und ich würde das Spiel gerne spielen. Und wenn es dann am Ende doch nicht so oft auf den Tisch kommt, dann kann ich es bestimmt auch wieder zu einem vernünftigen Preis weiterverkaufen.

Es gibt aber auch 2 Punkte, die mich bei der neuen Brass-Version nicht überzeugen. Das sind die Bauboni, die man für manche (nicht alle) Zugstrecken oder Ölpipelines bekommt und das sind die 3 Quality Rewards, die jeweils nur 1 Spieler erlangen kann. Für mich passt das nicht so recht zum sonst sehr eleganten Brass Spielablauf. Es wirkt für mich eher so, als wollte man hier noch ein, zwei neue „Gimmicks“ einbauen. Es sind übrigens auch die einzigen Wege, außer dem Bau der Güter-Fabrikation Stufe IV, um an Whiskey zu kommen. Da hätte ich mir auch noch einen anderen Weg gewünscht.

Nur die neuen Metallmünzen kann sich Roxley wirklich behalten. Zum einen bin ich ein großer Fan von Pokerchips und zum anderen habe ich auch Bedenken hinsichtlich des Designs. Ich bin mir nämlich ziemlich sicher, dass sich in diesen „Münzen“ am Ende einiges an Dreck sammeln wird und das die dazu prädestiniert sind, den Spielplan zu verkratzen.

ERGÄNZUNG 11.04.26: Kurz vor Ende der Kampagne hat Roxley nun auch die Anleitung zu Brass Pittsburgh online gestellt (im Kampagnen-Update Nr. 28): Brass: Pittsburgh by Roxley Games – „Am I the Only One Around Here Who Gives a 😳 About the Rules?!“ – Gamefound Auf der letzten Seite der Anleitungen werden übrigens Brass Lancashire, Birmingham und Pittsburgh in einer Tabelle gegenübergestellt, was ich sehr hilfreich finde.

Brass: Pittsburgh auf BoardGameGeek

Oldie but goldie: Lords of Waterdeep (kommt auf Deutsch)

Von: natokh
28. Februar 2026 um 17:46

Die spannende Neuigkeit zuerst: Das Spiel Lords of Waterdeep von Renegade Game Studios und Wizards of the Coast (dem Rechteinhaber von Dungeonss and Dragons), welches bereits 2012 auf Englisch erschien, soll im Herbst 2026 auf Deutsch erscheinen. Das wurde auf dem Asmodee Pressetag am 26.02.26 verkündet. Eine Nachricht, mit der wahrscheinlich niemand mehr gerechnet hätte. Und Asmodee will zeitgleich auch die Erweiterung (die ich unbedingt empfehle) mit herausbringen.

Ausschlaggebend war hier vielleicht auch das angekündigte Reprint des Spiels, dass bereits im Herbst letzten Jahres für April 2026 angekündigt wurde.

Aber nun mal zum Spiel selbst. In Lords of Waterdeep spielen wir einen der maskierten Lords und versuchen die Macht über die Hafenstadt Waterdeep (Deutsch: Tiefwasser), im Nordwesten von Faerun, an uns zu reißen. Über unsere Agenten rekrutieren wir Abenteurer (Ganoven, Kleriker, Kämpfer und Zauberer), um diese dann auf Missionen zu entsenden und damit in erster Linie Siegpunkte und Geld zu erringen.

Zu Beginn des Spiels erhält jeder, der maximal 5 Mitspielenden, einen zufälligen Lord. Jeder der Lords hat eine Vorliebe für bestimmte Missionen (Quests) und man erhält für jede dieser erfüllten Missionen am Spielende (nach der 8. Runde) noch mal zusätzliche Siegpunkte.

Bei den Missionen (Quests) gibt es 5 unterschiedliche Arten, plus die Mandatory Quests (die aber zu den Intrigen gehört). Die Art gibt an welche Art von Abenteurern für die betreffende Mission primär erforderlich sind.

Die Mandatory Quests sind verpflichtende Missionen, die man einem Mitspielenden aufdrücken kann. Dieser muss dann diese Quest zuerst erfüllen, bevor er sich wieder seinen anderen Missionen zuwenden kann.

Zudem gibt es bei den normalen Missionen noch sogenannte Plot Quests. Diese besitzen dauerhafte Effekte, wenn sie erfüllt wurden.

Wenn man am Zug ist entsendet man einen seiner Agenten zu einem Ort in der Stadt und führt dort die Ortsaktion aus, danach darf man noch eine seiner offenen Missionen erfüllen.

Im Cliffwatch Inn erhält man neue Questen (Missionen), Geld und/oder Intrige-Karten.

Eine wichtige Quelle für Siegpunkte sind Gebäude, die man im Spielverlauf errichten kann. Außer Siegpunkten bringen diese Gebäude neue Einsetzfelder. Setzt hier im Spielverlauf ein Mitspieler seinen Agenten ein, so erhält der Gebäudeerbauer (Owner) dafür Einkommen.

Eine besondere Würze (und Interaktion) kommt durch die Intrige-Karten ins Spiel. Mit diesen kann man Mitspielende attackieren, zusätzliche Aktionen ausführen oder konkurrierenden Lords eine Mission aufzwingen.

Ich würde jedem auch direkt die Erweiterung Scoundrels of Skullport empfehlen. Diese bringt 2 neue Spielpläne: Undermoutain (mit 3 Orten) und Skullport (mit dem Corruption Track und 3 weiteren Orten), Material für einen 6. Spieler, neue Quest und Intrige-Karten und neue Gebäude. Die Orte in Skull Port sind dabei sehr verlockend, da man hier besonders viel für seine dorthin entsandten Agenten erhält, aber Vorsicht, man muss hier auch immer 1 Totenschädel (Corruption) nehmen und wenn man die bis zum Spielende nicht wieder los wird, dann gibt es kräftig Minuspunkte.

Lords of Waterdeep ist ein einfaches und schnell erklärtes Kennerspiel, in dem es in erster Linie um das Sammeln von Ressourcen (Abenteurer und Gold) geht, um damit die Missionen (Quests) zu erfüllen.

Eine Partie hat bei uns bisher immer so um die 90 Minuten gedauert, wobei ich das Spiel noch nie mit mehr als 3 Leuten gespielt habe.

Meine Wertung für Lords of Waterdeep: 8/10

Mich begeistert es vor allem thematisch, auch wenn es objektiv betrachtet gar nicht so thematisch ist. Man muss schon ein Fan der D&D Welt Faerun und der Geschichten, die darin spielen, sein und sich auf die Flufftexte einlassen. Ich habe die Welt und Tiefwasser vor allem durch die Romane von R. A. Salvatore, rund um den Dunkelelfen Drizzt Do’Urden und seinen Gefährten, kennengelernt. Mittlerweile gibt es hier 39 Romane und die meisten davon habe ich mehrfach gelesen.

Für das Spiel habe ich mir noch einen großen Spielplan (90x90cm), der noch die 3 kleinen Pläne aus der Erweiterung integriert, auf LKW-Plane drucken lassen. Darauf gestoßen bin ich durch ein Video vom Brettspiel Snob: Lords of Waterdeep – German Review

Eigenes Spielertableau (Taverne)

Kennt ihr Lordss of Waterdeep und habt ihr es schon mal gespielt? Dann teilt mir eure Meinung gerne mit.

Entwicklung der Brettspiele-Youtube-Kanäle in 2025

Von: natokh
01. Januar 2026 um 23:00

Ich habe die Zahlen aus meiner Übersicht der deutschsprachigen und der großen internationalen englischsprachigen Brettspiel-Youtube-Kanäle mal wieder aktualisiert. Wer sich dafür interessiert, der findet sie hier: https://natokh.wordpress.com/youtube-kanale-zum-thema-brettspiele

NACHTRÄGE

Ich sammele hier Kanäle, die bis jetzt noch nicht in der Liste sind, die sich aber bei mir gemeldet haben, mir von Dritten mitgeteilt wurden oder auf die ich selbst noch aufmerksam wurde.

In die Liste kommt ihr dann im nächsten Jahr!

  • Brettkampf, 157 Abonnenten, 23 Videos, 9.706 Views (02.01.)
  • Brettspiele IQ, 105 Abonnenten, 147 Videos, 53.134 Views, seit 04.06.2020 inaktiv (03.01.)
  • Brettspielpinguin – Brettspiele, 55 Abonnenten, 12 Videos, 3.594 Views (03.01.)
  • Brettspielstammtisch, 44 Abonnenten, 23 Videos, 5904 Views (03.01.)
  • its_thms, 714 Abonnenten, 154 Videos, 376.201 Views (hat sich am 03.01. bei mir gemeldet)
  • Brettspielfieber, 593 Abonnenten, 82 Videos, 35.168 Views (04.01.)
    Kaum zu glauben, dass ich Sam bisher vergessen hatte, obwohl ich immer mal wieder Videos auf seinem Kanal schaue. Zuletzt erst House of Fado vor ein paar Tagen. Auf diese Versäumnis wurde ich netterweise auch hingewiesen.
  • Yourboardgamers, 198 Abonnenten, 136 Videos, 27.960 Views (04.01.)
  • Ultra Comix, 1040 Abonnenten, 530 Videos, 115.440 Views (Shop) (04.01.)
  • TiNi’s Spielerei, 174 Abonnenten, 54 Videos, 8.427 Views (04.01.)
  • Geekeriki, 1940 Abonnenten, 947 Videos, 342.770 Views (04.01.)
    Der Kanal macht noch sehr viel Anderes, außer Brettspiele.
  • Spiele-Offensive.de, 4.560 Abonnenten, 1.744 Videos, 4.926.841 Views (Shop) (04.01.)
  • Game on, 600 Abonennten, 53 Videos, 180.542 Views (04.01.)
  • Brettspiel Buben, 239 Abonennten, 112 Videos, 61.478 Views
    Hier hat sich Patrick alias Panatzu_Gaming am 04.01. bei mir gemeldet, der vorher einen eigenen Kanal hatte, dort aber nichts mehr macht.
  • Brettspielrunde, 53 Abonennten, 44 Videos, 1.874 Views (hat sich am 05.01. gemeldet)
  • BoardGameBros, 1.340 Abonennten, 609 Videos, 297.972 Views (haben sich am 08.01. gemeldet)

Auf die folgenden Kanäle wurde ich dankenswerterweise von Kronhorst (aus dem Unknowns-Forum) aufmerksam gemacht, da sie sich noch nicht in meiner Liste befanden:

Beim Kanal Boardgame-Maker konnte ich mittlerweile, danke eines Tipps von Geekpunkt, „herausfinden“, dass die ungewöhnlich vielen Views auf ein einziges Short zurückgehen, mit dem der Kanal die Crowdfunding-Kampagne zu seinem Spiel „Jurrasic Crisis“ auf Gamefound bewirbt (mehr als 140k Views). Die Videos des Kanals beschäftigen sich übrigens alle mit dem Spiel und der Entwicklung desselben. Offensichtlich ist in naher Zukunft hier eine Gamefound-Kampagne geplant. Durch die Vorschauseite dort sind dann wohl viele auf den Kanal aufmerksam geworden.

Entwicklung der Brettspiele-Youtube-Kanäle in 2025

Von: natokh
01. Januar 2026 um 23:00

Ich habe die Zahlen aus meiner Übersicht der deutschsprachigen und der großen internationalen englischsprachigen Brettspiel-Youtube-Kanäle mal wieder aktualisiert. Wer sich dafür interessiert, der findet sie hier: https://natokh.wordpress.com/youtube-kanale-zum-thema-brettspiele

NACHTRÄGE

Ich sammele hier Kanäle, die bis jetzt noch nicht in der Liste sind, die sich aber bei mir gemeldet haben, mir von Dritten mitgeteilt wurden oder auf die ich selbst noch aufmerksam wurde.

In die Liste kommt ihr dann im nächsten Jahr!

  • Brettkampf, 157 Abonnenten, 23 Videos, 9.706 Views (02.01.)
  • Brettspiele IQ, 105 Abonnenten, 147 Videos, 53.134 Views, seit 04.06.2020 inaktiv (03.01.)
  • Brettspielpinguin – Brettspiele, 55 Abonnenten, 12 Videos, 3.594 Views (03.01.)
  • Brettspielstammtisch, 44 Abonnenten, 23 Videos, 5904 Views (03.01.)
  • its_thms, 714 Abonnenten, 154 Videos, 376.201 Views (hat sich am 03.01. bei mir gemeldet)
  • Brettspielfieber, 593 Abonnenten, 82 Videos, 35.168 Views (04.01.)
    Kaum zu glauben, dass ich Sam bisher vergessen hatte, obwohl ich immer mal wieder Videos auf seinem Kanal schaue. Zuletzt erst House of Fado vor ein paar Tagen. Auf diese Versäumnis wurde ich netterweise auch hingewiesen.
  • Yourboardgamers, 198 Abonnenten, 136 Videos, 27.960 Views (04.01.)
  • Ultra Comix, 1040 Abonnenten, 530 Videos, 115.440 Views (Shop) (04.01.)
  • TiNi’s Spielerei, 174 Abonnenten, 54 Videos, 8.427 Views (04.01.)
  • Geekeriki, 1940 Abonnenten, 947 Videos, 342.770 Views (04.01.)
    Der Kanal macht noch sehr viel Anderes, außer Brettspiele.
  • Spiele-Offensive.de, 4.560 Abonnenten, 1.744 Videos, 4.926.841 Views (Shop) (04.01.)
  • Game on, 600 Abonennten, 53 Videos, 180.542 Views (04.01.)
  • Brettspiel Buben, 239 Abonennten, 112 Videos, 61.478 Views
    Hier hat sich Patrick alias Panatzu_Gaming am 04.01. bei mir gemeldet, der vorher einen eigenen Kanal hatte, dort aber nichts mehr macht.
  • Brettspielrunde, 53 Abonennten, 44 Videos, 1.874 Views (hat sich am 05.01. gemeldet)
  • BoardGameBros, 1.340 Abonennten, 609 Videos, 297.972 Views (haben sich am 08.01. gemeldet)

Auf die folgenden Kanäle wurde ich dankenswerterweise von Kronhorst (aus dem Unknowns-Forum) aufmerksam gemacht, da sie sich noch nicht in meiner Liste befanden:

Beim Kanal Boardgame-Maker konnte ich mittlerweile, danke eines Tipps von Geekpunkt, „herausfinden“, dass die ungewöhnlich vielen Views auf ein einziges Short zurückgehen, mit dem der Kanal die Crowdfunding-Kampagne zu seinem Spiel „Jurrasic Crisis“ auf Gamefound bewirbt (mehr als 140k Views). Die Videos des Kanals beschäftigen sich übrigens alle mit dem Spiel und der Entwicklung desselben. Offensichtlich ist in naher Zukunft hier eine Gamefound-Kampagne geplant. Durch die Vorschauseite dort sind dann wohl viele auf den Kanal aufmerksam geworden.

Irongames – Die Spiele von Bernd Eisenstein (Teil 1)

Von: natokh
25. November 2025 um 11:02

Seitdem ich 2019 das Spiel Pandoria von Bernd Eisenstein, erschienen auf seinem eigenen Spieleverlag Irongames in 2018, für mich entdeckt habe bin ich immer mehr zum Fan seiner Spiele geworden. Seine Spiele haben auch immer etwas Besonderes und heben sich vom Mainstream ab. Dabei sind die Regeln meist recht einfach und schnell erklärt, aber die Spiele bieten dann doch eine ordentliche Spieltiefe und ausreichend Anlass zum Grübeln.

Bei Pandoria handelt es sich um ein Plättchenlegespiel, in dem man doppelte Sechseckplättchen an bereits vorhandene auf einem gemeinsamen Spielplan anlegt. Man hat dabei immer nur eines dieser Plättchen auf der Hand, legt dieses an und kann dann noch eines seiner Stammesmitglieder einsetzen oder vom Spielplan zurückholen. Es gibt 4 Arten von „Landschaften“, mit denen man Holz, Kristalle, Gold oder Ruhmespunkte erringen kann, wenn man eine solche Landschaft abschließt (mit anderen Landschaften, Seen oder Bergen umschließt) und dann am Rand möglichst viele seiner Stammesmitglieder stehen hat. Diese dienen nämlich als Multiplikator für die „Ressource“, die auf der abgeschlossenen Landschaft abgebildet ist.

Zudem kann man in Pandoria noch Zaubersprüche erwerben und sprechen, Gebäude errichten, die einem dauerhafte Effekte bringen, und Monumente, für die man Ruhmespunkte erhält.

Pandoria enthält 5 verschiedene Völker, die alle noch individuelle Fertigkeiten besitzen. In einer Einsteigerspielvariante kann man die aber auch erst einmal weglassen. Ich besitze zu Pandoria auch noch 2 Erweiterungen. Realms, die 5 neue Völker/Reiche mitbringt, und Artifacts, die neue Geländeplättchen und die Artefakte beinhaltet. Die Artefakte kann man dann gegen Reliquien eintauschen, für die man Ruhmespunkte erhält.

Meine Wertung (Pandoria, nach 14 Partien): 8/10

Das nächste Spiel in meinem Regal ist Discordia, mein aktuell am besten bewertetes Spiel von Bernd Eisenstein (Wertung 8.5/10 nach 13 Partien). In diesem Spiel geht es darum möglichst alle seine Bürger (Seeleute, Soldaten, Händler und Bauern) einzusetzen. Wem dies zuerst gelingt, der gewinnt umgehend das Spiel. Das hört sich jetzt deutlich einfacher an als es ist. Mir ist es tatsächlich erst ein Mal geglückt, alle meine Figuren einzusetzen, denn dummerweise bekommt man am Rundenende (Jahresende) immer wieder welche hinzu. Das Spiel wird übrigens über 4 Jahre a 5 Jahreszeiten gespielt und spielt in der germanischen Provinz des römischen Reich. Und die Römer hatten außer Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter auch noch die Saturnalien, das war ein mehrtägiges römisches Rest, zu Ehren des Gottes Saturn, welches nach dem Abschluss der Winteraussaat gefeiert wurde.

Eigener Stadtplan

Papyria (2025)

Papyria ist die einzige Essen-Neuheit die ich in 2025 gekauft habe und ich hatte mich bereits im Vorfeld sehr auf das Spiel gefreut. Hier hatte ich bereits im Juli das Video von Rhado gesehen. Mittlerweile habe ich es auch gespielt und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht.

Das Spiel ist eine wahre Punkteschlacht. Man bewegt sich mit seinem Wanderer und seinem Schiff um einen Spielplan (Euphrat & Tigris Gebiet) und führt im Zielgebiet jeweils 2 Aktionen aus. Eine Aktion ist dabei das Nehmen von Landschaftsplättchen, die man an sein eigenes Gebiet anlegt. Dabei gibt es unterschiedliche Landschaftsarten und Bauwerke, die man im Spielverlauf auch immer wieder werten kann: Berge (in denen man Minen errichten kann), Wälder (die man mit Städten überbauen kann), Flusslauf und Heiligtümer (die man mit Tempel überbauen kann), außerdem gibt es Plättchen mit Erfindungen, die zum Beispiel die Reichweite seines Schiffs und/oder Händlers erhöhen.

Rechts: eigenes Gebiet / Links: Wertungsleiste

Weitere Aktionen sind: Lapis in seinen Bergwerken fördern (1 von 2 Ressourcen im Spiel), Papyri produzieren (die 2. Ressource), Wertungsplättchen nehmen und damit eine von 7 möglichen Wertungen ausführen, Städte (blau), Tempel (weiß) und Bergwerke (dunkelblau) errichten und Multiplikatoren (für die Wertungen) nehmen. Für das Errichten von Tempeln und Städten benötigt man Lapis. Im späteren Spielverlauf kommen dann noch Spielendeplättchen ins Spiel, die man mit Lapis oder Papyri erwerben kann und die einem weitere Siegpunkte bringen.

Mit Lapis kann man auch die Wanderer oder Schiffe Mitspieler von einem Feld verdrängen. Hierzu muss man deren Besitzern 1 Lapis zahlen. Dessen Wanderer/Schiff wird dann auf das nächste freie Feld im Uhrzeigersinn versetzt.

An 2 Stellen des Flusses kann man sein Wissen erhöhen oder eine weitere Wertung auslösen, indem man Papyri abgibt. Das Wissen ist dann auch ein wichtiger Aspekt und ein cooler Kniff im Spiel. Man kann nämlich nur so viele Siegpunkte bei einer Wertung erlangen, wie man auch Wissen besitzt. Erzielt man zum Beispiel 60 Punkte in einer Wertung und hat nur 20 Wissen, dann erhält man auch nur 20 Siegpunkte.

Links: Bei Überschreiten des Aufstellers kann man 1-3 Papyri abgeben, um 4-9 Wissen zu erlangen
Unten: Wissensleiste (rot ist bei 18, grün bei 20)

Last not least kann man noch Schlüsselplättchen bekommen, wenn man deren Bedingungen erfüllt. Zum Beispiel 8 Plättchen mit Erfindungen in seinem Gebiet hat oder 3 Städte gebaut hat. Diese Plättchen erlauben einem, nach Spielende, noch einmal eine zusätzliche Wertung.

Unsere Partie zu dritt hat 83 Minuten gedauert und endete 196 zu 260 zu 311. Und ich denke, dass da noch Luft nach oben ist.

Meine Wertung (nach der Erstpartie): 8/10

Ein Let’s Play Video mit vorhergehender Regelerklärung könnt ihr euch hier auf dem YouTube-Kanal von Brettspiel Live anschauen: PAPYRIA – Regelerklärung, Setup & Live-Ersteindruck

To be contuined …

Irongames – Die Spiele von Bernd Eisenstein (Teil 1)

Von: natokh
25. November 2025 um 11:02

Seitdem ich 2019 das Spiel Pandoria von Bernd Eisenstein, erschienen auf seinem eigenen Spieleverlag Irongames in 2018, für mich entdeckt habe bin ich immer mehr zum Fan seiner Spiele geworden. Seine Spiele haben auch immer etwas Besonderes und heben sich vom Mainstream ab. Dabei sind die Regeln meist recht einfach und schnell erklärt, aber die Spiele bieten dann doch eine ordentliche Spieltiefe und ausreichend Anlass zum Grübeln.

Bei Pandoria handelt es sich um ein Plättchenlegespiel, in dem man doppelte Sechseckplättchen an bereits vorhandene auf einem gemeinsamen Spielplan anlegt. Man hat dabei immer nur eines dieser Plättchen auf der Hand, legt dieses an und kann dann noch eines seiner Stammesmitglieder einsetzen oder vom Spielplan zurückholen. Es gibt 4 Arten von „Landschaften“, mit denen man Holz, Kristalle, Gold oder Ruhmespunkte erringen kann, wenn man eine solche Landschaft abschließt (mit anderen Landschaften, Seen oder Bergen umschließt) und dann am Rand möglichst viele seiner Stammesmitglieder stehen hat. Diese dienen nämlich als Multiplikator für die „Ressource“, die auf der abgeschlossenen Landschaft abgebildet ist.

Zudem kann man in Pandoria noch Zaubersprüche erwerben und sprechen, Gebäude errichten, die einem dauerhafte Effekte bringen, und Monumente, für die man Ruhmespunkte erhält.

Pandoria enthält 5 verschiedene Völker, die alle noch individuelle Fertigkeiten besitzen. In einer Einsteigerspielvariante kann man die aber auch erst einmal weglassen. Ich besitze zu Pandoria auch noch 2 Erweiterungen. Realms, die 5 neue Völker/Reiche mitbringt, und Artifacts, die neue Geländeplättchen und die Artefakte beinhaltet. Die Artefakte kann man dann gegen Reliquien eintauschen, für die man Ruhmespunkte erhält.

Meine Wertung (Pandoria, nach 14 Partien): 8/10

Das nächste Spiel in meinem Regal ist Discordia, mein aktuell am besten bewertetes Spiel von Bernd Eisenstein (Wertung 8.5/10 nach 13 Partien). In diesem Spiel geht es darum möglichst alle seine Bürger (Seeleute, Soldaten, Händler und Bauern) einzusetzen. Wem dies zuerst gelingt, der gewinnt umgehend das Spiel. Das hört sich jetzt deutlich einfacher an als es ist. Mir ist es tatsächlich erst ein Mal geglückt, alle meine Figuren einzusetzen, denn dummerweise bekommt man am Rundenende (Jahresende) immer wieder welche hinzu. Das Spiel wird übrigens über 4 Jahre a 5 Jahreszeiten gespielt und spielt in der germanischen Provinz des römischen Reich. Und die Römer hatten außer Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter auch noch die Saturnalien, das war ein mehrtägiges römisches Rest, zu Ehren des Gottes Saturn, welches nach dem Abschluss der Winteraussaat gefeiert wurde.

Eigener Stadtplan

Papyria (2025)

Papyria ist die einzige Essen-Neuheit die ich in 2025 gekauft habe und ich hatte mich bereits im Vorfeld sehr auf das Spiel gefreut. Hier hatte ich bereits im Juli das Video von Rhado gesehen. Mittlerweile habe ich es auch gespielt und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht.

Das Spiel ist eine wahre Punkteschlacht. Man bewegt sich mit seinem Wanderer und seinem Schiff um einen Spielplan (Euphrat & Tigris Gebiet) und führt im Zielgebiet jeweils 2 Aktionen aus. Eine Aktion ist dabei das Nehmen von Landschaftsplättchen, die man an sein eigenes Gebiet anlegt. Dabei gibt es unterschiedliche Landschaftsarten und Bauwerke, die man im Spielverlauf auch immer wieder werten kann: Berge (in denen man Minen errichten kann), Wälder (die man mit Städten überbauen kann), Flusslauf und Heiligtümer (die man mit Tempel überbauen kann), außerdem gibt es Plättchen mit Erfindungen, die zum Beispiel die Reichweite seines Schiffs und/oder Händlers erhöhen.

Rechts: eigenes Gebiet / Links: Wertungsleiste

Weitere Aktionen sind: Lapis in seinen Bergwerken fördern (1 von 2 Ressourcen im Spiel), Papyri produzieren (die 2. Ressource), Wertungsplättchen nehmen und damit eine von 7 möglichen Wertungen ausführen, Städte (blau), Tempel (weiß) und Bergwerke (dunkelblau) errichten und Multiplikatoren (für die Wertungen) nehmen. Für das Errichten von Tempeln und Städten benötigt man Lapis. Im späteren Spielverlauf kommen dann noch Spielendeplättchen ins Spiel, die man mit Lapis oder Papyri erwerben kann und die einem weitere Siegpunkte bringen.

Mit Lapis kann man auch die Wanderer oder Schiffe Mitspieler von einem Feld verdrängen. Hierzu muss man deren Besitzern 1 Lapis zahlen. Dessen Wanderer/Schiff wird dann auf das nächste freie Feld im Uhrzeigersinn versetzt.

An 2 Stellen des Flusses kann man sein Wissen erhöhen oder eine weitere Wertung auslösen, indem man Papyri abgibt. Das Wissen ist dann auch ein wichtiger Aspekt und ein cooler Kniff im Spiel. Man kann nämlich nur so viele Siegpunkte bei einer Wertung erlangen, wie man auch Wissen besitzt. Erzielt man zum Beispiel 60 Punkte in einer Wertung und hat nur 20 Wissen, dann erhält man auch nur 20 Siegpunkte.

Links: Bei Überschreiten des Aufstellers kann man 1-3 Papyri abgeben, um 4-9 Wissen zu erlangen
Unten: Wissensleiste (rot ist bei 18, grün bei 20)

Last not least kann man noch Schlüsselplättchen bekommen, wenn man deren Bedingungen erfüllt. Zum Beispiel 8 Plättchen mit Erfindungen in seinem Gebiet hat oder 3 Städte gebaut hat. Diese Plättchen erlauben einem, nach Spielende, noch einmal eine zusätzliche Wertung.

Unsere Partie zu dritt hat 83 Minuten gedauert und endete 196 zu 260 zu 311. Und ich denke, dass da noch Luft nach oben ist.

Meine Wertung (nach der Erstpartie): 8/10

Ein Let’s Play Video mit vorhergehender Regelerklärung könnt ihr euch hier auf dem YouTube-Kanal von Brettspiel Live anschauen: PAPYRIA – Regelerklärung, Setup & Live-Ersteindruck

To be contuined …

Movers & Shakers – Wir transportieren Güter in Bengalen

Von: natokh
05. November 2025 um 13:09
Spielecover

Gestern (04.11.2025) ist auf Gamefound die Kampagne zum Spiel Movers & Shakers von Paulo Soledad und Nuno Bizarro Sentieiro gestartet. Die beiden haben uns schon so fantastische Euros wie Nippon (2015), Panamax (2014), Madeira (2013) oder zuletzt Asian Tigers (2024) beschert.

Und die gehören allesamt zu meinen liebsten Euro Spielen. Und auch Movers & Shakers hat das Potential dazu in diese Gruppe vorzustoßen. Ich konnte es mittlerweile schon 1-mal auf der Boardgamearena spielen, wo es derzeit noch im Alpha-Status (Nur für Alpha-Tester zugängig) spielen konnte. Aber ich denke, dass es sehr bald in den Beta-Status wechselt, da es sich dort schon vollkommen problemlos spielen läßt.

Aber was machen wir nun in Movers & Shakers? Wir sind mächtigen Eisenbahnmagnate in Bengalen, im Nordosten von Indien, im späten 19. Jahrhundert und konkurrieren um die Erfüllung von Verträgen zum Transport von Gütern zwischen Benares und der Hafenstadt Kalkutta. Dabei müssen wir den Transport der Güter so effizient wie möglich organisieren und können dabei nicht nur unsere eigenen Züge sondern auch die der Mitspielenden nutzen.

Das Spiel verläuft über 2 Runden in der wie jeweils 6 Aktionskarten auf unsere Unternehmenstableau spielen und damit Aktionen wie das Beladen und Bewegen von Güterzügen, das Beeinflussen der Märkte in Benares und Kalkutta, das Aufwerten unserer Anlagemarker, das Einrichten von Agenturen oder das Verschiffen von Handelsgütern ausführen.

Siegpunkte erhalten wir hierbei durch das Erfüllen von Verträgen, den Wert unserer gesammelten Anlagen (Anleihen, Wertgegenstände, Ressourcen und Infrastruktur), Geschäfte mit regionalen Agenturen, Investitionen und unsere Gesamtleistung (Anzahl transportierter Handelsgüter).

Bildquelle: BGG (Copyright by Quined Games)

Spannend an dem Spiel finde ich zum einen die Aktionsauswahl mit den Karten. Jeder erhält zu Spielbeginn 4 Lade- und 4 Bewegungs-Aktions-Karten. Im Spielverlauf können wir hier weitere Karten dazu bekommen. Von diesen 8 Karten können wir jede Runde 6 ausspielen. Dabei müssen wir uns immer entscheiden ob wir zusätzlich zu der/den Aktion/en der Karte noch eine Entwicklungs- oder eine Logistikaktion als Unternehmensaktion wählen, je nachdem ob wir die Karte in der oberen oder unteren Hälfte des Slots auf unserem Tableau platzieren.

Quelle: BGA (Copyright by Quined Games)

Beim Laden der Güter können wir diese auch auf die Züge der Mitspielenden laden und beim Bewegen der Züger können wir auch deren Züge bewegen. Hier hat es Ähnlichkeiten zu Panamax. Beim Bewegen von Zügen kommt es auch immer wieder vor, dass wir Züge, die sich bereits auf der Streck befinden, vor uns herschieben. Hier sind also jede Menge strategische Entscheidungen zu treffen.

Quelle: BGA (Copyright by Quined Games)

Was ich auch spannend finde ist das Geldmanagement in dem Spiel. Man kann nämlich maximal 9 Rupien besitzen. Kommt man auf 10 Rupien werden diese sofort in 1 Investmentmarker umgewandelt. Diese braucht man am Rundenende, um zu investieren. Auf diesem Weg erhält man am Ende schon einen sehr großen Teil seiner Siegpunkte. Allerdings kann man Investmentmarker nicht mehr zurück in Rupien tauschen. Man muss sich also genau überlegen was man im Rundenverlauf noch an Bargeld benötigt.

Investmenttafel
Quelle: BGA (Copyright by Quined Games)

Geld verdient man in erster Linie damit, dass man Handelsgüter an den Märkten von Benares und Kalkutta abliefert. Der Wert jedes Gutes wird über die Position der jeweiligen Marker auf der Markttafel bestimmt. Diese kann man auch über Aktionen nach oben bewegen und erhält dafür auch noch Boni, wenn man die 2., 4., 6. und 8. Zeile erreicht. Jeder hat hier 3 Marker: einen für Benares, einen für Kalkutta und den Finanzberater. Dieser gibt vor, auf welche Zeile die anderen beiden Marker nach Rundenende „zurückgesetzt“ werden. Man sollte somit den Finanzberater nicht außer acht lassen.

Markttafel – Quelle: BGA (Copyright by Quined Games)
Markt-Marker – Quelle Spielanleitung (Copyright by Quined Games)

Vom Komplexitätsgrad würde ich Movers & Shakers auf jeden Fall unter Nippon & Co. einordnen, also im Bereich Kennerspiele. Für mich ist das Spiel auf jeden Fall ein must have und ich freue mich schon sehr auf weitere Partien. Auf BGA und, wenn Quined seinen Zeitplan einhalten kann, in 1 Jahr mit der physischen Version.

Es soll auch in den regulären Handel kommen. Dann aber mit weniger hochwertigem Material. Einen entsprechenden Vergleich findet man unter „Comparative Chart“ auf der Gamefound-Seite.

Es gibt übrigens ein sehr gutes Video von Gaming Rules, indem die Regeln erklärt werden und im Anschluß eine komplette Partie Movers & Shakers zu dritt gespielt wird: Movers & Shakers – Tutorial & Playthrough
Wem das Video zu lang ist, der kann sich das Video von Jonathan von Getting Games anschauen: Movers & Shakers – Quick Play

Hier geht es zur Gamefound-Kampagne (bis 22.11.25): Movers & Shakers – Quined Games

Spielplan (Quelle: Gamefound Projektseite, Copyright by Quined Games)

Movers & Shakers – Wir transportieren Güter in Bengalen

Von: natokh
05. November 2025 um 13:09
Spielecover

Gestern (04.11.2025) ist auf Gamefound die Kampagne zum Spiel Movers & Shakers von Paulo Soledad und Nuno Bizarro Sentieiro gestartet. Die beiden haben uns schon so fantastische Euros wie Nippon (2015), Panamax (2014), Madeira (2013) oder zuletzt Asian Tigers (2024) beschert.

Und die gehören allesamt zu meinen liebsten Euro Spielen. Und auch Movers & Shakers hat das Potential dazu in diese Gruppe vorzustoßen. Ich konnte es mittlerweile schon 1-mal auf der Boardgamearena spielen, wo es derzeit noch im Alpha-Status (Nur für Alpha-Tester zugängig) spielen konnte. Aber ich denke, dass es sehr bald in den Beta-Status wechselt, da es sich dort schon vollkommen problemlos spielen läßt.

Aber was machen wir nun in Movers & Shakers? Wir sind mächtigen Eisenbahnmagnate in Bengalen, im Nordosten von Indien, im späten 19. Jahrhundert und konkurrieren um die Erfüllung von Verträgen zum Transport von Gütern zwischen Benares und der Hafenstadt Kalkutta. Dabei müssen wir den Transport der Güter so effizient wie möglich organisieren und können dabei nicht nur unsere eigenen Züge sondern auch die der Mitspielenden nutzen.

Das Spiel verläuft über 2 Runden in der wie jeweils 6 Aktionskarten auf unsere Unternehmenstableau spielen und damit Aktionen wie das Beladen und Bewegen von Güterzügen, das Beeinflussen der Märkte in Benares und Kalkutta, das Aufwerten unserer Anlagemarker, das Einrichten von Agenturen oder das Verschiffen von Handelsgütern ausführen.

Siegpunkte erhalten wir hierbei durch das Erfüllen von Verträgen, den Wert unserer gesammelten Anlagen (Anleihen, Wertgegenstände, Ressourcen und Infrastruktur), Geschäfte mit regionalen Agenturen, Investitionen und unsere Gesamtleistung (Anzahl transportierter Handelsgüter).

Bildquelle: BGG (Copyright by Quined Games)

Spannend an dem Spiel finde ich zum einen die Aktionsauswahl mit den Karten. Jeder erhält zu Spielbeginn 4 Lade- und 4 Bewegungs-Aktions-Karten. Im Spielverlauf können wir hier weitere Karten dazu bekommen. Von diesen 8 Karten können wir jede Runde 6 ausspielen. Dabei müssen wir uns immer entscheiden ob wir zusätzlich zu der/den Aktion/en der Karte noch eine Entwicklungs- oder eine Logistikaktion als Unternehmensaktion wählen, je nachdem ob wir die Karte in der oberen oder unteren Hälfte des Slots auf unserem Tableau platzieren.

Quelle: BGA (Copyright by Quined Games)

Beim Laden der Güter können wir diese auch auf die Züge der Mitspielenden laden und beim Bewegen der Züger können wir auch deren Züge bewegen. Hier hat es Ähnlichkeiten zu Panamax. Beim Bewegen von Zügen kommt es auch immer wieder vor, dass wir Züge, die sich bereits auf der Streck befinden, vor uns herschieben. Hier sind also jede Menge strategische Entscheidungen zu treffen.

Quelle: BGA (Copyright by Quined Games)

Was ich auch spannend finde ist das Geldmanagement in dem Spiel. Man kann nämlich maximal 9 Rupien besitzen. Kommt man auf 10 Rupien werden diese sofort in 1 Investmentmarker umgewandelt. Diese braucht man am Rundenende, um zu investieren. Auf diesem Weg erhält man am Ende schon einen sehr großen Teil seiner Siegpunkte. Allerdings kann man Investmentmarker nicht mehr zurück in Rupien tauschen. Man muss sich also genau überlegen was man im Rundenverlauf noch an Bargeld benötigt.

Investmenttafel
Quelle: BGA (Copyright by Quined Games)

Geld verdient man in erster Linie damit, dass man Handelsgüter an den Märkten von Benares und Kalkutta abliefert. Der Wert jedes Gutes wird über die Position der jeweiligen Marker auf der Markttafel bestimmt. Diese kann man auch über Aktionen nach oben bewegen und erhält dafür auch noch Boni, wenn man die 2., 4., 6. und 8. Zeile erreicht. Jeder hat hier 3 Marker: einen für Benares, einen für Kalkutta und den Finanzberater. Dieser gibt vor, auf welche Zeile die anderen beiden Marker nach Rundenende „zurückgesetzt“ werden. Man sollte somit den Finanzberater nicht außer acht lassen.

Markttafel – Quelle: BGA (Copyright by Quined Games)
Markt-Marker – Quelle Spielanleitung (Copyright by Quined Games)

Vom Komplexitätsgrad würde ich Movers & Shakers auf jeden Fall unter Nippon & Co. einordnen, also im Bereich Kennerspiele. Für mich ist das Spiel auf jeden Fall ein must have und ich freue mich schon sehr auf weitere Partien. Auf BGA und, wenn Quined seinen Zeitplan einhalten kann, in 1 Jahr mit der physischen Version.

Es soll auch in den regulären Handel kommen. Dann aber mit weniger hochwertigem Material. Einen entsprechenden Vergleich findet man unter „Comparative Chart“ auf der Gamefound-Seite.

Es gibt übrigens ein sehr gutes Video von Gaming Rules, indem die Regeln erklärt werden und im Anschluß eine komplette Partie Movers & Shakers zu dritt gespielt wird: Movers & Shakers – Tutorial & Playthrough
Wem das Video zu lang ist, der kann sich das Video von Jonathan von Getting Games anschauen: Movers & Shakers – Quick Play

Hier geht es zur Gamefound-Kampagne (bis 22.11.25): Movers & Shakers – Quined Games

Spielplan (Quelle: Gamefound Projektseite, Copyright by Quined Games)

Oldie but Goldie: Heaven & Ale

Von: natokh
17. Juli 2025 um 12:24

Das Spiel Heaven & Ale von Michael Kiesling und Andreas Schmitt stammt aus dem Jahr 2017. Ich hatte zwar schon öfter davon gehört und es sogar mal eine Zeitlang besessen, aber es ist dann wieder ungespielt ausgezogen, aus Platz und Zeitgründen.

Nun habe ich seit einigen Monaten eine neue Mitspielerin, mit der ich derzeit viele ältere Spiele spiele und es macht wirklich sehr viel Spaß. Und sie hatte sich vor kurzem Heaven & Ale gekauft, das wir dann am Mittwochabend zum ersten Mal zu zweit gespielt haben.

Spielecover von Heaven & Ale, Eggertspiele, 2017

Thema des Spiels ist, dass wir Mönche in einem Kloster sind, die Bier brauen. Dazu benötigen wir Rohstoffe wie Hefe, Weizen, Wasser, Hopfen und Holz. Außerdem müssen wir zusehen, dass unser Braumeister vorankommt, denn je weiter dieser am Ende der Partie gekommen ist, desto mehr Siegpunkte können wir bekommen. Dabei müssen wir darauf achten, dass wir möglichst alle unsere Ressourcenmarker gleichmäßig voranbringen und keine Ressource am Ende der Partie zu weit hinten liegt.

Klostergarten (Spielertableau)

Auf dem obigen Bild sieht man die Punkteleiste (am oberen Rand des Klostergartens). Der rote Braumeister steht auf der 13 und der „niedrigste“ Ressourcenmarker auf der 7. Dieser Wert (7) wurde dann mit dem Bierwert (x4), im Bereich meiner Braumeisterfigur multipliziert. Spannend ist bei der Wertung auch der Umtauschwert, den man neben der Braumeisterfigur sieht (Bei mir war das 2:1). Dafür kann man nämlich seine am weitesten fortgeschrittenen Ressourcenmarker auf der Leiste zurückziehen, um dafür die am hinten liegenden nach vorne bewegen. Ich hatte vor der Endwertung z. B. sehr viel Holz und konnte dadurch die anderen Marker noch einige Felder nach vorne bekommen. Für mich ist diese Wertung einer der Punkte, die ich an dem Spiel sehr mag und auf die man auch sehr achten muss.


Um an die Ressourcen zu kommen, bewegt man seinen Mönch um das Spielfeld (siehe untenstehendes Bild vom Spielplan) und kann dann das/die Ressourcenplättchen von seinem Zielfeld nehmen und in seinen Klostergarten legen. Der Klostergarten hat eine helle und eine dunkle Seite. Auf der hellen Seite werden bei einer Wertung die Ressourcen produziert, je nach Wert auf dem Plättchen (1-5), und auf der dunklen Seite bekommt man die dringend benötigten und immer knappen Dukaten.

Man muss nämlich Geld bezahlen, wenn man eines der Plättchen in seinen Klostergarten legt. Auf der dunklen Seite ist das der Wert des Plättchens in Dukaten und auf der hellen Seite wird der Preis verdoppelt. Lege ich hier also ein 3er Hefeplättchen (weiß) auf meine helle Seite, so kostet mich das 6 Dukaten.

Hauptspielplan in Runde 3 von 3 (2-Spieler-Partie)

Um Geld zu bekommen (Wir starten mit 25 Dukaten) muss man Wertungen auslösen. Dafür gibt es auf dem Spielplan Felder mit Wertungssteinen (lila Glockensymbol). Dummerweise liegt da normalerweise immer nur 1 Stein. Man schnappt sich diese also vor der Nase weg. Und man muss auch schauen, dass die Wertung einem möglichst viel einbringt, da man jede Wertung nur 1x im Spiel durchführen kann. Werten kann man z. B. gleiche Zahlen auf den Plättchen oder alle Plättchen einer bestimmten Ressource.

Und dann gibt es da noch die Mönchsplättchen, die bei einer Wertung den Braumeister voranbringen und alle an sie angrenzenden Plättchen werten. Hat man zwei Wertungen eines Privilegienpaares durchgeführt hat, darf man eine Privilegkarte ausspielen und bekommt ihren Ertrag (siehe linker Rand des Spielertableaus, vorletztes Bild).

Außerdem kommt es jedes Mal zu einer Scheunenwertung, wenn ich einen sogenannten Scheunenplatz umschlossen habe. Dies Felder zeigen zu Spielbeginn einen Bereich, der mit einem Holzzaun umschlossen ist. Habe ich alle Felder um dieses Feld mit Ressourcen- oder Mönchsplättchen belegt, so führe ich hier eine Wertung aus und platziere auf dem Feld in der Mitte eine Scheune.

Und last but not least gibt es noch die Fasswertungen. Hier kann man große oder kleine Bierfässer bekommen, wenn man die darauf abgedruckten Ziele erreicht hat, wie z. B. 6 Rohstoffplättchen mit dem Wert 1.

Wir haben gleich 2 Partien gespielt. Die erste dauerte 60 Minuten, die zweite noch 41 Minuten. Von mir bekommt Heaven & Ale eine 7.5 von 10, mit Tendenz zur 8. Ich werde es sicherlich wieder spielen.

Ich denke, dass das Spiel mit 3 oder 4 Spielenden noch gewinnt. Kritisieren könnte man bei dem Spiel, dass bei den Wertungen auf den Fassfeldern immer alle Fässer nehmen darf, deren Bedingung man erfüllt hat. Mich hat das jetzt aber nicht gestört.

Bei 2 Spielenden spielt man übrigens nur 3 Runden, zu dritt 4 Runden und zu viert 6 Runden. Zu viert kann das Spiel dann auch mal 2 Stunden dauern, zu zweit kommt man mit 45 Minuten gut hin, wenn beide die Regeln können.

Die Regeln sind übrigens schnell erklärt und die Spielanleitung ist gut gestaltet und strukturiert, auch wenn hier noch etwas Luft nach oben ist.

Ein gutes Regelvideo zu Heaven & Ale findet ihr hier: Mikes Gaming Net – Heaven & Ale

Eine Regelerklärung auf Englisch und ein komplettes Playt-through könnt ihr euch auf einem meiner Lieblings-Youtube-Kanäle anschauen: Heaven & Ale 4p Play-through, Teaching, & Roundtable discussion by Heavy Cardboard

Und die deutschen Regeln findet ihr hier: Heaven & Ale Regeln – Spielen.de

Zu dem Spiel ist 2019 auch noch eine Erweiterung erschienen: Heaven & Ale: Der Bierkutscher Die soll das Spiel noch etwas variantenreicher machen, ist aber kein must-have.

Oldie but Goldie: Heaven & Ale

Von: natokh
17. Juli 2025 um 12:24

Das Spiel Heaven & Ale von Michael Kiesling und Andreas Schmitt stammt aus dem Jahr 2017. Ich hatte zwar schon öfter davon gehört und es sogar mal eine Zeitlang besessen, aber es ist dann wieder ungespielt ausgezogen, aus Platz und Zeitgründen.

Nun habe ich seit einigen Monaten eine neue Mitspielerin, mit der ich derzeit viele ältere Spiele spiele und es macht wirklich sehr viel Spaß. Und sie hatte sich vor kurzem Heaven & Ale gekauft, das wir dann am Mittwochabend zum ersten Mal zu zweit gespielt haben.

Spielecover von Heaven & Ale, Eggertspiele, 2017

Thema des Spiels ist, dass wir Mönche in einem Kloster sind, die Bier brauen. Dazu benötigen wir Rohstoffe wie Hefe, Weizen, Wasser, Hopfen und Holz. Außerdem müssen wir zusehen, dass unser Braumeister vorankommt, denn je weiter dieser am Ende der Partie gekommen ist, desto mehr Siegpunkte können wir bekommen. Dabei müssen wir darauf achten, dass wir möglichst alle unsere Ressourcenmarker gleichmäßig voranbringen und keine Ressource am Ende der Partie zu weit hinten liegt.

Klostergarten (Spielertableau)

Auf dem obigen Bild sieht man die Punkteleiste (am oberen Rand des Klostergartens). Der rote Braumeister steht auf der 13 und der „niedrigste“ Ressourcenmarker auf der 7. Dieser Wert (7) wurde dann mit dem Bierwert (x4), im Bereich meiner Braumeisterfigur multipliziert. Spannend ist bei der Wertung auch der Umtauschwert, den man neben der Braumeisterfigur sieht (Bei mir war das 2:1). Dafür kann man nämlich seine am weitesten fortgeschrittenen Ressourcenmarker auf der Leiste zurückziehen, um dafür die am hinten liegenden nach vorne bewegen. Ich hatte vor der Endwertung z. B. sehr viel Holz und konnte dadurch die anderen Marker noch einige Felder nach vorne bekommen. Für mich ist diese Wertung einer der Punkte, die ich an dem Spiel sehr mag und auf die man auch sehr achten muss.


Um an die Ressourcen zu kommen, bewegt man seinen Mönch um das Spielfeld (siehe untenstehendes Bild vom Spielplan) und kann dann das/die Ressourcenplättchen von seinem Zielfeld nehmen und in seinen Klostergarten legen. Der Klostergarten hat eine helle und eine dunkle Seite. Auf der hellen Seite werden bei einer Wertung die Ressourcen produziert, je nach Wert auf dem Plättchen (1-5), und auf der dunklen Seite bekommt man die dringend benötigten und immer knappen Dukaten.

Man muss nämlich Geld bezahlen, wenn man eines der Plättchen in seinen Klostergarten legt. Auf der dunklen Seite ist das der Wert des Plättchens in Dukaten und auf der hellen Seite wird der Preis verdoppelt. Lege ich hier also ein 3er Hefeplättchen (weiß) auf meine helle Seite, so kostet mich das 6 Dukaten.

Hauptspielplan in Runde 3 von 3 (2-Spieler-Partie)

Um Geld zu bekommen (Wir starten mit 25 Dukaten) muss man Wertungen auslösen. Dafür gibt es auf dem Spielplan Felder mit Wertungssteinen (lila Glockensymbol). Dummerweise liegt da normalerweise immer nur 1 Stein. Man schnappt sich diese also vor der Nase weg. Und man muss auch schauen, dass die Wertung einem möglichst viel einbringt, da man jede Wertung nur 1x im Spiel durchführen kann. Werten kann man z. B. gleiche Zahlen auf den Plättchen oder alle Plättchen einer bestimmten Ressource.

Und dann gibt es da noch die Mönchsplättchen, die bei einer Wertung den Braumeister voranbringen und alle an sie angrenzenden Plättchen werten. Hat man zwei Wertungen eines Privilegienpaares durchgeführt hat, darf man eine Privilegkarte ausspielen und bekommt ihren Ertrag (siehe linker Rand des Spielertableaus, vorletztes Bild).

Außerdem kommt es jedes Mal zu einer Scheunenwertung, wenn ich einen sogenannten Scheunenplatz umschlossen habe. Dies Felder zeigen zu Spielbeginn einen Bereich, der mit einem Holzzaun umschlossen ist. Habe ich alle Felder um dieses Feld mit Ressourcen- oder Mönchsplättchen belegt, so führe ich hier eine Wertung aus und platziere auf dem Feld in der Mitte eine Scheune.

Und last but not least gibt es noch die Fasswertungen. Hier kann man große oder kleine Bierfässer bekommen, wenn man die darauf abgedruckten Ziele erreicht hat, wie z. B. 6 Rohstoffplättchen mit dem Wert 1.

Wir haben gleich 2 Partien gespielt. Die erste dauerte 60 Minuten, die zweite noch 41 Minuten. Von mir bekommt Heaven & Ale eine 7.5 von 10, mit Tendenz zur 8. Ich werde es sicherlich wieder spielen.

Ich denke, dass das Spiel mit 3 oder 4 Spielenden noch gewinnt. Kritisieren könnte man bei dem Spiel, dass bei den Wertungen auf den Fassfeldern immer alle Fässer nehmen darf, deren Bedingung man erfüllt hat. Mich hat das jetzt aber nicht gestört.

Bei 2 Spielenden spielt man übrigens nur 3 Runden, zu dritt 4 Runden und zu viert 6 Runden. Zu viert kann das Spiel dann auch mal 2 Stunden dauern, zu zweit kommt man mit 45 Minuten gut hin, wenn beide die Regeln können.

Die Regeln sind übrigens schnell erklärt und die Spielanleitung ist gut gestaltet und strukturiert, auch wenn hier noch etwas Luft nach oben ist.

Ein gutes Regelvideo zu Heaven & Ale findet ihr hier: Mikes Gaming Net – Heaven & Ale

Eine Regelerklärung auf Englisch und ein komplettes Playt-through könnt ihr euch auf einem meiner Lieblings-Youtube-Kanäle anschauen: Heaven & Ale 4p Play-through, Teaching, & Roundtable discussion by Heavy Cardboard

Und die deutschen Regeln findet ihr hier: Heaven & Ale Regeln – Spielen.de

Zu dem Spiel ist 2019 auch noch eine Erweiterung erschienen: Heaven & Ale: Der Bierkutscher Die soll das Spiel noch etwas variantenreicher machen, ist aber kein must-have.

Ruhm für Rom: Spiele-Review und eigene Kartenerstellung

Von: natokh
12. Juli 2025 um 09:45

Auf das Spiel Ruhm für Rom wurde ich vor Jahren aufmerksam, aber es war damals schon länger out of print und nur auf dem Gebrauchtmarkt zu meiste extrem hohen Preisen zu bekommen, vor allem wenn man die Erweiterung auch noch haben wollte. Und ich war nicht bereit, diese Preise oft deutlich jenseits der 100 Euro für ein reines Kartenspiel zu bezahlen. Das Grundspiel (auf Deutsch von Lookout) hatte ursprünglich mal 19,90 € gekostet und die Erweiterung Mehr Ruhm für Rom 13,95 €. Auf eBay wurden dafür aber auch schon astronomische Preise von mehreren hundert Dollar bezahlt.

Der amerikanische Ursprungsverlag Cambridge Games Factory wurde 2004 gegründet und Glory to Rome war eines seiner ersten Spiele. Allerdings existiert der Verlag schon über 10 Jahre nicht mehr.

1. Version aus dem Jahr 2005 (Cambridge Games Factory)

Ich hatte das Spiel deshalb eine Zeit lang aus den Augen verloren, bin aber immer wieder darüber gestolpert, vor allem weil es von einigen sehr gelobt wurde. Vor 3 Wochen bin ich dann beim Youtube-Kanal Getting Games auf dieses Video gestoßen Getting Games – Playing with friends

Da spielt Jonathan zusammen mit seinem Kumpel Dave eine Partie Glory to Rome (Originalversion) zu zweit. Nachdem ich mir das Video angesehen hatte, war ich richtig angefixt und wollte das Spiel jetzt doch endlich mal spielen.

Rein von der Optik her hätte ich hier die Version von Lookout Games am liebsten gehabt. Die hat ein comichaftes Artwork, welches mich etwas an Asterix und Obelix erinnert. Aber da lagen bei Kleinanzeigen die Preise (nur für das Grundspiel, welches ursprünglich mal um die 20€ gekostet hatte) bei 75 bis 100 Euro. Und dann hätten mir immer noch die rund 14 Gebäude aus der Erweiterung gefehlt. Wobei 2 der Gebäude (Forum Romanum und Kran) auch in der deutschen Erweiterung „Mehr Ruhm für Rom“ gar nicht enthalten sind.

Ruhm für Rom
(Deutsche Version von 2011, Lookout Games)

Nach etwas Stöbern im Netz bin ich auf das Video von Tabletop Turtle aus Kanda aufmerksam geworden: Reviewing Our Custom Glory to Rome! Free Files in the Description! und das versprach eine Lösung. Mike hatte hier eine eigene Version von Glory to Rome „gebastelt“ mit eigenem Artwork, und er stellt diese sogar über Google Drive zur Verfügung.

Und ich war begeistert, dass er nicht nur JPG-, sondern auch PSD-Dateien zum Herunterladen hat, die man mit Photoshop bearbeiten kann. Und das habe ich dann getan. Ich habe die Photoshop-Dateien heruntergeladen und übersetzt. Dabei habe ich mich an dem englischen Text auf den Karten und nicht an der Lookout-Übersetzung orientiert. Nach 1 Woche Arbeit war ich dann und habe die Karten bei meinspiel.de drucken lassen. Da es jedoch 244 Karten sind, ich bei meinspiel aber nur 33, 55 oder 110 Karten auswählen konnte, habe ich mich auf 220 Karten beschränkt und 24 weggelassen.

Hier mal 9 beispielhafte Gebäude (Orte) aus der Version von Mike.

Das finde ich auch nicht so schlimm. Einige der Gebäude gibt es nämlich 6-mal im Spiel, die meisten aber immer nur 3-mal. Und und von diesen Karten habe ich 24 Karten weggelassen, da ich nicht denke, dass diese das Spiel großartig beeinflusst.

Bezahlt habe ich dafür knapp 57 € und musste mir dann nur noch ein Spielertableau basteln, da Mike seines leider nicht als PSD-Datei zur Verfügung gestellt hat. Netter Nebeneffekt: Ich hab meine Photoshop-Skills in den letzten Tagen erheblich erweitert. Hier das Ergebnis.

Die Karten waren schnell gedruckt, auch wenn ich leider ein englisches Wort beim Übersetzen vergessen habe („Wood“ auf der Karte Anlegestelle, siehe oben). Und diese Woche konnte ich es dann zum ersten Mal spielen. Dabei haben wir eine verkürzte Spielvariante aus den Lookout-Regeln verwendet. Hier nimmt man nur die Hälfte der Auftragskarten und wir haben auch nur 3 Bauplätze von jeder Art verwendet.

Unsere Partie zu zweit hat 50 Minuten gedauert und uns beiden so viel Spaß gemacht, dass wir es nächste Woche wieder spielen werden. Ich freue mich auch schon auf Partien zu dritt, viert oder fünft, da ich denke, dass das Spiel dadurch noch deutlich gewinnt. Allerdings benötigt man für die vielen Karten dann auch ordentlich Platz auf dem Tisch.

Glory to Rome – English Black Box Edition (2012, Cambridge Games Factory)

Nun aber noch kurz zum Spielablauf. In Ruhm für Rom errichten wir Rom wieder, welches bei einem Aufruhr im Jahr 64 n. Chr. vom Feuer verwüstet wurde.

Ruhm für Rom ist eines der ersten Multi-Use-Kartenspiele. Eine Karte ist dabei sowohl eine von 6 Rollen (Kaufmann, Arbeiter, Legionär, Architekt …), eines von 6 Materialien (Stein, Marmor …) und auch ein Gebäude (Ort), welches wir errichten können.

In jeder Runde entscheidet der Anführer ob er eine Rolle anführt oder nachdenkt. Bei letzterem zieht er Karten nach. Führt er eine Rolle an, so können die Mitspielenden dieser folgen, wenn sie eine entsprechende Rollenkarte oder einen Senator (Joker) auf der Hand haben.

Ziel ist es, möglichst viel Einfluss zu erlangen, den man durch das Errichten von Gebäuden erhält und Siegpunkte durch Karten in seinem Tresor zu bekommen.

Wer sich für eine ausführlichere Spielanleitung interessiert, dem kann ich dieses Video von Board Game Wiking sehr empfehlen: Regelwerk – Ruhm für Rom – Regeln in 8 Minuten

Karten aus dem Originalspiel von 2005

Fazit: Mir gefällt bei Ruhm für Rom besonders, dass er sehr interaktiv ist, oft auch etwas gemein, und das hier keine Downtime aufkommt, da man dem Zug der Mitspielenden immer folgen kann. Es spielt sich sehr gut zu zweit, ich denke aber, dass es mit mehr Mitspielenden noch etwas besser ist. Man braucht für das Spiel ordentlich Platz auf dem Tisch und muss aufpassen, dass man bei den vielen Karten nicht den Überblick verliert. Auch sollte man sich die Effekte der Gebäude immer genau durchlesen. Die können zum Teil sehr mächtig sein und einem auch durchaus overpowered vorkommen. Das macht aber gar nichts, da die Gebäude ja mehrfach vorhanden sind und es genug weitere Gebäude mit mächtigen Effekten gibt.

Von mir bekommt Ruhm für Rom nach unserer ersten Partie eine 8 von 10.

Karten aus der Black Box Edition von 2012 (Bildquelle: BGG, Jonathan Schindler)
Karten aus der Lookout Version von 2011 (Bildquelle: BGG, André E)

Zu guter Letzt noch eine Fan-made-Version die ich persönlich auch sehr cool finde. Glory to Rome in einer Asterix-Variante: Asterix reskin von Tor Gjerde

Ruhm für Rom: Spiele-Review und eigene Kartenerstellung

Von: natokh
12. Juli 2025 um 09:45

Auf das Spiel Ruhm für Rom wurde ich vor Jahren aufmerksam, aber es war damals schon länger out of print und nur auf dem Gebrauchtmarkt zu meiste extrem hohen Preisen zu bekommen, vor allem wenn man die Erweiterung auch noch haben wollte. Und ich war nicht bereit, diese Preise oft deutlich jenseits der 100 Euro für ein reines Kartenspiel zu bezahlen. Das Grundspiel (auf Deutsch von Lookout) hatte ursprünglich mal 19,90 € gekostet und die Erweiterung Mehr Ruhm für Rom 13,95 €. Auf eBay wurden dafür aber auch schon astronomische Preise von mehreren hundert Dollar bezahlt.

Der amerikanische Ursprungsverlag Cambridge Games Factory wurde 2004 gegründet und Glory to Rome war eines seiner ersten Spiele. Allerdings existiert der Verlag schon über 10 Jahre nicht mehr.

1. Version aus dem Jahr 2005 (Cambridge Games Factory)

Ich hatte das Spiel deshalb eine Zeit lang aus den Augen verloren, bin aber immer wieder darüber gestolpert, vor allem weil es von einigen sehr gelobt wurde. Vor 3 Wochen bin ich dann beim Youtube-Kanal Getting Games auf dieses Video gestoßen Getting Games – Playing with friends

Da spielt Jonathan zusammen mit seinem Kumpel Dave eine Partie Glory to Rome (Originalversion) zu zweit. Nachdem ich mir das Video angesehen hatte, war ich richtig angefixt und wollte das Spiel jetzt doch endlich mal spielen.

Rein von der Optik her hätte ich hier die Version von Lookout Games am liebsten gehabt. Die hat ein comichaftes Artwork, welches mich etwas an Asterix und Obelix erinnert. Aber da lagen bei Kleinanzeigen die Preise (nur für das Grundspiel, welches ursprünglich mal um die 20€ gekostet hatte) bei 75 bis 100 Euro. Und dann hätten mir immer noch die rund 14 Gebäude aus der Erweiterung gefehlt. Wobei 2 der Gebäude (Forum Romanum und Kran) auch in der deutschen Erweiterung „Mehr Ruhm für Rom“ gar nicht enthalten sind.

Ruhm für Rom
(Deutsche Version von 2011, Lookout Games)

Nach etwas Stöbern im Netz bin ich auf das Video von Tabletop Turtle aus Kanda aufmerksam geworden: Reviewing Our Custom Glory to Rome! Free Files in the Description! und das versprach eine Lösung. Mike hatte hier eine eigene Version von Glory to Rome „gebastelt“ mit eigenem Artwork, und er stellt diese sogar über Google Drive zur Verfügung.

Und ich war begeistert, dass er nicht nur JPG-, sondern auch PSD-Dateien zum Herunterladen hat, die man mit Photoshop bearbeiten kann. Und das habe ich dann getan. Ich habe die Photoshop-Dateien heruntergeladen und übersetzt. Dabei habe ich mich an dem englischen Text auf den Karten und nicht an der Lookout-Übersetzung orientiert. Nach 1 Woche Arbeit war ich dann und habe die Karten bei meinspiel.de drucken lassen. Da es jedoch 244 Karten sind, ich bei meinspiel aber nur 33, 55 oder 110 Karten auswählen konnte, habe ich mich auf 220 Karten beschränkt und 24 weggelassen.

Hier mal 9 beispielhafte Gebäude (Orte) aus der Version von Mike.

Das finde ich auch nicht so schlimm. Einige der Gebäude gibt es nämlich 6-mal im Spiel, die meisten aber immer nur 3-mal. Und und von diesen Karten habe ich 24 Karten weggelassen, da ich nicht denke, dass diese das Spiel großartig beeinflusst.

Bezahlt habe ich dafür knapp 57 € und musste mir dann nur noch ein Spielertableau basteln, da Mike seines leider nicht als PSD-Datei zur Verfügung gestellt hat. Netter Nebeneffekt: Ich hab meine Photoshop-Skills in den letzten Tagen erheblich erweitert. Hier das Ergebnis.

Die Karten waren schnell gedruckt, auch wenn ich leider ein englisches Wort beim Übersetzen vergessen habe („Wood“ auf der Karte Anlegestelle, siehe oben). Und diese Woche konnte ich es dann zum ersten Mal spielen. Dabei haben wir eine verkürzte Spielvariante aus den Lookout-Regeln verwendet. Hier nimmt man nur die Hälfte der Auftragskarten und wir haben auch nur 3 Bauplätze von jeder Art verwendet.

Unsere Partie zu zweit hat 50 Minuten gedauert und uns beiden so viel Spaß gemacht, dass wir es nächste Woche wieder spielen werden. Ich freue mich auch schon auf Partien zu dritt, viert oder fünft, da ich denke, dass das Spiel dadurch noch deutlich gewinnt. Allerdings benötigt man für die vielen Karten dann auch ordentlich Platz auf dem Tisch.

Glory to Rome – English Black Box Edition (2012, Cambridge Games Factory)

Nun aber noch kurz zum Spielablauf. In Ruhm für Rom errichten wir Rom wieder, welches bei einem Aufruhr im Jahr 64 n. Chr. vom Feuer verwüstet wurde.

Ruhm für Rom ist eines der ersten Multi-Use-Kartenspiele. Eine Karte ist dabei sowohl eine von 6 Rollen (Kaufmann, Arbeiter, Legionär, Architekt …), eines von 6 Materialien (Stein, Marmor …) und auch ein Gebäude (Ort), welches wir errichten können.

In jeder Runde entscheidet der Anführer ob er eine Rolle anführt oder nachdenkt. Bei letzterem zieht er Karten nach. Führt er eine Rolle an, so können die Mitspielenden dieser folgen, wenn sie eine entsprechende Rollenkarte oder einen Senator (Joker) auf der Hand haben.

Ziel ist es, möglichst viel Einfluss zu erlangen, den man durch das Errichten von Gebäuden erhält und Siegpunkte durch Karten in seinem Tresor zu bekommen.

Wer sich für eine ausführlichere Spielanleitung interessiert, dem kann ich dieses Video von Board Game Wiking sehr empfehlen: Regelwerk – Ruhm für Rom – Regeln in 8 Minuten

Karten aus dem Originalspiel von 2005

Fazit: Mir gefällt bei Ruhm für Rom besonders, dass er sehr interaktiv ist, oft auch etwas gemein, und das hier keine Downtime aufkommt, da man dem Zug der Mitspielenden immer folgen kann. Es spielt sich sehr gut zu zweit, ich denke aber, dass es mit mehr Mitspielenden noch etwas besser ist. Man braucht für das Spiel ordentlich Platz auf dem Tisch und muss aufpassen, dass man bei den vielen Karten nicht den Überblick verliert. Auch sollte man sich die Effekte der Gebäude immer genau durchlesen. Die können zum Teil sehr mächtig sein und einem auch durchaus overpowered vorkommen. Das macht aber gar nichts, da die Gebäude ja mehrfach vorhanden sind und es genug weitere Gebäude mit mächtigen Effekten gibt.

Von mir bekommt Ruhm für Rom nach unserer ersten Partie eine 8 von 10.

Karten aus der Black Box Edition von 2012 (Bildquelle: BGG, Jonathan Schindler)
Karten aus der Lookout Version von 2011 (Bildquelle: BGG, André E)

Zu guter Letzt noch eine Fan-made-Version die ich persönlich auch sehr cool finde. Glory to Rome in einer Asterix-Variante: Asterix reskin von Tor Gjerde

Tsukuiji – Wir kaufen auf Tokios Fischmarkt ein

Von: natokh
07. März 2025 um 13:36

Im Spiel Tsukiji spielen wir Restaurantbesitzer, welche im Jahr 1930 auf dem ehemals weltgrößten Fischmarkt Tuskiji Fisch und Meeresfrüchte einkaufen. Das Spiel des brasilianischen Verlages Redbox Editora (heute Buró) wurde bereits im Jahr 2018 veröffentlicht. Autor ist Leonardo Pires, dessen Spiel Paper Dungeons bei uns in Deutschland sicherlich bekannter ist.

Tsukiji ist für 2 bis 4 Spielende ab 8 Jahren und eine Partie dauert um die 30 Minuten. In jeder der 7 Spielrunden werden immer zufällig aufgedeckte Sets aus 3 Karten in die Marktauslage gelegt (immer Anzahl Mitspieler plus 1 Set), auf welche die Spieler dann reihum verdeckt bieten. Hierzu haben sie sogenannte „Evaluation Tickets“ (Bewertungskarten) mit denen sie die jeweiligen Sets bewerten. Es gibt 5 normale Karten mit den Werten 0 bis 4 und 4 Spezial-Karten, die jedoch in der Spielrunde nur 1x eingesetzt werden können. In 3er und 2er Spielrunden kommen dabei nicht alle dieser Karten zum Einsatz.

Nachdem alle ihre Gebote abgegeben haben werden die Bewertungskarten aufgedeckt und ausgewertet. Das Set, welches die höchste Bewertung erhalten hat, kostet dann 12 Yen und der Wert jeder Fische in dem Set wird um den Wert 4 (auf der Kurstaffel) erhöht. Das Set mit der nächsthöheren Bewertung kostet 9 Yen, danach 6 und 3 Yen. Der Wert der Fische aus dem 9 Yen Set wird um 2 erhöht, der aus dem 6 Yen Set bleibt unverändert und der aus dem günstigsten Set wird um 1 reduziert.

Marktauslage mit Geboten und Preisen

Nun können sich die Spieler, beginnend mit dem Startspieler, für eines der Sets entscheiden und den Preis dafür bezahlen. Der Spieler, der das Set für 12 Yen kauft, wird neuer Startspieler. Wird dieses Set nicht gekauft, dann bleibt der Startspieler für die nächste Runde gleich.

Es gibt 6 Arten von Fischen/Meeresfrüchten in Tuskiji. Außerdem die Takusan-Karten (Joker) und Yakuza-Karten. Kauft man 1 Set mit einem Yakuza muss man eine seiner bereits erworbenen Karten als Schutzgeld abwerfen.

Auf dem Quotation Board (Kurstafel) wird der aktuelle Wert der jeweiligen Fische & Meeresfrüchte nachgehalten

Am Ende der 7. Runde wird dann geschaut welche/r Fisch/Meeresfrucht am höchsten auf der Kurstafel bewertet ist. Hier ist eine Karte dann 10 Yen wert. Die anderen Sorten sind in absteigender Reihenfolge 7, 5, 3 und 1 Yen pro Karte wert. Eine Besonderheit ist der Thunfisch, dessen Wert davon abhängt, wie viele der Karten man am Spielende davon vor sich liegen hat.

Oktopus & Thunfisch

Danach addiert jeder Spieler die Werte seiner Karten und der Spieler mit dem höchsten Wert gewinnt das Spiel.

Für die 7 Runde hat jeder Spieler übrigens nur 48 bis 57 Yen zur Verfügung. Man muss also mit seinem Geld haushalten und geschickt versuche einerseits günstig einzukaufen und andererseits die Werte seiner Fische/Meeresfrüchte geschickt nach oben zu treiben.

Mir gefällt das Spiel sehr gut und ich würde ihm aktuell eine 8 von 10 geben.

Tsukiji ist bisher nur auf Portugiesisch, Spanisch, Englisch, Französisch, Chinesisch und Niederländisch herausgegeben worden und mittlerweile auch nur noch auf dem Sekundärmarkt zu finden. Aber es lohnt sich danach zu suchen, wenn einem die Mechanik und das Thema ansprechen.

Regeln (Englisch) auf BGG: https://boardgamegeek.com/filepage/171024/rulebook

Webseite des Herstellers zum Spiel: https://www.burogames.com/productos/tsukiji/

Tsukuiji – Wir kaufen auf Tokios Fischmarkt ein

Von: natokh
07. März 2025 um 13:36

Im Spiel Tsukiji spielen wir Restaurantbesitzer, welche im Jahr 1930 auf dem ehemals weltgrößten Fischmarkt Tuskiji Fisch und Meeresfrüchte einkaufen. Das Spiel des brasilianischen Verlages Redbox Editora (heute Buró) wurde bereits im Jahr 2018 veröffentlicht. Autor ist Leonardo Pires, dessen Spiel Paper Dungeons bei uns in Deutschland sicherlich bekannter ist.

Tsukiji ist für 2 bis 4 Spielende ab 8 Jahren und eine Partie dauert um die 30 Minuten. In jeder der 7 Spielrunden werden immer zufällig aufgedeckte Sets aus 3 Karten in die Marktauslage gelegt (immer Anzahl Mitspieler plus 1 Set), auf welche die Spieler dann reihum verdeckt bieten. Hierzu haben sie sogenannte „Evaluation Tickets“ (Bewertungskarten) mit denen sie die jeweiligen Sets bewerten. Es gibt 5 normale Karten mit den Werten 0 bis 4 und 4 Spezial-Karten, die jedoch in der Spielrunde nur 1x eingesetzt werden können. In 3er und 2er Spielrunden kommen dabei nicht alle dieser Karten zum Einsatz.

Nachdem alle ihre Gebote abgegeben haben werden die Bewertungskarten aufgedeckt und ausgewertet. Das Set, welches die höchste Bewertung erhalten hat, kostet dann 12 Yen und der Wert jeder Fische in dem Set wird um den Wert 4 (auf der Kurstaffel) erhöht. Das Set mit der nächsthöheren Bewertung kostet 9 Yen, danach 6 und 3 Yen. Der Wert der Fische aus dem 9 Yen Set wird um 2 erhöht, der aus dem 6 Yen Set bleibt unverändert und der aus dem günstigsten Set wird um 1 reduziert.

Marktauslage mit Geboten und Preisen

Nun können sich die Spieler, beginnend mit dem Startspieler, für eines der Sets entscheiden und den Preis dafür bezahlen. Der Spieler, der das Set für 12 Yen kauft, wird neuer Startspieler. Wird dieses Set nicht gekauft, dann bleibt der Startspieler für die nächste Runde gleich.

Es gibt 6 Arten von Fischen/Meeresfrüchten in Tuskiji. Außerdem die Takusan-Karten (Joker) und Yakuza-Karten. Kauft man 1 Set mit einem Yakuza muss man eine seiner bereits erworbenen Karten als Schutzgeld abwerfen.

Auf dem Quotation Board (Kurstafel) wird der aktuelle Wert der jeweiligen Fische & Meeresfrüchte nachgehalten

Am Ende der 7. Runde wird dann geschaut welche/r Fisch/Meeresfrucht am höchsten auf der Kurstafel bewertet ist. Hier ist eine Karte dann 10 Yen wert. Die anderen Sorten sind in absteigender Reihenfolge 7, 5, 3 und 1 Yen pro Karte wert. Eine Besonderheit ist der Thunfisch, dessen Wert davon abhängt, wie viele der Karten man am Spielende davon vor sich liegen hat.

Oktopus & Thunfisch

Danach addiert jeder Spieler die Werte seiner Karten und der Spieler mit dem höchsten Wert gewinnt das Spiel.

Für die 7 Runde hat jeder Spieler übrigens nur 48 bis 57 Yen zur Verfügung. Man muss also mit seinem Geld haushalten und geschickt versuche einerseits günstig einzukaufen und andererseits die Werte seiner Fische/Meeresfrüchte geschickt nach oben zu treiben.

Mir gefällt das Spiel sehr gut und ich würde ihm aktuell eine 8 von 10 geben.

Tsukiji ist bisher nur auf Portugiesisch, Spanisch, Englisch, Französisch, Chinesisch und Niederländisch herausgegeben worden und mittlerweile auch nur noch auf dem Sekundärmarkt zu finden. Aber es lohnt sich danach zu suchen, wenn einem die Mechanik und das Thema ansprechen.

Regeln (Englisch) auf BGG: https://boardgamegeek.com/filepage/171024/rulebook

Webseite des Herstellers zum Spiel: https://www.burogames.com/productos/tsukiji/

Erstelle einen Katalog deiner Brettspiele

Von: natokh
07. Februar 2025 um 17:01

Wer seine Brettspiel-Sammlung auf Boardgame Geek pflegt hat man die Möglichkeit sich von seiner Sammlung ganz einfach einen Katalog zu erstellen. Und zwar mit Hilfe der Webseite My board game collection. Hier muss man nur auf Create klicken und gibt dort seinen BGG-Nutzernamen ein. Die Seite lädt dann deine Brettspielsammlung von BGG und du kannst dann einfach einen Katalog deiner Sammlung erstellen.

Bildquelle:

Man kann dann auf der Seite noch diverse Einstellungen vornehmen, zum Beispiel wie die Spiele sortiert werden sollen oder wie die Spielecover im Katalog dargestellt werden (komplett oder ins Cover reingezoomt).

Nur mit Umlauten und Sonderzeichen hat die Webseite leider Probleme und stellt sie nicht dar. Und die Beschreibung der Brettspiele ist auf Englisch. Das hier (siehe Bild unten) ist das Spiel, mit dem die Seite die größten Probleme hatte (12 Chip Trick von Mandoo Games).

Trotzdem ist das ein toller und vor allem sehr einfacher Weg sich einen Katalog seiner Sammlung zu erstellen. Der weitaus größte Teil sieht auch super aus.

Wenn der Katalog fertig erstellt ist kann man ihn als PDF „Drucken“, um ihn herunterzuladen. Und wenn man dann noch möchte kann man sich die PDF-Datei z. B. von Wir machen Druck professionell drucken lassen.

Erstelle einen Katalog deiner Brettspiele

Von: natokh
07. Februar 2025 um 17:01

Wer seine Brettspiel-Sammlung auf Boardgame Geek pflegt hat man die Möglichkeit sich von seiner Sammlung ganz einfach einen Katalog zu erstellen. Und zwar mit Hilfe der Webseite My board game collection. Hier muss man nur auf Create klicken und gibt dort seinen BGG-Nutzernamen ein. Die Seite lädt dann deine Brettspielsammlung von BGG und du kannst dann einfach einen Katalog deiner Sammlung erstellen.

Bildquelle:

Man kann dann auf der Seite noch diverse Einstellungen vornehmen, zum Beispiel wie die Spiele sortiert werden sollen oder wie die Spielecover im Katalog dargestellt werden (komplett oder ins Cover reingezoomt).

Nur mit Umlauten und Sonderzeichen hat die Webseite leider Probleme und stellt sie nicht dar. Und die Beschreibung der Brettspiele ist auf Englisch. Das hier (siehe Bild unten) ist das Spiel, mit dem die Seite die größten Probleme hatte (12 Chip Trick von Mandoo Games).

Trotzdem ist das ein toller und vor allem sehr einfacher Weg sich einen Katalog seiner Sammlung zu erstellen. Der weitaus größte Teil sieht auch super aus.

Wenn der Katalog fertig erstellt ist kann man ihn als PDF „Drucken“, um ihn herunterzuladen. Und wenn man dann noch möchte kann man sich die PDF-Datei z. B. von Wir machen Druck professionell drucken lassen.

Sardinien oder Kreta, Hauptsache Italien

Von: natokh
01. Februar 2025 um 12:26
Sardegna (Spielschachtel)

Im Vorfeld der SPIEL 2024 bin ich durch eine Ankündigung von Playte auf das Spiel Sardegna aufmerksam geworden. Playte ist der Name einer Brettspielmarke des süd-koreanischen Verlags Gameology Inc. Junghee Choi hat Playte 2016 aus der Taufe gehoben und es sich zur Aufgabe gemacht, ältere Spiele neu aufzulegen und diese dabei optisch aufzuwerten und in eine möglichst kleine, handliche Spieleschachtel zu stecken.

Besonders sind auch ihre sogenannten „L-Games“: Durch einen Magnetverschluss lässt sich die Schachtel so aufklappen, dass aus dieser ein L-förmiges Spielbrett entsteht. Auch bei Sardegna ist die Spieleschachtel gleichzeitig der Spielplan, jedoch ist dieser nicht L-förmig.

Das Spiel Sardegna wurde ursprünglich unter dem Namen Kreta im Jahr 2005 vom deutschen Verlag Goldsieber Spiele veröffentlicht. Der Autor des Spieles ist Stefan Dorra, von dem in den letzten Jahren unter anderem Spiele wie Skull Queen (2024), Triqueta (2023) oder Oracle (2020) veröffentlicht wurden.

Kreta (2005, Goldsieber Spiele, Bildquelle: https://boardgamegeek.com/image/130388/sardegna)

Kreta/Sardegna ist ein Mehrheitenspiel, welches über 11 Wertungsrunde gespielt wird. Wann diese Wertungen ausgelöst werden, bestimmen die Spieler selbst, in dem einer von ihnen die Wächter-Karte (bei Kreta: Kastellan-Karte) spielt. Das Spiel ist nämlich Karten getrieben. Wenn man am Zug ist, spielt man eine seiner Charakterkarten aus und führt abhängig davon die damit verbundene(n) Aktion(en) aus. So kann man mit dem Admiral eines seiner 2 Schiffe in einem der Häfen platzieren oder eines seiner Schiffe zu einem anderen Hafen bewegen. Die Schiffe sind wichtig für die Ernte, man darf nämlich mit der Karte Landwirt nur in einer Provinz ernten, in deren Hafen sich ein eigenes Schiffe befindet. Alternativ muss man zu diesem Hafen eine ununterbrochene Kette eigener Dorfbewohner haben.

Jeder Spieler hat zu Spielbeginn die gleichen 7 unterschiedlichen Charaktere auf der Hand. Neben dem Admiral und dem Landwirt gibt es noch den Kommandant, mit dem man seine Dorfbewohner auf der Insel einsetzt und bewegt, den Priester, mit dem man seinen Priester in einer Region platziert und in von dort aus weiter bewegen kann, den Architekt, der Festungen und Dörfer errichtet, und die Königin, mit der man die Fähigkeit einer bereits gespielten Charakterkarte noch 1-Mal nutzen kann.

Last but not least gibt es noch den Wächter. Mit dem Wächter löst man die Provinzwertung aus. Gewertet wird immer die Provinz, deren offen ausliegende Festungskarte (siehe Bild oben, die Karten mit den Zahlen 19 und 16) am nächsten zum Nachziehstapel liegt. Gewertet werden dann alle Provinzen, die an die betreffende Festung angrenzen. Nach der Wertung deckt dann der aktive Spieler die nächste Festungskarte auf und hat dabei noch die Option, diese durch die oberste Karte des Nachziehstapels zu ersetzen. Danach nehmen alle Spieler ihre Charakterkarten wieder auf die Hand und die nächste Runde beginnt.

Charakterkarten

Ihr findet ein englisches Regelvideo, inklusive einem Vergleich der Spielkomponenten von Kreta und Sardegna, auf dem Youtube-Kanal von Board Games with B7.

Wer sich Kreta noch einmal ausführlicher anschauen möchte, der findet auch hierzu ein Regelvideo auf Youtube, auf dem Kanal von Undiscovered Games.

Ich selbst habe eine deutsche Kurzspielregel zu Sardegna erstellt und auf BGG hochgeladen: Kurzspielregel Sardegna.

Aktuell ist es leider etwas schwierig an das Spiel heranzukommen. Kreta findet man ab und an mal auf Kleinanzeigen oder eBay. Allerdings würde ich hierfür keine 40€ und mehr ausgeben. Ich habe Sardegna von der SPIEL mitgebracht bekommen. Dort hat es nur 18€ gekostet. Ich denke mal, dass das auch die beste Option ist, an das Spiel zu kommen, wenn man es nicht doch zufälligerweise mal günstig gebraucht bekommt.

Sardinien oder Kreta, Hauptsache Italien

Von: natokh
01. Februar 2025 um 12:26
Sardegna (Spielschachtel)

Im Vorfeld der SPIEL 2024 bin ich durch eine Ankündigung von Playte auf das Spiel Sardegna aufmerksam geworden. Playte ist der Name einer Brettspielmarke des süd-koreanischen Verlags Gameology Inc. Junghee Choi hat Playte 2016 aus der Taufe gehoben und es sich zur Aufgabe gemacht, ältere Spiele neu aufzulegen und diese dabei optisch aufzuwerten und in eine möglichst kleine, handliche Spieleschachtel zu stecken.

Besonders sind auch ihre sogenannten „L-Games“: Durch einen Magnetverschluss lässt sich die Schachtel so aufklappen, dass aus dieser ein L-förmiges Spielbrett entsteht. Auch bei Sardegna ist die Spieleschachtel gleichzeitig der Spielplan, jedoch ist dieser nicht L-förmig.

Das Spiel Sardegna wurde ursprünglich unter dem Namen Kreta im Jahr 2005 vom deutschen Verlag Goldsieber Spiele veröffentlicht. Der Autor des Spieles ist Stefan Dorra, von dem in den letzten Jahren unter anderem Spiele wie Skull Queen (2024), Triqueta (2023) oder Oracle (2020) veröffentlicht wurden.

Kreta (2005, Goldsieber Spiele, Bildquelle: https://boardgamegeek.com/image/130388/sardegna)

Kreta/Sardegna ist ein Mehrheitenspiel, welches über 11 Wertungsrunde gespielt wird. Wann diese Wertungen ausgelöst werden, bestimmen die Spieler selbst, in dem einer von ihnen die Wächter-Karte (bei Kreta: Kastellan-Karte) spielt. Das Spiel ist nämlich Karten getrieben. Wenn man am Zug ist, spielt man eine seiner Charakterkarten aus und führt abhängig davon die damit verbundene(n) Aktion(en) aus. So kann man mit dem Admiral eines seiner 2 Schiffe in einem der Häfen platzieren oder eines seiner Schiffe zu einem anderen Hafen bewegen. Die Schiffe sind wichtig für die Ernte, man darf nämlich mit der Karte Landwirt nur in einer Provinz ernten, in deren Hafen sich ein eigenes Schiffe befindet. Alternativ muss man zu diesem Hafen eine ununterbrochene Kette eigener Dorfbewohner haben.

Jeder Spieler hat zu Spielbeginn die gleichen 7 unterschiedlichen Charaktere auf der Hand. Neben dem Admiral und dem Landwirt gibt es noch den Kommandant, mit dem man seine Dorfbewohner auf der Insel einsetzt und bewegt, den Priester, mit dem man seinen Priester in einer Region platziert und in von dort aus weiter bewegen kann, den Architekt, der Festungen und Dörfer errichtet, und die Königin, mit der man die Fähigkeit einer bereits gespielten Charakterkarte noch 1-Mal nutzen kann.

Last but not least gibt es noch den Wächter. Mit dem Wächter löst man die Provinzwertung aus. Gewertet wird immer die Provinz, deren offen ausliegende Festungskarte (siehe Bild oben, die Karten mit den Zahlen 19 und 16) am nächsten zum Nachziehstapel liegt. Gewertet werden dann alle Provinzen, die an die betreffende Festung angrenzen. Nach der Wertung deckt dann der aktive Spieler die nächste Festungskarte auf und hat dabei noch die Option, diese durch die oberste Karte des Nachziehstapels zu ersetzen. Danach nehmen alle Spieler ihre Charakterkarten wieder auf die Hand und die nächste Runde beginnt.

Charakterkarten

Ihr findet ein englisches Regelvideo, inklusive einem Vergleich der Spielkomponenten von Kreta und Sardegna, auf dem Youtube-Kanal von Board Games with B7.

Wer sich Kreta noch einmal ausführlicher anschauen möchte, der findet auch hierzu ein Regelvideo auf Youtube, auf dem Kanal von Undiscovered Games.

Ich selbst habe eine deutsche Kurzspielregel zu Sardegna erstellt und auf BGG hochgeladen: Kurzspielregel Sardegna.

Aktuell ist es leider etwas schwierig an das Spiel heranzukommen. Kreta findet man ab und an mal auf Kleinanzeigen oder eBay. Allerdings würde ich hierfür keine 40€ und mehr ausgeben. Ich habe Sardegna von der SPIEL mitgebracht bekommen. Dort hat es nur 18€ gekostet. Ich denke mal, dass das auch die beste Option ist, an das Spiel zu kommen, wenn man es nicht doch zufälligerweise mal günstig gebraucht bekommt.

Brettspielbild des Jahres

Von: natokh
21. Januar 2025 um 13:49

Alle Jahre wieder veranstaltet Boardgamegeek einen Wettbewerb für das tollste, kreativste Foto eines Brettspieles. Den zugehörigen Thread findet ihr hier The 2024 Picture of the Year contest

Und wie jedes Jahr sind da einige wirklich tolle und zum Teil sehr kreative Bilder dabei. Mein Favorit in diesem Jahr ist bisher das Foto von Sandra aka Pikaboardgames zum Spiel Coffee Rush.

Quelle: https://boardgamegeek.com/image/8068795

Sandra macht immer ganz tolle Fotos und treibt dabei auch sehr oft einen wahnsinnigen Aufwand. Mehr von ihren Fotos findet ihr hier: https://www.pikakreativ.de/fotografie/ oder auch auf ihrem Instagram-Konto: https://www.instagram.com/pika.boardgames/ Schaut auf jeden Fall mal dort vorbei.

Ein weiters tolles Foto ist das von Stephanie Verbeure vom Spiel Amalfi: Renaissance. Eines meiner liebsten Euros im Jahr 2024.

Quelle: https://boardgamegeek.com/image/8093857

Aber auch das Bild von Kyle Dean zum Spiel Obsession finde ich sehr kreativ und gut umgesetzt.

Quelle: https://boardgamegeek.com/image/7958399

Und zu guter Letzt möchte ich euch noch das Foto von Martin Montecillo zum Spiel Marrakech (nicht zu verwechseln mit dem Spiel Marrakesh von Stefan Feld) zeigen.

Quelle: https://boardgamegeek.com/image/8346360

Um für eines der Bilder abzustimmen müsst ihr diesem im Beitrag zum Wettbewerb einen Daumen nach oben geben. Der Wettbewerb läuft noch bis zum 31. Januar 2025. Hier noch mal der Link: https://boardgamegeek.com/geeklist/351035/the-2024-picture-of-the-year-contest

Brettspielbild des Jahres

Von: natokh
21. Januar 2025 um 13:49

Alle Jahre wieder veranstaltet Boardgamegeek einen Wettbewerb für das tollste, kreativste Foto eines Brettspieles. Den zugehörigen Thread findet ihr hier The 2024 Picture of the Year contest

Und wie jedes Jahr sind da einige wirklich tolle und zum Teil sehr kreative Bilder dabei. Mein Favorit in diesem Jahr ist bisher das Foto von Sandra aka Pikaboardgames zum Spiel Coffee Rush.

Quelle: https://boardgamegeek.com/image/8068795

Sandra macht immer ganz tolle Fotos und treibt dabei auch sehr oft einen wahnsinnigen Aufwand. Mehr von ihren Fotos findet ihr hier: https://www.pikakreativ.de/fotografie/ oder auch auf ihrem Instagram-Konto: https://www.instagram.com/pika.boardgames/ Schaut auf jeden Fall mal dort vorbei.

Ein weiters tolles Foto ist das von Stephanie Verbeure vom Spiel Amalfi: Renaissance. Eines meiner liebsten Euros im Jahr 2024.

Quelle: https://boardgamegeek.com/image/8093857

Aber auch das Bild von Kyle Dean zum Spiel Obsession finde ich sehr kreativ und gut umgesetzt.

Quelle: https://boardgamegeek.com/image/7958399

Und zu guter Letzt möchte ich euch noch das Foto von Martin Montecillo zum Spiel Marrakech (nicht zu verwechseln mit dem Spiel Marrakesh von Stefan Feld) zeigen.

Quelle: https://boardgamegeek.com/image/8346360

Um für eines der Bilder abzustimmen müsst ihr diesem im Beitrag zum Wettbewerb einen Daumen nach oben geben. Der Wettbewerb läuft noch bis zum 31. Januar 2025. Hier noch mal der Link: https://boardgamegeek.com/geeklist/351035/the-2024-picture-of-the-year-contest

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