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Published — 20. September 2026 Brettspiel-News.de - Magazin für Brettspieler

„Wie sonst willst du das interpretieren?" BGG streitet, ob CMONs System von innen kaputt ist

„Wie sonst willst du das interpretieren?" BGG streitet, ob CMONs System von innen kaputt ist

Nach der Warnung des Miniaturenriesen an die Hongkonger Börse diskutiert die größte Brettspiel-Plattform der Welt nicht mehr nur über Zahlen. Es geht um die Frage, ob das Crowdfunding selbst die Firmen groß gemacht hat, die jetzt straucheln.

Am 18. September hat Nutzer SiarX im General-Gaming-Forum von BoardGameGeek eine Frage gestellt, die viele in der Szene wohl schon länger mit sich herumtragen: Warum geht es Firmen wie CMON, Steamforged und Mythic Games gerade so schlecht, obwohl sie vorher jahrelang erfolgreich waren? Seine Vermutungen: Zölle? Die Nachwehen von Corona? „Aber die Pandemie ist seit Jahren vorbei", schreibt er. In gut zwei Tagen sind 28 Antworten zusammengekommen, und die Debatte hat schnell eine Schärfe erreicht, die es in reinen Wirtschaftsbeiträgen selten gibt.

„Warum gibt niemand fünf Minuten Feedback?" Die Wut eines Hobby-Designers

„Warum gibt niemand fünf Minuten Feedback?" Die Wut eines Hobby-Designers

Ein Amateur-Erfinder hat im BGG-Design-Forum Luft gemacht über Verlage, die Prototypen durchsehen und sich nicht einmal für eine Absage mit Substanz interessieren. Die Debatte zeigt ein Geschäftsgeheimnis - und eine Community, die nicht bedingungslos glaubt.

Dawamesk beschreibt im Design-Forum von BoardGameGeek einen Werdegang, den Tausende im Hobby hinter sich haben: seit Jahren Spiele entwerfen, Zeit und Geld in Prototypen stecken, an Verlage schicken - und Absagen kassieren, immer wieder. Irgendwann drehte er den Spieß um und baute sein letztes Spiel nicht mehr für Verlage, sondern nur noch für sich und seine Partnerin. Es wurde, nach seiner eigenen Bilanz, ihr gemeinsames Lieblingsspiel. Ein befreundeter Profi-Designer (mit einem Titel unter den Top 150 auf BGG) bestätigte das Urteil. Also wieder an die Verlage geschickt - und überall dieselbe Antwort gehört: Das Thema sei schön, aber die Mechaniken nicht originell genug, nicht das nächste Große. Was fehle, sei nie ein Wort dazu, was man besser machen könnte. Am 18. September postete er das, inzwischen 20 Beiträge.

Crowdfunding-Horror: Das Siegel des Drachen - Kickstarter - Nach drei Tagen: 0 Euro von 16.930 Euro

Crowdfunding-Horror: Das Siegel des Drachen - Kickstarter - Nach drei Tagen: 0 Euro von 16.930 Euro

Nach drei Tagen Laufzeit hat „Das Siegel des Drachen" 0 Euro von 16.930 Euro eingesammelt. Die Debatte über die Kampagne läuft trotzdem schon.

„Das Siegel des Drachen" verspricht ein Drachensiegel, vier verfeindete Clans und Frieden für ein Land. Was die Kampagne bisher geliefert hat, sind vor allem Drachen, die keine sind. Zwei davon haben Flügel, einer hat fünf Finger, einer gar keine Gliedmaßen. Das seien keine japanischen Drachen, stellt die Community auf BoardGameGeek fest. Vom Siegel selbst hat bis jetzt niemand profitiert: Nach drei Tagen stehen 0 Euro auf dem Konto der Kampagne, bei einem Finanzierungsziel von 16.930 Euro. Null Backer, wie Unterstützende einer Crowdfunding-Kampagne heißen.

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