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Verlagsvorstellung Perdix – Spiele

08. November 2024 um 11:00
Ein neuer Deutscher Kleinverlag! Das heißt, so neu ist Perdix-Spiele gar nicht, aber er hat erst jetzt durch zwei erfolgreichere Kartenspiele auf sich aufmerksam gemacht: What the Rule?! und Medium werde ich unten ausführlicher vorstellen, in der Zwischenzeit habe ich mich mit den beiden Verlagsgründern unterhalten: Bitte stellt euch doch erst einmal kurz vor! Wir […]

Bomb Busters Basics für zwei

Von: Peter
07. November 2024 um 07:37
Strategien ohne Zahnschmerzen Kooperative Spiele sind ziemlich „in“ und zwar zurecht. Kooperativ gibt es momentan einfach die spannenderen Ideen. Bomb Busters ist so ein Spiel. Zunächst ist unklar, wie sich das Spiel zu knacken lässt. Doch beim Grübeln und Hadern folgt schnell eine Idee der nächsten und, Stück für Stück ergeben sich Muster, die sich …

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Drei Begriffe in einem Trenchcoat

03. November 2024 um 12:47
Einer der vielen wiederkehrenden Streitpunkte, wenn es um Brettspiele geht, ist die Frage ob und wie thematisch ein Spiel eigentlich ist. Ist das Thema absolut plastisch dargestellt, fühlt man sich als wäre man „wirklich“ drin? Oder ist es künstlich aufgesetzt und austauschbar? Ist das Thema derart schlecht in die Spielmechanismen verwoben, dass es auch ein […]

Verlagsvorstellung Alfaset

01. November 2024 um 11:51
Spieleschaffende abseits der großen Verlage sind für mich immer unwiederstehlich. In diesem Fall sah ich das oppulente Spiel Stairz in Essen am Stand von Alfaset und wusste gleich: Über einen Verlag mit so tollen Holzprodukten muss ich mehr erfahren! Also habe ich ein Interview geführt: Mit Patrick Loertscher, dem Pressevertreter des Verlages und dem Autoren […]

The Gang

31. Oktober 2024 um 14:37

Mit Poker Geld zu verdienen ist sicherlich nicht die einfachste Berufswahl. Zumindest fallen mir direkt einige Erwerbsmöglichkeiten ein, die einfacher und vermutlich sogar risikoärmer sind. Einbrecher zum Beispiel. So ein großer Safe alle paar Jahre kann schon ausreichen, wenn man sich geschickt anstellt. Und genau da kommt „The Gang“ (John Cooper & Kory Heath / Kosmos) ins Spiel.

 

 

 

 

 

Texas Hold´Em 
Eigentlich ist so ein Einbruch eine simple Sache. 3 Tresor-Türen müssen wir öffnen, um uns mir den erhofften Reichtümern zur Ruhe zu setzen. Lösen wir allerdings vorher 3-mal den Alarm aus, sitzen wir auch… allerdings hinter schwedischen Gardinen. So viel zum Thema, das im weiteren Verlauf allerdings keine Rolle mehr spielt und auch nicht wirklich spürbar ist. Vielmehr spielen wir ab jetzt Poker. Oder genauer: Texas-Hold’em. Wem das nichts sagt: Jede Spielerin hat am Ende der Runde 2 Karten auf der Hand, 5 Gemeinschaftskarten liegen in der Mitte. Von diesen sieben Karten basteln wir unsere Stärkste Kombination aus 5 Karten. Allerdings steht ja schon auf der Schachtel, dass es sich um ein „kooperatives Pokerspiel“ handelt. Also fehlt da wohl noch etwas.
 

 A Chip and a chair

Anders als im klassischen Poker geht es uns bei „The Gang“ nicht darum, am meisten Geld anzuhäufen. Vielmehr wollen wir die Wertigkeit aller Pokerhände am Tisch korrekt sortieren, natürlich ohne direkt über diese zu sprechen. Dazu liegen Spielchips mit Sternen bei. Wer am Ende der Runde die schwächste Hand hat, sollte im besten Falle den Chip mit einem Stern vor sich liegen haben. Wer eine starke Hand hat, sollte zu einem hohen Chip greifen. Doch woran erkennen wir das? Nun, die ersten Chips werden bereits vergeben, wenn wir nur unsere beiden Handkarten haben. Nun greifen sich alle den Chip ihrer Wahl, gerne auch wenn dieser schon vor einer Mitspielerin liegt. Sind alle zufrieden, kommen die ersten 3 Gemeinschaftskarten und die nächsten Chips. So sammeln wir stetig mehr Informationen, bis schlussendlich alle Karten ausliegen und die finalen roten Chips verteilt werden, deren richtige Reihung über Sieg oder Niederlage entscheidet.

 

Mehr Herausforderungen
Bereits in der Basisvariante kann es bei „The Gang“ wild werden, wenn niemand den hohen Chip will, die Handkarten nahe beieinander liegen oder man schlicht keine Ahnung hat, was die Mitspieler so auf der Hand haben könnten. Wem das aber noch nicht ausreicht, der kann direkt zu den beiliegenden Challenge- und Spezialisten-Karten greifen. Je nachdem, ob wir die vorherige Runde gewonnen oder verloren haben, bekommen wir jetzt kleinere Hilfen oder weitere Steine in den Weg gelegt. Mit jeweils 10 Karten pro Bereich ist damit für zusätzliche Abwechslung auf unseren Raubzügen gesorgt.

 

Fazit 
„The Gang“ ist ein in vielerlei Hinsicht spezielles Spiel. Kaum eine Neuheit haben wir in den vergangenen Wochen so oft und mit so viel Begeisterung gespielt. Das deduktive Element beim Einschätzen der Mitspieler, die intensiven Momente beim Aufdecken der Karten und die Freude, wenn es allen Widrigkeiten zum Trotz mal wieder funktioniert hat. Es ist einfach faszinierend, wie aus einem hochkompetitiven Spiel ein kooperatives Werk wurde. Die Challenge- und Spezialisten-Karten sorgen zudem für Abwechslung und bieten auch die Möglichkeit, den Schwierigkeitsgrad anzupassen. Das kann insbesondere durch die Spielerzahl notwendig werden. Zu dritt ist „The Gang“ sehr einfach, zu sechst dagegen eine echte Herausforderung. Ich bevorzuge Partien zu viert oder fünft. Auch der Regelaufwand ist, für erfahrene Pokerspieler, denkbar gering.

Allerdings ist genau das auch schon das Problem. Denn wer keine Übung mit Poker hat, kommt nur mit viel Mühe ins Spiel. Die Regeln sind zwar nach wie vor überschaubar, das Einschätzen der eigenen Hand gestaltet sich, gerade in den ersten Partien, aber fast unmöglich. Zwar liegt eine Hilfekarte mit der Reihung der Hände (von High Card bis Royal Flush) bei, aber die macht die Sache eher noch schlimmer. Laut Karte gehört ein Drilling in den unteren Stärkebereich, in der Realität hat man damit aber fast immer eine der stärksten Hände. Wem da die Erfahrung fehlt, der stochert schlicht im Nebel. Gerade in gemischten Runden wird das noch schlimmer. Wer planlos vorgeht und damit das Erlebnis für die ganze Runde ruiniert, wird so schnell kein Pokerblatt mehr anfassen. Ob man sich durch diese Phase durchbeißen will oder nicht, ist sicherlich eine persönliche Entscheidung. Aus meiner Sicht lohnt es sich aber, denn „The Gang“ ist ein wirklich unterhaltsames und ungewöhnliches Spiel.


 

Termin steht fest: Göttinger Stichtage sind am 15./16. Februar 2025

Von: HilkMAN
28. Oktober 2024 um 22:30

Ich hatte neulich schon mal vorgefühlt, jetzt wird es konkreter: Am 15. und 16. Februar 2025 veranstalte ich die Göttinger Stichtage, einen kleinen Con für Fans von  Stichspielen sowie Shedding und Climbing Games. Wer noch Interesse hat, dabei zu sein, möge sich gern direkt bei mir melden (stichspielcon/at/lidude.net), dann schicke ich Euch die Details zu.

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Duck & Cover

Von: Peter
28. Oktober 2024 um 15:00
Was ist das Gegenteil von Gruentee? – schwarze Schwäne! Triggerwarnung: Wer keine schlechten Wortspiele mag, sollte hier lieber nicht weiterlesen. Natur und Nachhaltigkeit sind ja momentan die großen Themen beim Spielen. Löblicherweise kümmert sich jetzt entelich auch ein Spiel um die Belange des freundlichen schwimmenten Federviehs – der N-ten! Im Vorfeld der Messe gab es …

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Catan, Kolonialismus und Kontext

27. Oktober 2024 um 12:33
Nächstes Jahr wird Catan 30 Jahre alt. Über das Spiel ist schon viel geschrieben wurden, aber was mir in den letzten Jahren immer wieder auffällt, sind geäußerte Vorwürfe Catan würde kolonialistische Themen verwenden oder verbreiten, vielleicht sogar glorifizieren. Ich möchte mich im folgenden einmal mit diesen Vorwürfen befassen: Was ist da dran, wo kommen sie […]

Darf der das? – Egoismus und das kompetitive Spiel

20. Oktober 2024 um 12:01
Jedes kompetitive Spiel basiert auf der Annahme, dass die Spieler*innen eine unausgesprochene Vereinbarung getroffen haben. Diese lautet: „Im Rahmen des Spiels dürfen wir egoistisch handeln.“ Die Erlaubnis für dieses Handeln folgt dabei ausdrücklich nicht aus den Regeln. Weder belohnen noch bestrafen sie egoistisches Handeln. Sie formulieren jedoch ein Ziel und die Mittel, um dieses Ziel […]

Mexiko in Spielen – Teil 5: Pátzcuaro

19. Oktober 2024 um 06:18

Die Stadt Pátzcuaro liegt am gleichnamigen See und ist in ganz Mexiko für ihre Feiern zum Día de Muertos bekannt.

Die Nacht der Toten wird nicht nur auf den Friedhöfen der umliegenden Dörfer gefeiert, sondern auch auf der zentralen Plaza mit einer grossen Kunsthandwerk-Ausstellung. Zu sehen sind Töpfer- und Keramikarbeiten, Schmuck, Textilien, Lautenbau, Tischlerarbeiten und andere Arten der Volkskunst aus dem ganzen Bundesstaat Michoacán, in dem die Stadt liegt.

Die Indigenen sehen Patzcuarhu – in der Sprache der Purépecha – als einen Ort, an dem sich der See, die Berge und der Himmel durch ein „Himmelstor“ vereinen. Auf der am dichtesten besiedelten Insel des Pátzcuaro-Sees versammeln sich während der Totengedenkfeiern Tausende von Besuchern auf dem Friedhof, der sich wie eine Terrasse zum See hin öffnet.

Am 2. November findet in Santa Fe de la Laguna gehen die Bewohner zum Friedhof, reinigen ihn gemeinsam und bereiten die Opfergaben vor. Die Insel ist nur mit Booten zu erreichen, die an diesem Tag rund um die Uhr fahren.

In Pátzcuaro ist das gleichnamige Spiel angesiedelt – eins der wenigen mexikanischen Brettspiele, die den Día de Muertos thematisieren. Entwickelt wurde das Spiel von Rubén Hernández Santillán veröffentlicht 2022 von Detestable Games und Draco Studios. Das Spiel fällt direkt durch die fröhlich mit warmen Farben gestaltete bunte Schachtel auf. Die übrigen Materialien sind ebenso liebevoll und detailreich gezeichnet. Illustratiert hat das Spiel Gaby Zermeño.

Anders als bei den bisher vorgestellten Spielen nutzt Pátzcuaro den Tag der Toten nicht nur als Kulisse, sondern integriert Elemente des Fests auch in die Spielmechanismen. Im Kern geht es darum Karten in einer eigenen Auslage und damit Punkte zu sammeln. Wer am Ende die meisten Punkte hat, gewinnt das Spiel. Mit der eigenen Spielfigur läuft man um kleine Spielbretter mit tiendas (Läden), in denen man verschiedene typische Gegenstände auf Karten für den eigenen Totenaltar eintauschen kann.

Darauf abgebildet sind all die Dinge, die die Verstorbenen gerne mochten: Tequila, Lollis, Pan de muertos sowie Bilder der Verstorbenen, Cempasúchil-Blumen, Kerzen und kleine calaveras (Totenköpfe). Die Bilder der Verstorbenen zeigen unterschiedliche Menschen und auch Hunde und haben auch einen Namen. Jede Karte zeigt ein einzigartiges Bild.

Mit diesen Karten bauen die Spielenden vor sich einen kleinen Altar in Form einer Pyramide auf. Am Ende zählt pro Reihe der häufigste Gegenstand pro Stufe. Ausserdem gibt es noch zusätzliche Wertungen, die in jedem Spiel anders sind und die man zugleich im Blick haben muss, für bestimmte Kombinationen oder das Vermeiden einer Farbe.

Das Spiel ist schnell erklärt und in gut 20 Minuten gespielt. Es bietet durch die verschiedenen Wertungsvorgaben und die variablen kleinen Spielfelder mit den tiendas viel Varianz und Wiederspieltreiz. Das ist für die Schule bekanntlich weniger relevant, aber aufgrund der kleinen Packung, der übersichtlichen Spieldauer und vor allem der thematischen Dichte in den Illustrationen passt das Spiel prima in den Spanischunterricht, um etwas über den Día de los Muertos in Mexiko zu lernen.

313 Brettspielradio – Vintage 04 – Risk Legacy (spoilerfrei)

18. Oktober 2024 um 13:57
Brettspielradio | VintageShownotes In Vintage geht es um Liebhaberstücke und Kuriositäten aus längst vergangenen Zeiten. In unregelmäßigen Abständen stöbern Georgios Panagiotidis und Peer Sylvester in Spielesammlungen und bringen diese Vintage-Spiele noch mal auf den Tisch. Was hat daran begeistert? Wie schlagen sich die Spiele heute? Was können wir aus der Spielevergangenheit lernen?

Empire‘s End

Von: Peter
17. Oktober 2024 um 17:08
Empire’s End lernte ich beim Spieleabend im Hort des Apfelbäumchen kennen. Angepriesen wurde es als: So etwas wie „Im Jahr des Drachen“ – und das passt irgendwie auch. Denn es geht darum, dass über die Reiche der Spieler ständig Katastrophen hereinbrechen. Im Unterschied zum Jahr des Drachen lassen diese sich aber per ablehnender Versteigerung vermeiden. …

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Let‘s Go! To Japan

Von: Peter
16. Oktober 2024 um 18:39
Nach einer etwas längeren Sommerpause ist es an der Zeit, mal wieder über Spiele zu berichten. Die beste Art, um wieder in einen Schreibfluss zu kommen, ist bekanntlich drauflos zu tippen. Deshalb sei mir verziehen, wenn der folgende Text länger als notwendig wird und etwas umhermäandert. Da wir vor einigen Jahren auch vom Japanfieber angesteckt …

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Postkartenspiel zum Día de Muertos

15. Oktober 2024 um 15:45

[para la versión en español del juego ver abajo]

Zum Tag der Toten habe ich in ein kleines Postkartenspiel für zwei Personen gebastelt, das ich hier kostenlos zum Download anbiete.

In Mexiko gibt es in den Wochen vor dem Día de Muertos Totenköpfe aus Zuckerguss, Schokolade, in allen Formen und Farben als Deko für Zuhause und natürlich auch als Ausmalbilder.

Daraus ist die Spielidee entstanden: Es geht darum in zwei verschiedenen Farben, die Blütenblätter auf dem Schädel auszumalen. Das Spielprinzip ist so einfach, dass es auch schon Kinder spielen können.

Unten ist die Datei zum Download: 1x auf Deutsch, 1x mit spanischer Anleitung.

Viel Spass beim Spielen!

P.S. Wer sich für Print&Play-Spiele zum Download interessiert, kann auch hier mal beim Axolotl-Spiel schauen.

Ist das jetzt Journalismus oder nicht?

13. Oktober 2024 um 16:30
Vor einiger Zeit hatte ich einen kurzen Austausch auf Mastodon in dem es auch darum ging ob sich Spielkritiker*innen als Journalisten verstehen. Meine Position war (und ist), dass Spielkritiker*innen, welche die Vergünstigungen von Pressetickets und Rezensionsexemplaren in Anspruch nehmen, sich zumindest formal als Journalist*innen identifizieren. Daraus folgt in meinen Augen auch die Verpflichtung Spielkritik als […]
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