Normale Ansicht

The Old King's Crown: Intrigen und Machtspiele um einen verfallenen Thron

04. März 2026 um 19:50
The Old King's Crown: Intrigen und Machtspiele um einen verfallenen Thron

Die Gamefound-Kampagne zu The Old King's Crown ist gestartet und bringt neben einem Second Print auch die neue Erweiterung Songs of Home. Wer die deutsche Ausgabe bevorzugt, kann diese direkt bei Spielworxx vorbestellen.

Kartengetriebene Machtkämpfe mit Bluff und Timing

The Old King's Crown ist ein kartengetriebenes Spiel für 1–4 Personen, in dem Thronerben um die Vorherrschaft über ein vom Verfall gezeichnetes Königreich kämpfen. Vom bröckelnden Schloss bis zur geheimnisvollen Nekropole birgt jede Region des Spielplans eigene Chancen und Gefahren.

Im Kern bewegen die Spielenden ihre Banner über den Spielplan, um strategisch wichtige Orte zu beanspruchen. Anschließend werden Karten gleichzeitig und verdeckt in die verschiedenen Regionen gespielt, bevor sie aufgedeckt und abgehandelt werden. Dieses gleichzeitige Ausspielen sorgt für Spannung und minimiert Wartezeiten.

Gebiete werden sowohl offen mit Herolden beansprucht als auch verdeckt über Karten beeinflusst. Es entsteht ein Mix aus Bluff, Planung und Täuschung, bei dem nicht rohe Stärke entscheidet, sondern das Lesen der Mitspieler und der richtige Moment zum Zuschlagen. Jede Fraktion verfügt dabei über eigene Fähigkeiten und Gefolgsleute mit individuellen Eigenschaften, die unterschiedliche Spielstile ermöglichen.

Machtproben entscheiden über Sieg oder Niederlage und belohnen erfolgreiche Personen mit Einfluss, der zentralen Ressource des Spiels. Nach einer festgelegten Anzahl von Runden gewinnt, wer den größten Einfluss über das Reich errungen hat.

Verfügbarkeit und Vorbestellung

The Old King's Crown ist für 1–4 Personen ab 14 Jahren ausgelegt, eine Partie dauert 60–120 Minuten. Die Auslieferung der deutschen Ausgabe ist für Oktober 2026 geplant. Vorbestellungen sind bei Spielworxx für 70,00 € möglich.

SideQuest – Die Insel der Katzen im Test

04. März 2026 um 19:21
SideQuest – Die Insel der Katzen im Test

Escape-Room-Spiele auf dem Tisch gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Die einen setzen auf eine App, die anderen lassen dich Karten zerschneiden oder Umschläge aufreißen. SideQuest – Die Insel der Katzen geht einen anderen Weg und verbindet das gemütliche Katzenflair aus Die Insel der Katzen mit knackigen Rätseln – ganz ohne Schere und ganz ohne Smartphone. Ob das Konzept aufgeht und für wen sich die Box lohnt, verrät dieser Test.

Worum geht es eigentlich?

Die Geschichte beginnt mit einem ungemütlichen Erwachen: Du findest dich in einem dunklen Käfig auf einem Schiff aus Veshs Flotte wieder. Die Katzen sind gefangen, die Lage ist ernst – und nur dein Einfallsreichtum bringt euch alle gemeinsam in Freiheit. Was sich zunächst wie ein simpler Einstieg liest, entpuppt sich schnell als roter Faden, der die einzelnen Rätselblöcke miteinander verbindet und dem Ganzen eine angenehme Erzählstruktur gibt.

Wer das Ursprungsspiel Die Insel der Katzen kennt, wird das Thema und die Optik sofort wiedererkennen. Polyomino-Plättchen mit Katzen, Fische als Ressource, der böse Lord Vesh im Hintergrund – das alles ist stimmig eingebettet. Wer das Grundspiel nicht kennt, verpasst nichts Spielentscheidendes, auch wenn Fans natürlich ein Schmunzeln mehr bekommen.

SideQuest – Die Insel der Katzen im Test

Was steckt in der Box?

Der Lieferumfang ist überschaubar, aber zweckdienlich. Im Inneren der Box warten Karten mit den eigentlichen Rätseln, Polyomino-Plättchen aus Pappe, ein faltbarer Antwort-Checker sowie ein Heft mit gestaffelten Hinweisen. Der Checker funktioniert dabei als cleveres Verifizierungssystem: Plättchen werden in einer bestimmten Reihenfolge eingelegt, und wenn alle Katzenmotive auf beiden Seiten korrekt aufeinanderliegen, ist die Lösung richtig.

Eine wichtige Ergänzung fehlt in der Packungsliste, findet sich aber schnell im Haushalt: Zettel und Stift. Wer ohne dieses kleine Hilfsmittel ans Werk geht, macht es sich unnötig schwer. Die physischen Spielkomponenten bleiben dabei vollständig unberührt – kein Reißen, kein Beschreiben, kein Überkleben. Das bedeutet, die Box lässt sich anschließend problemlos an Freunde oder Familie weitergeben.

Wie läuft eine Partie ab?

Das Spielprinzip ist schnell erklärt. Rätsel für Rätsel arbeitest du dich durch Karten und Aufgaben, sammelst dabei Fische und schaltest mit einer bestimmten Anzahl davon neue Rätsel frei. Die Fische funktionieren also weniger als Ressource im klassischen Sinne, sondern eher als Fortschrittsanzeige – je mehr du hast, desto weiter kommst du in der Geschichte.

Die Rätsel selbst wechseln angenehm zwischen verschiedenen Typen ab. Mal geht es darum, Polyomino-Plättchen räumlich korrekt zu platzieren, mal folgt man Hinweisen auf Karten und leitet daraus eine Antwort ab. Manche Aufgaben sind in Sekunden gelöst, andere kosten deutlich mehr Zeit – und genau das hält die Spannung aufrecht.

Ein Zeitlimit gibt es nicht. Die Runde ist kooperativ angelegt, alle Anwesenden tüfteln gemeinsam. Das sorgt für gute Gespräche und verhindert, dass jemand dauerhaft auf der Bank sitzt.

SideQuest – Die Insel der Katzen im Test

Für wie viele Spieler ist SideQuest – Die Insel der Katzen geeignet?

Zu zweit läuft das Spiel am runden. Beide Personen haben jederzeit etwas zu tun, können diskutieren, Ideen gegeneinander abwägen und sich gegenseitig auf die Sprünge helfen. Ab drei oder vier Personen besteht die Gefahr, dass einzelne Spieler bei bestimmten Rätseln schlicht nichts zu tun haben – weil meist ein oder zwei Komponenten im Mittelpunkt stehen und der Rest zuguckt.

Solo lässt sich SideQuest – Die Insel der Katzen ebenfalls spielen und bietet auch so ein vollwertiges Erlebnis. Wer allerdings gerne laut nachdenkt und Ideen im Dialog entwickelt, wird mit einer zweiten Person mehr Freude haben.

Wie schwer sind die Rätsel?

Die Schwierigkeit ist mit 1 von 4 angegeben – und das trifft es im Schnitt gut. Einzelne Aufgaben fühlen sich aber schwerer an, als diese Zahl vermuten lässt. Besonders räumliche Rätsel, bei denen Plättchen in genau der richtigen Ausrichtung platziert werden müssen, können für mehrere Minuten intensives Grübeln sorgen. Das Hinweisheft ist in diesen Momenten gut dosiert: Es gibt gestaffelte Tipps, sodass man sich so viel Hilfe holen kann wie nötig – oder eben gar keine.

Die Spieldauer liegt realistisch zwischen 60 und 90 Minuten, was gut zum angegebenen Rahmen passt.

SideQuest – nur ein Spiel oder eine ganze Serie?

SideQuest – Die Insel der Katzen ist Teil einer wachsenden Spielreihe. Neben diesem Titel gibt es bereits SideQuest-Ableger zu bekannten Welten wie 7te See, Frostpunk und Nemesis. Das Konzept ist dabei immer dasselbe: ein in sich geschlossenes Rätselerlebnis, angesiedelt in einer bekannten Spielwelt, einmalig spielbar und ohne Zusatzmaterial. Wer mit einer Box gut unterhalten wird, findet in der Reihe also direkt Nachschub für den nächsten Spieleabend.

Wie schlägt es sich im Vergleich zu Exit oder Unlock?

Das ist die Frage, die sich jeder stellen wird, der schon Erfahrungen mit anderen Escape-Room-Spielen gemacht hat. SideQuest – Die Insel der Katzen verlangt kein Zerstören von Material, was ein klarer Vorteil für die Weitergabe ist. Eine App wird nicht benötigt, was technische Abhängigkeiten eliminiert. Dafür ist das Rätselerlebnis etwas weniger breit gefächert als bei manchen Exit-Titeln und verzichtet auf spektakuläre Aha-Momente à la Unlock.

Was bleibt, ist ein solides, thematisch stimmiges Puzzle-Erlebnis mit einer hübschen Optik und einem guten Gefühl für Rätselbalance.

Fazit zu SideQuest – Die Insel der Katzen

Für Fans von Die Insel der Katzen ist der Kauf eine einfache Entscheidung. Das Thema wurde liebevoll übertragen, die Rätsel nutzen die bekannten Spielelemente sinnvoll und die Geschichte schafft einen angenehmen Rahmen. Zettel und Stift griffbereit legen – das ist die einzige Vorbereitung, die wirklich nötig ist.

Wer Escape-Room-Erfahrung mitbringt und ein kurzweiliges Rätselerlebnis für einen Abend sucht, ist hier gut aufgehoben. Wer hingegen auf intensive Atmosphäre oder besonders ausgefeilte Rätselketten steht, sollte die Erwartungen etwas zurückschrauben. Als Einstieg in die SideQuest-Reihe macht die Insel der Katzen aber definitiv Lust auf mehr.

Die besten 2-Personenspiele (2026)

Newsbild Ob Geburtstag, Ostern, Weihnachten oder einfach ein besonderer Moment: Die Suche nach dem passenden Geschenk kann manchmal ganz schön schwierig sein. Da wir selbst oft von Freunden und Bekannten um Tipps gebeten werden, haben wir eine sorgfältige Liste für Spiele für 2 Personen zusammengestellt. Bitte beachtet, dass unsere Liste natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt und sich im Laufe der Zeit immer wieder verändern kann. Viele Empfehlungen basieren auf persönlichen Vorlieben. Jeder hat ja einen anderen Geschmack oder Interesse. Wir haben uns bemüht verschiedene Genres zu berücksichtigen und vor allem hohen und langen Spielspaß der auch über mehrere Jahre hinweg vorhanden bleiben wird. Link: Zur Bestenliste 2-Personenspiele

Gewinner der Abenteuer Brettspiele Community Awards ’25

Von: Peer
04. März 2026 um 07:36

Gewinner der Abenteuer Brettspiele Community Awards '25Bis Ende Februar konntet ihr bei den Abenteuer Brettspiele Community Awards ’25 für eure Favoriten abstimmen und nun stehen die 4 Preisträger fest. Wie die Abstimmung gelaufen ist und welche Spiele in den 4 Community Awards Kategorien gewonnen haben, erfahrt ihr im Folgenden. Die 4 Gewinner der Abenteuer Brettspiele Community Awards ’25 Bereits zum vierten […]

Der Beitrag Gewinner der Abenteuer Brettspiele Community Awards ’25 erschien zuerst auf Abenteuer Brettspiele.

Dragonella – Spielkritik

Von: Paddy
04. März 2026 um 07:24
Dragonella

Die Reichtümer türmen sich in der grossen Kammer. Drachendame Dragonella wacht seit vielen Jahren über den Schatz, von dem wir nun auch ein grosses Stück haben möchten. Beim schnellen Reaktionsspiel muss man sich blitzschnell für den richtigen Kartenstapel entscheiden. Die

Der Beitrag Dragonella – Spielkritik erschien zuerst auf brettspielblog.ch.

In Bonn wird gespielt!

04. März 2026 um 02:33

Einst konnte man sich darüber beklagen, dass Bonn (und Umgebung) eine Art Spielewüste, ein weißer Fleck auf der Spielelandkarte sei. Das war 2005. Die Zeit hat aber zum Glück auch…

The post In Bonn wird gespielt! appeared first on Reich der Spiele.

Slay the Spire: Das Brettspiel

Von: Oli
04. März 2026 um 00:30


Manchmal hört man von einem Spiel und denkt sich: „Wie soll das denn bitte funktionieren?“ So ging’s mir bei Slay the Spire: Das Brettspiel. Ein Deckbuilder-Roguelike, das digital so elegant durch Dungeon, Gegner und Kartenkombos rauscht – jetzt auf dem Tisch, mit Papptoken, Playerboards und… Sleeves? Ich war wirklich sehr skeptisch. Schon allein, weil ich beim Öffnen der Packung diese Sleeves gesehen habe und mich fragte, warum diese einem hier aufgezwängt werden. Gut, mittlerweile weiß ich, dass diese Sleeves einen Sinn und Zweck haben und das Spiel ohne diese schlicht umständlicher und schwerer wäre.


Aber das Wichtigste zuerst: Wie spielt es sich? Dazu muss ich vorwegnehmen, dass ich das digitale Original durchaus gespielt, aber nie wirklich intensiv dauer- oder gar "durchgespielt" habe. Dementsprechend kenne ich auch im Videospiel nicht alles, was es dort so gibt. Das Spielgefühl habe ich dennoch in guter Erinnerung. Und ich muss sagen, dass die Brettversion sich doch erstaunlich vertraut anfühlt - und das hätte ich wirklich nicht erwartet. Denn Slay the Spire auf dem PC (oder sonstiges Rechengerät Eurer Wahl) ist ja ein absolutes Solo-Spiel. Hier am Tisch ist es jetzt ein kooperativer Klopper – wobei man es auch hier durchaus solo spielen kann. Jeder spielt einen der bekannten Charaktere – mit eigenem Kartenstapel, Belohnungsstapeln und Relikten. Das Besondere: Jeder Held hat zwei Belohnungsdecks – normal und Sonderbelohnungen – und grundsätzlich lässt sich jede Karte auch noch upgraden, indem man sie umdreht (daher die Pflicht für Sleeves!).


Der Spielablauf ist klar strukturiert und folgt einem Pfad, der zum Teil festgelegt und zum Teil mit zufälligen Token je Partie unterschiedlich ist. Mal wird gekämpft, mal geruht, mal kommt ein Ereignis und mal wird geshoppt - und am Ende wartet ein Boss. Das Ganze ist dann noch eingeteilt in drei Akte, wobei man in der ersten Partie schon froh ist, wenn man beim Boss des 1. Aktes anklopfen kann. Das „Spielende“ nach dem 3. Akt sieht man jedenfalls erst nach vielen, vielen Durchgängen. Scheitern ist also der Standard, dafür verbessert man sich aber stetig und schaltet nach den Durchgängen auch immer mal wieder neue Karten für den nächsten Durchgang frei. Und ja, das Ganze ist dadurch natürlich repetitiv. Das ist aber auch gewollt. Slay the Spire ist ein sogenanntes Roguelike, mit allem, was dazugehört. Scheitern gehört hier quasi zur Spielmechanik. Das muss man natürlich mögen. Auch, dass es durchaus mal Durchgänge gibt, nach denen man nichts freischaltet und in denen dadurch auch keine spürbare Progression erfolgt. Manchmal läuft’s wie am Schnürchen. Manchmal ist nach zwei Kämpfen Schluss und man fragt sich: „Was war denn das jetzt?“.


Was mir teilweise nicht ganz so gut gefällt ist dagegen die Spieldauer. Ein Akt dauert gute 90 Minuten. Und wenn man schon gut gelevelt ist, schafft man es eben auch bis zum Ende von Akt 3. Und das sind dann gute 5 Stunden Spielzeit - in denen man wohlgemerkt eigentlich immer das Gleiche macht. Natürlich kann man zwischen den Akten „speichern“, doch wer will das schon, wenn man grade mit Ach und Krach den Boss eines Aktes besiegt hat und wissen will, ob man es auch noch weiter schafft? Oder schlimmer: Man speichert, trifft sich zu einer zweiten Sitzung und wird dort nach 10 Minuten von Monstern überwältigt. Da kann auch schonmal ganz schnell ganz viel Frust aufkommen. Andererseits hat man dann ja Zeit, wieder von vorne zu Beginnen. Wie gesagt, Scheiter ist hier Programm.


Zu guter Letzt noch ein paar Worte zum Material. Viele tolle Karten, eine Optik die gefühlt 1:1 aus dem Videospiel übernommen wurde, Sleeves als notwendiges Übel (wobei das eigentliche Übel im Sleeven vor der ersten Partie liegt) und ein wirklich gut durchdachtes Inlay, dank dem sich das Spiel verhältnismäßig schnell auf den Tisch und wieder wegräumen lässt. Ein wertiges Spiel, bei dem man den gehobenen Preis auch durchaus optisch/haptisch wahrnimmt.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass Slay the Spire als Brettspiel handwerklich top und mechanisch super durchdacht und erstaunlich nah am digitalen Original gemacht ist. Es ist aber nichts für jeden – und will das glaube ich auch gar nicht sein. Wer Lust auf Deckbau, Taktik, Scheitern und Progression hat, wird hier bestens bedient. Definitiv (einer?) der beste(n) Deckbuilder – wobei mich das hohe Ranking auf BGG trotzdem überrascht. Denn ein „Wohlfühlspiel für die breite Masse“ ist es definitiv nicht.

 _________________________________________________________________



Slay the Spire: Das Brettspiel von Gary Dworetsky, Anthony Giovannetti, Casey Yano
Erschienen bei Nice Game Publishing
Für 1 - 4 Spielende in 30 - 150 Minuten ab 12 Jahren
sämtliche Bilder sind von uns selbst erstellt oder vom jeweiligen Pressematerial des Verlages (hier Nice Game Publishing)
*es handelt sich um einen Affiliate-Link. Für Euch entstehen keine zusätzlichen Kosten, wir erhalten eine kleine Provision.

❌