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Das Spiel Heaven & Ale von Michael Kiesling und Andreas Schmitt stammt aus dem Jahr 2017. Ich hatte zwar schon öfter davon gehört und es sogar mal eine Zeitlang besessen, aber es ist dann wieder ungespielt ausgezogen, aus Platz und Zeitgründen.
Nun habe ich seit einigen Monaten eine neue Mitspielerin, mit der ich derzeit viele ältere Spiele spiele und es macht wirklich sehr viel Spaß. Und sie hatte sich vor kurzem Heaven & Ale gekauft, das wir dann am Mittwochabend zum ersten Mal zu zweit gespielt haben.
Spielecover von Heaven & Ale, Eggertspiele, 2017
Thema des Spiels ist, dass wir Mönche in einem Kloster sind, die Bier brauen. Dazu benötigen wir Rohstoffe wie Hefe, Weizen, Wasser, Hopfen und Holz. Außerdem müssen wir zusehen, dass unser Braumeister vorankommt, denn je weiter dieser am Ende der Partie gekommen ist, desto mehr Siegpunkte können wir bekommen. Dabei müssen wir darauf achten, dass wir möglichst alle unsere Ressourcenmarker gleichmäßig voranbringen und keine Ressource am Ende der Partie zu weit hinten liegt.
Klostergarten (Spielertableau)
Auf dem obigen Bild sieht man die Punkteleiste (am oberen Rand des Klostergartens). Der rote Braumeister steht auf der 13 und der „niedrigste“ Ressourcenmarker auf der 7. Dieser Wert (7) wurde dann mit dem Bierwert (x4), im Bereich meiner Braumeisterfigur multipliziert. Spannend ist bei der Wertung auch der Umtauschwert, den man neben der Braumeisterfigur sieht (Bei mir war das 2:1). Dafür kann man nämlich seine am weitesten fortgeschrittenen Ressourcenmarker auf der Leiste zurückziehen, um dafür die am hinten liegenden nach vorne bewegen. Ich hatte vor der Endwertung z. B. sehr viel Holz und konnte dadurch die anderen Marker noch einige Felder nach vorne bekommen. Für mich ist diese Wertung einer der Punkte, die ich an dem Spiel sehr mag und auf die man auch sehr achten muss.
Um an die Ressourcen zu kommen, bewegt man seinen Mönch um das Spielfeld (siehe untenstehendes Bild vom Spielplan) und kann dann das/die Ressourcenplättchen von seinem Zielfeld nehmen und in seinen Klostergarten legen. Der Klostergarten hat eine helle und eine dunkle Seite. Auf der hellen Seite werden bei einer Wertung die Ressourcen produziert, je nach Wert auf dem Plättchen (1-5), und auf der dunklen Seite bekommt man die dringend benötigten und immer knappen Dukaten.
Man muss nämlich Geld bezahlen, wenn man eines der Plättchen in seinen Klostergarten legt. Auf der dunklen Seite ist das der Wert des Plättchens in Dukaten und auf der hellen Seite wird der Preis verdoppelt. Lege ich hier also ein 3er Hefeplättchen (weiß) auf meine helle Seite, so kostet mich das 6 Dukaten.
Hauptspielplan in Runde 3 von 3 (2-Spieler-Partie)
Um Geld zu bekommen (Wir starten mit 25 Dukaten) muss man Wertungen auslösen. Dafür gibt es auf dem Spielplan Felder mit Wertungssteinen (lila Glockensymbol). Dummerweise liegt da normalerweise immer nur 1 Stein. Man schnappt sich diese also vor der Nase weg. Und man muss auch schauen, dass die Wertung einem möglichst viel einbringt, da man jede Wertung nur 1x im Spiel durchführen kann. Werten kann man z. B. gleiche Zahlen auf den Plättchen oder alle Plättchen einer bestimmten Ressource.
Und dann gibt es da noch die Mönchsplättchen, die bei einer Wertung den Braumeister voranbringen und alle an sie angrenzenden Plättchen werten. Hat man zwei Wertungen eines Privilegienpaares durchgeführt hat, darf man eine Privilegkarte ausspielen und bekommt ihren Ertrag (siehe linker Rand des Spielertableaus, vorletztes Bild).
Außerdem kommt es jedes Mal zu einer Scheunenwertung, wenn ich einen sogenannten Scheunenplatz umschlossen habe. Dies Felder zeigen zu Spielbeginn einen Bereich, der mit einem Holzzaun umschlossen ist. Habe ich alle Felder um dieses Feld mit Ressourcen- oder Mönchsplättchen belegt, so führe ich hier eine Wertung aus und platziere auf dem Feld in der Mitte eine Scheune.
Und last but not least gibt es noch die Fasswertungen. Hier kann man große oder kleine Bierfässer bekommen, wenn man die darauf abgedruckten Ziele erreicht hat, wie z. B. 6 Rohstoffplättchen mit dem Wert 1.
Wir haben gleich 2 Partien gespielt. Die erste dauerte 60 Minuten, die zweite noch 41 Minuten. Von mir bekommt Heaven & Ale eine 7.5 von 10, mit Tendenz zur 8. Ich werde es sicherlich wieder spielen.
Ich denke, dass das Spiel mit 3 oder 4 Spielenden noch gewinnt. Kritisieren könnte man bei dem Spiel, dass bei den Wertungen auf den Fassfeldern immer alle Fässer nehmen darf, deren Bedingung man erfüllt hat. Mich hat das jetzt aber nicht gestört.
Bei 2 Spielenden spielt man übrigens nur 3 Runden, zu dritt 4 Runden und zu viert 6 Runden. Zu viert kann das Spiel dann auch mal 2 Stunden dauern, zu zweit kommt man mit 45 Minuten gut hin, wenn beide die Regeln können.
Die Regeln sind übrigens schnell erklärt und die Spielanleitung ist gut gestaltet und strukturiert, auch wenn hier noch etwas Luft nach oben ist.
Zu dem Spiel ist 2019 auch noch eine Erweiterung erschienen: Heaven & Ale: Der Bierkutscher Die soll das Spiel noch etwas variantenreicher machen, ist aber kein must-have.
Das Spiel Heaven & Ale von Michael Kiesling und Andreas Schmitt stammt aus dem Jahr 2017. Ich hatte zwar schon öfter davon gehört und es sogar mal eine Zeitlang besessen, aber es ist dann wieder ungespielt ausgezogen, aus Platz und Zeitgründen.
Nun habe ich seit einigen Monaten eine neue Mitspielerin, mit der ich derzeit viele ältere Spiele spiele und es macht wirklich sehr viel Spaß. Und sie hatte sich vor kurzem Heaven & Ale gekauft, das wir dann am Mittwochabend zum ersten Mal zu zweit gespielt haben.
Spielecover von Heaven & Ale, Eggertspiele, 2017
Thema des Spiels ist, dass wir Mönche in einem Kloster sind, die Bier brauen. Dazu benötigen wir Rohstoffe wie Hefe, Weizen, Wasser, Hopfen und Holz. Außerdem müssen wir zusehen, dass unser Braumeister vorankommt, denn je weiter dieser am Ende der Partie gekommen ist, desto mehr Siegpunkte können wir bekommen. Dabei müssen wir darauf achten, dass wir möglichst alle unsere Ressourcenmarker gleichmäßig voranbringen und keine Ressource am Ende der Partie zu weit hinten liegt.
Klostergarten (Spielertableau)
Auf dem obigen Bild sieht man die Punkteleiste (am oberen Rand des Klostergartens). Der rote Braumeister steht auf der 13 und der „niedrigste“ Ressourcenmarker auf der 7. Dieser Wert (7) wurde dann mit dem Bierwert (x4), im Bereich meiner Braumeisterfigur multipliziert. Spannend ist bei der Wertung auch der Umtauschwert, den man neben der Braumeisterfigur sieht (Bei mir war das 2:1). Dafür kann man nämlich seine am weitesten fortgeschrittenen Ressourcenmarker auf der Leiste zurückziehen, um dafür die am hinten liegenden nach vorne bewegen. Ich hatte vor der Endwertung z. B. sehr viel Holz und konnte dadurch die anderen Marker noch einige Felder nach vorne bekommen. Für mich ist diese Wertung einer der Punkte, die ich an dem Spiel sehr mag und auf die man auch sehr achten muss.
Um an die Ressourcen zu kommen, bewegt man seinen Mönch um das Spielfeld (siehe untenstehendes Bild vom Spielplan) und kann dann das/die Ressourcenplättchen von seinem Zielfeld nehmen und in seinen Klostergarten legen. Der Klostergarten hat eine helle und eine dunkle Seite. Auf der hellen Seite werden bei einer Wertung die Ressourcen produziert, je nach Wert auf dem Plättchen (1-5), und auf der dunklen Seite bekommt man die dringend benötigten und immer knappen Dukaten.
Man muss nämlich Geld bezahlen, wenn man eines der Plättchen in seinen Klostergarten legt. Auf der dunklen Seite ist das der Wert des Plättchens in Dukaten und auf der hellen Seite wird der Preis verdoppelt. Lege ich hier also ein 3er Hefeplättchen (weiß) auf meine helle Seite, so kostet mich das 6 Dukaten.
Hauptspielplan in Runde 3 von 3 (2-Spieler-Partie)
Um Geld zu bekommen (Wir starten mit 25 Dukaten) muss man Wertungen auslösen. Dafür gibt es auf dem Spielplan Felder mit Wertungssteinen (lila Glockensymbol). Dummerweise liegt da normalerweise immer nur 1 Stein. Man schnappt sich diese also vor der Nase weg. Und man muss auch schauen, dass die Wertung einem möglichst viel einbringt, da man jede Wertung nur 1x im Spiel durchführen kann. Werten kann man z. B. gleiche Zahlen auf den Plättchen oder alle Plättchen einer bestimmten Ressource.
Und dann gibt es da noch die Mönchsplättchen, die bei einer Wertung den Braumeister voranbringen und alle an sie angrenzenden Plättchen werten. Hat man zwei Wertungen eines Privilegienpaares durchgeführt hat, darf man eine Privilegkarte ausspielen und bekommt ihren Ertrag (siehe linker Rand des Spielertableaus, vorletztes Bild).
Außerdem kommt es jedes Mal zu einer Scheunenwertung, wenn ich einen sogenannten Scheunenplatz umschlossen habe. Dies Felder zeigen zu Spielbeginn einen Bereich, der mit einem Holzzaun umschlossen ist. Habe ich alle Felder um dieses Feld mit Ressourcen- oder Mönchsplättchen belegt, so führe ich hier eine Wertung aus und platziere auf dem Feld in der Mitte eine Scheune.
Und last but not least gibt es noch die Fasswertungen. Hier kann man große oder kleine Bierfässer bekommen, wenn man die darauf abgedruckten Ziele erreicht hat, wie z. B. 6 Rohstoffplättchen mit dem Wert 1.
Wir haben gleich 2 Partien gespielt. Die erste dauerte 60 Minuten, die zweite noch 41 Minuten. Von mir bekommt Heaven & Ale eine 7.5 von 10, mit Tendenz zur 8. Ich werde es sicherlich wieder spielen.
Ich denke, dass das Spiel mit 3 oder 4 Spielenden noch gewinnt. Kritisieren könnte man bei dem Spiel, dass bei den Wertungen auf den Fassfeldern immer alle Fässer nehmen darf, deren Bedingung man erfüllt hat. Mich hat das jetzt aber nicht gestört.
Bei 2 Spielenden spielt man übrigens nur 3 Runden, zu dritt 4 Runden und zu viert 6 Runden. Zu viert kann das Spiel dann auch mal 2 Stunden dauern, zu zweit kommt man mit 45 Minuten gut hin, wenn beide die Regeln können.
Die Regeln sind übrigens schnell erklärt und die Spielanleitung ist gut gestaltet und strukturiert, auch wenn hier noch etwas Luft nach oben ist.
Zu dem Spiel ist 2019 auch noch eine Erweiterung erschienen: Heaven & Ale: Der Bierkutscher Die soll das Spiel noch etwas variantenreicher machen, ist aber kein must-have.
Auf das Spiel Ruhm für Rom wurde ich vor Jahren aufmerksam, aber es war damals schon länger out of print und nur auf dem Gebrauchtmarkt zu meiste extrem hohen Preisen zu bekommen, vor allem wenn man die Erweiterung auch noch haben wollte. Und ich war nicht bereit, diese Preise oft deutlich jenseits der 100 Euro für ein reines Kartenspiel zu bezahlen. Das Grundspiel (auf Deutsch von Lookout) hatte ursprünglich mal 19,90 € gekostet und die Erweiterung Mehr Ruhm für Rom 13,95 €. Auf eBay wurden dafür aber auch schon astronomische Preise von mehreren hundert Dollar bezahlt.
Der amerikanische Ursprungsverlag Cambridge Games Factory wurde 2004 gegründet und Glory to Rome war eines seiner ersten Spiele. Allerdings existiert der Verlag schon über 10 Jahre nicht mehr.
1. Version aus dem Jahr 2005 (Cambridge Games Factory)
Ich hatte das Spiel deshalb eine Zeit lang aus den Augen verloren, bin aber immer wieder darüber gestolpert, vor allem weil es von einigen sehr gelobt wurde. Vor 3 Wochen bin ich dann beim Youtube-Kanal Getting Games auf dieses Video gestoßen Getting Games – Playing with friends
Da spielt Jonathan zusammen mit seinem Kumpel Dave eine Partie Glory to Rome (Originalversion) zu zweit. Nachdem ich mir das Video angesehen hatte, war ich richtig angefixt und wollte das Spiel jetzt doch endlich mal spielen.
Rein von der Optik her hätte ich hier die Version von Lookout Games am liebsten gehabt. Die hat ein comichaftes Artwork, welches mich etwas an Asterix und Obelix erinnert. Aber da lagen bei Kleinanzeigen die Preise (nur für das Grundspiel, welches ursprünglich mal um die 20€ gekostet hatte) bei 75 bis 100 Euro. Und dann hätten mir immer noch die rund 14 Gebäude aus der Erweiterung gefehlt. Wobei 2 der Gebäude (Forum Romanum und Kran) auch in der deutschen Erweiterung „Mehr Ruhm für Rom“ gar nicht enthalten sind.
Ruhm für Rom (Deutsche Version von 2011, Lookout Games)
Nach etwas Stöbern im Netz bin ich auf das Video von Tabletop Turtle aus Kanda aufmerksam geworden: Reviewing Our Custom Glory to Rome! Free Files in the Description! und das versprach eine Lösung. Mike hatte hier eine eigene Version von Glory to Rome „gebastelt“ mit eigenem Artwork, und er stellt diese sogar über Google Drive zur Verfügung.
Und ich war begeistert, dass er nicht nur JPG-, sondern auch PSD-Dateien zum Herunterladen hat, die man mit Photoshop bearbeiten kann. Und das habe ich dann getan. Ich habe die Photoshop-Dateien heruntergeladen und übersetzt. Dabei habe ich mich an dem englischen Text auf den Karten und nicht an der Lookout-Übersetzung orientiert. Nach 1 Woche Arbeit war ich dann und habe die Karten bei meinspiel.de drucken lassen. Da es jedoch 244 Karten sind, ich bei meinspiel aber nur 33, 55 oder 110 Karten auswählen konnte, habe ich mich auf 220 Karten beschränkt und 24 weggelassen.
Hier mal 9 beispielhafte Gebäude (Orte) aus der Version von Mike.
Das finde ich auch nicht so schlimm. Einige der Gebäude gibt es nämlich 6-mal im Spiel, die meisten aber immer nur 3-mal. Und und von diesen Karten habe ich 24 Karten weggelassen, da ich nicht denke, dass diese das Spiel großartig beeinflusst.
Bezahlt habe ich dafür knapp 57 € und musste mir dann nur noch ein Spielertableau basteln, da Mike seines leider nicht als PSD-Datei zur Verfügung gestellt hat. Netter Nebeneffekt: Ich hab meine Photoshop-Skills in den letzten Tagen erheblich erweitert. Hier das Ergebnis.
Die Karten waren schnell gedruckt, auch wenn ich leider ein englisches Wort beim Übersetzen vergessen habe („Wood“ auf der Karte Anlegestelle, siehe oben). Und diese Woche konnte ich es dann zum ersten Mal spielen. Dabei haben wir eine verkürzte Spielvariante aus den Lookout-Regeln verwendet. Hier nimmt man nur die Hälfte der Auftragskarten und wir haben auch nur 3 Bauplätze von jeder Art verwendet.
Unsere Partie zu zweit hat 50 Minuten gedauert und uns beiden so viel Spaß gemacht, dass wir es nächste Woche wieder spielen werden. Ich freue mich auch schon auf Partien zu dritt, viert oder fünft, da ich denke, dass das Spiel dadurch noch deutlich gewinnt. Allerdings benötigt man für die vielen Karten dann auch ordentlich Platz auf dem Tisch.
Glory to Rome – English Black Box Edition (2012, Cambridge Games Factory)
Nun aber noch kurz zum Spielablauf. In Ruhm für Rom errichten wir Rom wieder, welches bei einem Aufruhr im Jahr 64 n. Chr. vom Feuer verwüstet wurde.
Ruhm für Rom ist eines der ersten Multi-Use-Kartenspiele. Eine Karte ist dabei sowohl eine von 6 Rollen (Kaufmann, Arbeiter, Legionär, Architekt …), eines von 6 Materialien (Stein, Marmor …) und auch ein Gebäude (Ort), welches wir errichten können.
In jeder Runde entscheidet der Anführer ob er eine Rolle anführt oder nachdenkt. Bei letzterem zieht er Karten nach. Führt er eine Rolle an, so können die Mitspielenden dieser folgen, wenn sie eine entsprechende Rollenkarte oder einen Senator (Joker) auf der Hand haben.
Ziel ist es, möglichst viel Einfluss zu erlangen, den man durch das Errichten von Gebäuden erhält und Siegpunkte durch Karten in seinem Tresor zu bekommen.
Fazit: Mir gefällt bei Ruhm für Rom besonders, dass er sehr interaktiv ist, oft auch etwas gemein, und das hier keine Downtime aufkommt, da man dem Zug der Mitspielenden immer folgen kann. Es spielt sich sehr gut zu zweit, ich denke aber, dass es mit mehr Mitspielenden noch etwas besser ist. Man braucht für das Spiel ordentlich Platz auf dem Tisch und muss aufpassen, dass man bei den vielen Karten nicht den Überblick verliert. Auch sollte man sich die Effekte der Gebäude immer genau durchlesen. Die können zum Teil sehr mächtig sein und einem auch durchaus overpowered vorkommen. Das macht aber gar nichts, da die Gebäude ja mehrfach vorhanden sind und es genug weitere Gebäude mit mächtigen Effekten gibt.
Von mir bekommt Ruhm für Rom nach unserer ersten Partie eine 8 von 10.
Karten aus der Black Box Edition von 2012 (Bildquelle: BGG, Jonathan Schindler)Karten aus der Lookout Version von 2011 (Bildquelle: BGG, André E)
Zu guter Letzt noch eine Fan-made-Version die ich persönlich auch sehr cool finde. Glory to Rome in einer Asterix-Variante: Asterix reskin von Tor Gjerde
Auf das Spiel Ruhm für Rom wurde ich vor Jahren aufmerksam, aber es war damals schon länger out of print und nur auf dem Gebrauchtmarkt zu meiste extrem hohen Preisen zu bekommen, vor allem wenn man die Erweiterung auch noch haben wollte. Und ich war nicht bereit, diese Preise oft deutlich jenseits der 100 Euro für ein reines Kartenspiel zu bezahlen. Das Grundspiel (auf Deutsch von Lookout) hatte ursprünglich mal 19,90 € gekostet und die Erweiterung Mehr Ruhm für Rom 13,95 €. Auf eBay wurden dafür aber auch schon astronomische Preise von mehreren hundert Dollar bezahlt.
Der amerikanische Ursprungsverlag Cambridge Games Factory wurde 2004 gegründet und Glory to Rome war eines seiner ersten Spiele. Allerdings existiert der Verlag schon über 10 Jahre nicht mehr.
1. Version aus dem Jahr 2005 (Cambridge Games Factory)
Ich hatte das Spiel deshalb eine Zeit lang aus den Augen verloren, bin aber immer wieder darüber gestolpert, vor allem weil es von einigen sehr gelobt wurde. Vor 3 Wochen bin ich dann beim Youtube-Kanal Getting Games auf dieses Video gestoßen Getting Games – Playing with friends
Da spielt Jonathan zusammen mit seinem Kumpel Dave eine Partie Glory to Rome (Originalversion) zu zweit. Nachdem ich mir das Video angesehen hatte, war ich richtig angefixt und wollte das Spiel jetzt doch endlich mal spielen.
Rein von der Optik her hätte ich hier die Version von Lookout Games am liebsten gehabt. Die hat ein comichaftes Artwork, welches mich etwas an Asterix und Obelix erinnert. Aber da lagen bei Kleinanzeigen die Preise (nur für das Grundspiel, welches ursprünglich mal um die 20€ gekostet hatte) bei 75 bis 100 Euro. Und dann hätten mir immer noch die rund 14 Gebäude aus der Erweiterung gefehlt. Wobei 2 der Gebäude (Forum Romanum und Kran) auch in der deutschen Erweiterung „Mehr Ruhm für Rom“ gar nicht enthalten sind.
Ruhm für Rom (Deutsche Version von 2011, Lookout Games)
Nach etwas Stöbern im Netz bin ich auf das Video von Tabletop Turtle aus Kanda aufmerksam geworden: Reviewing Our Custom Glory to Rome! Free Files in the Description! und das versprach eine Lösung. Mike hatte hier eine eigene Version von Glory to Rome „gebastelt“ mit eigenem Artwork, und er stellt diese sogar über Google Drive zur Verfügung.
Und ich war begeistert, dass er nicht nur JPG-, sondern auch PSD-Dateien zum Herunterladen hat, die man mit Photoshop bearbeiten kann. Und das habe ich dann getan. Ich habe die Photoshop-Dateien heruntergeladen und übersetzt. Dabei habe ich mich an dem englischen Text auf den Karten und nicht an der Lookout-Übersetzung orientiert. Nach 1 Woche Arbeit war ich dann und habe die Karten bei meinspiel.de drucken lassen. Da es jedoch 244 Karten sind, ich bei meinspiel aber nur 33, 55 oder 110 Karten auswählen konnte, habe ich mich auf 220 Karten beschränkt und 24 weggelassen.
Hier mal 9 beispielhafte Gebäude (Orte) aus der Version von Mike.
Das finde ich auch nicht so schlimm. Einige der Gebäude gibt es nämlich 6-mal im Spiel, die meisten aber immer nur 3-mal. Und und von diesen Karten habe ich 24 Karten weggelassen, da ich nicht denke, dass diese das Spiel großartig beeinflusst.
Bezahlt habe ich dafür knapp 57 € und musste mir dann nur noch ein Spielertableau basteln, da Mike seines leider nicht als PSD-Datei zur Verfügung gestellt hat. Netter Nebeneffekt: Ich hab meine Photoshop-Skills in den letzten Tagen erheblich erweitert. Hier das Ergebnis.
Die Karten waren schnell gedruckt, auch wenn ich leider ein englisches Wort beim Übersetzen vergessen habe („Wood“ auf der Karte Anlegestelle, siehe oben). Und diese Woche konnte ich es dann zum ersten Mal spielen. Dabei haben wir eine verkürzte Spielvariante aus den Lookout-Regeln verwendet. Hier nimmt man nur die Hälfte der Auftragskarten und wir haben auch nur 3 Bauplätze von jeder Art verwendet.
Unsere Partie zu zweit hat 50 Minuten gedauert und uns beiden so viel Spaß gemacht, dass wir es nächste Woche wieder spielen werden. Ich freue mich auch schon auf Partien zu dritt, viert oder fünft, da ich denke, dass das Spiel dadurch noch deutlich gewinnt. Allerdings benötigt man für die vielen Karten dann auch ordentlich Platz auf dem Tisch.
Glory to Rome – English Black Box Edition (2012, Cambridge Games Factory)
Nun aber noch kurz zum Spielablauf. In Ruhm für Rom errichten wir Rom wieder, welches bei einem Aufruhr im Jahr 64 n. Chr. vom Feuer verwüstet wurde.
Ruhm für Rom ist eines der ersten Multi-Use-Kartenspiele. Eine Karte ist dabei sowohl eine von 6 Rollen (Kaufmann, Arbeiter, Legionär, Architekt …), eines von 6 Materialien (Stein, Marmor …) und auch ein Gebäude (Ort), welches wir errichten können.
In jeder Runde entscheidet der Anführer ob er eine Rolle anführt oder nachdenkt. Bei letzterem zieht er Karten nach. Führt er eine Rolle an, so können die Mitspielenden dieser folgen, wenn sie eine entsprechende Rollenkarte oder einen Senator (Joker) auf der Hand haben.
Ziel ist es, möglichst viel Einfluss zu erlangen, den man durch das Errichten von Gebäuden erhält und Siegpunkte durch Karten in seinem Tresor zu bekommen.
Fazit: Mir gefällt bei Ruhm für Rom besonders, dass er sehr interaktiv ist, oft auch etwas gemein, und das hier keine Downtime aufkommt, da man dem Zug der Mitspielenden immer folgen kann. Es spielt sich sehr gut zu zweit, ich denke aber, dass es mit mehr Mitspielenden noch etwas besser ist. Man braucht für das Spiel ordentlich Platz auf dem Tisch und muss aufpassen, dass man bei den vielen Karten nicht den Überblick verliert. Auch sollte man sich die Effekte der Gebäude immer genau durchlesen. Die können zum Teil sehr mächtig sein und einem auch durchaus overpowered vorkommen. Das macht aber gar nichts, da die Gebäude ja mehrfach vorhanden sind und es genug weitere Gebäude mit mächtigen Effekten gibt.
Von mir bekommt Ruhm für Rom nach unserer ersten Partie eine 8 von 10.
Karten aus der Black Box Edition von 2012 (Bildquelle: BGG, Jonathan Schindler)Karten aus der Lookout Version von 2011 (Bildquelle: BGG, André E)
Zu guter Letzt noch eine Fan-made-Version die ich persönlich auch sehr cool finde. Glory to Rome in einer Asterix-Variante: Asterix reskin von Tor Gjerde