Dieses Jahr haben wir uns gedacht: Warum einen Podcast im Vorfeld der SPIEL aufnehmen? Lass uns doch einfach mal abends die Mikros auspacken und ein wenig über den Tag auf der SPIEL und den vielleicht kommenden Tag sprechen. Klar, da sprechen wir natürlich nicht immer über die Brettspiele, sondern über Menschen und Situationen.
Das für mich als Content Creator ganz Tolle an sinnbefreiten Unterbrechungen ist, dass man erst mal wieder lang und breit erklären muss, wo man sich inhaltlich eigentlich befindet. Ohne Unterbrechung wüssten das alle noch.
Jetzt aber müssen auch jene Leser:innen mitgenommen werden, die gerade frisch reinklicken und die ersten zwei Teile nicht kennen. Oder doch nicht? Wäre der Artikel nicht vielleicht selbsterklärend? Ach, ist ja wurscht. Man schreibt einfach und schreibt und produziert Content, der letztlich gar kein Content ist, sondern belangloser Müll. Und braucht zehn Absätze, um endlich zur Sache zu kommen.
Ich mag diese Masche überhaupt nicht … wenn andere es so machen. Und ich schaff’s natürlich mit ein paar Absätzen weniger. Das hier ist Qualitätsjournalismus.
Und: Oh, jetzt habe ich tatsächlich gar nicht erklärt, wo wir inhaltlich stehengeblieben sind. Pech. Man darf hier halt nicht unvorbereitet reinklicken.
KRAKEL ORAKEL / SKIZZ IT: Diese zwei Malspiele bleiben für mich vom Jahrgang übrig, und ich kann mich nicht entscheiden, welches ich besser finde. Beide haben unterschiedliche Stärken, deshalb behalte ich auch beide und schaue, welches häufiger noch zum Einsatz kommt. Im Moment könnte man allerdings weder das eine noch das andere spielen. Sämtliche Stifte beider Spiele sind komplett hinüber. Meine Referenz unter den Malspielen war bislang PICTOMANIA. Das könnte sich ändern, denn der Einstieg inklusive Aufbau ist nicht ohne. KRAKEL ORAKEL und SKIZZ IT dürften es leichter mal auf den Tisch schaffen. (Rezension SKIZZ IT: Spielbox 4-2025.)
FLIP 7 / ABGESTAUBT: Auch diese beiden Spiele sind sich nicht nur ähnlich, sondern für mich auch etwa auf Augenhöhe. Manche mögen die Casino-Atmosphäre mit Kartenverteiler:in in FLIP 7 mehr, andere das Klauen in ABGESTAUBT. Beide Spiele haben sehr gute Chancen, noch häufiger gespielt zu werden.
DUNGEON DESIGNER: Zwei Titel sind für mein Empfinden unter dem Radar geflogen. Auch wenn ich zugeben muss, die Radare anderer Menschen gar nicht so genau überwacht zu haben. Ich bin Text-Mensch. Was YouTuber:innen und Podcaster:innen so meinen, entgeht mir oft. DUNGEON DESIGNER (rezensiert in Spielbox 6-2024) überzeugt mich als sehr gut verzahntes Bau-, Sammel- und Draftspiel …
SKULL QUEEN: … und SKULL QUEEN bereichert das vermeintlich komplett ausgereizte Genre der Stichansagespiele tatsächlich um einen neuen Dreh. Der Typ auf REZENSIONEN FÜR MILLIONEN hat sogar geschrieben: „Ich halte es für eines der stärksten Kartenspiele der Saison.“ Und das obwohl der Kartenspieljahrgang wirklich sehr stark war. Uiuiui.
ENDEAVOR – DIE TIEFSEE: Das Kennerspiel des Jahres fehlt an dieser Stelle natürlich auch nicht. Zumal es ein sehr gutes und sehr atmosphärisches Kennerspiel ist. Ich bin gespannt, welchen Weg das Spiel machen wird. In meinen öffentlichen Spielerunden hat es sich als recht herausfordernd erwiesen. Den Weg in mein Regal macht es zweifellos.
DUNE IMPERIUM – UPRISING: UPRISING empfinde ich als Verbesserung gegenüber DUNE IMPERIUM, das ja auch schon sehr gut war. Allerdings: diese Spione … Selten musste ich zu einem Spielelement so viele und immer dieselben Regelfragen beantworten. Als richtig rund empfinde ich also auch UPRISING noch nicht. Bis ein neues DUNE IMPERIUM erscheint, das auch diese Schwäche behebt, darf das Spiel aber gerne bleiben.
Was ich in Teil 1 noch gar nicht so deutlich erklärt hatte: In „Was vom Jahrgang übrig bleibt“ zähle ich diejenigen Spiele auf, die für mich vom Jahrgang übrig bleiben. (Wer hätte das gedacht?) Alle anderen Spiele bleiben leider nicht übrig, jedenfalls nicht bei mir zu Hause; ich habe keinen Platz dafür. Ich schenke sie Schulen oder anderen Institutionen.
Wegen meiner monatlichen Rubrik „Vor 20 Jahren“ wäre es clever, pro Jahr wenigstens zwölf Spiele zu behalten. Allerdings ist die Sache längst schiefgegangen; in vielen Jahren von 2005 bis heute war ich nicht clever genug. Zudem fehlt mir der Glaube, dass ich in 20 Jahren noch darüber schreiben werde, was 20 Jahre vorher war. Das wäre ja heute. Und das kann man ja jetzt schon lesen.
Dass in Summe mehr als ein Dutzende Spiele zusammengekommen sind, liegt letztendlich nur daran, dass ich mich schlecht entscheiden kann. Ich will nicht ausschließen, dass ich im Laufe der Jahre noch weitere dieser Spiele aussortiere, weil ich merke, ich spiele sie doch nicht mehr.
Und übrigens hatte ich in diesem Jahrgang sogar noch mehr Spiele als „reizvoll“ bewertet, auch wenn sie hier (und im nächsten Teil) nicht auftauchen. Sie tauchen deshalb nicht auf, weil ich für diese Spiele nicht die richtigen Runden habe, weil sie speziell sind, weil ich andere Spiele habe, die so ähnlich sind usw. Und nebenbei finde ich: Reizvolle Spiele auszusortieren, ist verrückt. Es zeigt, in was für einer Luxuswelt wir leben, wenn reizvoll schon nicht mehr gut genug ist.
MEDICAL MYSTERIES – NEW YORK: MEDICAL MYSTERIES ist in diesem Jahrgang meine Nummer vier gewesen. „Leider“ ist das Spiel so gut erzählt, dass ich mich an viele der Inhalte noch genau erinnere und erst mal eine lange Pause machen müsste, bevor ich die Fälle sinnvollerweise noch mal spielen kann. Am einfachsten wär’s, es gäbe nach MIAMI noch einen dritten und dann viele weitere Teile. Tolle Idee von mir.
CASTLE COMBO / FARAWAY: zwei kleine Spiele, die einander ähnlich und die für mich auf Augenhöhe sind. Manche Runden mögen das eine mehr, manche Runden mögen das andere mehr. Ich mag beide und stelle lediglich fest, dass ich bei FARAWAY eine klare Verlernkurve habe. Je häufiger ist es spiele, desto dümmer stelle ich mich an.
Und jetzt kommen noch acht Spiele, und sinnvollerweise könnte ich die jetzt einfach auch nennen. Aber ich nenne sie erst später, ätsch, weil man das heute so macht. Wir sehen uns nach der Werbepause.
(Werbung) Lest REZENSIONEN FÜR MILLIONEN! Es ist solide. (Ende Werbung)
Ja… lange hab ich nichts mehr geschrieben, da mich unser kleiner Schreihals ziemlich auf Trab hält. Gespielt wurden deswegen auch nur Spiele mit Solo Modus. Die, soviel sei verraten, kann ich aber empfehlen.
Der Herr der Ringe: Die Gefährten – Das Stichspiel
Der Die Das … Was für ein Titel. In diesem kooperativen Stichspiel bewegen wir uns durch diverse Kapitel der Geschichte des 1. Buches (es orientiert sich am Buch und nicht am Film) und versuchen gemeinsam die Ziele des Szenarios zu erfüllen. Jeder Spieler wählt je nach Szenario einen Charakter an den eine unterschiedliche Siegbedingung geknüpft ist. Der Rest ist im großen und Ganzen Stichspielnormalität. Soll heißen Bedienzwang aber kein Stichzwang. Die Farbe Ring ist immer Trumpf. Ein Stich darf aber erst mit ihr angespielt werden, wenn ein Ring aufgrund mangelnder Farbe in einen Stich geworfen wurde. Ja und genau dieses Spiel hat, wie ich finde, einen tollen Solo Modus der tatsächlich dem Titel „Solo Stichspiel“ würdig ist. Wie funktioniert der? Ganz einfach. Man wählt 4 Charaktere und legt deren Hände offen auf den Tisch. So einfach. So genial. Jetzt sitzt man da und tüftelt herum. Ok. wenn der die Karte spielt, muss der stechen und der kann dann ohne Konkurrenz das ausspielen und erfüllt schon mal sein Ziel etc. Gedankengänge wie man sie in einem Stichspiel hat (das hat mir bei Für Northwood! gefehlt). Etwas Unsicherheit hat man immer, da man nach jedem Stich wieder auf die vollen 4 Karten nachzieht. Dh. es ist gut möglich, dass man vielleicht umplanen muss. Zusammen mit der stimmigen Verpackung und den wunderschönen Illustrationen ist das eine volle Empfehlung ob alleine oder zu viert. Es hilft wenn man den Herrn der Ringe mag aber es ist auch kein Drama wenn man keine Ahnung hat.
20 Strong
Kommen wir zu einen Solo Würfelspiel von den Machern von Too Many Bones. Was soll der Name schon wieder? Der Name bezieht sich auf die 20 Würfel die die Hauptakteure des Spiels sind. Das Spiel selbst sollte man sich wie eine Konsole denken. Es wird mit dem Modul „Solar Sentinels“ geliefert aber es gibt auch noch andere Module zu kaufen, die ein paar Regeln abändern hinzufügen etc. Mein erster Kritikpunkt ist mal die Anleitung. Ich finde sie lässt das Spiel viel komplizierter wirken als es eigentlich ist. Aufmarschzonen und durchnummerierte Phasen (hat mich irgendwie an die alten Magic Anleitungen erinnert) . Dabei ist das Spiel denkbar einfach. Man wähle einen Gegner. Man wähle Würfel und würfle. Vielleicht würfelt man danach neu…dann gibts ne Belohnung oder eins auf die Mütze und man bekommt ein paar verbratene Würfel zurück. Wieder auf Anfang. Das Modul Solar Sentinels selbst fand ich anfangs viel zu einfach, bis ich das optionale Modul Missionen dazugekommen habe. Das hat das Spiel für mich erst interessant gemacht. Da hätte man auch viel fester mit dem Zaunpfahl in der Anleitung draufhauen können. Nicht nur, weil man die Missionen erfüllen muss. Man muss sie auch in einer bestimmten Reihenfolge erfüllen. Dieses Detail ist so … gut. Jederzeit darf man eine Mission ablehnen, was aber den Endboss stärker macht. Dazu kommt das alles in einer kleinen Schachtel, so ca 2 Amigo Spiele groß. Die Illustrationen sind jetzt nicht so meins aber schrecken mich auch nicht ab. Gefällt mir.
Ascending Empires – Zenith Edition
Von kleinen Schächtelchen nun zu großen Geschützen. Ascending Empires ist ein Weltraum Ausbreitungsspiel, mit Planeten entdecken, Forschung, Gebäudebau, Gegner mit Schiffen wegpusten – das übliche…aber…die Schiffe werden durch das Weltall geschnippt und auch sonst ist das Spiel von der Komplexität (und Dauer) her kein Expertenspiel sondern eher Kennerspiel+. Von dem Schnippen sollte man sich aber auch nicht abschrecken lassen. Es ist kein reines Geschicklichkeitsspiel wie Crokinole. Klar, wenn du dich zielsicher durch die halbe Galaxis schnippen kannst hast du einen Vorteil aber 1. ich denke, nicht so gewaltig und 2. gibt es Technologien die man erforschen kann die das kompensieren. Kämpfe sind angenehm deterministisch. 1 gegnerisches Schiff (Verteidigungswert 1)? Da brauch ich 2 eigene Schiffe Stärke 1 oder 1 Stärke 2 in Reichweite. Auch sonst ist es sehr durchdacht. Kann sein, dass ich mich täusche aber besonders wichtig ist auch das Management von zusätzlicher Energie. Die bekommt man durch Errichtung von Sternenbasen oder Städten und mit dieser Zusatzenergie kann man Aktionen öfter durchführen. Mit einer normalen Bewegung darf man z.b. 2 Schiffe bewegen. Für jede Zusatzenergie die man verbrät bekommt man 1 Extra Bewegung. Dadurch kann man nicht nur Rohrkrepierer beim Schnippen kompensieren, man bekommt auch die eigenen Schiffe auf einmal in Position um Planeten mit höherer Verteidigung im selben Zug anzugreifen. Solo gibt es eine Kampagne gegen einen Bot Wächter. Interessant und ich bin da nicht mal im Ansatz durch und knabbere noch immer an Szenario 1, da habe ich letztens 1 Zug zu früh verloren.
Ganz kurz möchte ich Mischwald erwähnen. Die zuletzt erschienene Erweiterung hat ja auch einen Solo Modus mit einigen Errungenschaften…Gewinne mit mehr als X Punkten mit Y Fledermäusen im Wald z.b. Find ich gelungen und ein sehr gemütliches Solo Spiel.
Die erste Erweiterung für Vale of Eternity ist endlich draußen. Nachdem ich ein großer Fan des Grundspiels bin, hab ich mir das sofort geholt und was soll ich sagen. Der Ersteindruck ist nur „gut“. Mehr Karten sind schon nicht schlecht, da gibts dann was Neues von Partie zu Partie zu sehen. Kommen wir zu den namensgebenden Artefakten, die man Nutzen kann aber nicht muss. In einem 2 Spieler Spiel liegen davon z.b. 6 aus. Im Uhrzeigersinn wählt man dann eins davon aus, das aktuell nicht gewählt ist. Dort und nur dort kommen auch die beiden neuen Elemente Unterschlupf und Ausbau ins Spiel. Der Unterschlupf ist ein eigener Bereich in der Auslage eines Spielers wo man mit schlafen gehen Effekten Kreaturen zwischenlagern kann, bzw mit einem Wecken Effekt holt man sie wieder auf die Hand zurück. Der Ausbau macht was? Genau…er erlaubt uns 1 od. 2 Karten mehr in der Auslage zu haben. Gefällt mir schon aber mich stört etwas, dass keine Karten dabei sind die mit diesen Mechanismen spielen. Man muss die Artefakte dafür verwenden. Warum stört mich das? Weil sich die Spieldauer grade zu 3. oder 4. schon verlängert, weil jede Runde jeder die Auslage mit den Artefakten sondieren muss. Mah die Michi hat sich auf das Artefakt gesetzt, dass ich haben wollte … puh … was nehmen wir denn stattdessen. Kein Drama und vielleicht wird das noch besser, wenn man es öfter spielt.
Dungeons & Dragons – Die Drachen der Sturmwrack Insel
Wir sind kurz vor dem Ende dieser Starter Set Kampagne. Vor einer Weile schon hatte ich etwas vorbereitet aber das ist sich dann nie wirklich ausgegangen und jetzt hat ein Freund die Kampagne dieses Starter Sets vorbereitet und es funktioniert terminlich besser als erwartet Die Kampagne dieses Starter Sets ist zugegeben auch nicht besonders lange … Man kommt bis Stufe 3 während man bei den anderen ich glaub bis Stufe 6 kommt. Dh. Diese Kampagne ist für den Spielleiter leichter vorzubereiten und nimmt auch nicht so viel Zeit in Anspruch. Man wird sie tatsächlich in einer absehbaren Zeit beenden. Ich fand das alles bis jetzt sehr unterhaltsam. Hin und wieder werden ein paar Regeln vergessen aber das ist jetzt auch kein Drama. Zum Rollenspiel selbst … nur um ein paar Vorurteile zurecht zu rücken. Keiner versucht sich als Schauspieler … Der Spielleiter sollte die Situation gut beschreiben… ansonsten versuche ich mich als Spieler höchstens daran zu orientieren was die Motive der Figur sind und das steht am Zettel. Der Rest besteht aus viel Würfeln, und viel Gelächter. Tolle Sache.
Abluxxen
Zum Abschluss noch was kleines. Ich habe mit meinen Eltern und meiner besseren Hälfte vor einer Weile angefangen Abluxxen zu spielen. Meine Mutter ist ja jemand der wenn irgendwas nicht nach einem klassischen Kartenspiel ausschaut mal eine Weile jammert wie kompliziert das alles ausschaut aber ich dachte trotzdem … könnte gehen. Und ja es ging. Allen hat es gefallen und so spielst mal schnell 5-6 Partien runter.
Heute wieder eine Auswahl von 3 Spielen die ich in letzter Zeit gespielt habe.
Colt Express (+ Jubiläumserweiterung und Banditen)
Vor ein paar Monaten ist ja die Jubiläumserweiterung für Colt Express erschienen, die aus den Pappplättchen Holzteile macht (was sie für mich leichter zu greifen macht). Es gibt eine weitere Hieb Karte mit Ebenenwechsel, Einen Zirkuswaggon wo man über den Giraffenhals nach oben oder unten Klettern kann und es gibt 2 Clownkoffer als Beute. 1 ist 1000$ wert der andere 0 und es gibt eine Draisine die auch für allerhand Chaos sorgt. Achja … 1 Banditen Al Patron gibt es noch und eine Bot Banditin Mary Pumpkins. Das hat mir den Anstoß gegeben mir das Spiel noch einmal anzuschauen. Zusätzlich hab ich mir ein paar der Banditen Erweiterungen geholt um noch ein paar zusätzliche Bots zu haben. Das Solo Spiel ist dadurch … ok … aber mit ein paar mehr menschlichen Gegnern ist es dennoch unterhaltsamer. Die Bots haben zwar ihre eigenen „Agenden“ und „Spezialitäten“ aber die Karten kommen dann doch zufällig. Wegen dieser Eigenheiten würde ich aber auch wenn man mit Menschen spielt, 1-2 Bots dazunehmen sofern Platz ist. Ein paar Beispiele: Django schmeißt per Dynamit Spieler aus den jeweiligen Waggons und die Beute macht einen Ebenenwechsel, hat Ghost die Geldkassette gewinnt er automatisch das Spiel, Mary und Belle können per Verführung Banditen an ihre Position locken, Cheyenne vergiftet Mitspieler mit Giftpfeilen anstatt Patronen und man solange man vergiftet ist kann man das Spiel nicht gewinnen. Da muss man sich dann das Gegengift besorgen. Tuco wird vom Marshal gesucht mit dem man ihn zusammenbringen sollte, damit man Boni kassiert. Doc führt ein Pokerspiel durch, dass Einsätze neu verteilt und der Spieler der in zuletzt geschlagen oder angeschossen hat, erhält seinen Respekt und steuert die Aktionen des Bot. Jeder hat so seine kleinen Eigenheiten, die kleine Variablen am Spiel ändern und mehr Chaos reinbringen…genau darum geht es ja im Spiel. Bonuszuckerl der Jubiläumserweiterung. Die Whiskeyflaschen aus Postkutsche und Pferde kann man jetzt wegen des Materialupgrades auch ohne diese Erweiterung nutzen. Man muss nur nachlesen was die Flaschen machen.
Sea Salt and Paper
Asche auf mein Haupt. Ich weiß nicht warum es so lange gedauert hat bis ich mir das Spiel geholt habe. Kleines, cleveres Kartenspiel. Das ist doch genau meine Abteilung. Ich bin schwer begeistert. Jeden den es stört, wenn man eigentlich nur Karten vom Stapel oder einem der Ablagestapel zieht wird es vielleicht nicht gefallen aber mich stört das Glück dahinter überhaupt nicht. Viele Karten sind auch nur in bestimmten Situationen nützlich. Bei Duokarten braucht es immer eine zweite. Die Farbe der Karten ist nur dann wichtig, wenn du Karten hast die dir dafür Punkte bringen bzw. wenn du auf das 2. Rundenende hinspielst. Wie mein ich das? Ein Spiel zu zweit geht bis einer min. 40 Punkte hat. Das geht über mehrere Runden. Hat man MIN. 7 Punkte in einer Runde, KANN man sagen. „Stop“. Das Spiel endet und man rechnet ab … oder aber man sagt „LETZTE CHANCE“ und deckt seine Karten auf. Jetzt haben alle anderen noch einen Zug. Hat man dennoch mehr Punkte bekommt man seine Punkte und Bonuspunkte für die karten in der Farbe in der man die Mehrheit unter den Spielern hat = Farbbonus. Die Mitspieler rechnen dann nicht normal ab, sondern bekommen nur einen Farbbonus…Hat aber jemand mehr Punkte, bekommt man selbst nur seinen Farbbonus und die Mitspieler rechnen normal ab….Achja es gibt auch noch 4 Meerjungfrauen im Deck. Hat man irgendwann alle 4 auf der Hand gewinnt man sofort das komplette Spiel. Ich finde das nach den 5 Partien die wir gespielt haben richtig stark. Du hast diese situationsbezogenen Karten, dieses Risiko beim Ansagen des Spielendes. Wann mache ich Schluss? Versuche ich noch ein paar Punkte zu bekommen? Normales Ende oder wetten? Selbst wenn man hinten ist hat man immer noch die Chance (auch wenn sie gering ist), alle 4 Meerjungfrauen zu sammeln und dadurch auf der Stelle alles zu gewinnen. Das weiß natürlich jeder und wenn man eine Karte abwerfen müsste, wirft man wirklich die Meerjungfrau ab, obwohl man sie einem selbst kaum was nützt? Wenn du jetzt nicht diese frischen Illustrationen hättest könnte man fast meinen du hast hier ein klassisches Spiel, das wie eine Mischung aus einem Stichspiel und Gin Rummy ist. Die ersten 1-2 Partien haben bei uns da und dort noch gehakt…aber ab dann spielst du das locker von der Hand runter, grade wenn du mit solch klassischen Spielen Erfahrung hast. Eine einzelne Runde dauert ja nur ein paar Minuten und eine Partie ca eine halbe Stunde. Bei allem was ich 2025 neu gespielt habe ist das derweil vorne.
MicroMacro – Crime City
Habe ich eigentlich für Silvester 2023 gekauft. Da haben wir es dann auch gespielt aber bis dieses Monat ist es leider im Schrank gelegen. Wir finden es beide immer noch ziemlich gut. Jetzt gerade sind wir durch etwas mehr als der Hälfte der Fälle. Das ist für mich eines der kooperativen Spiele (neben Just One) die ich jedem ans Herz legen würde, da eigentlich kaum Regeln zu lernen sind. Da es hier um Verbrechen geht richtet MicroMacro sich aber nicht an kleinere Kinder. MicroMacro mit wenigen Personen (da alle auf denselben Spielplan schauen). Just One für so 4+.
Zum Jahreswechsel noch ein kurzer Beitrag zu den neuen Spielen die ich gespielt habe
Trekking – Reise durch die Zeit
Ein schönes, einfaches Spiel für Geschichtsinteressierte. Die Ausstattung ist für diesen Preis sehr gut, ich finde die Gestaltung richtig gut gelungen. Die Regeln sind einfach aber es gibt dann doch ein paar Stellschrauben um besser zu spielen und mehr herauszuholen. Man erfährt etwas über geschichtliche Ereignisse die quer über den Globus verteilt sind. Da waren Dinge dabei die selbst ich nicht gewusst habe und Geschichte war immer eines meiner Lieblingsfächer.
Knarr
Dieses kleine Schächtelchen lag unterm Christbaum. Knarr ist ein einfaches schnelles Kartenablegespiel. Thematisch erkundet man als Wikinger Länder, gründet Niederlassungen und treibt Handel. Ich finde das wesentlich realistischer und thematischer als dieses ganze stereotypische Wikinger Plünderer Zeug. Es gefällt mir bis jetzt gut. Du kannst auf verschiedenste Arten Punkte machen aber ich glaube nicht, dass du dich nur auf eine Art verlassen kannst. Es unterscheidet sich auch von sowas wie Splendor. Splendor finde ich strategischer. Da muss man mehr auf die großen Punktekarten hinarbeiten. Knarr hat aber interessantere taktische Entscheidungen. Nutzt man Rekruten jetzt um eine andere Karte zu nehmen oder für die großen Ziele um nicht so viele Karten abgeben zu müssen…und welche Teile des Maschinchens gibt man überhaupt ab? Vielversprechend.
Dune: Imperium – Uprising
Ja, unterm Christbaum lag auch das Spiel. Zum Vorgänger war meine Liebe nach 5-6 Partien merklich abgekühlt, aus einer Vielzahl von Gründen. Uprising ist ja quasi Dune: Imperium 1.5 … Was soll ich sagen. 3 Mal hab ich es bis jetzt gespielt und ich bin positiv überrascht. Ich finde das ganze wesentlich spannender. Die oberen Bereiche des Spielplans sind zum großen Teil über das ganze Spiel hinweg nützlich. Viele Felder wurden angepasst und haben Kosten die man bezahlen muss, bzw. muss man 2 Einfluss bei bestimmten Fraktionen haben. Mit Spice und Geld kann man auch mehr anfangen. Man kann auch mehr Karten ziehen. Spione sind toll und können unterschiedlich eingesetzt werden. Man kann Sandwürmer rufen. Die sind ein bisschen stärker als normale Truppen … aber die Belohnung im Konflikt wird verdoppelt. Die Konflikte in denen man die Kontrolle über bestimmte Felder bekommt sind jetzt farblich hervorgehoben, damit man auch wirklich nicht darauf vergisst. Auf der Rückseite jeder Anführer Karte findet man den Ablauf eines Spielzugs. Das Deck finde ich bis jetzt auch besser. Was soll ich sagen. Ich finde es bis jetzt sehr gelungen, obwohl die Komplexität etwas angestiegen ist. Es braucht noch mehr Partien um alles gut zu durschauen aber um es mit dem Vorgänger zu vergleichen: Dort setzten ungefähr an derselben Stelle die ersten Zweifel ein. Ich freu mich derzeit schon auf die nächste Partie Uprising und habe mir schon angeschaut was in der Bloodlines Erweiterung enthalten ist.
Lese Zeit: 6MinutenBist du noch unentschlossen, was du deinen Liebsten, Freunden oder auch den netten Arbeitskollegen zu Weihnachten schenken möchtest? Es soll etwas Persönliches sein, etwas, das sinnvoll ist und lange Spaß macht? Dann bist du hier richtig! Spiele gehen immer an […]
Gibt es derzeit exklusiv bei Thalia (wenn ich das richtig verstanden habe). Das Spiel kommt auch gleich mit einer Promo, nämlich dem Bücherwyrm. Hier haben wir King of Tokyo in kleiner. Kleinere Schachtel, nur für 4 Spieler. Ein paar Powerkarten sind neu, dafür fehlen ein paar. Ich habe mit King of Tokyo ja eine On/Off Beziehung. Mir hat es immer gut gefallen aber ich hatte Probleme es regelmäßig auf den Tisch zu bekommen. Die kleinere Schachtel macht für mich schon sehr viel aus muss ich sagen. Spielerisch ist es wie beim großen Spiel. Kniffel mit mehr Interaktion und Sonderkarten.
Unmatched Adventures: Tales to Amaze
Auch Unmatched war ein Spiel, dass ich sehr mochte aber viel zu selten gespielt bekommen habe. Die meisten waren nicht so die Fans von kompetitiven Kampfspielen. Hier haben wir das ganze aber mit kooperativer Option! Kostet nochmal um die Hälfte mehr aber du hast 2 Spielpläne mit dazugehörigen Bösewichten die es zu besiegen gilt. 4 neue Helden. Das ganze ist Solo spielbar, kooperativ und natürlich auch kompetitiv und gegeneinander in Zweierteams. Solo hab ich es schon 5-6 Mal gespielt. Einer Partie dauert ja nur ca 20min. Solo würde ich aber auf jeden Fall die Variante mit den Amaze Karten verwenden sonst ist es zu einfach.
E-Mission
Ich habe das aktuelle Kennerspiel des Jahres angespielt. Das ist man sich ja fast selbst schuldig. Ich habs auch im Angebot gekauft weil mir der Normalpreis zu teuer war. Thematisch schön gemacht ohne belehrend zu sein. Die bisherigen Partien waren auch immer recht knapp. Der Spielablauf ist einfach. Bin gespannt wie es weiter geht