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Duell der Drachen

21. August 2026 um 21:16

Winddrachen bevorzugen fliegende Felsen, die Kristalldrachen zieht es in glitzernde Grotten. Und so hat jede der fünf Drachenarten ihre angestammte Heimat. Alles farblich aufeinander abgestimmt. Beim taktischen Kartenspiel Duell der Drachen wetteifern zwei Personen nun darum, in jeder Landschaft die jeweils stärkste Drachenfraktion auf ihrer Seite zu bilden. Ein schneller Wettkampf, der raffinierten Regeln folgt und für eine Viertelstunde gut unterhält.

Duell der Drachen ist ein Tauziehen an fünf Gebieten

Wir spielen abwechselnd eine unserer Drachenkarten an die jeweils eigene Seite einer Landschaft. Am Ende muss ich jedem Gebiet genau drei Karten zugewiesen haben. Drachenkarten gibt es in jeder der fünf Farben jeweils einmal mit den Werten von 1 bis 9. Wer die höchste Summe auf farblich passenden Drachen in einem Gebiet hat, zieht sofort den entsprechenden Stärkemarker zu sich. Das ist wie ein Tauziehen.

Duell der Drachen

Habe ich zu einem Zeitpunkt alle fünf Marker, gewinne ich sofort. Am Ende reicht es, die Mehrheit der Marker zu haben. Oder aber ich zwinge mein Gegenüber zuvor schon in eine ausweglose Situation …

Was bei Duell der Drachen eine Frage des Müssens ist

Normalerweise platziere ich eine Karte offen an die farblich passende Landschaft. Dreimal darf ein Drache aber auch verdeckt zugeordnet werden. Dann ist die Farbe egal. Aufgedeckt werden diese Drachen erst zum Schluss. Passt die Farbe nicht zur Landschaft, dann ist der Wert der Karte gleich null. Warum sollte ich das dennoch tun? Nun, das ist oft keine Frage des Wollens, sondern des Müssens. Die Zahl meiner Handkarten ist begrenzt. Welche ich vor meinem Zug jeweils als fünfte dazubekomme, bestimmt mein Konkurrent. Ich erhalte die Karte, die neutral auf der Landschaft liegt, an die der Gegner justament angelegt hat. Anschließend wird eine neue neutrale Karte vom Nachziehstapel auf das Gebiet gelegt.

Duell der Drachen

Ich steuere mit meinem Zug folglich nicht nur die Auslage der Karten auf meiner Seite, sondern beeinflusse auch, welche Karten meinem Gegner zur Verfügung stehen. Das ist ein starkes Werkzeug. Denn Karten einer Farbe, von der schon drei Karten liegen, nützen nichts. Deshalb ist die Wahl der Farbe, die ich ausspielen möchte, auch eine Frage des Zeitpunkts. Welche Karte will ich auf gar keinen Fall erhalten? Dann lege ich dort an. Welche Karte möchte ich auf jeden Fall bekommen? Dann warte ich ab, bis mein Gegenüber diese Landschaft (hoffentlich) wählt. Mit zunehmender Dauer wachsen jedoch die Zwänge. Kann ich keine Karte mehr regelrecht anlegen, habe ich sofort verloren. Und es gibt noch einen Kniff …

Was mir an Duell der Drachen gefällt?

Und dieser Kniff hält zusätzlich die Spannung hoch. Denn es gilt: Ist am Ende meine Stärke an einem Gebiet mindestens doppelt so hoch wie die des Kontrahenten, verliere ich den Marker an ihn. Bäm! Ich kann nicht nur mit hohen Zahlen Richtung Sieg steuern, nein, auch mit kleineren. Ich kann meinem Gegenüber unerwünschte Karten reindrücken. Und ich kann Finten legen, indem ich Karten verdeckt an die passende Landschaft lege. Duell der Drachen bietet innerhalb einer Viertelstunde so viele taktische Möglichkeiten, die ich in dieser kleinen Schachtel nicht erwartet hatte. Dieses Spiel hat mich positiv überrascht.

Duell der Drachen

Duell der Drachen | Lookout Spiele, Asmodee | Jay Bendixen | 2 Personen | ab 8 Jahren | 15 Minuten | Spielanleitung | Meine Einschätzung: ★★★ (gut)

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