Wir sind alles solche Opfer, wenn es um neue Brettspiele geht. Zumindest waren wir es alle schon. Auch ihr, wenn ihr ehrlich seid. Denn ihr kennt das. Da wird ein neues Spiel angekündigt, welches euch direkt ins Gesicht springt. Sei es über soziale Medien, auf einer Messe oder über schlimme Content Creator wie wir. 😉 Ihr seid nur noch fähig, einen einzigen Gedanken zu formen: „DAS MUSS ICH HABEN!“ Dann ist der Moment endlich da. Ihr spielt die erste Partie und seid total enttäuscht. Aber warum nur? Schließlich hatte das […]
Im Frühjahr 2026 fand die Spiel Doch! zum mittlerweile fünften Mal in den Dortmunder Westfalenhallen statt. Auch in diesem Jahr wurden erneut Rekorde aufgestellt: Die Zahl von 17.000 Besuchern im Vorjahr wurde um weitere 1.000 übertroffen. Die gesamte Fläche der
Unter den süssen Tieren findet man ganz unterschiedliche Charaktere. Alle haben ihre Stärken und können hin und wieder auch sehr bockig sein. Bei Alpaka suchen wir unsere Herde zusammen und bringen die Tiere auf die Weide. Ein Deckbau-Spiel mit tierischen
Es ist mal wieder Zeit einen Blick auf spannende kommende Brettspiel-Erweiterungen zu werfen. Insgesamt 12 Erweiterungen stelle ich heute genauer vor, die 2026 oder 2027 erscheinen werden. Darunter Erweiterungen für Age of Innovation, Harmonies, Finspan, Boardquest und viele weitere Brettspiele. Auf welche ich mich am meisten freue erfahrt ihr ebenfalls. Ich bin natürlich sehr auf […]
Der Vertrieb Hutter Trade, der vor alem Spiele unter dem Verlag Huch! herausbringt, aber auch Partner wie Edition Spielwiese, Queen Games, iello oder Spiel Das hat und für diese Verlage den Vertrieb übernimmt, hat mit dem französischen Verlag Kiwizou eine neue Partnerschaft begründet. Die Spiele von Kiwizou richten sich an Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren. Mit ihrem besonderen Gespür für kindliche Bedürfnisse und ihrer liebevollen Gestaltung bringen die Produkte frischen Wind in die Welt der Kinderspiele. Jedes Detail ist mit Sorgfalt durchdacht, um ein rundum stimmiges und spielerisches Erlebnis zu schaffen. Die Spiele-Partien sind perfekt auf die Kleinsten abgestimmt - mit einer Dauer, die ihrer natürlichen Konzentrationsspanne entspricht. So entstehen unbeschwerte Spielmomente voller Freude, ganz ohne Ungeduld. Kiwizou steht nach eigener Aussage für Spiele, die Kinder zum Staunen bringen, sie zum Lachen einladen und sie spielerisch wachsen lassen. Zu Beginn werden die folgenden Spiele in einer deutschen Version erscheinen: Forest First, Troupo, Castel Boom und Potion Express. Die Herde in Troupo ist friedlich auf der Wiese. Wer wird am meisten Tiere im eigenen Bauernhof versammeln? Dafür braucht man Mut und muss pro Spielrunde möglichst viele Tiere aufdecken, aber Vorsicht: Wenn zwei Karten mit demselben Tier aufgedeckt werden, kehren alle Tiere zurück auf die Wiese! Der Herbst hat den Wald in Forest First in hübsche Farben getaucht. Das ist die ideale Zeit für ein Wettrennen! Mehr oder weniger schnell kommen die kleinen Tiere Baum um Baum voran. Doch sie alle naschen auch gern und können den verschiedensten Verlockungen nicht widerstehen, sodass Pausen das Wettrennen immer wieder verzögern. Alle versuchen zuerst mit dem eigenen Tier den Wald zu durchqueren und das Rennen zu gewinnen. Die Spielenden haben keine Zeit zu verlieren! Der Mond ist gerade aufgegangen, und schon machen sich bei Potion Express alle zum Abflug bereit, um die Aufträge der verschiedenen Dorfhexen zu erfüllen. Es gilt, Kürbisse, Pilze und Regenwürmer zu besorgen - heute Nacht ist viel zu tun! Jede Person versucht, als Erstes drei Zaubertränke zu brauen. Bei einer Partie zu zweit muss man vier Tränke brauen, um zu gewinnen. Königin Lola verspricht in Castle Boom jede Person mit Gold zu überschütten, die ihr beim Wiederaufbau der Türme ihres Schlosses hilft! Werden die Spielenden die Herausforderung meistern? Sie brauchen ein gutes Gedächtnis und starke Nerven, um zu bauen, ohne dass alles einstürzt.
Wir sind wieder unterwegs! Begleitet uns auf die SPIEL DOCH! in Dortmund 2026.
In diesem Video nehmen wir euch mit auf die beliebte Brettspielmesse in den Westfalenhallen Dortmund. Wir zeigen euch die spannendsten Neuheiten, werfen einen Blick auf die vollgepackten Spieltische und lassen euch die besondere Atmosphäre der Messe miterleben. Ob Familienspieler oder Experten-Zocker – hier ist für jeden Brettspiel-Fan etwas dabei!
Wir haben für euch exklusive Einblicke gesammelt: Wir interviewen Veranstalter Tim Nostheide zu den neuen Besucherrekorden, sprechen mit Verlagen wie Skellig Games, HeidelBÄRGames und Steinbock Brettspiele über ihre Highlights und geben euch Tipps für euren Messebesuch.
Das erwartet euch in diesem Video: Messerundgang: Impressionen direkt von der Ausstellungsfläche. Interviews: Talk mit Veranstaltern und Verlagen über Neuheiten & Trends. Talk & Stimmung: Unsere persönlichen Highlights und Eindrücke von vor Ort. Tipps & Tricks: Infos zu Parkplätzen, Verpflegung und Spieleausleihe.
Archäologen haben in Nordamerika die ältesten Würfel der Welt gefunden. Sie erleichterten vor mehr als 12.000 Jahren den Handel und halfen dabei, Konflikte zu entschärfen. Die Sensation lag seit vielen Jahrzehnten sichtbar in Regalen und Vitrinen. Doch erst 2026 erkannte der Archäologe Robert J. Madden von der Colorado State University die wahre Bedeutung der prähistorischen Funde. Mit einer Checkliste durchforstete er Sammlungen, Museen und Verzeichnisse und entdeckte so die ältesten Würfel der Welt. Details seiner Suche veröffentlichte der Wissenschaftler in der Fachzeitschrift American Antiquity. Bisher hielten Würfel aus Mesopotamien, dem heutigen Nahen Osten, den Rekord. Sie sind etwa 5.500 Jahre
So schön es war, von Jahr zu Jahr noch mehr Artikel für noch mehr Tageszeitungen zu schreiben: Die Redaktionen dieser Tageszeitungen hatten leider ihre ganz eigenen Vorstellungen, wie sie Spiele in ihrem Blatt vorkommen lassen wollten: zu selten, zu kurz, zu nebensächlich. Jedenfalls wenn man mich fragte.
Natürlich fragte man mich nicht. Ich hatte nicht die Position, da irgendwas Wesentliches mitzubestimmen. Immerhin durfte ich die Spiele auswählen, die ich besprach. Und ich durfte über die von mir ausgewählten Spiele schreiben, was ich wollte.
Was ich mir aber so gar nicht aussuchen konnte, waren meine Kolleg:innen. Die wöchentlichen Kolumnen hatte ich dummerweise nirgendwo für mich allein. Immer waren wir mindestens zwei, manchmal auch drei Autor:innen und sollten uns abwechseln. Vermutlich zur Sicherheit. Man weiß ja nicht, ob irgendwer mal unfreiwillig ausfällt oder plötzlich in den Sack haut. In dem Fall hätte man noch immer eine personelle Alternative in der Hinterhand. Aus meiner Sicht unnötigerweise. Ich hätte auch wöchentlich liefern können. Liebend gern sogar! Es hätte mir die ganzen Absprachen erspart – und auch viel Nerverei.
Ich besprach damals auch Jugendbücher, und mein – ich nenne es mal – „Partner“ reichte im Voraus lange Listen von Büchern ein, die er zu besprechen gedachte. Noch weit bevor die Bücher erschienen und man sie hätte lesen können, um vielleicht zu entscheiden, ob sie sich überhaupt eigneten. Seine Listen arbeitete er dann aber nie ab. Er reservierte sich die Titel bloß und rezensierte von diesen ohne weitere Info, was er so meinte. Und dass er die Bücher tatsächlich „rezensierte“, konnte man auch nicht immer sagen. Manchmal, wenn er zum Lesen (oder zum Schreiben?) nicht die erforderliche Muße gehabt hatte, kopierte er einfach die knackigsten Sätze aus der Presse-Info, und das war dann seine Rezension. Es flog nie auf.
Ein Kollege, mit dem ich mir eine Spielekolumne teilte, kam nur noch selten zum Spielen und Schreiben. Er hatte nicht mal mehr die Zeit, um sich über Neuheiten zu informieren. Ich erinnere mich, dass er mir Mails schrieb und sein Leid klagte – und mich fragte, ob ich nicht vielleicht eine Idee habe, was er denn als Nächstes rezensieren könne?! Offenbar las er nicht mal meine Antworten. So schickte er der Redaktion dann Artikel zu Spielen, die ich – nach Absprache mit ihm – längst rezensiert hatte.
Und warum hört man nicht einfach auf, wenn die Zeit vorbei ist, man offenbar nicht mehr so sehr für die Sache brennt und eigentlich auch keine Ahnung mehr hat? Eine herausgehobene Position einzunehmen, Spiele als Rezensionsmuster zu bekommen und das eigene Hobby zu professionalisieren, indem man darüber schreibt und Geld damit verdient, sind Privilegien, die man ungern aufgibt. Hat man seine Kolumne erst mal verloren, kriegt man nicht so leicht wieder eine. Also macht man weiter, nur um weiterzumachen.
Als jüngeres Ich vor 20 Jahren habe ich mich tierisch über dieses Verhalten geärgert. Jetzt kann ich nur hoffen, dass ich mich als älterer Mensch anders verhalten werde und loslassen kann, bevor es genauso peinlich wird.
P.S. KEINE AHNUNG ist ein Spiel aus dem aktuellen Jahrgang von Steffen Benndorf und Florian Benndorf. Wenn ich in dieser Rubrik auf meine journalistische Vergangenheit zurückblicke und dann auch noch Spieletitel als Überschriften wähle, die nichts damit zu tun haben, bringt das erwiesenermaßen die wenigsten Klicks. Keine Ahnung, warum ich es trotzdem immer wieder tue.