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Designer Diary Boss Fighters QR oder Warum ein Brettspiel mit App nicht immer eine schlechte Idee ist

17. September 2026 um 12:35

Was vor 6 Jahren in einer zwielichtigen Ferienwohnung begann, hat am Ende einer epischen Reise den Weg auf die Bühne der „Spiel des Jahres“-Verleihung 2026 in Berlin gefunden. Hätten wir vorher gewusst, was für ein Mammutprojekt das wird, hätten wir wahrscheinlich nie damit begonnen. Zum Glück waren wir naiv! 😊 Und zum Glück hat sich durch eine Fügung ein Dreamteam aus Verrückten mit viel Fantasie und Erfahrung zusammengefunden. Wäre das Spiel gefloppt, hätten wir bestimmt alle die Krise bekommen. Es war zum Erfolg verdammt! Zum Glück ist alles gut gegangen.

Hört sich krass an, aber wer sind wir überhaupt, dass wir hier so reinplatzen?

Sorry, wir haben uns noch gar nicht vorgestellt: Wir sind Lukas Zach und Michael Palm und wir entwickeln seit über 20 Jahren zusammen Spiele. Da sind so Dinge herausgekommen wie BANG! The Dice Game, Aventuria, UNDO und Dorfromantik – Das Brettspiel, aber auch schräge Sachen wie das Need for Speed Sammelkartenspiel oder die Spiele für die Brettspiel-Konsole Yvio. Ja, ihr habt richtig gehört es gab bereits vor 18 Jahren eine Brettspielkonsole für die wir, aber auch Legenden wie Reiner Knizia, schon hybride Spiele entwickelt haben. Die Konsole war ihrer Zeit voraus, aber wir haben dadurch viel gelernt, zum Beispiel, dass hybride Spiele immer eine heikle Sache sind. Es passiert leicht, dass eine App in einem Spiel entweder nur überflüssiges Beiwerk ist oder so dominant, dass sich die Leute fragen, warum nicht gleich ein Videospiel draus gemacht wurde. Und genau dieser schmale Grat hat uns gereizt. Wir wollten ein Spiel mit App machen, bei dem die Leute sagen: „Wow, dieses Erlebnis geht gar nicht ohne App und trotzdem fühlt es sich wie ein Brettspiel an! Und die Bedienung ist so intuitiv, dass man die App beim Spielen vergisst.“

Ein (zu) krasser Anspruch? Ja … wahrscheinlich, aber wenn man sich nichts Großes vornimmt, dann wird es auch nicht groß, oder? Dachten wir jedenfalls. Ob wir diesem Anspruch jemals gerecht werden konnten? Wir werden sehen. Beginnen wir ganz von vorn.

Spielmaterial und Komponenten des Brettspiels Boss Fighters QR

Warum zum Teufel ausgerechnet eine App?

Wir wollten also ein Spiel entwickeln, in dem eine App wirklich Sinn ergibt. Sie sollte möglich machen, dass die Spielenden gegen Bosse kämpfen, ohne den Boss managen zu müssen. Sie sollten sich konzentrieren können auf das, was Spaß macht: Die Verhaltensweisen des Bosses studieren und eine Gegenstrategie entwickeln, optimale Spielzüge miteinander austüfteln. „Wie können wir dem Boss maximalen Schaden machen und uns dabei optimal unterstützen, also Angriffe für andere vorbereiten, sie schützen, während sie krassen Schaden machen? Wir wollen Kombos herausfinden, die sich unglaublich mächtig anfühlen und: Nach jedem Kampf gibt es neue bessere Karten mit mehr Möglichkeiten und wir diskutieren gemeinsam, wer welche Karte in den nächsten Kampf mitnimmt.“

„Es ist das erste etwas komplexere Spiel, bei dem ich sagen würde: Diese Kombination aus App und analogem Spiel ist praktisch perfekt. So muss es sein.“

– Johannes Jaeger, Hunter & Friends

Scannen, scannen, scannen oder was das größte Risiko war

Uns war klar, der Erfolg des Spiels steht und fällt mit dem reibungslosen Scannen der Karten. Das musste anstandslos funktionieren. Deshalb war es auch das erste um das wir Florian Feith, unseren Programmierer, baten. Erst wenn das Scannen perfekt klappen würde, wollten wir mit der Programmierung beginnen. Hätte das nicht gut funktioniert, hätten wir das ganze Projekt verworfen. Es wurden tausende Karten gescannt und gezählt, wie viele Fehlversuche es gab und diese immer weiter reduziert. Es wurden verschiedenste QR Codes ausprobiert. Von klein bis riesig, von klassisch schwarz-weiß bis hin zu fancy bunt (Fun fact: Die Frontkamera der meisten Geräte ist deutlich schlechter, deshalb haben wir den schwarz-weißen Klassiker genommen).

Entwicklungsstadien der QR-Codes aus dem Brettspiel Boss Fighters QR
Drei Entwicklungsstadien der QR-Codes: bunt, leuchtend, final

Was sich bei den Tests mit vielen unterschiedlichen Spielenden auch ergab: Dadurch, dass das Gerät nicht hochgenommen werden muss, sondern es quasi wie eine große, dynamische Monsterkarte auf dem Tisch liegt und unsere Aktionen nicht per Hand in die App eingeben werden, sondern über die natürliche Bewegung des Ausspielens einer Karte, vergessen viele irgendwann, dass es eine App ist. Es fühlt sich eher ein bisschen nach Magie an. 😊

„Ich war wahnsinnig skeptisch, denn Smartphones oder Tablets sind eigentlich das allerletzte, was ich auf dem Spieltisch sehen möchte. In meiner Runde störte es nach kurzer Eingewöhnung aber tatsächlich niemanden. Vor allem, weil das Gerät zum Spielen nicht bewegt oder gar weitergereicht werden muss, sondern einfach nur auf dem Tisch liegt – wie ein normales Brett eben auch.“

– Heiko Klinge, GameStar

Vergleich der Bildschirmdarstellung von Boss Fighters QR auf Smartphones im 16:9- und 20:9-Format
App-Darstellung bei verschiedenen Bildschirmgrößen

Worum geht es bei dem Spiel überhaupt?

Für alle, die Boss Fighters QR noch gar nicht kennen, ein kleiner Einschub. Zunächst einmal die Hintergrundgeschichte. Ihr seid eine Truppe aus wild zusammengewürfelten Helden, die sich in einer Taverne treffen und feststellen, dass sie das gleiche Hobby haben: Bosse plündern. Am Anfang der Karriere kleine harmlose Bosse, später immer mächtigere, denn die Schätze aus dem Hort der geplünderten Bosse lassen euch immer stärker werden, bis ihr eines Tages nach vielen Spieleabenden vielleicht an das Tor des Endbosses klopfen könnt, wenn ihr bis dahin nicht schon längst Geschichte seid.

Am Anfang der Kampagne erschaffen alle ihren Charakter. Sie wählen dazu ein Heldendeck (Elfe, Zwerg, Troll, Halbling) und mischen es beliebig mit einem Klassendeck (Schurke, Magier, Druide, Krieger). Von Halblingkrieger über Trollschurke und Zwergendruide ist also alles möglich. Nun geht es ab in die Taverne (dem Anmeldeschirm der App). Ihr scannt eure Helden- und Klassekarte, gebt euch einen Namen und wählt einen Sitzplatz am Tisch. Dann geht es auch schon los in den ersten Boss-Kampf.

Elfen-Held aus dem Brettspiel Boss Fighters QR

Der Tutorial-Boss zeigt euch, wie man spielt, dann geht es kurz danach zum Prinzen, einem riesigen Monsterfrosch. Dabei merkt ihr schnell: Ihr müsst rausbekommen, wann der Boss was macht, wie er auf eure Angriffe reagiert, müsst euch eine Taktik überlegen, wie ihr seine Reaktionen umgeht und ihr euch auf seine Fähigkeiten vorbereitet, die regelmäßig wiederkehren. Absprache ist unerlässlich. Ihr müsst eure Aktionen gut abstimmen, sonst verliert ihr. Auch auf dem untersten Schwierigkeitsgrad führt stupides Kartenspielen ohne Nachdenken unweigerlich zum frühen Heldentod. Und wenn ein Team-Mitglied stirbt, ist der Kampf verloren. Deshalb solltet ihr nicht nur eure Handkarten, sondern auch die ausliegenden Team-Gegenstände geschickt einsetzen: Heiltränke sorgen für Leben, der Rucksack fürs Kartenziehen, wenn euch mal in einer Runde die Ideen ausgehen.

Später gibt es noch viele weitere nützliche Ausrüstungen fürs Team, denn nach jedem Boss gibt es Beute! Vor allem neue Karten für eure Decks. Die sind nicht nur einfach stärker (was sich schon toll genug anfühlt, wenn man den kleinen Schmuckdolch aus dem Deck gegen eine ordentliche Streitaxt ersetzt), sondern auch Karten, die immer neue Taktiken und Kombo-Möglichkeiten ins Spiel bringen. Ihr wählt dabei aus einem Pool von Beutekarten, die der Boss in seinem Hort hatte. Ihr sprecht euch ab, wer welche Karte wohl am besten gebrauchen kann, und entscheidet euch dann, welche Karte ihr dafür aus dem Deck nehmen dürft (aber nicht müsst).

So entstehen Boss für Boss immer mächtigere Decks und was schließlich beim Endboss möglich ist, hättet ihr euch zu Beginn niemals ausmalen können. Da fliegen dem Boss Karten-Kombinationen entgegen, die den ersten Boss bereits in Runde 1 gekillt hätten.

Wie alles begann…

Das erste Konzept des Spiels enthielt schon viele Dinge, die auch im finalen Spiel enthalten sind: Der Boss plant am Anfang einer Runde seine Angriffe auf die Spielenden und seine Schilde werden für diese Runde gezogen. Danach sind die Helden dran und spielen 3x reihum jeweils eine Karte (oder später viel mehr, denn nach und nach gibt es immer mehr Karten, die euch oder euren Gefährt*innen Zusatzaktionen geben können). Dadurch brechen sie die Schilde des Bosses und machen ihm Schaden, vergiften ihn und vergessen dabei auch nicht sich selbst mit Schutzkarten vor den Angriffen des Bosses zu schützen. Denn diese erfolgen nach der Heldenphase. Wurde ein Angriff auf einen Helden durch dessen Schutzkarten oder die seiner Kamerad*innen NICHT auf Null gesenkt bekommt dieser nun Schaden und oft auch noch einen Effekt, wie Gift und vieles weitere, was wir hier aber nicht spoilern möchten. Dann erfolgt zumeist eine wiederkehrende Rundenfähigkeit, die so mancher Gruppe ihre WTF-Momente beschert und dann schmeißen die Helden Karten ab und ziehen wieder auf ihr Maximum auf, natürlich nicht ohne sich ordentlich abzusprechen, worauf man nächste Runde gehen möchte: Nahkampf, Fernkampf oder Magie? Können wir uns genug schützen (denn wir haben uns gemerkt, in dieser Runde müssten wieder die unverschämt hohen Attacken kommen)?

Spielrunde des Brettspiels Boss Fighters QR mit Karten und digitalem Bosskampf auf dem Tablet

Vieles davon war schon im allersten Konzept, dass wir in besagter Ferienwohnung ausprobierten und das schon erahnen ließ, dass es gut werden könnte. Zu diesem Zeitpunkt allerdings noch mit Papier und ohne App und das sollte auch noch eine ganze Weile so bleiben.

Bosse aus Papier

Während unser Programmierer Florian fleißig das Scannen optimierte und damit Hürde Nummer 1 aus dem Weg räumen sollte, tüftelten wir am ersten richtigen Boss und an den ersten richtigen Helden und Klassen. Wir sind Rollenspieler durch und durch und deshalb spielen wir bei Spielen mit Fantasy-Setting immer erstmal die zwei stereotypischsten Charaktere unserer Jugend: Michael einen Zwergenkrieger und Lukas eine waldelfische Bogenschützin. Dabei wird ordentlich Rollenspiel betrieben, in bester Legolas und Gimli Manier. Und natürlich wird sich gegenseitig immer vorgeworfen, dass das Deck des anderen stets overpowered ist. Der erste Boss war der Prinz, also die verfluchte Version von ihm in Form einer mehrere Meter hohen Monsterkröte. In den Kämpfen wussten wir natürlich beide, was der Boss macht. Der Deduktionsaspekt, der das Spiel heute so spannend macht, war damals noch nicht da, aber es ging auch erstmal nur darum, eine Kernmechanik für den Kampf zu entwerfen, die alles ermöglichte, was wir uns damals vorgenommen haben.

Wann holen wir endlich den Verlag dazu?

Nicht zu früh! Denn wir wussten, dass das Projekt ein Budget braucht, das weit über dem eines normalen Brettspiels liegt. Erstens brauchten wir einen Programmierer, der die App auch später betreut und immer weiterentwickelt, denn wir hatten damals schon vor, das Spiel fortlaufend mit neuen Bossen, Helden und neuen Spielmodi auszustatten. Dann brauchten wir top Illustrationen. Denn wir vermuteten, dass dem Spiel eine App-Skepsis entgegenschlagen würde (aufgrund der vielen Negativbeispiele aus vergangenen Jahren). Alles musste also perfekt sein, die App, das Material, die Grafiken. Dazu kommen noch Animationen und Sound in der App. Alles sehr teuer. Keine gute Ausgangslage für einen Pitch bei einem Verlag. „Ja, wir wissen, Brettspiele mit Apps sind nicht bei allen beliebt, aber wir machen ein richtig gutes Spiel und das wird leider sehr teuer …“. Risiko hoch, Investition hoch … schwierig.

Trotzdem haben wir es probiert und konnten landen. Wir haben erstmal nur unsere Vision geschildert und angeboten, die Risiken möglichst schnell auszuräumen und nur dann wird mehr Geld investiert. Das Projekt hätte also jederzeit abgebrochen werden können. Dass wir dann 2023 mit Dorfromantik – Das Brettspiel das „Spiel des Jahres“ gewonnen haben, war sicherlich ein Schlüsselereignis. Plötzlich war das Vertrauen in uns natürlich gewachsen und mehr Geld war auch da. Wir sind Andreas und Karsten sehr dankbar, dass sie uns vertraut haben und dem ganzen Pegasus Spiele Team, das nicht von Beginn an überzeugt war, aber es immer mehr wurde und immer leidenschaftlicher zum Erfolg beigetragen hat.

Das war auch die Zeit als Sebastian Hein als unser Wunsch-Redakteur dazu kam. Neben Florian war er die zweite Bestbesetzung, denn er hatte viel Erfahrung mit Boss-Kämpfen aller Art, dazu mit Balancing und Scripting. Während wir uns mit der Programmierung der Bosse in der App immer schwerer taten, hat er es spielend umgesetzt. Florian und Sebastian avancierten schnell zum Dreamteam. Sebastian hatte den Anspruch, unsere Bosse alle nochmal auf ein neues Level zu heben. Er wollte, dass alle Bosse wirklich unterschiedlich sind und hatte viele Ideen dazu, die er direkt mit Florian besprach und umsetzte. Wir entwickelten uns immer mehr zu einer Spezialeinheit.

Entwicklerteam des Brettspiels Boss Fighters QR
V.l.n.r.: Entwickler Florian Feith, Redakteur Sebastian Hein, Autoren Michael Palm & Lukas Zach

Das Spiel entwickelte sich im Verlag dann langsam aber stetig zu einem Liebling. Fast alle aus der Redaktion und sogar darüber hinaus waren in irgendeiner Art beteiligt. Meistens, weil sie es begeistert gespielt hatten und daraufhin zahllose Ideen beigesteuert haben. Das Fieber erfasste dann schnell auch weitere Bereiche des Verlags: Das IT-Team, welches die App in die Welt bringen musste, Marketing, Vertrieb, Logistik und die Eventteams auf den Messen. Es fühlte sich schnell nach etwas ganz Großem an.

Was hat sich während der 6-jährigen Entwicklung geändert? Gab es 180 Grad Drehungen?

Die größte Änderung oder besser gesagt der größte Entwicklungssprung war der vom Papier in die App. Bis Boss 4 existierten die Bosse nur auf Papier. Je komplexer sie wurden, desto mehr schmolzen unsere Hirne bei Leitung der Partien. Wir hatten Tabellen, Karten, Marker und Würfel vor uns, um das Verhalten der Bosse zu simulieren. Es war irgendwann so anstrengend, dass wir nach einem Kampf fix und fertig waren. Und auch für die Spielenden wurde es immer schwieriger aufgrund unserer langen Reaktionszeiten: „Moment, warte kurz, wie viel Schaden hast Du gerade bei Magie gemacht? Ähm, wo war noch die Strichliste? Ah hier, dann bekommst du jetzt eine Giftmarke und der Boss bekommt neue Schilde, oje, waren die jetzt schon raus aus dem Pool?. Puh …“. Es wurde Zeit für die App. Das dauerte aber. Während wir auf Papier schon ein ganzes Spiel mit 3 unterschiedlichen Bossen hatten, musste die Programmierung erst beginnen und hat uns wahrscheinlich erst 2 Jahre später wieder eingeholt, als wir längst die letzten Bosse in der Konzeptionsphase hatten. Bis zur ersten spielbaren Version mit einem Boss hat es eine ganze Weile gedauert. Solange mussten unsere Hirne noch Marathon laufen.

Bosskampf in der App des Brettspiels Boss Fighters QR auf einem Tablet, umgeben von Spielkarten und Markern

Eine weitere Änderung war die Deduktion der Bosse. Als Sebastian ins Team kam, wurden die Bosse nochmal eine ganze Schippe anspruchsvoller. Er wollte, dass jeder Boss anders ist und man jeden wie ein Rätsel entschlüsseln muss. Das hat den Aufwand für jeden Boss nochmal nach oben geschraubt, ist aber eines der beliebtesten Elemente des Spiels, war also genau die richtige Entscheidung. Es sorgt aber auch dafür, dass wir jetzt leider nicht jedes Jahr 10 neue Bosse aus dem Ärmel schütteln können. Vor allem wenn sie alle neu und unterschiedlich sein sollen …

„Jetzt wandelt sich Boss Fighters QR vom reinen Kampfspiel, zu einer Deduktionsblüte.“

– Christian, Brett und Pad

Die Anpassung der Schwierigkeit war hingegen von Anfang an geplant, aber wir haben nicht gedacht, dass wir damit die Zielgruppe dermaßen verbreitern können. Wir haben zunächst auf Kennerspiel-Level entwickelt und dann reifte während der Entwicklung die Erkenntnis, dass wir über den Schwierigkeitsgrad sogar nach unten Familienspielefans und nach oben die Vielspielenden ansprechen können. Dazu reicht es aber nicht aus, einfach den Schaden und Lebenspunkte des Bosses anzupassen. Echte Expert*innen wollen eine höhere Komplexität mit neuen Mechaniken, wohingegen wir für die Familien sogar manche Grundmechaniken des Bosses abschalten, wenn wir feststellen, dass sie überfordert sind. Übrigens war es uns auch wichtig, die Illustrationen der Bosse familienfreundlich zu halten. In den früheren Entwürfen sahen manche Bosse noch deutlicher fieser aus.

„Die App kommt nur dort ins Spiel, wo es wirklich Sinn ergibt. Etwa, dass ihr bei jedem Boss zwischen vier Schwierigkeitsgraden wählen dürft – von wortwörtlich kinderleicht bis »bringt selbst meine Nerd-Gruppe ins Schwitzen«. Auf höheren Schwierigkeitsgraden bekommen die Bosse sogar zusätzliche Fähigkeiten spendiert.“

– Heiko Klinge, GameStar

Entwurf und finale Illustration des Tentakel-Bosses Tantacoloss aus dem Brettspiel Boss Fighters QR im direkten Vergleich
Ein Entwurf des Bosses Tentakoloss und seine finale Illustration

Im Kampfsystem hatten wir am Anfang nur die 3 Angriffsarten Nahkampf, Fernkampf und Magie mit denen wir schon bei Aventuria gute Erfahrungen gemacht haben. Uns fehlte aber noch ein Element, warum die Spielenden beim Angreifen zusammenarbeiten sollten. Also haben wir Verstärkungen ins Spiel aufgenommen. Sie sind im Normalfall etwas stärker als Angriffe, können aber erst gespielt werden, wenn bereits eine Person diese Runde einen entsprechenden Angriff gespielt hat. Dadurch waren wesentlich mehr Absprachen nötig und möglich.

„In der für mich wichtigsten Boss-Battler-Disziplin kämpft Boss Fighters tatsächlich auf Augenhöhe mit meinen Genre-Favoriten Oathsworn und Primal. Vor allem, weil es jede Menge clevere Mechaniken einsetzt, die Kooperation nicht nur fördern, sondern auch fordern.“

– Heiko Klinge, GameStar

Kleinere Änderungen waren noch, dass zu Beginn der Heldenschaden erst aufsummiert und erst am Rundenende auf den Boss gewirkt wurde. Den direkten Schaden brachte Sebastian ins Spiel und das fühlt sich wesentlich dynamischer an. Heiltränke konnte man bei uns früher auch einsetzen, wenn ein Held überraschenderweise stirbt. Das brachte aber unter anderem Probleme im Timing mit sich. Jetzt ist es so, dass man sofort verliert, wenn ein Held stirbt, man also gut auf seine Leben aufpassen muss und einen Heiltrank besser nicht zu spät trinken sollte.

Last, but not least gab es noch eine weitere sehr kuriose Regel beim Heldentod: Der Held war nur bewusstlos und konnte, immer wenn er dran war, einen 10-seitigen Würfel werfen, um zu schauen, ob er aufwacht. Klingt etwas lächerlich? Ja, war es auch. Sebastian hat sich immer sehr darüber amüsiert, bevor die Regel rausgeflogen ist.

Mehr analog wagen: Der Brain Switch-Off

Eine Frage, die uns oft gestellt wird: Warum zählt die App nicht auch die Lebenspunkte und Statusmarken der Helden? Es gibt mehrere Gründe dafür aber ein ganz wesentlicher wurde uns während der Entwicklung plötzlich bewusst. Wenn die App zu viel übernimmt, dann schalten die Gehirne ab. What? Ja wirklich. Wir stellten fest, wenn die App zu viel übernimmt, denken die Spielenden nicht mehr mit. Sie verlassen sich auf die App und dann ist der ganze schöne Spielspaß futsch. Denn wenn wir nicht mehr nachvollziehen, was da passiert, sondern nur gelangweilt Karten einscannen, fällt die ganze Kommunikation plötzlich weg. Aber es ist wichtig zu wissen, was meine Teammitglieder vorhaben, damit ich sie optimal unterstützen kann oder darauf hinweise, dass ihre Aktion meinen Plan durchkreuzt und ich dadurch zum Beispiel weniger Schaden mache. Die ganze schön Koop-Diskussion verschwindet. Deshalb haben wir manches aus der App wieder auf den Tisch gepackt. Und es sieht auch noch schöner aus und fühlt sich wie ein Brettspiel an.

„Die Entwickler von Boss Fighters QR haben sich erkennbar viele Gedanken gemacht, wobei eine App hilft und wobei nicht. So verwaltet ihr selbst eure Lebenspunkte auf einem Papprad, was Schaden umso schmerzhafter macht. Und da ihr den Großteil eurer Spielzeit mit dem Hantieren eurer Karten verbringt, fühlt sich Boss Fighters QR jederzeit angemessen physisch an.“

– Heiko Klinge, GameStar

Charakter Kupferzwerg mit Ausrüstungskarten aus dem Brettspiel Boss Fighters QR

Jetzt mal zum großen Elefanten im Raum

Nein. Es ist natürlich kein WoW Spiel, aber wir haben uns damals gefragt, wie können wir mit dem Thema eine maximal breite Zielgruppe erreichen. Von Familienspielefans bis hin zu Vielspielende. Blizzard hat es mit seiner Welt vorgemacht: Eine Mischung aus Fantasy und Disney würden wir sagen. Da steckt alles drin: Humor, Ästhetik, klassische Fantasy. Das wollten wir auch. Natürlich haben wir deshalb auf Archetypen gesetzt. Helden und Klassen, die jeder kennt. Und ja wir können eine Hommage an WoW kaum leugnen. Denn wir waren alle begeisterte WoW Spieler. Und auch wenn es einige wenige gibt, die dem Spiel vorwerfen generisch zu sein und wenig Storytelling zu haben: Es spricht auf der anderen Seite wahnsinnig viele Leute an. Sei es durch den Stil der Grafiken oder durch nostalgische Gefühle. Wie bei Hunter zum Beispiel 😂:

„Boss Fighters QR ist bei weitem die beste Umsetzung von World of Warcraft als Brettspiel“ 😉

– Johannes Jaeger, Hunter & Friends

Auch die Entwicklung des Art-Stiles war eine Mammutaufgabe und auch da stießen Leute dazu, die unser Dreamteam erweitert haben: Bartłomiej Kordowski und das KRASS KOLLEKTIV. Alles wahnsinnig kreative Leute, die sich unglaublich reingekniet haben und die unseren Ideen und der Welt ein Gesicht gegeben haben.

Wo hätte das Projekt scheitern können?

Oh, an mehreren Stellen! Das Scannen der Karten hatten wir bereits, das Budget ebenfalls, aber auch an den Illustrationen. Wir wollten welche auf Top-Niveau und jede Karte sollte ein Bild haben. Wir mussten also Illustrator*innen finden, die einerseits einen genialen Stil haben, aber auch einen schnellen, der das Budget nicht explodieren lässt. Wir wollten natürlich keine KI Grafik und so mussten alle sehr kreativ mit ihrer Zeit umgehen und neue Methoden finden. Ihr habt wirklich das Maximum rausgeholt, Leute!

Auch an der Kernmechanik hätte es scheitern können. Denn lange Zeit waren wir nicht sicher, ob sie genug Fleisch hat, um eine epische Kampagne zu tragen in der sich die Decks der Spielenden immer krasser entwickeln. Wir kannten die Herausforderung aus dem Sammelkartenbereich. Auch da braucht das Grundsystem genug, um ganze weitere Editionen erschaffen zu können.

Und als wir das Spiel zwei Mal um 1 Jahr verschoben haben, beschlich uns immer mehr die Furcht ein anderer viel größerer Verlag entwickelt vielleicht auch gerade an einem solchen Spiel mit App und wenn die es zuerst veröffentlichen …😅

Waren wir nervös bei der Veröffentlichung?

Natürlich! Sowas von. Wir wussten: Alle hatten über Jahre ihr Bestes gegeben und in den Testgruppen kam das Spiel wirklich gut an, aber würden die Spielenden eine App in ihrem Brettspiel akzeptieren? Wir waren volles Risiko gegangen, ebenso der Verlag: Er gab die höchste Erstauflage eines Spiels ever in Auftrag. Das machte uns nicht entspannter. Was wenn das Spiel nicht ankam? Im Herbst 2025 war bei Pegasus Spiele die Halle voll. Es war kurz vor der Veröffentlichung des Spiels in Essen. Händler, Presse, das Messeteam, alle waren angereist und alle hatten keine Ahnung. Niemand wusste von dem Spiel. Vielleicht wurde es geheim gehalten, damit wir es in Ruhe zu Ende und stillschweigend zwei Jahre verschieben konnten, vielleicht, damit die Konkurrenz nichts davon mitbekommt. Wie auch immer: Es war eine echte Überraschung und alle Anwesenden waren begeistert (und wir extrem erleichtert). Auf der Spielemesse in Essen war es eines der heiß diskutierten Spiele. Und die höchste Erstauflage? Innerhalb von 3 Wochen waren die Lager leer. Puh! Glück gehabt 😊

Warum eine App ein neues Level sein kann

Osterboss Eggsekutor aus Boss Fighters QR mit Hasengeweih und Karotte
Der Osterboss Eggsekutor

Was eine App bei einem Brettspiel einzigartig macht, ist die Tatsache, dass man sie jederzeit anpassen kann. Habt ihr schon mal ein Brettspiel in eurem Regal gehabt wo nachträglich wie von Zauberhand Fehler verschwunden sind? Oder ihr macht die Schachtel nach einem Jahr auf und plötzlich gibt es die Boss-Monster nochmal in einem Elitelevel für erfahrene Spielende? Oder es ertönt plötzlich zu Weihnachten ein Glöckchen und ein Weihnachtsboss erscheint? Alles Dinge, die wir schon gemacht haben und die begeistert aufgenommen worden sind. Aber es weckt natürlich auch Erwartungen. Kommt jetzt auch ein Halloween-Boss? Wir können nichts versprechen! Denn was wirklich verlangt wird, sind natürlich Erweiterungen. Und die haben es in sich.

„Es grenzt an ein Wunder, wie Boss Fighters QR die Faszination von Boss Battlern in ein einsteigerfreundliches Familienspiel kondensiert. Und es gelingt, weil sich die Entwickler voll und ganz auf die zwei großen Ks fokussieren: Kombos und Koop. Alles andere übernimmt die App oder wurde über Bord geworfen.“

– Heiko Klinge, GameStar

Blick in die Glaskugel

Der Ruf nach neuen Helden und Bossen erklang praktisch schon am ersten Tag. Erstaunlicherweise wollten mehr Spielende noch dringender neue Helden als neue Bosse. Das Schöne war, wir konnten unsere Lauscher aufsperren und horchen, welche neuen Helden und Klassen sich gewünscht wurden. Zwei eurer Wünsche wurden erhört: In der neuen Erweiterung Dschungelfieber, die zur Spielemesse in Essen 2026 erscheint, ist ein Paladin und ein Schamane vertreten. Zwei der meistgewünschten Klassen. Bei den Helden gab es nicht so eindeutige Präferenzen und so haben wir uns treiben lassen und uns neue Heldenmechaniken überlegt. Der Goblintüftler hat verrückte und gefährliche Erfindungen dabei und kann später sogar einen Kampfroboter zusammenschrauben. Die Dryade – ein Pflanzenwesen – kann sich in verschiedene Formen verwandeln. Beide Helden sind anspruchsvoller zu spielen als die Helden aus dem Grundspiel, aber sie richten sich auch an Spielende, die Boss Fighters QR bereits kennen. Dazu wird es 5 ganz neue und einzigartige Bosse geben, die im Dschungel zuhause sind. Seid gespannt!

Aber auch neue Spielmodi haben wir auf unserer Liste. Es wird an mehreren parallel getestet. Einen haben wir bereits veröffentlicht: Den Eliteboss-Modus. Die ersten 5 Bosse des Grundspiels wurden so verstärkt, dass sie sogar gegen die völlig übermächtigen Decks der Helden bestehen können, die das Spiel bereits durchgespielt haben. Natürlich kann man das Spiel auch mit neuen Helden/Klassen-Kombinationen oder auf einem höheren Schwierigkeitsgrad nochmal von vorne spielen, aber es macht auch Spaß mit seinen wahnsinnigen Level 10 Decks gegen die Elitebosse anzutreten.

Entwicklungsstadien des Boss-Prinzen aus dem Brettspiel Boss Fighters QR vom Entwurf bis zur finalen Illustration
Der fiese Prinz: Entwurf, in seiner finalen Gestalt und als Eliteboss

Schlusswort

Wir hoffen, ihr habt die Gelegenheit Boss Fighters QR einmal auszuprobieren. Spielt am besten bis Boss 4, denn, soviel spoilern wir hier mal: Dann bekommen die Helden ihr Levelup und eine neue Meta-Ebene kommt dazu, die nochmal eine neue, interessante Komplexität reinbringt. Nach hinten raus, werden die Bosse für Vielspielende immer vielschichtiger. Wir haben die ersten 3 Bosse bewusst einfacher gehalten, damit man gut ins Spiel reinfindet. Wir würden uns freuen, wenn ihr dem Spiel eine Chance gebt, auch wenn es eine App hat. Wir haben alles getan, um es zu einem besonderen Erlebnis zu machen.

Mit Grüßen aus der Taverne,
Lukas und Michael

Abspann

P.S.: Und was war nun mit der zwielichtigen Ferienwohnung, werdet ihr fragen? Und mit der „Spiel des Jahres“-Verleihung? Nun, wir hatten uns die Ferienwohnung vor 6 Jahren gemietet, um intensiv 5 Tage am Boss Fighters-Konzept zu arbeiten, denn wir wohnen normalerweise 700 km auseinander. Oben wohnte aber noch jemand und der verstand es, unsere Sinne zu betäuben: Scharfer Geruch von angebratenen Zwiebeln gemischt mit Zigarettenrauch und dazu Geräusche aus seinem Fernseher, die nicht für Minderjährige gedacht sind. Nun denn, es war trotzdem der Anfang einer tollen Reise, die uns am Ende auf die Bühne nach Berlin führte. Ein tolles Erlebnis das zweite Mal bei der Preisverleihung dabei sein zu dürfen, auch wenn wir am Ende den Preis des Kennerspiels für Boss Fighters QR leider nicht mitnehmen durften. Wir sind einfach dankbar für all die tollen, zahllosen Menschen, die Teil dieses Projektes waren und weiterhin sind. 🤗

Michael Palm und Lukas Zach mit der Nominierungsurkunde für Boss Fighters QR bei der Spiel-des-Jahres-Verleihung 2026

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Bluffs und Intrigen

15. September 2026 um 15:33

Familienspiel Wolfsmond bei Pegasus Spiele erschienen

Friedberg, 15.09.2026: Mit Wolfsmond hat Pegasus Spiele ein neues Kartenspiel veröffentlicht, das thematisch an die bekannte Werwölfe-Spielreihe anknüpft. Spielerisch schlägt Wolfsmond jedoch ganz neue Wege ein, denn um zu gewinnen, müssen die Spielenden bluffen, Karteneffekte geschickt ausnutzen und im richtigen Moment ihren Charakter wechseln. Entwickelt wurde das Spiel vom Autorenduo Michael Palm und Lukas Zach. Ihr gemeinsames Spiel Dorfromantik – Das Brettspiel wurde 2023 zum Spiel des Jahres gewählt.

Zu Beginn einer Partie Wolfsmond erhält jede Person eine geheime Charakterkarte. Im Laufe des Spiels ziehen, spielen und tauschen die Spielenden weitere Karten. Durch verschiedene Karteneffekte können sie so Informationen sammeln, sich selbst Vorteile verschaffen oder sogar andere Personen aus dem Spiel werfen. Der Weg zum Sieg hängt vom jeweiligen Charakter ab. Während die Werwölfin automatisch gewonnen hat, wenn sie bis zuletzt im Spiel bleibt, braucht die Vampirin dazu zusätzlich zwei Karten mit dem Wert sieben oder höher in ihrer Auslage. Ebenso gewinnt, wer als Letztes noch im Spiel ist, oder – wenn diese Fälle nicht eintreten – die Person mit dem höchsten Handkartenwert.

Taktieren, Bluffen und gutes Einschätzen der Mitspielenden sind bei diesem schnellen Kartenspiel gefragt. Die Spielenden müssen entscheiden, wann sie ihre Fähigkeiten nutzen und welchen Aussagen sie vertrauen. Gleichzeitig sollten sie ihre eigene Rolle und ihr Ziel möglichst lange geheim halten oder im richtigen Moment die Rolle tauschen. Dank 30 individueller Charakterkarten verläuft jede Runde anders.

Das Spiel, das von Lea Fröhlich illustriert wurde, eignet sich besonders für Familien und Freundesgruppen mit drei bis sechs Personen ab acht Jahren. Thematisch ist das Familienspiel an die Werwölfe-Reihe angelehnt und auch einige bekannte Charaktere wie die Seherin, die Hexe und der Bürgermeister tauchen – mit anderen Fähigkeiten – erneut auf. Während bei Spielen aus besagter Werwölfe-Reihe jedoch die eigene Rolle am Anfang festgelegt wird und meist über die gesamte Spieldauer beibehalten werden muss, liegt bei Wolfsmond gerade der besondere Reiz darin, durch geschickte Rollenwechsel die Mitspielenden zu überlisten.

Wolfsmond ist zu einer UVP von 14,99 € erhältlich.

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Cthulhu breitet sich weiter aus

04. September 2026 um 09:41

Vier neue Bände für das Rollenspielsystem Cthulhu bei Pegasus Spiele

Friedberg, 04.09.2026: Das Pegasus Spiele Portfolio wird im zweiten Halbjahr 2026 um vier neue Bände für das Horror-Rollenspiel Cthulhu erweitert. Im August sind mit Der Mythos weltweit – Nepal & Japan sowie Regency Cthulhu je ein neuer Abenteuer- bzw. Quellenband erschienen. Die beiden weiteren Abenteuerbände Von Staub verborgen und Unter die Haut folgen voraussichtlich im Oktober.

Der Abenteuerband Der Mythos weltweit – Nepal & Japan markiert den Beginn einer neuen Reihe, in der Schauplätze abseits der klassischen Cthulhu-Orte im Fokus stehen. Im ersten Band dieser Reihe verschlägt es die Spielenden nach Asien, genauer gesagt nach Nepal und Japan, wo sie in zwei Abenteuern nicht nur neue Orte kennenlernen, sondern auch neuartige Wesen. In Kathmandu verschwinden seit einigen Jahren junge Frauen, deren Verschleppungen mit dem Fest eines Schlangen-Kultes in Zusammenhang zu stehen scheinen. Das zweite Abenteuer handelt von einem japanischen Maler, der während eines Aufenthalts in Paris eine mysteriöse Farbe entdeckt, die seine Werke allerdings nicht ohne Preis berühmt macht. Der Mythos weltweit – Nepal & Japan ist als Softcover zum Preis von 14,95 € erschienen. Die digitale Version auf Pegasus Digital ist für 9,95 € erhältlich.

Ins England der Regency-Ära geht es mit Regency Cthulhu. Auch in dieser Zeit, die dank Jane Austen bis heute für große Bälle und gesellschaftliche Annehmlichkeiten bekannt ist, lebt der Cthulhu-Mythos. Der Hardcover-Quellenband beinhaltet Details über besagte Regency-Ära in England sowie eine umfassende Beschreibung der fiktiven Stadt Tarryford als Schauplatz der beiden ebenfalls enthaltenen Szenarien. Außerdem befinden sich in diesem Band sowohl Regeln zur akkuraten Erstellung von Investigatoren in der Regency-Ära als auch sechs vorgefertigte zum sofortigen Losspielen plus sechs weitere Investigatoren explizit für Pulp Cthulhu Regeln. Regency Cthulhu ist im Hardcover für 29,95 € erhältlich, digital für 19,95 €.

Von Staub verborgen führt die Investigatoren in drei deutsche Museen bzw. Bibliotheken. Dort gehen sie in drei Szenarien mysteriösen Ereignissen auf den Grund: In der Preußischen Staatsbibliothek zu Berlin untersuchen sie das Verschwinden eines Restaurators, im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg erleben sie einen albtraumhaften Premierenabend und in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar erwartet sie ein gut gehütetes, aber jetzt erwachtes Geheimnis. Mit wenig Aufwand lassen sich diese drei Abenteuer auch problemlos zu einer kleinen Kampagne verbinden. Der von der deutschen Cthulhu-Redaktion entwickelte Softcover-Abenteuerband erscheint voraussichtlich im Oktober für 14,95 €, digital ist er bereits für 9,95 € erhältlich.

Mit Unter die Haut erscheint ebenfalls voraussichtlich im Oktober ein Hardcover-Abenteuerband, der nichts für schwache Gemüter ist, da er intensiven Body Horror enthält. In insgesamt sieben Abenteuern müssen sich die Investigatoren mit Bedrohungen für den eigenen Geist und Körper auseinandersetzen, wenn die Sinne schwinden oder das Monster sich plötzlich im eigenen Inneren befindet. Unter die Haut erscheint im Hardcover für 29,95 € und in der digitalen Version für 19,95 €.

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Ein hungriger Wolf und eine Dose voller Würmer

26. August 2026 um 16:13

Zwei Kinderspiel-Neuheiten bei Pegasus Spiele

Friedberg, 26.08.2026: Gleich zwei neue Kinderspiele erscheinen in diesem Jahr bei Pegasus Spiele: Mit Ab durch den Wald ist bereits seit Ende Juli ein kooperatives Memo-Spiel erhältlich, bei dem Rotkäppchen Hilfe dabei braucht, Pizza zu ihrer Großmutter zu bringen, bevor der Wolf diese erreicht. Voraussichtlich im Oktober erscheint dann das 3D-Spiel Noch’n Wurm bitte!, welches die Addition von Zahlen spielerisch näherbringt.

In Ab durch den Wald müssen die zwei bis vier Spielenden Rotkäppchen zusammen dabei helfen, der Großmutter ihre Lieblingspizza zu bringen, bevor der hungrige Wolf als ungebetener Gast vorbeischaut. Um das zu schaffen, decken sie abwechselnd Plättchen nach dem bekannten Memo-Prinzip auf und versuchen dabei, Bilder von Lebensmitteln als Pärchen zu vervollständigen. Gelingt dies, darf sich Rotkäppchen nämlich jedes Mal ein Feld in Richtung Großmutter bewegen. Sollten allerdings ein oder sogar zwei Wolf-Plättchen aufgedeckt werden, kommt der Wolf um entsprechend viele Felder näher. Zum Glück gibt es aber noch den Jäger, der ein Wolf-Plättchen dauerhaft aus dem Spiel entfernen kann, wenn er zusammen mit dem Wolf aufgedeckt wird. Erreicht Rotkäppchen so vor dem Wolf Großmutters Haus, gewinnen die Spielenden gemeinsam nach ca. zehn Minuten Spielzeit.

Das kooperative Lauf- und Memo-Spiel Ab durch den Wald von Autor Giorgio Galbusera richtet sich an Märchen-Fans ab vier Jahren. Gediminas Akelaitis trägt mit seinen Illustrationen zum lebhaften Gesamtbild bei. Erhältlich ist das Kinderspiel zu einer UVP von 19,99 €.

Auch bei Noch’n Wurm bitte! ist es von Vorteil, gut aufzupassen und sich zu merken, wo welcher Wurm in der Dose steckt. Die Spielenden ziehen in diesem Kinderspiel nämlich reihum unterschiedlich lange Würmer aus einer drehbaren Dose. Dabei versuchen sie, die Gesamtlänge zu erreichen, welche auf ihrer Zahlenkarte angegeben ist. Wie lang ein Wurm genau ist, kann entweder mit dem beiliegenden Maßband selbst ermittelt oder auf den Rücken des Wurms abgelesen werden.

Solange die Gesamtlänge der Würmer geringer ist als der Wert auf der eigenen Zahlenkarte, wird ein weiterer Wurm gezogen und mit allen bereits gezogenen zu einer Wurm-Schlange verbunden. Ist der geforderte Zahlenwert erreicht, ist die Karte erfüllt und darf behalten werden. Wer sich so zuerst vier Karten sichern kann, gewinnt. Übertrifft der Wurm oder die Wurm-Schlange jedoch den Wert auf der Zahlenkarte, konnte die Anforderung in dieser Runde nicht erfüllt werden. In dem Fall erhält die Person aber immerhin einen hilfreichen Wurm-Chip. Diesen kann sie in der nächsten Runde einsetzen, um die Gesamtlänge des Wurms bzw. der Wurm-Schlange zu erhöhen oder verringern. Außerdem wird die Dose nun nicht wie sonst üblich am Ende der Runde gedreht, womit es die nächste Person leichter hat, die passenden Würmer zu ziehen. Zumindest falls sie sich gemerkt hat, wo welcher Wurm steckt.

Zahlen und ihre Addition werden bei Noch’n Wurm bitte! dank der außergewöhnlichen Komponenten mit Aufforderungscharakter spielerisch vermittelt. Für alle, die es noch etwas abwechslungsreicher oder herausfordernder mögen, sind außerdem weitere Varianten und Spezialkarten enthalten. Das von Autorin Mary Jo Reutter designte sowie von Ana Solera Vasquez illustrierte Spiel ist Teil der Kids Fun Reihe und empfohlen für zwei bis sechs Personen ab fünf Jahren. Voraussichtlich zur SPIEL Essen im Oktober wird es zu einer UVP von 19,99 € erhältlich sein.

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Täuschen, taktieren, triumphieren

20. August 2026 um 16:07

Neue Familienspiele Insurrection und Veggie Match bei Pegasus Spiele erschienen

Friedberg, 20.08.2026: Seit Anfang August sind zwei neue Kartenspiele bei Pegasus Spiele erhältlich. Veggie Match kombiniert Gemüseanbau mit einem gewissen Fiesheitsfaktor und bei Insurrection müssen die Spielenden jede Runde neu abwägen, ob ein Sieg der guten oder bösen Seite im Sinne der eigenen Kartenhand lukrativer wäre. Außerdem ist mit Diamant: Warnung und Verrat eine Erweiterung mit zwei neuen Modulen für das erfolgreiche Familienspiel Diamant erschienen.

Gemüse auf einem Acker anzubauen, klingt eigentlich nach einer anstrengenden, aber durchaus friedlichen Angelegenheit. In Veggie Match kann dies jedoch auch mal etwas fieser zugehen. Alle der drei bis sechs Mitspielenden besitzen einen eigenen Ackerbereich auf der gemeinsamen Spielfläche, auf welcher sie in ihrem Zug eine der drei Gemüsesorten Tomate, Mais oder Brokkoli anbauen. Dabei dürfen sie frei entscheiden, auf wessen Acker sie die Gemüsekarte legen – denn tatsächlich ist nicht jedes Gemüse gleichermaßen frisch. Faulige Exemplare bringen Minuspunkte, aber sobald mindestens drei Gemüsekarten einer Sorte waagerecht, senkrecht oder diagonal in einer Reihe liegen, muss geerntet werden. Jede geerntete Gemüsekarte geht dann an die Person, auf deren Acker sie angepflanzt war. Diejenige Person, welche die Ernte ausgelöst hat, erhält außerdem noch einen Gemüsemarker der entsprechenden Sorte.

Spezialkarten sorgen für zusätzliche Spannung, indem sie beispielsweise Gemüsekarten umpflanzen oder von einem Sturm wegwehen lassen. Nach einer knappen Viertelstunde endet das Spiel dann, wenn niemand mehr eine Karte (regelkonform) auslegen kann. Wer die meisten Punkte aus geernteten Gemüsekarten und Gemüsemarkern für sich verbuchen konnte, gewinnt dieses gewitzte Familienspiel. Für Gruppen von bis zu zwölf Mitspielenden können sogar zwei Exemplare des Spiels miteinander kombiniert werden. Autor von Veggie Match ist Yukihito Morikawa, illustriert wurde es von Ken Wong. Das manchmal gemeine Gemüsespiel ist ab acht Jahren empfohlen und zu einer UVP von 12,99 € erhältlich.

Zwar auch ein Familienspiel, aber mit etwas gehobenerem Anspruch ist Insurrection. Im Kartenspiel von Tore Næss geht es darum, die gemeinsame Kartenauslage am besten so zu manipulieren, dass die eigenen Handkarten am Ende besonders viele Punkte bringen. Dabei kommt es stets darauf an, ob es gerade attraktiver erscheint, dass die Rebellion erfolgreich ist, oder doch lieber die böse Königin Kristin an der Macht bleiben sollte.

Das Spiel verläuft über höchstens sechs Runden. In jeder Runde ziehen die Spielenden eine Karte und tauschen anschließend nacheinander je eine ihrer Handkarten mit einer Karte aus dem gemeinsamen Spielbereich. Sobald nach einem Kartentausch jedoch mindestens zehn Korruptionssymbole ausliegen, scheitert die Rebellion und das Spiel endet mit dem Triumph der bösen Seite. Je nachdem, welche Seite am Ende siegreich ist bzw. welches der beiden möglichen Spielenden ausgelöst wurde, sind die unterschiedlichen Kreaturen auf den Karten unterschiedlich wertvoll. Sonderaktionen beim Auslegen von Karten sowie besonders mächtige Oberhäupter bringen noch mehr taktische Möglichkeiten. Wer letztlich die punkteträchtigste Kombination auf der Hand hat, gewinnt dieses opportunistische Kartenspiel. Insurrection ist für zwei bis sechs Mitspielende ab zehn Jahren konzipiert, wurde illustriert von Louis Gennart und ist zu einer UVP von 19,99 € erhältlich.

Außerdem erhält das beliebte Familienspiel Diamant eine Erweiterung, welche das Spielerlebnis um zwei neue Module ergänzt, die beide gleichzeitig oder jeweils einzeln ins Grundspiel integriert werden können. In Diamant: Warnung und Verrat bringen die neuen Warnung-Plättchen für jede der fünf Expeditionen veränderte Regeln ins Spiel. Die Verrat-Karten bieten für die Mitspielenden indes die Möglichkeit, eine andere Person auszutricksen und ihre Rubine zu stehlen.

Diamant: Warnung und Verrat ist – wie bereits das Grundspiel – vom Duo Alan R. Moon und Bruno Faidutti designt worden. Auch die Illustrationen stammen wieder von Paul Mafayon. Diese Erweiterung für das Grundspiel Diamant hat eine UVP von 7,99 €.

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Kommunikation mal anders

13. August 2026 um 12:22

Shout the Clue und DaDaDa bei Pegasus Spiele erschienen

Friedberg, 13.08.2026: Mit Shout the Clue und DaDaDa sind bei Pegasus Spiele seit Kurzem gleich zwei neue kooperative Titel erhältlich, bei denen Kommunikation im Mittelpunkt steht. Während die Spielenden bei Shout the Clue versuchen, in einem Chaos an Hinweisen Begriffe zu erraten, geht es in einer Partie DaDaDa darum, eine gemeinsame Sprache zu entwickeln.

Sobald die Sanduhr bei Shout the Clue umgedreht wird, startet eine Runde, in der jemand eine bestimmte Anzahl von Begriffen erraten muss. Wie viele hängt von der Spieler*innenanzahl ab. Die Mitspielenden rufen währenddessen gleichzeitig Hinweise zum gesuchten Begriff rein – allerdings ist jede Person dabei an gewisse Beschränkungen in der Kommunikation gebunden: Mal dürfen nur Berufe genannt werden, mal nur Verben, und mal sind sogar nur Reime oder Geräusche erlaubt. Für jeden Begriff, welcher innerhalb der Zeit nicht erraten werden konnte, rückt der Fiaskomarker der Explosion – und damit der Niederlage – ein Stück näher. Wenn alle Mitspielenden einmal mit dem Erraten an der Reihe waren, bevor der Marker die Bombe erreicht hat, gewinnt die Gruppe dieses chaotische Partyspiel für drei bis acht Personen ab acht Jahren.

Für all diejenigen, die es gerne etwas herausfordernder mögen, hat Autor Valery Fourcade die Möglichkeit implementiert, den Schwierigkeitsgrad optional noch zu erhöhen, indem mehr Begriffe pro Person erraten oder härtere Kommunikationsbeschränkungen beachtet werden müssen. Shout the Clue ist in einer knappen Viertelstunde schnell gespielt und zu einer UVP von 19,99 € bei Pegasus Spiele erschienen.

DaDaDa ist eine weitere Neuheit im Familienspiel-Segment, bei der sich alles ums Kommunizieren dreht – und zwar diesmal im wörtlichen Sinne. Dieses Spiel bringt die zwei bis acht Mitspielenden nämlich dazu, aus Silben nach und nach ein eigenes Sprachgerüst zu entwickeln, mit dessen Hilfe sich später Bildkarten beschreiben lassen sollen.

Um ein solches Sprachgerüst aufzubauen, ordnen die Spielenden in der ersten Phase, der Kreationsphase, Bildkarten den zur Verfügung stehenden Lauten zu. Dabei darf jedoch bereits nicht mehr auf bekannten Sprachen geredet werden, nur noch die Silben auf den Lautkarten sowie simple nonverbale Kommunikation (zum Beispiel das Signalisieren von Zustimmung durch Kopfnicken) sind erlaubt. Ein Laut könnte also Tiere repräsentieren, z.B. Giraffe, Katze, Fisch, ein anderer Flugfähiges, z.B. Flugzeug, Gleitschirm, Frisbee. Ein Vogel wäre dann beispielsweise eine Kombination aus beiden Lauten.

Wenn auf diese Weise alle Bildkarten benannt wurden, startet die zweite Spielphase, die Kommunikationsphase. Jemand zieht geheim eine neue Bildkarte, mischt sie mit fünf weiteren und legt diese sechs Karten anschließend offen aus. Nur aus dem zuvor etablierten Sprachgerüst muss die Person nun ein Wort bilden, welches den Mitspielenden dazu verhilft, die richtige Bildkarte auszuwählen. Je mehr Bildkarten so kommuniziert werden können, desto besser fällt am Ende die Wertung aus.

Das Autoren-Kollektiv rund um Gustavo Guimaraes, Julian Spinelli, TJ Spalty und Lee McGirr hat mit DaDaDa ein Partyspiel der anderen Art designt, bei dem es so manche denkwürdige Wortkreation bestimmt auch über das Spiel hinaus in den alltäglichen Sprachgebrauch schafft. Die charmanten Illustrationen stammen dabei von The Op Games. Empfohlen ist das kooperative Sprachspiel DaDaDa ab zehn Jahren und erhältlich zu einer UVP von 19,99 € bei Pegasus Spiele.

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Die Legenden erwachen: Neues Kapitel für Midgard

06. August 2026 um 14:59

Midgard – Legenden von Damatu erscheint bei Pegasus Spiele

Friedberg, 06.08.2026: Die sechste Edition des ältesten deutschen Fantasy-Rollenspiels MIDGARD erscheint voraussichtlich im Oktober bei Pegasus Spiele. Neben dem Grundregelwerk können ab sofort auch eine limitierte Grundregelwerk-Ausgabe, ein ultralimitiertes Box-Set, diverse Zusatzmaterialien sowie ein spezielles Spielrunden-Bundle vorbestellt werden. Mit Midgard – Legenden von Damatu erwartet Spielende ein einstiegsfreundliches Regelsystem und eine moderne Fantasy-Welt.

Bereits seit 1981 begeistert MIDGARD deutsche Rollenspiel-Fans. Das ursprünglich von Jürgen E. Franke entwickelte Rollenspiel wurde dabei über fünf Editionen hinweg stetig weitergedacht. Nach mehr als 40 Jahren, in denen das Fantasy-Rollenspiel in dem von Elsa Franke geleiteten Verlag für Fantasy- und Science Fiction-Spiele erschienen ist, wurde die Lizenz vom Ehepaar Franke an Pegasus Spiele übergeben. In diesem Zusammenhang wurde in einer neu zusammengestellten Redaktion unter Leitung von Chefredakteur Michael Masberg sowie Projektleitung Selina Kalms eine vollständig überarbeitete sechste Edition erarbeitet, die nach fünf Jahren Entwicklungszeit künftig als Midgard – Legenden von Damatu erscheint.

Die Spielenden betreten mit Midgard – Legenden von Damatu eine neue Welt im Midgard-Multiversum, in der sie selbst zu Legenden werden können: Vor 5.000 Jahren verschwand der Mond über Damatu und stürzte die Welt ins Chaos. Riesige Springfluten verschlangen Städte und ganze Kontinente zerbrachen. Der neue Mond, der sich nach über 1.000 Jahren durch die Gnade mitfühlender Gottheiten in den Himmel erhob, war anders; vielgestaltiger, fremder. Trotz zahlreicher welterschütternder Katastrophen erzählt die Geschichte Damatus von ungeahnter Hoffnung in unruhigen Zeiten – gespendet von herausragenden Individuen, die zu Legenden von Damatu wurden.

Die neue Edition richtet sich an erfahrene MIDGARD-Fans und Rollenspiel-Neulinge gleichermaßen. Die Regeln sind daher einstiegsfreundlich gehalten, während sich die Komplexität im Laufe des Spiels jedoch weiter steigern lässt. Trotz umfassender Regelüberarbeitungen gegenüber früheren MIDGARD-Editionen werden Fans der Spielwelt viele vertraute Elemente wiedererkennen. Der Fokus liegt dabei klar auf dem gemeinsamen Erzählen und Erleben von Geschichten in einer modernen, vielseitigen Welt. Durch ein einzigartiges, neues Legendensystem kreieren die Spielenden Legenden aus ihren persönlich erlebten Geschichten im Spiel. Wie bekannt ihre Legende an den verschiedenen Orten in Damatu ist und welche Konsequenzen das für sie hat, entscheidet sich per Würfelwurf.

Das Midgard – Legenden von Damatu Grundregelwerk erscheint voraussichtlich im Oktober. Neben der Standardausgabe für 39,95 € mit 344 Seiten Basisregeln, Weltbeschreibung, Erläuterungen zu Spezies und zur Erstellung von Figuren, Zaubersprüchen, Bestiarium und Schicksalsgaben und zahlreichen farbigen Illustrationen erscheinen außerdem zwei limitierte Versionen des Grundregelwerks: Die limitierte handnummerierte Ausgabe mit Schmuckcover enthält für 69,95 € acht zusätzliche Seiten zur Geschichte MIDGARDs von Elsa und Jürgen E. Franke sowie ein doppelseitiges Poster und einen Artprint des Covers der Standardausgabe. Das ultralimitierte Box-Set für 249,95 € beinhaltet neben einer eigenen limitierten Grundregelwerk-Ausgabe außerdem zahlreiche Zusatzmaterialien, zum Beispiel einen exklusiven Schauplatzband, ein Notizbuch für Spielleitungen, eine Battlemap, Mondlesezeichen, 20 Schicksalsmünzen, ein exklusives Würfelset, 100 Schicksalskarten mit Goldschnitt und vieles mehr. Parallel zu den drei Ausgaben des Grundregelwerks erscheinen weitere Zusatzmaterialien, die das Spiel noch immersiver gestalten: Zwei Schicksalsmünzsets in Gold und Silber, die Schicksalskarten und das Würfelset Damatus Flüsse. Voraussichtlich im Frühjahr 2027 veröffentlicht Pegasus Spiele zwei weitere Premium-Würfelsets, die bereits jetzt vorbestellbar sind.

Als besonderes Highlight zum Start von Midgard – Legenden von Damatu bietet Pegasus Spiele außerdem ein Spielrunden-Bundle an, das für 199,75 € nicht nur fünf Grundregelwerke in der Standardausgabe enthält, sondern auch noch zahlreiche Zusatzmaterialien: Ein Set Schicksalskarten, das Würfelset Damatus Flüsse, ein fünfteiliges Set Schicksalsmünzen in Gold, einen exklusive Softcover-Sichtschirm, einen Gutschein-Code für das Grundregelwerk-PDF, Figuren- & Zauberbögen, einen Stickerbogen, Bleistifte und einen Radiergummi. So sparen Spielgruppen insgesamt über 80 €. Das Angebot gilt bis 30. September.

Mit der offiziellen Ankündigung aller Produkte in einem Livestream am 5. August hat auch der Vorverkauf begonnen. Neben der regulären Vorbestellung über den Pegasus Spiele Shop sowie über den Fachhandel können Fans auch alle Produkte zur Abholung am 26. September bei Pegasus Spiele in Friedberg (Hessen) bestellen und so schon rund einen Monat vor dem offiziellen Release losspielen. An diesem Tag werden auch Jürgen E. und Elsa Franke ebenso wie Chefredakteur Michael Masberg vor Ort sein und alte wie neue Midgard-Bände signieren. Die Vorbestellung für das Pre-Release Event ist ausschließlich über ein Online-Vorbestellformular und nur bis 31. August möglich.

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Pegasus Designer Days 2026

03. August 2026 um 11:10

Pegasus Spiele lädt im September zu den nächsten Designer Days

Friedberg, 03.08.2026: Nachdem im März dieses Jahres bei den Designer Days Expert erstmals komplexe neue Spielkonzepte aus dem Experten- bzw. gehobenen Kennerspielbereich gesucht wurden, veranstaltet Pegasus Spiele von 16. bis 18. September die nächsten Designer Days – diesmal wieder auf der Suche nach innovativen Ideen für Familien- bzw. Kennerspiele. Die Anmeldung ist ab sofort bis einschließlich 30. August möglich.

Das Redaktionsteam von Pegasus Spiele freut sich darauf, Mitte September frische Konzeptionen von (angehenden) Spieleautor*innen kennenzulernen. Um der Redaktion eine eigene Spielidee vorstellen zu dürfen, braucht es dabei keinerlei Vorkenntnisse im Kreieren von Brettspielen: Newcomer*innen sind ebenso gern gesehen wie Personen, die schon Erfahrungen in der Branche sammeln konnten. In einer kurzen Videokonferenz können der Redaktion Spiel ein bis zwei Ideen auf Deutsch oder Englisch präsentiert werden, um dann später – wenn die Vorstellung überzeugt hat – einen spielbaren Prototyp einzureichen. Vielleicht schafft es daraufhin die eigene Idee, nach ausgiebigem Testspielen, sogar ins Verlagsprogramm von Pegasus Spiele.

Der Fokus bei den kommenden Designer Days liegt auf Spielen aus dem Familien- und Kennersegment, Kinder- oder Expertenspiele können dieses Mal nicht eingereicht werden. Die Anmeldung ist ab sofort bis zum 30. August über ein Online-Formular möglich. Dabei gilt es zu beachten, dass eine Anmeldung noch keine Terminbestätigung ist, da die Kapazitäten begrenzt sind. Alle weiteren Informationen, Tipps für interessierte Spieleautor*innen sowie das Anmeldeformular finden sich unter pegasus.de/designer-days.

Die Pegasus Designer Days finden seit Mai 2020 in regelmäßigen Abständen statt und sind ursprünglich aufgrund der Kontaktbeschränkungen während der Pandemie ins Leben gerufen worden. Seitdem bietet dieser Anlass kreativen Köpfen immer wieder die Gelegenheit, Spielideen vorzustellen. In den vergangenen Jahren sind bereits einige Spiele aus dem Format entstanden und erschienen, zum Beispiel Memo Mission von Christopher Garbe und Patrick Russell oder zuletzt Tricky Traders von Colin Dömer.

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Kinder, Kenner & Co. – Ein Blick auf die Spielekategorien und ihre Bedeutung

29. Juli 2026 um 15:32

Beim Brettspielkauf kann die schiere Auswahl an Titeln schon mal überfordernd sein. Umso praktischer ist es doch dann, wenn auf der Verpackung kommuniziert wird, an wen sich dieses Spiel eigentlich richtet – und damit ist nicht nur die Angabe zum empfohlenen Alter gemeint. Bestimmt habt ihr bereits entdeckt, dass wir (aber auch andere Spieleverlage) die Spiele in Kategorien wie Familie oder Kenner einteilen. Und bestimmt habt ihr euch auch schon mal gedacht, „Ne, das ist doch kein Kennerspiel!“ Genau darum, also um die Einteilung von Spielen in die Kategorien Kinder-, Familien-, Kenner- und Expertenspiel, geht es in diesem Blogbeitrag.

Aber was sagen uns diese Angaben eigentlich? Was sagen sie nicht? Wie sieht diese Familie eigentlich aus, von der hier die Rede ist? Hört man denn jemals auf, Kind zu sein? Oder darf ich ein Expertenspiel überhaupt anfassen, ohne bereits hunderte Spielstunden auf dem Tacho zu haben?

Kinderspiele – Die ersten (Meeple-)Schritte

Beginnen wir mit der Kategorie der Kinderspiele und was sie kennzeichnet. Wenn ihr euch jetzt denkt: „Kinderspiele? Ne, die sind mir viel zu langweilig und anspruchslos! Ich überspringe diesen Abschnitt einfach und komme lieber gleich zu den richtigen Spielen“, dann kann ich euch davon nicht abhalten, möchte euch aber ein Zitat von Michael Ende ans Herz legen. Der berühmte deutsche Kinder- und Jugendbuchautor sagte in seinem Vortrag Über das Ewig-Kindliche einst Folgendes:

„Ich glaube, dass in jedem Menschen, der noch nicht ganz banal […] geworden ist, dieses Kind lebt. […] Ich glaube, dass die Werke der großen Dichter, Künstler und Musiker dem Spiel des ewigen […] Kindes in ihnen entstammen – dieses Kind, das ganz unabhängig vom äußeren Alter in uns lebt, ob wir neun Jahre alt sind oder neunzig; dieses Kind, das nie die Fähigkeit verliert zu staunen, zu fragen, sich zu begeistern.“

Bevor ihr also Kinderspiele kategorisch übergeht, probiert doch mal aus, ob beim Stapeln von saftigen Tortenstücken während einer Partie Torten Träume nicht das ewige Kind in euch selbst wieder zum Vorschein kommt.

Kinderspiele versuchen nämlich vor allem, die Begeisterungsfähigkeit für das (Brett-)Spielen bereits in jungen Jahren zu erwecken. Dragomino, der Kinderspiel-Ableger aus der prämierten Kingdomino-Familie und seines Zeichens selbst Kinderspiel des Jahres 2021, wäre hierfür ein treffendes Beispiel, da es das bekannte Domino-Prinzip aufgreift und spielerisch kindgerecht umdenkt. Kindgerecht meint, dass das Spiel mit wenigen simplen Regeln auskommt, die leicht verständlich und demnach schnell erlernt sind. Entsprechend schnell kann losgespielt werden, was der potenziellen (kindlichen) Ungeduld präventiv entgegenwirkt. Die Spieldauer sollte ebenfalls nicht allzu lang sein und bewegt sich meist in einem Bereich bis zu höchstens einer halben Stunde. Diese Zeit ist in vielen Kinderspielen jedoch nicht nur für reinen Spielspaß reserviert (wenngleich der definitiv im Vordergrund steht), sondern eben auch für die Schulung kognitiver Fähigkeiten oder kreativer Lösungsfindung. Daher sind Kinderspiele auch aus vielen Kitas, Kindergärten und (Grund-)Schulen nicht mehr wegzudenken. Wusstet ihr übrigens schon, dass die Kinderspiel des Jahres Jury von Beirät*innen mit pädagogischem Hintergrund unterstützt wird?

In Kinderspielen kommen oft haptische Komponenten mit besonderem Aufforderungscharakter ins Spiel, welche dann beispielsweise die kindliche Feinmotorik spielerisch schulen und somit das Entdecken für Kinder im wahrsten Sinne noch greifbarer machen. Aber mal ehrlich, welche erwachsene Person kann schon widerstehen, wenn einen das Affenkatapult aus Crazy Coconuts mit herausforderndem Blick quasi dazu zwingt, unverzüglich unter Beweis zu stellen, wie geschickt man tatsächlich darin ist, die Becher in der Tischmitte zu treffen (oder es zumindest zu versuchen – immer und immer wieder …).

Wer jetzt stutzig wird und sagt: „Moment mal, Crazy Coconuts ist doch eigentlich gar kein Kinderspiel, sondern ein Familienspiel“, ist dem Fazit dieses Beitrags schon auf der Spur, aber wir wollen hier natürlich noch nichts vorwegnehmen, sondern nun erst einmal zu den Familienspielen kommen.

Familienspiele – Ein Spaß für alle

An dem ein oder anderen Festtag haben sich bestimmt viele von euch (gezwungenermaßen) schon in einer Situation wiedergefunden, bei der Menschen von blutsverwandt bis unbekannt zusammengekommen sind. Um dann potenziell unangenehme Gespräche – oder noch unangenehmere Stille – am Tisch zu vermeiden, wäre es doch manchmal echt praktisch, einen spaßigen Zeitvertreib zu haben, bei dem eigentlich alle, unabhängig von spielerischen Vorkenntnissen mitspielen können.

Unter anderem für solche Erlebnisse sind Familienspiele perfekt! Familienspiele zeichnet nämlich aus, dass sie sich an die ganze Familie richten (wie auch immer sie aussehen mag) und zwar in dem Sinn, dass sie für jedes Mitglied von Jung bis Alt eine spaßige Spielerfahrung bieten. Frei nach Friedrich Schillers Homo ludens (lat. „der spielende Mensch“) ist der Mensch eben nur da ganz Mensch, wo er spielt – und genau dazu laden Familienspiele prinzipiell alle Menschen gleichermaßen ein (von etwaigen Altersempfehlungen mal abgesehen). Aber natürlich könnt ihr Familienspiele auch mit Freund*innen, guten Bekannten, netten Menschen im Zug usw. spielen.

Spiele dieser Kategorie bieten eine geringe Einstiegshürde sowie eine überschaubare Spieltiefe, weswegen sich jene Titel hervorragend für Neulinge im Hobby eignen. Die abwechslungsreichen Mechanismen, Thematiken und Spielideen sprechen gleichzeitig aber auch diejenigen an, welche in ihrer Karriere bereits so manche Würfel geworfen, Meeple bewegt oder Karten gezogen haben.

Oft vereinen Familienspiele in rund sechzig Minuten einen gewissen Glücksfaktor mit der moderaten Möglichkeit zu strategischer Planung, sodass man sich durch cleveres Spielen zwar einen spürbaren Vorteil verschaffen kann, ohne dabei jedoch nicht ganz so versierte Mitspielende in Grund und Boden zu stampfen. Titel wie beispielsweise Dorfromantik – Das Brettspiel und Bomb Busters (Spiele des Jahres 2023 bzw. 2025) gehen sogar noch einen Schritt weiter, indem sie das Spielerlebnis gleich gänzlich kooperativ gestalten. So gewinnt oder verliert ihr gemeinsam (wobei natürlich trotzdem immer alle wissen, wer eigentlich die Schuld an der Niederlage trägt).

Kennerspiele – Tieferes Eintauchen in die Materie

Kennt ihr die nächste Kategorie? Gut, dann zählt ihr offensichtlich zu den Kenner*innen (höhö). Es sind nämlich die Kennerspiele, die nun etwas tiefer in die Materie Brettspiel einsteigen. Die Mechanismen werden also komplexer und das Regelheft somit dicker, aber dafür bekommt man bei diesen Titeln auch mehr Spieltiefe geboten. Strategie ist hierbei oft gewinnbringender als reines Glück, wobei eine kleine Prise davon noch immer hilfreich sein kann. Dementsprechend verlängert sich die durchschnittliche Spieldauer auf meist merklich über eine Stunde, um der strategischen Planung genügend Zeit zur Entfaltung einzuräumen.

Auch die Themen können bei Kennerspielen mal anspruchsvoller oder abstrakter werden, wenn sich zum Beispiel in der Compile-Reihe KIs darum duellieren, Protokolle zuerst zu kompilieren. Es ist folglich zweifellos von Vorteil, wenn man bereits ein wenig Spielerfahrung mitbringt, um die besten Chancen auf den Sieg zu haben. Allerdings ist die Abstraktheit der Themen im Kennerspiel-Segment kein Muss: Everdell sowie dessen Erweiterungen respektive Standalone-Nachfolger sind dank der mechanischen Kombination aus Worker-Placement und Engine-Building zwar vom Anspruch her durchaus ähnlich fortgeschritten, doch aufgrund der süßen Tier-Thematik wahrscheinlich für die meisten um einiges zugänglicher (und sollte die Spielmechanik hier dennoch zu überwältigend sein, gibt es ja das Familienspiel My Lil‘ Everdell).

Expertenspiele – Abendfüllende Auseinandersetzungen

Und schließlich haben wir sie erreicht: die Speerspitze der Schwierigkeit, die Krone der Komplexität, wenn es um Brettspiele geht – die Kategorie der Expertenspiele. Wer sich hierauf einlassen will, sollte Lesen bestenfalls als Hobby im Hobby betrachten, denn so manche Spielanleitung kann von der Länge her durchaus mal an einen kurzen Roman erinnern. Allerdings nicht gefüllt mit im engeren Sinne spannender Fiktion, sondern mit umfangreichen Regeln, welche die meist komplex verzahnten Mechanismen auch adäquat abbilden wollen.

Während also allein das Erfassen bzw. Erklären der Regeln hierbei schon teils länger dauern kann als die Gesamtspielzeit so manch anderen Spiels, ist die eigentliche Dauer von Expertenspielen entsprechend ebenfalls länger. Eine Partie erstreckt sich nicht selten über mehrere Stunden, wenn alle Mitspielenden versuchen, aus einer Vielfalt an Möglichkeiten einen erfolgreichen Gewinnplan auszutüfteln sowie langfristig strategisch umzusetzen. Die daraus resultierende Spieltiefe kommt größtenteils ohne gravierende Glücksmomente aus und lässt demnach diejenige Person letztlich als Sieger*in jubeln, welche am besten taktiert oder kalkuliert hat.

Gerade wenn wie in Spirit Island beispielsweise jede*r Spielende einen eigenen Naturgeist mit individuellen Fähigkeiten übernimmt (die wiederum je einer gesonderten, tiefgreifenderen Erläuterung bedürfen), ist es ratsam, schon einiges an Erfahrung im Brettspielbereich mitzubringen, um davon nicht überfordert zu werden. Sobald man jedoch die Prinzipien verstanden hat, bieten Expertenspiele eine unvergleichliche Gelegenheit, sich so tief wie auf dem Brettspieltisch nur möglich mit spannenden Themenfeldern auseinanderzusetzen oder Spielmechaniken eingehend zu explorieren.

Wenn Konzepte Kategorisierungen übersteigen

Nachdem wir uns die vier Kategorien angeschaut haben, in welche Brettspiele hinsichtlich ihres Komplexitätsgrades typischerweise eingeteilt werden, betrachten wir nun diese Einteilung nochmal genauer. Festhalten können wir schon mal, dass die begrifflichen Bezeichnungen „Kinder“, „Familie“, „Kenner“ und auch „Experte“ eher repräsentativ für ein gewisses Level an Spielerfahrung stehen als für ihre wortwörtliche Bedeutung.

Kinderspiele können demnach Erwachsenen ebenso Spaß bereiten (nicht nur, aber auch wenn das Grundkonzept um die eine oder andere fortgeschrittene Regel erweitert wird), und ich muss weder spontan eine Familie gründen noch überhaupt Brettspiele kennen, um Familien- oder Kennerspiele spielen zu dürfen. Diese Begrifflichkeiten dienen lediglich dazu, einen ersten Eindruck zu vermitteln, wie hoch der Anspruch am Spieltisch werden kann. Bei so vielen kreativen, außergewöhnlichen oder gar revolutionären Ideen für Spielkonzepte ist es nur logisch, dass sich nicht alle Spiele in starre Schubladen sperren lassen (im übertragenen wie wörtlichen Sinne). Die Kategorisierung ist also nicht immer eindeutig bzw. kann sich im Laufe des Spiels wandeln.

Schauen wir uns nochmals Crazy Coconuts an, ein Familienspiel, das in der „Kids Fun Reihe“ erschienen ist. Aber wenn es doch zur Kids Fun Reihe gehört und wie oben bereits beschrieben auch aufgrund seiner sonstigen Charakteristika als Kinderspiel durchgehen würde, warum ist es dann keins? Nun, mit Sicherheit wäre die Kategorisierung als Kinderspiel nicht abwegig, das spaßige Spielkonzept kommt jedoch auch bei Erwachsenen so gut an, dass die Eingruppierung als Kinderspiel das Spaßpotenzial für erwachsene Spielgruppen nicht deutlich genug gemacht hätte. Außerdem kann das Handling der Affenkatapulte für kleinere Kinder ganz schön knifflig sein. Die Einordnung ab sechs Jahren und als Familienspiel in der „Kids Fun”-Rubrik war daher die naheliegende Lösung.

Die Altersangabe ist übrigens ein weiterer Indikator, der zwar einen ersten Rückschluss auf den Anspruch bzw. die Komplexität eines Spiels zulässt, aber eben auch nicht mehr. Denn letztlich sind solche Faktoren unter anderem stark von der Spielerfahrung der Sechs-, Acht- oder Zehnjährigen abhängig und damit hochgradig individuell. Trotzdem hängen die Kategorisierung von Brettspielen und Altersangaben eng zusammen, sind allerdings nicht immer strikt miteinander verknüpft. Ein Spiel, welches ab sechs Jahren empfohlen wird, kann demnach mal als Kinder-, mal als Familienspiel eingestuft sein. Abgesehen davon sind Kinder auch mit acht oder zehn Jahren noch Kinder, können aber durchaus schon Spiele aus dem Familien- oder vielleicht sogar Kenner-Segment spielen.

Bei Kampagnenspielen oder Titeln mit Legacy-Prinzip ist eine eindeutige Zuordnung ebenfalls sehr oft sehr schwierig. Diese Arten von Spiel starten meist auf einem überschaubaren Niveau, entwickeln sich beim Spielen jedoch durch Hinzunahme neuer Komponenten oder das Ausbauen von Mechaniken weiter, womit auch der Komplexitätsgrad ansteigt. Entscheidend sind hierbei vor allem zwei Aspekte: Zum einen wächst der Anspruch als beabsichtigter Teil des Spielkonzepts organisch mit den Spielenden, zum anderen gibt es – falls es mal zu anspruchsvoll werden sollte – häufig die Möglichkeit, das Level an Komplexität individuell „einzustellen“.

Nehmen wir mal Boss Fighters QR als Beispiel. Der Einstieg ist zwar nicht auf Ich-würfle-und-gehe-dann-soviele-Felder-Niveau, aber dennoch für die allermeisten machbar, weswegen die Einstufung als Familienspiel naheliegt. Die zu bekämpfenden Bosse werden allerdings immer knackiger, ihre Taktiken raffinierter, also steigt auch der Anspruch entsprechend – sodass Boss Fighters QR im späteren Kampagnenverlauf eher zum Kennerspiel wird (übrigens auch die Kategorie, in der es von der Jury Spiel des Jahres nominiert wurde). Die Spielenden können dabei selbst entscheiden, wie fordernd das Spielerlebnis für sie sein soll. Bei Boss Fighters QR als App-basiertes Spiel ist das besonders nutzer*innenfreundlich, denn es gibt einen Auswahlbildschirm, in dem die gewünschte Schwierigkeit einstellbar ist. War ein Boss mal zu schwer oder zu leicht, kann der Schwierigkeitsgrad mit einem Klick ganz einfach an die präferierten Anforderungen angepasst werden.

Weitere Freiheiten in der Gestaltung von Anspruch bieten modulare Spielkonzepte. Durch das Hinzufügen oder Weglassen von Modulen, Materialien o.Ä. bieten euch mache Titel die Option, die Komplexität an die Spielerfahrung der Spielgruppe anzugleichen. Das ebenfalls bereits angesprochene Dorfromantik – Das Brettspiel oder auch Kitchen Rush liefern nach und nach zusätzliche Elemente, die dem Spiel beigefügt werden können und den Anspruch mitunter merklich steigern. Genauso gut könnt ihr aber auf jene Komponenten verzichten und habt dennoch ein vollständiges, rundes Spielerlebnis.

Wieder andere Spiele bieten zur Variation der Schwierigkeit weitere Modi an. Gerade bei Kinderspielen kommt dies öfter vor, um das Mitspielen für potenziell unterforderte Erwachsene spannender zu gestalten oder faire Bedingungen im Spiel von Erwachsenen mit Kindern herzustellen. Ein gutes Beispiel ist Torten Träume, denn dort dürfen Kinder ihre Torte auf dem Boden bzw. einem Tisch stapeln, Erwachsene müssen ihre Torte stattdessen auf ihrer Hand balancieren. Im Zuge solcher oder ähnlicher Module und Varianten kann die Kategorisierung schnell mal vom Kinder- zum Familienspiel, vom Familien- zum Kennerspiel usw. aufsteigen.

Und was heißt das jetzt?

Ihr seht, die Frage nach Komplexität ist – naja – komplex und teils schwer objektivierbar. Zwar ist es möglich festzustellen, dass Spiel X weniger und simplere Regeln hat als Spiel Y, doch ab wann ist der Unterschied denn groß genug, um sie auch verschieden zu kategorisieren? Generell ist eine Form der Spielekategorisierung durchaus sinnvoll, denn sie vermittelt euch einen guten ersten Eindruck vom zu erwartenden Spielgefühl: Muss ich erst eine Stunde Regeln lesen oder erklärt sich das Spiel quasi von selbst? Kann ich ein paar Partien entspannt in der Mittagspause zocken oder sollte ich mir lieber gleich einen ganzen Tag freinehmen?

Letzten Endes zählen aber nicht nur spielseitige Faktoren, sondern vor allem auch die persönliche Motivation sowie die Lust, sich in Regeln einzufuchsen oder neuen Herausforderungen zu stellen. Für eine Person, die zwar noch nicht viel gespielt hat, kann ein Kennerspiel trotzdem das Richtige sein, wenn sie den Willen mitbringt, sich damit intensiver zu befassen. Ein sehr gutes Beispiel dafür ist das erwähnte Everdell. Klassisch als Kennerspiel eingruppiert, hat es durch den 3D-Baum, die niedlichen Illustrationen und das Wohlfühl-Thema so viel Aufforderungscharakter, dass es weltweit begeistert gespielt wird und sogar Brettspielneulinge motiviert, sich mit dem Spielprinzip auseinanderzusetzen.

Die Spielekategorien sollen euch vorm Spieleregal also eine Idee davon geben, was euch erwartet, aber die Definitionen der Kategorien sind dehnbar. Also wenn euch eine Spielidee oder ein Thema besonders anspricht, traut euch! Wir wünschen euch viel Spaß dabei!

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Das Königreich erblüht

24. Juli 2026 um 12:29

Bloom Kingdom von Deep Print Games bei Pegasus Spiele erschienen

Friedberg, 24.07.2026: Beim Kartenspiel Bloom Kingdom von Deep Print Games, das exklusiv im Vertrieb von Pegasus Spiele erhältlich ist, legen die Spielenden über drei Durchgänge hinweg Karten in eine gemeinsame Auslage. Ein gutes Gespür für Timing ist gefragt, wenn die Entscheidung ansteht, ob ein Charakter noch weiter verstärkt oder lieber doch gewertet werden soll.

Zehn verschiedene Charakter-Karten – vom Hofnarren über den Drachen bis zur Königin – sind im Stapel von Bloom Kingdom je zehnmal enthalten. Nachdem die zwei bis fünf Mitspielenden ihre Handkarten erhalten haben, spielen sie solange Karten in die gemeinsame Auslage, bis jede Person nur noch zwei Karten auf der Hand hat. Dann steht die erste von insgesamt drei Wertungen an: Umso mehr Karten eines Charakters ausliegen, desto wertvoller wird er – aber nur die beiden verbliebenen Handkarten bestimmen darüber, welche Wertungen diesmal ausgelöst werden und potenziell Punkte einbringen. Alle zehn Charaktere haben dabei unterschiedliche Wertungsbedingungen, die auch mit anderen Charakteren zusammenhängen.

Darüber hinaus können Soforteffekte beim Ausspielen die Auslage immer wieder maßgeblich beeinflussen, wenn beispielsweise Karten aus dem Spiel entfernt werden dürfen. Der Spielverlauf bleibt somit unvorhersehbar und eröffnet gleichzeitig clevere Kombinationsmöglichkeiten. Für den nächsten Durchgang wird die Auslage dann stets beibehalten, die Spielenden ziehen neue Handkarten nach und können nun auf den ausliegenden Karten aufbauen oder die Verteilung der Charaktere verändern – je nachdem, welche Strategie gerade lukrativer erscheint. Wer sich nach drei Durchgängen die meisten Siegpunkte bei den Wertungen erspielt hat, gewinnt dieses Familienspiel nach rund zwanzig Minuten.

Bloom Kingdom wurde von den Autoren Christian Kudahl und Thomas Weber entwickelt. Die märchenhaften Illustrationen, in welchen sich auch die namensgebenden Blüten wiederfinden, entstammen den Händen von Axel Kuckuk alias Cuculum. Das Kartenspiel Bloom Kingdom ist ab acht Jahren empfohlen und zu einer UVP von 9,99 € bei Pegasus Spiele erhältlich.

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Pegasus Spiele lädt zum Sommerfest ein

17. Juli 2026 um 13:48

Pegasus Spiele Sommerfest 2026 am Samstag, den 25. Juli

Friedberg, 17.07.2026: Das alljährliche Pegasus Spiele Sommerfest findet in diesem Jahr am letzten Samstag im Juli statt. Von 10 bis 18 Uhr können Besuchende unter anderem Brett- & Kartenspiele ausprobieren, an Firmenführungen teilnehmen und beim Lagerverkauf zu attraktiven Preisen einkaufen. Die Teilnahme am Event ist kostenlos.

Nach dem großen Erfolg der Pegasus Spiele Einweihungsfeier im Sommer 2024 hat sich daraus das alljährliche Sommerfest entwickelt. In diesem Jahr findet das Event auf dem Pegasus Spiele Firmengelände in Friedberg (Am Straßbach 3, 61169 Friedberg) am 25. Juli statt.

Im Mittelpunkt des Events stehen Brett-, Karten- und Rollenspiele. Den ganzen Tag über warten Neuheiten und Klassiker, zum Beispiel das zum Kennerspiel des Jahres nominierte Boss Fighters QR, darauf, gespielt zu werden. Um 13 Uhr startet außerdem eine Boss Fighters QR Challenge. Für die Challenge und die Rollenspielrunden wird um Voranmeldung gebeten. Die Rollenspielrunden starten jeweils um 11 Uhr, um 13:30 Uhr sowie um 16 Uhr. Gespielt werden Shadowrun, Cthulhu, Candela Obscura und Midgard – Legenden von Damatu. Die kleinen Gäste können sich im Außenbereich im Spiel-Mobil austoben und sich beim professionellen Kinderschminken kostenlos einen Blütendrachen schminken lassen.

Den ganzen Tag über können Interessierte bei Firmenführungen hinter die Kulissen eines Spieleverlags blicken. In den ca. 1-stündigen Führungen berichten Mitarbeitende unter anderem mehr über die Verlagsgeschichte und den Weg von der Spielidee zum fertigen Produkt. Es wird um Voranmeldung gebeten.

Als besonderes Highlight ist auch das Lager am Sommerfest wieder geöffnet. Besuchende können beim Lagerverkauf durch das Vertriebs- und Verlagssortiment stöbern und zu attraktiven Preisen einkaufen.

Pegasus Spiele freut sich auf das Event und alle Besuchenden! Sämtliche Infos auch unter events.pegasus.de/sommerfest.

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Nächste Station: Spielspaß!

14. Juli 2026 um 16:04

Next Station Berlin bei Pegasus Spiele erschienen

Friedberg, 14.07.2026: Die beliebte Next Station-Reihe wurde bei Pegasus Spiele kürzlich um einen vierten Titel erweitert. Nach Stopps in London, Paris und Tokio ist die deutsche Hauptstadt nun das nächste Ziel. In Next Station Berlin müssen ebenfalls wieder U-Bahn-Linien clever geplant werden, wobei hier als Besonderheit die historische Teilung der Stadt auch spielmechanisch aufgegriffen wird.

Next Station Berlin ist – wie auch die vorherigen Teile – ein Flip-&-Write-Spiel, bei dem jede Runde eine Stationskarte aufgedeckt wird, woraufhin die Spielenden mit ihrem Farbstift einen Abschnitt der U-Bahn-Linie auf ihrem Plan einzeichnen. Nach jedem Durchgang werden die Stifte weitergegeben, sodass jede Person genau einen Durchgang pro Linie bzw. Farbe spielt. Zusätzlich gibt die aufgedeckte Karte auch an, ob die Linie in der „Bär“- oder der „Krone“-Stadthälfte erweitert werden muss. Können die beiden Startstationen einer Linie miteinander verbunden werden, gibt es sogar Extrapunkte.

Kreuzen dürfen sich die eingezeichneten Streckenabschnitte jedoch nicht, was das Vorausplanen durchaus knifflig werden lässt. Außerdem bringen Sondersymbole – wie S-Bahn-Stationen als Umsteigemöglichkeiten oder Doppelweichen – zusätzliche Herausforderungen beim Planen mit sich. Am Ende jedes Durchgangs gibt es dann Punkte für die eingeplanten Abschnitte. Nach vier Durchgängen bzw. einer knappen halben Stunde steht schließlich fest, wer das neue U-Bahn-Netzwerk von Berlin am effizientesten konzipiert hat.

Insgesamt wird dieser Teil dank seiner mechanischen Neuerungen zu einem etwas anspruchsvolleren Familienspiel für eins bis vier Spielende ab acht Jahren. Für Fortgeschrittene, die es noch ein bisschen komplexer haben wollen, können dem Spielgeschehen mit Durchgangseffekten und Zielkarten zwei optionale Module hinzugefügt werden.

Wie auch bei den vorherigen Spielen der Reihe – Next Station London, das 2023 zum Spiel des Jahres nominiert wurde, Next Station Paris sowie Next Station Tokyo – ist Matthew Dunstan der Autor. Die stilvollen Illustrationen kommen wieder von Maxime Morin. Das clevere Planspiel Next Station Berlin ist zur Berlin Brettspiel Con im Juli erschienen und ab sofort mit einer UVP von 19,99 € bei Pegasus Spiele erhältlich.

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Spiele-Hit Trend Boss Fighters QR geht in die nächste Runde

10. Juli 2026 um 10:40

Erste Erweiterung für das mit dem Österreichischen Spielepreis ausgezeichnete Boss Fighters QR von Pegasus Spiele erscheint im Herbst

Friedberg, 10.07.2026: Für das erfolgreiche kooperative Hybridspiel Boss Fighters QR erscheint im Herbst die erste Erweiterung mit fünf neuen Bossen: Dschungelfieber. Erst kürzlich wurde das Spiel von Michael Palm und Lukas Zach von der Österreichischen Spiele-Akademie zum Spiele-Hit Trend 2026 gekürt.

Seit der Veröffentlichung von Boss Fighters QR zur SPIEL Essen 2025 hat sich das Familienspiel zum Publikumsliebling entwickelt. Doch auch die Jurys renommierter Spielepreise haben den App-unterstützten Titel auf ihrer Liste. So wurde Boss Fighters QR im Mai von der Jury Spiel des Jahres zum Kennerspiel des Jahres 2026 nominiert – die Preisverleihung und Entscheidung, welches Spiel zum Kennerspiel des Jahres 2026 gekürt wird, folgt am 12. Juli – und darüber hinaus kürzlich mit dem österreichischen Spielepreis Spiele-Hit Trend 2026 ausgezeichnet.

Die Jury der Österreichischen Spiele-Akademie sagt über Boss Fighters QR:

„Ein höchst spannendes und den Team-Spirit forderndes strategisches wie taktisches Fantasy-Abenteuerspiel, das uns dank App Zeit-intensives Kampfhandling weitgehend erspart, in ansprechend animierter, wie übersichtlicher Darstellung durch das Spiel führt und vor allem unerwartete Spieltiefe, Variantenreichtum und lange anhaltenden Spielspaß bietet.“

In Boss Fighters QR treten zwei bis vier Spielende ab zehn Jahren gemeinsam gegen verschiedene Bosse mit individuellen Angriffsmustern an. Besonders ist auch die Integration der Begleit-App, denn das kooperative Hybridspiel verbindet das grundlegend analoge Spielgefühl eines Kartenspiels mit einer neuartigen Form digitaler Unterstützung. Durch die Scan & Play Mechanik werden QR-Codes auf den Kartenrückseiten in Sekundenschnelle erfasst und im nahtlosen Zusammenspiel mit der App entstehen daraufhin umso dynamischere Bosskämpfe.

Noch in diesem Jahr, voraussichtlich zur SPIEL Essen 2026, wird die erste Erweiterung Dschungelfieber erscheinen. Sie enthält fünf neue Bosse, denen sich die Spielgruppe in einer neuen Kampagne stellen kann. Wie bereits im Grundspiel sind auch alle Bosse der Erweiterung in vier verschiedenen Schwierigkeitsgraden spielbar und bringen jeweils neue Mechaniken und Angriffstaktiken mit. Zur Unterstützung der Spielgruppe kommen auch zwei neue Held*innen ins Spiel, der gerissene Goblintüftler und die geheimnisvolle Dryade, sowie zwei neue Klassen, Paladin und Schamane. Neue Gegenstände und 20 Beutekarten, die im Spielverlauf freigespielt werden können, helfen den Spielenden bei ihrem Streifzug durch den gefährlichen Dschungel. Boss Fighters QR: Dschungelfieber kann ab sofort zu einer UVP von 29,99 € vorbestellt werden. Auch die passenden Spielmatten für die beiden neuen Held*innen Dryade und Goblin werden voraussichtlich noch in diesem Jahr erscheinen. Bereits erhältlich sind die Boss Fighters QR Spielmatten für die Held*innen des Grundspiels zu einer UVP von 19,99 €.

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Die Welt von Dorfromantik wächst

06. Juli 2026 um 15:32

Dorfromantik – Südsee und zwei weitere Titel erscheinen bei Pegasus Spiele

Friedberg, 06.07.2026: Gleich drei neue Titel erscheinen in diesem Jahr in der beliebten Dorfromantik-Spielreihe rund um das Spiel des Jahres 2023, Dorfromantik – Das Brettspiel. Neben einer neuen fachhandelexklusiven Ausgabe von Dorfromantik – Leichtes Gepäck, nun inklusive der Mini-Erweiterung Limes, veröffentlicht Pegasus Spiele mit Dorfromantik – Kopf an Kopf auch eine neue Variante für zwei Personen sowie ein neues kooperatives Grundspiel mit neuer Kampagne, Dorfromantik – Südsee.

Nachdem das Indie Videospiel Entwicklungsstudio Toukana Interactive aus Berlin mit dem Computerspiel Dorfromantik einen weltweiten Hit landen konnte, ist bei Pegasus Spiele Ende 2022 die analoge Brettspieladaption Dorfromantik – Das Brettspiel erschienen. Diese Umsetzung des Autorenduos Michael Palm und Lukas Zach als kooperatives Plättchenlegespiel wurde im Jahre 2023 zum Spiel des Jahres gekürt. Im Anschluss an den großen Erfolg ist im selben Jahr mit Dorfromantik – Das Duell eine kompetitive Variante für zwei Personen (oder Teams) sowie 2024 mit Dorfromantik – Sakura eine etwas anspruchsvollere Version mit neuer Kampagne und neuen Herausforderungen herausgekommen. Außerdem bietet Dorfromantik – Leichtes Gepäck seit 2025 eine kompakte Option des Dorfromantik – Das Brettspiel Grundspiels für unterwegs.

Anlässlich des fünften Jubiläums der Anerkennung des Niedergermanischen Limes als UNESCO-Welterbe entstand in Zusammenarbeit mit dem LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland und dem LVR-Landesmuseum Bonn eine Mini-Erweiterung, die den Limes – repräsentiert durch acht Limes-Marker – ins Spiel bringt. Diese Erweiterung ist in der voraussichtlich Ende Juli erscheinenden fachhandelsexklusiven Ausgabe von Dorfromantik – Leichtes Gepäck inkl. Mini-Erweiterung Limes enthalten und für Gruppen interessant, die einen Highscore von 200 geknackt haben. Die Mini-Erweiterung ist auch mit dem Dorfromantik – Das Brettspiel Grundspiel spielbar und hat eine UVP von 19,99 €.

Voraussichtlich im Herbst wächst das Dorfromantik-Universum dann um gleich zwei weitere neue Familienspiele, die wieder vom Autorenduo Michael Palm und Lukas Zach stammen sowie von Paul Riebe illustriert wurden: Mit Dorfromantik – Kopf an Kopf kommt eine eigenständige Variante für zwei Personen ab acht Jahren heraus, die schneller gespielt ist als die bekannte Duell-Version. Die Spielenden wählen nun zuerst die Plättchen aus, mit denen sie in der zweiten Spielphase, der Legephase, ihre Landschaft aufbauen. Als neue Elemente kommen nun auch Berge und Seen ins Spiel, die als abgeschlossene Landschaftsformationen wertvolle Punkte bringen. Dorfromantik – Kopf an Kopf wird zu einer UVP von 14,99 € erhältlich sein.

Außerdem erscheint das unabhängige Grundspiel Dorfromantik – Südsee, das neben dem frischen Setting auch eine neue Kampagne mit sich bringt, während welcher fünf Boxen voller geheimer Inhalte freigespielt werden können. Diese freischaltbaren Materialien erweitern das gemeinsame Spielerlebnis mit neuen mechanischen Konzepten, die so aus keinem der Vorgänger bekannt sind. So kommen im Spielverlauf unter anderem Boote zum Einsatz, welche durch die Südsee gesteuert werden, um auf neue Arten Punkte zu generieren und den Highscore weiter in die Höhe zu treiben. Der Komplexitätsgrad bewegt sich dabei auf einem ähnlichen Niveau wie Dorfromantik – Sakura, weshalb Dorfromantik – Südsee ebenso ab zehn Jahren empfohlen wird. Das Familienspiel für ein bis sechs Personen bietet demnach auch Spieler*innen mit Dorfromantik-Erfahrung eine spannende neue Herausforderung. Dorfromantik – Südsee erscheint voraussichtlich im Herbst bei Pegasus Spiele und kann zu einer UVP von 39,99 € vorbestellt werden.

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Pegasus Spiele auf der Berlin Brettspiel Con 2026

02. Juli 2026 um 15:09

Friedberg, 02.07.2026: Vom 10. bis zum 12. Juli findet in diesem Jahr die Berlin Brettspiel Con statt – und Pegasus Spiele ist wieder mit dabei! Besuchende dürfen sich auf Brett- und Rollenspielneuheiten wie Next Station Berlin, Shout the Clue und Daggerheart freuen. An beiden Tagen finden am Verlagsstand (Halle 2, 2-01) und auf der Freispielfläche (Halle 1, D2-3) außerdem Events wie Challenges und Preview-Demorunden statt. Mit am Stand wird auch Verlagspartner Deep Print Games sein und unter anderem die Neuheit Bloom Kingdom präsentieren.

Nach der Game Night am Freitag öffnet die Convention im Estrel Congress Center am Samstag ab 9:30 Uhr ihre Türen. Am Samstagabend bis 19 Uhr und am Sonntag bis 18 Uhr können Besuchende am Pegasus Spiele Stand in Halle 2, 2-01, Neuheiten ausprobieren und kaufen.

Passend zum Veranstaltungsort wird erstmals der neuste Teil der Next Station-Reihe, Next Station Berlin, erhältlich sein, bei dessen Kauf es kostenlos die Mini-Erweiterung Brücken dazu gibt. Eine weitere Neuheit ist das kooperative Partyspiel Shout the Clue, das am Samstagabend um 18 Uhr und am Sonntagabend um 17 Uhr in Vollbesetzung mit bis zu 8 Personen ausprobiert werden kann. Pegasus Spiele Partnerverlag Deep Print Games hat zudem sein neues Kartenspiel Bloom Kingdom im Gepäck. Dessen Autor, Thomas Weber, wird am Samstag und Sonntag von 13-14 Uhr zu Gast sein und freut sich auf Spielrunden mit Besuchenden. Darüber hinaus warten weitere Top-Titel auf die Gäste, zum Beispiel Compile (Gold Edition) und das im Frühjahr erschienene Kennerspiel Wine & Cheese. Den gesamten Samstag über sowie am Sonntag bis 13 Uhr bietet Redakteur Sebastian Hein zudem Demorunden für das zum Kennerspiel des Jahres nominierte Boss Fighters QR an und als besonderes Goodie können sich alle Interessierten kostenlos einen Demofall zu einer Herbst-Neuheit 2026 abholen.

Ebenfalls erhältlich sein wird die deutsche Version des Rollenspiels Daggerheart, dessen Veröffentlichung nur wenige Tage zuvor, am 7. Juli, mit einer Release Party im FUNtainment Berlin gefeiert wird. Das Pen-&-Paper-System, das von der bekannten Mediengruppe Critical Role konzipiert wurde und im englischen Original bei deren Verlag Darrington Press erschienen ist, ist als Daggerheart Basis-Set und als Daggerheart Deluxe-Ausgabe erhältlich. Darüber hinaus können Interessierte das System in Spielrunden kennenlernen. Die Anmeldung für diese ist ab sofort möglich unter conspiracy-con.de/spielrunden/. Außerdem wird es einen limitierten Pre-Sale zu Munchkin Vox Machina geben. Der neue Munchkin-Teil aus dem Critical-Role-Kosmos erscheint offiziell erst im Herbst, bei der Berlin Brettspiel Con können Fans das Spiel jedoch schon vorab kaufen und so die Promokarte Kneipentour kostenlos dazubekommen.

Darüber hinaus hält Pegasus Spiele an beiden Messetagen auch auf der Freispielfläche in Halle 1, D2-3, ein spannendes Programm bereit: Am Samstag ab 10 Uhr und ab 13 Uhr findet eine jeweils rund 90-120 Minuten dauernde besondere Boss Fighters QR-Challenge statt, zu der die Autoren Michael Palm und Lukas Zach persönlich einladen. Welche Herausforderung genau auf die Spielenden wartet, wird vorab nicht verraten, für einen sicheren Platz am Spieltisch ist jedoch eine Voranmeldung empfohlen. Im Zeitraum zwischen den Challenges stellen die beiden Autoren ihre Neuheit Wolfsmond – ein interaktives Kartenspiel – vor, das hier schon vor dem Release im September gespielt werden kann. Auch alle, die sich nur ihr Spiel signieren lassen oder sich mit den Autoren austauschen möchten, sind herzlich eingeladen.

Am Samstag und am Sonntag je ab 15 Uhr finden zudem Preview-Demorunden zu Titeln statt, die erst im Spätsommer bzw. Herbst bei Pegasus Spiele erscheinen: Neben Wolfsmond können Insurrection, Veggie Match, DaDaDa, Tax the Rich sowie die Erweiterung Diamant: Warnung & Verrat angespielt werden.

Am Sonntag um 13 Uhr können Dorfromantik-Begeisterte ihre Fähigkeiten außerdem im Rahmen eines Turniers mit schnellen Runden unter Beweis stellen. Nach insgesamt ca. 90-120 Minuten warten auf die drei Besten Gutscheine für den Pegasus Spiele Verkaufsstand vor Ort und eine Dorfromantik-Trophäe. Auch hierfür ist eine Voranmeldung nötig, denn die Plätze sind begrenzt.

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Daggerheart erscheint auf Deutsch: Release Party mit den Designern und Gästen in Berlin

26. Juni 2026 um 12:40

Daggerheart Release Party am 7. Juli im FUNtainment Berlin

Friedberg, 26.06.2026: Am 6. Juli erscheint die gedruckte Ausgabe des Fantasy-Rollenspiels Daggerheart. Anlässlich dessen veranstaltet Pegasus Spiele am 7. Juli eine Release Party im FUNtainment in Berlin. Neben Orkenspalter TV werden auch die beiden Designer des Rollenspiels, Spenser Starke and Rowan Hall, vor Ort sein. Der Eintritt ist kostenlos und Besuchende erwartet ab 13 Uhr ein buntes Programm mit Spielrunden, Meet & Greets, einer Daggerheart ActualPlay-Runde am Abend und vieles mehr. Orkenspalter TV streamt das Event ab 15 Uhr live.

Die deutschsprachige PDF-Version des Pen-&-Paper-Rollenspiels ist bereits seit Anfang Juni zum Download auf pegasusdigital.de erhältlich. Für 29,95 € erhalten Spielefans neben dem 366-seitigen Grundregelwerk auch die 279 Spielkarten zum Download. Kostenlos verfügbar sind auf Pegasus Digital außerdem zusätzliche Spielmaterialien, zum Beispiel das Schnellstart-Abenteuer Botengang im Zobelwald und der Kampagnenrahmen Zobelwald. Im Rahmen der Echoes of Exandria Tour von Critical Role in der Uber Arena in Berlin am 6. Juli erscheint schließlich auch die gedruckte Version als Daggerheart Basis-Set (49,95 €) – mit Grundregelwerk inklusive sechs verschiedener Kampagnenrahmen und Spielkarten – und in der Daggerheart Deluxe-Ausgabe (124,95 €) als Schmuckausgabe mit dem Grundregelwerk mit alternativem Coverdesign, dem Kartenset mit Goldschnitt, Spielleitungsschirm, Charakterbögen und Spielhilfen, Würfeln und Acryl-Markern.

Am 7. Juli ab 13 Uhr lädt Pegasus Spiele Fans zu einer Release Party im Spielefachgeschäft FUNtainment in Berlin ein, wo auch beide Daggerheart-Ausgaben zum Kauf erhältlich sein werden. Interessierte können an diesem Tag vorbeikommen und das Rollenspiel kennenlernen. Der Eintritt ist kostenlos und ein Ticket wird nicht benötigt. Eine Anmeldung für die Spielrunden, die den ganzen Tag über stattfinden, ist jedoch erwünscht und ab sofort möglich unter conspiracy-con.de/spielrunden. Ab 15 Uhr startet das offizielle Live-Programm. Dann können Fans die beiden Designer des Rollenspiels, Spenser Starke and Rowan Hall, treffen und sich ihr Daggerheart-Exemplar signieren lassen, bei einer Q&A-Runde ihre Fragen rund um Daggerheart stellen und an einem Workshop für Spielleitungen teilnehmen. Außerdem findet am Abend ab 19:30 Uhr eine Live-Actual-Play-Runde statt. Mit am Spieltisch werden neben den beiden Daggerheart-Designern auch Mháire von Orkenspalter TV und Milena Fuchs aus der Pegasus Spiele Redaktion sitzen. Alle, die nicht live vor Ort dabei sein können, können das Programm ab 15 Uhr auf dem Orkenspalter TV Twitch-Kanal live mitverfolgen.

Im Rahmen der Release Party findet auch der Pre-Release der deutschen Ausgabe von Munchkin Vox Machina statt. Schon vor Erscheinen im Herbst können Besuchende der Release Party das neue Munchkin-Set, das sich um die preisgekrönte erste Kampagne der TTRPG-Show Critical Role dreht, ausprobieren, kaufen und sich die Promokarte Kneipentour sichern. Zur Daggerheart Release Party Seite mit Übersicht über das gesamte Programm und allen wichtigen Infos.

Daggerheart ist ein erzählerisches Rollenspiel für drei bis sechs Personen ab zehn Jahren. Die Spielenden schlüpfen in die Rollen individueller Held*innen und erleben gemeinsam Abenteuer in einer Welt, die sie aktiv mitgestalten. Eine persönliche Kartenauslage definiert Fähigkeiten, Herkunft, Gemeinschaften sowie Klassen und Unterklassen der Figuren. Ergänzt wird das Spiel durch ein eigenes Würfelsystem, in dem Hoffnung und Furcht sowohl die Spielmechanik als auch den Verlauf der Geschichte maßgeblich beeinflussen. Daggerheart wurde am 20. Mai 2025 im englischen Original von Darrington Press, dem Verlag hinter Critical Role, veröffentlicht.

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Friedberg lädt Groß und Klein zum Spielen ein

23. Juni 2026 um 16:41

Friedberg spielt am Sonntag, den 28. Juni

Friedberg, 23.06.2026: Am 28. Juni verwandelt sich die Friedberger Innenstadt wieder in die längste Spielestraße der hessischen Wetterau. Im Pegasus Spiele Zelt kann bereits ab 10 Uhr losgespielt werden. Ab 12 Uhr sind dann auch die Geschäfte geöffnet und laden zum Bummeln beim verkaufsoffenen Sonntag ein. Die Teilnahme am Event ist kostenlos.

An einem Sonntag im Jahr verwandelt sich die Friedberger Kaiserstraße in eine Spielestraße für Groß und Klein. Zahlreiche Friedberger Vereine und Geschäfte bieten bei Friedberg spielt Spielstationen und Mitmachaktionen an. In vergangenen Jahren konnten Besuchende sich bereits in Geschicklichkeitsspielen erproben, beim Menschenkicker mitspielen, Kampfsportarten ausprobieren oder Einblicke in das Programmieren gewinnen.

In diesem Jahr findet Friedberg spielt am 28. Juni statt. Bereits ab 10 Uhr öffnet das Pegasus Spiele Zelt am Elvis-Presley-Platz. Spielebegeisterte können dann den ganzen Tag über Neuheiten und Klassiker des Friedberger Spieleverlags ausprobieren, zum Beispiel das zum Spiel des Jahres 2023 prämierte Dorfromantik – Das Brettspiel, das Spiel des Jahres 2017, Kingdomino, in der Neuausgabe, das Actionspiel Crazy Coconuts oder die Kennerspielneuheit Compile (Gold Edition). Dabei müssen sich die Gäste nicht durch lange Regelerklärungen kämpfen, denn die Spieleerklärer*innen vor Ort helfen gerne weiter.

Ab 12 Uhr startet zudem das traditionelle Laufspiel, das quer durch die Innenstadt führt. An 14 (Spiel-)Stationen – bereitgestellt von den teilnehmenden Geschäften und Vereinen – gilt es, kleine spielerische Aufgaben zu lösen, um Stempel auf dem Laufzettel zu sammeln. Eine volle Laufkarte kann gegen Tombola-Lose eingetauscht werden und sichert so die Chance auf einen der von Pegasus Spiele und Friedberger Geschäften gesponserten Preise. Eventende ist gegen 18 Uhr.

Pegasus Spiele, die Stadt Friedberg und Friedberg hat’s freuen sich auf das Event und alle Besuchenden! Alle Infos auch unter friedberg-spielt.de.

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Das nächste Genussduell ist serviert

12. Juni 2026 um 11:00

Wine & Cheese von Deep Print Games ist bei Pegasus Spiele erschienen

Friedberg, 12.06.2026: Nachdem Beer & Bread bei Kennerspielfans bereits in aller Munde ist, tischt Deep Print Games mit Wine & Cheese nun dessen eigenständig spielbaren, geistigen Nachfolger auf, der exklusiv im Vertrieb von Pegasus Spiele erhältlich ist. Auf je einem traditionsreichen Hof versuchen die beiden Spielenden, Wein- und Käseherstellung möglichst ertragreich unter einen Hut zu bringen.

Die fachkundige Herstellung von Wein und Käse erfordert gute Planung sowie ein Gespür für Timing, denn der Einsatz von Arbeitskräften muss koordiniert und der Reifeprozess der Waren im Auge behalten werden. Insgesamt verläuft das Spiel über zwei Jahre, wobei diese jeweils in die vier Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter mit je eigenen Phasen unterteilt sind.

Je nach Jahreszeit stehen andere Aufgaben auf dem Programm der Spielenden: Im Frühling müssen Arbeitskräfte paarweise auf Parzellen der geteilten Ländereien geschickt werden, um Zutaten zu sammeln. Außerdem können Wein wie Käse hergestellt, verkauft oder auch eingelagert werden. Der Sommer ist die Zeit, in der die Waren reifen und nützliche Eigenaktionen auf den Wein- bzw. Käsekarten ausgelöst werden können. Der Herbst gestaltet sich ähnlich wie der Frühling, nur dass die Arbeitskräfte jetzt von den Parzellen zurückkehren. Schließlich folgt der Winter, welcher in beiden Jahren unterschiedlich abläuft, da er im zweiten Jahr die Endwertung einläutet. Nachdem je die Gesamtpunktzahl von Wein respektive Käse ermittelt wurde, zählt dann jedoch nur der niedrigere Wert als Endergebnis. Gewonnen hat nach einer guten Stunde wiederum diejenige Person mit dem höheren Endergebnis.

Wine & Cheese ist in der For-2-Reihe von Deep Print Games erschienen. Genau wie zuvor auch Beer & Bread ist es demnach für exakt zwei Spielende, deren Aufgabe es ist, einen erfolgreichen Hof zu führen und zwei Güter im Gleichgewicht zu produzieren, da für die Endwertung jeweils nur die weniger erfolgreiche Ware zählt. Die Spielmechaniken beider Titel unterscheiden sich jedoch und im Vergleich zu Beer & Bread fällt die Produktion bei Wine & Cheese noch ein bisschen anspruchsvoller aus. Autor ist erneut Scott Almes, während Michael Menzel und Alexander Jung die stimmigen Illustrationen angefertigt haben. Das Kennerspiel Wine & Cheese ist für Genießer*innen ab zwölf Jahren zu einer UVP von 29,99 € bei Pegasus Spiele erhältlich.

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Das Abenteuer beginnt jetzt!

03. Juni 2026 um 17:12

Rollenspiel Daggerheart zum PDF-Download verfügbar

Friedberg, 03.06.2026: Ab sofort ist die deutschsprachige Version von Daggerheart als PDF auf Pegasus Digital erhältlich. Mit weiteren, ebenfalls zum Download verfügbaren kostenlosen Spielmaterialien können Spielende damit ab sofort in das Fantasy-Rollenspiel eintauchen. Den Release der gedruckten Version, die ab 6. Juli als Basis-Set oder in der Deluxe-Ausgabe erhältlich sein wird, feiert Pegasus Spiele am 7. Juli mit einer Release Party im FUNtainment in Berlin. Fans können dort auch die beiden Designer des Rollenspiels, Spenser Starke and Rowan Hall, treffen und sich auf den Pre-Release von Munchkin Vox Machina freuen.

Magische Reiche, tapfere Held*innen und verwunschene Welten voller legendärer Geschichten: Nach dem großen Erfolg des englischsprachigen Originals, welches am 20. Mai 2025 von Darrington Press, dem Verlag hinter Critical Role, veröffentlicht wurde, ist das Pen-&-Paper-Fantasy-Rollenspiel Daggerheart nun auch in deutscher Sprache bei Pegasus Spiele erschienen und ab sofort auf pegasusdigital.de für 29,95 € als PDF-Download erhältlich. Bereits seit Januar sind außerdem das Schnellstart-Abenteuer Botengang im Zobelwald, Charakterbögen & Merkblätter sowie Spielhilfen & Zusätze als PDFs erhältlich. Passend zum Release wurden die kostenlosen Download-Zusatzmaterialien nun um die Spielkarten in druckerfreundlicher Auflösung sowie den Kampagnenrahmen Zobelwald erweitert.

Das erzählerisch geprägte Rollenspiel Daggerheart richtet sich gleichermaßen an erfahrene Rollenspielende wie an Neulinge. Drei bis sechs Spielende ab zehn Jahren übernehmen die Rollen individueller Held*innen-Charaktere und erleben gemeinsam fantastische Abenteuer in einer lebendigen Welt, die sie aktiv mitgestalten. Zum Einsatz kommt eine persönliche Kartenauslage, die den Figuren besondere Fähigkeiten und Stärken verleiht und zugleich Informationen über Herkunft, Gemeinschaften sowie Klassen und Unterklassen enthält. Darüber hinaus führt Daggerheart ein eigenes Würfelsystem ein, bei dem Hoffnung und Furcht nicht nur spielmechanisch, sondern auch erzählerisch eine zentrale Bedeutung haben. Einen Einblick in das Rollenspielsystem liefert die Pegasus Spiele Daggerheart Actual Play Reihe. Der dritte, unabhängige Teil der Reihe wird live am 01. Juli ab 18 Uhr auf twitch.tv/pegasusspiele gestreamt. Die beiden vorausgegangenen Actual Plays sind bereits zum Nachschauen auf dem Pegasus Spiele YouTube Kanal abrufbar.

Zur Feier der Veröffentlichung veranstaltet Pegasus Spiele am 7. Juli eine Daggerheart Release Party im FUNtainment in Berlin. Das genaue Programm wird in Kürze noch bekanntgegeben, aber Fans dürfen sich unter anderem auf die beiden Daggerheart Designer Spenser Starke and Rowan Hall freuen ebenso wie auf Spielrunden, Talks uvm. Weitere Gäste sind Mháire Stritter und Nico Mendrek von OrkenspalterTV. Der Eintritt zur Release Party ist kostenlos. Vor Ort werden sowohl das Daggerheart Basis-Set (49,95 €) – mit Grundregelwerk inklusive sechs verschiedener Kampagnenrahmen und Spielkarten – als auch die Daggerheart Deluxe-Ausgabe (124,95 €) in der Schmuckausgabe mit dem Grundregelwerk mit alternativem Coverdesign, dem Kartenset mit Goldschnitt, Spielleitungsschirm, Charakterbögen & Spielhilfen, Würfeln und Acryl-Markern erhältlich sein. Alle Besuchende der Echoes of Exandria Tour von Critical Role in der Uber Arena in Berlin können Daggerheart bereits direkt am Release-Tag vor Ort kaufen.

Im Rahmen der Release Party findet auch der Pre-Release der deutschen Ausgabe von Munchkin Vox Machina statt. Entwickelt wurde das unabhängige Munchkin Set von Will Schoonover in Zusammenarbeit mit Critical Role. Das Kartenspiel für drei bis sechs Spielende ab zwölf Jahren basiert auf der preisgekrönten ersten Kampagne der TTRPG-Show Critical Role und versetzt die Spielenden als legendäre Held*innen von Exandria in die chaotische Welt von Munchkin. Neben den klassischen, von Steve Jackson entwickelten Munchkin-Mechaniken sorgt ein zusätzlicher W20 für besonders kritische Würfe und noch mehr Spannung. Munchkin Vox Machina, das von Elena Muñoz und Hos Hostettler illustriert wurde, wird voraussichtlich ab Herbst zu einer UVP von 17,99 € bei Pegasus Spiele erhältlich sein.

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Duellierende Algorithmen

26. Mai 2026 um 11:22

Pegasus Spiele erweitert Compile-Reihe

Friedberg, 26.05.2026: Nachdem Compile (Purple Edition) bereits seit dem Herbst 2025 Fans taktischer Duelle begeistert, ist mit Compile (Gold Edition) ein weiterer, unabhängig spielbarer Teil in der Kennerspiel-Reihe erschienen. Das Grundspiel ebenso wie die Erweiterung Assimilation * Einheit * Vielfalt und eine passende Playmat sind im Rahmen von Release Events bis 07. Juni exklusiv bei teilnehmenden Fachhändler*innen erhältlich.

In beiden Editionen von Compile, Purple und Gold, treten zwei Spielende ab zehn Jahren als künstliche Intelligenzen zu einem Duell an. Dabei versuchen sie, die eigenen drei Programme vor der rivalisierenden KI zu kompilieren. Zu Spielbeginn wählen die Mitspielenden jeweils drei der zwölf Protokolle und legen sie nebeneinander aus, sodass eigene und gegnerische Protokolle sich gegenüberliegen. Dann werden die zugehörigen Befehlskarten zu einem Deck gemischt. Abwechselnd ziehen die Spielenden nun entweder Karten von besagtem Deck oder spielen eine Handkarte in ihre Protokolle aus. Durch cleveres Kombinieren der Karteneffekte entsteht aus den drei Protokollen eine Art Algorithmus, mithilfe dessen versucht wird, strategisch genügend Punkte zu generieren, um ein Protokoll kompilieren – also umwandeln – zu können. Wer das zuerst bei allen drei eigenen Protokollen schafft, gewinnt in rund einer halben Stunde das Spiel.

Compile (Gold Edition) kann eigenständig gespielt werden, aber die zwölf neuen Protokolle sind für noch abwechslungsreichere Spielerlebnisse ebenso mit denen aus Compile (Purple Edition) kombinierbar. Unter den neuen Protokollen sind Themensets wie Chaos, Furcht oder Spiegel, die bekannte Mechanismen aus dem ersten Grundspiel aufgreifen, aber auch neue Möglichkeiten und Strategien mit sich bringen. Autor der Gold Edition von Compile ist wie schon bei der Purple Edition Michael Yang. Die stilvollen Illustrationen stammen wieder von Nolan Nasser und Keegan Moore, sodass der Reihencharakter auch optisch erkennbar wird. Compile (Gold Edition) ist zu einer UVP von 19,99 € erschienen.

Außerdem ist mit dem neuen Grundspiel auch eine neue Erweiterung erschienen, Assimilation * Einheit * Vielfalt, die ebenso wie die Erweiterung Gleichgültigkeit * Hass * Liebe drei zusätzliche Protokolle enthält. Diese können jeweils auch mit den Protokollen aus beiden Grundspielen untereinander kombiniert werden. Beide Erweiterungen für Compile haben eine UVP von 7,99 €. Darüber hinaus gewährt die neue Compile Playmat (Gold Edition) genau wie auch die Compile Playmat (Purple Edition) eine atmosphärisch illustrierte Ablagefläche für die Protokolle zu einer UVP von 19,99 €.

Anlässlich der Veröffentlichung von Compile (Gold Edition) finden bei rund 90 stationären Fachhändler*innen Release-Events statt. Noch bis zum 07. Juni können Spielefans in teilnehmenden Geschäften sowohl das neue Grundspiel als auch die neue Erweiterung kennenlernen und kaufen. Eine Liste des teilnehmenden Fachhandels befindet sich auf unserer Website.

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