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7 Wonders Deluxe Series: Premium-Ausgabe auf Gamefound

07. Juli 2026 um 15:46
7 Wonders Deluxe Series: Premium-Ausgabe auf Gamefound

Repos Production bringt seinen Kennerspiel-Klassiker 7 Wonders in einer Premium-Fassung zurück. Auf der Crowdfunding-Plattform Gamefound kündigt der belgische Verlag eine „7 Wonders Deluxe Series“ an. Der Reiz für den DACH-Markt liegt dabei weniger in neuen Regeln als in aufgewerteten Komponenten und einer Aufbewahrungslösung, die laut Ankündigung zusammen mit der deutschen Zubehörmarke Gamegenic entsteht.

Worum es bei 7 Wonders geht

7 Wonders ist ein Drafting-Spiel für 3 bis 7 Spielende. Sie bauen über drei Zeitalter hinweg eine antike Stadt auf, indem Sie in jeder Runde gleichzeitig eine Karte aus der Hand auswählen und den Rest an Ihre Nachbarn weiterreichen. Die Karten stehen für Rohstoffe, zivile und militärische Bauwerke, Handelsgebäude, Wissenschaft und Gilden. Am Ende jedes Zeitalters kommt es zum Militärkonflikt mit den direkten Nachbarn. Nach dem dritten Zeitalter zählen Sie alle Punkte aus Bauwerken, Weltwundern, Militär und Münzen zusammen; die höchste Summe gewinnt.

Die Mechanik verbindet Kartendraften (Closed Drafting), Handmanagement, Set Collection und gleichzeitige Aktionswahl. Vereinfacht heißt das: Sie wählen aus einer wechselnden Kartenhand, sammeln zueinander passende Karten und behalten dabei im Blick, was Sie an Ihre Nachbarn weitergeben. Weil alle Spielenden zugleich handeln, bleibt die Partie auch in voller Besetzung kurz. Trotz der knappen Spielzeit ist 7 Wonders aber kein Sofortstarter: Die vielen Symbole und der ständige Blick auf die Nachbarn brauchen ein, zwei Partien Einarbeitung. Der Autor ist Antoine Bauza, die Illustrationen stammen von Miguel Coimbra.

Eckdaten (7 Wonders, Zweite Edition):

  • Spielende: 3 bis 7
  • Spielzeit: rund 30 Minuten
  • Alter: ab 10 Jahren (mit spielerfahrenen Kindern realistisch, für jüngere oder brettspielferne Runden eher etwas darüber)
  • Komplexität: 2,27 von 5 (BoardGameGeek), also solides Kennerspiel-Niveau

Einen Solo-Modus bietet das Grundspiel nicht; 7 Wonders beginnt bei drei Personen. Wer zu zweit spielen möchte, greift zum eigenständigen 7 Wonders Duel, das nicht Teil dieser Ankündigung ist.

Kennerspiel des Jahres: Warum 7 Wonders im DACH-Raum zählt

7 Wonders gewann 2011 das erstmals vergebene Kennerspiel des Jahres, die Kritikerauszeichnung der Jury Spiel des Jahres e.V. Damit ist der Titel hierzulande ein Referenzpunkt für den Einstieg ins gehobene Kennerspiel. Auf BoardGameGeek steht das Spiel bis heute unter den Top 200 und liegt im Schnitt bei rund 7,8 Punkten.

Der Deluxe-Aspekt trifft im DACH-Markt einen Nerv. Gamegenic, als Aufbewahrungs- und Zubehörmarke in Deutschland ansässig, soll die Premium-Ausstattung und die Storage-Lösung beisteuern. Für Sammlerinnen und Sammler, denen Materialqualität und ein aufgeräumter Spieltisch wichtig sind, ist das der eigentliche Haken der Neuauflage. Wichtig zur Einordnung: Neue Regeln oder zusätzliche spielerische Substanz kündigt Repos Production bislang nicht an. Im Kern bleibt es das bekannte 7 Wonders in gehobener Ausstattung, ein Sammler-Upgrade, kein neuer Wurf. Wie schon bei anderen Premium-Neuauflagen bekannter Kennerspiele auf Gamefound entscheidet damit vor allem der Materialwert über den Reiz.

7 Wonders Deluxe Series: Was noch offen ist

Viel mehr als die Ankündigung selbst gibt es bislang nicht. Die Gamefound-Seite befindet sich in der Vorbereitungsphase, in der Interessierte die Kampagne nur mit „Follow“ vormerken können. Zu Laufzeit, Startdatum, Preis, den einzelnen Pledge-Stufen und dem genauen Lieferumfang macht Repos Production noch keine Angaben. Auch ob eine deutsche Ausgabe erscheint oder die Deluxe Series zunächst Gamefound-exklusiv bleibt, ist bislang nicht bekannt, ebenso wenig, ob die bestehende Erweiterungslinie mitgedacht ist. Mögliche Stretch-Goals sind mangels laufender Kampagne offen; welche Inhalte freigeschaltet würden, lässt sich derzeit nicht seriös sagen.

Wer die Deluxe Series im Auge behalten will, kann die Kampagne auf Gamefound vormerken. Sobald Repos Production konkrete Zahlen zu Umfang, Preis und Zeitplan nennt, ordnen wir sie hier ein.

Carcassonne Labyrinth: Zwei Klassiker, ein Familienspiel

07. Juli 2026 um 12:03
Carcassonne Labyrinth: Zwei Klassiker, ein Familienspiel

Zwei der bekanntesten deutschen Familienspiele bekommen einen gemeinsamen Nachfolger: Carcassonne Labyrinth verbindet den Schiebemechanismus von Das verrückte Labyrinth mit dem Legespiel Carcassonne. Ravensburger und Hans im Glück bringen den angekündigten Titel im September 2026 in den Handel, vorgestellt wird er auf der SPIEL.

Zwei Marken, eine Schachtel

Der Reiz steckt schon im Namen. Das verrückte Labyrinth von Max J. Kobbert erscheint seit 1986 bei Ravensburger und gehört zu den meistverkauften Familienspielen überhaupt. Carcassonne von Klaus-Jürgen Wrede läuft seit 2000 bei Hans im Glück und prägt seit einem Vierteljahrhundert den Spieleabend. Für Carcassonne Labyrinth arbeiten beide Verlage und beide Autoren zusammen, illustriert von Marcel Gröber und Franz-Georg Stämmele. Dass zwei deutsche Klassiker mit zwei deutschen Autoren und zwei deutschen Verlagen in einem Spiel zusammenkommen, ist im DACH-Raum die eigentliche Nachricht.

Erst schieben, dann bauen

Mechanisch koppelt das Spiel zwei Abläufe in jedem Zug. Zu Beginn zieht man, falls nötig, ein Auftragsplättchen vom eigenen Stapel: Es gibt vor, welchen Schatz man ansteuert. Dann kommt das Labyrinth. Man schiebt ein Plättchen in das Wege-Raster, verschiebt damit die Gänge und bewegt anschließend die eigene Figur über den frei gewordenen Weg zum Ziel.

Das eingesammelte Schatzplättchen und das Plättchen, das beim Schieben am anderen Ende aus dem Raster fällt, wandern danach in die eigene Stadt. Und die wächst vor jeder Person einzeln: Anders als beim klassischen Carcassonne bauen nicht alle an einem gemeinsamen Bild, sondern jede und jeder an der eigenen Auslage aus Straßen und Städten. Weil aber alle im selben Labyrinth schieben, verändert jeder Zug zugleich die Wege der Mitspielenden. Genau in dieser Kopplung aus gemeinsamem Raster und eigener Stadt sitzt der taktische Reiz.

Gewertet wird am Ende die eigene Stadt: Wer über die feste Rundenzahl am geschicktesten schiebt und baut, gewinnt. Wie die Schlusswertung im Detail ausfällt, zeigt sich zum Erscheinen.

Auf BoardGameGeek ist der Titel bereits mit den Bausteinen beider Vorbilder gelistet: Plättchen ins Raster schieben, Wege und Gebiete bauen, eine Auslage, die sich mit jedem Zug verändert. Kurz, die vertrauten Zutaten von Labyrinth und Carcassonne, neu verzahnt.

Für wen das gedacht ist

Alter ab 8 Jahren, rund 30 Minuten Spielzeit, ein bis vier Personen: Das verortet Carcassonne Labyrinth klar im Familienspiel-Segment. Vom Einstieg her bleibt es nah am leicht zugänglichen Labyrinth, legt mit dem Städtebau aber eine zusätzliche taktische Ebene darüber, ohne die Runde auf Kennerspiel-Länge zu strecken. Neben dem Spiel zu zweit bis viert nennen Ravensburger und BoardGameGeek auch einen Solo-Modus für eine Person. Wie rund sich die Verzahnung am Tisch anfühlt, zeigt sich zum Handelsstart.

Die Eckdaten

  • Autoren: Max J. Kobbert und Klaus-Jürgen Wrede
  • Illustration: Marcel Gröber, Franz-Georg Stämmele
  • Verlage: Ravensburger und Hans im Glück
  • Spieleranzahl: 1 bis 4 Personen (Solo-Modus vorhanden)
  • Spielzeit: ca. 30 Minuten
  • Alter: ab 8 Jahren
  • Inhalt: Spielplan, 94 Plättchen, 70 Chips, 8 Spielfiguren, 15 Karten, Anleitung
  • UVP: 34,99 Euro (nur im Handel)
  • Art.-Nr. / EAN: 25176 / 4005556251766
  • Release: September 2026, vorgestellt auf der SPIEL
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