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Wizard 30-Jahre-Edition: Wichtige Hinweise zur Verfügbarkeit

16. April 2026 um 11:59

Die Wizard 30-Jahre-Edition ist derzeit sehr gefragt. Wir würden euch allen gern sofort ein Exemplar anbieten, müssen aufgrund der hohen Nachfrage jedoch einige Maßnahmen ergreifen, damit möglichst viele von euch die Chance auf ein Spiel erhalten:

  • Im Webshop kann derzeit nur ein Exemplar pro Haushalt bestellt werden. Mehrfachbestellungen müssen wir leider stornieren.
  • Das täglich verfügbare Kontingent im Webshop ist begrenzt. Sobald der Vorrat für einen Tag ausgeschöpft ist, sind keine weiteren Bestellungen möglich. Bitte schaut in diesem Fall an einem anderen Tag erneut vorbei.

Alternativ empfehlen wir, auch beim Spielefachhändler eures Vertrauens nachzufragen. Wir bemühen uns, den Handel über das gesamte Jubiläumsjahr hinweg regelmäßig mit neuen Exemplaren zu versorgen.

Vielen Dank für euer Verständnis.

Ab ins Beet – die Bohnengarten-Aktion 2026 startet jetzt!

16. April 2026 um 07:33
Bohnanza Bohnengartenaktion 2026

Ab geht’s ins Beet für die Bohnen-Fans!

Es ist schon eine Tradition geworden, denn immer dann, wenn die ersten Sonnenstrahlen den Garten wärmen, startet bei AMIGO die Bohnengarten-Aktion. Bereits seit über 15 Jahren pflanzen Bohnanza-Fans ihre Bohnen in der Hoffnung, die schönste und größte Pflanze zu bekommen und damit tolle Preise zu gewinnen.

Zwischen dem 16. und 23. April habt ihr die Chance auf den AMIGO-Profilen auf Instagram und Facebook ein Bohnen-Starter-Set zu gewinnen. Dieses Starter-Set besteht aus Feuerbohnen, einem Pflanzstecker, der euch alle wichtigen Informationen zur Pflege der Feuerbohnen bietet, sowie einem Bohnanza-Rezeptebuch, in dem die AMIGO-Belegschaft Bohnanza-Fans ihre liebsten Bohnenrezepte gesammelt haben. Kommentiert unseren Beitrag und wandert in den Lostopf! Wir wünschen euch viel Glück!

Was mache ich denn mit den Bohnen?

Ihr habt ein Bohnenpaket gewonnen? Herzlichen Glückwunsch. Aber wie geht es jetzt weiter?

Ganz einfach! Pflanzt eure Bohnen, hegt und pflegt eure Pflanzen und dokumentiert alles. Teilt eure Fotos dann als öffentlichen Post oder Story bis zum 31.07.2026 unter dem Hashtag #Bohnengarten26 auf Instagram und Facebook. Schon seid ihr im Lostopf für eins unserer 2 BohnanzaFanpakete.

In dem Paket erwarten euch unter anderem ein Glas-Schneidebrett und ein Exemplar des bereits vergriffenen Spiels Bohnhansa.

Wir pflanzen natürlich parallel mit euch mit und teilen unseren Fortschritt auf Social Media mit euch. Viel Spaß beim Züchten!

Übrigens: Ihr könnt auch einfach selbst Bohnen anpflanzen und bei dem Gewinnspiel mitmachen. Sagt es weiter!

Published — 15. April 2026 Verlage und Verbände

Wir trauern um Reinhold Wittig

15. April 2026 um 14:47

Reinhold Wittig, unser hochgeschätztes Ehrenmitglied, verstarb am 11. April.

Die Spiele-Autoren-Zunft dankt dir, Reinhold, für deine zahlreichen Initiativen, den Blick auf das Miteinander und nicht zuletzt für die Bereicherung unseres Lebens.

So spielst du Wuselige Wiesen

Von: Service
15. April 2026 um 10:10

Wuselige Wiesen ist ein entspanntes Plättchenlegespiel für die ganze Familie. Stück für Stück lässt du die blühende Landschaft deines Gartens wachsen und kannst so Wesen anlocken. Mit etwas Geschick lockst du Bienen, Kolibris und sogar geheimnisvolle Wiesengeister an.

Spielvorbereitung

Bevor das Wuseln beginnen kann, bekommt jeder Spieler seine erste kleine Wiese, ein Start-Plättchen, das du vor dir platzierst. Die übrigen Gartenplättchen landen gut gemischt im Beutel. Zieht 3 davon und legt sie offen in die Tischmitte. Dazu kommen die Bienen-, Kolibri-, und Wiesengeisterholzfiguren und je eine Wiesengeister-Karte pro Farbe.

Rundenablauf

Das Spiel verläuft in reihum gespielten Zügen. Jeder Zug besteht aus drei Aktionen: Pflanzen, Anlocken und Auslage auffüllen.

Beim Pflanzen wählst du ein Plättchen aus der offenen Auslage und legst dieses an deine Wiese an. Hierbei sind jedoch die Pflanzregeln zu beachten: Mindestens eine Seite des Plättchens muss vollständig an ein bereits ausgelegtes Plättchen angrenzen, sodass kein Gartenplättchen einzeln liegt. Hierbei darf eine Seite nicht an zwei unterschiedliche Plättchen angrenzen. Gartenplättchen dürfen dabei beliebig gedreht und gewendet werden. Am besten versuchst du, gleiche Beete zu verbinden- so entstehen größere Felder.

Nachdem du neuen Lebensraum geschaffen hast, kannst du dort Wesen anlocken. Wenn eine zusammenhängende Fläche aus mindestens drei gleichfarbigen Beeten besteht, bildet sich ein nektarreiches Feld, auf welchem sich zahlreiche Bienen niederlassen.

Gehört jedes Beet auf einem Gartenplättchen zu einem nektarreichen Feld, nistet sich ein Kolibri in dem Nest in der Mitte des Plättchens ein.

Abgesehen von Bienen und Kolibris lassen sich in den Wiesen bei passenden Bedingungen auch wundersame Märchenwesen auffinden, die Wiesengeister. Jedes dieser Fabelgeschöpfe hat eigene Anforderungen, mit denen du es ködern kannst.

Nachdem du deinen Garten mit Gewusel gefüllt hast, wird die Auslage in der Mitte des Tisches aufgefüllt, indem du ein neues Gartenplättchen aus dem Beutel ziehst, damit wieder 3 zur Auswahl stehen. Danach ist der nächste Spieler am Zug, seinen Garten aufblühen zu lassen.

Das Spiel ist zu Ende, sobald keine Plättchen mehr im Gartenbeutel sind.

Auswertung

Bevor die letztendliche Punktzahl ermittelt wird, gibt es aber noch Boni zu gewinnen! Für jede der drei Wiesengeisterarten wird überprüft, wer die jeweilige Mehrheit hat. Der Spieler mit der Mehrheit darf sich von der zugehörigen Wiesengeisterart zwei weitere Figuren nehmen.

Bei Gleichstand kriegen alle Gewinner den Bonus. Am Ende gilt ganz einfach: Jedes Wesen bringt einen Punkt. Wer die meisten hat, gewinnt.

Kurz gesagt

Plättchen legen, Flächen clever verbinden und die richtige Mischung aus Planung und Gelegenheit nutzen – so wächst deine Wiese zu einem wuselig-lebendigen Paradies heran.

 

 

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Published — 13. April 2026 Verlage und Verbände

Der Frühling lädt zum Spielen ein

13. April 2026 um 15:33

Die Pegasus Spiele Tage finden noch bis zum 10. Mai statt

Friedberg, 13.04.2026: Auch diesen Frühling gibt es für Spielbegeisterte und alle, die es noch werden wollen, wieder Grund zur Freude, denn die Pegasus Spiele Tage sind zurück! Bis zum 10. Mai können an über 200 teilnehmenden Eventstätten sechs Spiele kostenlos ausprobiert werden: Magic Maze Pocket, Light Speed Arena oder Boss Fighters QR ebenso wie Symbiose, Burst und Punktegalaxie.

Pegasus Spiele hat abermals Pakete mit Neuheiten gepackt und sie an zahlreiche Spieleläden sowie -clubs in Deutschland und Europa geschickt, damit die Spiele dort in geselligem Umfeld gespielt werden können. Das Mitspielen ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht nötig. Zum Spielen von Boss Fighters QR und Light Speed Arena wird jedoch ein mobiles Endgerät benötigt (Handy oder Tablet). Die jeweiligen Apps können kostenlos aus dem Apple oder Android App Store heruntergeladen werden. Alle Titel sind ab acht bzw. zehn Jahren empfohlen und punkten mit leicht zugänglichen Spielkonzepten. Damit eigenen sie sich für Familien ebenso wie für Fans kurzweiliger Partien. Für weitere Informationen sowie eine Auflistung aller Veranstaltungen steht die Pegasus Spiele Tage Infoseite bereit.

Mit Magic Maze Pocket ist ein kooperatives Spiel mit dabei, bei dem die Spielenden in Echtzeit den Raubzug einer Held*innen-Gruppe durchführen. Dabei kann jede*r potenziell alle Figuren steuern, aber diese nur in bestimmte Richtungen bewegen. Eine gute Abstimmung zwischen den Spielenden ist da unerlässlich – allerdings ohne zu sprechen.

Ebenso flott gespielt ist Light Speed Arena. Hier müssen alle Mitspielenden gleichzeitig in nur wenigen Sekunden ihre Raumschiffe so in einer Weltraum-Kampfarena positionieren, dass deren Laserstrahlen möglichst Asteroiden oder gegnerische Raumschiffe anvisieren – und nicht aus Versehen die eigenen treffen. Bei der Auswertung hilft dann eine kostenlose Begleit-App.

Ebenfalls App-begleitet ist das SPIEL 2025 Highlight Boss Fighters QR. Bis zu vier Mitspielende versuchen sich gemeinsam daran, mithilfe ihrer zusammengestellten Kartendecks digitale Bosse zu bekämpfen. Dank der nahtlosen App-Integration wird nicht nur der Effekt der gescannten Karten sofort angewendet, sondern die Spielgruppe sieht auch direkt die Reaktion des Bosses. So entsteht ein dynamischer wie taktischer Schlagabtausch.

In dem Kartenspiel Symbiose geht es nicht um Geschwindigkeit oder Schlagkraft, sondern darum, die beste Teichlandschaft zu kreieren. Dazu wird in jeder der insgesamt sieben Runden eine Karte des eigenen Teichs mit einer aus der offenen Auslage getauscht. Bei der Wertung sind dann jedoch auch die Teiche der Nachbar*innen von Interesse. Nicht zuletzt wegen der simplen Regeln ist Symbiose Teil der Spielereihe Einfach! Schnell! Clever!.

Ein weiteres Kartenspiel mit simplen Regeln ist Burst: Karten nachziehen oder ausspielen – nur bloß nicht die Auslage auf eine Summe von über 21 treiben! Für Personen, die die Kartenauslage zum Bersten bringen, gibt es nämlich leider keine Punkte.

Nachdem Punktesalat im Jahr 2021 auf der Empfehlungsliste zum Spiel des Jahres gelandet ist, geht es bei Punktegalaxie nun in die Weiten des Universums. In jeder Runde werden zwei Karten gezogen, um – clever kombiniert – in der eigenen Galaxie Sets zu sammeln, Reihen zu vervollständigen und Ziele zu erreichen.

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Swantjes Sexismus-Tagebuch — Eintrag 1

Von: Swantje
13. April 2026 um 11:10

Im ersten Eintrag habe ich beschrieben, wie ein scheinbar harmloser Satz — „du bist zu hübsch für …“ — mich in einer beruflichen Situation nicht nur verwirrt, sondern auch wütend gemacht hat. Er hat die Aufmerksamkeit von meiner Arbeit weg auf meinen Körper gelenkt, Rollen verschoben und unterschwellige Bewertungen sichtbar gemacht. Ich schrieb dort, dass so ein Spruch weder harmlos noch charmant und auch nicht nett ist.

Seitdem hat mich ein Kommentar nicht losgelassen: Jemand schrieb, das sei nicht nur doof, sondern verletzend, weil zugleich andere Frauen* abgewertet würden. Das hat mich getroffen! Nicht nur persönlich, sondern weil ich in diese Richtung gar nicht gedacht hatte. Ich brauchte eine Weile, um zu begreifen, warum mich das so beschäftigt. Ich bin zu dem Schluss gekommen: Hier schimmern mehrere Machtmechanismen durch, die ich genauer anschauen will.

„Swantje, bist du nicht viel zu hübsch für Blood on the Clocktower?“

Warum ist es für die kommentierende Person überhaupt wichtig, hübsch gefunden zu werden? Welche sozialen, emotionalen und normativen Kräfte wirken hier zusammen?

Wenn jemand sagt „du bist zu hübsch für dieses Spiel“ oder „zu hübsch für diese Rolle“, passiert eine Umschichtung sozialer Aufmerksamkeit: Blicke, Gespräche und Erwartungen verändern sich. Äußerungen sind also nicht bloß Komplimente, sondern oft Handlungen, die ein soziales Urteil fällen. Wer das Urteil ausspricht, beansprucht Deutungshoheit.

Und da haben wir’s: Noch mehr Wut bei mir — und eine komplexere Sicht für euch. Mir hilft es, zu verstehen, warum scheinbar kleine Situationen sich so groß anfühlen. Ich möchte euch exemplarisch drei Denker*innen vorstellen, die soziale Macht auf unterschiedliche Weise betrachten. Es lohnt sich, sich damit zu befassen. Nicht nur, weil man dann schlaue Dinge sagen kann, sondern auch, weil man sein eigenes Erleben besser versteht.

Michel Foucault — Normen als Mikro-Macht

Foucault würde den Spruch als kleine Praxis lesen, durch die Macht im Alltag wirkt. Macht wirkt nicht nur in Gesetzen, sie wirkt in Blicken, Urteilen und Gewohnheiten. Ein „Kompliment“ kann so zur Disziplinarmaßnahme werden: Es markiert, was „normal“ oder „erwartet“ ist, und trainiert uns, uns daran auszurichten. Indem eine Person die Bewertung „hübsch“ verteilt, reproduziert sie eine Norm — und vermittelt gleichzeitig, dass andere davon abweichen. Für Foucault ist das kein bloßer Zufall oder nur ein unhöflicher Typ, sondern ein sozialer Mechanismus: Wiederholung schafft Normalität. Und das, was wir für „normal“ halten, beeinflusst unser Denken und Handeln.

Eva Illouz — Attraktivität als emotionales Kapital

Illouz würde fragen: Was zählt hier als Ressource? In unserer Kultur ist Attraktivität eine Art soziales Kapital: Sie generiert Aufmerksamkeit, öffnet Türen und verschafft manchmal Autorität. Wenn eine Person einzelne Frauen* hervorhebt und andere abwertet, ordnet sie Menschen nach wahrgenommenem Wert. Das ist eine Verteilung von ökonomisch anmutenden Gütern — nur dass die Güter hier Anerkennung, Netzwerke und Zugang sind. Der Kommentar ist damit auch eine kleine ökonomische Handlung: Er entscheidet, wo emotionale und soziale Investitionen hingehen.

Pretty Privilege: Was ist das?

Pretty Privilege bezeichnet die gesellschaftlichen Vorteile, die Menschen aufgrund einer als „hübsch“ gelesenen Erscheinung erhalten — mehr Aufmerksamkeit, Vertrauen, bessere Chancen oder ein Nachsehen bei Fehlverhalten. Es ist keine bloße Nettigkeit, sondern soziales Kapital.

Wie es praktisch wirkt:
Pretty Privilege zeigt sich bei Personalentscheidungen, Gehalt, Sichtbarkeit und Behandlung im Alltag. Die direkten Vorteile, die die Zuschreibung „hübsch“ mit sich bringen, lassen sich sogar messen.

Was Eva Illouz dazu sagt:
Illouz analysiert, wie Liebe, Begehren und Emotionen durch Konsum- und Marktlogiken geformt werden: Attraktivität wird zu einem kulturellen/ökonomischen Phänomen.

Wo sich die Konzepte decken:
Beide sehen, dass Aussehen Kapital ist: Attraktivität produziert soziale/ökonomische Vorteile und wird durch kulturelle Bilder, Märkte und Institutionen verstärkt.

Wo sie anders funktionieren:

  • Pretty Privilege betont kurzfristige Vorteile und Bias auf individueller Ebene (Wer wird bevorzugt behandelt?).
  • Illouz geht tiefer in die kulturelle/ökonomische Vermittlung: wie Medien, Märkte und Diskurse das Begehren formen und so Attraktivität langfristig als „Wert“ produzieren — also eher eine systemische Analyse.

Pretty Privilege beschreibt das sichtbare Ergebnis (wer profitiert), Illouz erklärt die tieferliegenden Strukturen dahinter.

Judith Butler — Performanz und normativer Zwang

Butler würde betonen, dass solche Zuschreibungen nicht nur beschreiben, sondern herstellen. Gender und Schönheit sind Performanzen, also wiederholt ausgeführte Handlungen, die Normen stabilisieren. Wer sagt „du bist hübsch“, vollzieht die Rolle des Bewertenden mit Blick und Urteil. Die wiederholte Performanz macht Normen real, nicht weil sie objektiv wären, sondern weil sie sprachlich und praktisch immer wieder erzeugt werden. Das kann zur normativen Gewalt werden: nicht unbedingt körperlich, aber wirksam.

Was mir das zeigt — und was euch das sagen könnte

Diese Perspektiven zeigen: Der Kommentar ist nicht nur Geschmack. Er ist:

  • Normstabilisierend (Foucault): Er bestätigt, welche Erscheinungen erwünscht sind.
  • Ressourcenzuteilend (Illouz): Er verteilt Aufmerksamkeit und Zugang.
  • Performativer Zwang (Butler): Er reproduziert Rollen und Machtpositionen.

 

Intentionsfrage: Nett gemeint, reicht das?
Intention und Wirkung sind zwei Paar Schuhe. Natürlich kann jemand etwas nett meinen. Aber nette Intentionen sind keine Impfung gegen das Reproduzieren von Normen — und Normen können Schaden anrichten. Ein Kompliment, das andere abwertet, wird schnell ein Instrument sozialer Ordnung. Deshalb reicht ein entschuldigendes „war doch nur nett gemeint“ nicht, wenn der Effekt Exklusion oder Entwertung fördert. (Na, habt ihr auch das altbekannte „Man darf doch wohl noch Komplimente machen!“ im Ohr?)

Es gibt kein Recht auf Komplimente

Wer sind die Gewinner*innen solcher Komplimente? Die, denen Attraktivität als Kapital zugeschrieben wird — mehr Sichtbarkeit, leichterer Zugang zu Ressourcen.
Und die Verlierer*innen? Jene, die nicht in dieses enge, von Menschen (meistens endo cis* Männern) gemachte Bild von „hübsch“ passen. Sie werden unsichtbar, entwertet oder auf sekundäre Rollen reduziert. Und das passiert vor allem Frauen*. Das lässt schon der Duden-Eintrag zum Wort „hübsch“ vermuten. Es gibt dort eine Begriffswolke zu typischen Verbindungen. Dort findet man keine männlich gelesenen Begriffe, dafür aber Blondine, Mädel, Mädchen, Frau und Sängerin.

Was konkret in der Interaktion passiert

Wenn ein solches „Kompliment“ fällt:

  • Die Sprecher*in beansprucht Deutungshoheit: „Ich bestimme, wie du gesehen wirst.“
  • Die Gruppe übernimmt die Markierung oft stillschweigend: Andere sehen dich nun durch diese Linse.
  • Die markierte Person muss sich erklären, verteidigen oder anpassen, ihr Handeln wird beeinflusst.

Zuschreibungen ohne Einverständnis haben reale Konsequenzen. Nicht jede Bewertung ist ein Übergriff. Aber Bewertungen, die Rollen und Chancen verschieben, sind es. Übergriff ist hier nicht nur physische Grenzverletzung; es ist die Besitznahme der Interpretation über Körper und Rolle. Also ja, man darf noch Komplimente machen. Man sollte nur vorher nachdenken.

"Ja, man darf noch Komplimente machen. Man sollte nur vorher nachdenken."

Ein Mikro-Instrument der Macht

Die Zuschreibung, wer „hübsch“ ist und wer nicht, ist ein Mikro-Instrument der Macht: klein, beiläufig, aber sehr wirksam. Sie zeigt, wie Normen, Gefühle und Performanzen eng miteinander verknüpft sind. Wenn ich verstehen will, warum mich der Kommentar unter meinem letzten Eintrag so beschäftigt hat, muss ich diese Verknüpfungen sehen und benennen.

Empfehlungen zum Weiterlesen

(Mach das, Wissen ist Macht!)

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Published — 11. April 2026 Verlage und Verbände
Published — 09. April 2026 Verlage und Verbände

Von Königreichen und Kokosnüssen

09. April 2026 um 10:45

Bei Pegasus Spiele sind Neuausgaben von Kingdomino und Crazy Coconuts erschienen

Friedberg, 09.04.2026: Mit den kürzlich veröffentlichten Neuausgaben von Kingdomino (Spiel des Jahres 2017) und Crazy Coconuts erstrahlen bei Pegasus Spiele gleich zwei beliebte Klassiker in neuem Glanz. Im Frühjahr sind damit Liebhaber*innen kompetitiver Legespiele ebenso an den Spieltisch eingeladen wie Fans chaotischer Actionspiele.

Was ist besser als ein Königreich? Richtig, ein noch größeres Königreich! In Kingdomino gilt es dementsprechend, das eigene Herrschaftsgebiet passend zu erweitern. Die Anlegeregeln basieren dabei auf dem bekannten Domino-Spielprinzip: Neue Ländereien müssen also immer so angelegt werden, dass mindestens eine Seite an einen identischen Landschaftstyp eines bereits ausliegenden Steins angrenzt. Ländereien allein machen aber noch kein Königreich: Es braucht auch Gebäude, denn ohne Gebäude kein Prestige – und ohne Prestige keine Punkte. Dabei sollten jedoch die Königreiche der Mitspielenden ebenfalls nicht außer Acht gelassen werden, denn manchmal ist es die effektivste Strategie, der Konkurrenz genau die Ländereien wegzuschnappen, welche perfekt in deren Reich passen würden.

Das Spiel des Jahres 2017 von Autor Bruno Cathala bleibt in der Neuauflage spielerisch unverändert, erscheint allerdings mit kompakterem Spielmaterial und neuen Illustrationen von Pauline Detraz, die die königlichen Ländereien umso mehr zum Leben erwecken. Die drei enthaltenen, miteinander kombinierbaren Varianten modifizieren das Spielerlebnis für erfahrene Spielgruppen.

Kingdomino ist ein zugängliches Familienspiel für zwei bis vier Personen ab acht Jahren, das in rund einer halben Stunde gespielt werden kann und mit leicht verständlichen Regeln punktet. Basierend auf dem Erfolg des ursprünglichen Spiels ist inzwischen eine ganze Kingdomino-Welt entstanden: Neben einer Erweiterung sind auch zwei unabhängige Familienspiele erschienen, Queendomino und Kingdomino Origins, sowie die Kinderspielvariante Dragomino, die 2021 als Kinderspiel des Jahres ausgezeichnet wurde. Die Neuausgabe von Kingdomino ist ab sofort bei Pegasus Spiele zu einer UVP von 19,99 € erhältlich.

Etwas actionreicher geht es bei Crazy Coconuts zu, wenn auf der Affeninsel ein Wettkampf darüber entbrennt, welches Äffchen denn nun am geschicktesten ist. Die mechanischen Affenkatapulte, die hier zum Einsatz kommen, sind dabei ein besonderer Hingucker mit Aufforderungscharakter, wenn zwei bis vier Mitspielende ab sechs Jahren versuchen, kleine Kokosnüsse in Becher zu schleudern. Wer trifft, hat den Becher für sich gewonnen und darf damit sogar die eigene Becherpyramide weiter ausbauen.

In dieser Neuausgabe wurde nicht nur das Design erneuert, sondern vor allem auch das Spielmaterial überarbeitet. Mit einer Dauer von etwa 15 Minuten und simplen Regeln bleibt Crazy Coconuts noch immer ein schneller Geschicklichkeitsspaß für die ganze Familie und Fans actionreicher Spaßspiele. Der von Walter Schneider designte und von Robert Islas illustrierte Titel ist bei Pegasus Spiele in der Kids Fun Reihe (Katapult Fehde, Honey uvm.) erschienen und zu einer UVP von 24,99 € erhältlich.

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Teilnahmebedingungen für ‚6nimmt!‘-Gewinnspiel

09. April 2026 um 09:19

Teilnahmebedingungen & Datenschutz

Teilnahmebedingungen & Datenschutzhinweise

1. Teilnahme

1.1. Die Teilnahme am Gewinnspiel ist freiwillig, nicht an andere Aktionen gekoppelt und nicht vom Erwerb einer Ware oder einer Dienstleistung abhängig. Teilnahmeberechtigt sind alle, die mindestens 18 Jahre alt sind, ihren Wohnsitz in Deutschland oder Österreich haben und entweder Fan von www.facebook.com/amigo.spiele sind oder der Seite www.instagram.com/amigo.spiele folgen. Fan ist, wer den „Gefällt mir“-Button auf Facebook aktiviert. Auf Instagram muss der „Folgen“-Button ausgewählt werden. Die Teilnahme ist kostenlos sowie unabhängig vom Erwerb von Produkten oder Dienstleistungen der AMIGO Spiel + Freizeit GmbH. Mitarbeiter*innen von AMIGO sowie deren Angehörige dürfen an diesem Gewinnspiel nicht teilnehmen. Alle, die den Gewinnspielpost mit einem passenden Kommentar auf www.facebook.com/amigo.spiele oder www.instagram.com/amigo.spiele kommentieren, nehmen automatisch am Gewinnspiel teil. Teilnehmer*innen sind für die Richtigkeit ihrer Angaben selbst verantwortlich. Jede Person darf nur einmal am Gewinnspiel teilnehmen. Die Teilnahme über automatisierte Massenteilnahmeverfahren Dritter ist unzulässig.
1.2. Der Veranstalter darf einzelne Personen von der Teilnahme ausschließen, wenn berechtigte Gründe vorliegen, wie z. B. doppelte Teilnahme unter verschiedenen E-Mail-Adressen oder sonstige Verstöße gegen die Teilnahmebedingungen. In diesem Fall können Gewinne nachträglich aberkannt und zurückgefordert werden.
1.3. AMIGO kann zu jedem Zeitpunkt ohne Vorankündigung und Angabe von Gründen das Gewinnspiel abbrechen oder beenden. Von diesem Recht kann AMIGO insbesondere dann Gebrauch machen, wenn eine ordnungsgemäße Durchführung des Gewinnspiels aus technischen oder rechtlichen Gründen nicht mehr möglich sein sollte.

2. Gewinn

Alle, die den Post mit einem passenden Kommentar auf www.facebook.com/amigo.spiele oder www.instagram.com/amigo.spiele kommentieren, nehmen automatisch am Gewinnspiel teil. Die Gewinner*innen werden zufällig ausgelost. Der Preis ist je ein 6 nimmt!-Paket bestehend aus einer Schürze, einem Notizblock und einer signierten Jubiläumsedition des Spiels 6 nimmt!.

Die Gewinnspielteilnahme ist nicht vom Erwerb einer Ware oder einer Dienstleistung abhängig. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Etwaige mit der Inanspruchnahme des Gewinns verbundene Zusatzkosten gehen zu Lasten der Gewinner*innen. Es ist strengstens untersagt, mehrere E-Mail-Adressen oder mehrere Facebook-Profile bzw. Instagram-Profile zur Erhöhung der Gewinnchancen zu verwenden. Pro Teilnehmer*in wird nur ein Preis vergeben. Mehrfachgewinne sind nicht möglich.

3. Gewinnspielzeitraum und Prozedere

3.1. Der Teilnahmezeitraum endet am 26.04.2026 um Mitternacht. Nach Teilnahmeschluss eingehende Kommentare werden bei der Auslosung nicht berücksichtigt.
3.2. Der Veranstalter ist nicht verantwortlich für die Verfügbarkeit von ihm oder Dritten bereitgestellter Webseiten, Computersysteme oder Netzwerke oder von Telekommunikationssystemen, die für den Zugriff auf die Webseite des Veranstalters oder Computersysteme erforderlich sind.
3.3. Der Nachweis der Versendung gilt nicht als Nachweis des Zugangs beim Veranstalter.

4. Gewinnspielermittlung und -Benachrichtigung

Die Gewinner*innen werden ausgelost und benachrichtigt. Danach haben sie sich innerhalb von 3 Tagen per Facebook- oder Instagram-Nachricht zu melden, damit die Zusendung des Gewinns abgestimmt werden kann. Bleibt eine Bestätigung innerhalb von 3 Tagen aus, so behält sich der Veranstalter das Recht vor, den Gewinn einzubehalten. Ist der Gewinn bestätigt, erhalten die Gewinner*innen ihre Spiele. Der Gewinn wird an angegebene Anschrift gesendet. Es erfolgt nur ein Zustellversuch, es besteht kein Anspruch auf einen erneuten Versand. Die Teilnehmenden sind selbst für die Richtigkeit ihrer Angaben verantwortlich. Der Gewinn wird direkt aus unserem Lager versandt und wird daher nicht AMIGO Spiel + Freizeit GmbH als Absender aufweisen.

5. Informationen zum Umgang mit personenbezogenen Daten / Datenschutz
5.1. Im Rahmen der Verlosung werden folgende personenbezogene Daten der Teilnehmer*innen verarbeitet:

  • Vor- und Nachname

  • Kontaktdaten wie E-Mail-Adresse sowie die postalische Anschrift

5.2. Zwecke

Diese Daten der Teilnehmer*innen werden ausschließlich zum Zweck der Durchführung des Gewinnspiels erfasst, gespeichert und zur Gewinnbenachrichtigung und um Gewinne zur Verfügung zu stellen genutzt.

5.3. Rechtsgrundlage

Rechtsgrundlage der Verarbeitung Ihrer personenbezogener Daten ist Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO – Vertragserfüllung, wenn Sie diesen Teilnahmebedingungen zustimmen bzw. diese akzeptieren und damit ein Vertrag mit uns zustande kommt.

5.4. Empfänger Ihrer personenbezogenen Daten:

Für die Verarbeitung der Teilnehmerdaten werden auch vertraglich gebundene externe Dienstleister (Auftragsverarbeiter gem. Artikel 28 DSGVO, z. B. Lager- und Versanddienstleister) eingesetzt. Die AMIGO Spiel + Freizeit GmbH sichert die Einhaltung aller datenschutzrechtlichen Vorschriften zur Auftragsverarbeitung bei diesen Dienstleistern zu.

Eine sonstige Weitergabe oder Übermittlung personenbezogener Daten der Teilnehmer*innen an unberechtigte Dritte findet nicht statt.

5.5. Lösch- und Aufbewahrungsfristen
Wir löschen personenbezogene Teilnehmerdaten, sobald sie für die genannten Zwecke nicht mehr erforderlich sind und keine gesetzlichen Nachweis- und Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Die datenschutzkonforme Löschung der Daten erfolgt spätestens drei Monate nach Ende des Gewinnspiels.

5.6. Rechte der Teilnehmer*innen
In Bezug auf die verarbeiteten personenbezogenen Daten stehen den Teilnehmer*innen folgende Rechte zu:

 

  • das Recht auf Auskunft über gespeicherte Daten (Art. 15 EU-DSGVO),

  • Recht auf Berichtigung (Art. 16 EU-DSGVO),

  • Recht auf Löschung der Teilnehmerdaten (Art. 17 EU-DSGVO), sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten dagegensprechen.

  • Ferner haben Teilnehmer*innen das Recht auf Einschränkung der Verarbeitung von Daten (Art. 18 EU-DSGVO),

    • das Recht auf Widerspruch (Art. 21 EU-DSGVO)

    • das Recht auf Widerruf eventuell erteilter Einwilligungen mit Wirkung für die Zukunft. In diesem Fall ist eine weitere Teilnahme an der laufenden Verlosung naturgemäß nicht mehr möglich.

    • das Recht auf Datenübertragbarkeit (Art. 20 EU-DSGVO).

  • Teilnehmer*innen haben zudem das Recht auf Beschwerde bei einer Aufsichtsbehörde ihres Aufenthaltsorts, ihres Arbeitsplatzes oder des Orts des mutmaßlichen Verstoßes, wenn Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die Verarbeitung der jeweils betreffenden personenbezogenen Daten gegen die EU-DSGVO verstößt (Art. 77 EU-DSGVO).

 

Alle Informationswünsche, Auskunftsanfragen oder Widersprüche zur Datenverarbeitung richten die Teilnehmer*innen bitte per E-Mail an datenschutz@amigo-spiele.de oder an die unten genannte Postanschrift.

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzhinweise : https://www.amigo-spiele.de/privacy-policy.

6. Anwendbares Recht
Die Teilnahmebedingungen sowie Streitigkeiten oder Meinungsverschiedenheiten im Zusammenhang mit diesem Gewinnspiel unterliegen deutschem Recht.

7. Verantwortlicher
Fragen oder Beanstandungen im Zusammenhang mit diesem Gewinnspiel können unter nachfolgender Adresse an den Veranstalter gerichtet werden:
AMIGO Spiel + Freizeit GmbH („AMIGO“)
Waldstraße 23-D5
63128 Dietzenbach
hotline@amigo-spiele.de

Die Promotion wird in keiner Weise von Meta gesponsert, unterstützt oder organisiert.

8. Abschlussbestimmungen
Die Promotion wird in keiner Weise von Meta gesponsert, unterstützt oder organisiert. Ansprechpartner und Verantwortlicher ist allein AMIGO.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Dieses Gewinnspiel steht nicht in Verbindung mit Meta. Meta ist insbesondere nicht Veranstalter, Sponsor, Unterstützer oder Organisator dieses Gewinnspiels. Informationen werden ausschließlich durch den Veranstalter und nicht durch Meta bereitgestellt. Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklären die Teilnehmerinnen, dass sie gegenüber Meta keine Ansprüche geltend machen werden, die im Zusammenhang mit dem Gewinnspiel stehen und sie Meta insoweit freistellen.

Published — 08. April 2026 Verlage und Verbände

Verstärkung im Vertrieb gesucht!

Von: Service
08. April 2026 um 12:25

Wir suchen Verstärkung! 

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Bei uns dreht sich alles um Spiele, Strategie und Begeisterung – und genau dafür suchen wir Menschen, die nicht nur verkaufen, sondern andere mitreißen können. Wenn du gerne mit Kunden arbeitest, ein Gespür für gute Produkte hast und Teil eines engagierten Teams werden möchtest, bist du bei uns genau richtig.

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Wir freuen uns darauf, dich kennenzulernen!

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Published — 07. April 2026 Verlage und Verbände

Im Interview – Nico Finkernagel blickt auf sein erstes Jahr als CTO

07. April 2026 um 16:22

Seit 1. April 2025 ist Nico Finkernagel Chief Technology Officer (CTO) bei Pegasus Spiele. Teil der IT-Abteilung ist er aber bereits seit 2018. Als Software Engineer war er seither an der Realisierung zahlreicher Projekte beteiligt. Er setzte seine Fähigkeiten und Kenntnisse in den Bereichen Datenanalysen und Prozessoptimierungen ein, zum Beispiel bei der Einführung eines neuen Shopsystems und dem Aufbau der IT-Infrastruktur für das Pegasus Spiele Tochterunternehmen Pegasus Spiele North America.

Als CTO hat er nicht nur die Leitung des IT-Teams inne, sondern kümmert sich als Teil des Managements unter anderem auch um den Ausbau der IT-Sicherheitsstrategien, die Einführung neuer Technologien und den Aufbau strategischer Partnerschaften im Bereich IT.

Nach seinem ersten Jahr als CTO blickt er auf die ersten Erfolge und zukünftige Projekte:

Auf welchen Themen liegt dein Hauptaugenmerk seit Beginn deiner Tätigkeit als CTO?

„Seit ich CTO bin, bewegt sich mein Alltag im Grunde zwischen zwei Welten: Zum einen leite ich ein für unsere Unternehmensgröße ziemlich großes IT-Team von fünf Personen. Das heißt ganz konkret: Projekte priorisieren, Strukturen weiterentwickeln, aber vor allem dafür sorgen, dass das Team gut arbeiten kann.
Zum anderen ist ein großer Teil meiner Arbeit strategisch geprägt. Ich beschäftige mich viel mit der Frage, welche Technologien für uns wirklich relevant sind und welche eben nicht. Es geht darum, sinnvolle Schwerpunkte zu setzen und die IT so auszurichten, dass sie das Unternehmen langfristig unterstützt. Das betrifft Logistik- und Handelsprozesse, IT-Infrastrukturen, aber auch generelle Tools, die beeinflussen, wie wir im gesamten Pegasus Spiele Team zusammenarbeiten.“

Mit Blick auf über 30 Jahre Firmengeschichte ist ein Jahr als CTO natürlich noch keine lange Zeit, aber gibt es schon Erfolge, auf die du zurückblicken kannst?

„Ein großer Schritt war für mich, dass wir uns als IT-Team neu aufgestellt haben. Zwar arbeiten wir nach wie vor eng zusammen, besprechen uns regelmäßig und sind als Team die Anlaufstelle für alle technischen Probleme, aber wir haben nun auch alle unsere Schwerpunkte: Entweder im Bereich Administration & Tooling mit Fokus auf Identity Management sowie IT- & Netzwerk-Sicherheit oder im Bereich E-Commerce mit besonderem Blick auf SAP als unser Warenwirtschaftssystem, aber auch unser Shopsystem Shopware. Diese Splittung schafft Klarheit bei den Zuständigkeiten, lässt uns aber auch produktiver arbeiten als früher.

Ein weiterer wichtiger Fokus lag im letzten Jahr auf dem Thema IT-Sicherheit. Wir haben begonnen, unsere Architektur stärker in Richtung eines Zero-Trust-Ansatzes weiterzuentwickeln, also weg von klassischen, klar abgegrenzten Netzwerken hin zu einer Umgebung, in der jeder Zugriff grundsätzlich verifiziert wird. Das betrifft unter anderem Identitäten, Geräte und Zugriffsrechte und schafft eine deutlich robustere Grundlage für unsere Systeme.

Darüber hinaus gab es viele kleinere Projekte und Verbesserungen im Alltag, zum Beispiel die flächendeckende Einbindung der SSO-Authentifizierung oder ein vereinfachtes Zeiterfassungsmanagement, die sich jedoch in Summe deutlich bemerkbar machen und unsere Arbeitsweise kontinuierlich voranbringen. Einige dieser Projekte sind in der IT inzwischen State of the Art, für andere mussten wir eigene Soft- bzw. Hardware entwickeln. Ein größeres Projekt im letzten Jahr war außerdem der Relaunch von pegasus.de Mitte 2025, den wir als Teil eines interdisziplinären Website Teams begleitet haben. Insgesamt ging es in meinem ersten Jahr als CTO aber insbesondere darum, Grundlagen zu schaffen, auf denen wir künftig aufbauen können.“

Verrätst du uns, wie dein Arbeitsalltag aussieht?

„Sehr unterschiedlich und ehrlich gesagt mag ich genau das daran. Es gibt Tage, an denen ich gefühlt von Termin zu Termin gehe und viel im Austausch bin: mit meinem Team, mit anderen Abteilungen oder mit externen Partner*innen. An anderen Tagen habe ich mehr Raum für konzeptionelle Arbeit oder tiefere technische Themen.

Was allerdings tatsächlich zu kurz kommt, ist das Programmieren selbst. Das bedaure ich manchmal, weil mir genau dieser Teil nach wie vor großen Spaß macht. Deshalb versuche ich, mir so oft wie möglich kleine Zeitfenster freizuschaufeln, auch wenn das dann nicht selten in einer ‚Nachtschicht‘ endet. Es ist für mich wichtig, den Bezug zum operativen Geschäft nicht zu verlieren und Dinge auch selbst auszuprobieren.
Außerdem achte ich darauf, auch mal einen Schritt zurückzutreten und mich zu fragen: Sind wir noch auf dem richtigen Weg? Was müssen wir anpassen? Wo wollen wir eigentlich hin? Den Überblick über das große Ganze zu behalten ist ein wichtiger Faktor meiner Position.“

Woher kommt deine Faszination für IT und Technologie?

„So genau kann ich das gar nicht auf einen bestimmten Moment zurückführen. Ich glaube, mich hat schon früh gereizt, zu verstehen, wie Dinge funktionieren und wie man sie verbessern kann. IT bietet da unglaublich viele Möglichkeiten.“

Brettspiele sind als analoges Medium nicht gerade, woran man bei technologischer Innovation denkt. Wieso reizt dich gerade diese Herausforderung?

„Der Gedanke ist absolut nachvollziehbar. In unserem Fall geht es weniger darum, das Produkt selbst zu digitalisieren, sondern vielmehr um alles, was drumherum passiert: Entwicklung, Planung, Produktion, Logistik oder Datenmanagement. Wenn man an diesen Stellen die richtigen Hebel ansetzt, kann man enorm viel bewegen. Und genau das finde ich spannend, in einem Umfeld zu arbeiten, das nicht per se als ‚tech driven‘ gilt und trotzdem enormes Potenzial bietet.

Gleichzeitig hat uns das Internet sehr deutlich gezeigt, was Digitalisierung leisten kann: Sie ist ein Werkzeug, um viele Menschen zu erreichen und miteinander zu verbinden. Für uns bedeutet das, unsere Vision weiterzutragen, möglichst vielen Menschen den Zugang zu Brettspielen zu ermöglichen und neue Verbindungen zu schaffen. Technologie ist dabei kein Selbstzweck, sondern ein Mittel, um genau das zu unterstützen.“

Welche Ziele hast du dir für die nächsten sechs Monate und welche für die nächsten sechs Jahre gesteckt?

„Kurzfristig möchte ich vor allem weiter an klaren Strukturen arbeiten: Transparenz schaffen, Prozesse sauber aufsetzen und Prioritäten klar definieren. Mir ist wichtig, dass die IT nicht nur als Dienstleister wahrgenommen wird, sondern als aktiver Teil des Unternehmens.

Langfristig denke ich weniger in einzelnen Projekten, sondern in Fähigkeiten. Ich wünsche mir, dass wir eine IT-Organisation aufbauen, die stabil läuft, aber gleichzeitig flexibel genug ist, um schnell und unkompliziert auf Veränderungen reagieren zu können. Denn insbesondere der digitale Sektor ist extrem schnelllebig und eine Innovation jagt die nächste. Dazu kommen rechtliche Vorgaben, aber auch sich ständig wandelnde logistische sowie bürokratische Herausforderungen. Meine Hoffnung ist es, dass ich als CTO bzw. wir als IT-Team dazu beitragen, dass Pegasus Spiele technologisch stets gut gerüstet ist und ein Arbeitsumfeld bietet, in dem Technologie zu Kreativität, Wachstum und nachhaltigem Erfolg beiträgt.“

Vielen Dank für deine Antworten!

Der Beitrag Im Interview – Nico Finkernagel blickt auf sein erstes Jahr als CTO erschien zuerst auf Blog und News.

Published — 06. April 2026 Verlage und Verbände
Published — 03. April 2026 Verlage und Verbände
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