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Rezension „Tic Tac Town“
- Verlag: moses Verlag
- Autor: Ignasi Ferré
- Spieleranzahl: 2 - 4 Spiele
- Alter: ab 8 Jahren
- Dauer: ca. 10 - 20 Minuten
- Jahrgang: 2022
Ehrlich gesagt reizt die Box von „Tic Tac Town“ nicht wirklich, das Spiel auf den Tisch zu bekommen. Die Optik ist insgesamt eher zweckmäßig ausgefallen… hübsch ist anders. Aber Schönheit ist ja nun mal nicht alles, wie man ja weiß. In der relativ kleinen Box findet man 72 Aufgabenkarten, ein doppelseitiges Tableau (also der kleine Spielplan), 12 Würfel in 4 Farben und die kurze Spielanleitung.
Erstmals haben wir „Tic Tac Town“ in Berlin bei der BrettspielCon gespielt. Ohne das Spiel vorher groß im Visier zu haben, waren grad zwei Plätze frei und wir haben uns dazu gesetzt und mitgespielt… und da hat uns das Spiel tatsächlich überrascht.
In der Tischmitte liegt der kleine Spielplan. Er besteht aus einem 4 x 4 Raster (bei 2 Spielern aus einem 3 x 3 Raster). Das Raster bietet Ablageplätze für die Würfel. Die Aufgabenkarten werden nach ihren Rückseiten gemischt und bereit gelegt. Die Rückseite gibt die Schwierigkeitsstufe vor… wie schwierig also diese Aufgabe zu erfüllen ist. Jeder Spieler zieht eine Karte von jedem Stapel und zusätzlich noch eine Karte von einem beliebigen Stapel. Die Aufgabenkarten legt jede(r) Spieler/Spielerin verdeckt vor sich ab. Man kann die Karten aber jederzeit selbst anschauen. Diese Aufgaben gilt es nun zu erfüllen.
Der Startspieler würfelt alle 12 Würfel (einmalig darf er alle 12 Würfel nochmals werfen). Dann schauen alle Spieler ihre Aufgaben und die vorhandenen Würfel genau an. Der aktive Spieler entscheidet sich für einen Würfel, nimmt diesen Würfel aus der Auslage und platziert ihn auf ein beliebiges freies Feld des Tableaus. Dann prüft man, ob man eine der Aufgabenkarten erfüllt hat. Auch in einem fremden Zug kann eine Aufgabe erfüllt sein, auch dann darf man seine Aufgabenkarte aufdecken und vor sich offen sammeln. So geht es reihum weiter, bis alle Würfel platziert wurden. Dann werden alle Würfel vom Spielplan entfernt, jeder zieht wieder auf 4 verdeckte Aufgabenkarten auf, dann geht es weiter. Wieder werden die Würfel geworfen und reihum Würfel platziert und möglichst viele Aufgaben erfüllt. Nach dem zweiten Durchgang gewinnt die höchste Punktzahl (= Summe der erfüllten Aufgabenkarten).
Im 1er Stapel sind Aufgaben enthalten, bei denen es um die Farben der Würfel geht. Beim 2er Stapel geht es um Summenkarten. Hier muss man die angegebene Würfelsumme erreichen. Beim 3er Stapel geht es um Gleichungen. Hier muss man die angezeigte Gleichung erfüllen, um die Karten zu punkten.
Der Einstieg in „Tic Tac Town“ ist wirklich sehr easy. In 5 Minuten hat man das Spiel an neue Spieler erklärt. Auch Wenigspieler haben hier einen leichten Einstieg. Wie oben schon erwähnt, finde ich das Material nicht wirklich hübsch, was aber dem Spielspaß nicht schadet. Es sind halt Würfel und Karten, was erwartet man da denn sonst? Bezüglich des Spielspaßes bin ich etwas zwiegespalten. Zu dritt und zu viert, mit dem 4 x 4 Spielfeld, finde ich das Spiel wirklich sehr gut. Da liegt der Spielspaß sogar bei einer guten „5“. Zu zweit dagegen (und wir spielen halt oft zu zweit) und dem 3 x 3 Spielfeld sind der Spielspaß für mich deutlich. Deshalb gibt es in Summe „nur“ eine „4“, was ja immer noch recht gut ist.
Fazit: optisch unscheinbar, spielerisch gut (zumindest zu dritt oder viert)
(c)2024 Dirk Trefzger

Material

Regeln

Idee

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Rezension „Die Stunde der Maus“
- Verlag: Plaid Hat Games
- Autor: Sawyer West
- Spieleranzahl: 1 - 4 Spieler
- Alter: ab 10 Jahren
- Dauer: ca. 60 - 120 Minuten
- Jahrgang: 2023
Tatsächlich habe ich „Die Stunde der Maus“ als Schnapper von ner Messe mitgenommen. Ich hatte mich davor nicht großartig mit dem Spiel beschäftigt. Um so mehr war ich überrascht, als ich das Material gesehen habe. Das ist nämlich wirklich sehr schön. Der Spielplan ist eine Kuckucksuhr. Diverse Tafeln werden seitlich unten auch unten angelegt. Sogar das Pendel unterhalb der Uhr hat eine spieltechnische Funktion. Auch die Plastikzeiger sind wichtig für das Spiel. Die Trophäentafeln, die jeder Spieler erhält sind Double-Layer, die Spielsteine sind aus Kunststoff, aber hübsch anzuschauen. Außerdem hat jeder Spieler noch verschiedene Mausbögen, um die Trophäen zwischenzulagern. Dann gibt es noch diverse Karten (Gunstkarten, Questkarten) sowie Aktionsfeldplättchen, die um das Ziffernblatt herum angeordnet werden. Die Mausfiguren, die es in den Spielerfarben gibt, sind auch ganz niedlich. Es gibt pro Spielerfarbe fünf Figuren: Schlaumaus, Springmaus, Guckmaus, Beutelmaus und das Klettemäuschen. Jede Figur hat ein eigenes Aussehen. Das ist wirklich alles ganz hübsch gemacht, wie das bei Plaid Hat Games oft der Fall ist. Das Material erhält von mir schon mal die Höchstnote, das ist direkt schon klar.
Es werden fünf Runden (Stundenzeiger von 7 Uhr bis 12 Uhr) gespielt. In jeder Runde bewegt man den Minutenzeiger in 5-Minuten-Schritten. Das wird „Ticktack“ genannt. Nacheinander werden dann alle Mäuse aktiviert, die auf dem Minutenzeiger stehen, die vorderste Maus beginnt. Nacheinander aktiviert man dann alle Mäuse, die auf dem aktuellen Innenfeld stehen. Die Reihenfolge wird auf der Zusatztafel vorgegeben. Man kann mit einer Maus auch auf den Minutenzeiger aufspringen, um dann später wieder an einer anderen Stelle abzuspringen. Auf dem Außenfeld des aktiven Bereichs kann man einen Spielstein einsammeln und auf das entsprechende Maustableau packen. Es gibt dann immer unterschiedliche Aktionsmöglichkeiten. Man kann Objekte für Punkte abliefern, man kann Spielsteine tauschen, man kann stöbern (aus dem Beutel ziehen), man kann die Schlaumaus rufen, man kann den Kaufladen der kleinen Spinne besuchen, man kann das Klettermäuschen am Pendel hochklettern lassen… und und und.
Die Mäuse haben unterschiedliche Fähigkeiten… hier mal ein kurzer Überblick, um ein Gefühl dafür zu bekommen:
Beutelmaus: kann mehr Objekte tragen
Springmaus: hat beim Abspringen mehr Möglichkeiten, bis zu zwei Felder nach vorne
Guckmaus: hat beim Ziehen von Objekten aus dem Beutel mehr Möglichkeiten
Schlaumaus: kann mit einer Aktion zu einem beliebigen Feld springen
Klettermäuschen: dient nur als Marker auf dem Pendel
Punkte bekommt man für erfüllte Quests, für Reihen und Spalten, die man beim Trophäentableaus füllen konnte, für Kletterleistungen auf dem Pendel, für Objekte, die man beim Kuckuck abliefern konnte. Wer die meisten Punkte sammeln konnte, gewinnt das Spiel.
Der Mechanismus mit der Uhr, den Zeigern und den Mäusen, die dann beim passenden Aktionsfeld abspringen, ist wirklich sehr cool und macht auch direkt Lust auf das Spiel. Das war auch das, was ich auf der Rückseite der Box gesehen hatte, bevor ich mir das Spiel gekauft habe. Im Spiel selbst, zeigte sich dann aber, dass diese Idee das Spiel insgesamt nicht ganz tragen kann. Ja, es funktioniert schon und es macht auch Spaß. Insgesamt empfand ich dann die Partien aber zunehmend langweiliger, weil man letztlich immer das Gleiche gemacht hat. Natürlich ist das schade, da mir das Material so gut gefällt und eben auch die Idee erst mal Lust auf das Spiel macht. Aber es ist so, nach wenigen Partien war bei uns schon die Luft raus und aktuell liegt das Spiel auf meinem Verkaufsstapel.
Fazit: tolles Material, witziger Uhrenmechanismus, Spiel selbst kann da nicht ganz mithalten.
(c)2024 Dirk Trefzger

Material

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Allerdings ist genau das auch schon das Problem. Denn wer keine Übung mit Poker hat, kommt nur mit viel Mühe ins Spiel. Die Regeln sind zwar nach wie vor überschaubar, das Einschätzen der eigenen Hand gestaltet sich, gerade in den ersten Partien, aber fast unmöglich. Zwar liegt eine Hilfekarte mit der Reihung der Hände (von High Card bis Royal Flush) bei, aber die macht die Sache eher noch schlimmer. Laut Karte gehört ein Drilling in den unteren Stärkebereich, in der Realität hat man damit aber fast immer eine der stärksten Hände. Wem da die Erfahrung fehlt, der stochert schlicht im Nebel. Gerade in gemischten Runden wird das noch schlimmer. Wer planlos vorgeht und damit das Erlebnis für die ganze Runde ruiniert, wird so schnell kein Pokerblatt mehr anfassen. Ob man sich durch diese Phase durchbeißen will oder nicht, ist sicherlich eine persönliche Entscheidung. Aus meiner Sicht lohnt es sich aber, denn „The Gang“ ist ein wirklich unterhaltsames und ungewöhnliches Spiel.








