Unser spielerisches Quartett geht in die zehnte Runde. Auch in dieser Folge diskutieren wieder vier Menschen über vier aktuelle Spieleneuerscheinungen. Und zwar drei Jurymitglieder und eine Gastkritikerin.
Als Gastkritikerin ist Tanja Hausmann eingeladen, die zusammen mit ihrem Mann auf dem YouTube-Kanal Die Hausis über Spiele und Mittelaltermärkte spricht und in einer regelmäßigen Fernsehsendung bei NRWision Spiele vorstellt.
Die besprochenen Spiele sind „Voll verplant“ (Hisashi Hayashi bei Schmidt), „7 Wonders Architects“ (Antoine Bauza bei Repos Production), „My Gold Mine“ (Michael Loth, Christof Schilling und Hans-Joachim Höh bei Kosmos) und „Savannah Park“ (Wolfgang Kramer und Michael Kiesling bei Deep Print Games / Pegasus Spiele).
In diesem Jahr hat die Uni Konstanz zwei vom Spiel des Jahres e.V. finanzierte Promotionsstellen eingerichtet, deren Thema die Entwicklung der Brettspielkultur in den letzten 50 Jahren ist. „Die Erforschung des Kritikerpreises Spiel des Jahres und seiner Geschichte soll Forschungsfragen einer veränderten Wissenschaft des Spielens eröffnen, die sich zum Beispiel damit beschäftigen, wie sich mit den immer wieder neu zusammengestellten und gestalteten Spielmaterialien auch Spielhandlungen, Spielweisen und die Zusammensetzung von Spielgruppen mitentwickelt und weltweit verändert haben“, heißt es in der Ausschreibung.
Jurymitglied Stefan Gohlisch, Kulturredakteur bei der Neuen Presse, hat mit Steffen Bogen, Professor für Kunstgeschichte an der Uni Konstanz und Spieleautor (ausgezeichnet für „Schnappt Hubi!“ und „Camel Up“), im Literarischen Salon Hannover über Brettspiele gesprochen. Zwar sollte es primär um den nach wie vor andauernden Boom bei den Verkäufen von Gesellschaftsspielen gehen, aber die Veranstaltung griff auch viele andere Themen auf.
„Was mich am Spielen reizt“, sagte Steffen Bogen, „ist nicht das Gewinnen, sondern den Prozess in der Gruppe zu pflegen.“ Stefan Gohlisch meinte, die relativ einförmige Spieleszene müsse diverser werden, Inhalte müssten überdacht werden – und würden es teilweise schon. „Vielleicht ist das der Weg“, sagte er, „dass die Fairness, die wir am Spieletisch erwarten, sich auch in den Inhalten transportiert.“
In dieser Folge unseres Podcast gibt es einen leicht gekürzten Audiomitschnitt der Diskussion, in der auch die Fragen des Publikums nicht zu kurz kommen. Zusätzlich gibt es ein Interview mit einem der Veranstalter des Literarischen Salons, Joachim Otte, zu der Frage, was Literatur und Spiele eigentlich miteinander zu tun haben. Der komplette Mitschnitt ist auf der Website des Literarischen Salon oder den Accounts des Salons bei Spotify oder YouTube zu hören.
Es ist wieder Zeit für ein spielerisches Quartett. Je ein Spiel bringen die Diskutierenden mit, je eine Meinung haben sie alle dazu. Vier Spiele und 16 Meinungen also – in nur einem Podcast.
Auch dieses Mal sprechen wieder drei Jurymitglieder und ein Gast über die Spiele.
Als Gastkritikerin ist Marie Poenisch eingeladen, die sich auf dem YouTube-Kanal nordsprech mit Spielen beschäftigt und auch in anderen Videokanälen und Podcasts regelmäßig zu hören ist. Sie ist zudem Autorin für das Fachmagazin spielbox.
Die besprochenen Spiele sind „Top Ten“ (Aurélien Picolet bei Cocktail Games), „So Kleever“ (François Romain bei Repos Production), „Project L“ (Michal Mikeš, Jan Soukal und Adam Spanel bei Boardcubator) und „Witchstone“ (Reiner Knizia und Martino Chiacchiera bei R&R Games und Huch).
Ein wenig Seelenheil darf sein: „Chakra“ (Luka Krleža bei Game Factory) ist ein Spiel, dass die indische Lehre der sieben Energiezentren mit einem spannenden, strategischen Puzzlespiel in Harmonie bringt.
Manuel Fritsch stellt das Spiel von der Empfehlungsliste zum Spiel des Jahres näher vor.
Als Gast ist Jasmin Dotzlaw dabei, die als eine Hälfte der Brettspielerunde in Schrift, Ton und – seit neuestem – auch in Bewegtbild über Spiele spricht.
Die besprochenen Spiele in der Folge sind „Echoes: Die Tänzerin“ (Matthew Dunstan und Dave Neale bei Ravensburger), „Dune“ (Paul Dennen bei Dire Wolf), „Space Dragons“ (Richi Haarhoff bei Edition Spielwiese / Pegasus) und „Cryptid“ (Hal Duncan und Ruth Veevers bei Osprey Games / Skellig Games).
Die Preisverleihung zum Spiel des Jahres und zum Kennerspiel des Jahres ist einer der Höhepunkte im Spielejahr – so auch, selbstverständlich, in diesem Jahr, auch wenn die Preisverleihung wieder unter besonderen Pandemie-Bedingungen stattfinden musste.
Aber selbstverständlich gilt auch: Nach der Preisverleihung ist vor der Preisverleihung. Es gilt aber auch: Nach der Preisverleihung ist nach der Preisverleihung. Was die Streams nicht mehr übertragen sind die Interviews, die Gespräche, das geschäftige Surren, das sich um die frisch gekürten Preisträger:innen entwickelt.
Johannes Sich im Interview
In diesem Jahr waren das die beiden Autoren Johannes Sich und Peter Rustemeyer, die für ihre Spiele „MicroMacro: Crime City“ und „Paleo“ ausgezeichnet wurden. In dieser Folge gibt es nicht nur einen – ganz kurzen – Blick hinter die Kulissen der Preisverleihung. Wir haben auch, etwas anderthalb Monate nach der Preisverleihung, einmal bei den beiden Preisträgern nachgefragt: Wie ist es, da plötzlich im Mittepunkt des Interesses zu stehen? Wie fühlt sich es sich an, mit der Siegerauszeichnung das Treppchen zur Bühne wieder hinunterzusteigen? Was macht man eigentlich danach?
Autor von „Paleo“: Peter Rustemeyer
Tatsächlich haben die beiden Autoren mehr gemeinsam, als man denkt: Beide schwanken – nach wie vor – zwischen Unglauben und Alltag, beide haben gerade erst Erweiterungen ihrer Spiele auf den Weg gebracht und arbeiten an mehr. Allerdings hat bis jetzt nur einer der beiden das Spiel des anderen gespielt. Wer das ist und um welches Spiel es sich handelt, klärt diese Folge selbstverständlich auch.
Grauenvolle Erzfeinde, das letzte Gefecht und mächtige Magier:innen: „Aeon’s End“ (Kevin Riley bei Indie Boards & Cards / Frosted Games / Pegasus Spiele) ist ein spannendes, kooperatives Kartenabenteuer, bei dem es strategisch zugeht – und immer denkbar knapp.
Bernhard Löhlein stellt das Spiel von der Empfehlungsliste zum Kennerspiel des Jahres näher vor.
„Gloomhaven: Die Pranken des Löwen“ (Isaac Childres bei Cephalofair Games / Feuerland) nimmt die Spieler:innen an die Hand und führt sie behutsam in eine actionreiche Kampagne mit zunehmender Regelkomplexität ein. Ein kooperatives Spiel, das in einem spannenden Fantasy-Setting allerlei Gefahren bereit hält, die mit Hilfe eines innovativem Kartenmechanismus gemeinsam überwunden werden müssen.
Martina Fuchs und Stephan Kessler stellen das Spiel, über das sie sich kennengelernt haben und einen beeindruckten Erstspieler davon vor.
Jedes Spiel ein spannender Wettkampf: Das in seinen Regeln sehr einfache Kartenspiel zieht seine taktische Tiefe aus den unterschiedlichen Fähigkeiten der zehn Elementare, von denen uns jeweils nur vier pro Partie zur Verfügung stehen. Aus den vielen möglichen Kombinationen erwächst die Motivation, immer wieder neue Zusammensetzungen auszuprobieren. „Riftforce“ (Carlo Bortolini bei 1 More Time Games) ist ein schneller Schlagabtausch, bei dem das richtige Timing und die clevere Positionierung am Riss über Sieg und Niederlage entscheiden.
Nico Wagner stellt das Spiel auf der Empfehlungsliste zum Kennerspiel des Jahres 2021 vor.
In dieser Folge unseres Podcast gehen wir wieder in die Vergangenheit – 20 Jahre, um genau zu sein: In das Jahr 2001. Spiel des Jahres wurde damals „Carcassonne“ des Autors Klaus-Jürgen Wrede. Aber es war ein Jahrgang, in dem sich viele historisierende Spiele tummelten – „Babel“, „Capitol“, „Die Händler von Genua“ und noch einige mehr.
Preisverleihung 2001: Klaus-Jürgen Wrede und „Carcasonne“ in höfischer Gesellschaft
Zwischen all diesen Spielen, die sich – mehr oder weniger – mit historischen Themen befassen, sticht eines besonders heraus: „Troia“, ein Spiel des Autors Thomas Fackler, in dem die Spieler:innen als Archäologen die Ruinen der Stadt Troja ausgraben. Und zwar nicht, um an ihre Schätze zu kommen – sondern in einem Rennen um wissenschaftliche Publikationen und Grabungslizenzen. Für das Spiel erhielt Fackler 2001 den Sonderpreis „Geschichte im Spiel“.
Troia von oben
In dieser Folge unseres Podcast haben wir uns selbst als Archäologen betätigt und ein wenig gegraben. Denn die Geschichte von „Troia“ ist eine ungewöhnliche, nicht nur, weil das Spiel versucht, tatsächliche wissenschaftliche Arbeit zu vermitteln. Im Gespräch mit Synes Ernst, dem damaligen Juryvorsitzenden, Anna Klara Falke, die zur Zeit als Archäologin promoviert und Mitglied des Teams von Boardgame Historian ist, und selbstverständlich mit dem Autor Thomas Fackler selbst vollziehen wir die Geschichte des Spieles nach.
Im Januar diesen Jahres begann die Brettspielszene, ausgelöst von einem Facebook-Post des Spieleautors Daniele Tascini, über Rassismus in Spielen zu diskutieren.
Wir wollen in dieser Folge diesen Fall nicht noch einmal aufrollen – sondern stattdessen ein wenig tiefer blicken: Wie rassistisch können Gesellschaftsspiele sein? Wieviel an problematischen, kolonialistischen Ideen kann darin stecken? Wieviel an möglicherweise erst einmal unsichtbarer, systemischer Benachteiligung kann in analogen Spielen stecken oder reproduziert werden? Wie werden überhaupt Minderheiten in Spielen repräsentiert?
Die Jury Spiel des Jahres schaut nicht erst seit Januar auf solche Fragen – denn die von ihr ausgezeichneten Spiele landen schließlich weltweit auf den Spieletischen. Da lohnt sich ein genauerer Blick auch auf problematische Aspekte. Wie genau schauen also die Jurymitglieder? Wie diskutieren sie problematische Spiele? Was tun sie, um die Welt der Spiele ein wenig diverser zu gestalten?
Ein Spiel geht ja immer noch. Und vier sowieso. In unserem neuesten spielerischen Quartett wird jedenfalls wieder eifrig diskutiert – drei Jurymitglieder und ein Gast bringen jeweils eine aktuelle Spiele-Neuerscheinung mit in die Runde.
Besprochen werden: „Cantaloop“ von Friedemann Findeisen, erschienen bei Lookout Spiele, „Fantastische Reiche“ von Bruce Glassco, erschienen bei Strohmann Games, „Calico“ von Kevin Russ, erschienen bei AEG, Flatout Games und Ravensburger und „Switch & Signal“ von David Thompson, erschienen bei Kosmos.
Es ist wieder Zeit für ein spielerisches Quartett – und zwar schon das sechste. Drei Jurymitglieder und ein Gast bringen jeweils eine Spiele-Neuerscheinung mit in die Runde und richten ihre kritischen Augen darauf.
In dieser Runde treffen der Vorsitzende der Jury Spiel des Jahres, Harald Schrapers, Jurysprecher Bernhard Löhlein, der die Runde moderiert, Stefan Gohlisch sowie als Gast Melanie Marrandino aufeinander. Melanie Marrandino ist Teil der Spieledinos, die seit 2018 auf Youtube regelmäßig Spielerezensionen veröffentlichen.
Die in dieser Folge besprochenen Spiele sind: „Die Abenteuer des Robin Hood“ von Michael Menzel (auch Autor von „Die Legenden von Andor“), das bei Kosmos erschienen ist, „Sagani“ von Uwe Rosenberg (u.a. 2020 mit „Nova Luna“ auf der Nominierungsliste zum Spiel des Jahres vertreten), erschienen bei Skellig Games, „Riftforce“ von Carlo Bortolini (2018 mit „Memoarrr“ auf der Empfehlungsliste Spiel des Jahres), erschienen bei 1 More Time Games, und „Chakra“ von Luka Krleža, erschienen bei Game Factory.
„Wir müssen sie kriegen, so lange sie jung sind“ – so das Credo von Jurymitglied Martina Fuchs, wenn es um die Frage geht, wann Kinder mit dem Spielen beginnen sollen. Und sie muss es wissen: Als Organisatorin zahlreicher Spielerunden in Schulen und einer Jugendstrafanstalt schöpft sie aus einem Quell an Erfahrungen. Auch der Koordinator der Jury zum Kinderspiel des Jahres, Christoph Schlewinski, spielt gerne schon mit den jüngsten – und besucht dafür seit vielen Jahren regelmäßig Kindergärten. Nur: Ganz einfach ist das nicht. Manchmal fehlen in den Einrichtungen Spiele, manchmal Strukturen, manchmal die Zeit. Was allerdings nie fehlt, ist der Spaß am Spielen, wenn die Kinder oder Jugendlichen die Möglichkeit dazu bekommen.
Spielen an der Pater-Alois-Grimm-Gemeinschaftsschule.
In dieser Folge unseres Podcast sprechen die beiden über ihre Erfahrungen mit Spiele-AGs, Spielerunden in Schulen und Kindergärten und beim Spielen mit Kindern. Dabei kommen auch die praktischen Tipps nicht zu kurz: Woher kommen die Spiele? Wo gibt es Unterstützung für so ein Vorhaben? Wie lässt sich eine Spiele-AG aufbauen? Welche Spiele sind für den Anfang geeignet? Wie geht man mit Störenfrieden in der Gruppe um? Und überhaupt: Was kann das Spielen den Kindern vermitteln? Praktisch für alle, die selber so eine Spielerunde aufbauen wollen – und interessant für Viel- und Gelegenheitsspieler sowieso.
Übrigens: Auch das Förderprogramm des Spiel des Jahres e.V. unterstützt unter anderem das Spielen an Schulen, Spielewochenenden und den Aufbau von Spielotheken.
Der Spiel-des-Jahres-Podcast feiert seine zehnte Folge – und damit auch das fünfte spielerische Quartett. Drei Jurymitglieder und ein Gast sprechen über vier Spiele. Und vier mal vier macht 16 – und zwar Meinungen zu diesen Spielen.
Die in dieser Folge besprochenen Spiele sind: „Yukon Airways“ von Al Leduc, erschienen bei Ludonova, „Die verlorenen Ruinen von Arnak“ von Michaela „Mín“ Štachová und Michal „Elwen“ Štach, erschienen bei CGE, „The Key“ von Thomas Sing, erschienen bei Haba und „My Farm Shop“ von Rüdiger Dorn, erschienen bei Pegasus.
Vier Spiele, vier Köpfe, 16 Meinungen: In unserem spielerischen Quartett sprechen Jurymitglieder mit Gästen über aktuelle Neuerscheinungen. Diese Ausgabe unseres Podcast widmet sich dabei ganz den jüngsten Spielern und Spielerinnen: Vier Kinderspiele werden in dieser Folge besprochen.
Mit dabei sind Christoph Schlewinski, der Koordinator der Kinderspieljury, sowie, als Mitglied der Kinderspieljury, Stefan Gohlisch. Gäste sind Johanna France und Jürgen Karla.
Johanna France ist Spielepädagogin in Österreichs größter Spieleausleihe, der spielebox, und ist in dem Podcast „Spümaschin“ zu hören. Jürgen Karla ist unter anderem im Brettspielradio auf spielbar.com zu hören.
1980: Vor 40 Jahren wurde zum zweiten Mal der Preis Spiel des Jahres verliehen. Auch zwei Elektronikspiele befanden sich auf der Auswahlliste – „Galaxis“ und „Heisse Spur“. Dazu gab es zwei Sonderpreise – einen für den Zauberwürfel „Rubik’s Cube“ und einen für „Das Spiel“ des Künstlers und Spieleerfinders Reinhold Wittig.
1980: Preisverleihung mit Ernő Rubik, Intelli-Mitinhaber Gösta Thomsen, Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit Antje Huber (SPD), Reinhold Wittig und dem Essener Bürgermeister Helmut Karnath (SPD).
In dieser Folge unseres Podcast gehen wir auf eine kleine Zeitreise in das Jahr 1980. In diesem Jahr wurde der – immer noch viel gespielte – Klassiker „Rummikub“ Spiel des Jahres. Doch hauptsächlich geht es um die kleinen Skurrilitäten und Legenden des Spielejahrgangs 1980. Zu Wort kommen Jochen Corts, Gründungsmitglied des Vereins Spiel des Jahres, sowie der Spieleerfinder Reinhold Wittig. Außerdem der Computersammler, Experte für alte Elektronik und Betreiber von Harzretro, Axel Ehrich.
1980: Sternfahrt zur Preisverleihung nach Essen
„Es war dramatisch anders“, erinnert sich Jochen Corts an diese Frühzeit des Vereins. Nicht nur wegen der Sternfahrt nach Essen zur Preisverleihung, zu der Familien, die ein Preisausschreiben gewonnen hatten eingeladen wurden. Auch die Spielelandschaft sah anders aus. „Da haben wir an einem verlängerten Wochenende sämtliche ernstzunehmenden Neuheiten durchspielen können.“ Dennoch hätte es jedes Jahr Neuheiten und nennenswerte Spiele gegeben. 1980 zum Beispiel den Rubikwürfel. Und, natürlich, „Galaxis“, von dem Axel Ehrich sich im Gespräch beeindruckt zeigt: „Die Technik ist ein bisschen komplexer als ein Taschenrechner, aber ich finde es gerade bei dem Spiel ‚Galaxis‘ faszinierend“, sagt er.
Auch ein originalverpackter Rubikwürfel aus den 80ern gehört zu Ehrichs Schätzen
Einen „Geniestreich“ nennt Corts „Rubik’s Cube“ und freut sich, Ernő Rubik bei der Preisverleihung persönlich kennengelernt zu haben. Auch „Das Spiel“ lobt er: „Das passte zusammen. Die äußere Erscheinung und die spielerische Qualität.“ Den Erfinder dieses Spiels, den Künstler und verdienten Spieleautor Reinhold Wittig, haben wir für den Podcast besucht. Wittig erinnert sich gerne an seine Erfindung und die damit verbundene Spieleverlagsgründung der Edition Perlhuhn: „Und es wuchs. Und es wuchs. Weil es damals eigentlich so etwas nicht gab, so einen Kleinverlag, der auch auch noch der Zeitung erwähnt wurde.“
Aus Reinhold Wittigs Sammlung: „Das Spiel“ als alte Schachtel, aber eben nicht als alter Hut.
Die Mitglieder des Vereins Spiel des Jahres zahlten damals alle Kosten – auch die für die Preisverleihungsveranstaltung – aus eigener Tasche. Dass Verlage Lizenzgebühren für die Verwendung des Logos zahlen, damit der Verein seine Kosten decken kann: Diese Idee lag noch in weiter Ferne. Nur eines hat sich nicht geändert seit damals: „Das war gar nicht mit großem Tamtam“, erzählt Corts über die Preisverleihung, „es sollte hier demonstrativ gezeigt werden, was Spiele leisten können“.
Vier Köpfe, vier Spiele: In unserem Format „Spielerisches Quartett“ sprechen jeweils drei Jurymitglieder mit einem Gast über insgesamt vier Spiele – jeder und jede der Beteiligten bringt eines mit.
In dieser Ausgabe unterhalten sich die Jurymitglieder Manuel Fritsch, Martina Fuchs und Harald Schrapers (Vorsitzender des Spiel des Jahres e.V.) sowie die Gast-Kritikerin Michaela Poignée. Michaela Poignée ist seit 20 Jahren spielebegeistert – und teilt diese Begeisterung seit 2017 als ein Teil des Duos „Die Brettspieltester“ auf Youtube.
Besprochen werden „MicroMacro: Crime City (Johannes Sich bei Edition Spielwiese / Pegasus), „Paleo“ (Peter Rustemeyer bei Hans im Glück), „Fiesta Mexicana“ (Christian Fiore und Knut Happel bei HUCH!) und „Punktesalat“ (Molly Johnson, Robert Melvin und Shawn Stankewich bei AEG / Pegasus).
Vier Köpfe, vier Spiele: In unserem Format „Spielerisches Quartett“ sprechen jeweils drei Jurymitglieder mit einem Gast über insgesamt vier Spiele – jeder und jede der Beteiligten bringt eines mit.
In dieser zweiten Ausgabe unterhalten sich die Jurymitglieder Manuel Fritsch, Stephan Kessler und Nico Wagner mit der Gast-Rezensentin Astrid Diesen. Astrid Diesen ist langjährige Redakteurin der Spiele-Zeitschrift „Fairplay“.
Besprochen werden „Spirits of the Wild“, „The Castles of Tuscany“, „Killercruise“ und „Aeon’s End“.