Lese-Ansicht

Im Rampenlicht: Sea, Salt & Paper

Sea, Salt & Paper | Bruno Cathala & Theo Rivière | 30 – 45 Minuten | 2 -4 Personen | MM Spiele

Papierkunst und schön gefaltete Meerestiere, Leuchttürme oder Meerjungfrauen auf den Karten wecken direkt das Interesse am Tisch bei Sea, Salt & Paper. Die Spielenden ziehen Karten und versuchen mit diesen lukrative Serien oder auch nur Paare zu bilden, denn letztere kann man für Aktionen ausspielen und so einen weiteren Zug machen, eine Karte stibitzen oder direkt in einem Stapel nach einer Karte suchen. Hat jemand sieben Punkte mit ausgelegten Karten und denen auf der Hand erreicht, kann diese Person die Runde beenden. Und dann kann man auch noch zocken, denn wer siegessicher ist und glaubt mehr Punkte als alle anderen zu haben, kann diese noch einen Zug machen lassen und muss dann hoffen, dass sie ihn nicht noch überholen. Doch hat sich das Spiel bei den Spielenden verzockt oder kann es begeistern? Dies beschreiben einige Mitglieder im aktuellen Rampenlicht.

 

 

 

 

Oli (Alles außer Toplisten)

Oli (Alles außer Toplisten)
Gibt es eingentlich etwas, das Sea, Salt and Paper nicht hat? Da sind die liebenswerten Illustrationen, der Clou mit 2 Ablagestapeln, die Meerjungfrauen, um die sich alle reißen, und die Kombis, mit denen man den anderen das Leben schwer machen kann. Und ein Zocker-Element bein Beenden der Runde ist auch noch dabei. Je länger ich grübele, desto überzeugter bin ich: Sea Salt and Paper ist eins der besten Kartenspiele, die ich kennenlernen durfte.
Frederik Malsy Frederik (Boardcast)
Nach rund 600 Partien live am Tisch (bisher insgesamt 3 Spiele verschlissen) und auch auf BGA kann ich nur sagen: Ich liebe dieses Spiel. Eine wunderschöne Gestaltung sowie spannende Entscheidungen machen dieses Spiel zu einem meiner Lieblings-Titel. Die richtige Mischung aus Glück und Taktik, Schadenfreude und Zocken bringen viele schöne Runden Spielspaß. Ein echtes Highlight.
André (Brettspielgalaxie)
Sehr schönes kurzweiliges Kartenspiel im Hosentaschenformat. Nicht ganz so simpel wie ein Uno, aber trotzdem perfekt für jede Familienfeier.
Markus Sch. Markus (Brett & Pad)
Sea, Salt & Paper ist irgendwie immer in einer Strandtasche, wenn es in den Urlaub geht. Kniffelig, tricky und mit einem coolen Timing-Kniff machen dieses Kartenspiel zu einem perfekten Begleiter, nicht nur am Strand. Dazu kommen die schönen Illsutrationen. Kurz: ein absolut gelungenes Kartenspiel.

Fabian (Bretter Late then Never)

Fabian (Bretter late than never)
Wer ein würziges, kurzes Kartenspiel sucht, das nicht so fade schmecken soll wie Uno und Mau Mau, wird bei Sea, Salt and Paper definitiv nicht enttäuscht. Kleine Kniffe (wie z.B. die zwei getrennten Ablagestapel oder der Meerjungfrauen-Win) werten dieses simple Set-Collection- und Kartenablegespiel zu einem zeitlosen Hit auf! Noch dazu ist es nicht viel größer als ein Slazstreuer und deutlich kleiner als eine Pfeffermühle, sodass man es überall hin mitnehmen kann.
Peer (spielbar.com)
Kurzweiliges Drafting – Spiel mit toller und recht einzigartiger Graphik. Erfindet das Genre nicht neu, ist aber schön gemütlich.
Daniel Profilbild Daniel (The Spielträumers)
Sea, Salt and Paper überzeugt mit angenehmer taktischer Tiefe und einer zarten Origami-Gestaltung. Ein bisschen Bluff und Zockerei zum Abschmecken dazu, und das Resultat ist ein kleines Kartenspiel, das in jede Jackentasche passt und auch auf Bahnklapptischen und in Restaurants sehr kurzweilig spielbar ist.
Dirk_Huesmann

Dirk (Würfelmagier)

Dirk (Würfelmagier)
Fische sammeln für Fortgeschrittene. Sea, Salt and Paper überzeugt durch eine flotte Inszenierung und interessante taktische Tiefe. Spannend ist es den richtigen Zeitpunkt zum Absprung zu finden. Beende ich die Runde oder sammle ich noch eni wenig weiter? Und wie viel traue ich meiner Sammlung zu? Das Spiel passt fast auf jeden Tisch und funktioniert auch zu zweit ganz gut. Zu dritt oder viert ist aber mehr Salz in der Suppe. Das Ganze wird garniert mit einer wunderschönen Gestaltung. Und Meerjungfrauen sollte man immer behalten 😉

 

Wenn Ihr Euch nun etwas intensiver mit Sea, Salt & Paper befassen wollt, dann schaut Euch doch mal die folgenden verlinkten Artikel an:

Brett & Pad

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Im Rampenlicht: London

London | Martin Wallace | 60 – 90 Minuten | 2 -4 Personen | Giant Roc

Die Spielenden haben die Aufgabe London in den Jahrzehnten nach dem Großbrand wieder aufzubauen. Sie jonglieren mit Bauanforderungen, Bankkrediten und Armut, während sie versuchen, ihre Vision für die Stadt zu verwirklichen. Das Spiel verfügt über einen Mechanismus, bei dem man Karten ausspielt, um die Stadt zu entwickeln und dann die Stadt zu „leiten“, indem man alle Kartenaktionen gleichzeitig ausführt. Die Spielenden müssen alle ihre Kredite zurückzahlen, bevor das Spiel endet, müssen sich aber nur darum kümmern, wie viel Armut sie im Vergleich zu den anderen Spielenden schaffen. Die überarbeitete Version des Spiels aus dem Jahr 2010 hat seine Fans, doch was denken einige der Beeple Mitglieder über den Titel von Martin Wallace?

 

 

 

Frederik Malsy

Frederik Malsy

Frederik (Boardcast)
„London“ fasziniert mich. Die Balance zu halten zwischen Armut und Schulden, Geld, Kartenauswahl und der Planung der nächsten Schritte – all das ist anspruchsvoll, hochgradig fordernd und sehr gelungen. Mit etwas Pech und ungeschickter Planung steuert man sehr schnell in Richtung Abgrund oder wird hart abgehängt. Von Partie zu Partie fuchse ich mich hier mehr hinein und habe Freude an den Illustrationen und der Gestaltung sowie an dieser anspruchsvollen Aufgabe. Ein großartiges Spiel, das ich immer wieder gerne spiele und wahrscheinlich nie hergebe.
Jan - Brettspielrunde

Jan – Brettspielrunde

Jan (Brettspielerunde)
London war mein erstes Martin Wallace Spiel an das ich mich bewusst erinnern kann. Man versucht sein London aufzubauen. Allerdings baue ich nicht wirklich ein lebendiges London auf, viele Gebäudekarten geben nur einen Einmal Effekt und müssen dann natürlich wieder durch andere ersetzt werden. Und als wäre dies nicht genug gibt es noch weitere Dilemma, sei es die Armut, die sich mit der Zeit ansammelt oder eben auch einfach das Dilemma, welche Karte nicht ganz so schlimm ist. Dazu fügt sich auch die Grafik perfekt ins Thema ein.
Jasmin (Brettspielerunde)
„London hat gelitten, doch es erhebt sich wieder“ – und London – Second Edition fängt genau dieses Gefühl von Neubeginn ein. Das Spiel verbindet den Wiederaufbaugeist nach dem Großen Feuer mit cleverem Engine‑Building, intensiver Interaktion und einem stimmigen Flair. Für mich ist es ein besonderes Erlebnis, das jede Partie London neu erweckt.
Jürgen - Spielbar

Jürgen (Spielbar)

Jürgen (spielbar.com)
Unglaublich, dass wir London noch nicht in einem Rampenlicht betrachtet hatten. Martin Wallace ist mit diesem Spiel seine mit großem Abstand beste Entwicklung gelungen. In der ersten Auflage noch mit einem Spielplan ausgestattet ist in der zweiten Auflage, die bei Giant Rock auch auf deutsch erschinenen ist, alles über Spielkarten geregelt. London ist dabeii ein klassisches Mangelspiel: Entweder ich habe zuwenig Geld oder ich habe zuviele arme Menschen in meiner Stadt (das klingt, als wäre es dasselbe, ist aber ein anderer Mechanismus – Armut bildet sich hier auch über Karten ab, die meine Möglichkeiten massiv einschränken) oder ich habe schlicht nicht die passenden Karten. Damit will ich dennoch erfolgreich haushalten. So wie öffentliche Haushalte oftmals arbeiten: ich ziehe Schulden in Erwägung. Das stößt aber wieder eine Abwärtsspirale an. Also doch keine Schulden, das hindert aber meine Investitionen. London verlangt schwere Entscheidungen von den Spielern. Alles ist immer in Bewegung. Das Spiel ist vermutlich in meiner ewigen Top 10 (falls ich so was mal durchdenke).
Peer (spielbar.com)
London ist Wallace Meisterwerk, mechanisch wie thematisch ist hier schlicht alles gelungen. Die Mechanismen an sich sind neu, aufregend und ideal miteinander verzahnt. Alles macht bald Sinn, selbst die anfänglich etwas umständlich wirkende Methode wie die Auslage der abgeworfenen Karten geleert wird, hat einen Aha-Effekt, wenn man die Leerung erstmalig triggert und feststellt, dass dann vorwiegend neu abgeworfene Karten weggehen. Einerseits lässt einem das Spiel alle Freiheiten, andererseits drängt es die Spielenden dazu, auf ein Spielende hinzuzustreben und immer weiter zu bauen, wobei die Herausforderungen nicht kleiner werden. Drei Dinge (Geld, Armut, Karten) zu jonglieren muss man in vielen Spielen, aber selten ist diese Jonglieren so geschickt miteinander verzahnt, dass immer etwas drängt – und thematisch ergibt auch alles Sinn.
Christian_Profil_450

Christian (spielstil)

Christian (Spielstil.net)
Es ist wirklich erstaunlich, wie viel Spieltiefe in solche einem schlanken Regelwerk stecken kann. Eine Partie bringt von Anfang bis Ende das Gefühl, nur wichtige Entscheidungen zu treffen. Dies sorgt für eine Tiefe, die man dem Spiel auf den ersten Blick nicht zutraut. Dazu kommt die ständige Entscheidung zwischen Pest und Cholera, was mich persönlich immer tiefer in den Bann des Spieles zieht. Gleichzeitig gibt es genügend Druck, der mich antreibt. Wie groß soll die Stadt werden? Was muss ich mir leisten? Welche Karte sollte ich mir unbedingt sichern, bevor jemand anderes zugreift? Alles Fragen, die zu einer großartigen Zeit mit London führen. Ein großes ABER gibt es für mich jedoch. London fühlt sich zu zweit perfekt an. Mit weiteren Mitspielenden wird es eher uninteressanter, da diese das Spiel verlangsamen. Zusätzlich nimmt die Zahl der eigenen Züge ab, ohne ein besseres Spielgefühl einzubringen. Da hilft der Wettbewerb in der Bekämpfung der Armut leider auch nicht. Aber das ist etwas Jammern auf hohem Niveau. Denn London ist zu zweit perfekt und mit weiteren Spielern immer noch sehr gut.

 

Wenn Ihr Euch nun etwas intensiver mit London befassen wollt, dann schaut Euch doch mal die folgenden verlinkten Artikel an:

Brettspielerunde

Brettspielbar

spielbar.com

Spielstil.net

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Im Rampenlicht: Russian Railroads

Russian Railroads | Helmut Ohley & Leonhard Orgler| 120 Minuten | 2 -4 Personen | Hans im Glück

In Russian Railroads begeben die Spielenden sich in einen Wettstreit um das größte und fortschrittlichste Streckennetz im Russland des 19ten Jahrhunderts. Mit dem richtigen Einsatz der Arbeiter*innen werden Strecken gebaut, Lokomotiven eingesetzt, Ingenieure angeworben oder Fabriken gebaut. Timing ist wichtig in diesem Vielspielendenspiel von den „Zugexperten“ Helmut Ohley und Leonhard Orgler. Nur so gelingt es rechtzeitig an lukrative Boni zu kommen und die Mitspielenden entscheidend auszubremsen. Doch läuft das Spiel auch über zwölf Jahre nach Erscheinen noch wie auf Schienen und kommt es eher zu Zugausfällen? Darüber schreiben einige Mitglieder des Beeple Netzwerks im aktuellen Rampenlicht.

 

 

 

Oli (Alles außer Toplisten)

Oli (Alles außer Toplisten)
Wenn man mich fragen würde, was ein Eurogame ist, dann würde ich sofort nach Russian Railroads greifen. Planen, optimieren und den richtigen Zeitpunkt wählen sind für mich die Königsdisziplinen, in denen Russian Railroads überzeugt. Was mache ich nur mit meinen Arbeitern? Auf welcher Linie sehe ich die meisten Punkte? Und wie schaffe ich es nur, dass alle Gleisfarben so weit fortschreiten, dass ich auch effektiv spiele. Die Antwort steckt nicht in einer einzelnen Partie Russian Railroads. Das Kennerspiel will in seinen Möglichkeiten entdeckt werden und sorgt deswegen für viele Runden Spaß ohne Langeweile.
Frederik Malsy

Frederik Malsy

Frederik (Boardcast)
Ich liebe dieses Spiel, insbesondere in der „Ultimate Railroads“-Box, in der viele zusätzliche Elemente und Module enthalten sind. Enge Planung, gutes Timing, knappe Ressourcen und viele verlockende Aktionsmöglichkeiten machen dieses Spiel zu einem echten Schwergewicht, das mit einer knackigen Interaktion und einer reichen Punkteausbeute sehr belohnend sein kann. Am Ende eskalieren die Punkte sehr – wenn Du alles vorher gut aufgegleist hast.
Sonja - Brettspielpoesie

Sonja (Brettspielpoesie)

Sonja (Brettspielpoesie)
Russian Railroads war für mich die erste Begegnung mit einem Worker Placement-Spiel und es hat damit einen besonderen Platz in meinem Herzen. Russian Railroads wurde zu Recht mit dem Deutschen Spielpreis 2014 ausgezeichnet. Man hat viele Aktionsmöglichkeiten und kann verschiedene Strategien nutzen, die zum Sieg führen können. Dabei beginnt es meist mit nur wenigen Punkten, die in späteren Runden immer weiter ausufern können, was sich enorm belohnend anfühlt.
Mathias - Cliquenabend

Mathias (Cliquenabend)

Mathias (Cliquenabend)
Für mich ist Russian Railroads der Inbegriff eines sehr gelungenem Vielspielendenspiel. Das richtige Timing beim Einsetzen der Arbeiter, das beobachten der gegnerischen Züge – im doppelten Sinne – und die knifflige Entscheidung, welche Strecken präferiert werden ohne die anderen zu vernachlässigen, sorgen immer wieder für spannende und abwechslungsreiche Partien. Selbst nach einigen Jahren, kommt es immer mal wieder auf den Tisch und hat nichts von seinem Reiz verloren. 
Jürgen - Spielbar

Jürgen (Spielbar)

Jürgen (spielbar.com)
Das ist ein weiterer Brecher vor dem Herrn. Rechenexempel sind dabei gern gesehen. Die Spielidee ist eingängig, (nahezu) perfekt umgesetzt und redaktionell sehr gut betreut. Und dennoch, mir fehlt die Seele, das was das Spielen jenseits jeglicher Optimierung so ausmacht. Ich ziehe an der Stelle gerne den Vergleich zu Terra Mystica. Hüben wie drüben kann ich die Komposition des Spiels bewundern, ohne mich dafür zu begeistern.
Oliver Sack – Spielevater

Oliver (Spielevater)

Oli (Spielevater)
Eines der besten Kennerspiele in meiner Sammlung, das sicher nie den Weg auf den Sekundärhandel finden wird. Wer bei „Russian Railroads“ am besten Dampf ablassen möchte, muss gut managen und noch besser optimieren können. Wer dabei im spannenden Wettstreit mit den anderen Streckenbauerinnen trotzdem „an die Wand fährt“, mag sich damit trösten, dass Zar Alexander III auf seiner eigenen Strecke bei einem Zugunglück in Borki mit dem Schrecken davonkam. Im Spiel „Russian Railroads“ führt jedoch keine Strecke an dem russischen 500 Seelen-Dorf vorbei…

 

Wenn Ihr Euch nun etwas intensiver mit Russian Railroads befassen wollt, dann schaut Euch doch mal die folgenden verlinkten Artikel an:

Brettspielpoesie

Cliquenabend

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Im Rampenlicht: Camargue

Camargue | Timo Diegel | 30 Minuten | 2 -5 Personen | Abacusspiele

Gemeinsam erschaffen die Spielenden in die wunderschöne Region Camargue, die für ihre einzigartige Landschaftsvielfalt und artenreiche Tierwelt bekannt ist. Plättchen für Plättchen bauen sie die farbenfrohe Landschaft auf. Je größer die Fläche ist, die sie mit den Plättchen erweitern, desto mehr Punkte bekommen die Spielenden. Doch vor allem Punkte einer anderen Person rechtzeitig für sich zu beanspruchen, soll den Reiz des Spiels ausmachen. Doch ist dem so oder bietet die schön errichtete Landschaft nicht viel mehr als den optischen Reiz? Einige Mitglieder des Beeple Netzwerks geben im aktuellen Rampenlicht ihre Meinung dazu ab. 

 

 

 

Oli (Alles außer Toplisten)

Oli (Alles außer Toplisten)
Plättchenlegespiele wie Camargue gibt es wie Sand am Meer. Da braucht es schon einen besonderen Kniff, um sich von der Konkurrenz abheben zu können. Bei Camargue ist es die Möglichkeit viele Punkte durch Multiplikation zu bekommen – oder im richtigen Moment die Punkte einer anderen mit zu beanspruchen. Camargue zu spielen bedeutet für mich unbeschwerte Zeit – fast wie im Urlaub. In diese bunte Spielewelt begebe ich mich am liebsten zu dritt oder zu viert.
JäiDie (Alles außer Toplisten)
Camargue ist für mich eines der unbeschwerten Spiele, die man sehr gut bei Tee und Kuchen spielen kann. Es macht jetzt nichts unfassbar innovativ. Es erfindet das Rad nicht neu. Was es macht, macht es gut. Und es ist hübsch. Die Erklärung der Wertung muss man sich eventuell öfter durchlesen und hätte meiner Meinung nach nicht so umständlich sein müssen. Der Sweetspot liegt bei uns zu viert.
Jürgen - Spielbar

Jürgen (Spielbar)

Jürgen (spielbar.com)
Camargue glänzt durch eine schöne Optik und die wohl umständlichste und unnötig komplizierteste Erläuterung des Dezimal-Stellenwertsystems in der Spielregel. Das ist schon arg überraschend. Das Spiel selbst kommt frei von Höhepunkten daher. Liefert jedoch regelmäßig Stimmungssenker, wenn die Verteiung der Möglichkeiten zum Punkteabgreifen mal wieder unschön verteilt ist. Bei Veröffentlichung wurde kommuniziert, dass das Spiel mehrere Jahre in der redaktionellen Entwicklung lag. Hmm…
Oliver Sack – Spielevater

Oliver (Spielevater)

Oli (Spielevater)
Camargue ist ein Familienspiel! Wer taktische Tiefe, komplexe Entscheidungen und Mechanismen sucht, der wird enttäuscht sein. Das Spiel verfolgt eine klare Linie mit bekannten Mechanismen und einfachen Regeln ohne viel Tamtam. Aber Camargue überzeugt als kurzweiliges Legespiel, das besonders zu zweit seine taktischen Stärken entfaltet. Die Balance zwischen Gebietsausbau und cleverer Sabotage sorgt für spannende Runden, in denen man ständig abwägen muss, wie man den Mitspielenden Punkte verwehrt.
Dirk_Huesmann

Dirk (Würfelmagier)

Dirk (Würfelmagier)
Schnell zu erlernendes Familienspiel mit bekannten Mechanismen und Punkteturbo. Überzeugt vor allem auch zu zweit durch taktische Möglichkeiten. Insgesamt aber zu unaufgeregt und spannungsarm. Zumindest das Cover kann glänzen und vielleicht den einen oder die andere zum Kauf bewegen, der sich dieser Tage nach Südfrankreich sehnt…

 

Wenn Ihr Euch nun etwas intensiver mit Camargue befassen wollt, dann schaut Euch doch mal den folgenden verlinkten Artikel an:

Spielevater

Würfelmagier

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Im Rampenlicht: Cat in the Box

Cat in the Box | Muneyuki Yokouchi | 20 – 50 Minuten | 2 -5 Personen | Pegasus Spiele

Cat in the Box ist ein ganz besonderes Stichansagespiel, wo die Spielenden wie üblich zu Beginn abschätzen wie viele Stiche sie mit ihren Handkarten gewinnen können. Danach spielt jede Person reihum je eine Karte und wer die höchste Karte der angespielten Farbe oder die Trumpffarbe gespielt hat, bekommt den Stich. Als Besonderheit wird die Farbe der Handkarte aber immer erst in dem Moment festgelegt, in dem diese ausgespielt wird, da alle Karten keine Farben haben und diese über ein Tableau festgehalten werden. Wer die angesagte Farbe nicht bedienen „kann“ bzw. möchte, muss die Farbe wechseln, darf die eigentlich geforderte Farbe danach jedoch für den Rest der Runde nicht mehr spielen – hat also im übertragenen Sinn keine Karten dieser Farbe mehr auf der Hand. Jede Farb-Zahl-Kombi darf im gesamten Spiel nur genau einmal gespielt werden. Ob dies nur ein nettes Konzept ist oder auch spielerisch seinen Reiz hat, bringen einige Mitglieder in diesem Rampenlicht auf den Punkt.

 

 

Jan - Brettspielrunde Jan (Brettspielerunde)
Ein spannendes Spiel, das klassische Stichmechaniken mit einem cleveren Quanten-Twist verbindet und dadurch ein völlig neues Spielerlebnis schafft. Besonders die Idee, dass Karten zunächst farblos sind und erst beim Ausspielen ihre „Farbe“ erhalten, macht das Spiel einzigartig und sorgt für überraschende Paradox-Momente, die perfekt zum Thema passen.
Johannes Johannes (Brettspielministerium)
Erst einmal extrem reduziert und eingängig. Wer braucht schon Farben? Und dann kommt das erste Paradoxon und die gesamte Tiefe des Designs entfaltet sich. Toller Titel!
Mathias - Cliquenabend Mathias (Cliquenabend)
Man liest die Beschreibung und denkt sich: das ist aber ein aufgesetztes und merkwürdiges Thema für ein Stichspiel. Und dann spielt man eine Runde und merkt, dass die Beschreibung haargenau auf das Spielgefühl passt. Die Idee, dass die Farben erst beim Ausspielen festgelegt werden ist innovativ und den richtigen Zeitpunkt zu wählen um eine Farbe für sich zu blank zu spielen ist knifflig und auch nach mehreren Partien nicht ausgereizt.
Georgios Profilbild Georgios (spielbar.com)
Ein Stichspiel, welches das Karten zählen leicht macht und gerade deshalb Anfänger*innen mehr Raum für interessantere Überlegungen zulässt. Man kann taktieren, riskieren und seine Mitspieler*innen durch ausgelutsche Schrödinger-Witze malträtieren. Selten ist der Reiz von Stichspielen derart transparent präsentiert worden.
Jürgen - Spielbar Jürgen (spielbar.com)
Ein weiteres Spiel der Hanamikoji-Klasse (in Anlehnung an Schiffstypenklassen). Man liest die Anleitung und denkt „joah, mal schauen“. Dann bekommst Du die erste Kartenhand und es macht Boom (in Anlehnung an Klaus Lage). Wir spielen Stiche und müssen natürlich bedienen. Damit das gut klappt, sind alle Karten schwarz. Häh, was soll das denn? Nun, die Farbe der ausgespielten Karte bestimmen wir über die Ablage eines Chips auf dem zentralen Tableau. Und dort wollen wir möglichst große Flächen mit unseren Chips bilden. Wir haben also Stichspiel kombiniert mit Set Collection bzw. Tile Placement. Und das ist großartig. Außer mit Menschen, die Stichspielen nichts abgewinnen können; für diejenigen ist es Over the Top (in Anlehnung an Sylvester Stallone). Und damit gebe ich weiter zu Peer Sylvester.
Peer_Profil 600 Peer (spielbar.com)
Vielleichts Jahrgangsbestes Stichspiel. Die Verknüpfung mit den Spielbrett passt gut und die Freiheit der Farbwahl sorgt für ein sehr spannendes (situatives) Spiel. Die später erschienenen Deluxe-Boxen braucht kein Mensch,
Christian_Profil_450 Christian (Spielstil)
Ihr denkt ihr habt schon alles gesehen, was man mit Stichspielen anstellen kann? Cat in the Box beweist euch das Gegenteil. Was auf den ersten Blick einfach und altbekannt wirkt, überrascht schnell durch seine kleinen, aber feinen, Finessen. Eine ganz klare Empfehlung! Ein Spiel, das dich ganz schön ins schwitzen bringen kann.

 

Wenn Ihr Euch nun etwas intensiver mit Cat in the Box befassen wollt, dann schaut Euch doch mal den folgenden verlinkten Artikel an:

Brettspielerunde

Spielstil

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